Rutschte Deutschland von einer europ. Führungsmacht zum „Sippentrottel“ herab?

In seinem wöchentlichen „Rückblick“ schreibt Hans Heckel am 12. März online in der „Preussischen Allgemeinen Zeitung“ über die zunehmende Isolierung unseres Landes in Europa aufgrund der sonderbaren Flüchtlingspolitik der Bundeskanzlerin Angela Merkel, die von keinem einzigen EU-Land mitgetragen wird. 032_29A

Unter dem Titel „Der Trottel aus Berlin“ berichtet der Autor, „wie Deutschland seine Führungsrolle verlor“ und wie wir „im falschen Film landeten“.

Er erinnert daran: „Als die Kanzlerin am Montag in Brüssel war, hörte ihr anscheinend niemand mehr zu. Während sämtliche EU-Regierungen untereinander die Möglichkeit koordinierter Grenzschließungen ausgelotet haben, sagte die einsame Frau aus Berlin unverdrossen weiter ihre seltsamen Sprüche auf, ohne dass es jemanden kümmerte.“

Deutschland sei, so Heckel weiter, „von den Höhen einer EU-Führungsmacht in Windeseile hinabgerutscht in die Rolle des spinnerten Verwandten“.

Man müsse ihn aber trotzdem einladen, denn „der Dussel gehört schließlich zur Familie“ – aber nicht nur das: „Außerdem hat er Geld, wenn auch nicht mehr lange, falls man ihn so weitermachen lässt in seiner wirren Willkommens-Euphorie, mit welcher er jeden in seine Bude einlädt, der rein will.“

Dem „Dussel“ namens Deutschland kann nur noch fürsorglich von außen geholfen werden:

„Doch in einer guten Familie kümmert man sich um den Sippentrottel, legt ihm das Lätzchen um oder beschützt seine Haustür, damit da eben nicht alle Welt hineinspazieren kann. Weil Merkel außerstande ist, die deutschen Grenztore kontrollieren zu lassen, haben das daher die braven Onkel in Mazedonien übernommen.“

Quelle und vollständiger Text hier: http://www.preussische-allgemeine.de/nachrichten/artikel/der-trottel-aus-berlin.html


Prof. Klaus Henning: Deutsche neigen zu überzogenen Selbstzweifeln und Bedenkenträgerei

Das Fremdbild der Deutschen ist deutlich besser als ihr eigenes Selbstbild

Deutschland ist von Selbstzweifeln und Jammerlust geplagt, während das Ausland fasziniert auf das Land schaut. Das erklärte der Informationswissenschaftler Prof. Klaus Henning (Aachen) am 17. Januar vor Journalisten in Leipzig beim Kongress christlicher Führungskräfte. Sein Rat: Die Deutschen sollten sich mehr am Fremdbild ausrichten als am Selbstbild.

Prof. Henning war unter anderem „Kernexperte“ des Zukunftsdialogs von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in den Jahren 2011 und 2012. Nightfever in Rom

Die Stärke Deutschlands beruht nach seinen Worten nicht nur auf der Wirtschaftsleistung, sondern etwa auch auf einem „werteorientierten Gemeinsinn“, der freilich in vielen unterschiedlichen Formen auftrete.

Familienunternehmen sind ein Pfeiler des „anständigen Kapitalismus“

Als einen Pfeiler der wirtschaftlichen Stärke bezeichnete Henning die Familienunternehmen, die einen „anständigen Kapitalismus“ praktizierten.

Ein Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit Deutschland sei die „Potenzialentfaltung“, etwa in der Bildung. Damit meine er nicht nur Schulen und Hochschulen, sondern etwa auch Familien und Vereine.

Es sei bedauerlich, dass Deutschland beispielsweise nicht in der Lage sei, die Nachfrage aus Indien nach dem Aufbau von 10.000 Schulen nach deutschem Muster zu befriedigen.

Tschechischer Ökonom: Führungsrolle Deutschlands in Europa begrüßenswert

Der Hochschullehrer und Chefvolkswirt der tschechischen Handelsbank AG, Tomáš Sedláček (Prag), begrüßte es, dass Deutschland eine Führungsrolle in Europa einnehme. Die Regierung verfolge als eine der wenigen einen „paneuropäischen Ansatz“ in der Schuldenkrise. Andere orientierten sich nur an innenpolitischen Interessen.

Es helfe jedoch nicht weiter, nach der Devise „Das Hemd ist uns näher als der Rock“ zu agieren. Europa lebe angesichts der Krise im „Winter“. Da brauche man den Rock, um sich warm zu halten; das Hemd reiche nicht aus. Sedláček plädierte dafür, am Euro festzuhalten. Die Rückkehr zu 27 nationalen Währungen sei keine Lösung. Wenn man den jetzigen Härtetest bestehe, könne man auch andere Krisen überleben.

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur IDEA: http://www.idea.de

Foto: Bischöfl. Presseamt Regensburg