Chinesischer Journalist in Lebensgefahr: RSF fordert Begnadigung von Huang Qi

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Ein Jahr nach der Verurteilung des Journalisten Huang Qi fordert Reporter ohne Grenzen (RSF) in einem gemeinsam Brief mit zehn weiteren Menschenrechtsverbänden den chinesischen Präsidenten Xi Jinping auf, Huang zu begnadigen. Der 57-Jährige wurde trotz schwerer Erkrankung Ende Juli 2019 zu zwölf Jahren Haft verurteilt und könnte im Gefängnis sterben, wenn er nicht sofort freigelassen wird.
Huang ist einer von mindestens zehn inhaftierten Journalisten in China, die aufgrund ihres Gesundheitszustands und den schlechten Haftbedingungen in Lebensgefahr schweben.

„Die lange Haftstrafe gegen Huang Qi kommt einem Todesurteil gleich. Wir appellieren eindringlich an Xi Jinping, Huang zu begnadigen, damit der Journalist freikommt, bevor es zu spät ist“, sagte RSF-Geschäftsführer Christian Mihr.

„Wir hören nicht auf, die Freilassung aller in China wegen ihrer Arbeit inhaftierten Medienschaffenden zu fordern. Das chinesische Regime geht nicht nur gnadenlos gegen Kritiker im eigenen Land vor, sondern propagiert sein repressives Modell als ‚neue Weltordnung der Medien‘ auch interational.“ 

Nach einem Prozess hinter verschlossenen Türen verurteilte ein Gericht in der Provinz Sichuan im Südwesten Chinas Huang Qi am 29. Juli 2019 wegen angeblicher Weitergabe von Staatsgeheimnissen zu zwölf Jahren Haft.

Der wahre Grund für seine Verurteilung ist jedoch seine Arbeit: Huang ist Gründer der Nachrichtenwebseite 64Tianwang. Mit einem Netz von Bürgerjournalisten berichtete sie über Menschenrechtsverletzungen im Land. Für ihre Verteidigung der Pressefreiheit würdigte RSF die Seite 2016 als Medium des Jahres

Huang war im November 2016 festgenommen worden und saß bis zum Urteil im vergangenen Jahr in Untersuchungshaft. Laut seinen Anwälten wurde er geschlagen und bekam keinen Zugang zu medizinischer Behandlung. Wegen seiner journalistischen Arbeit saß Huang insgesamt bereits acht Jahre im Gefängnis. In dieser Zeit bekam er Herzprobleme sowie eine Nieren- und Lebererkrankung.

Ende Dezember 2018 forderten vier UN-Menschenrechtsexperten vor dem Hintergrund seines schlechten Gesundheitszustands und unzureichender ärztlicher Versorgung in Haft seine Freilassung.

Huangs todkranke Mutter darf ihren Sohn nicht sehen

Huangs 87-jährige Mutter Pu Wenqing setzt sich öffentlich für seine Freilassung ein und hat darum gebeten, ihren Sohn ein letzes Mal zu sehen. Sie leidet an Lungenkrebs und ihr Gesundheitszustand hat sich rapide verschlechtert.

Ende April sagte sie Radio Free Asia (RFA), dass sie nicht mehr lange leben und vermutlich sterben werde, ohne ihren Sohn nocheinmal gesehen zu haben. Die Behörden haben ihr laut RFA sogar ein Telefonat mit Huang verweigert.

Wird Huang nicht bald freigelassen, droht ihm das selbe Schicksal wie dem Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo und dem Blogger Yang Tongyan. Bei beiden wurde 2017 während langjähriger Haftstrafen Krebs im Endstadium diagnostiziert. Im Gefängnis wurden sie nicht ausreichend medizinisch versorgt und starben, kurz nachdem sie ins Krankenhaus verlegt wurden.

Quelle: www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/rsf-fordert-begnadigung-von-huang-qi


Union begrüßt Friedensnobelpreis für die Jesidin Murad und den Christen Mukwege

Für den Friedensnobelpreis sind die Jesidin Nadia Murad und der christliche Arzt Denis Mukwege aus dem Kongo nominiert worden. Dazu erklärt der menschenrechtspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Brand:

„Mit Nadia Murad und Denis Mukwege hat das Nobelkomitee in Oslo in diesem Jahr zwei mutige Menschen nominiert, die bei ihrem so wichtigen Anliegen in einer engen Verbindung zueinanderstehen. Es würdigt den Einsatz beider zur Bekämpfung sexueller Gewalt als Waffe in Kriegen und Konflikten. 

Nadia Murad, die heute in Deutschland lebt, ist UNO-Sonderbotschafterin für Opfer des Menschenhandels, war selbst Missbrauchsopfer und betroffen von den eklatanten Menschenrechtsverletzungen des sog. Islamischen Staates (IS). Sie setzt sich für die Aufarbeitung der Verbrechen und die Strafverfolgung der IS-Schergen ein, die seit dem Sommer 2014 tausende jesidische Frauen und Mädchen systematisch vergewaltigt, verschleppt und ermordet haben. 

Nadia Murads Mut und ihre Kraft verdienen unseren höchsten Respekt und unsere Unterstützung. Sie hat die Hölle erlebt und setzt sich heute für andere ein – dieser Einsatz einer starken Frau berührt. Die UN-Sonderbotschafterin war immer wieder Gast der CDU/CSU-Fraktion, um die notwendige Unterstützung für die Jesiden nach dem Genozid einzufordern.

Denis Mukwege operiert als Gynäkologe vergewaltigte Frauen im Ostkongo und widmet sich als Arzt der Hilfe für Opfer sexueller Gewalt. Aufgrund seines Engagements wurde er im Kongo mit dem Tode bedroht und kehrte trotz allem an den Ort zurück, wo er den vergewaltigten Frauen helfen kann. Ihm gilt gleichfalls unsere größte Anerkennung für seine unermüdliche ärztliche Arbeit und dafür, dass er unter Einsatz seines Lebens die Straflosigkeit von Massenvergewaltigungen immer wieder anprangert.“


War Friedensnobelpreisträger Walesa ein Agent des Geheimdienstes?

Der Verdacht gegen Lech Walesa ist nicht neu, bereits im Jahr 2008 bezichtigte ihn der damalige polnische Staatspräsident Lech Kaczynski der Spionage. Beweisbar war es nicht. Doch diesmal scheint es Beweise zu geben: 038_35

Der ehemalige Gewerkschaftsführer und polnische Staatspräsident Lech Walesa soll für den kommunistischen Geheimdienst gearbeitet haben. Gegenüber der Nachrichtenagentur PAP berichtet der Direktor des Instituts für Nationales Gedenken (IPN) in Warschau, Lukasz Kaminski, von einem Aktenfund im Haus des letzten November verstorbenen Ex-Generals Czeslaw Jan Kiszczak.

Bei diesen Unterlagen soll es sich um Walesas Personalakt und seine Verpflichtungserklärung zur Zusammenarbeit mit dem Geheimdienst handeln. Es sei „eine handschriftliche Zusage zur Zusammenarbeit“ entdeckt worden, unterschrieben mit „Lech Walesa“ und dem Tarnnamen „Bolek“, teilte Kaminski mit. Die Unterschrift sei authentisch. Dem Institut sollen auch Quittungen über Honorarzahlungen vorliegen.

Quelle und weiterer Text hier: https://www.unzensuriert.at/content/0020089-Mutmassliche-Personalakte-belastet-den-ehemaligen-polnischen-Staatspraesidenten


Erzbischof Tutu ruft zum Boykott und zur weltweiten Isolation Israels auf

Von Felizitas Küble

Israel ist ein Rechtsstaat und eine parlamentarische Demokratie, deshalb gibt es dort selbstverständlich auch eine großzügige Pressefreiheit  –  sehr im Unterschied zu den meisten islamischen Staaten.

Kürzlich erschien in der  israelischen Tageszeitung „Haaretz“ ein ebenso exklusiver wie ungewöhnlicher Artikel.

Darin fordert der pensionierte anglikanische Erzbischof Desmond Tutu aus Südafrika nichts weniger als die sog. „Befreiung Palästinas“ und ruft vehement zur weltweiten wirtschaftlichen Isolation des Staates Israel auf.  100714052333-b1-

Die international agierende, eher linksgerichtete Organisation „Avaatz“ bzw. deren gleichamiges Petitions-Portal übersetzte den Appell des Friedensnobelpreisträgers und solidarisiert sich selber ausdrücklich mit diesem Aufruf zu einem (so heißt es dort einleitend wörtlich) globalen Boykott Israels„.

Der Ruhestands-Erzbischof wendet sich zwar in einer allgemeinen Bemerkung auch gegen den Raketenbeschuß aus Gaza gegen Israel, erwähnt dabei aber die Hamas mit keiner Silbe. Auch in seinen sonstigen Ausführungen bleibt der Terror der Hamas völlig ungenannt.

Auch die Tatsache, daß die Hamas-Führung  –  im Gegensatz zu Israel –  ständig die Waffenruhe gebrochen hat (auch in dieser Woche wieder), wird in diesem einseitigen Aufruf komplett ausgeblendet.

Wo bleibt Tutus Einsatz für verfolgte Christen?

Man fragt sich, warum sich der protestantische Kirchenleiter derzeit nicht um die verfolgten Christen im Irak und in Syrien kümmert, die zu hunderttausenden vor islamischen IS-Horden flüchten, vertrieben und ermordet werden. RTEmagicC__christenverfolgung_01.jpg
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Nein, das Schicksal der Palästinenser liegt ihm offenbar viel näher, wobei er unerwähnt läßt, daß die Hamas ihre eigenen Landsleute unterdrückt, als menschliche Schutzschilde mißbraucht und zB. zusammenschießt, wenn sie sich zu kritischen Demonstrationen versammeln.
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Tutu zitiert abschließend einen  – wie er schreibt   –  „berühmten Ausspruch“ von Nelson Mandela, wonach die Südafrikaner sich erst frei fühlen, wenn auch die Palästinenser frei sind. Offenbar ist das Schicksal der Palästinenser bei diesen Personen gleichsam der Nabel der Welt.
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Desmond Tutu beschwert sich schon zu Beginn seines Appells über „die Ungerechtigkeit von Israels unverhältnismäßig brutaler Reaktion auf die Raketenabschüsse aus Palästina.“

Israel zog sich 2005 komplett aus Gaza zurück

Somit erstaunt es wenig, was er kürzlich von einer Demonstration berichtet:

„Ich bat die Menge, mit mir zu skandieren: “Wir sind gegen die Ungerechtigkeit der illegalen Besetzung von Palästina. Wir sind gegen das willkürliche Morden im Gazastreifen. Wir sind gegen die Erniedrigung von Palästinensern an Kontrollpunkten und Straßensperren. Wir sind gegen die von allen Beteiligten begangenen Gewalttaten. Aber wir sind nicht gegen Juden.” media-govugWAzfG7-2

Offenbar ist es dem empörten Kirchenmann entgangen, daß sich Israel  bereits im Jahre 2005 vollständig aus dem Gazastreifen zurückgezogen und alle dortigen jüdischen Siedlungen geräumt hat; dasselbe gilt für Zweidrittel des Westjordanlands.

Erst agitiert der Erzbischof völlig einseitig, indem er seine Vorwürfe allein gegen Israel richtet, um dann scheinbar treuherzig hinzuzufügen: „Aber wir sind  nicht gegen Juden.“

Direkt im nächsten Satz heißt es aber beinhart: „Anfang der Woche forderte ich den Ausschluss Israels aus der Internationalen Architektenvereinigung, die in Südafrika tagte.“

Anprangerung von großen Unternehmen

Und so geht es im weiteren Aufruf mit Boykottforderungen munter weiter, wobei Firmen  namentlich erwähnt werden, „die von der israelischen Besetzung profitieren“: 

„Die Kampagne richtet sich insbesondere gegen den niederländischen Rentenfonds ABP, Barclays Bank, den Anbieter von Sicherheitssystemen G4S, das französische Transportunternehmen Veolia, den Computerhersteller Hewlett-Packard und den Bulldozerhersteller Caterpillar.“

Die angestrebte wirtschaftliche Isolation Israels sei „eine Bewegung, die an Fahrt gewinnt“:

„Wir wurden kürzlich auch Zeugen des Abzugs zweistelliger Millionenbeträge aus israelischen Banken durch den niederländischen Rentenfonds PGGM, des Kapitalabzugs aus G4S durch die Bill and Melinda Gates Foundation und des Abzugs geschätzter 21 Millionen Dollar aus HP, Motorola Solutions und Caterpillar durch die presbyterianische Kirche der USA.“

„Israel für eine gewisse Zeit isolieren“

Natürlich ist dieser Aufruf zum globalen Boykott und zu Sanktionen gegen den jüdischen Staates ganz lieb und nett gemeint, klar doch. Heute heißt es nicht mehr plump „Kauft nicht bei Juden!“ (wie bei den Nazis unseligen Angedenkens).

Dasselbe in grün wird viel wohlklingender ausgedrückt, so auch bei Tutus Appell:

„Diejenigen aber, die dazu beitragen, Israel für eine gewisse Zeit zu isolieren, sagen damit, dass Israelis und Palästinenser ein gleichwertiges Recht auf Würde und Frieden haben.“

Auch am Schluß  seines Aufrufs erscheint Israel wieder als der Weltbösewicht Nummer Eins:

„Am Ende setzt sich das Gute durch. Das Streben danach, die Menschen in Palästina von der Demütigung und Verfolgung durch die Politik Israels zu befreien, ist ein gerechtes Anliegen.“

Im letzten Satz gibt Tutu blauäugig zu verstehen, „dass die Befreiung Palästinas auch Israel befreien wird“ –  allerdings: von seiner Existenz nämlich.

Felizitas Küble leitet das Christoferuswerk in Münster, das dieses Webmagazin CHRISTLICHES FORUM betreibt

Vollständiger Text bzw. Übersetzung des Tutu-Aufrufs siehe hier: https://secure.avaaz.org/de/tutu_to_israelis_free_yourselves/?1408540199

 


Nelson Mandela kämpfte für Abtreibung und führte die Homo-Ehe in Südafrika ein

Der Tod des ehem. südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela hat allenthalben große Trauer ausgelöst, auch in vielen kirchlichen Kreisen, katholischen und evangelischen, freilich zudem in der Kommunistischen Partei Südafrikas, die ihn in ihrem Nachruf als einstigen aktiven Mitkämpfer und als einen der ihren feiert.

Der Friedensnobelpreiträger starb am 5. Dezember im Alter von 95 Jahren in Johannesburg.

Mandela gehörte den Methodisten an; diese protestantische Konfession zählt zu den liberalen Freikirchen (wogegen die meisten anderen evang. Freikirchen theologisch eher konservativ ausgerichtet sind).

Der protestantisch geprägte Weltkirchenrat würdigte Mandela in den höchsten Tönen als „moralische Autorität“ und „Befreier der Afrikaner“; ähnlich reagierte der Lutherische Weltbund in Genf und EKD-Ratsvorsitzender Nikolaus Schneider. nodstartbild_program_13_14

Ein Teil der mitunter überschwänglichen Anerkennung  für den weltbekannten Politiker mag berechtigt sein. Gleichwohl sollte nicht verschwiegen werden, daß Mandela sich vehement für die Einführung der Homo-Ehe und die Legalisierung der Abtreibung eingesetzt hat.

1996 unterzeichnete er eines der freizügigsten (tödlichsten) Abtreibungsgesetze der Welt  –  vorher war die Tötung ungeborener Kinder in Südafrika verboten.

Im gleichen Jahr sorgte er bereits dafür, daß die Grundlage für die später von ihm eingeführte Homo-Ehe gelegt wurde, indem Südafrika als erster Staat der Welt die „sexuelle Orientierung“ als Nicht-Diskriminierungsgrund ausdrücklich verfassungsrechtlich verankerte.

In einem seiner Bücher schrieb Mandela pro Abtreibung: „Frauen haben das Recht zu entscheiden, was sie mit ihrem Körper tun wollen.“  –  Schwangere haben aber nicht das Recht, über den Körper und das Lebensrecht des ungeborenen Babys zu entscheiden.

Außerdem ließ auch Mandelas Privatleben sehr zu wünschen übrig, denn der große Held war vor allem ein „Frauenheld“  –  er war dreimal verheiratet; seine erste Frau Evelyn Ntoko Mase, die er im Stich ließ, kann den euphorischen Personenkult um ihren Ex verständlicherweise nicht nachvollziehen: „Wie kann ein Mann, der Ehebruch begangen und seine Frau und Kinder verlassen hat, mit Christus verglichen werden? Die Welt betet Nelson zu sehr an.“

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Näheres über Mandelas Pro-Abtreibungs-Kampagne auf dieser US-amerikanischen Lebensrechts-Seite: http://www.lifesitenews.com/news/pro-life-leaders-urge-caution-while-pope-and-bishops-praise-controversial-n


Italien: Israelischer Staatspräsident wird Ehrenbürger von Assisi

Viele Juden wurden dort in Klöstern gerettet

Der israelische Staatspräsident Schimon Peres hat an gestrigen Mittwoch die Ehrenbürgerschaft von Assisi erhalten, der Stadt des hl. Franziskus.

Seit den achtziger Jahren werden Friedensnobelpreisträger nach Assisi eingeladen. Erstmals hat aber der Stadtrat eine neue Initiative begründet: der eingeladene Gast erhält die „Ehrenbürgerschaft des Friedens“. davidstern (2)

Peres war somit der erste, dem dieser Ehre zuteil wird, wobei es nicht allein um den Dialog mit dem Judentum geht, wie der Franziskaner Thomas Freidel gegenüber Radio Vatikan erklärt:

„Mit dem Präsidenten Israels war natürlich noch ein besonderer Aspekt verbunden, nämlich die Rolle Assisis während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg. Der Ort hatte eine große Anzahl Menschen jüdischen Glaubens gerettet, indem viele in den Klöstern versteckt wurden. Das haben das israelische Volk und der Staat bis heute nicht vergessen.“

Dies wurde auch in den Dankesworte Peres´ unterstrichen, so Bruder Freidel. Die Franziskaner sind bis heute sehr präsent im Heiligen Land. Der heilige Franziskus selbst hat durch seine Reise im Jahr 1219 ein positives Zeichen hinterlassen.

Auch der hl. Franz von Assisi war im Hl. Land

„Franziskus hatte sich dem fünften Kreuzzug angeschlossen, aber nicht um zu kämpfen, sondern um den Frieden zu verkünden und seinen Glauben zu bezeugen. Am Rande dieser Reise kommt es zu der Begegnung mit dem Sultan von Ägypten. Gerade dieses Bild, das in der Basilika in Assisi dargestellt ist und von Giotto gemalt wurde, hat Schimon Peres sehr aufmerksam betrachtet. Franziskus ist im Heiligen Land sehr präsent geblieben.“

Besonders beeindruckt sei Peres von der Grabesstelle des Heiligen gewesen. Dort fanden früher die Hinrichtungen statt, so dass der Ort dementsprechend „Höllenhügel“ genannt worden war. Nachdem der heilige Franziskus dort begraben wurde, wurde der Ort aber in „Paradieshügel“ umbenannt.

„Das hat Schimon Peres besonders beeindruckt. Er hat in seiner Dankesrede gesagt, das sei eine ganz wichtige Aussage und so sollte es überall sein: ein Ort, der vorher geprägt ist von Tod und Unheil, soll zum ,Paradieshügel´ werden. Dies hat er ganz besonders aufgegriffen. Denn das sollte ein Beispiel und Sinnbild dafür sein, wie es überall sein sollte.“

Quelle: Radio Vatikan