Unser PLAKAT zum Fest der Geburt Mariens

Marien-POSTER aus dem KOMM-MIT-Verlag

Dieses PLAKAT kann beim KOMM-MIT-Verlag bestellt werden. Es ist im großen DIN-A-2-Format erschienen (60 x 40 cm) und kostet 3 €, vier Stück nur 6 €  – jeweils inkl. Porto (Betrag evtl. in Briefmarken beilegen). – Per Tel. 0251 – 616768 oder Mail: felizitas.kueble@web.de


Unser PLAKAT für Gebet und Besinnung

Ecclesia-POSTER aus dem KOMM-MIT-Verlag in Münster:

Dieses PLAKAT kann beim KOMM-MIT-Verlag bestellt werden. Es ist im großen DIN-A-2-Format erschienen (60 x 40 cm) und kostet 3 €, vier Stück nur 6 €  – jeweils inkl. Porto (Betrag evtl. vorweg in Briefmarken beilegen). – Per Tel. 0251 – 616768 oder Mail: felizitas.kueble@web.de

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Edith Stein: Erleuchte uns mit Deinem Licht

Bleib bei uns, HERR, da Nacht anbricht,

Erleuchte uns mit Deinem Licht,

Laß unseren Geist im Dunkel nicht,

Hell strahl‘ der Welt Dein Angesicht.

Dringst Du in unser Herz hinein,

Dann strahl in ihm der Wahrheit Schein,

Die Eitelkeit der Welt stürzt ein,

Tief drinnen glüht die Liebe rein.

Jesus, der Liebe Süßigkeit,

Der Güte wahre Mildigkeit,

Willkommen und gebenedeit,

Mehr als die Sprache Worte leiht.

Das hat bewiesen uns Dein Leid,

Dein Blut verströmend Gott geweiht,

Das uns erlöset und befreit,

Gott schaun uns läßt in Ewigkeit.

O Jesus mein, ich fleh zu Dir,

Gib Deiner Liebe Fülle mir,

O heiß mich kommen hin zu Dir

Und schauen Deiner Glorie Zier.

Ihr Himmelsbürger seid bereit

Und öffnet Eure Tore weit,

Den Triumphator benedeit:

Gruß, Jesus, HERR der Herrlichkeit.

Hl. Edith Stein
(Übersetzung eines Gedichts des hl. Bernhard v. Clairvaux)

Vollständige Strophen hier: https://sacerdos-viennensis.blogspot.com/2021/08/su-ists-o-jesus-denken-dein-bernhard-v.html


GOTTVERTRAUEN – Gedicht von Edith Stein

Ohne Vorbehalt
und ohne Sorgen
leg ich diesen Tag in Deine Hand.
Sei mein Heute, sei mein Morgen,
sei mein Gestern, das ich überwand.

Frag mich nicht
nach meinen Sehnsuchtswegen,
ich bin in Deinem Mosaik ein Stein.
Du wirst mich an die rechte Stelle legen,
Deinen Händen bette ich mich ein.

Edith Stein

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GOTT hat mir seine Huld nicht entzogen

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 66 (65),1-3a.5.16-17.20
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Jauchzt vor Gott, alle Länder der Erde!
Spielt zum Ruhm seines Namens!
Verherrlicht ihn mit Lobpreis!

Sagt zu Gott:
„Wie Ehrfurcht gebietend sind deine Taten.“

Kommt und seht die Taten Gottes!
Staunenswert ist sein Tun an den Menschen.
Ihr alle, die ihr Gott fürchtet, kommt und hört;
ich will euch erzählen, was ER mir Gutes getan hat.

Zu ihm hatte ich mit lauter Stimme gerufen,
und schon konnte mein Mund ihn preisen.
Gepriesen sei Gott;

denn ER hat mein Gebet nicht verworfen
und mir seine Huld nicht entzogen.

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Stammt der Rosenkranz vom hl. Dominikus?

Von Felizitas Küble

Am heutigen Sonntag, dem 8. August, feiert die katholische Kirche das Fest des hl. Dominikus, der im Hochmittelalter den nach ihm benannten Predigerorden der Dominikaner gründete. Wir gratulieren daher allen Lesern mit Namen Dominik und Dominika zu ihrem Namenstag.

Wenn in Predigten oder Ansprachen von diesem Heiligen oder vom Rosenkranz die Rede ist, wird manchmal erwähnt (teils als Tatsachenbericht, teils als „Legende“), Dominikus habe bei einer Erscheinung von der Madonna eine Rosenkranz-Gebetsschnur erhalten mit der Aufforderung, dieses Gebet zu verbreiten.

So sei diese besondere Andachtsform entstanden, heißt es weiter, die auch dazu gedient habe, die Irrlehren der Katharer zu überwinden und die Anhänger dieser Häresie zu bekehren.

Viele Katholiken kennen jene sodann jene Gemälde in Kirchen und Kapellen, die den hl. Dominikus zeigen, wie er durch eine Marienvision feierlich den Rosenkranz überreicht bekommt, so daß sie annehmen, das Gebet sei „himmlisch geoffenbart“.

Diese Geschichte hat nur den Nachteil, daß sie nicht einmal eine „Legende“ ist, weil dann wenigstens ein historischer Kern stimmen müßte.

In Wirklichkeit war schon in „vorkonziliaren“ Zeiten bekannt, daß der Rosenkranz nicht im 12. Jahrhundert zur Zeit des hl. Dominikus das Licht der Welt erblickte, sondern dreihundert Jahre später – allerdings damals im Zuge einer allmählichen Entwicklung in Klerus und Kirchenvolk.

Im 16. Jahrhundert war er dann schon allgemein verbreitet. Als das christliche Abendland 1571 durch den Islam bzw. die Osmanen bedroht war, forderte Papst Pius V. die Gläubigen zum Rosenkranzgebet auf. Tatsächlich wurde die türkische Flotte in der Seeschlacht von Lepanto trotz ihrer militärischen Überlegenheit besiegt. Damit war Europa gerettet!

Der heilige Dominikus lebte aber nicht in dieser beginnenden Neuzeit, sondern im Hochmittelalter (1170 – 1221)

Die ersten Zeugnisse für Grundformen des klassischen Rosenkranzes stammen aus dem 15. Jahrhundert. (Gebetsschnüre für Vater-Unser und Ave-Maria-Gebete gab es freilich schon früher). Näheres über Einzelheiten der Entstehung kann man anschaulich im Kölner Rosenkranz-Museum erfahren – oder man informiert sich in theologisch-kirchengeschichtlicher Literatur.

Im Brevier  – dem Pflichtgebet der katholischen Priester – findet sich am Rosenkranzfest inzwischen der frühere Hinweis auf jene Marienvision des hl. Dominikus nicht mehr, weil sie nicht nur legendär, sondern schlicht unzutreffend ist.

In Wirklichkeit ist dieses biblisch geprägte Gebet mit der Perlenkette, das sich in die Heilsgeheimnisse Christi vertieft, auf dem gediegenen Wege der kirchlichen Frömmigkeit entstanden.

Das ist letztlich auch eindrucksvoller, zeigt dies doch, wie sich Katholiken jener Zeit in ihren Gebeten auf die zentralen Glaubenswahrheiten konzentrieren wollten – und wie dies gleichsam an der Hand Mariens geschehen sollte. 

Zunächst wurde an einer geknoteten Schnur das Vaterunser gebetet, später wurden die Gebetsreihen durch das Ave Maria (Gegrüßet seist Du, Maria) ergänzt, also durch den biblisch bezeugten Gruß des Engels Gabriel an die begnadete Jungfrau.

Der Trierer Kartäusermönch Adolf von Essen führte Anfang des 15. Jahrhunderts eine Vorform des Rosenkranzes unter dem Namen „Rosarium“ ein. Dabei wurde 50 x ein Ave Maria gesprochen und über das Leben Jesu meditiert.

Sein Mitbruder Dominikus von Preußen ergänzte das Gebet dann weiter. Die erwähnte Erscheinungsgeschichte entstand in jener Zeit, vermutlich weil man damals den Ordensgründer Dominikus mit jenem gleichnamigen Kartäuserbruder verwechselte.

Im Jahre 1508 wurde dem Ave Maria schließlich der zweite Teil „Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder…“ angefügt. Später wurde es durch Dominikanerpatres weiter strukturiert und im Kirchenvolk verbreitet. Papst Pius V. legte dann 1569 im wesentlichen die Gebetsweise fest, wie wir sie heute kennen.

Den dreifachen Rosenkranz (freudenreichen, schmerzhaften, gloreichen) mit seinen ingesamt 150 Ave-Gebeten nennt man nicht ohne Grund den „Psalter“, denn auch die Psalmen des Alten Testaments (Psalterium genannt) umfassen genau 150 Gebete. Der Rosenkranz wurde somit das „Psalterium“ der Laien, da sie damals im Unterschied zu Mönchen und Nonnen meist nicht imstande waren, die Psalmen zu lesen.

Es war hingegen nicht schwierig, den Rosenkranz auswendig zu lernen, dazu gehörte nur ein bißchen Gebetsübung. Zudem gab es zahlreiche Rosenkranzbruderschaften, denen die Gläubigen scharenweise zuströmten. Dieses Gebet entstand also aus der Mitte und aus dem Herzen der Kirche. Es wurde nicht von oben „verordnet“, weder durch eine Erscheinung noch durch einen Papst, sondern erwuchs aus einer lebendigen Volksfrömmigkeit.

Der bekannte Jesuitenpater Karl J. Klinkhammer hat schon in vorkonziliarer Zeit korrekt über die Entstehung des Rosenkranzes berichtet und zuvor gründliche Quellenforschung betrieben. Später veröffentlichte er das Buch „Adolf von Essen und seine Werke“ (1972), aus welchem der Ursprung des Rosenkranzes durch jenen spätmittelalterlichen Kartäusermönch im Detail hervorgeht.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.


TROST bedeutet: Gottes Gegenwart im Leid

Von Peter Hahne

Die „Bild am Sonntag“ berichtet über einen katholischen Pfarrer im deutschen Flutkatastrophengebiet, der nicht mehr beten kann und mit Gott nicht mehr redet. Nicht nur die Leser sind erstaunt.

Viele Menschen fragen sich heute: Wo bleiben eigentlich die Bischöfe in solch einem Fall? Ja, wo sind sie überhaupt in dieser Katastrophe? Das Flutkatastrophen-Gebiet sei doch eine Hochburg des Katholizismus.

Und selbst Margot Käßmann, sonst dem Zeitgeist wohl zugetan, ist erstaunt: Ob es denn dem Herrn Kollegen noch nichtmal zum Psalm 23 gereicht hätte – so berichtet die Bild am Sonntag. Die Zeitung hatte das Ganze überhaupt erst ins Rollen gebracht mit einer Balkenüberschrift auf der Titelseite: „Pfarrer: ich rede nicht mehr mit Gott.“

Eine Woche lang habe ich überlegt, ob man das thematisieren soll. Ich fasse es einfach nicht, wie jemand so denken, ja vor allem so reden kann.

Natürlich gibt es Momente, wo man mit Jesus Christus schreien möchte: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?!“. Doch als Christ weiß man doch aus der Heiligen Schrift, was danach kam, die letzten Worte Jesu am Kreuz, Worte der Gewißheit in allem Zweifel und der Zuflucht im größten Elend: „Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist“.

Ihm kann ich mein Leben, mein Schicksal, ja sogar meinen Unglauben bringen. Weiß das alles der Herr Pfarrer nicht, Seelsorger in dem meist betroffenen Ort des Katastrophengebietes.

„Beten Sie?“ fragt die Reporterin. Antwort: „Nein, ich rede im Moment gar nicht mit Gott…. Die Worte, die ich sonst gebraucht habe, passen nicht.“ – Ich wäre hier der Letzte, der einen Stab über diesem armen Mann brechen würde. Nein, wir alle können in eine solche Lage kommen.

Doch genauso wenig wie ein Kanzlerkandidat, wenn er jemals als Autorität ernst genommen werden will, mitten in den Trümmern des Elends lachen darf, so darf um alles in der Welt ein Pfarrer so etwas öffentlich nicht sagen.

Denn der Zeitung ging es ja darum, die Menschen zu trösten. Deshalb der Anruf beim Pfarrer. Er habe am Telefon geweint, hieß es. Ja, das verstehe ich. Aber ich kenne auch das Lied von Julie Hausmann, das aus tiefster Not geboren ist:


„Wenn ich auch gleich nichts fühle
von deiner Macht,
du führst mich doch zum Ziele,
auch bei der Nacht.
So nimm denn meine Hände….“

Karl Carstens, einer der großen unter den Bundespräsidenten, erzählte mir als blutjungem Reporter einst, wie er durch das Zeugnis seiner Frau Veronika zum lebendigen Glauben an Jesus Christus gekommen ist. Sie war eine angesehene Ärztin. Und dann sein Rat an den Jungspund: „Christen müssen immer identifizierbar bleiben, egal ob Schüler oder Lehrer, ob Ärztin oder Hausfrau.“

Und es würde die Zeit kommen, dass das Evangelium nicht mehr von Kanzeln und Funktionären zu den Leuten gelangt: „Es ist der normale Mensch in seinem Alltag, der Jesus bezeugen wird und die Menschen zum Glauben ruft. Wie es die Bibel sagt: Wenn der Klerus verstummt, schreien die Steine.“ Und wie die schreien!

Da ist der Tiefbau-Unternehmer, der einen ganzen Landstrich vor dem Untergang bewahrte. Er zog unter Lebensgefahr den „Stöpsel“ einer Talsprerre: „Ich habe gebetet, ich habe mich segnen lassen. ich wußte: Gott hilft mir.“

Oder der Feuerwehrmann, der sich in reißender Flut an ein steinernes Grabkreuz klammerte, sechs lange Stunden: „Das Kreuz von Jesus hat mir das Leben gerettet.“

Ja, es ist die Stunde der „Laien“. Eine tief gläubige Frau aus Ahrweiler berichtet, wie einzig ihr Haus in der ganzen Straße von allem Schaden bewahrt blieb: „Wir leben mit Jesus. Und er läßt uns nicht im Stich.“

Glaube ist keine Leid-Verhinderungs-Versicherung. Das ist wahr. Und Gott macht das Leid vielleicht nicht erklärlicher. Aber auf jedenfall erträglicher. Trost heißt: Gegenwart Gottes im Leid.

BUCHTIP: Peter Hahne: Leid – Warum lässt Gott das zu?  – 160 Seiten

Wir danken dem ehem. ZDF-Moderator, evangelischen Theologen und Bestsellerautor Peter Hahne für die freundliche Abdruckserlaubnis. – Den vollständigen Text seines Artikes lesen Sie hier: https://www.kath.net/news/75904

Gemälde: Evita Gründler


So kam das Madonnenbild ins Münsterland

Von Pfarrdechant Markus Trautmann

Im Frühjahr und Sommer 1946 kam der Großteil der Heimatvertriebenen aus den deutschen Ostgebieten ins zerstörte Restdeutschland – darunter auch die Familien meiner Eltern, die damals noch Kinder waren.

Seit Kriegsende hatte man sich in belastenden Monaten mit fremden Besatzungssoldaten und mit nachrückenden Zivilisten arrangieren müssen. Wenn dann der Tag der offiziellen „Ausweisung“ kam, durften die Betroffenen nur so viel Gepäck mitnehmen, wie sie tragen konnten.

„Und wir stehen vor dem Nichts“, klagte die Mutter meines Vaters im Juli 1946 auf einer Postkarte. „Was uns die Russen noch gelassen haben, haben uns die Polen geklaut.“

Einige der geretteten Habseligkeiten wurden in manchen schlesischen Familien bis heute ganz bewusst aufbewahrt, so auch bei uns – etwa Ausweispapiere oder Impfbescheinigungen, Fotos, Blechgeschirr und Besteck, ein Kinderkoffer, ja sogar eine Schildkröt-Puppe.

Eines Tages im April 1946 kam für meine Großeltern und ihre vier Kinder, darunter meine Mutter, der Ausweisungsbefehl und die Anordnung, sich an einer Sammelstelle einzufinden.

Meinen Großeltern, die für die Familie das „Marschgepäck“ zusammensuchten, wurde schmerzlich bewusst, dass sie auf wichtige Wäschestücke keinen Zugriff mehr hatten: Der seit Monaten bei ihnen einquartierte polnische Zivilist, der den Nachzug seiner Angehörigen erwartete, hatte das komplette Elternschlafzimmer okkupiert und dachte gar nicht daran, sich von seinen neuen Besitztümern zu trennen.

Wenige Augenblicke, bevor meine Großeltern Haus und Heimat für immer verlassen und sich zu Fuß zum Bahnhof begeben mussten, erschien der fremde „Hausgenosse“ plötzlich – und hatte zwei größere gerahmte Bilder bei sich, aus dem besagten Schlafzimmer meiner Großeltern.

Beide Bilder erinnerten an deren Hochzeit 1929: Das eine war das Hochzeitsfoto, das die beiden Frischvermählten im Fotostudio zeigte; das andere war ein Marienbild im Schmuckrahmen, das ein Geistlicher meinen Großeltern als Hochzeitgeschenk überreicht hatte.

Eines der beiden Bilder, so die gönnerhafte Offerte, sollten sie sich rasch noch aussuchen; das dürften sie mitnehmen.

Meine Oma hat später oft berichtet, dass es überhaupt keine Frage war, dass nur das Marienbild in die ungewisse Zukunft mitgenommen werden sollte. „Wir beide sehen uns doch jeden Tag“, soll sie zu Opa gesagt haben, „da brauchen wir doch kein Foto!“

Und so wurde das relativ großformatige Marienbild in ein Federbett eingeschlagen und kam schließlich wohlbehalten in der neuen Heimat an. In all den verschiedenen Unterkünften und Wohnungen seit 1946 fand es stets im Schlafzimmer einen ehrenvollen Platz.

Von einer „neuen Heimat“ hätten meine Großeltern übrigens nicht gesprochen. Wohl aber waren sie zweifellos fest verwurzelt in der „Heimat im Glauben“. Gebet und Gottesdienst, Wallfahrten und Marienverehrung gaben Halt und Zuversicht.

Daher ist das Marienbild von 1929, das heute in der Wohnung meiner Eltern hängt, nicht nur Erinnerung an die zurückgelassene Heimat. Es ist auch Sinnbild für eine innere Verwurzelung, die über alle Irrungen und Wirrungen des Lebens festen Halt gegeben hat – oder wie es in einem alten Mariengebet heißt:

Ich ruf voll Vertrauen in Leiden und Tod: / Maria hilft immer, in jeglicher Not.
So glaub ich und lebe und sterbe darauf; / Maria hilft mir in den Himmel hinauf.

Unser Gastautor Markus Trautmann ist Pfarrdechant in Dülmen (Westfalen). – Der Beitrag erschien zuerst in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift „Schlesien in Kirche und Welt“


HERR, erhöre mich in Deiner Huld und Treue

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 69 (68),3.14.30-31.33-34.

Ich bin in tiefem Schlamm versunken
und habe keinen Halt mehr;
ich geriet in tiefes Wasser,
die Strömung reißt mich fort.

Ich bete zu dir,
HERR, zur Zeit der Gnade.
Erhöre mich in deiner großen Huld,
Gott, hilf mir in deiner Treue!

Ich aber bin elend und voller Schmerzen;
doch deine Hilfe, Gott, wird mich erhöhen.
Ich will im Lied den Namen Gottes loben,
ich will ihn mit Dank erheben.

Die Gebeugten haben es gesehen und sie freuen sich!
Ihr, die ihr Gott sucht, euer Herz lebe auf!
Denn der HERR hört auf die Armen,
seine Gefangenen verachtet ER nicht.

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MARIENLOB aus dem christlichen Altertum

Sei gegrüßt,
Maria, heilige Mutter Gottes!
Sei gegrüßt,
kostbarer Schatz der Schöpfung.
Sei gegrüßt,
Tabernakel des HERRN,
den die Welt nicht fassen konnte.

Mutter und Jungfrau,
Urbild und Zepter des Glaubens,
aus dir ging unser Retter hervor,
der den Tod besiegte.

Sei gegrüßt,
durch dich hat das Licht,
Gottes eingeborener Sohn,
all jene erleuchtet, die in der Finsternis sind
und im Schatten des Todes wandeln.

Kirchenlehrer Cyrill von Alexandrien
(370 – 444 n. Chr.)