Israel: Deutsches U-Boot erreichte Haifa

Das in Kiel gebaute U-Boot INS Rahav hat am Dienstag, den 12. Januar 2016, seinen neuen israelischen Heimathafen in Haifa erreicht. An der Begrüßungszeremonie nahmen u.a. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Staatspräsident Reuven Rivlin teil.

Das U-Boot der „Dolphin 2“-Klasse wurde von dem Unternehmen ThyssenKrupp Marine Systems gebaut und war am 17. Dezember 2015 in See gestochen.

BILD: Ministerpräsident Netanyahu besucht das U-Boot Rahav (Foto: GPO)

Regierungschef Netanyahu erklärte in Haifa:

„Ich möchte der deutschen Regierung, Kanzlerin Merkel und Präsident Gauck, danken für ihren großartigen Beitrag zum Ausbau unserer Marine, durch die Lieferung dieses U-Bootes und andere wichtige Faktoren, über die wir diskutieren.

„Verteidigung in der stürmischen Realität des Nahen Ostens“

Ich möchte auch meine größte Wertschätzung für die Sicherheitsbeziehungen von Israel und Deutschland zum Ausdruck bringen, die für beide Länder wertvoll sind. Darüber habe ich lange mit Kanzlerin Merkel, Außenminister Steinmeier und anderen Repräsentanten der deutschen Regierung gesprochen.(…)

Unsere Marine  –  dies beinhaltet auch die U-Boote  –  ist eine wichtige Verteidigungskraft in der stürmischen Realität des Nahen Ostens. Bösartige Wellen überschwemmen weiterhin die Region und gefährliche Strudel umgeben sie zu jeder Seite.

Wir erkennen Gefahren rechtzeitig und wir sind gut vorbereitet, um sie abzuwehren. Die Aufgabe der gewissenhaften Führung bedeutet, dass man seinen Kopf nicht in den Sand stecken darf. Wir müssen eine klare Sicht auf das, was um uns herum passiert, haben.

Unsere Ziele sind eindeutig: unsere Sicherheit erhalten, unsere Souveränität gewährleisten und die Entwicklung und den Wohlstand unseres Landes voranbringen.“ 

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Israel kondoliert nach Istanbul-Anschlag: „Unsere Herzen sind bei allen Deutschen“

Bei einem islamistischen Terrorangriff in der Innenstadt von Istanbul sind zehn deutsche Staatsbürger ermordet worden, neun weitere wurden verletzt. 

Israels Staatspräsident Reuven Rivlin (siehe Foto) hat Bundespräsident Joachim Gauck sein Beileid für die getöteten Touristen aus Deutschland ausgesprochen. Im Namen des israelischen Volkes sagte Rivlin während eines Telefonates mit Joachim Gauck am Mittwoch, den 13. Januar 2016: „Unsere Herzen sind nach dem Tod Ihrer Mitbürger bei Ihnen und allen Deutschen.“

Präsident Gauck dankte dem Präsidenten für seinen Anruf und sein Mitgefühl; er betonte, wie stark die Verbindung zwischen Israel und Deutschland sei. Gauck sagte außerdem:

„Ich weiß, dass Israel so viele schmerzhafte Erfahrungen mit Terrorismus gemacht hat und schätze es  – und bin tief bewegt  – , dass Sie mich heute angerufen haben, um Ihr Beileid auszudrücken. Ich versichere Ihnen, dass ich dies den Familien der Opfer, mit denen wir in engem Kontakt stehen, ausrichten werde.“

Quelle: israelische Botschaft in Berlin


AfD: Vertritt Bundespräsident Gauck noch die Interessen unseres Landes?

Zu den jüngsten Äußerungen des Bundespräsidenten Gauck in der Griechenland-Debatte erklärt der stellv. Sprecher der Alternative für Deutschland, Dr. Alexander Gauland: logo-afd-small

„Es ist gut, wenn der deutsche Bundespräsident zu versöhnen versucht. Es ist nicht gut, wenn er dabei deutsche Interessen aus den Augen verliert. Nichts Anderes tut derzeit Präsident Gauck, wenn er den Griechen deutsches Entgegenkommen in Sachen Reparationszahlungen signalisiert. Er widerspricht der offiziellen Linie der Bundesregierung und beschädigt damit die Position Deutschlands im Ausland.

Sollte der Bundespräsident tatsächlich anderer Meinung als die Bundesregierung sein, dann empfehle ich ihm, sich mit der Kanzlerin sehr gut abzustimmen und keinerlei unbedachte Äußerungen in der Öffentlichkeit zu tätigen. Er hat damit bestenfalls Verwirrung verursacht, mit Sicherheit aber keine deutschen Interessen vertreten.

Wir brauchen einen Bundespräsidenten, der die politische Debatte mit vernünftigen Lösungsvorschlägen in Deutschland bereichert. Nicht jemanden, der auf eigene Faust mit seiner persönlichen Meinung Verwirrung stiftet.“

PS: Stellungnahme des deutsch-jüdischen Historikers Prof. Dr. Michael Wolffsohn gegen die Forderungen der griechischen Regierung: https://charismatismus.wordpress.com/2015/02/09/historiker-wolffsohn-ubt-scharfe-kritik-an-griechenlands-linker-regierung/