GOTT führt die Gefangenen hinaus ins GLÜCK

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 68 (67), 2 ff.
.
Gott steht auf, seine Feinde zerstieben;
die ihn hassen, fliehen vor seinem Angesicht.
Sie verfliegen, wie Rauch verfliegt;
wie Wachs am Feuer zerfließt,
so vergehen die Frevler vor Gottes Angesicht.
Die Gerechten aber freuen sich und jubeln vor Gott;
sie jauchzen in heller Freude.
Singt für Gott, spielt seinem Namen;
freut euch vor seinem Angesicht!
.
Ein Vater der Waisen, ein Anwalt der Witwen
ist Gott in seiner heiligen Wohnung.
Gott bringt die Verlassenen heim,
führt die Gefangenen hinaus in das Glück.
Foto: Evita Gründler

Dient dem HERRN mit Freude, dankt ihm und preist seine Treue!

.
Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 100 (99), 2 ff
.
Dient dem HERRN mit Freude!
Kommt vor sein Antlitz mit Jubel!
Erkennt: Der Ewige allein ist Gott.
.
ER hat uns geschaffen, wir sind sein Eigentum,
sein Volk und die Herde seiner Weide.
.
Tretet mit Dank durch seine Tore ein!
Kommt mit Lobgesang in die Vorhöfe seines Tempels!
Dankt ihm, preist seinen Namen!

Denn der HERR ist gütig,
ewig währt seine Huld,
von Geschlecht zu Geschlecht seine Treue.

.


Bistum Regensburg: Erste öffentliche Messfeier am 4. Mai um 0,05 Uhr in Eschenbach

Die Freude über die wiedererlangte Möglichkeit, mit den Gläubigen Gottesdienst in der Öffentlichkeit zu feiern, ist derart groß, dass der erste Gottesdienst im Bistum Regensburg gleich am Montag um 5 Minuten nach Mitternach beginnt: in Eschenbach in der Oberpfalz.

Bereits in der Nacht des Montag, 4. Mai, um 0.05 Uhr feiert Dekan Thomas Jeschner in der Pfarrkirche St. Laurentius Eschenbach den ersten Gottesdienst mit zugelassener Öffentlichkeit. Dies war seit Sonntag, 15. März, nicht mehr möglich gewesen.

BILD: Dekan Jeschner feiert den ersten Gottesdienst mit Öffentlichkeit in Bayern

Sieben Wochen lang wurden keine Gottesdienste mit der physischen Präsenz der Öffentlichkeit und der Gläubigen mehr gefeiert. Ab dem Augenblick, da dies wieder möglich ist, wird es im Bistum Regensburg unmittelbar vollzogen.

Dekan Jeschner erklärte, insbesondere bei den Gläubigen sei die Vorfreude im Vorfeld des Gottesdienstes enorm zu spüren:

„In die Dunkelheit, in die wir uns wochenlang versetzt gefühlt haben, gehen wir hinein und feiern genau hier, in der hell erleuchteten Kirche unseren öffentlichen Gottesdienst.“

Jetzt wird das erlebt, was bei der Auferstehungsfeier an Ostern bedauerlicherweise ohne die gläubigen Gottesdienstbesucher gefeiert wurde.

Die Vorbereitungen der hl. Messe entsprechen den Vorgaben des Bistums. Insbesondere die Spendung der heiligsten Kommunion sei hier von großer Bedeutung, erklärte der Dekan. Es wird die Orgel gespielt werden, gesungen werden soll etwas leiser als in früheren Zeiten. Ohnehin werden die anwesenden Gläubigen Masken tragen.

Worauf sich Pfarrer Jeschner am meisten freut? „Auf die Begegnung mit den Gläubigen zusammen im Gottesdienst.“ –  Zunehmend war gefragt worden, erklärt Jeschner: „Wann feiern wir wieder Gottesdienst?“ Diesem Wunsch lässt sich jetzt wieder freudig nachkommen, stellte er froh fest.

Quelle: Bistum Regensburg  –  Fotos: Robert Dotzauer


HERR, sende dein Licht und deine Wahrheit!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 42 (41), 2 ff.
.
Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser,
so sehnt sich meine Seele, Gott, nach dir.
Meine Seele dürstet nach dem lebendigen Gott.
Wann darf ich kommen und sein Antlitz schauen?
.
Sende dein Licht und deine Wahrheit,
damit sie mich leiten;
sie sollen mich führen zu deinem heiligen Berg
und zu deiner Wohnung.
.
So will ich zum Altare Gottes treten,
zum Gott meiner Freude.
Jauchzend will ich dich auf der Harfe loben,
Gott, mein Gott.

.


Den Schwachen erhebt GOTT aus dem Staub

.
Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
1 Sam 2,1 f
.
Mein Herz ist voll Freude über Gott,
große Kraft gibt mir der HERR.
Weit öffnet sich mein Mund gegen meine Feinde;
denn ich freue mich über deine Hilfe.
.
Der Bogen der Helden wird zerbrochen,
die Wankenden aber gürten sich mit Kraft.
Die Satten verdingen sich um Brot,
doch die Hungrigen können feiern für immer.
.
Der HERR macht tot und lebendig,
ER führt zum Totenreich hinab und auch herauf.

Der HERR macht arm und macht reich,
ER erniedrigt und ER erhöht.

Den Schwachen hebt ER empor aus dem Staub
und erhöht den Armen, der im Schmutz liegt;
ER gibt ihm einen Sitz bei den Edlen,
einen Ehrenplatz weist ER ihm zu.

.


Einen „Sonntag des Judentums“ oder das FEST der ZEHN GEBOTE einführen?

Von Felizitas Küble

Der katholische Dechant Ferenc Simon ist Beauftragter für jüdisch-christliche Zusammenarbeit in Bistum Wien. Der Geistliche wünsche sich von der Kirche nicht nur einen „Tag des Judentums“, sondern einen „Sonntag des Judentums“: 

Durch einen eigenen Sonntag solle die Verbindung des Christentums mit dem Judentum stärker hervorgehoben werden, sagte Pfr. Simon einer kirchlichen Zeitung mit dem passenden Titel „Der Sonntag“.

Er verwies darauf, dass die evangelische Kirche seit Jahrzehnten jährlich einen ‚Israel-Sonntag‘ begeht. Der Weltkirchenrat hat zudem im Jahre 2000 den 17. Januar als „Tag des Judentums“ eingeführt. (Die katholische Kirche ist aber kein Mitglied in diesem sog. Ökumenischen Rat der Kirchen.)

Unser Vorschlag lautet schon seit vielen Jahren:

Die katholische Kirche möge ein Fest der Zehn Gebote einführen, also nicht nur einen Gedenksonntag, sondern ein richtiges Hochfest wie Christi Himmelfahrt, Fronleichnam, Empfängnis Mariens, Darstellung des HERRN (Dreikönig) usw.

Eine solche Feier der Zehn Gebote würde ebenfalls das starke theologische und moralische Band hervorheben, das uns mit dem Judentum  – dem Alten Testament  – verbindet, einmal abgesehen davon, daß in unserer heutigen Zeit ein solches Fest besonders dringlich erscheint, denn die göttlichen Gebote spielen selbst in manchen kirchlichen Kreisen kaum noch eine Rolle, teils nicht einmal theologisch, geschweige lebenspraktisch.

Ein solches FEST würde zudem verdeutlichen, daß die Gebote Gottes keine „Last“ sind, unter der wir gleichsam stöhnen und ächzen, sondern ein großartiges Geschenk und eine zeitlose Wegweisung von oben, über die wir uns recht von Herzen freuen!

Deshalb sammeln wir für diese Idee seit zwei Jahren hunderte Unterschriften mit einer Bittschrift an den Papst: JA zu einem Fest der Zehn Gebote!


Gesegnet ist die Frucht deines Leibes!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Lk 1,39 f:

In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth.

Als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib.

Da wurde Elisabeth vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme:

Gesegnet bist du unter den Frauen –  und gesegnet ist die Frucht deines Leibes

Wer bin ich, dass die Mutter meines HERRN zu mir kommt?

In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.

Selig bist du, weil du geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der HERR dir sagen ließ.