Polizeigewerkschaft lobt Fußballfans

Gegenüber dem Fernsehsender SKY hat der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt (siehe Foto), sich erleichtert darüber gezeigt, dass sich die Befürchtungen zum Bundesliga-Neustart nicht bestätigt haben und größere Ansammlungen von Fußballfans unterblieben sind: „Da habe ich mich gerne getäuscht, die Fans haben sich vernünftig verhalten.“

Er sagte weiter: „Die Fanvereinigungen haben hier auch eine konstruktive Rolle eingenommen. Natürlich mussten Polizeikräfte eingesetzt werden, aber längst nicht so viele, wie an einem normalen Fußballwochenende.“

Viele Experten hatten die Befürchtung geäußert, dass sich vor den Stadien oder auf den Zufahrtsstraßen größere Ansammlungen von Fußballfans einfinden würden, was zu einer höheren Infektionsgefahr hätte führen können.

Aber von kleineren Vorkommnissen abgesehen war alles ruhig geblieben. 

Quelle: https://www.dpolg.de/aktuelles/news/dpolg-fans-zeigen-grosses-verantwortungsbewusstsein/


Die Kirche ist ihrem Wesen nach missionarisch

Von Dr. Josef Bordat

„Die Kirche ist keine Fußballmannschaft auf Fansuche“, soll Papst Franziskus gesagt haben. So steht es auf der Titelseite der heutigen Ausgabe der Rheinischen Post.  christus

In welchem Zusammenhang er die Aussage getätigt hat, steht dort nicht. Wenn der Heilige Vater dies allerdings tatsächlich so gesagt und auch in der RP-Lesart gemeint haben sollte, als Verurteilung des „Abwerbens von Gläubigen anderer Bekenntnisse“ (so die Rheinische Post), dann wäre das ein Paradigmenwechsel.

Denn dann kippte Papst Franziskus den Missionsauftrag Christi:

„Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiß: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Mt 28, 18-20).

Zudem änderte er die Grundausrichtung der Kirche. Die Katholische Kirche ist nämlich apostolisch, also missionarisch, das heißt, sie ist „als Gesandte unterwegs“ (Ad gentes, Nr. 2) und ihrem Wesen nach darauf ausgerichtet, die Botschaft Jesu Christi allen Menschen zu verkünden. Wer darin unlautere Fansuche sieht, kann alles sein, aber nicht katholisch.

Schließlich hinkt die Allegorie auch noch auf der Bildseite: Eine Fußballmannschaft will in erster Linie gut spielen, auf dem Platz überzeugen und dadurch Fans gewinnen. Sie geht nicht direkt auf die Suche nach Fans, sondern sie versucht, über Leistung und Auftreten alte Anhänger zu binden und neue zu gewinnen. Vielleicht sollte sich die Kirche das dann doch mal zum Vorbild nehmen. Und Fußballfreund Franziskus seine Defensivtaktik überdenken. Denn: Vorne hilft der liebe Gott.

Erstveröffentlichung des Beitrags von Dr. Bordat hier: https://jobo72.wordpress.com/2016/11/19/mission-impossible/