AfD will das Gottesdienstverbot aufheben

Der evangelische Christ Volker Münz (siehe Foto) ist kirchenpolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion; er kritisiert in seiner Erklärung das Verbot von Gottesdiensten in Kirchen aufgrund der Corona-Krise:

„Das verhängte Gottesdienstverbot ist ein schwerer Eingriff in das Grundrecht auf Religionsfreiheit und aus seelsorgerlichen Gründen nicht hinnehmbar. Ein totales Gottesdienstverbot hat es in unserem Land weder zu Kriegszeiten noch unter den Diktaturen gegeben und stellt eine Besorgnis erregende Entwicklung dar.

Gottesdienste müssen unter Einhaltung von Sicherheitsregeln insbesondere an hohen Feiertagen wie Ostern sowie für Trauerfeiern wieder zugelassen werden. Wenn Baumärkte und Gartencenter weiterhin geöffnet haben, ist es nicht zu rechtfertigen, dass Kirchen schließen müssen.

Gerade in Krisenzeiten benötigen gläubige Menschen gemeinsame Gebete und Wegweisung. Außerdem muss dringend dafür gesorgt werden, dass Verstorbene wieder in Würde bestattet werden können.

Die Risiken erfordern gleichwohl sinnvolle Beschränkungen: Statt Abendmahlsfeiern sollten bis auf weiteres nur Wortgottesdienste stattfinden. Die Gemeinden sollten durch Pfarrer oder durch Mitglieder des Kirchengemeinderates zur Einhaltung eines Sicherheitsabstands angewiesen werden. Auf den Friedensgruß per Handschlag ist zu verzichten.

So sollte es möglich sein, gesundheitliche Sicherheitsaspekte und die Religionsfreiheit unter einen Hut zu bekommen.“

Foto: Felizitas Küble


Münster: Wozu ein arabischer Spruch über dem Eingangsportal des Doms?

Von Felizitas Küble

Seit Monaten befindet sich direkt über dem Portal des Sankt-Paulus-Doms von Münster ein arabischer Schriftzug in weißer und blauer Leuchtschrift zwischen zwei Glasplatten: „As-salamu ’alaikum“ – also der bekannte islamische Gruß: Friede sei mit euch.

Diese Aktion (siehe Foto) wird als originelle Idee zum Thema Frieden präsentiert; sie steht im Kontext einer Ausstellung unter dem Motto „Biete Frieden“, an der sich 14 Künstler beteiligt haben. Diese Installation soll bis 2. September dieses Jahres andauern.

Während man über manchen gewöhnungsbedürftigen Einfall, der bei diesen „Kreativ“-Projekten umgesetzt wurde, vielleicht noch trefflich streiten kann, erscheint vielen gläubigen Katholiken das Schriftband über dem Eingang des Hohen Doms zu Münster höchst befremdlich.

Warum wird das Kirchenvolk an einer ehrwürdigen Bischofskathedrale ausgerechnet mit einem islamischen Gruß „empfangen“?

Was werden die verfolgten Christen unter islamischer Herrschaft über diese Installation denken? Werden sie den Spruch angesichts ihrer Unterdrückung und Diskriminierung nicht sogar als zynisch empfinden?

Soll der Islam damit wieder einmal als großartige „Religion des Friedens“ schöngeredet werden? Soll ein wohlklingendes Grußwort etwa die Realität ersetzen, die unter dem Halbmond denkbar unfriedlich aussieht?

Manche Verteidiger dieser Initiative verweisen darauf, daß im Rahmen dieser Künstler-Ausstellung auch an der Synagoge der christliche Gruß „Friede sei mit dir“ zu lesen ist. Na und? Das ist nicht das geringste Problem, rechtfertigt aber keineswegs diese pro-islamische Installation am Dom.

Übrigens verweigerte die Zentral-Moschee „Ditip“ am Bahnhof von Münster das Aufbringen des jüdischen Friedensgrußes „Shalom aleichem“.  Auf Umwegen wurde dann erreicht, daß eine lokale „at-Tawba Moschee“ am Lütkenbecker Weg dazu bereit war.

Es kommt für Katholiken aber nicht darauf an, was andere Religionsvertreter tun oder nicht tun, sondern was sie selber aus ihrem christlichen Verständnis heraus für richtig halten  – und dazu gehört nicht das Anbringen islamischer Sprüche auf den Portalen von Gotteshäusern!