Das neueste Lamento der Medju-Madonna

Von Felizitas Küble

Seit mehr als 35 Jahren erscheint die Himmelskönigin angeblich einer Schar von Seher/innen in der katholischen Pfarrgemeinde Medjugorje in Bosnien-Herzegowina.

Die kirchlich nicht anerkannten Privatoffenbarungen ziehen Millionen von Pilgern und Neugierigen an, wobei auch „zehn Geheimnisse“ eine Rolle spielen, welche einigen Visionären von „oben“ anvertraut wurden.

Die Seherin Mirjana Dragicevic-Soldo, eine verheiratete Familienmutter, erhält  – eigenen Angaben zufolge  –  an jedem 2. Tag eines Monats den Besuch der Madonna. Diese Erscheinung wird als „Privatbotschaft“ bezeichnet, da sie sich vorwiegend an die Seherin selbst und die anwesenden Personen richtet.

Kürzlich wurde die jüngste „Botschaft“ Mariens vom 2. Dezember 2016 an Mirjana veröffentlicht. (Den vollständigen Text siehe hier: http://89583.eu1.cleverreach.com//m/6697669/596291-6c2efe9256a92e68539331d744d5323b)

Zu folgenden Aussagen der vermeintlichen Himmelsmutter wollen wir kurz Stellung beziehen:

„Liebe Kinder! Mein mütterliches Herz weint, während ich sehe, was meine Kinder tun. Die Sünden vermehren sich, die Reinheit der Seele ist immer weniger wichtig, meinen Sohn vergisst man, man ehrt Ihn immer weniger, und meine Kinder verfolgt man.“

Zunächst: Von einer Verfolgung der Seher/innen ist nichts bekannt  –  im Gegenteil: sie stehen seit Jahrzehnten im Mittelpunkt des Medjugorje-Treibens.

Falls die Aussage „Meine Kinder verfolgt man“ sich aber auf die weltweite Christenverfolgung bezieht, hätte man gerne gewußt, warum diese Erscheinungs-Madonna in ihren über 40.000 „Botschaften“ noch nie ein klares Wort gegen den Islam gesagt hat, obwohl er der Hauptbetreiber der weltweiten Christen-Unterdrückung ist. Stattdessen werden seit Jahrzehnten in den Medju-Offenbarungen die Unterschiede zwischen Christentum und Islam verharmlost oder ganz weggeredet. 

Zudem handelt es sich hier um ein überflüssiges Lamento („Die Sünden vermehren sich….“), denn wenn sich die Menschen auf dem weiten Erdenrund vermehren, dann wächst logischerweise auch die Zahl der Sünden.

Sodann heißt es weiter über Christus:  Jesus am Kreuz - Dom St Peter

„Er offenbart sich euch, Er bricht mit euch das Brot und gibt euch Worte der Liebe, damit ihr sie in barmherzige Werke verwandelt und somit Zeugen der Wahrheit sein werdet.“

Christus hat sich bereits vor 2000 Jahren offenbart  – und seine göttliche Botschaft ist abgeschlossen und vollendet; Jesu Lehre und Verkündigung bedarf keiner inhaltlichen Ergänzungen durch Visionäre von wo auch immer. Zudem feiert die Kirche seit Christi Zeiten die Eucharistie („Er bricht mit euch das Brot“), auch hierfür ist keine Erscheinung nötig.

Außerdem sagt die himmlische Jungfrau angeblich:

„Deshalb, meine Kinder, kehrt zurück zum Gebet des Rosenkranzes. Beten ihn mit Gefühlen der Güte, des Opfers und der Barmherzigkeit. Betet nicht nur mit Worten, sondern mit barmherzigen Werken. Betet aus Liebe für alle Menschen. Mein Sohn hat mit dem Opfer die Liebe erhöht.“

Erstens sind „Gefühle“ beim Beten nicht wichtig, ob es sich um den Rosenkranz oder sonst ein Gebet handelt. Es kommt nicht in erster Linie auf Empfindungen und Stimmungen, sondern auf die innere Grundhaltung an, auf die Einstellung des Willens. – Zweitens hat Christus mit seinem Opfertod nicht nur „die Liebe erhöht“, sondern die Menschheit erlöst und allen, die seine Heilstat in Worten und Werken annehmen, das Tor zum Himmel geöffnet.


 


USA heute: Donna – vom Leben und Überleben einer amerikanischen Indianerin

Von Dr. med. Edith Breburda

Jeden Donnerstag und Samstag kann man Donna in der letzten Bank einer Stadtkirche in Scottsdale im Bundesstaat Arizona finden. Ihr immer zu ihrem Kleid passender Hut umrahmt ein sympathisches, fast jungenhaftes Gesicht der Anfang 70-jährigen Dame. Dr. Breburda

Tief in Gedanken versunken, lässt sie ihren Rosenkranz durch ihre Hand gleiten. Es sind kaum noch Leute in der Kirche, das Allerheiligste wurde nach der Messe wieder eingesetzt, und die Schlange der Beichtenden hat sich verflüchtigt.

So wage ich es Donna anzusprechen. Es interessiert mich ob sie mit den vielen Christen an der 54ig-tägigen Rosenkranz-Novene für einen guten Ausgang der Wahl teilnimmt. Vielleicht hätte ich es nicht tun sollen, denn wir beide saßen geschlagene zwei Stunden und plauderten, leise und verhalten, obwohl die Kirche nun wirklich leer war. Nur der Kirchendiener schlich an uns vorbei, schloss die Tür jedoch nicht ab und verschwand nach ein paar Sekunden wieder.

Donna hatte etwas sehr Einnehmendes an sich; ihre Mutter war Deutsche und Ihr Vater Indianer. Ja, jetzt wo sie es sagt, sah man es  –  warum ich da nicht sofort drauf gekommen bin?

Donna erzählt von den letzten Jahren in den USA, von der großen Rezension: „Nein, es war keine Rezension, es war eine Depression, schlimmer als in den zwanziger Jahren.“

Sie und ihre Familie waren in Kalifornien. Sie waren sehr wohlhabend, haben jedoch 2007 alles verloren. Donna und ihr Mann fuhren damals durch die Stadt und schauten sich die Brücken an, bis sie eine fanden, wo ein Fastfood-Restaurant gleich um die Ecke war. img_1349

„Hier ist es schön”, sagten wir zueinander, „dort gibt es ein McDonald, so müssen wir wenigstens nicht verhungern.“

So viel realistischer Optimismus inmitten einer Notlage ist erstaunlich: „Ich sitze hier immer und übergebe alles dem lieben Gott, er wird sich wohl denken: ‚Oh schon wieder unsere Donna! Ich kann es nicht mehr hören!’“

FOTOS: Viele Menschen wohnen in „Homeless“, in Zelten im Freien, da sie sich keine Wohnung leisten können

Und dann wurde ihr Mann sehr krank. Er hatte 30 Jahre nicht mehr die Sakramente empfangen. Doch er kam zurück, verlangte nach einem Priester und ging plötzlich zur Beichte. Donna berichtet:

„Ich habe ihn nicht darum gebeten. Er wollte das von sich aus. Vor 3 Jahren ist er gestorben. Viele haben ihn danach gesehen. Es geht ihm gut. Selbst hier in der Kirche sah ihn eine Frau. Sie sprach mich nach der Messe an und sagte zu mir: ‚Wie schön, dass du mit deinem Sohn da warst!’  –  Ich war ganz perplex: ‚Mein Sohn? Der geht nicht in die Kirche mit mir. Das ist unmöglich.’ – ‚Aber doch, es war ein junger Mann, und er ging hinter dir zur Kommunion und betete ganz andächtig.’

Als ich nachfragte, wir er aussah, beschrieb sie ihn mir wie meinen Mann, als er 20 Jahre alt war. Auch zu mir kam er, und ich konnte ihn umarmen. Es war in einem Traum. Die Umarmung spürte ich ganze 3 Wochen lang. img_1126

Wissen Sie, meine Großmutter hatte als Indianerin die Gabe der spirituellen Träume. Sie betete und betete. Als ich 19 Jahre alt war, besuchte ich sie. Mir wurde ganz anders. Sie redete von Engeln, die vom Himmel kamen und mit ihr beteten. Sie hörte wunderbare Musik.

Diese Gabe, von den lieben Verstobenen zu träumen, wird vererbt, und mein Bruder hatte diese Gabe. Ich war damals verwundert, wieso ich davon nicht betroffen war. Mein Bruder war doch gar nicht so fromm wie ich.“

Und dann kommt Donna auf ihren Sohn zu sprechen. Seine Frau Michaela war ein Engel. Sie waren reich, und Michaela gab so viel weg, wie sie konnte. Sie half den Obdachlosen, besorgte ihnen eine Stelle und eine Wohnung. Sie hatten in Kalifornien eine gutgehende Firma.

Michaela fand ein Mädchen, das total entstellt war. Keiner wusste, wo sie dieses Mädchen gefunden hatte. Sie sei aus einem speziellem Behinderten-Heim, hat Michaela berichtet.

Und weil sie sehr intelligent sei, wolle Michaela ihr unbedingt helfen. In ihrer Firma richtete sie ihr ein Büro ein, dort, wo sich keiner an dem Aussehen der Mitarbeiterin störte.

Ihr Mann hatte Schwierigkeiten, der jungen Dame ins Gesicht zu sehen. Michaela hatte keine Probleme. Oft ging sie zu ihrem Schützling und versuchte alles, dass sie sich in ihrer Firma wohl und angenommen fühlte.

Doch auch sie verloren ihr Gewerbe 2007. Alles war so gut gegangen – und nun standen sie vor dem Nichts. Mein Sohn arbeitete, wo er nur konnte, er nahm mehrere Jobs an… es war ihm ganz egal was, und langsam, sehr langsam hat er sich wieder hochgearbeitet.  img_1353

Es gab Firmen, die sagten, es könne nichts passieren –  und 3 Monate später konnten sie die Löhne nicht mehr zahlen. Die Mittelschicht kämpft um’s Überleben. Aber einen Mittelstand gibt es im Grunde gar nicht mehr.

Diejenigen, denen nichts passiert ist, haben den Touch zur arbeitenden Klasse verloren, sonst gäbe es ja nicht all die ‚homeless’, jene Menschen, die vor allem in Los Angeles in Zelten hausen.

Doch Michaela ließ sich nicht unterkriegen, sie half weiterhin den Leuten. Sie ging ins Gefängnis und betete mit den Frauen. Oft wird man hier ja wegen nichts eingesperrt. In den letzten Jahren sind so viele Leute deportiert worden wie noch nie. Das weiß kaum einer.

Michaela gab den Frauen Hoffnung. Jeder wollte sie im Gefängnis sehen. Die Gebetsgruppe sei zu groß, hieß es dann von der Gefängnisleitung, es sei ein Sicherheitsrisiko. Als ob es ein Risiko ist, wenn man betet. Als ich Michaela das letzte Mal vom Gefängnis abholte, liefen ihr alle Frauen nach. Jeder wollte sie berühren.

Sie war wie ein Engel. Sie war Französin und hatte eine ganz weiße Hautfarbe. Als ich Michaela das erste Mal sah, bin ich ganz erschrocken. Sie kam hinter mir auf mich zu und sprach mich mit ‘Mama’ an. Ich drehte mich um und sagte: ‚Oh, bist Du weiß!’ Sie fragte, ob das schlimm sei  – und dann mussten wir lachen.

Mit ihrem blonden Haar stand sie auf dem Gefängnishof. Mir würde kein Mensch nachrennen, aber ihr schon. ‚Ich helfe euch’, versicherte sie, ich komme wieder, macht euch keine Sorgen!’

Doch dann wurde sie krank. Keiner wusste was sie hatte  –  und eine Woche später starb sie. Sie war 42 Jahr alt. Mein Sohn hat das nicht überwunden. Er ist an keiner anderen Frau mehr interessiert,  wenngleich Michaela schon seit 2008 tot ist. Er träumte von ihr. Sehen Sie, auch er hat diese Gabe der ‚spirituellen Träume’. Michaela kam und er umarmte sie. Sie wollte ihm etwas sagen, doch in diesem Moment klingelte der Wecker. Das war der schlimmste Tag im Leben meines Sohnes.IMG_0873

Vor sieben Monaten dachte ich, ich darf nun auch sterben. Ich hatte unerklärliche, starke Blutungen. Nur hatte ich – wie so viele ohne Arbeitsplatz – keine Krankenversicherung mehr. Früher, ja da war ich gut versichert, doch seitdem wir unser Unternehmen verloren haben, habe ich nichts mehr und jetzt brauchte ich plötzlich eine Versicherung.

Meine Schwester, die 15 Kinder hat, sagte mir, ich solle ins Hospital der Indianer gehen, dort werde ich umsonst behandelt.

Als die Blutungen immer stärker wurden, rief ich im Krankenhaus an. Ich solle sofort kommen. So war ich in der Notaufnahme. Ich dachte: ‚Heute darf ich also sterben. Was für ein schöner Tag. Ich habe keine Versicherung, also lassen sie mich hier sterben.’

Die Ärzte schauten mich ganz entgeistert an. Wer will schon sterben –  außer mir! Ich brauchte sofort eine Operation, doch in ganz Phoenix war kein einziges Bett frei. Endlich fanden sie ein Bett in der Mayo-Klinik in Scottsdale. Stellen sie sich vor, die beste Klinik, die es gibt.

Natürlich hatte ich – wie immer – alles dem lieben Gott überlassen, so wie ER will. Das sagte ich auch den Krankenhauspersonal. Sie sollten sich keine Gedanken machen, alles ist gut.

Als ich in der Mayo-Klinik ankam, fragte man mich sofort nach meiner Versicherung. ‚Ich habe keine’, sagte ich. Die Frau bei der Aufnahme erwiderte: ,Dann können wir sie nicht operieren.’  – Und so freute ich mich, dass ich jetzt eben in der Mayo-Klinik sterben darf. Doch nach zwei Minuten kam die Frau zurück und erklärte, sie hätten jetzt einen Weg der Finanzierung gefunden  – und so wurde ich doch operiert.

Ich hatte Unterleibskrebs und brauchte eine anschließende Chemotherapie. Die kann ich mir aber nicht leisten. Ich sagte, man möge mich einfach in Ruhe lassen. Das ist jetzt sieben Monate her. Mir geht es prima –  ganz ohne irgendwelcher Medikamente.

Ich habe meine Haare abgeschnitten, weil sie mich einfach ärgerten. Und nun kann ich endlich Hüte tragen. Zuvor sah ein Hut aus wie eine Krone, weil ich so dicke Indianerhaare hatte.

Jetzt bin ich ‚hutsüchtig’. Ich habe 18 Hüte. Eine Frau brachte mir einen Hut: ,Donna’, sagte sie ,das ist ein Hut für dich, nur du kannst so etwas tragen.  –  Und außerdem bekam ich den Hut mit einem 70-prozentigen Rabatt.’  – Dieser Satz hätte von meiner Schwiegermutter stammen können.“

Donna lächelt, es ist nun schon spät geworden, sie musste zu ihrem Sohn, bei dem sie wohnt. So lange wie mit mir hat sie noch nie mit jemandem geredet. bookcoverimage

Und so gab mir Donna einen erneuten Einblick in das Leben des Durchschnitt-Amerikaners  – kurz vor der Wahl 2016.

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda (von ihr stammen auch die Fotos) ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA.

Weiterführende Literatur, Artikel und Bücher von Dr. Edith Breburda: http://scivias-publisher.blogspot.com/p/blog-page.html

Ediths Buch-Neuerscheinung REPRODUKTIVE FREIHEIT: https://charismatismus.wordpress.com/2015/06/20/neuerscheinungbuch-empfehlung-reproduktive-freiheit-von-dr-edith-breburda/

Dieses sachkundige und zugleich verständliche Buch “Reproduktive Freiheit” (viele bioethische und aktuelle Themen) kann portofrei für 22,30 Euro bei uns bezogen werden: felizitas.kueble@web.de (Tel. 0251-616768)

 


Meine Erlebnisse in der Al-Aqsa-Moschee

Von Christel Koppehele

Die “christlichen” Bischöfe ersäufen sich selbst im Meer falscher Toleranz und grinsen dazu noch höflich. Als ich von der feigen Kreuzabnahme der beiden Bischöfe hörte, kam mir Folgendes wieder in Erinnerung, das ich einst bei einer Israel-Reise erlebte: koppehele
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Ich zahlte viele Shekel für den “Eintritt” in die Al Aqsa-Moschee, zog brav die Schuhe aus, bedeckte als Frau mein Haupt mit einem weißen Schal, wollte als Christin niemanden provozieren. Aber mein Kreuz an der Halskette hätte ich niemals abgenommen.
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Als ich so, den Erzengel Michael anrufend, betend an einer Säule stand, die Hände seitlich ausgebreitet, hat ein Waqf-Wächter “Verdacht geschöpft”.
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Dieser Bärtige mit weißem Turban kam auf mich zu und fragte irritiert: “You Muslim?”  –  Ich antwortete: “No, Christian”. Das erfüllte ihn mit Schrecken. Er wedelte zornig mit den Armen und rief mehrmals: “No Prayer! No Prayer!” (= Keine Gebete!) – Ich entschied mich gegen einen Eklat an “heiliger Stätte”, obwohl mir diese  Unverschämtheit weh tat,  für die ich auch noch bezahlt hatte. 
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Nachdenklich und traurig ging ich zum Ausgang, kritisch beobachtet von dem  bärtigen Wolf, pardon Waqf, denn Denken und Taktik von Muslimen ist eben anders als das der Kufr, der Ungläubigen. Wollen oder können das die Bischöfe nicht begreifen?
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Informationen über Taqiya und Terrorismus haben sie doch genug. Und sollten sie tatsächlich das “heilige Buch” der Muslime als gelernte Theologen nicht kennen? Oder relativieren sie es  “wissenschaftlich” genau so, wie sie es mit der Bibel tun?
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Lessing läßt grüßen: “Sucht immerdar nach der Wahrheit !”  –  Klingt überaus edel!  –  Nur darf keiner von sich behaupten, die Wahrheit gefunden zu haben. – Alles soll relativiert werden, selbst die Aussage Christi, der sagte: ”Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen!”  –  Und weiter verdeutlicht ER: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand  kommt zum  Vater als durch mich !“
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Ein solch fundamentalistisch-gefährliches Wort darf auf christlichen Kongressen in London nicht mehr zitiert werden. Es könnte andere Religionen diskriminieren.
(Zitiert aus dem Buch “Countdown to Calamity – Or hope for the future? Current Events in the light of Biblical Prophecy”von Pastor Tony Pearce, New Wine Press)
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In der Bibel  führen in der Auflistung jener, die das Reich Gottes nicht sehen werden, interessanterweise die  F e i g l i n g e  an. Das hat mich immer nachdenklich gemacht, denn zunächst fragt man sich: Sind die Diebe, Räuber, Ehebrecher, Mörder nicht schlimmer als die “Feiglinge”, die sich klug, diplomatisch und sch…freundlich in der besten Gesellschaft bewegen  –  und heute ganz offen in einer angepaßten Kirche, Gott sei es geklagt!
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Unsere Autorin Christel Koppehele ist katholische Familienmutter und freie Schriftstellerin; sie lebt in Hamburg

Hl. Paulus: „Christus ist mein Leben – und Sterben mein Gewinn“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Phil 1,18b-26:

Meine Brüder! Wenn nur auf jede Weise, ob in unlauterer oder lauterer Absicht, Christus verkündigt wird, darüber freue ich mich. Aber ich werde mich auch in Zukunft freuen. Denn ich weiß: Das wird zu meiner Rettung führen durch euer Gebet und durch die Hilfe des Geistes Christi. Tagesimpuls

Darauf warte und hoffe ich, dass ich in keiner Hinsicht beschämt werde, dass vielmehr Christus in aller Öffentlichkeit  –  wie immer so auch jetzt  – durch meinen Leib verherrlicht wird, ob ich lebe oder sterbe.

Denn für mich ist Christus das Leben und Sterben mein Gewinn.

Wenn ich aber weiterleben soll, bedeutet das für mich fruchtbare Arbeit. Was soll ich wählen? Ich weiß es nicht. Es zieht mich nach beiden Seiten: Ich sehne mich danach, aufzubrechen und bei Christus zu sein – um wieviel besser wäre das!

Aber euretwegen ist es notwendiger, dass ich am Leben bleibe. Im Vertrauen darauf weiß ich, dass ich bleiben und bei euch allen ausharren werde, um euch im Glauben zu fördern und zu erfreuen, damit ihr euch in Christus Jesus um so mehr meiner rühmen könnt, wenn ich wieder zu euch komme.

 


Vatikan: Kirche bekräftigt Bevorzugung der Erdbestattung gegenüber der Einäscherung

Instruktion der Glaubenskongregation „Ad resurgendum cum Christo“ über die Beerdigung der Verstorbenen und die Aufbewahrung der Asche im Fall der Feuerbestattung

Wir dokumentieren hier den vollständigen Wortlaut der Instruktion (die Zwischentitel stammen von uns):

1. Um mit Christus aufzuerstehen, muss man mit Christus sterben; dazu ist es notwendig, „aus dem Leib auszuwandern und daheim beim Herrn zu Müllersein“ (2 Kor 5,8).

Mit der Instruktion Piam et constantem vom 5. Juli 1963 bestimmte das ehemalige Heilige Offizium, dafür Sorge zu tragen, dass „die Gewohnheit, den Leichnam der verstorbenen Gläubigen zu beerdigen, heilig gehalten werde“.

Es fügte aber hinzu, dass die Feuerbestattung der christlichen Religion nicht „an sich“ widerspricht und jenen, die sich dafür entschieden haben, die Sakramente und das Begräbnis nicht mehr verweigert werden dürfen. Voraussetzung dafür ist, dass sie die Einäscherung nicht „aus Ablehnung der christlichen Dogmen, aus sektiererischer Gesinnung oder aus Hass gegen die katholische Religion und Kirche“ gewählt haben. 

Diese Änderung der kirchlichen Ordnung wurde später in den Kodex des kanonischen Rechtes (1983) und in den Kodex der Kanones der katholischen Ostkirchen (1990) aufgenommen.

Mittlerweile hat sich die Feuerbestattung in nicht wenigen Ländern stark ausgebreitet. Aber zugleich haben sich auch neue Ideen verbreitet, die dem Glauben der Kirche widersprechen.

Kirche bevorzugt die Erdbestattung

Nach Anhören der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte und zahlreicher Bischofskonferenzen und Bischofssynoden der katholischen Ostkirchen hat die Kongregation für die Glaubenslehre es für angebracht gehalten, eine neue Instruktion zu veröffentlichen, um die lehrmäßigen und pastoralen Gründe für die Bevorzugung der Beerdigung der Verstorbenen darzulegen und Normen für die Aufbewahrung der Asche im Fall der Feuerbestattung zu erlassen.P1020947

2. Die Auferstehung Jesu, in der die christliche Glaubenswahrheit ihren Höhepunkt findet, wurde von den Anfängen des Christentums an als wesentlicher Teil des Pascha-Mysteriums verkündet: „Vor allem habe ich euch überliefert, was auch ich empfangen habe: Christus ist für unsere Sünden gestorben, gemäß der Schrift, und ist begraben worden. Er ist am dritten Tag auferweckt worden, gemäß der Schrift, und erschien dem Kephas, dann den Zwölf“ (1 Kor 15,3-5).

Durch seinen Tod und seine Auferstehung hat uns Christus von der Sünde befreit und den Zugang zu einem neuen Leben eröffnet: “Wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben” (Röm 6,4).

Darüber hinaus ist der auferstandene Christus Ursache und Urgrund unserer künftigen Auferstehung: „Christus ist von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen… Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden“ (1 Kor 15,20-22).

Christus wird uns am Letzten Tag auferwecken; andererseits sind wir aber schon in gewisser Weise mit Christus auferstanden. Denn durch die Taufe sind wir in den Tod und die Auferstehung Christi eingetaucht und sakramental ihm gleichgestaltet worden: „Mit Christus wurdet ihr in der Taufe begraben, mit ihm auch auferweckt, durch DSC06228den Glauben an die Kraft Gottes, der ihn von den Toten auferweckt hat“ (Kol 2,12).

Durch die Taufe sind wir mit Christus vereint und haben deshalb schon jetzt wirklich Anteil am Leben Christi (vgl. Eph 2,6).

Durch Christus hat der christliche Tod einen positiven Sinn. Die Liturgie der Kirche betet: „Deinen Gläubigen, o Herr, wird das Leben gewandelt, nicht genommen. Und wenn die Herberge der irdischen Pilgerschaft zerfällt, ist uns im Himmel eine ewige Wohnung bereitet“. 

Durch den Tod wird die Seele vom Leib getrennt; in der Auferstehung aber wird Gott unserem verwandelten Leib das unvergängliche Leben geben, indem er ihn wieder mit unserer Seele vereint. Auch in unseren Tagen ist die Kirche gerufen, den Glauben an die Auferstehung zu verkünden: „Die Auferstehung der Toten ist die Zuversicht der Christen; im Glauben an sie existieren wir“.

Beerdigung „gemäß ältester christlicher Tradition“ wird nachdrücklich empfohlen

3. Gemäß ältester christlicher Tradition empfiehlt die Kirche nachdrücklich, den Leichnam der Verstorbenen auf dem Friedhof oder an einem anderen heiligen Ort zu beerdigen. Radio Vatikan

Im Gedenken an den Tod, das Begräbnis und die Auferstehung des Herrn  –  ein Geheimnis des Lichtes, in dem der christliche Sinn des Sterbens offenbar wird   –  ist die Beerdigung die angemessenste Form, um den Glauben und die Hoffnung auf die leibliche Auferstehung zum Ausdruck zu bringen.

Die Kirche, die den Christen während seiner Pilgerschaft auf Erden als Mutter begleitet hat, bietet in Christus dem Vater das Kind seiner Gnade an und senkt voll Hoffnung auf die Auferstehung in Herrlichkeit dessen sterbliche Überreste in die Erde.

Hohe Würde des menschlichen Leibes respektieren

Indem die Kirche den Leichnam der Verstorbenen beerdigt, bekräftigt sie den Glauben an die Auferstehung des Fleisches. Zugleich möchte sie so die hohe Würde des menschlichen Leibes als wesentlicher Teil der Person, dessen Geschichte der Leib teilt, ins Licht stellen. imm016_17

Sie kann deshalb nicht Haltungen oder Riten erlauben, die falsche Auffassungen über den Tod beinhalten, etwa wenn er als endgültige Vernichtung der Person, als Moment ihrer Verschmelzung mit der Mutter Natur oder dem Universum, als Etappe im Prozess der Reinkarnation oder als endgültige Befreiung aus dem „Gefängnis“ des Leibes verstanden wird.

Zudem entspricht die Beerdigung auf dem Friedhof oder an einem anderen heiligen Ort in angemessener Weise der Ehrfurcht und Achtung, die den Leibern der Verstorbenen gebührt, welche durch die Taufe Tempel des Heiligen Geistes geworden sind und derer sich „der Geist wie eines Werkzeuges oder einer Vase bedient hat, um viele gute Werke zu vollbringen“.

Beerdigung ist ein Werk der leiblichen Barmherzigkeit

Der gerechte Tobit wird wegen seiner Verdienste gelobt, die er sich vor Gott aufgrund der Beerdigung der Toten erworben hat. Die Kirche sieht in der Bestattung der Verstorbenen ein Werk der leiblichen Barmherzigkeit.

Schließlich fördert die Beerdigung der heimgerufenen Gläubigen auf dem Friedhof oder an einem anderen heiligen Ort das Andenken und das Gebet für die Verstorbenen durch die Angehörigen und die ganze christliche Gemeinschaft, wie auch die Verehrung der Märtyrer und der Heiligen.

Durch die Beerdigung des Leichnams auf Friedhöfen, in Kirchen oder in der Nähe der Kirchen hat die christliche Tradition die Gemeinschaft zwischen den Lebenden und den Toten bewahrt und sich der Tendenz entgegengestellt, das Sterben und dessen Bedeutung für die Christen zu verschleiern oder zu privatisieren.

Erdbestattung zeigt „größere Wertschätzung für den Verstorbenen“

4. Wo Gründe hygienischer, ökonomischer oder sozialer Natur dazu führen, sich für die Feuerbestattung zu entscheiden – eine Wahl, die nicht dem ausdrücklichen oder vernünftigerweise angenommenen Willen des verstorbenen Gläubigen entgegenstehen darf –, sieht die Kirche keine lehrmäßigen Gründe, um diese Praxis zu verbieten. Denn die Einäscherung des Leichnams berührt nicht die Seele und hindert die Allmacht Gottes nicht daran, den Leib aufzuerwecken. Sie beinhaltet deshalb an sich nicht die Leugnung der christlichen Lehre über die Unsterblichkeit der Seele und die Auferstehung des Leibes. 1548

Die Kirche bevorzugt weiterhin die Beerdigung des Leichnams, die eine größere Wertschätzung für die Verstorbenen zeigt. Aber die Feuerbestattung ist nicht verboten, „es sei denn, sie ist aus Gründen gewählt worden, die der christlichen Glaubenslehre widersprechen“.

Wenn keine Gründe vorliegen, die der christlichen Glaubenslehre widersprechen, begleitet die Kirche – nach der Begräbnisfeier – die Wahl der Feuerbestattung durch entsprechende liturgische und pastorale Hinweise und sorgt sich besonders auch darum, jede Form des Ärgernisses oder der religiösen Gleichgültigkeit zu vermeiden.

5. Wenn aus legitimen Gründen die Wahl der Feuerbestattung getroffen wird, ist die Asche des Verstorbenen in der Regel an einem heiligen Ort aufzubewahren, also auf einem Friedhof oder, wenn es angebracht ist, in einer Kirche oder an einem für diesen Zweck von der zuständigen kirchlichen Autorität bestimmten Ort.

Gebet und Gedenken für die Verstorbenen

Von Anfang an haben die Christen danach verlangt, dass die christliche Gemeinschaft für ihre Verstorbenen betet und ihrer gedenkt. Ihre Gräber wurden Orte des Gebetes, des Andenkens und der Besinnung. Die verstorbenen Gläubigen gehören zur Kirche; denn sie glaubt an die Gemeinschaft „derer, die hier auf Erden pilgern; derer, die nach Abschluss des Erdenlebens geläutert werden; und derer, die die himmlische Seligkeit genießen; sie alle bilden zusammen die eine Kirche“.

Die Aufbewahrung der Asche an einem heiligen Ort kann dazu beitragen, dass die Gefahr verringert wird, die Verstorbenen dem Gebet und dem Gedenken der Verwandten und der christlichen Gemeinschaft zu entziehen. Auf diese Weise wird auch vermieden, dass man sie möglicherweise vergisst oder es an Ehrfurcht fehlen lässt, vor allem, wenn die erste Generation nicht mehr lebt, oder dass es zu unangemessenen oder abergläubischen Praktiken kommt.

Keine Aufbewahrung der Asche zuhause  – keine Seebestattung

6. Aus den oben angeführten Gründen ist die Aufbewahrung der Asche im Wohnraum nicht gestattet. Nur im Fall von schwerwiegenden und außergewöhnlichen Umständen, die von kulturellen Bedingungen lokaler Natur abhängen, kann der Ordinarius im Einvernehmen mit der Bischofskonferenz oder der Bischofssynode der katholischen Ostkirchen die Erlaubnis für die Aufbewahrung der Asche im Wohnraum gewähren. Die Asche darf aber nicht unter verschiedenen Familien aufgeteilt werden, und in jedem Fall müssen Ehrfurcht und angemessene Bedingungen der Aufbewahrung gewährleistet sein.  ???????

7. Um jegliche Zweideutigkeit pantheistischer, naturalistischer oder nihilistischer Färbung zu vermeiden, ist es nicht gestattet, die Asche in der Luft, auf dem Land oder im Wasser oder auf andere Weise auszustreuen oder sie in Erinnerungsgegenständen, Schmuckstücken oder anderen Objekten aufzubewahren. Denn für diese Vorgangsweisen können nicht die hygienischen, sozialen oder ökonomischen Gründe angeführt werden, die der Wahl der Feuerbestattung zugrunde liegen können.

8. Falls sich der Verstorbene offenkundig aus Gründen, die der christlichen Glaubenslehre widersprechen, für die Feuerbestattung und das Ausstreuen der Asche in der Natur entschieden hat, ist das kirchliche Begräbnis nach Maßgabe des Rechts zu verweigern.

Papst Franziskus hat in der dem unterzeichneten Kardinalpräfekt am 18. März 2016 gewährten Audienz die vorliegende Instruktion, die in der Ordentlichen Versammlung dieser Kongregation am 2. März 2016 beschlossen worden war, approbiert und ihre Veröffentlichung angeordnet.

Rom, am Sitz der Kongregation für die Glaubenslehre, am 15. August 2016, Hochfest der Aufnahme Marias in den Himmel.

Gerhard Kardinal Müller, Präfekt
Erzbischof Luis F. Ladaria, S.J, Sekretär

Quelle: rv 25.10.2016 mg

HINWEIS: In der vergangenen Woche haben wir diesen Artikel pro Erdbestattung veröffentlicht: https://charismatismus.wordpress.com/2016/10/21/evangelisches-plaedoyer-fuer-die-erdbestattung-und-die-wuerde-unseres-leibes/


Fußballer Jérôme Boateng ist gläubiger Christ

Der Profifußballer Jérôme Boateng ist einer der Stars der deutschen Nationalmannschaft und des FC Bayern München; der evangelische Christ betet vor jeder Partie um Bewahrung im Spiel. Beim Interview mit „SportBild“ verrät er, was ihm sein Glaube bedeutet: flyerstralsund2

Heute findet es der Abwehrspieler am schönsten, wenn er allein in einer Kirche sitzt; er schätzt „diese Stille und Ruhe, um in mich zu gehen und nachzudenken“.  – Zu Gottesdiensten nimmt der 28-Jährige öfter seine Töchter Lamya und Soley mit.

Boateng sagt weiter: „Ich spreche für mich ein kurzes Gebet vor der Abfahrt zum Spiel und bevor ich den Rasen betrete.“  – Der Sportler bittet z.B. darum, „dass meine Mitspieler und ich nicht verletzt werden“.

Nach Toren und Einwechslungen zeigt er mit seinen Händen nach oben zum Himmel, um seinen Dank auszudrücken. Boateng bekräftigt: „Der Glaube gibt mir Kraft.“

Quelle und FORTSETZUNG der Nachricht hier: http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/detailansicht/aktuell/jerome-boateng-vor-jedem-spiel-ein-gebet-97898/


Das Priestertum aus der Sicht von Papst Benedikt und Kardinal Gerhard Müller

Buchbesprechung von Felizitas Küble

Buch-Daten: Benedikt XVI./Joseph Ratzinger. Die Liebe Gottes lehren und lernen. Priestersein heute. Herder-Verlag. ISBN 978-3-451-37880-5. Gebundene Ausgabe. 312 Seiten. 24,99 €.

Sowohl zeitlich wie inhaltlich passend zum 65. Priesterjubiläum Joseph Ratzingers am 29. Juni 2016 erschien im Herder-Verlag der Sammelband „Die Liebe Gottes lehbuch-benediktren und lernen“ über das „Priestersein heute“. Vor 65 Jahren, am 29. Juni 1951, war Joseph Ratzinger gemeinsam mit seinem Bruder Georg Ratzinger von Kardinal Michael Faulhaber im Dom von Freising zum Priester geweiht worden.

Das Eiserne Priesterjubiläum Benedikts wurde am 28. Juni 2016 im Vatikan feierlich begangen, wobei Papst Franziskus eine Begrüßungsansprache hielt. Der bald 90-jährige Benedikt XVI. rundete den Festakt in der Sala Clementina mit einer Rede ab, die mit der Hoffnung schloß, „dass die Welt nicht eine Welt des Todes, sondern des Lebens sei, eine Welt, in der die Liebe den Tods besiegt hat. Danke Ihnen allen. Der Herr segne uns alle. Danke, Heiliger Vater.“

Der Sammelband, der dem Jubilar bei dieser römischen Feierstunde überreicht wurde, enthält 43 Predigten aus den Jahren 1978 bis 2000, die Benedikt XVI. als Erzbischof von München und danach als Präfekt der Glaubenskongregation über den Klerikerstand, vor allem über Priester und Diakone gehalten hat.

Im Anhang befindet sich überdies sein päpstliches Schreiben vom 16. Juni 2009 zu Beginn des von ihm ausgerufenen Priesterjahres, das er an seine „Mitbrüder im priesterlichen Dienst“ richtete. Anlaß hierfür war der 150. Jahrestag des Geburtstags von Johannes Maria Vianney. Der heilige Pfarrer von Ars gilt als Schutzpatron der Priester bzw. „Schutzheiliger aller Pfarrer der Welt“, wie es in Benedikts Rundschreiben heißt.

Der Jubiläumsband „Die Liebe Gottes lehren und lernen“ beginnt mit einem vierseitigen Vorwort von Papst Franziskus; danach folgt eine ausführliche Einführung von Kardinal Müller über Krise und Erneuerung des Priestertums heute.

Papst Franziskus erweitert die „Theologie auf Knien“

Das Wort von der „Theologie auf Knien“ gilt mittlerweile fast als stehender Begriff, seitdem Papst Franziskus damit die theologische Werke des reformorientierten Kurienkardinals Walter Kasper würdigte, insbesondere dessen Sicht auf die göttliche Barmherzigkeit.Foto Michaela Koller

Es scheint, als habe der Pontifex nun beschlossen, dieses Prädikat zukünftig etwas großzügiger zu verteilen  –  und zwar selbst an jene Persönlichkeiten, die man eher dem gegenteiligen innerkirchlichen „Flügel“ zurechnen möchte.

Tatsache ist jedenfalls, daß Franziskus sein Vorwort für das erwähnte Benedikt-Buch mit den Worten beginnen läßt:

„Jedes Mal, wenn ich die Werke von Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. lese, wird mir klar, dass er eine Theologie „auf Knien“ betrieben hat und dies noch tut.“ (S. 11) Auf der nächsten Seite bestätigt er dem „Papst emeritus“ erneut eine „Theologie auf Knien“.

Quasi-Heiligsprechungen zu Lebzeiten des Betreffenden wirken in der Regel eher unangemessen, bestenfalls verfrüht. Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht, was mitunter auch für Lobesworte gilt. Franziskus bescheinigt Benedikt jedenfalls, daß er „wirklich glaubt, wirklich betet“  –  und fügt hinzu: „Man sieht, dass er ein Mann ist, der die Heiligkeit verkörpert“.

Ist das Gebet der „einzige“ Schlüssel zum Herzen Gottes?

Er schreibt sodann, vielleicht könne Benedikt in seiner klösterlichen Zurückgezogenheit auf eine „noch leuchtendere Weise“ jene „innere Mitte des priesterlichen Dienstes bezeugen“, nämlich „das Gebet ohne Unterlass, mit Leib und Seele“, welches der „entscheidende Faktor“ sei. Radio Vatikan

Im päpstlichen Vorwort heißt es weiter: „Das Gebet ist der Schlüssel, der das Herz Gottes aufschließt; der einzige, dem es gelingt, Gott immer wieder aufs Neue in diese unsere Welt hineinzuführen; und auch der einzige, dem es gelingt, die Menschen und die Welt immer aufs Neue Gott zuzuführen.“

So wichtig zweifellos das Beten  –  zumal das fürbittende Gebet  –  für die Frömmigkeit des Geistlichen und für seine Sendung zum Heil der Seelen ist, so scheint gleichwohl in erster Linie die Feier der heiligen Eucharistie der zentrale Dienst des Priesters zu sein, zudem auch die Spendung der weiteren Sakramente, die ihm anvertraut sind; diese Sakramente als wirksame Heilszeichen sind es vor allem, welche „die Menschen und die Welt immer aufs Neue Gott zuführen“.

Papst Benedikt: „Aller Segen kommt aus dem Opfer“

In einer jener Predigten Benedikts, die in dem Gedenkband veröffentlicht sind, heißt es sehr klarsichtig, „dass aller Segen aus dem Opfer kommt“; deshalb sei die „höchste Aufgabe des Priesters das Opfern“. Damit sei zunächst die Feier der hl. Eucharistie gemeint, „in der das Kreuzopfer Jesu Christi von Neuem gegenwärtig wird“. Von Julia Kesenheimer geschickt

Es sei für den Priester entscheidend, „immer mehr aus der Kraft dieses Opfers zu leben“, damit er daraus Segen für sich und andere schöpfen könne (S. 262). Die Sakramente, die der Priester spende, seien gleichsam „ein Segen von gesteigerter Wirksamkeit“ (S.161).

Hinter dieser Haltung solle  –  so erinnert Joseph Ratzinger  –   zugleich immer auch das „persönliche Opfern des Priester stehen, der Tag um Tag seine eigene Liebe, die Sehnsucht seines Lebens nach Glanz und Glück weggibt, um sich ganz Gott zur Verfügung zu halten“ (S. 162).

Theologisch aufschlußreich ist auch die Einführung, die Kurienkardinal Gerhard Müller dem Sammelband voranstellt. Der frühere Bischof von Regensburg und heutige Präfekt der Glaubenskongregation äußert sich unter dem Titel „Jenseits der Krise – der Erneuerung entgegen“ fundiert über das „katholische Priestertum“.

Der Priester wirkt als „Mitarbeiter Gottes“

Dieses sei, so der Autor, dadurch gekennzeichnet, daß der geweihte Amtsträger „Wort und Wirken Gottes“ sakramental  –  als „wirksames Zeichen“  –  weitergebe. Er erinnert an Pauli Worte von den Aposteln als „Diener Christi und Verwalter von Geheimnissen Gottes“ (1 Kor 4,1) sowie als „Mitarbeiter Gottes“ (2 Kor 6,1). media-FZMqzvujo1V-2

Durch das Osterereignis sei der „Grundstein dafür gelegt, jede Krise zu überwinden“ und „von der Tragödie zum Heil“ zu gelangen (S. 16/17), denn „durch die Auferstehung hat Christus die größte Krise des Glaubens überwunden, die es je gegeben hat: die vor-österliche Krise der Jünger“ und folglich „auch die Krise des Priestertums“.

Er fährt fort: „Indem wir (…) unseren Blick auf ihn richten, unsere Augen in die des Hohenpriesters (…) versenken, könne wir jedes Hindernis, jede Schwierigkeit überwinden“ (S.19).

Neben dem Völkerapostel zitiert Kardinal Müller auch Petrus, den ersten Papst, mit seiner Mahnung „an die Priester der Kirche“, die da lautet: „Sorgt als Hirten für die euch anvertraute Herde Gottes…Seid Vorbilder für die Herde nach dem Beispiel Christi, des obersten Hirten“ (1 Petr 5,2-4).

Kritik an bibelkritischer protestantischer Exegese

Die Erfüllung dieser einzigartigen Sendung werde allerdings erschwert, so der Autor, durch eine „radikale Verunsicherung der christlichen Identität“. Als Gründe für die „Krise des Priestertums“ benennt er auch „interkonfessionelle Faktoren“, nämlich zum Beispiel die „naive Aufgeschlossenheit vieler katholischer Kreise für die protestantische Exegese, die in den 1950er und 1960er Jahren in Mode kam(S. 21).AL-0004

Dazu habe auch eine „radikale Kritik am Kult“ gehört, außerdem der „moderne Gedanke von der Autonomie des Subjekts“ sowie das Misstrauen gegenüber „jeglicher Ausübung von Autorität“ (S. 22).

Wie der Verfasser weiter erläutert, unterzog Joseph Ratzinger diese vom Protestantismus getragenen Thesen „nun seinerseits einer genauen kritischen Überprüfung“ (S. 22). Dabei habe Ratzinger zwischen „theologischen und philosophischen Vorurteilen“ auf der einen Seite und dem „Gebrauch der historischen Methode“ andererseits sorgsam unterschieden.

Auf diese Weise könne man durchaus auch mittels moderner Bibelexegese zu jenen dogmatischen Aussagen kommen, „die vor allem von den Konzilen von Florenz und Trient wie auch vom Zweiten Vatikanischen Konzil geprägt wurden“ (S. 22).

Sich den Zerrbildern der Welt entziehen

Kardinal Müller erinnert an den Blick Jesu auf jene, „die er heute wie zu jeder Zeit aussendet, um seine Herde zu weiden. Dieser Blick ist es, der uns auszeichnet und unsere Priesterberufung den Zerrbildern der Welt entzieht (…) Es ist der Blick des obersten Hirten, der seine Hirten seit jeher erneuert und für die leidenschaftliche Sendung frei macht, zu der er sie trotz ihrer Armseligkeit und Erbärmlichkeit berufen hat“ (S. 25). media-373874-2

Dieser Blick sowie die Worte Christi seien, so der Autor abschließend, die „stete Quelle der priesterlichen Identität“  – und sie sind es auch, „die uns die Wüste jeder Krise überwinden lässt, um dem verheißenen Land entgegenzugehen, das es jeden Tag aufs Neue zu erobern gilt: dem verheißenen Land seines Reiches“ (S. 25).

Die in dem Sammelband abgedruckten Predigten Benedikts während seiner Zeit als Erzbischof und Kurienkardinal sind theologisch eindringlich und gehaltvoll, zudem sprachlich anspruchsvoll-elegant und verständlich zugleich, wie bei diesem hochgelehrten und tiefschürfenden Geist nicht anders zu erwarten ist. Dabei gelingt es Ratzinger immer wieder, grundlegende Wahrheiten kurz auf den Punkt zu bringen, so etwa mit seinem Hinweis: „Der Priester muss opfern, segnen, vorstehen, predigen und taufen“ (S. 159).

Dabei verdeutlicht er manche Erkenntnis mit ehrlichen Anekdoten wie etwa der folgenden:

„Wie oft habe ich mich als Student darauf gefreut, einmal predigen zu dürfen. (…) Gefreut darauf besonders dann, wenn mir ein Wort der Schrift, ein Zusammenhang unserer Glaubenslehre, wieder neu aufgeleuchtet war und mich froh gemacht hat. Aber wie war ich enttäuscht, als die Wirklichkeit ganz anders war, als die Menschen offensichtlich nicht auf das Wort der Predigt, sondern vielmehr auf ihr Ende warteten“ (S. 159/160).

Einer verlorenen Welt unbeirrbar Gottes Wort verkünden

Doch er ließ sich von widrigen Erfahrungen nicht beirren in seinem Bestreben,  die Gläubigen mit der Botschaft des HERRN aufzurichten und aufzurütteln, aber auch Ungläubige damit zu konfrontieren:

„Gottes Wort gehört heute nicht zu den Mode-Artikeln, nach denen man fragt und ansteht. (…) Indem die Kirche es wagt, immer noch in einer Welt, in der Lüge, Verstellung und Sensation Trumpf geworden sind, unbeirrbar Gottes Wort zu sagen, schafft sie Gott Platz inmitten dieser Welt“ (S. 160).

Es bleibt zu hoffen, daß dieser tiefgründige Sammelband vielen Lesern die biblischen und kirchlichen Wahrheiten über das katholische Priestertum nahebringt, damit sie den segensvollen und opferbereiten Dienst dieser „Mitarbeiter der Wahrheit“ zu schätzen wissen und ihnen als Laien bzw. „Weltchristen“ hilfreich zur Seite stehen, etwa durch anhaltendes Fürbittgebet, ehrenamtliche Mitarbeit, persönliche Ermutigung und öffentliche Verteidigung des oftmals attackierten katholischen Priestertums.

Erstveröffentlichung dieser Rezension von Felizitas Küble in der Zeitschrift „Theologisches“ (Okt. 2016)  –  Mail: felizitas.kueble@web.de