SPD will Abtreibungsfreiheit bis zum 9. Monat

Von Felizitas Küble

Die SPD hat in der jetzigen Bundestagswahl bei den christlichen Wählern erhebliche Stimmen dazugewonnen, wie Vatikan-News berichtet.

Anscheinend wissen diese Kirchenmitgliedern nicht (oder es ist ihnen egal?), daß die SPD inzwischen für eine vollständige Freigabe der Abtreibung bis zum 9. Monat eintritt, wenngleich sie diese Position etwas verschwommener formuliert als Grüne und Linkspartei.

Das bedeutet einen weiteren radikalfeministischen Linksruck der SPD, die bereits in den 70er Jahren die sog. „Fristenlösung“ (Fristentötung bis zum Ende des 3. Schwangerschaftsmonats) durchzusetzen versuchte.

Nach der Wiedervereinigung gab sie sich mit einer eingeschränkten Version (Straffreiheit nur bei Beratungspflicht) zufrieden, weil eine totale Fristentötung wegen des Bundesverfassungsgerichts nicht möglich war.

Nun hat die SPD in ihr Parteiprogramm geschrieben: „Schwangerschaftkonflikte gehören nicht in das Strafrecht.“ – Damit hat sie das, was Linkspartei und Grüne seit jeher direkt fordern („Abschaffung des §218“), nur etwas gewundener formuliert, doch inhaltlich besteht kein Unterschied. Zudem sollen Abtreibung aus Sicht der Sozialdemokraen zur „Grundversorgung“ (!) gehören. Zudem will die Partei den §219a abschaffen, der Werbung für Abtreibung verbietet.

Eine komplette Streichung des §218, wonach Abtreibung zwar innerhalb der ersten drei Monate straffrei, aber sehr wohl weiter rechtswidrig (!) ist, würde zur Folge haben, daß ungeborene Kinder bis in den 9. Monat hinein bzw. bis vor der Geburt vernichtet werden dürfen.

Mit dem Bundesverfassungsgericht wäre solch eine Forderung zwar ohnehin nicht durchsetzbar (zumal es noch viel weiter geht als die von Karlsruhe abgelehnte Fristentötung), aber mit einer Mehrheit von SPD, Grünen und Linkspartei könnte es eine Mehrheit im Parlament erhalten.

In jedem Fall zeigt der Fall aber, daß die SPD von gläubigen Christen – oder katholisch oder evangelisch – nicht gewählt werden kann, denn hier geht es nicht um Randfragen, sondern um Leben oder Tod und um die Grundlagen des Rechtsstaats.

Es ist natürlich höchst blamabel, daß das Thema Abtreibung im CDU-Programm mit keiner Silbe erwähnt wird – so will sich die Partei mit dem „hohen C“ einfach davonschleichen und jede Festlegung vermeiden.

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Chile: Sozialistische Präsidentschafts-Kandidatin fordert Abtreibungsfreiheit

Die Kandidatin der Sozialistischen Partei für die Präsidentschaftswahl im November 2021, Paula Narváez, will dafür sorgen, daß Abtreibung bis zur 14. Woche staatlich erlaubt wird. „Ich glaube fest an die sexuellen und reproduktiven Rechte der Frauen“, erklärte sie dazu.

Dieselbe Position vertritt der Präsidentschaftskandidat der Kommunistische Partei, Daniel Jadue, einer der wichtigsten Köpfe der chilenischen Opposition. Er fordert zudem die Legalisierung von Drogen.

Bereits 2017 wurde eine Indikationsregelung in Chile eingeführt, die Abtreibung unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Sozialisten und Kommunisten wollen nun eine allgemeine Fristen-„Lösung“ durchsetzen.

Die radikalfeministische Bewegung in Chile ist nach der Verabschiedung eines liberalen Abtreibungsgesetzes in Argentinien gewachsen.

Quelle und weitere Infos hier: https://amerika21.de/2021/01/247254/chile-linke-abtreibung-legalisieren?pk_campaign=newsletter&pk_kwd=daily


Fristentötung in Argentinien eingeführt

Der argentinische Kongress hat am 31. Dezember 2020 Abtreibung bis zur 14. Schwangerschaftswoche allgemein straffrei gestellt. Bisher waren in Argentinien die Fälle von Vergewaltigung und Gesundheitsgefährdung der Mutter zulässige Gründe für eine Abtreibung. Auf eine sonstige Tötung ungeborener Kinder standen bis zu 4 Jahre Haft.

Kritik kam von argentinischen Priestern, Papst Franziskus und der argentinischen Bischofskonferenz: „Die argentinische Kirche wird sich weiter mit Entschlossenheit und Leidenschaft für den sorgsamen Dienst am Leben einsetzen. Dieses Gesetz wird die Spaltungen in unserem Land weiter vertiefen. Wir bedauern zutiefst, dass die politische Führung sich so weit von den Gefühlen des Volkes verabschiedet hat.“

Quelle: Jugend für das Leben (Österreich)


Irland meldet 6.666 Abtreibungen in 2019

2019 wurden in Irland nach Regierungsangaben erstmals 6.666 ungeborene Kinder getötet. Das berichtet das Internetportal „kath.net“. Dem Bericht zufolge erfolgten 6.542 der 6.666 vorgeburtlichen Kindstötungen binnen der ersten 12 Wochen. Innerhalb dieses Zeitrahmens bedarf die Vornahme einer Abtreibung in Irland keiner Begründung mehr.

24 Abtreibungen seien damit begründet worden, dass eine Fortsetzung der Schwangerschaft Leben oder die Gesundheit der Mutter gefährdet hätten. Weitere 100 Abtreibungen seien erfolgt, weil nach Einschätzung der Ärzte das ungeborene Kind jeweils spätestens vier Wochen nach der Geburt gestorben wäre.

Bis 2018 waren Abtreibungen in Irland per Verfassung verboten. Am 25. Mai 2018 stimmten zwei Drittel der irischen Bevölkerung im Rahmen einer Volksabstimmung dafür, die Verfassung diesbezüglich zu ändern. Die irische Regierung legte im Anschluss daran ein Gesetz vor, das die Einführung einer Fristenregelung vorsah und brachte diese anschließend durch das Parlament.

Das entsprechende Gesetz, genannt „Health (Regulation of Termination of Pregnancy) Act 2018“, wurde am 20. Dezember 2018 vom Präsidenten Irlands, Michael D. Higgins, unterzeichnet.

Liam Gibson, Politischer Direktor der britischen „Society for the Protection of Unborn Children“ (SPUC) zeigte sich dem Bericht zufolge schockiert von den Zahlen.

„Wir dürfen nie die Tatsache aus den Augen verlieren, dass jede dieser 6.666 Abtreibungen ein vorsätzlicher Akt tödlicher Gewalt war, der sich gegen ein völlig unschuldiges und einzigartiges menschliches Wesen richtete.“

„Keine Regierung, kein Staat kann, trotz einer Volksabstimmung, das gottgegebene Recht auf Leben auch nur eines Mitglieds der Menschheitsfamilie aufheben. Jedes Kind hat das Recht, unabhängig von seinem Entwicklungsstand, seinen Behinderungen oder den Umständen seiner Empfängnis geboren zu werden“, so Gibson weiter.

Quelle: ALFA-Newsletter


Luxemburg: Fristentötung ungeborener Kinder mit den Stimmen der „christlichen“ Partei eingeführt

Am Abend des 22. November 2012 wurde mit den Stimmen der Christsozialen Partei (CSV)  –  mit Ausnahme der Abgeordneten Marie José Franck  –  und der LSAP der Gesetzentwurf für die Liberalisierung der Abtreibung in Luxemburg angenommen.

Wenn der Großherzog von Luxemburg das Gesetz promulgiert, ist damit die „Abtreibung auf Anfrage“ möglich, denn de facto muß die schwangere Frau nur eine Notsituation erklären, um die Vernichtung ihres Kindes durchführen zu lassen. 

Mit der Zustimmung zur „Fristentötung mit Beratungspflicht“  –  was dieses neue Gesetz eigentlich beinhaltet –  betreibt die CSV einen besonders skandalösen Verrat an den christlichen Wurzeln des Landes.   

Paul Herzog von Oldenburg, Direktor des Büros der Fédération Pro Europa Christiana in Brüssel, zeigt sich entsetzt:

Damit hat die Christlich Soziale Volkspartei CSV von Ministerpräsident Jean Claude Juncker bewiesen, dass sie sich nur „christlich“ nennt, um sich damit die Stimmen der mehrheitlich katholischen Bevölkerung Luxemburgs zu sichern. Die CSV, die sich schon länger von den grundlegendsten Prinzipien des christlichen Glaubens verabschiedet hat, legt damit eine weitere Bestätigung vor, dass sie der Bezeichnung „christlich“ unwürdig ist.“

In einem Brief fordert die Fédération den CSV-Parteichef und Ministerpräsident Juncker auf, die Partei umzubenennen:

„Mit Hilfe Ihrer Partei wurde die Euthanasie in Luxemburg eingeführt, mit Hilfe Ihrer Partei wird nun die Abtreibung auf Anfrage in Luxemburg möglich, bald wird mit Hilfe Ihrer Partei auch die traditionelle Ehe der Homehe gleichgestellt. Das Programm Ihrer Partei steht den von Papst Benedikt XVI. bezeichneten unverhandelbaren Prinzipien Leben, Ehe, Familie und Erziehungsvorrecht der Eltern diametral entgegen. Streichen Sie deswegen unverzüglich die Bezeichnung „christlich“ aus Ihrem Parteinamen, denn ansonsten begehen Sie einen fortgesetzten Betrug am Wähler.

Quelle: http://federation-pro-europa-christiana.org/wordpress/?p=4531


Lebensrechtler demonstrieren in Luxemburg gegen die Einführung der Fristentötung

Die „Fédération Pro Éuropa Christiana“ (Brüssel) führte  zusammen mit anderen europäischen Lebensrechtsgruppen  –  darunter SOS LEBEN  –  am 22. November 2012 in Luxemburg eine Demonstration vor dem Parlament (Chambre des Députés) durch.

Anlaß war die für heute vorgesehene Abstimmung zu einem neuen Gesetz, das eine deutliche Liberalisierung der Abtreibungspraxis vorsieht.

Im Wesentlichen soll die geltende Indikationsregelung (Abtreibung in bestimmten Fällen) durch eine Fristenregelung mit Beratungspflicht ersetzt werden, wie sie auch in Deutschland derzeit gültig ist.

Die „Fédération Pro Europa Christiana“ zog die Aufmerksamkeit der Passanten und der Abgeordneten, die das Parlamentsgebäude betraten, mit der Aufstellung zahlreicher Kindersärge, auf sich. Die Teilnehmer der Demonstration trugen zudem rote Umhänge. 

Die Lebensrechtler wurden mehrmals von Abtreibungsbefürwortern gestört, manchmal sogar handgreiflich. Einige der Särge wurden dabei beschädigt.

Der Leiter der Aktion, Paul Herzog von Oldenburg, erklärte:

„Das Verhalten der Abtreibungsaktivisten zeigt, dass sie ein schlechtes Gewissen haben. Sie wissen, dass es hier um das Leben von ungeborenen Menschen geht“.

Der katholische Herzog bilanzierte die Aktion in Luxemburg als erfolgreich:

„Generell war die Resonanz positiv. Hätten die Politiker das Gesetz nicht in einer „Nacht-und-Nebel-Aktion“ im Parlament durchgebracht, hätten wir eine viel größere Anzahl von Menschen gegen die Liberalisierung der Abtreibung mobilisieren können. Doch genau das sollte verhindert werden. Dieses Verfahren widerspricht essentiellen Maßstäben einer demokratischen Rechtsordnung.“

Quelle: Kultur und Medien-online