Unionsfraktion begrüßt „mutige Initiative“ des saudischen Kronprinzen

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman hat sich in einem Interview für das Recht Israels auf ein friedliches Leben im eigenen Land und für ein Nahost-Friedensabkommen ausgesprochen.

Dazu erklärt der stellv. Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Johann David Wadephul:

„Diese Initiative ist ein mutiger Schritt des saudischen Kronprinzen  –  gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Unruhen. Es ist zu wünschen, dass Israelis und Palästinenser sie aufgreifen und einen neuen Anlauf für einen Nahost-Friedensprozess unternehmen.

Die Sicherheit des Staates Israel ist eine zentrale Säule deutscher Nahostpolitik. Insofern unterstützen wir Saudi-Arabien darin, eine Friedenslösung anzustreben, mit der das Existenzrecht Israels gesichert würde.“


Der israelische Botschafter äußert sich zu heißen Themen und aktuellen Fragen

„Israel-Kritik ist nicht automatisch Antisemitismus“                      

Der israelische Botschafter in Deutschland, Yakov Hadas-Handelsman, gab der Mitteldeutschen Zeitung ein Interview, in dem er u.a. zur Debatte um Jakob Augstein, der Lage im Friedensprozess und zum Iran Stellung bezogen hat.

Zu Augstein erklärte er: „Ich kenne kein Medium in Israel, das über die Augstein-Debatte in Deutschland überhaupt berichtet hat. Nur weil jemand Israel kritisiert, ist er nicht automatisch ein Antisemit. Kritik an Israel ist legitim, aber sie muss konkret und darf nicht obsessiv sein.“

Auf die Frage, ob es in diesem Jahr eine Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern geben werde, sagte der Botschafter:

„Mahmud Abbas als Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde ist ein schwacher Gesprächspartner, er hat bei seinen eigenen Leuten wenig Rückhalt. Das liegt zum Teil auch an ihm selber. Wir hoffen, dass wir mit ihm verhandeln können. Aber er hat schon viele Möglichkeiten verpasst.“

Auch zum iranischen Atomprogramm nahm Hadas-Handelsman Stellung. Hierzu erklärte er:

„Der Iran entwickelt Atomwaffen und verfolgt damit das Ziel, Israel auszulöschen. Das ist eine reale Bedrohung, und zwar für die ganze Welt.“

Das vollständige Interview finden Sie online unter http://bit.ly/BotschafterMZ

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin (Foto: Thomas Meinicke)