Linke „taz“ berichtet über Missbrauchsopfer im Sport: 200.000 Betroffene sind bekannt

Inzwischen ist erwiesen, daß es in Fußballvereinen, Sportverbänden etc. zu 200.000 Missbrauchsvorfällen gekommen ist – Dunkelziffer nicht miteinbezogen.

Während das Thema in den Mainstream-Medien kaum der Rede wert ist, geschweige zu jahrelangen Debatten führt (wie im Fall der katholischen Kirche), hat sich die Tageszeitung „taz“ aus Berlin das Thema am 16.10.2020 immerhin genauer vorgeknöpft.

Am heutigen 22. Oktober erschien in dieser linksalternativen Zeitung folgende bemerkenswerte Leserzuschrift von Ernst Göbel als „Brief des Tages“ :

Im Sport ist die Hölle los

Die taz ist das erste der mir zugänglichen Medien, das die Missbräuche im Sport einer Würdigung wert findet. Als die Deutsche Bischofskonferenz sich mit dem Missbrauch in der Katholischen Kirche beschäftigte, waren die Medien voll davon. Zerknirschte Bischöfe stellten sich bohrenden Fragen, die Schicksale von Opfern wurden in „Dokumentationen” breit dargestellt, Forderungen nach finanzieller Entschädigung erhoben. Soweit, so richtig.

Am 13. Oktober stellten die „Unabhängige Kommission“ und die Universität Ulm die Ergebnisse ihrer Untersuchungen zu Missbrauch im Sport vor. Das ZDF berichtete darüber nur am Rande. Man sprach von hoher Dunkelziffer und 200.000 bekannten Fällen.

Der Vertreter der Uni Ulm zeigte sich nicht überrascht, dass diese Zahlen die von den Kirchen zu verantwortenden mehrfach übersteigen. Eine junge Judoka schilderte in wenigen Sätzen, was ihr angetan wurde. Schnell weiter zur nächsten Meldung!
Sind wir bereit, dem Sport alles zu verzeihen, Hauptsache, die grölenden Fans dürfen in den Stadien toben, und die „Spitzensportler“ bringen Medaillen nach Hause?

Ernst A. Göbel, Idar-Oberstein


Neue Briefmarke würdigt Fritz Walter

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) gibt am 1. Oktober 2020 ein Sonderpostwertzeichen „100. Geburtstag Fritz Walter“ heraus. Dazu erklärt der sportpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Eberhard Gienger: 

„Fritz Walter war nicht nur ein unglaublich talentierter Fußballer, sondern eine herausragende Persönlichkeit. Er bleibt den Menschen durch seine Menschlichkeit, seinen Teamgeist und durch seine bescheidene Art in bester Erinnerung.

Mit ihm als Kapitän hat die Nationalmannschaft die Fußballweltmeisterschaft 1954 gewonnen und damit den Zeitgeist der Nachkriegsjahre positiv beeinflusst.

Fritz Walter war ein genialer und charismatischer Spielmacher, der gerade unter schwierigen Umständen sein ganzes Potential abrufen konnte. Seine sozialen Verdienste reichen weit über den Sport hinaus und machen ihn zum Vorbild, an dem man sich noch heute orientieren kann.“


FC-Bayern: Freundschaft als Erfolgsgeheimnis

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Der Sportjournalist Florian Eisele meinte: „Selten war der Titel so verdient wie der Sieg des FC-Bayern in der Champions-League. Alle 11 Spiele gewannen die Münchner… Auch der Sieg Nummer 11 war absolut verdient… Glückwunsch nach München zum Club, der seit Dezember 2019 kein Spiel mehr verloren hat“ (Augsburger Allgemeine Zeitung 25.8.2020).

Auf der Siegesfeier sagte der Vorsitzende des FC-Bayern Karlheinz Rummenigge zum Trainer Hansi Flick: „Du bist ein so bescheidener Mensch. Du hast einen Wahnsinnsjob gemacht“. Flick gab das Lob an die Mannschaft weiter: „Wirklich Männer, ich bin so was von stolz, dass wir euch begleiten dürfen… Ich habe noch nie so eine Mannschaft trainiert“. Noch einmal Eisele: „Flick hat aus einer wankenden Truppe ein Champions-Team geformt“.

Was ist das besondere, erwähnenswerte über das hinaus, was nur Fußballfreunde interessiert?

Das ist wohl psychologischer Natur. Natürlich sind im FC-Bayern Weltklassespieler. Die gibt es auch in anderen Mannschaften. Der Endspielgegner Paris Saint Germain hatte den höchstbezahlten Superstar Neymar in seinen Reihen.

Ohne Zweifel beherrscht der Trainer des FC-Bayern bestens sein Handwerk. Aber auch der Endspielgegner hat mit Thomas Tuchel einen erstrangigen Trainer.

Es muss also etwas hinzukommen, das die Siegesserie des FC-Bayern ausmacht und nicht allein durch Training und körperliche Fitness zu erklären ist.

Jürgen Liminski, kein Sportjournalist, drückt es mit „Menschlichkeit“ aus, welche auch „Ball-Gladiatoren“ brauchen. (Tagespost 27.8.20).

Er erinnert an Jupp Heynckes, den Flick als sein Vorbild betrachtet, an seinen unkomplizierten Umgang und seine Kameradschaftlichkeit mit den Spielern. Liminski greift noch weiter zurück auf den Weltmeistertrainer Sepp Herberger, der sein Erfolgsgeheimnis mit „11 Freunde müsst ihr sein“ auf den Punkt brachte.

„Freunde“ bei denen sich keiner insgeheim über den Fehler eines Mannschaftskameraden freut, weil das vielleicht eine Möglichkeit zur eigenen Profilierung darstellt. Freundschaft zeigt sich vielmehr darin, dass bei einem Fußballteam die übrigen 10 alles tun, um den Fehler eines Anderen im Interesse des gemeinsamen Ziels auszubügeln.

Sind das idealistische, weltfremde Träume?

Offenbar nicht, wie der Erfolg einer Fußballmannschaft zeigt. Es ist der „andere Geist“, den viele kennen, wenn in einem Team nicht das Klima der Konkurrenz, sondern Freundschaft herrscht, wenn alles leicht von der Hand geht, Hilfe selbstverständlich zur Stelle ist, wenn sie gebraucht wird, Freude spürbar ist, dann wachsen Menschen über sich hinaus.

Wer einen solchen Geist schafft, mobilisiert nicht nur als Fußballtrainer unbekannte Reserven, sondern die Sehnsucht, einem solchen Team anzugehören!

Unser Autor Prof. Dr. Hubert Gindert leitet die Monatszeitschrift DER FELS und den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“


Der Fall Özil verdeutlicht die Grenzen der Integrations-Schwärmerei

Zu dem von zahlreichen Beschwerden und Vorwürfen begleiteten Rücktritt von Mesut Özil aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft erklärt die Vorsitzende der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Dr. Alice Weidel (siehe Foto):

„Mit seiner Abschiedstirade erweist sich Mesut Özil als typisches Beispiel für die gescheiterte Integration von viel zu vielen Einwanderern aus dem türkisch-muslimischen Kulturkreis. Durch sein Huldigungsfoto mit Erdogan hat er der ganzen Welt unverblümt mitgeteilt, dass er sich trotz aller genossenen Vorteile und Privilegien nicht mit Deutschland identifizieren kann und will.

Damit hat er nicht nur seine Förderer vor den Kopf gestoßen, sondern auch Millionen Fans enttäuscht. Statt seinen Fehler einzusehen, setzt er sich jetzt in die Schmollecke und beschimpft jeden Kritiker pauschal als ‚Rassisten‘.

Nachdem er von Politik und Fußballbund als Musterbeispiel gelungener ‚Integration‘ hochgejubelt und missbraucht wurde, nimmt ihn die Migrationslobby jetzt als Kronzeugen für den angeblich allgegenwärtigen ‚Rassismus‘ der Deutschen in Anspruch. Für beide Rollen ist Mesut Özil nicht zu gebrauchen.

Peinlich für den DFB sind nicht die albernen ‚Rassismus‘-Vorwürfe Özils, sondern dass die vielgerühmte ‚Integration‘ nicht einmal bei verhätschelten Fußball-Millionären richtig funktionieren will. Vielleicht dämmert dem einen oder anderen Verbandsboss jetzt die Erkenntnis, dass die Politisierung des Sports und sein Missbrauch als Propagandavehikel der Multikulti-Ideologie doch keine so gute Idee war.“

Deutsch-jüdischer Historiker Wolffsohn zur Rassismus-Keule Özils: https://www.bild.de/politik/inland/mesut-oezil/wolffsohn-kommentar-zu-oezil-56411282.bild.html

 


Debatte um Özil und Gündogan belastete deutsche Spieler bei der Fußball-WM

Fußballnationalspieler Sami Khedira hat eingeräumt, daß die Diskussion um die Erdogan-Affäre die Spieler bei der Weltmeisterschaft belastet hat. Man habe die Unruhe in der Mannschaft nicht beenden können. 

Die Debatte um die Bilder der Spieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan mit dem türkischen Präsidenten Erdogan „war ein Riesen-Thema und wurde unterschätzt“, gestand Khedira gegenüber der Tageszeitung Die Welt. Er räumte ein, er sei „kein Krisen-Manager, der sagt, wie man damit genau umzugehen hat. Aber man hat das Thema nicht ruhig bekommen“. Zugleich betonte er, damit keinen Grund für das Ausscheiden der DFB-Elf aus dem Turnier liefern zu wollen.

Mannschaftskollege Thomas Müller kritisierte ebenfalls die Ablenkung durch solche fußballferne Themen: „Jetzt haben wir die Quittung bekommen.“

Auch Kapitän Manuel Neuer sagte, er habe den Medienrummel um das Erdogan-Bild als „belastend“ empfunden. Unterdessen sei durchgesickert, daß zahlreiche Spieler nicht verstehen konnten, daß Özil selbst sich nicht zu dem Foto geäußert habe, um die Affäre zu beenden, berichtet die Welt.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2018/nationalspieler-beklagen-ablenkung-durch-erdogan-diskussion/


SPORT dient der Freude und Gemeinschaft, darf aber keine Ersatzreligion werden

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Die Aussage „Sport ist die schönste Nebensache der Welt“ erinnert heute an Märchen, die mit dem Satz beginnen: „Es war einmal…“

Die Nebensache ist zur Hauptsache geworden. Der Sport ist heute ein gigantisches Wirtschaftsunternehmen, ein Milliardengeschäft mit Athleten, Trainern, Managern und Fans im Bund mit den Medien und der Werbeindustrie.

BILD: Prof. Hubert Gindert leitet den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“ und die Monatszeitschrift DER FELS

In diesem Sport spiegeln sich, neben großen Leistungen, auch alle Negativerscheinungen wider, die wir aus der Wirtschaft kennen. Ausbeutung, Personenkauf, totale Vereinnahmung der Spitzensportler, Doping und Korruption.

„Fußball – ein Spiel wird zur Ersatzreligion“, schreibt Dr. Josef Bordat (vgl. Tagespost 14.6.2018). Er spricht damit den Massensport an, dessen „Bedeutung weit über den Fußball hinaus weist“.

Fußballklubs sind „Glaubensgemeinschaften. Sie erfassen die Totalität der Glaubensvollzüge“. Die „Spieler sind die Heiligen des Rasens“. Auswärtsspiele sind „Pilgerfahrten“ mit Gesängen, Fahnen und Farbensymbolik.

VIVA-Chef Joseph Blatter meinte einmal nicht ohne Hybris: „Fußball ist mehr als eine Religion, mehr als alle Religionen zusammen“. Die Frage stellt sich: Hat der Sport die Religion ausgelöscht –  oder ist er in das Vakuum der über 90% Christen eingedrungen, die am Sonntag in der Kirche fehlen und sich in irgendwelchen Freizeitparks tummeln? Trotzdem gibt es auch heute Sportler, die ihren Glauben praktizieren.

Die Kirche hat die gesellschaftliche Bedeutung des Sports früh erkannt. Von den Päpsten der neueren Zeit hatte Pius XII. ein besonders enges Verhältnis zum Sport. Das war in der Zeit, als die Radrundfahrt „Giro d‘ Italia“ noch nicht  –  wie heute –  im Schatten des Fußballs stand und Gino Bartoli sowie Fausto Coppi die großen Champions waren.

Johannes Paul II. war selbst ein begeisterter Kanupaddler, Skifahrer und Bergsteiger – bis zum Attentat auf ihn. Der Jesuit Ruppert Mayer feierte jeden Sonntag frühmorgens im Münchner Hauptbahnhof mit den Skifahrern und Bergsteigern die heilige Messe, bevor sie nach dem Süden aufbrachen. Von Leibfeindlichkeit keine Spur!

Vielleicht war Papst Franziskus von der diesjährigen Fußballweltmeisterschaft inspiriert, als er am 1. Juni 2018 an Kardinal Kevin Farell einen Brief über „Die christliche Sicht des Sports und die menschliche Person“ mit dem zentralen Satz „das Beste seiner selbst geben“ schrieb. Kardinal Farell ist in der Kirche für „Laien, Familie und Leben“ zuständig.

Franziskus stellt in seinem Brief den Sport als ein Mittel der Begegnung, der persönlichen Bildung und Entwicklung, des missionarischen Auftrags und der Heiligung hin. Er legt dar, wie in einer vom Individualismus geprägten Gesellschaft Menschen ohne Unterschied von Rasse, Geschlecht, Religion oder Ideologie im Sport zusammenfinden. Sie erfahren dabei die Freude, wie man gemeinsam als Teil einer Mannschaft ein Ziel erreicht, Sieg oder Niederlage teilt und über sich hinauswächst.

Diese Gemeinschaft schließt die Mitkämpfer der Mannschaft, den Trainer, die Fans, die Familie und alle anderen Personen ein, die durch ihre Hingabe „das Beste seiner selbst“ ermöglichen, weil wir die „großen Ziele im Sport, wie im Leben“ gemeinsam erreichen.

Sport dient auch der persönlichen Bildung und Entwicklung. Noch bevor der eigentliche Prozess der Ausbildung beginnt, setzt eine umfassende Entwicklung mit Hilfe des Sports ein. Wir wissen, so Franziskus, wie Jugendliche auf die Sportler schauen und sich von ihnen begeistern lassen. Deshalb ist es wichtig, dass Sportler jeden Alters und Niveaus ein Beispiel von Großzügigkeit, Demut, Opfer, Ausdauer und Freude geben. Ebenso sollten sie zum Mannschaftsgeist, zur Achtung, ja zur Solidarität mit den Übrigen beitragen.

Schließlich stellte Franziskus in seinem Brief die Rolle des Sports als Mittel des Sendungsauftrags und der Heiligung heraus. Die Kirche sei gerufen, ein Zeichen Jesu inmitten der Welt durch den Sport zu sein, in Gebetsstätten, in Pfarreien, in Gemeinschaften. Es sei immer Gelegenheit, die Botschaft Christi in sie hineinzutragen, sei es „gelegen oder ungelegen“ (2 Tim 4,2).

Die Freude mit Hilfe des Sports mitzuteilen, bedeute nichts anderes als die Möglichkeit der Person, die Schönheit der Schöpfung und das Besondere des Menschseins zu entdecken, der nach dem Bild und Gleichnis Gottes geschaffen ist.

Der Weltfußballverband hat den Spielern auf dem Feld verboten, religiöse Botschaften, z.B. in Form des Kreuzzeichens, auf T-Shirts oder auf Stirnbändern zu tragen. Trotzdem praktizieren das eine Reihe von Sportlern – und sie sind Botschafter der guten Nachricht!


AfD-Fraktion: Bringen Özil und Gündogan den nötigen Team- und Kampfgeist auf?

Nach der herben Niederlage der deutschen Nationalmannschaft gegen Mexiko fordert der Parlamentarier Jörn König, sportpolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion und früher selbst Leitungssportler, jetzt Konsequenzen:

„Teamgeist mit Özil und Gündogan funktioniert in der deutschen Mannschaft nicht, denn wer nur mit halbem Herzen dabei ist, der kann auch nicht den notwendigen Kampfgeist aufbringen.

Foto: BILD-Titel heute über Kritik von Lothar Matthäus an Özil

Bundestrainer Joachim Löw sollte die Reißleine ziehen und die beiden Herren nach Hause schicken. Es gibt Nationalspieler, die stolz auf unserer Land sind, Özil und Gündogan sollten zwei Plätze in der Nationalmannschaft freimachen für Spieler, die nicht dem türkischen Präsidenten mehr huldigen als dem deutschen Heimatland.“

Der Sportpolitiker der AfD sieht mit einem Abgang von Özil und Gündogan eine Chance, dass die deutsche Elf im Spiel mit Schweden zu neuer Kraft findet: „Manchmal ist ein Rückschlag notwendig, um zu alter Stärke aufzulaufen.“  


IGFM: Deutliche Kritik an Özil und Gündogan

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) hat scharfe Kritik an den türkischstämmigen deutschen Fußballnationalspielern Mesut Özil und Ilkay Gündogan geübt.

Anlass ist ein Treffen der beiden mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in London. Dabei ließen sich die Fußballprofis mit dem Staatschef fotografieren und überreichten Trikots der englischen Vereine, bei denen sie spielen.

Durch ihr Verhalten hätten sich Özil und Gündogan willig für die Image-PR des Politikers hergegeben, erklärte der Nahost-Referent der Menschenrechtsorganisation, Max Klingberg,  gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA.

Unter Erdogans Herrschaft entwickele sich die Türkei zu einer Diktatur. „Wenn Mitglieder der deutschen Nationalelf aus freien Stücken den aufwerten, der in der Türkei Demokratie und Freiheit abschafft, dann ist das zutiefst enttäuschend“, so Klingberg.

Der aus Ägypten stammende Autor und Islamkritiker Hamed Abdel-Samad kritisierte das Treffen auf seiner Facebook-Seite als Wahlkampfhilfe:

In der Türkei finden am 24. Juni Präsidentschaftswahlen statt. Özil und Gündogan hätten bisher als Beispiele gelungener Integration in Deutschland gegolten. Ihre Unterstützung für Erdogan zeige, dass „nicht Sprache und sozialer Aufstieg die wichtigsten Voraussetzungen für Integration sind, sondern emotionale Verbundenheit und Identifikation mit dem Land, in dem man lebt.“

Ungeachtet der Debatte um die Fotos mit dem türkischen Präsidenten Erdogan gehören Özil und Gündogan wie erwartet zum vorläufigen Aufgebot des Deutschen Fußball-Bundes für die Weltmeisterschaft vom 14. Juni bis 15. Juli in Russland.

Quelle: https://www.idea.de/menschenrechte/detail/menschenrechtler-kritisieren-tuerkischstaemmige-fussballnationalspieler-105288.html

Ergänzender Artikel der in Istanbul geborenen Frauenrechtlerin, Anwältin und liberalen Muslima Seyran Ates: https://99thesen.com/2018/05/15/oezil-guendogan-und-die-integration-eine-ernuechternde-analyse-von-seyran-ates/#more-5458


Fußball-Nationalspieler Özil und Gündogan plädieren für Erdogan

Die deutsche Bundeshymne haben die Fußball-Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan ohnehin nie bzw. nicht gerne mitgesungen. Jetzt haben die Profikicker, die derzeit für englische Teams im Einsatz sind, deutlich gemacht, für welches Land – und welchen Präsidenten – ihr Herz schlägt.

Einen Tag vor der Nominierung des deutschen WM-Kaders haben Musut Özil und Ilkay Gündogan dem türkischen Präsidenten Erdogan Trikots ihrer Mannschaften überreicht.

Gündogan ist Doppelstaatsbürger, kann also Erdogan als Präsidenten wählen. Er brachte dies zum Ausdruck, indem er auf das Trikot schrieb: „Mit großem Respekt für meinen Präsidenten, hochachtungsvoll.“

BILD: Demonstration gegen Erdogan in Berlin (Foto: M. Leh)

In der „Tagesschau“ vom Montag gab es dafür Kritik. Präsident Reinhard Grindel vom Deutschen Fußballbund (DFB) sagte:

„Der DFB respektiert und achtet selbstverständlich die besondere Situation unserer Spieler mit Migrationshintergrund. Aber der Fußball und der DFB stehen für Werte, die von Herrn Erdogan nicht hinreichend beachtet werden. Deshalb ist es nicht gut, dass sich unsere Nationalspieler für seine Wahlkampfmanöver missbrauchen lassen. Der Integrationsarbeit des DFB haben unsere beiden Spieler mit dieser Aktion sicher nicht geholfen.“

Özil weigerte sich, zum Beginn von Länderspielen die deutsche Nationalhymne mitzusingen. Statt dessen bete er lieber Koranverse, verriet er 2009.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.unzensuriert.at/content/0026863-Deutsche-Fussball-Nationalspieler-ueberreichen-ihrem-Praesidenten-Erdogan-Trikot


Nicht Friedhöfe, sondern Kirchplätze sollten als Spielwiese für Kinder dienen

Von Felizitas Küble

Wie die evangelische Nachrichtenagentur IDEA am 22. Oktober berichtet, sollen Friedhöfe Orte der Begegnung werden, wenn es nach dem Theologe Oliver Wirthmann geht, der auch als Geschäftsführer des Kuratoriums Deutsche Bestattungskultur fungiert.

Die Grabfelder könnten – so Wirthmann  –  z.B. durch die Einrichtung von Spielplätzen und Cafés attraktiver gestaltet werden. Gerade für Kinder sei es wichtig, dass das Thema Tod nicht tabuisiert werde.

Aus Sicht der Evangelischen Kirche von Westfalen sei die Einrichtung von Spielplätzen nicht ausgeschlossen, erklärte Landeskirchenrat Martin Bock auf Anfrage von IDEA.

Bei aller Anerkennung des Bemühens, den Tod nicht verdrängen zu wollen, erscheint uns dieser Vorschlag doch reichlich an den Haaren herbeigezogen.

Viel naheliegender wäre es, die Anregung des katholischen Jugendschriftstellers Günter Stiff aufzugreifen, die oft recht weiträumigen Rasen- oder Kiesplätze um die Kirchen als Spielplätze zu nutzen und den Kindern zur Verfügung zu stellen. Der 2002 verstorbene Gründer und Leiter des KOMM-MIT-Verlags hat diese Idee in seinem jährlichen KOMM-MIT-Kalender bereits in den 80er Jahren vorgeschlagen.

Erfreulicherweise gibt es auch Pfarrgemeinden, die diese Anregung in die Tat umgesetzt haben, z.B. die Joseph-Kirche in Münster an der Hammerstraße.

Wie unsere Fotos zeigen, wird dort auf dem Rasenplatz um die Kirche fröhlich gespielt  – meist sind es so wie hier ein halbes Dutzend Jungen und Mädchen.

Zudem weist eine Info-Tafel eigens darauf hin, daß es sich um eine „Spielwiese für Kinder“ handelt – und Hundebesitzer darauf Rücksicht nehmen sollen.

Wenn wir diesen Vorschlag vorbrachten, kam mitunter der Einwand, das Kindergeschrei könne die Gottesdienstbesucher stören. Aber abgesehen davon, daß es die Schüler wohl nicht ausgerechnet am Sonntagvormittag zum Spielen treibt (wo sie sowieso kaum aus den Betten kommen), hält sich der Lärm eines üblichen Hand- oder Fußballspiels doch meist  in Grenzen.

Mit solchen Spiel- und Sportplätzen nutzt die Kirche den Rasen sinnvoll zugunsten der Jugend  – das ist Kinderfreundlichkeit in der Praxis!