Historisches Nahost-Friedensabkommen mit Präsident Trump am 15.9. in Washington

„Seit Jahrtausenden beten wir Juden für den Frieden“

Es folgt die Rede des israelischen Premierministers Benjamin Netanyahu vom 15. September 2020 im Weißen Haus in Washington bei der Unterzeichnungszeremonie für die historischen Friedensabkommen, die „Abraham-Abkommen“, mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain in Anwesenheit von US-Präsident Donald Trump, dem Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Abdullah Bin Zayed, und dem Außenminister von Bahrain, Abdullatif Al Zayani:

„Der heutige Tag ist ein Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Es verkündet einen neuen Beginn des Friedens.

Seit Tausenden von Jahren betet das jüdische Volk für den Frieden. Seit Jahrzehnten betet der jüdische Staat für den Frieden.

Und deshalb sind wir heute mit solch tiefer Dankbarkeit erfüllt.

Ich bin Ihnen, Präsident Trump, für Ihre entscheidende Führung dankbar. Sie haben eindeutig an Israels Seite gestanden. Sie haben die Tyrannen von Teheran mutig konfrontiert. Sie haben eine realistische Vision für den Frieden zwischen Israel und den Palästinensern vorgeschlagen.

Und Sie haben erfolgreich den historischen Frieden vermittelt, den wir heute unterzeichnen, einen Frieden, der in Israel, in Amerika, im Nahen Osten – in der Tat auf der ganzen Welt – breite Unterstützung findet.

Ich bin König Hamad von Bahrain und Ihnen, Außenminister Abdullatif Al Zayani, dankbar, dass Sie gemeinsam mit uns allen Kindern Abrahams Hoffnung gebracht haben.

Und Sie haben vom Präsidenten gehört, dass er bereits mit weiteren Ländern kommuniziert. Dies war vor einigen Jahren unvorstellbar, aber mit Entschlossenheit und einem frischen Blick auf die Art und Weise, wie Frieden hergestellt wird, wird dies erreicht.

Und der Segen des Friedens, den wir heute schließen, wird enorm sein. Erstens, weil sich dieser Frieden irgendwann auf andere arabische Staaten ausweiten wird und letztendlich den arabisch-israelischen Konflikt ein für alle Mal beenden kann.

Zweitens, weil sich die großen wirtschaftlichen Vorteile unserer Partnerschaft in unserer gesamten Region spürbar machen werden und jeden unserer Bürger erreichen werden. Und drittens, weil dies nicht nur ein Frieden zwischen Regierungsvorsitzenden ist, sondern auch ein Frieden zwischen Nationen – Israelis, Emiratis und Bahrainer umarmen sich bereits.

Wir sind bestrebt, in eine Zukunft der Partnerschaft, des Wohlstands und des Friedens zu investieren. Wir haben bereits  begonnen, bei der Bekämpfung des Coronavirus zusammenzuarbeiten, und ich bin sicher, dass wir gemeinsam Lösungen für viele der Probleme finden können, die unsere Region und darüber hinaus betreffen.

König David hat diese grundlegende Wahrheit vor Tausenden von Jahren in unserer ewigen Hauptstadt Jerusalem zum Ausdruck gebracht. Sein Gebet, das im Buch der Psalmen in der Bibel verewigt ist, erinnert an unsere glorreiche Vergangenheit und führt uns in eine glänzende Zukunft: „Möge Gott seinem Volk Kraft geben, möge Gott sein Volk mit Frieden segnen.“

Diese Woche ist Rosh HaShana, das jüdische Neujahr, und was für ein Segen bringen wir in dieses neue Jahr, ein Segen der Freundschaft, ein Segen der Hoffnung, ein Segen des Friedens.

Herr Präsident,

Ich habe mein Leben der Sicherung des Platzes Israels unter den Nationen gewidmet, um die Zukunft des einzigen jüdischen Staates zu sichern. Um dieses Ziel zu erreichen, habe ich daran gearbeitet, Israel stark zu machen, sehr stark, denn die Geschichte hat uns gelehrt, dass Stärke Sicherheit bringt, Stärke Verbündete bringt und letztendlich – und das hat Präsident Trump immer wieder gesagt – letztendlich Stärke Frieden bringt.

Trotz der vielen Herausforderungen und Schwierigkeiten, vor denen wir alle stehen, lassen Sie uns einen Moment innehalten, um diesen bemerkenswerten Tag zu würdigen. Erheben wir uns über jede politische Kluft. Lassen Sie uns allen Zynismus beiseitelegen.

Lassen Sie uns an diesem Tag den Puls der Geschichte spüren. Lange nachdem die Pandemie vorbei ist, wird der Frieden, den wir heute schließen, andauern.

Das Volk Israel kennt den Preis des Krieges gut. Ich kenne den Preis des Krieges. Ich wurde im Kampf verwundet. Ein Mitsoldat, ein sehr enger Freund von mir, starb in meinen Armen. Mein Bruder Yoni kam ums Leben, als er seine Soldaten zur Rettung von Geiseln führte, die von Terroristen in Entebbe festgehalten wurden. Die Trauer meiner Eltern über den Verlust von Yoni konnte bis zu ihrem Todestag nicht gelindert werden.

Und im Laufe der Jahre, wann immer ich Familien von gefallenen Soldaten und Terroropfern Israels tröstete, habe ich diesen gleichen Kummer unzählige Male gesehen. Und deshalb bewegt es mich zutiefst, heute hier zu sein. Diejenigen, die die Wunden von Krieg tragen, schätzen die Segnungen des Friedens.

Vielen Dank, Herr Präsident.

Allen Freunden Israels im Nahen Osten, denen, die heute bei uns sind und denen, die sich uns morgen anschließen werden, sage ich As-salamu alaykum, Friede sei mit Euch. Shalom.

Ich bin Kronprinz Mohammed bin Zayed aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und Ihnen, Außenminister Abdullah bin Zayed, dankbar. Ich danke Ihnen beiden für Ihre kluge Führung und für die Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten und Israel, um den Kreis des Friedens zu erweitern.

Text-Quelle: tps://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/Pages/Friedensabkommen-mit-den-Vereinigten-Arabischen-Emiraten-und-Bahrain.aspx

Fotos: Dr. Edith Breburda, Archiv

 


Paulus: „Entfache die Gnade Gottes, die in dir ist durch die Auflegung meiner Hände“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 2 Tim 1,1 ff

Paulus, durch den Willen Gottes zum Apostel Christi Jesu berufen, um das Leben in Christus Jesus, das uns verheißen ist, zu verkündigen, an Timotheus, seinen geliebten Sohn: Gnade, Erbarmen und Friede von Gott, dem Vater, und Christus Jesus, unserem HERRN.

Ich danke Gott, dem ich wie schon meine Vorfahren mit reinem Gewissen diene – ich danke ihm bei Tag und Nacht in meinen Gebeten, in denen ich unablässig an dich denke.

Darum rufe ich dir ins Gedächtnis: Entfache die Gnade Gottes wieder, die dir durch die Auflegung meiner Hände zuteil geworden ist.

Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.
 


Altötting-Wallfahrt: Regensburger Bischof bringt 2000 Anliegen zur Gottesmutter

Eigentlich hätten an diesem Samstag vor Pfingsten rund acht- bis neuntausend Pilger aus dem Bistum Regensburg in Altötting sein sollen. Wie jedes Jahr wären sie auch 2020 in den oberbayerischen Wallfahrtsort gezogen, zum „Herzen Bayerns“  – und das zum 191. Mal.

In diesem Jahr konnte die Regensburger Fußwallfahrt aufgrund der Corona-Pandemie nicht in der gewohnten Weise stattfinden.

Ausgefallen ist sie allerdings nicht: Bischof Dr. Rudolf Voderholzer ging gemeinsam mit dem Pilgerführer Bernhard Meiler zumindest die letzten Kilometer bis zum Gnadenort.

Auf dem Rücken trug der Bischof dabei einen Rucksack, prall gefüllt mit Gebetsanliegen. Er legte die 2000 Bitten vor der Schwarzen Madonna in der Gnadnekapelle nieder. Im Anschluss an seine Pilgerstrecke feierte der Regensburger Oberhirte die Heilige Messe in Anwesenheit von Pilgerpfarrer Hannes Lorenz und Pilgerführer Meiler. Der Gottesdienst wurde im Internet live übertragen.

Der Bischof selbst hat auch im Gebet die Anliegen vieler Menschen nach Altötting getragen:

„Ich denke an alle, die ein Gebetsanliegen mit auf dem Weg gegeben haben. Als Bischof ist es natürlich mein Hauptanliegen, dass der Glaube in unserem Bistum lebt und dass es geistliche Berufungen gibt. Ich habe alle Pfarrer in das Gebet eingeschlossen, viele von ihnen machen sich Sorgen um das Leben in ihrer Pfarrei. Ich habe die Erstkommunionkinder und die Firmlinge in mein Gebet eingeschlossen, die jetzt auf das lang erwartete Sakrament warten müssen.“

In seiner Predigt betonte er zudem, keiner sei früher und heute ungetröstet von diesem Ort weggegangen:

„Maria zeigt uns, wie man sich mit seiner ganzen Existenz dem Wort Gottes anvertrauen kann. Sie ist Vorbild im Glauben. Deswegen ist sie auch unsere Mutter, der wir uns anvertrauen können.“

Quelle: Bistum Regensburg – Bild: Bernhard Spöttel


Regensburg: Bittamt mit Bischof Voderholzer für die Stadt und das Bistum gefeiert

Erstmals wieder mit der zugelassenen Öffentlichkeit hat Bischof Rudolf Voderholzer am Mittwochabend in der Hohen Domkirche St. Peter Regensburg Gottesdienst gehalten. Es war ein Bittamt am Vorabend des Hochfestes Christi Himmelfahrt.

Am Ende des Gottesdienstes trat der Bischof mit dem Allerheiligsten Sakrament vor die Domkirche und segnete die Stadt und ihre Bewohner.

In seiner Predigt sagte der Regensburger Oberhirte: „Heute abend tragen wir die Anliegen, Sorgen und Nöte der Kirche von Regensburg und der ganzen Stadt vor Gott hin.“ –  Als erstes nannte er in diesem Zusammenhang die Kranken, Alten und die Sterbenden. 

Ins Gebet schloss Bischof Voderholzer ebenfalls die Familien ein, die „manch leidevolle Situation durchmachen mussten“.

Eigens erwähnte der Bischof auch diejenigen, die in große wirtschaftliche Nöte geraten sind: „Möge es mit Gottes Hilfe und der Solidarität in der Gesellschaft gelingen, Arbeitsplätze und Existenzen, oft das Lebenswerk mehrerer Generationen zu retten“.

Eingeschlossen wurden außerdem die Künstler und Freischaffenden, die für Schönheit, Nachdenklichkeit und kulturellen Mehrwert sorgen – sowie z.B. die Forscher, die Heilmittel und einen Impfstoff suchen. Der Bischof sagte zudem:

„Wir schließen ein auch die Sorgen nicht weniger, dass die gegenwärtige Krise missbraucht werden könnte zur Einschränkung individueller Freiheitsrechte und zur Bereicherung einiger weniger, die aus der allgemeinen Not noch Profit zu schlagen verstehen.“

Angesichts des nahenden Pfingstfestes flehte der Bischof um die rechte Erkenntnis: „Komm, Heiliger Geist, zeige uns, wo wir umkehren müssen, öffne uns die Augen für die Lehren, die wir aus dieser Krise ziehen müssen.“

Quelle: Bistum Regensburg – Foto: Dr. Veit Neumann


AfD will das Gottesdienstverbot aufheben

Der evangelische Christ Volker Münz (siehe Foto) ist kirchenpolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion; er kritisiert in seiner Erklärung das Verbot von Gottesdiensten in Kirchen aufgrund der Corona-Krise:

„Das verhängte Gottesdienstverbot ist ein schwerer Eingriff in das Grundrecht auf Religionsfreiheit und aus seelsorgerlichen Gründen nicht hinnehmbar. Ein totales Gottesdienstverbot hat es in unserem Land weder zu Kriegszeiten noch unter den Diktaturen gegeben und stellt eine Besorgnis erregende Entwicklung dar.

Gottesdienste müssen unter Einhaltung von Sicherheitsregeln insbesondere an hohen Feiertagen wie Ostern sowie für Trauerfeiern wieder zugelassen werden. Wenn Baumärkte und Gartencenter weiterhin geöffnet haben, ist es nicht zu rechtfertigen, dass Kirchen schließen müssen.

Gerade in Krisenzeiten benötigen gläubige Menschen gemeinsame Gebete und Wegweisung. Außerdem muss dringend dafür gesorgt werden, dass Verstorbene wieder in Würde bestattet werden können.

Die Risiken erfordern gleichwohl sinnvolle Beschränkungen: Statt Abendmahlsfeiern sollten bis auf weiteres nur Wortgottesdienste stattfinden. Die Gemeinden sollten durch Pfarrer oder durch Mitglieder des Kirchengemeinderates zur Einhaltung eines Sicherheitsabstands angewiesen werden. Auf den Friedensgruß per Handschlag ist zu verzichten.

So sollte es möglich sein, gesundheitliche Sicherheitsaspekte und die Religionsfreiheit unter einen Hut zu bekommen.“

Foto: Felizitas Küble


Israel: Genesungswünsche und Gebetszusagen an kranke Politiker von Präsident Rivlin

Der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin schickte am Sonntag, dem 29. März 2020, Briefe mit Wünschen für eine rasche Genesung an den Prinzen von Wales (Prinz Charles), den britischen Premierminister Boris Johnson, an Fürst Albert II. von Monaco und den Staatsminister von Monaco, Serge Telle, die sich alle mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben.

In seinem Brief schrieb Rivlin:

„In unseren täglichen Gebeten sagen wir dreimal am Tag, dass der Allmächtige ‚ein treuer und barmherziger Heiler ist – rofe ne’eman ve’rachaman ata‘.
Es scheint mir, dass dieses Gebet in diesen Tagen eine besondere Bedeutung für die Menschen hat.“

BILD: Präsident Rivlin mit Papst Franziskus in Rom

Der Staatspräsident betonte, dass die internationale Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Coronavirus von entscheidender Bedeutung sei und  Israel mit der Weltgemeinschaft zusammenarbeiten wird, um eine Lösung zu finden.

Er schrieb zudem:

„Das Virus macht keinen Unterschied zwischen den nationalen Grenzen, und internationale Zusammenarbeit ist für die Bekämpfung des Virus unerlässlich. Obwohl viele von uns jetzt isoliert sind und wir auf unsere Reserven an Geduld und Nachsicht zurückgreifen müssen, ist die Welt kleiner geworden, und wir geben einander Kraft. Gemeinsam werden wir diese schwierige Zeit überwinden.“

Quelle: http://www.botschaftisrael.de/2020/03/30/praesident-rivlin-sendet-genesungswuensche/


Brasilien: Bischof Rifans Brief an die Gläubigen

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Der katholische Bischof Fernando Areas Rifan leitet die Apostolische Personaladministratur St. Johannes Maria Vianney in Campos, Brasilien, für die altrituellen Gemeinden und Gläubigen.
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Instruktion und Hinweise
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Allen Priestern und Gläubigen unserer Apostolischen Administratur Gruß, Frieden und Segen in Jesus Christus, unserem HERRN!
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In Anbetracht der Bundes-, Landes- und Kommunalverordnungen gegen die Corona-Epidemie,
aufgrund des Dekretes Sr. Eminenz Orani Joao Tempesta, Kardinalerzbischofs von Sao Sebastiao do Rio de Janeiro, sowie der Richtlinien der anderen Bischöfe unserer Region; 
in Anbetracht dessen, daß ich als Bischof dieses kirchlichen Zuständigkeitsbereichs (Can. 368, gemäß Can. 87, § 1 des Kirchenrechts) die meiner Gerichtsbarkeit unterstehenden Gläubigen von der Einhaltung allgemeiner oder partikularer Disziplinargesetze dispensieren (freisprechen) kann;
in Anbetracht der großen Ansteckungsgefahr im Falle großer Menschenansammlungen; in Zusammenarbeit mit den Regierungsbehörden sowie in Ergänzung zu unseren „Normen für die Gemeinschaft der Gläubigen“ vom 3. März 2020
verfügen wir bis auf weiteres Folgendes:
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1. Alle Gläubigen sind von der in Canon 1247 des Kirchenrechts (Kodex des Kanonischen Rechtes) vorgesehenen Verpflichtung zur Teilnahme an Messen an den Sonntagen und gebotenen Feiertagen dispensiert. Wir empfehlen insbesondere älteren Menschen, zuhause zu bleiben.
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2. Denjenigen, die sich dafür entscheiden, nicht an der Feier der Messe teilzunehmen, wird dringend empfohlen, sie über die katholischen Medien zu verfolgen, und dabei die Geistliche Kommunion zu üben, die ein wichtiges Mittel kirchlicher Einheit und persönlicher Frömmigkeit ist. 
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3. Die Gläubigen, die an der Messe teilnehmen, müssen gemäß den Richtlinien des Gesundheitsbehörden sorgfältig einen Abstand voneinander einhalten, um eine Ansteckung zu verhindern.
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4. Trotz eventueller Abwesenheit der Gläubigen bitten wir die Priester, täglich die heilige Messe zu feiern, gemäß Canon 904 des Kodex des Kanonischen Rechtes, der uns an den Wert dieser Feier als einer Handlung Christi und der Kirche erinnert. Sie ist der Mittelpunkt des priesterlichen Lebens. Diese Messen werden, wenn möglich, über die Medien übertragen.
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5. Die Priester stehen weiterhin zur Verfügung, um die Beichten der Gläubigen zu hören und den Kranken beizustehen, wobei sie die notwendige Vorsicht walten lassen.
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6. Alle, Priester und Gläubige, mögen um das Ende dieser Pandemie beten, und für alle Leidenden.
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7. Nachhaltig wird jetzt das persönliche Gebet und das Gebet in den Familien empfohlen, vor allem der Rosenkranz, sowie das Lesen der Heiligen Schrift.
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Wir nehmen unsere Zuflucht zu den heiligen Schutzpatronen gegen solche Epidemien, wie dem hl. Rochus und dem hl. Sebastian.
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Möge Gott alle, die arbeiten, um die Schmerzen der Leidenden zu lindern, und alle, die eine Lösung für diese ernste Situation suchen, belohnen und segnen.
Insbesondere beten wir für die Verstorbenen, die Kranken und ihre Familien.
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Campos dos Goytacazes, den 16. März 2020
+ Bischof Fernando Areas Rifan
Übersetzung: Paolo D’Angona, Priester der Diözese Roermond

HINWEIS: Inzwischen gibt es eine weitere Erklärung des Bischofs mit restriktiveren Vorgaben: https://www.adapostolica.org/comunicado-aos-sacerdotes-e-ao-povo-de-deus/


Absage: Kreuze-Gebetszug für das Leben am 21. März 2020 findet nicht statt

Am kommenden Samstag, den 21. März 2020, war der 1000-Kreuze-Gebetszug von „Europrolife“ in Münster geplant, der seit Jahrzehnten stets am 3. Samstag im Monat März stattfindet.

Die Prozession begann am frühen Nachmittag mit einer Kundgebung auf dem Ägidii-Kirchplatz, danach gingen die Lebensrechtler betend und singend durch die Innenstadt und gestalten ihren Abschluß am Kardinal-von-Galen-Denkmal auf dem Domplatz. 

Seit über 10 Jahren wurde dieser Gebetszug von Randalen und Schikanen durch Linksradikale und „queere“ Gruppen gestört und teils regelrecht blockiert. Die Krawalle wären noch schlimmer aussgefallen, wenn nicht hunderte von Polizisten Jahr für Jahr die Versammlungsfreiheit der christlichen Lebensrechtler geschützt hätten.

Für dieses Jahr wurde diese Bürgeraktion für die ungeborenen Kinder angesichts der Corona-Krise abgesagt.


SELK-Erklärung zu Gottesdiensten und Gemeindeleben in Zeiten von Corona

Meldung der theol. konservativen SELK (Selbständig Evang.-Luth. Kirche):

Aufgrund vieler Anfragen besorgter Gemeindeglieder zu Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf das Leben der Kirchengemeinden hat sich der leitende Geistliche des Kirchenbezirks Niedersachsen-West der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), Superintendent Markus Nietzke (Hermannsburg), heute an die Pfarrer und Gemeinden seines Kirchenbezirks gewandt.

Er nehme die Sorgen wahr und ernst, schreibt Nietzke, und habe aus diesem Grund einen „Pastoralbrief“ an die Gemeindeglieder seines Pfarrbezirks Hermannsbur /Bleckmar gesandt. Diesen Brief bringt er mit seinem Schreiben  auch übergemeindlich zur Kenntnis. Darin beschreibt er die Anfrage, „ob wir nicht besser daran tun, Veranstaltungen und Gottesdienste ganz abzusagen oder zu verschieben.“

Er konstatiert aber:
„Unsere Gottesdienste werden vorerst nicht abgesagt. Sie sind öffentlich – und bleiben es auch. Jede und jeder entscheiden sich auch ohne Virus-Alarm, ob sie oder er einen Gottesdienst besucht. Diese Freiheit leben wir – in Zeiten, wo es allen gefühlt gut geht, nun ebenso in Zeiten der Krise, von Krieg oder Katastrophen aller Art.“

Was weitere Veranstaltungen angehe, so könne sich dies je nach Situation ändern. Die Gemeinden seien dabei auf seriöse Informationen und Empfehlungen angewiesen und müssten dann durch ihre Kirchenvorstände entsprechend mit Augenmaß entscheiden und informieren. „Wir wissen, dass wir uns in einem gemeinsamen Unterfangen befinden, das einerseits Liebe, Geduld, Wahrheit und Ehrlichkeit und andererseits Standhaftigkeit erfordert“, so Nietzke:

„Der HERR kennt und versteht unsere körperlichen wie auch unsere geistigen Bedürfnis se. Wir beten sonntäglich im Fürbittengebet um das Wohlergehen unserer Kirche und Gemeinden, für unser Volk und Land und für diese Welt.“

Diese Zeit sei für viele Menschen eine sorgenvolle Zeit. Auch diese Sorge habe im Gebet ihren Platz. „Ich ermutige euch, nicht zu verzweifeln. Gott regiert in Jesus Christus über alle Dinge. Wir vertrauen auf ihn!“

Der leitende Geistliche bittet seine Kollegen im Kirchenbezirk, mit den Kirchenvorständen nach den Gegebenheiten vor Ort auf die Krise zu reagieren: „Entscheidet bitte, wie ihr sorgfältig, seelsorglich verantwortet und achtsam mit den Sorgen unserer Gemeindeglieder in Sachen Gottesdienst, Unterricht, Seelsorge umgehen mögt.“

Er habe wahrgenommen, dass in anderen Kirchen empfohlen werde, die Gottesdienste bis in den April hinein abzusagen. „So etwas kann ich und will ich nicht allein als Superintendent entscheiden oder euch auferlegen, wie ihr euch dazu verhalten sollt.“

Nietzke bittet darum, die Fragen vor Ort und auch im Austausch mit Kollegen und gerne auch mit ihm zu erörtern. „Darin wird auch spürbar, dass wir als ,Brüder‘ gemeinsam unterwegs sind in Sachen Seelsorge und Gottesdienst.“


Erklärung der Israelischen Botschaft in Berlin zum Terroranschlag in Halle

​Wir sind geschockt und erschüttert von den brutalen Terroranschlägen gestern Mittag in Halle, während jüdische Betende in den Synagogen in ganz Deutschland versammelt waren um Yom Kippur zu begehen, dem heiligsten Tag im Judentum.

Gemeinsam müssen wir jede Form von Extremismus ablehnen und vereint gegen solchen sinnlosen Terror vorgehen.

Wir möchten den deutschen Sicherheitskräften unsere Wertschätzung für ihre Mühen ausdrücken, die Sicherheit aller jüdischen Institutionen und Gläubigen an diesem heiligen Tag zu gewährleisten und vertrauen darauf, dass alle Maßnahmen ergriffen werden um die Täter zu fassen und sie umgehend der Justiz zuzuführen.

Unser tiefstes Beileid gilt den Opfern und ihren Familien in dieser schwierigen Zeit. Sie werden in unseren Gedanken und Gebeten sein.