„Krippe? – Nein, danke!“ – Mütter und Wissenschaftler gegen Fremdbetreuung

Von Johannes Moravitz

Immer mehr Mütter entscheiden sich gegen die Krippe. Forscher geben ihnen recht. Einem interessanten Bericht aus Deutschland zufolge entscheiden sich mehr und mehr Mütter gegen die Fremdbetreuung ihrer Kinder in sog. „Kitas“ (Kindertagesstätten – die „Krippe“ in Österreich). 

Als Gründe dafür geben diese Mütter ihr Verantwortungsgefühl und die größere Freiheit der Kinder an. Für diese sei es besser, von der eigenen Mutter in größerer Freiheit erzogen zu werden. Sie nennen sich „kitafrei“ und vernetzen sich über verschiedene Foren, wo sie Gleichgesinnte treffen und befreunden können.

Der neue Trend schlägt sich auch in der vermehrten Anfrage an Finanzexperten wieder. Durch die bewusste Entscheidung, zuhause zu bleiben und die Kinder selbst zu hüten, treten natürlich Fragen der Altersvorsorge auf, die geklärt werden müssen. Aber trotz der vermeintlichen finanziellen Nachteile stellen auch diese fest, dass es gerade bei jüngeren Frauen eine steigende Sehnsucht nach der traditionellen Mutterrolle gäbe.

Die Intuition dieser Frauen, dass Kinder – vor allem in den ersten Jahren – ihre eigenen Eltern und ganz besonders ihre eigene Mutter brauchen, deckt sich mit den Forschungsergebnissen vieler Experten, darunter des österreichischen Kinderforschers Michael Hüter, der von sich anbahnenden menschlichen Katastrophe spricht, weil die westliche Moderne Kinder zu sehr vernachlässige:

„Wenn wir so weitermachen wie in den letzten 15 Jahren, wird es den Menschen auch ohne Klimakatastrophe und Atomkrieg in 200 Jahren nicht mehr geben”, meint er und fordert: „Wir müssen dringend etwas ändern an der Art, wie wir zusammen leben und wie wir mit unseren Kindern umgehen.”

Die Weichen unseres Lebens werden in den ersten Jahren gestellt, besonders im Bereich der sozialen und emotionalen Entwicklung. Was sich vor allem ändern müsse, sei der Wert der Familie sowie die Betreuung von Kindern ab dem Kleinkindalter.

Denn: „In Europa hat inzwischen jedes zweite Kind eine chronische Krankheit. Das gab es in der gesamten Geschichte der Menschheit noch nicht. Bei größtmöglichem medizinischen Fortschritt waren unsere Kinder noch nie so auffallend krank wie heute”, so Hüter. Hauptgrund dafür sei: „Kinder können sich heute nicht mehr altersgemäß entwickeln, weil ihnen ein kindgerechtes Aufwachsen verwehrt wird.“

Zu viele Kinder werden zu früh fremdbetreut und so aus ihren Familienverhältnissen gerissen. Er appelliert daher an die Politik, weniger Geld in den Ausbau von Krippen zu stecken und stattdessen gezielt Familien zu fördern.

Wovon Konservative und Kirche immer gesprochen haben, scheint nun wissenschaftlich bestätigt zu sein: Für Kinder ist es gut und wichtig, so lange wie möglich zuhause betreut zu werden.

Der Autor hat uns die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung seines Artikels erteilt – seine Beiträge erscheinen u.a. hier: https://christdemokratie.at/


Der Verband Familienarbeit begeht Jubiläum: 40 Jahre Einsatz für Eltern und Kinder

Am 9. Februar 1979 wurde die „Deutsche Hausfrauen-Gewerkschaft (DHG)“ gegründet, 2001 umbenannt in „Verband der Familienfrauen und -männer“ (vffm) und 2011 in „Verband Familienarbeit“. Anliegen und Ziel war vor allem, die Enteignung der Eltern durch die Rentenreform 1957 und deren Folgen sichtbar zu machen und durch finanzielle Anerkennung der Erziehungsarbeit zu beheben.

Seit der Rentenreform 1957 werden  die Eltern der wirtschaftlichen Rendite ihrer Investitionen in die Kinder beraubt, da die Renten fast ausschließlich an Erwerbsarbeit gekoppelt sind. Die Wertschöpfung der Erziehungsarbeit wird völlig ignoriert und eine angemessene Entschädigung für die Erziehenden verweigert. Das musste zu einer fortschreitenden Verarmung von Eltern und Kindern in einer sonst reicher werdenden Gesellschaft führen.

In der Folge änderten sich alle familienbezogenen Wertvorstellungen. Auch das Rentensystem selbst, das auf leistungsfähige Familien angewiesen ist, wird immer brüchiger. So kommt zur Familienarmut die Altersarmut hinzu.

Die Politik versucht dieser Entwicklung zu begegnen, indem sie die Eltern immer mehr dazu drängt, die Erziehung und Betreuung ihrer Kinder staatlich finanzierten Einrichtungen zu überlassen, um möglichst durchgängig und in Vollzeit erwerbstätig sein zu können.

Das politisch gewollte Ziel ist die Ganztagsbetreuung ab dem zweiten Lebensjahr. Diese Bevormundung der Eltern schränkt ihre Wahlfreiheit immer mehr ein, über die Erziehung ihrer Kinder selbst zu entscheiden. Die Eltern werden zeitlich und kräftemäßig überfordert, was sich letztlich zum Nachteil der Kinder auswirkt. Immer mehr Eltern – besonders Mütter – werden krank und immer mehr Kinder leiden unter den Folgen mangelnder Bindung an ihre primären Bezugspersonen.  

Obwohl das alles in klarem Gegensatz zu Art. 6 unseres Grundgesetzes steht, der die Familie unter den Schutz der staatlichen Ordnung stellt und den Eltern die Erstverantwortung für die Kindererziehung zuordnet, folgt die gegenwärtige Familienpolitik diesem Irrweg, der schon in der DDR und im übrigen Ostblock gescheitert ist. Er belastet die Gesundheit von Eltern und Kindern und verhindert die Gleichberechtigung der Geschlechter, die nur durch Gleichberechtigung der elterlichen Erziehungsarbeit erreichbar ist. 

Leider wird dem Verband Familienarbeit immer wieder unterstellt, er wende sich grundsätzlich gegen die Fremdbetreuung von Kindern. Im Gegenteil fordert er jedoch eine echte Wahlfreiheit für Eltern statt der einseitigen Krippenförderung mit ca. 1000 €/Monat und Kind.

Gleichzeitig wird selbst betreuenden Eltern nicht einmal 150 € Betreuungsgeld gegönnt. Eltern müssen das Geld für die Betreuung ihrer Kinder, das ihnen aufgrund der Vergesellschaftung der Altersversorgung für die Erziehungsarbeit zusteht, selbst in die Hand bekommen, um dann frei über dessen Verwendung zu entscheiden.

Während Krippenbetreuung von der Regierung als „frühkindliche Bildung“ verkauft wird, warnen Psychologen und Ärzte vor den Risiken.


Eltern bieten ihren Kindern eine ideale 1:1-Betreuung – Nachteile der Kita-Unterbringung

„Kinderkrippen sind ein Infektionspfuhl ersten Ranges“ – dies resümierte der bekannte Kinderarzt Prof. Dr. Dr. Hellbrügge bereits vor vielen Jahren und verwies auf vorliegende internationale Studien.

Soeben legte Dr. Linnéa Schüz-Havupalo eine entsprechende neue Untersuchung vor: 1570 Kinder wurden von der Geburt bis zum Alter von drei Jahren im Rahmen einer Follow-up-Studie  begleitet. Das Ergebnis: Sprunghaft steigen mit Beginn der Krippenunterbringung Anzahl und Häufigkeit der Erkrankungen sowie die den Kleinkindern verabreichten Antibiotika.

270.000 Krippenplätze würden für unter Dreijährige fehlen, titelt die Welt Am Sonntag und „Kein Platz für jedes Kind“ (!). 790.000 Kleinkinder unter drei Jahren werden derzeit bereits in Krippen betreut. Das sei aber noch viel zu wenig: 1,06 Millionen Plätze wünscht sich das Institut der Deutschen Wirschaft (IW). Die Mütter sollen im Betrieb arbeiten – nicht zu Hause.

Dafür gibt es ja Fachkräfte und Erzieher, wenngleich die Personalsituation miserabel und der Personalschlüssel schlecht sei. „Angesichts des Fachkräftemangels ist es unrealistisch zu erwarten, dass Kitas in Zukunft ausschließlich mit klassisch ausgebildeten Erzieherinnen und Erziehern arbeiten“, sagt die Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). Unausgebildete Seiteneinsteiger sollen fehlendes Personal ersetzen, Scheeres nennt das „multiprofessionelleTeams“.

Der Betreuungsbedarf liege bei 45%, allerdings würden 87 % (Emnid, Mai 2017) der Eltern ihre Kinder in den ersten drei Jahren selbst erziehen wollen, wenn sie sich dies finanziell leisten könnten. Dann wäre der Personalschlüssel bei einer optimalen 1:1-Betreuung umgehend gelöst.

Solange aber Eltern für „Bildungsinvestitionen“ in ihre eigenen Kinder politisch nicht gewollt sind, zahlen Jugendämter lieber 1800 € im Monat für einen Babysitter – wenn ein Krippenplatz nicht verfügbar ist -, anstatt wenigstens einen Teil davon jenen Eltern zukommen zu lassen, die sich um die frühkindliche Bildung ihrer Kinder selbst kümmern wollen.

Aus Sicht der Kinder verbessert sich ihre Situation jedoch keineswegs, wie viele Studien belegen.

* Wie negativ sich die vergangenen 50 Jahre Umerziehung im Bereich der Schule ausgewirkt haben, beschreibt der ehemalige Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, in seiner aktuellen Publikation.

* Mindestens 85% der Jungen und 71% der Mädchen zwischen 14 und 16 Jahren haben bereits pornografisches Material gesehen. Das durchschnittliche Erstkontaktalter mit Pornografie liegt bei ca. 12 Jahren. Pornografie ist auch für Kinder und Jugendliche überall kostenlos verfügbar, wird in WhatsApp Gruppen geteilt. Es bedarf daher einer bewussten Entscheidung, Pornografie nicht zu konsumieren.

Hierbei hilft die PornoAufklärungsinitiative Deutschland. Im Rahmen von Präventionsstunden, Projekttagen oder Workshops werden altersorientierte Unterrichtseinheiten gestaltet und Jugendlichen auf ansprechende Weise Hintergründe und negative Effekte von Pornografie erkärt und „Schamgefühl“ und echte „Liebe“ diskutiert. 

* Mütter können einem möglichen Schlaganfall durch Stillen vorbeugen: Frauen die gestillt hatten, haben ein um 23 % niedrigeres Schlaganfall-Risiko als Frauen, die nicht gestillt hatten.

* Wir haben unsere Info-Flyer„Risiko Kinderkrippe“ und „Die Familie ist unaufgebbar“ aktualisiert und erweitert. Gerne können Sie diese weiterhin kostenfrei in der von Ihnen gewünschten Anzahl zur Weitergabe und Information anfordern.

Quelle: Verantwortung für die Familie e.V. – Webpräsenz: http://www.vfa-ev.de


Familienverband kritisiert das Gute-Kita-Gesetz: Staat bevorzugt die Fremdbetreuung

Am 19. Sept. hat das Bundeskabinett das „Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung (Gute-KiTa-Gesetz)“ beschlossen. Darin wird angestrebt, die Qualität der „KiTas“ zu verbessern. Gemeint sind offensichtlich vor allem Kinderkrippen.

Es liegt nahe, dass der rasche Ausbau der Krippenbetreuung zu einer beträchtlichen Einbuße an Qualität geführt hat. Dem soll jetzt durch das neue Gesetz entgegengewirkt werden.

Dr. Johannes Resch, stellv. Vorsitzender des Verbandes Familienarbeit, meint dazu:

„Die Qualität der Kitas und die Qualität der Kinderbetreuung sind verschiedene Dinge. Werden nur die Kitas thematisiert, wird die Frage nach der elterlichen Betreuung gar nicht mehr gestellt. Wird dagegen nach `Qualität der Kinderbetreuung` gefragt, ist die Antwort ergebnisoffen.

Aber wer soll nun entscheiden, was `gute Betreuung` ist?

Unser Grundgesetz weist mit Art. 6 das Urteil darüber in erster Linie den Eltern zu und nicht dem Staat. Viele Eltern sind der Auffassung, die beste Betreuung von Kleinkindern erfolge durch sie selbst. Für den Regelfall ist das im Gegensatz zur Politik auch die überwiegende Meinung von Fachleuten, wie etwa Kinderpsychologen.

Allerdings sehen sich immer mehr Eltern aufgrund der Nichtachtung und Nichthonorierung ihrer Erziehungsarbeit genötigt, auf die demgegenüber überwiegend staatlich finanzierte Fremdbetreuung in Krippen auszuweichen.

Das „Gute-Kita-Gesetz“ lenkt so von der Alternative „Gute Betreuung“ ab, die auch durch die Eltern erfolgen könnte. Voraussetzung wäre allerdings, diese hätten die Wahlfreiheit über die Verwendung des zur Kinderbetreuung bereit gestellten Geldes, wie es auch vom Bundesverfassungsgericht gesehen wird.

Den politischen Akteuren geht es nicht um „gute Betreuung“, sondern lediglich um „gute KiTas“. Es geht nicht um die Kinder, sondern um die Interessen der einflussreichen neoliberalen Profiteure in Konzernen und Finanzindustrie.

Wenn auch beide Eltern kleiner Kinder möglichst voll erwerbstätig sind, ist es aufgrund der größeren Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt leichter, die Löhne niedrig zu halten. Die regierungsamtliche Gleichsetzung von Kita und Betreuung gängelt die Eltern. Sie sollen – quasi am Grundgesetz vorbei – übertölpelt werden.“

Der Verband Familienarbeit fordert:
In erster Linie haben die Eltern zu entscheiden, was „gute Betreuung“ ist. Dazu müssen sie das Geld zur Finanzierung der Kinderbetreuung selbst in die Hand bekommen.
Erst dann haben sie echte Wahlfreiheit zwischen einem Krippenplatz, der Eigenbetreuung oder einer anderen Betreuungsform.
 


NRW: Neue Landesregierung will Kitas auch nachts geöffnet sehen

Die neue Landesregierung in Nordrhein-Westfalen ist kaum im Amt, da überrascht sie mit dem Vorstoß, dass Kitas auch nachts geöffnet sein sollen. Der stellv. Ministerpräsident und Familienminister Joachim Stamp (FDP) sagte der Rheinischen Post, damit sollten Eltern „entlastet“ werden.

Zu welchen langfristigen Bindungsproblemen und Gefährdungen des Familienlebens aber diese schon zu DDR-Zeiten betriebene Familienpolitik führt, beschreibt die Soziologin Prof. Steinbach:

„Während in Westdeutschland immer noch eine sehr starke Kopplung von Heirat und Familiengründung besteht, ist dies in Ostdeutschland nicht der Fall. In Westdeutschland sind ein Drittel der Frauen bei Geburt des ersten Kindes nicht verheiratet. In Ostdeutschland sind es jedoch mehr als die Hälfte. . . .

Da die Trennungswahrscheinlichkeit ostdeutscher Mütter und Väter höher ist als diejenige westdeutscher Eltern, finden wir im Osten auch einen geringeren Anteil an Kernfamilien und einen höheren Anteil an Eineltern- und Stieffamilien.“

Die Kosten dieser fragwürdigen Familienpolitik sind immens: Zwischen 2008 und 2018 beteiligt sich der Bund mit 9,54 Milliarden Euro, weitere 1,126 Miliarden bewilligte der Bundestag im April dieses Jahres für die Errichtung weiterer 100.000 Kita-Plätze, zusammen also inzwischen 10,7 Milliarden Euro (!), ohne die Kosten der Kommunen. Die Betreuungsquote der unter Dreijährigen liegt inzwischen bei 33%, weitere 300.000 Kita-Plätze aber würden benötigt (Das Parlament 24.07.17).

Krippen aber schaden der Kindesentwicklung. Diese Petition wendet sich gegen 24h-Kitas.

Eine Folge der weitverbreiteten Fremdbetreuung wird auch im zunehmenden Anteil übergewichtiger Erstklässler vermutet: In Thüringen z.B. wog mehr als jeder zehnte Schulanfänger im vergangenen Jahr zu viel (12,1 %).

Es fällt auf, dass parallel zur zunehmenden Fremdbetreuung die Fehlzeiten aufgrund psychischer Probleme bei Auszubildenden überdurchschnittlich stark gestiegen sind:

Seit dem Jahr 2000 haben sich die Fehlzeiten der 16- bis 25-jährigen Berufsanfänger wegen Depressionen oder Anpassungs- und Belastungsstörungen um 108 % mehr als verdoppelt, so der Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK). Über alle Altersgruppen hinweg betrug der Anstieg psychisch bedingter Fehlzeiten bei Arbeitnehmern 88 %.

Besorgniserregend ist es daher, dass die Sozialausgaben seit 2012 kontinuierlich stärker steigen als das Bruttoinlandsprodukt. Es wird mehr verteilt, als erwirtschaftet wurde, die Sozialausgaben steigen stärker als die Wirtschaftsleistung. 2017 beträgt die Sozialleistungsquote 29,8 %. Die Gesamtausgaben des Sozialstaats werden bis Ende der kommenden Legislaturperiode 2021 die Billionengrenze überschreiten (Handelsblatt 27.7.17).

Im Religionsunterricht  –  so berichten einige Eltern  –  werde sich mit dem Koran z.T. mehr bechäftigt als mit Inhalten der Bibel. Der islamischen Religion würden Schulaufgaben, Referate und viele Wochenstunden gewidmet. Sprechen Sie hierüber mit Ihren Kindern, dem Lehrer, anderen Eltern und informieren Sie den Elternrat. Eltern sind berechtigt, über Unterrichtsinhalte informiert zu werden.

So förderte Familienministerin Katarina Barley (SPD) mit über 18.000 Euro den politischen Islam in Form eines Workshops, welcher von der „Islamischen Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden Deutschlands“ (IGS) veranstaltet wurde. 

Quelle: Verantwortung für die Familie e.V.

Die Krippenpolitik belastet junge Mütter

Pressemitteilung der Initiative „Mütter für Mütter“:

Zur Meldung des Bundesinstitutes für Bevölkerungsforschung in Wiesbaden zur Geburtenentwicklung

Warum verzichten trotz geringfügiger Zunahme noch immer so viele Eltern auf ein zweites Kind? – Seit 2008 begleiten wir zahlreiche Familien in und um Neubrandenburg und Mecklenburg/Vorpommern. IMG_5830_ergebnis-150x150

Junge Mütter erleben die politisch erzwungene Notwendigkeit, ihr Kind zum Ende des ersten Lebensjahres in eine Kinderkrippe geben zu müssen als eine unerträgliche Fremdbestimmung über ihr Kind und eine Missachtung ihrer eigenen Gefühle.

Sie spüren, dass es ihnen und ihrem Kind Schaden zufügen wird. Trotzdem tun sie es vor allem dann, wenn sie sich noch ein zweites Kind vorstellen könnten. Nur wer auf ein volles bezahltes Arbeitsjahr zurückblicken kann, hat nämlich wieder Anspruch auf volles Elterngeld. In dieser Doppelbelastung gefangen, verzichten Mütter oft auf ein weiteres Kind.

Der kräftezehrende Alltag dieser jungen Familien erntet ungewollte Ergebnisse: gestresste Kinder, ausgebrannte Eltern, belastete Beziehungen. Nur wenige Familien, die sich dem gesellschaftlichen Mainstream entziehen, die sogar bereit sind, sich mit dem Existenzminimum oder Weniger abzufinden, bekommen ein zweites oder auch mehr Kinder.

Solange Wirtschaft und Politik die Bedürfnisse junger Familien nach ungestörter – also finanzierter – Familienarbeitszeit weiterhin leugnen, werden zunehmend Menschen einsam vergreisen. Nur wer in eigene Kinder investiert, hat am Ende wirklich nachhaltig vorgesorgt.

MÜTTER FÜR MÜTTER
Johanna-Kinkel-Straße 13 in 17033 Neubrandenburg
Ansprechpartnerin: Sabine Wüsten, Telefon: 0395 / 555 30 52
E-Mail: info@muetter-fuer-muetter.de
Internet: http://www.muetter-fuer-muetter.de


Gemeinsam in den Sozialismus? – Die Union und der Zeitgeist

Von Peter Helmes

Heute noch Mitglied in der CDU oder CSU zu sein, zeigt schon  –  je nach persönlichem Empfinden  –  eine leichte oder (eher wohl) schwere masochistische Prägung.

In den letzten Jahren kamen ständig neue Schmerzen hinzu, die Konservative an der Union verzweifeln lassen. In den oberen Etagen der Unions-Parteien sind keine gestandenen Konservativen mehr auszumachen, in den unteren Rängen spielen sie allenfalls die Rolle des Pausenclowns, der zwar auftreten darf, dem aber niemand zuzuhören scheint. Viele sind mittlerweile aus- und zur AfD übergetreten.   42252-3x2-teaser190x127

Halten wir fest: Selbst noch unter Helmut Kohl, dem Wegbereiter der „Wende“   –  einer Wende zu einem libertären, zeitgeistigen Denken wohlgemerkt  –  wurde mit dem Brustton der Überzeugung behauptet, die Union habe „drei starke Wurzeln“: eine konservative, eine soziale und eine liberale. Zumindest seit jenem Kohl war dies allenfalls noch Geschwätz, um die Parteiflügel stillzuhalten.

Heute sieht man sich leider an den allzu früh verstorbenen Publizisten Johannes Gross erinnert, der einmal geschrieben hatte, Deutschland werde von zwei sozialdemokratischen Parteien beherrscht. Der Unterschied sei lediglich, daß die eine Partei etwas katholischer sei.

Das ist aber heute in der Union kein Thema, weil die CDU (mit der CSU) als „Krisenbewältigungs-Partei“ daherkommt. Ein gütiger Gott sandte ihr die Krim-Krise, die von Merkels Versagen als Parteichefin ablenkt. Sie gilt als die Managerin der Krise, und es scheint ihr völlig wurscht, wie das Innenleben ihrer Partei derweil aussieht.

Schon die Koalitionsverhandlungen und der daraus resultierende Koalitionsvertrag zeigten, daß CDU und CSU bereit sind, zentrale Unionsversprechen aufzugeben und damit die letzten Reste konservativ-liberaler Unionspositionen zu beseitigen. be2004_38_551

Neben noch mehr Zugeständnissen an Brüssel und bei der Euro-Rettung steht die Beförderung vieler linker Projekte (Energiewende, Masseneinwanderung, doppelte Staatsbürgerschaft, Quotenwahn etc.) im Mittelpunkt der Politik. Der eh nur kleine Widerstandsgeist hat sich marginalisiert, da sich niemand die Parteikarriere versauen lassen will.

Eine höchst betrübliche Rolle spielt dabei die „Junge Gruppe“ von Unionsabgeordneten der jüngeren Jahrgänge. Gerade von ihnen hätte man ein heftiges Sperrfeuer gegen die in immer abenteuerlichere Höhen wachsenden Belastungen der kommenden Generationen erwarten dürfen.

Der sozialistische Ungeist lebt  –  er nennt sich nur anders bzw. benutzt andere Begriffe  –  und feiert fröhliche Urständ´. Wer geglaubt hat, die klassische marxistische Ideologie sei mit dem Zusammengehen der beiden „Deutschlands“ zu Ende gewesen, sieht sich jäh eines Schlimmeren belehrt. Sie ist nicht mehr nur Teil alter sozialistischer Parteien, sondern hat auch in den Reihen bürgerlicher Vertreter Platz genommen.

Neue Strategie für alten Sozialismus

Die alten sozialistischen Klassenkampfparolen hatten sich zwar als unwirksam erwiesen. Aber eine neue Strategie verhilft ihr zu neuem Einfluß:

Sozialismus schafft man (dauerhaft) nicht von oben, sondern er muß von unten in die Gesellschaft hineinwachsen. Kern und Keimzelle der Gesellschaft ist die Familie, also mußte man da ansetzen und eine Frontstellung gegen Ehe und Familie aufbauen, da deren traditionelle Formen dabei im Weg stehen, vor allem die autonom funktionierende Eltern-Kind-Beziehungen oder das was man gemeinhin als IMG_1421Familienbande beschreibt.

Karl Marx hat hierzu die Vorlage geliefert: „…Werft ihr uns vor, daß wir die Ausbeutung der Kinder durch ihre Eltern aufheben wollen? Wir gestehen dieses Verbrechen ein. Aber, sagt ihr, wir heben die trautesten Verhältnisse auf, indem wir an die Stelle der häuslichen Erziehung die gesellschaftliche setzen…“ (Karl Marx, Kapital I, MEW 23, 514, Marx-Lexikon) 

Widerspruch wird nicht geduldet. „Toleranz“ gibt es nur innerhalb der eigenen Klientel und keinesfalls gegenüber Andersdenkenden. Wer dem Zeitgeist widerspricht, wird  –  oft mit Medienunterstützung  –  gnadenlos niedergemacht und letztlich mit der Faschismuskeule erschlagen. Neueste Beispiele findet man derzeit zuhauf im Internet, wenn es um die AfD geht. Haß statt Argumente!

Respekt vor dem Elternrecht gefordert

„Das Trommelfeuer der Agitation prasselt auch hier in konzentrierter Form besonders auf eine ratlose junge Generation nieder. Zur Aufhetzung gegen die staatliche kommt jene gegen die familiäre Ordnung. Ein Vertrauensverhältnis zwischen Eltern und Kindern ist den Veränderern, die Manipulations- und Manövriermasse brauchen, ein Dorn im Auge…

In Bundesgesetzen und -entwürfen sozialistischer Provenienz werden im Bereich der Familie die Kinder als Prozeßpartei gegen die Eltern konstituiert, tritt der Staat in Gestalt des Vormundschaftsgerichts und des Sozialfürsorgers zwischen Eltern und Kinder. Da soll nicht mehr in Übereinstimmung mit dem Grundgesetz die Familie geschützt werden, sondern es sollen die Kinder von den Eltern ‚geschützt‘ werden, weil das Elternrecht aus einem ‚Gewaltunterworfensein der Kinder‘ hergeleitet wird, die Kinder als ‚Objekte elterlicher Fremdbestimmung‘ definiert werden.

Foto: M. Löhr, CDLNicht mehr Achtung, Zuneigung und Liebe, sondern kühle und konfliktträchtige und zum Konflikt verführende Rechtsbeziehungen bestimmen nach dieser sozialistischen Auffassung Handlungen, Bindungen und Verhaltensweisen in der Familie zwischen Eltern und Kindern.“

Entgegen allen Vorurteilen, die gegen diesen Mann herrschten und noch immer umlaufen: Diese Mahnung stammt von Franz-Josef Strauß (veröffentlicht in seinem Buch „Gebote der Freiheit“, 1979)

In der APO-Zeit  –  dem Sammelbecken von (harmlosen) Flower-Power-Hippies, von nicht mehr harmlosen Terroristen wie  der Bader-Meinhof-Bande und ihren Sympathisanten bis hin zu den aus der linksradikalen 68er Bewegung resultierenden Grünen  – versuchten einige der „Führer“ dieser Gruppen, mit ihren linksintellektuellen Vorstellungen, gepaart mit „Pseudo-Umweltschutzgedanken“, durch eine „Mobilisierung der Massen“ die Gesellschaft zu verändern.

Die „Massen“, die Bürger, aber waren überhaupt nicht daran interessiert, auch nur eine Sekunde lang diesen Chaoten zu folgen, im Gegenteil: Sie verabscheuten deren Ziele und Methoden zutiefst!

„Frankfurter Schule“ contra bewährte Werte

Deshalb gingen links-grüne Ideologen sozusagen noch eine Stufe höher: Sie versuchten die „globale Werte-Umorientierung“. Man wollte vor allem die altbewährten, der abendländischen Philosophie und dem Christentum entspringenden Werte uminterpretieren in „neue Werte“  –  in pseudoreligiöse und rein weltliche Werte. 1529 - Kopie (2)

Jürgen Habermas, einer der Paten der ´68er und Mitbegründer der „Frankfurter Schule“, stellt sechs Wirkungen der ´68er „Kulturrevolution“ heraus, in denen sich übrigens der zerstörerische und alles negierende Geist der Frankfurter Schule beweist.

Nach 1980 hat Habermas in verschiedenen Beiträgen diese sechs „Veränderungen“ genannt, die von der Kritischen Theorie ausgegangen sind und das geistige Klima an vielen Universitäten Deutschlands zwischen 1960 und 1980 revolutionär verändert hat, aber auch heute noch tiefe Einwirkungen auf die Gesellschaft zeitigen.

Habermas verbucht diese Veränderungen als Erfolge, als Siege über die bürgerliche Gesellschaft, die er selbst in polemischer Absicht als „spätkapitalistische“ bezeichnet:

1.) Die Ent-Christlichung der Öffentlichkeit.  –   2.) Die Ent-Institutionalisierung der Gesellschaft,.  –  3.) Die Ent-Ethisierung des Rechts.  –   4.) Die Ent-Kriminalisierung des Verbrechens. –   5.) Die Ent-Pathologisierung der Krankheit.  –  6.) Die Ent-Ästhetisierung der Kunst.

Unterwanderung der Institutionen von links

Die alten ´68er Politrevoluzzer und deren Jünger sitzen nun nicht nur in unseren Parlamenten in Schlüsselpositionen, sie befinden sich schon längst auch in kirchlichen Gremien, Jugendverbänden, als Lehrer an unseren Schulen, als Richter an den Gerichten bis hin zu den höchsten Gerichtshöfen, als angebliche Verfassungsschützer, in Ministerien, auf Ämtern und in den Massenmedien, vor allem im Fernsehen  –  sowohl bei den öffentlich-rechtlichen Sendern als auch bei den Privaten.  Couple photo - ADJ

Diese zu Beginn der siebziger Jahre aus der APO heraus gestartete Unterwanderungsstrategie hat bestens geklappt!

Die „68er“ in aller Welt hatten früh die ökologisch-feministischen Bewegungen sowie verschiedene Gruppen und Akademiker post-moderner Ausrichtung, allesamt geprägt durch den Glaubensabfall des Westens, unterwandert und Schlüsselpositionen in Politik und Gesellschaft besetzt.

In CDU und CSU werden deren neue Begriffsprägungen ganz selbstverständlich verwendet; man will ja schließlich die Anpassung an den Zeitgeist nicht verpassen. Die neuen Begriffe sind überall auf dem Siegeszug. Wir haben den Einfluß der „Grün-Alternativen“ erheblich unterschätzt. Die neuen Sprachregelungen haben Eingang gefunden in nahezu alle gesellschaftlichen Bereiche.

Neue Sprache verändert das Denken

„Wer die Begriffe beherrscht, beherrscht die Politik“  –  eine alte politische Weisheit. Und so gelang es den „Kulturrevolutionären“, neue Begriffe in der Gesellschaft zu verankern.

Zu solchen Begriffen gehören z. B. „Globalisierung mit menschlichem Antlitz“, „nachhaltige Entwicklung“, „good governance“, globale Ethik, Lebensqualität, Friedenserziehung, „gender (mainstreaming)“, Gleichberechtigung, neue Lebensstile, „Abtreibung ohne Risiko“, sexuelle und reproduktive Rechte, Partnerschaft (statt Ehe), Transparenz, Basisbeteiligung, transnationale Vernetzung, fairer Handel usw. nodbild

Begriffe, die einzeln für sich akzeptabel sind, jedoch in ihrer Fülle und mit ihrem ethischen Hintergrund die Gesellschaft unterhöhlen. Begriffe wie Wahrheit, Moral, Gewissen, Vernunft, Eltern, Eheleute, Jungfräulichkeit, Keuschheit, Autorität, Hierarchie, Gerechtigkeit, Gehorsam, Gesetz, Gebot, Dogma, Glauben, Liebe, Hoffnung, repräsentative Demokratie z. B. gehören offenbar nicht (mehr) dazu, werden als „von gestern“ apostrophiert oder uminterpretiert. (Der Zyniker Oskar Lafontaine würde sie als Begriffe bezeichnen, die man auch im KZ verwenden könnte.)

So wird z. B. aus Regierung Governance; aus der repräsentativen Demokratie wird partizipative Demokratie. Das Gedankengut der Gutmenschen führt dann weiter von Hierarchien zu Gleichheit; von Eheleuten zu Partnern; vom Glück zu Lebensqualität; von der Vater-Mutter-Kind-Familie zur „Familie in allen ihren verschiedenen Formen“; von Wissen zu Fähigkeiten; von der Caritas (Liebe) zu Unterstützungsansprüchen an den Staat; vom Leiden in Würde zum „Recht auf Sterben“ oder  –  umgekehrt  –  zu angeblich ethisch vertretbarer Abtreibung; von kultureller Identität zu kultureller Verschiedenheit; von Mehrheitsvoten zu Konsensbildung und so weiter.

„Liebe Parteifreunde und –freundinnen“

Auch wenn´s viele wissen, sei der Vollständigkeit halber hier an den Ursprung dieser neuen Ideologie erinnert: „Gender Mainstream“ bezieht sich „nur“ auf die Geschlechterrolle (Mann/Frau) und beruft sich auf einen Satz von Simone de Beauvoir (Sartre-Freundin und ´68erin): Mann und Frau seien völlig gleich. Sie würden „nur“ zu unterschiedlichen „Geschlechterrollen hinmanipuliert“, sie würden später durch die Gesellschaft zu „unterschiedlichen Wesen“ gemacht.

Konsequent wird der grammatische „Gattungsbegriff“ durch Zerlegung in „geschlechtsgerechte“ Begriffe ersetzt. Es heißt fortan nicht mehr „die Genossen“  –  womit früher immer alle gemeint waren  –  sondern „Genossinnen und Genossen“, „die Christinnen und Christen“ etc., wobei oft nicht mehr lesbare Textungeheuer zustande kommen. Diesen Unfug muß die Union natürlich mitmachen, glaubt sie.

Gender ist offensichtlich zum Zentral- und Lieblingsthema des „neuen, modernen Menschen“ geworden. Die damit einhergehende Zerstörung der Familie müssen wir nicht kommentieren, sie ist überall gegenwärtig.

Auf dem Weg zur elternlosen Gesellschaft?

Deutschland ist auf dem Weg zu einer elternlosen Gesellschaft, in der der Staat die Elternrolle übernommen hat. Die Linken kamen auf den Einfall, daß die Institution Elternhaus bzw. Familie „von gestern“ sei und der Staat das zu übernehmen hat, was die Aufgabe von Vater und Mutter gewesen ist. bildungsplan_bw_petition_logo13_e7fe0bc824

Mit dieser Ideologie des Irrsinns wird die Natur des Menschen auf den Kopf gestellt. Unsere Regierungen der jüngsten Jahrzehnte  –  egal ob grün/rot, schwarz/rot oder schwarz/gelb  –  haben sich darüber hinweg gesetzt, daß siebzig Prozent der Eltern ihre Kinder in den ersten Lebensjahren selbst betreuen wollen und das Geld bewußt in die falschen Kanäle geleitet, was sich insbesondere an der Bildungspolitik festmachen läßt.

Wenn ein Staat die elterliche Betreuung als gesellschaftlichen Rückschritt einstuft, hat er den gesunden Menschenverstand verloren. Wenn die Familie nicht mehr der Kern aller Ordnungen im Staat ist und zugrunde geht, geht auch der Staat zugrunde.

Die totalitären Züge im Sozialstaat

Unter den kalten Augen dieses Staates wird ein neues Menschenbild getestet, das die bürgerliche Familie durch eine sozialistische ersetzen will, ohne Bindung und ohne Liebe.

Frau von der Leyen sprach es aus, ohne Hemmung und ohne Scham, als sie noch Familienministerin war: „Eine staatliche Kinderbetreuung bringt dem Staat mittel- und langfristig mehr ein. Wenn alle Mütter mit Kleinkindern wieder Einkünfte beziehen, würden bis zu sechs Milliarden Euro Einkommensteuer mehr hereinkommen.“

So spricht eine Funktionärin, für die ein Kind zum Objekt geworden ist. Aber es ist noch nicht entschieden, ob unser Volk sich selbst aufgeben will. Ob Frau von der Leyen in der Christlich-Demokratischen Union (CDU) wirklich das richtige Zuhause hat, darf jedoch füglich bezweifelt werden.

Einen verheerenden Einfluß hat diese Gender-Ideologie auf die Schulpolitik. Da unterscheiden sich die Bundesländer kaum noch. Der Staat hat den Zugriff auf die staatlichen Schulsysteme und „verordnet“ den Kindern  –  auch gegen deren und den Willen vieler Eltern  –  wie jüngst in Baden-Württemberg geschehen, mit neuen Gesinnungslehrplänen ein völlig anderes Bild von Ehe von Familie.

Mit der Gleichsetzung aller möglichen Formen menschlichen Zusammenlebens wird das Ideal „Familie“ zerstört oder zumindest relativiert.

Die ersten Kinderjahre entscheiden

Verheerend, was durch Fremdbetreuung in den Kindertagesstätten vom Kleinkindalter an angerichtet wird! Es sind die ersten Jahre eines Kindes, die für das Leben entscheidend sind. Ihm wird ein schwerer Schaden zugefügt, wenn sich innere Beziehungen nicht mehr entwickeln können. Wir sehen, wo junge Menschen landen, wenn sie kein Zuhause mehr haben und keine Zuflucht vor den Angriffen des alltäglichen Lebens. DSC06370

Der Heranwachsende steht im Nichts. Er hat auch nie etwas von einer religiösen Sinngebung des Lebens erfahren. Das Geld, das in den Familien dringend gebraucht wurde, hat man in staatliche Institutionen geschleust und in zugewanderte ausländische Familien, die auch noch ihren üppigen Nachwuchs nach Deutschland transferieren durften, um von unserem Geld leben zu können.

Der Schaden ist so schwer, weil mit dem staatlichen Eingriff in die private Sphäre auch der Versuch unternommen wurde, den Menschen selbst zu verändern und ihm unter dem Vorwand der Modernität falsche Lebensbilder und falsche Inhalte aufzudrängen. Diese Politik, von den Kinderkrippen bis zu den Ganztags-Kinderstätten und -schulen, bedeutet ein sozialistisches System, das die Fürsorge der Eltern durch eine allgemeine Staatsfürsorge ersetzt und das Elternhaus gewaltsam zerreißen will.

Sozialstaatliche Interessen haben totalitäre Züge angenommen. Schul- und Bildungswesen sind auf unterster Stufe angekommen, Sozial- und Gesundheitswesen zu Bruch gegangen. Dem Staat ist offenbar Migrantenpolitik wichtiger.

Frühsexualisierung der Kleinsten

So ist es auch nur eine logische Folge dieses Denkens, daß der Mensch auf die gleiche Ebene gestellt wird wie jedes Animal. Im Mittelpunkt des „neuen Menschen“ steht der Sex  –  in allen Varianten und jede(r) mit jeder/jedem. Und damit das ja in die Köpfe geht, wird schon frühzeitig, ab Kindergarten  –  und bei zunehmenden Alter mit zunehmender Intensität  –  den Kleinen und Kleinsten beigebracht, wie Sex richtig funktioniert. DSC07339

Daß dabei der Begriff Liebe unters Bett fällt, ist wohl ein Kollateralschaden. Sigmund Freud erkannte seinerzeit: „Kinder, die sexuell stimuliert werden, sind nicht mehr erziehungsfähig, die Zerstörung der Scham bewirkt die Enthemmung auf allen anderen Gebieten…“

Herzlos formulierte Hans-Jochen Gamm, Sozialist und Erziehungswissenschaftler, bereits 1970 seine Forderung für eine „moderne“ Pädagogik: „Wir brauchen die sexuelle Stimulierung der Schüler, um die sozialistische Umstrukturierung der Gesellschaft durchzuführen und den Autoritätsgehorsam einschließlich der Kinderliebe zu den Eltern gründlich zu beseitigen.“

Eine abstruse Denke, die aber kaum auf Widerstand gestoßen ist. Auch hier zeigt sich die Feigheit (Unsicherheit?) der Kirchen und bürgerlichen Parteien gegenüber solchen (geistigen) Kinderverführern. Statt zu protestieren und die eigene Position zu verteidigen, versteckt man sich im eigenen Nest und gibt Zug um Zug alte Positionen auf.

Echte Konservative und Traditionalisten schauten früher leicht neidisch zur „Schwester-Partei“ CSU, bei der die Welt noch in Ordnung zu sein schien. Doch bei genauerem Hinsehen mußte man konstatieren, daß auch dort der Schein das Sein überlagert.

CSU-MdB attackiert Birgit Kelle

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Bernd Fabritius scheint einer der Epigonen des „neuen Menschen“ zu sein. Auf den Kommentar von Birgit Kelle (siehe Foto)  –  bekennende Katholikin, viel beachtete Publizistin und vierfache Mutter  –  im CSU-Blatt Bayern-Kurier entrüstet sich Fabritius über die Autorin in einer Art, wie ich sie eher von ganz Linksgestrickten erwartet hätte:

Birgit Kelle

Birgit Kelle

„Birgit Kelle im Bayernkurier: einfach daneben. Unter dem Titel ‚Familienbild im medialen Abseits‘ beschreibt die sonst für ‚Die Freie Welt‘ und ‚Kath-Net‘ schreibende Autorin ihre bekannten Vorbehalte gegen Gleichberechtigung (‚Gleichheitswahn‘) und ‚Akzeptanz‘.

Nicht das ‚Familienbild‘ ist im medialen Abseits, sondern Vorurteile wie die von Kelle. Das Bild der klassischen, traditionellen Ehe wird nicht gefährdet, wenn auch anderen Lebenspartnerschaften, in denen vergleichbare traditionelle Werte gelebt werden, mit dem Respekt begegnet wird, den Gleichheit und Menschenwürde gebieten.

Es besteht keinerlei Konkurrenzsituation, die Kelles Position erforderlich oder zumindest verständlich machen könnte. Auch wenn der Artikel im Bayernkurier im Vergleich mit anderen Kelle-Artikeln ausgesprochen weichgespült präsentiert wird, so verdeutlicht er doch unverhohlen deren Ideologie: Die Bildungspläne in Baden-Württemberg, die eine Vorbereitung der Schüler auf Akzeptanz und Respekt für Andere bewirken wollen, bezeichnet sie als ‚Irrsinn‘, wettert gegen ‚Umerziehung‘ und fordert damit sinngemäß ein ‚Recht auf Vermittlung von Vorurteilen und Vorbehalten‘ durch elterliche Erziehung. Das war einmal. Heute sind wir aufgeschlossener  –  auch im Leserkreis des Bayernkurier.“

Der Kompaß ist abhanden gekommen

Ist das die neue Politik der Unionsparteien, die sich unverdrossen „christlich-demokratisch“ und „christlich-sozial“ nennen? Mit solchem Führungspersonal rauscht die Union mit Volldampf ins Abseits.

Denn die Wähler  – Verzeihung: und Wählerinnen  –  können durchaus das Original von der (schlechten) Kopie unterscheiden. Der Union ist unübersehbar der Kompaß abhanden gekommen. CDU und CSU wollen alles sein  –  traditionsbewußt, offen, modern, zukunftsfähig etc. –  Eines sind sie schon länger nicht mehr: christlich und konservativ.

Es bleiben noch viel mehr Fragen. Zum Beispiel: Wer hat das Sagen in unserer Republik? Wer bestimmt das moralisch-sittliche Niveau unseres Staates? Wer definiert die „Deutsche Nation“? Wer bestimmt, was dem Wohle des Kindes nützt? usw.

Wenn die Antwort auf solche Fragen lautet: „der Zeitgeist!“, dann können wir nur sagen: „Gute Nacht, Deutschland!“

Peter Helmes ist ehem. Bundesgeschäftsführer der „Jungen Union“ und betreibt heute die Webseite: http://www.conservo.wordpress.com