Ich folge Gottes Weisungen und Satzungen, denn seine Gebote sind alle gerecht

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 119 (118),165.168.171-172.174-175.

Alle, die deine Weisung lieben,
empfangen Heil in Fülle;
es trifft sie kein Unheil.
.
Ich folge deinen Vorschriften und Befehlen;
denn alle meine Wege liegen offen vor dir.
.
Meine Lippen sollen überströmen von Lobpreis;
denn du lehrst mich deine Gesetze.
Meine Zunge soll deine Verheißung besingen;
denn deine Gebote sind alle gerecht.
.
Ich sehne mich, HERR, nach deiner Hilfe,
und deine Weisung macht mich froh.
Lass meine Seele leben, damit sie dich preisen kann.
Deine Entscheidungen mögen mir helfen.

Was die „Marienerscheinung“ in Medjugorje heute zum Besten gab

Von Felizitas Küble

Die Visionärin Mirjana gehört zur Seherschar von Medjugorje, die aus Frauen und Männern besteht – und seit sage und schreibe mehr als 35 Jahren „Botschaften“ vom mutter-annaHimmel erhält – genauer: von der „Gospa“, wie man die Gottesmutter in jener Gegend bezeichnet. 

Zu den Marienerscheinungen gehören auch die „zehn Geheimnisse“, welche die Madonna Anfang der 80er Jahre den Sehern anvertraut haben soll. Solche verborgenen „Offenbarungen“ wirken auf manche Gläubige, die nicht selten die Grenze zum Aberglauben überschritten haben, besonders spannend und faszinierend.

Aus Medjugorje – einem kirchlich nicht anerkannten Erscheinungsort in Bosnien Herzegowina – wurde bereits jene „Privatbotschaft“ online veröffentlicht, welche Mirjana Dragicevic-Soldo am heutigen Tage (2. Oktober) von der „Gospa“ erhalten hat: http://89583.eu1.cleverreach.com//m/6647447/596291-6c2efe9256a92e68539331d744d5323b

Wir zitieren hieraus einige Abschnitte:

„Liebe Kinder! Der Heilige Geist hat mich gemäß dem himmlischen Vater, zur Mutter gemacht, zur Mutter Jesu, und damit auch zu eurer Mutter.“

Dieser Satz ist schlicht unsinnig, denn es müßte heißen: „Der Heilige Geist hat mich gemäß dem Willen des himmlischen Vaters….“

Weiter heißt es:

„Leider haben viele meiner Kinder die Liebe meines Sohnes nicht kennengelernt, viele wollen Ihn nicht kennenlernen. O, meine Kinder, wie viel Schlechtes tun jene, die sehen oder ausdeuten müssen, um glauben zu können.“Scannen0004

Wie wahr, Christus sagte: „Selig, die nicht sehen – und doch glauben!“  – Aber gerade in Medjugorje steht doch das „Sehen“ im Vordergrund, das Fixiertsein auf „Erscheinungen“. Dabei hat uns auch Paulus eingeschärft, daß wir auf Erden „im Glauben leben, nicht im Schauen“.

Sodann erzählt das Erscheinungsphänomen der Seherin Folgendes:

„Meine Kinder, versucht nicht, alles gleich zu begreifen, weil auch ich nicht alles begriffen habe; aber ich habe geliebt und an die göttlichen Worte geglaubt, die mein Sohn gesprochen hat, Er, der das erste Licht und der Beginn der Erlösung war.“

Es ist zwar richtig, daß sich auch Maria auf einem Glaubens-Weg befand, daß sie in ihrem Herzen über all das nachdachte, was ihr nicht sogleich im vollen Sinne erklärbar schien. Aber sie glaubte nicht erst an die Worte ihres göttlichen Sohnes, sondern bereits an die Botschaft des Engels Gabriel, als dieser die Menschwerdung Christi ankündigte und Maria ihr „Fiat“ (Ja) sprach. 

Völlig mißverständlich ist dann allerdings die Aussage in der heutigen Medju-Vision, wonach Jesus „das erste Licht und der Beginn der Erlösung“ gewesen sei. Was soll in diesem Zusammenhang der Ausdruck „das erste Licht“ – folgte etwa noch ein zweites Licht, das IHM gleich war? Gewißlich nicht! 

Erst recht kann Christus nicht etwa nur als „Beginn der Erlösung“ bezeichnet werde, ER ist vielmehr die Fülle und die Vollendung der Erlösung und des Heiles!