Israel: Juden und Christen protestieren gemeinsam gegen die Nahost-Politik der EU

Demonstration gegen Christenverfolgungen in Islam-Staaten

Rund 150 maronitische Christen und jüdische Menschenrechtler haben am Sonntag gemeinsam vor der Botschaft der Europäischen Union in Ramat Gan bei Tel Aviv demonstriert. imm032_31A

Sie warfen der EU vor, das Abschlachten und die Diskriminierung von Christen in Ägypten, Syrien, dem Irak, dem Libanon, im Gazastreifen und den Palästinensergebieten zu ignorieren.

Die Demonstranten wehrten sich außerdem dagegen, daß Israel als ein demokratischer Staat mit Religionsfreiheit ständig vom Westen einseitig kritisiert werde.

FOTO: Am 11.6.2010 demonstrierten auf dem Kölner Domplatz Christen und Juden gemeinsam für mehr Fairneß in der deutschen Berichterstattung über Israel; auch unser Christoferuswerk war auf dieser Kundgebung vertreten.

Sie wollten zu dem Unrecht, das an den Christen im Nahen Osten begangen werde, nicht länger schweigen, unterstrich ein Sprecher der Demonstranten. Christen würden in islamischen Nahost-Staaten systematisch benachteiligt oder verfolgt, es gebe dort „Apartheid“ und „ethnische Säuberungen“.

Die Europäer redeten ständig von ihren Werten und der Bedeutung der Menschenrechte, schwiegen aber, wenn in Syrien Christen systematisch ausgerottet würden. Stattdessen fließe Geld aus Europa an zweifelhafte arabische Organisationen, die in Verbrechen gegen Christen verstrickt seien.

Unter den Demonstranten befanden sich viele maronitische Christen, deren Muttersprache arabisch ist. Sie selbst sehen sich als loyale Staatsbürger Israels und kritisieren den islamisch-arabischen Umgang mit ihren jeweiligen Minderheiten scharf.

Unter den Rednern der Kundgebung befand sich der griechisch-orthodoxe Priester Gabriel Nadaf aus Nazareth, der voriges Jahr für Schlagzeilen sorgte, als er seine christlich-arabischen Jugendlichen dazu anregte, in die israelische Armee einzutreten.

Quelle: http://www.israelheute.com / Foto: Felizitas Küble


17-jähriger Sohn eines israelfreundlichen orthodoxen Priesters zusammengeschlagen

Der 17-jährige Sohn des griechisch-orthodoxen Priesters Gabriel Nadaf (siehe Foto links) ist in Nazareth zusammengeschlagen worden. Er liegt mit Kopfverletzungen im Krankenhaus.

Gabriel Nadaf wurde bekannt, weil er sich offen zum Staat Israel bekennt und christliche Jugendliche mit arabischer Muttersprache dazu ermutigt, Dienst in der israelischen Armee zu leisten. 130808_newspirit_small

Muslimische Extremisten hatten deshalb Todesdrohungen gegen ihn ausgesprochen. Über den Täter ist bislang nur bekannt, dass es sich um einen 21 Jahre alten Anhänger einer extremen linken Splitterpartei handeln soll.

Der Tatverdächtige wurde von der Polizei ermittelt. Gegen ihn wurde ein dreitägiger Hausarrest verhängt, die Justiz wurde eingeschaltet. Er hatte den 17-jährigen Priestersohn wohl erst beleidigt und dann mit einer Stange auf ihn eingeschlagen.

Gabriel Nadaf erklärte im israelischen Fernsehen, „während ich unsere Jugend dazu aufrufe, sich in die israelische Gesellschaft zu integrieren, versuchen Extremisten, die Gesellschaft zu spalten und stacheln zum Hass gegen mich auf.“

Der Geistliche unterstrich, mit dem jüngsten Vorfall sei eine rote Linie überschritten worden. „Es geht darum, mich und meine Familie einzuschüchtern. Meine Frau will nicht mehr aus dem Haus  –  und mein anderer Sohn, 15 Jahre alt, will auch nicht mehr raus, weil er fürchtet, dass die Extremisten auch ihn verletzten.“

Am Samstag traf sich der stellv. Verteidigungsminister Danny Danon mit Vater Nadaf. Er versicherte ihm, der israelische Staat schätze seinen Einsatz für die Armee. Danon rief den Innenminister dazu auf, die Hetze durch arabische Knesset-Abgeordnete zu stoppen.

Diese hatten den Priester  –  unterstützt von extrem linken Israelis  –  heftig attackiert.

„Aus Worten sind nun Taten geworden“, so Minister Danon: „Vater Nadaf und seine Familie, sowie die Christen, die in der Armee dienen wollen, leben in Angst. Sie müssen sich vor Angriffen und Schikanen fürchten.“

Noch im August 2013 war Gabriel Nadaf vom israelische Ministerpräsidenten Netanjahu für seinen Einsatz gelobt worden (siehe Foto).

Quelle: http://www.israelheute.com