Kurz vor Amtsende ehrte Präsident Trump zwei Katholiken als „Helden Amerikas“

Es war eine der letzten Amtshandlungen von Donald Trump vor zwei Tagen (18.1.), als der amerikanische Präsident zwei bekannte Katholiken würdigte, indem er anordnete, sie mit einer Statue in den „National Garden of American Heroes“ aufzunehmen – also in den Nationalen Garten für amerikanische Helden.

Es handelt sich um den bekannten katholischen Oberhirten Fulton Sheen von New York, dessen Seligsprechungsprozeß läuft und der in den 50er und 60er Jahren als „Fernsehbischof“ prominent wurde – und außerdem um Nellie Gray, die katholische Gründerin des March for Life (Marsch für das Leben), der in Washington Jahr für Jahr bis zu einer Million Menschen auf die Beine bringt.

Im vorigen Jahr hat mit Trump zum ersten Mal ein amtierender Präsident an dieser Kundgebung gegen Abtreibung teilgenommenein paar Jahre zuvor besuchte Vizepräsident Mike Pence diese Demonstration, die inzwischen in vielen europäischen Ländern „nachgeahmt“ wird, in Deutschland durch den Marsch für das Leben in Berlin, der meist im September stattfindet.


„Fernsehbischof“ Sheen wird heiliggesprochen

Am 5. Juli billigte Papst Franziskus das Dekret der Kongregation für Selig- und Heiligsprechungen, das ein Wunder anerkennt, welches auf die Fürsprache des amerikanischen Bischofs Fulton Sheen zurückgeführt wird.

Der Erzbischof wurde am 8. Mai 1895 in Illinois als Sohn irischer Einwanderer geboren und starb am 9. Dezember 1979 in New York.

„Meine größte Liebe war immer die Mission“, erklärte der Oberhirte noch kurz vor seinem Tod.

Von 1930 bis 1950 leitete er die abendliche Radiosendung „The Catholic Hour“ (Die katholische Stunde) bei NBC.

Später wurde er berühmt durch seine Fernsehsendung „Life is Worth Living“, die mehr als 30 Millionen Zuschauer erreichte und ihm zwei Emmy Awards für seine außergewöhnlichen Medienfähigkeiten einbrachte. 

Am 28. Mai 1951 ernannte ihn Papst Pius XII. zum Weihbischof von New York. Er nahm am 2. Vatikanischen Konzil teil und wurde am 21. Oktober 1966 von Papst Paul VI. zum Bischof von Rochester ernannt.

Als Professor für Philosophie lehrte er an der Katholischen Universität Washington. Er gründete die Zeitschrift „Christ in the World“ und veröffentlichte etwa 300 Bücher und Artikel.

Der Erzbischof spielte eine hervorragende Rolle bei der Bekehrung bedeutender Persönlichkeiten zum katholischen Glauben, darunter Schriftsteller, Politiker und Unternehmer. Bekannt war er auch für seinen Humor.

Er starb am 9. Dezember 1979, als er in seiner privaten Kapelle vor dem Tabernakel betete. Zuvor hatte er sich einer schwierigen Operation unterzogen.

Quelle: Fidesdienst