Die Gebote des HERRN erfreuen das Herz

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 19 (18),8.9.10.

Die Weisung des HERRN ist vollkommen,
sie erquickt den Menschen.
Das Gesetz des HERRN ist verlässlich,
den Unwissenden macht es weise.

Die Befehle des Ewigen sind richtig,
sie erfreuen das Herz;
das Gebot des HERRN ist lauter,
es erleuchtet die Augen.

Die Furcht des HERRN ist rein,
sie besteht für immer.
Die Urteile des Allmächtigen sind wahr,
gerecht sind sie alle.

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Psalm 19: Wer bemerkt seine eigenen Fehler?

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 19 (18),8.10.12-13.14.

Die Weisung des HERRN ist vollkommen,
sie erquickt den Menschen.
Das Gesetz des HERRN ist verlässlich,
den Unwissenden macht es weise.

Die Furcht vor dem HERRN ist rein,
sie besteht für immer.
Die Urteile des HERRN sind wahr,
gerecht sind sie alle.

Auch dein Knecht lässt sich von ihnen warnen;
wer sie beachtet, hat reichen Lohn.
Wer bemerkt seine eigenen Fehler?
Sprich mich frei von Schuld, die mir nicht bewusst ist!

Behüte deinen Knecht auch vor vermessenen Menschen;
sie sollen nicht über mich herrschen.
Dann bin ich ohne Makel
und rein von schwerer Schuld.

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Heute Abend beginnt das jüdische Neujahrsfest

Rosh HaShana ist das jüdische Neujahrsfest; es hat einen biblischen Ursprung (Lev. 23,23-25): „Ein heiliger Tag mit lautem Blasen des Shofar (Widderhorn) zum Gedächtnis“. 

Der Begriff Rosh HaShana (zu deutsch: Jahresbeginn, Kopf des Jahres) ist rabbinisch. Auch die ehrfurchtsvollen Inhalte des Festes stammen aus rabbinischer Zeit: Reue und Buße, Vorbereitung auf den Tag des göttlichen Gerichts und Gebete für ein fruchtbares Jahr. 

Das zweitägige Fest fällt auf den 1. und 2. Tishri des jüdischen Kalenders, findet also gewöhnlich im September des Gregorianischen Kalenders statt. 

Das Fest beginnt wie alle jüdischen Feiertage am Abend des Vortages.

Zu den wichtigen Gebräuchen von Rosh HaShana gehören das Shofar-Blasen während eines ausgedehnten Gottesdienstes, der sich auf die Inhalte des Festes konzentriert, und reiche, häusliche Mahlzeiten, mit denen der Beginn des neuen Jahres gefeiert wird. Die Gebetsliturgie enthält Bußgebete als zusätzliche Einschaltungen in die gewöhnliche Liturgie.

Symbolisch für Rosh HaShana stehen Äpfel mit Honig. Sie sollen entsprechend dem Neujahrsgruß „Shana tova u-metuka“ ein süßes neues Jahr bringen.

Zahlreich wie Granatäpfelkerne sollen die religiösen Gebote sein, die befolgt werden.  

Das Hallel, eine Sammlung von Segenssprüchen und Psalmliedern, wird zu Beginn eines jeden neuen Monats an den drei Wallfahrtsfesten und anlässlich allgemeiner Errettung aus Not gesprochen.  

Die Bedeutung von Rosh HaShana ist mehr als nur symbolisch. Es markiert beispielsweise in Israel auch den Beginn des neuen Schul- und Studienjahres.

Regierungskorrespondenzen, Zeitungen und die meisten Radiosendungen tragen zuerst das „jüdische Datum“. Glückwünsche zum neuen Jahr werden zu Rosh HaShana versandt, nicht im Dezember.

Quelle: https://embassies.gov.il/berlin/AboutIsrael/Feiertage/Pages/Rosh-ha-Shana.aspx?utm_source=InforuMail&utm_medium=email&utm_campaign=Newsletter+06.09.2021


Israelischer Autor und Judenchrist Pülz verteidigt Aussagen von Papst Franziskus

Von Klaus Moshe Pülz

Es handelt sich keineswegs um eine Abfälligkeit gegenüber dem Judentum, wenn Papst Franziskus äußerte, daß das Heilsverständnis im Judentum mit seinen 613 Verboten und Geboten obsolet bzw. durch den Neuen Bund überwunden sei.

Es ist tragisch, daß nach fast zweitausend Jahren der Zerstreuung unter den Nationen als Strafzumessung Gottes gegenüber dem Volke Israel aufgrund der Verwerfung seines Messias in Knechtsgestalt (Jesaja Kap. 53 „Ewed haSchem“) das Judentum noch immer nicht erkannt und anerkannt hat, daß der Messias in der Person Jesu (hebr.: Jeschua) den „Neuen Bund“ repräsentiert.

Er wurde bereits von Jeremia 31,31-34 als „Neuer Bund“ angekündet, da Israel den „Bund, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe, als ich es aus Ägypten führte“, nicht gehalten hat. Daher wurde Israel und der Welt universal ein NEUER BUND geschenkt, der ein ERKENNTNISBUND sein werde.

Zwar nennen sich die ultraorthodoxen Juden „Datim“ vom hebräischen „la-da’at“ (wissen, erkennen), aber sie haben noch immer nicht erkannt, daß nur durch das Blut des geopferten Messias am Kreuz von Golgatha Versöhnung mit Gott und Rechtfertigung vor Gott erlangt werden kann.

Unabhängig von allem Versagen der institutionellen Kirche und getaufter Despoten bleibt Gottes universales Heilsangebot bestehen, indem all jene Seligkeit erhalten werden, die in dem Messias Jeschua den einzigen Weg und die einzige Wahrheit erkannt haben, in dem Menschen ewiges Heil erlangen können.

Dies verkündete der Heiland explizit in Joh. 14,6, wonach ER selbst dieser – einzige – Weg sei, der die einzige Wahrheit repräsentiert und damit auch die einzige Wahrheit und damit das ewige Leben konstituiert. Der Messias Jeschua betont unmißverständlich: „Wenn ihr mich erkannt hättet, würdet ihr auch meinen Vater kennen“ (Vers 7).

Da die Juden noch immer auf einen Messias warten, der sich auf Einzelvorschriften aus der Torah bezieht, wie Mesusot an den Türpfosten oder den Zizit am Talit (Gebetsschal), die in Wahrheit Gedankenstützen sind, daß der Ewige uns die Zehn Gebote verordnet hat, steht in der Gefahr, einen irdischen Herrscher als Messias anzunehmen, der nur im eigenen Namen aufstehen wird (Joh. 5,43).

Sollte es diesem auch noch möglich sein, den Dritten Tempel zu errichten, würde er nach jüdischem Verständnis die Voraussetzungen des Messias erfüllen (2.Thess. 2,1-4).

So ist es absurd und das Ergebnis des Unglaubens, wenn große Teile vor allem der sephardischen orthodoxen Juden den „Lubawitscher Rebben“ Schneerson als Messias verherrlichen, der weder in Bethlehem geboren wurde (Micha 5,1) noch jemals israelischen Boden betreten hat und 1992 in New York verstarb. Und den ich in einer Zeitungsveröffentlichung in Israel als Nicht-Messias verkündete.

Es ist und bleibt eine Tragik, daß das Neue Testament in jüdischen Augen als „Sündenrolle“ bezeichnet wird. Und während über zwei Milliarden Menschen auf  der Erde an den jüdischen Messias Jeschua glauben, verweigert noch immer das Judentum ihm in seiner Knechtsgestalt die Gefolgschaft.  

Unser Autor ist deutsch-israelischer Leiter des judenchristlichen „Institut für Israels universale Berufung“ (Machon le-cheker am olam) und Herausgeber der Zeitschrift „Bote Neues Israel“

Übersetzung des Beitrags in Englisch:

There is per se nothing derogatory in Pope Francis‘ comments as to Judaism, when he uttered, that the Jewish concept of salvation with its 613 commandments (or Mitzvot) were obsolete.

It is tragic, that even after nearly two thousand years of dispersion amongst all the nations of this world as divine sentence and judgment (according to the Torah) upon the people of Israel further their rejection of His Messiah in the figure of the Lord’s servant (Isaiah c. 53, „eved-hashem“), Judaism still has not recognized nor accepted that the Messiah Jesus (Yeshua) represents the „new covenant“ according to Jeremiah’s prophecy (c. 31:31-34), not be(ing) like the covenant I made with their fathers, when I took them by the hand to lead them out of the land of Egypt, a covenant which they broke„. Hence the necessity of a new – and universal covenant that the LORD grants us, which will be a covenant of insight and intimate cognition of the heart (Hebr. da’at). It is obvious that especially our ultraorthodox religious folks (Hebr. dati’im) do not grasp the LORD’s intentions, when they refuse to acknowledge that solely the blood of the Messianic sacrifice on the cross of Calvary could achieve „atonement“ and justification from the LORD once and for all.

Above and beyond all (criminal!) failure of the institutional Church(es) and baptized despots, His universal offering of salvation persists for each and every one who acknowledges and accepts this exclusive way and sole truth in the Jewish Messiah Yeshua, through whom man achieves eternal redemption. This was also the explicit preaching of the Messiah himself in John c. 14:6, whereby He exclusively is the way, the representative of divine truth and thus also the holder of eternal life. Hence he underscored unambiguously that „if you really know me, you will know my Father as well“ (verse 7).

But while Jews still await a Messiah, who will relate to the specific commandments from the Torah, e.g. to the mezuzah on the doorpost or the tzitzit attached to the four corners of the tallit, the prayer shawl, which in truth are mere „memory aids“ constantly reminding us of the fact that the Lord gave us His commandments, we are left in constant danger of receiving an earthly ruler as Messiah, who will come in his own name (John 5:43). And should he even be able to build and erect a third temple, he would fulfill the all the premises according to the Jewish (Rabbinic) concept of Messiahship (2 Thess. 2:1-4). Hence the absurdity and result of unbelief, when large swathes of (even Sephardic) Jewry glorified the „Lubavitcher Rebbe“ Schneerson as Messiah of sorts who was not even born in Bethlehem (acc. to Micah 5:1) nor ever set foot on Israeli soil and ultimately died in New York in 1994. It was me who at the time proclaimed in a publication in the Israeli press that he was a non-Messiah (and hence a false Messiah).

Thus, the tragedy persists, when the New Testament is still being denounced by Jews as „avon-gilyon“, i.e. as false or sinful revelation. And while already two billion people worldwide believe in the Jewish Messiah Jesus, Jewry continues to refuse allegiance to the Servant of the LORD.

Signed: Klaus Moshe Puelz, Chairman of the „Institute for Israel’s Universal Vocation“

Translation: Micha Owsinski

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Übersetzung (Hebräisch):

אין כהוא זה שום דבר פוגעני כלפי היהדות, כאשר האפיפיור פרנציסקוס התבטא, כי הבנת הגאולה ביהדות על תרי“ג המצוות והאיסורים אבד עליה הכלח. זו טרגדיה אמתית, שגם אחרי כמעט אלפיים שנות גלות בקרב כל אומות העולם שלפי התורה הקדושה אינן אלא גזירה משמיים וביטוי למשפט האלוהים על עמו ישראל בגין סירובו העיקש את משיח-ה‘ בדמותו כעבד-השם (ר‘ ישעיהו פרק נג‘), אין עוד הבנה מעמיקה יותר על תולדות עמנו וגורלנו בעת הזאת.

אין היהדות עדיין משכילה לתפוס ולהכיר בכך, כי בישוע המשיח עצמו מיוצגת ברית חדשה כפי שתוארה בידי ירמיהו הנביא (פרק נא‘ 31-34):

הִנֵּ֛ה יָמִ֥ים בָּאִ֖ים נְאֻם־יְהֹוָ֑ה וְכָרַתִּ֗י אֶת־בֵּ֧ית יִשְׂרָאֵ֛ל וְאֶת־בֵּ֥ית יְהוּדָ֖ה בְּרִ֥ית חֲדָשָֽׁה׃

לֹ֣א כַבְּרִ֗ית אֲשֶׁ֤ר כָּרַ֙תִּי֙ אֶת־אֲבוֹתָ֔ם בְּיוֹם֙ הֶחֱזִיקִ֣י בְיָדָ֔ם לְהוֹצִיאָ֖ם מֵאֶ֣רֶץ מִצְרָ֑יִם אֲשֶׁר־הֵ֜מָּה הֵפֵ֣רוּ אֶת־בְּרִיתִ֗י וְאָנֹכִ֛י בָּעַ֥לְתִּי בָ֖ם נְאֻם־יְהֹוָֽה׃

ומכאן גם ההכרח לברית חדשה לעם ישראל החובקת עתה זרועות עולם בבני אמונתו של אברהם אבינו:

כִּ֣י זֹ֣את הַבְּרִ֡ית אֲשֶׁ֣ר אֶכְרֹת֩ אֶת־בֵּ֨ית יִשְׂרָאֵ֜ל אַחֲרֵ֨י הַיָּמִ֤ים הָהֵם֙ נְאֻם־יְהֹוָ֔ה נָתַ֤תִּי אֶת־תּֽוֹרָתִי֙ בְּקִרְבָּ֔ם וְעַל־לִבָּ֖ם אֶכְתְּבֶ֑נָּה 

ורק אז ובעקבות ההכרה בו יוכל הקדוש ברוך הוא שוב לומר:

וְהָיִ֤יתִי לָהֶם֙ לֵֽאלֹהִ֔ים וְהֵ֖מָּה יִֽהְיוּ־לִ֥י לְעָֽם׃

ורק כך ניתן יהיה „לדעת אותו“ באמת. אלא שנציגי היהדות הרבנית המנכסים לעצמם את מונופול ייצוג „היהדות“ אינם הגיעו עדיין לכדי ההכרה, כי דווקא רק בדמו של הקורבן המשיחי הצלוב על גולגולתא ניתן למצוא פיוס מאת ה‘ וצידוק בפניו (תהילים פרק פא‘ 14-15(.

ומעל כל הפשעים והחטאים מעשי ידי הכנסיות והרודנים המוטבלים עומדת שרירה וקיימת הצעת הישועה של הקדוש-ברוך-הוא, בה כל אלה אשר מכירים בישוע המשיח כדרך והאמת היחידה, בה ניתן לאדם להגיע אל נחלת הגאולה בת קיימא. זאת גם האמת לה נתן המשיח עדות, כאשר בישר, כי הוא עצמו הדרך, פני-האמת ולכן גם מחזיק בחיי האמת (לפי יוחנן יד‘ 6). על כן אף הדגיש כי אִלּוּ הִכַּרְתֶּם אוֹתִי גַּם אֶת אָבִי הֱיִיתֶם מַכִּירִים (שם, פסוק 7).

מכיוון שהיהודים עדיין ממתינים למשיח שממנו מצופה שיתייחס לתרי“ג מצוות כגון המזוזות והציציות בטלית, שלמען האמת אינן אלא מהוות „תזכורות“ תמידיות למתן התורה על ידי הקדוש-ברוך-הוא, הם דווקא מצויים בסכנה תמידית ללכת שבי אחרי שליט ארצי, אשר יופיע „בשם עצמו“, ולקבלו כמשיח מושיע (לפי יוחנן ה‘ 43). ואם יעלה בידו אף לבנות את בית המקדש השלישי אזי גם יוכיח את „משיחיותו“ לשיטתה של היהדות הרבנית (האיגרת השנייה אל התסלוניקים ב‘ 1-4). הנה כי כן, האבסורד ותוצאת האמונה במשיחיות-שקר, כאשר מפארים את הרבי מלובביץ‘ שניאורסון כאילו היה המשיח, שכידוע לא נולד בבית-לחם (לפי מיכה הנביא פרק ה‘ 1), רגליו לא דרכו בארץ ישראל וסופו שנפטר בשנת 1994 בניו יורק בגולה. הייתי הראשון להכריז עליו במודעה בעיתונות הישראלית כמשיח-שקר ולא-משיח.

זוהי טרגדיה, אם כן, שכתבי הקודש של הברית החדשה עדיין נתפסים בגדר „אוון/עוון גיליון“ ביהדות וזאת אחרי שבכל העולם כבר מעל שני מיליארד בני אדם מאמינים בישוע המשיח היהודי. ואילו דווקא היהדות עדיין מתעקשת לסרב ללכת בעקבות „עבד-השם“ ולהשליך עליו את יהבה.

בברכה

המכון לחקר עם עולם

קלאוס משה פילץ, יו“ר ומחבר

תרגום: מיכה אובסינסקי


Das Herz des Gerechten vertraut auf Gott

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 112 (111),1-2.5-6 ff

Wohl dem Mann, der den HERRN fürchtet und ehrt
und sich herzlich freut an seinen Geboten.
Seine Nachkommen werden mächtig im Land,
das Geschlecht der Redlichen wird gesegnet
.

Wohl dem Mann, der gütig und zum Helfen bereit ist,
der das Seine ordnet, wie es recht ist.
Niemals gerät er ins Wanken;
ewig denkt man an den Gerechten.

Er fürchtet sich nicht vor Verleumdung;
sein Herz ist fest, er vertraut auf den HERRN.
Sein Herz ist getrost, er fürchtet sich nie;
denn bald wird er herabschauen auf seine Bedränger.

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Meine Füße gehen auf dem Weg deiner Gebote

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 17 (16),1-2.3ab.5.6-7.8b.9a.15.

Höre, HERR, die gerechte Sache,
achte auf mein Flehen,
vernimm mein Gebet von Lippen ohne Falsch!
Von deinem Angesicht ergehe mein Urteil;
denn deine Augen sehen, was recht ist.

Prüfst du mein Herz,
suchst du mich heim in der Nacht und erprobst mich,
dann findest du an mir kein Unrecht.
Auf dem Weg deiner Gebote gehn meine Schritte,
meine Füße wanken nicht auf deinen Pfaden.

Ich rufe dich an, denn du, Gott, erhörst mich.
Wende dein Ohr mir zu, vernimm meine Rede!
Wunderbar erweise deine Huld!
Du rettest alle, die sich an deiner Rechten vor den Feinden bergen
.

Birg mich im Schatten deiner Flügel,
vor den Frevlern, die mich hart bedrängen.
Ich aber will in Gerechtigkeit dein Angesicht schauen,
mich satt sehen an dir, wenn ich erwache.

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Gottes Gebote stehen fest für immer und ewig

Liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 111 (110),1-2.3-4.7-8.

Den HERRN will ich preisen von ganzem Herzen
im Kreis der Frommen, inmitten der Gemeinde.
Groß sind die Werke des Ewigen,
kostbar allen, die sich an ihnen freuen.

ER waltet in Hoheit und Pracht,
seine Gerechtigkeit hat Bestand für immer.
ER hat ein Gedächtnis an seine Wunder gestiftet,
der HERR ist gnädig und barmherzig.

Die Werke seiner Hände sind gerecht und beständig,
all seine Gebote sind verlässlich.
Sie stehen fest für immer und ewig,
geschaffen in Treue und Redlichkeit.

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Was der hl. Paulus dem Prokurator verkündet: Gottes Gebote und das Heil in Christus

Von Prof. Dr. Georg May

„Für dies­mal kannst du gehen; wenn ich Zeit finde, werde ich dich wie­der rufen las­sen.“ – Das sind Worte des römi­schen Pro­ku­ra­tors Felix zu dem Apos­tel Pau­lus. Der Pro­ku­ra­tor traf mit Pau­lus in Cäsarea am Meer zusam­men. Wie kam es zu der Begeg­nung?

Im Jahre 57 oder 58 reiste Pau­lus über Troas, Korinth, Milet nach Jeru­sa­lem, um den dor­ti­gen Chris­ten eine rei­che Geld­spende aus mehr als ein­jäh­ri­ger Wer­be­ar­beit per­sön­lich zu über­brin­gen. Dort ent­fes­sel­ten seine Feinde einen Kra­wall gegen ihn; er wurde in römi­sche Schutz­haft genom­men, dann zu grö­ße­rer Sicher­heit nach Cäsarea am Meer, dem Sitz des Pro­ku­ra­tors Felix, über­führt.

Dort wurde er zwei Jahre (57 – 59 oder 58 – 60 n. Chr.) in Haft gehal­ten. Anto­nius Felix war von 52 (oder 53) bis 60 (oder 61) Pro­ku­ra­tor von Judäa. Er war ein Frei­ge­las­se­ner des kai­ser­li­chen Hau­ses.

Felix war drei­mal ver­hei­ra­tet. Alle drei Gemah­lin­nen stamm­ten aus könig­li­chem Geschlecht. Die dritte Frau war die jüdi­sche Prin­zes­sin Dru­silla (geb. 38), die Toch­ter Agrip­pas I. und Schwes­ter Agrip­pas II.

Sie war zuerst mit Azi­zus, dem König von Emesa (heute Homs in Syrien), ver­hei­ra­tet. Bald nach ihrer Ver­hei­ra­tung sah Felix die schöne Köni­gin und wusste sie (mit Hilfe eines Magiers aus Cypern) ihrem Gemahl abspens­tig zu machen und für sich zu gewin­nen.

Der Pro­ku­ra­tor Felix fand Gefal­len an Pau­lus, sei­nem Gefan­ge­nen, und führte gern Gesprä­che mit ihm. Eines Tages lässt er den gefan­ge­nen Apos­tel zu sich kom­men, um sich von ihm eine ein­ge­hende Beleh­rung über den Glau­ben an Jesus als den Mes­sias geben zu las­sen.

Den Anlass dazu wird seine Gemah­lin Dru­silla gege­ben haben. Als Jüdin war sie an die­sen Fra­gen beson­ders inter­es­siert. Sie wird das Ver­lan­gen gehabt haben, die­sen Wort­füh­rer des neuen Glau­bens ein­mal zu sehen und zu hören.

Das religiöse Umfeld in der urchristlichen Zeit

Wie war die reli­giöse und sitt­li­che Lage im Römi­schen Reich, im Mit­tel­meer­raum, als das Chris­ten­tum ent­stand?

Die Ant­wort kann nur lau­ten: sie war nicht güns­tig. Die alten polythe­is­ti­schen Volks­re­li­gio­nen und Staats­kulte waren zer­setzt und in wei­ten Krei­sen um ihren Kre­dit gekom­men. Unter den Gebil­de­ten war völ­li­ger Athe­is­mus nicht sel­ten.

Als eine Art Ersatz für den Göt­ter­glau­ben kam der Kai­ser­kult auf, die gött­li­che Ver­eh­rung des ver­stor­be­nen und bald auch des leben­den Kai­sers bzw. sei­nes Genius.

Die ori­en­ta­li­schen Reli­gio­nen und Mys­te­ri­en­kulte übten eine immer stär­kere Anzie­hungs­kraft auf die Mas­sen aus, so nament­lich der Kult der phry­gi­schen Magna Mater Kybele und des Attis, die ver­schie­de­nen syri­schen Baalim, die ägyp­ti­schen Gott­hei­ten Isis und Osi­ris, der per­si­sche Licht­gott Mithras.

Dane­ben blühte jede Art von reli­giö­sem Aber­glau­ben: Astro­lo­gie, Magie, Theur­gie (Göt­ter­be­ar­bei­tung) und Nekro­man­tie (Totenora­kel). Theur­gie bezeich­net den mani­pu­la­ti­ven Umgang mit Gott­hei­ten und den Ver­such ihrer Beein­flus­sung durch den Men­schen. Im Neu­pla­to­nis­mus meinte man gött­li­che Kräfte in ein (in Trance ver­setz­tes) Medium über­füh­ren zu kön­nen.

Nekro­man­tie bezeich­net das Totenora­kel, das durch direkte Beschwö­rung Ver­stor­be­ner, durch das Gebet an eine dem Toten über­ge­ord­nete Gott­heit oder durch den Tem­pel­schlaf auf Grä­bern gesucht wird.

Hand in Hand mit dem Ver­fall der Reli­gion ging, vor allem in den höhe­ren Schich­ten und in den grö­ße­ren Städ­ten, eine furcht­bare sitt­li­che Ver­wil­de­rung. Der Apos­tel Pau­lus zeich­net ihr düs­te­res Bild mit schar­fen Stri­chen (Röm 1,24-32).

Zu kei­ner Zeit war das Gefühl der Hilf­lo­sig­keit und das Bewusst­sein der all­ge­mei­nen Ver­derbt­heit ver­brei­te­ter und stär­ker als damals, da Chris­tus in die Welt trat. Fromme Hei­den rin­gen in schmerz­li­chem Seh­nen nach Erleuch­tung und Hilfe von oben. Sie erwar­ten eine Wel­ten­wende und Welt­er­neue­rung, einen geschicht­lich auf­tre­ten­den Hei­land und Ret­ter.

Im Mittelpunkt steht das Wort vom Kreuz

In die­ser schlim­men geis­ti­gen und sitt­li­chen Atmo­sphäre tra­fen der Apos­tel Pau­lus und der römi­sche Pro­ku­ra­tor auf­ein­an­der. Pau­lus wird bei die­sem Gespräch mit Felix das Evan­ge­lium von Chris­tus ver­kün­det haben. Im Mit­tel­punkt steht das Wort vom Kreuz, d.h. von dem einen und ein­zi­gen Heils­mitt­ler Jesus Chris­tus, dem sün­den­lo­sen himm­li­schen Got­tes­sohn, der Mensch gewor­den ist.

Des­sen am Fluch­holz ver­gos­se­nes Blut der gesam­ten sün­di­gen Mensch­heit prin­zi­pi­ell und objek­tiv Sühne für ihre Sün­den und damit die Ret­tung im End­ge­richt beschafft hat. Die­ses Heil bie­tet Gott allen, Hei­den und Juden, unter­schieds­los aus rei­ner, unver­dien­ter Gnade an, und jeder, Jude wie Heide, hat es sich ver­mit­tels des Glau­bens an Christi Per­son und Werk sub­jek­tiv anzu­eig­nen.

Dazu trat die Ver­kün­di­gung des christ­li­chen Sit­ten­ge­set­zes. Wir ken­nen die Ver­kün­di­gung des Pau­lus aus sei­nen Brie­fen:

„Was immer wahr, was ehr­wür­dig, was gerecht, was lau­ter, was irgend­eine Tugend und irgend­ein Lob ist, dar­auf seid bedacht“ (Phil 4,8). – „Gestal­tet euch nicht die­ser Welt­zeit gleich, son­dern wan­delt euch um durch Erneue­rung eures Geis­tes, dass ihr prüft, was der Wille Got­tes ist, das Gute, Wohl­ge­fäl­lige und Voll­kom­mene“ (Röm 12,2). „Seid allen Men­schen gegen­über auf Gutes bedacht“ (Röm 12,17). „Lasst uns, da wir Zeit haben, das Gute an allen tun (beson­ders aber an den Glau­bens­ge­nos­sen)“ (Gal 6,10).

Als trei­ben­den Fak­tor des neuen Lebens sieht Pau­lus den (gött­li­chen) Geist an, der, in der Taufe ver­lie­hen, nun selbst dazu drängt, die Werke des Flei­sches zu las­sen, die bösen Lei­den­schaf­ten und Begier­den zu töten und die Früchte des Geis­tes her­vor­zu­brin­gen (Gal 5,16-24; Röm 5,12ff.).

Durch Christus FREIsein für das Gute

Damit wird die Schwä­che des fleisch­li­chen Men­schen über­wun­den (Röm 8,3), die Tyran­nei der Sün­den­macht gebro­chen und die prak­ti­sche Unfrei­heit unter dem alten Gesetz besei­tigt (Röm 7,14-24). So gewinnt der Christ die wahre sitt­li­che Frei­heit (Röm 8,2; Gal 5,1, 13), die ein Frei­sein für das Gute, für den Dienst Got­tes (Röm 6,16ff.) bedeu­tet.

Pau­lus hat wie kein ande­rer den inne­ren Zusam­men­hang zwi­schen gna­den­haf­ter Erret­tung und sitt­li­cher Ver­pflich­tung gese­hen. Wir sind durch Chris­tus mit Gott ver­söhnt, sol­len uns aber auch mit Gott ver­söh­nen (2 Kor 5,18ff.). Unser alter Sün­den­mensch ist (in der Taufe) ver­nich­tet, mit Chris­tus mit­ge­kreu­zigt (Röm 6,6); wir sol­len ihn aber auch mit sei­nen Taten able­gen und den neuen anzie­hen (Eph 4,22ff.; Kol 3,9f.).

Wir leben im Geist, sol­len nun aber auch im Geist wan­deln (Gal 5,25). Damit ist der sitt­li­che Impe­ra­tiv aufs engste mit dem Indi­ka­tiv des Heils ver­knüpft. Sitt­li­ches Tun ist nicht ohne das gna­den­haft geschenkte Leben Got­tes mög­lich. Aber die­ses ist auch voll und ganz auf die ethi­sche Bewäh­rung hin­ge­ord­net.

So oder ähn­lich dürfte Pau­lus vor dem Pro­ku­ra­tor Felix bei sei­nen wie­der­hol­ten Gesprä­chen das Evan­ge­lium ver­kün­det haben.

Nach dem Zeug­nis der Apos­tel­ge­schichte sprach er von den sitt­li­chen For­de­run­gen des christ­li­chen Glau­bens, ins­be­son­dere von der Pflicht der Gerech­tig­keit und der Ent­halt­sam­keit (Keusch­heit) und betonte die ernste Wahr­heit des zukünf­ti­gen Gerich­tes, bei dem alles Böse seine Strafe und alles Gute sei­nen Lohn emp­fan­gen wird. Gerech­tig­keit bedeu­tet das Ver­hal­ten gemäß Got­tes Wil­len (Gen 15,6; Dt 6,25, 24,13; Is 1,27), da die Taten des Men­schen dem Urteil des gerech­ten Got­tes unter­ste­hen.

Der Gerechte ist der Mensch, der alle sitt­li­chen Pflich­ten erfüllt. Die Gerech­tig­keit for­dert auch die kor­rekte Bezie­hung der Men­schen unter­ein­an­der.

Pau­lus spricht zum Pro­ku­ra­tor Felix und sei­ner Frau Dru­silla auch von der Pflicht zur Ent­halt­sam­keit. Mit der Ent­halt­sam­keit ist an ers­ter Stelle der geord­nete, Got­tes Wil­len ent­spre­chende Gebrauch der Geschlecht­lich­keit gemeint. Es gibt eine vor­ehe­li­che und eine ehe­li­che Ent­halt­sam­keit. Keusch­heit und Ent­halt­sam­keit gehö­ren eng zusam­men. Die eine kann ohne die andere nicht beste­hen.

Keusch­heit ist das sitt­lich geord­nete Ver­hal­ten gegen­über der Geschlecht­lich­keit. „Kein Unzüch­ti­ger oder Unrei­ner… hat Erb­teil am Rei­che Christi und Got­tes“ (Eph 5,5), lehrt Pau­lus.

Das Gericht ist der Erntetag Gottes

Zur christ­li­chen und pau­li­ni­schen Ver­kün­di­gung gehört auch das Gericht Got­tes über die Men­schen. Das Gericht ist der Ern­te­tag Got­tes, an dem er Unkraut und Wei­zen schei­den wird, der Tag, an dem die Men­schen Rechen­schaft able­gen müs­sen von ihrem Tun und Las­sen. Jesus ist der wie­der­kom­mende Men­schen­sohn und Rich­ter.

Der von den Toten erweckte Herr ist von Gott zum Rich­ter des Erd­krei­ses bestimmt. Alle Men­schen müs­sen vor sei­nem Rich­ter­stuhl erschei­nen, um über ihre im Leben voll­brach­ten Taten Rechen­schaft abzu­le­gen und ihren Lohn zu emp­fan­gen (1 Kor 3,8), um zu ern­ten, was sie im Leben gesät haben (2 Kor 9,6; Gal 6,7-10; 1 Kor 10,1-13).

Um dem Gericht zu ent­ge­hen, ist Umkehr ver­langt zu dem allein ret­ten­den Glau­ben an Chris­tus. Die Zeit zwi­schen Ostern und Paru­sie ist die letzte Gna­den­frist zur Abson­de­rung der sich Bekeh­ren­den von der ver­stock­ten Welt. Im Schrei­ben an die Bewoh­ner von Salo­niki sprach Pau­lus von den Feu­er­flam­men des Gerich­tes, wenn der Herr Jesus denen die Strafe bringt, die Gott nicht ken­nen und sei­nem Evan­ge­lium nicht gehor­chen (2 Thess 1,7f.).

All das Erwähnte und vie­les andere wird Pau­lus dem Pro­ku­ra­tor Felix und sei­ner Frau Dru­silla vor­ge­tra­gen haben. Er war dafür bekannt, dass er die Wahr­heit scho­nungs­los vor­trug. Daher beginnt bei Felix das Gewis­sen sich zu regen. Auch der Dru­silla wird es bei die­sen Aus­füh­run­gen nicht ganz wohl gewe­sen sein. Darum bricht Felix die Unter­re­dung ab.

Diese Ver­kün­di­gung ist ihm unan­ge­nehm. Er gedenkt nicht, zu dis­ku­tie­ren, nein, er schnei­det dem Apos­tel das Wort ab. Er gerät in Angst und sagt: „Für dies­mal kannst du gehen; wenn ich Zeit finde, werde ich dich wie­der rufen las­sen.“

Warum gerät der Pro­ku­ra­tor in Angst? Ver­mut­lich des­we­gen, weil ihm vor den hohen Wahr­hei­ten, die Pau­lus ver­kün­dete, und vor den erha­be­nen sitt­li­chen For­de­run­gen, die er dar­legte, das Grauen, das Unbe­ha­gen und der Schwin­del über­fällt. Er dachte und lebte anders, als es nach der Lehre des Pau­lus von Gott gebo­ten war.

Vor allem der Gedanke an das Gericht, das Pau­lus ankün­digte, mag Felix in Schre­cken ver­setzt haben. Davon mochte er nichts hören. Er wollte Ruhe haben. Darum brach er das Anhö­ren der christ­li­chen Lehre ab. Felix hatte ein gewis­ses Inter­esse am Chris­ten­tum. Er war viel­leicht von einem unbe­stimm­ten Wohl­wol­len für Pau­lus erfüllt. Aber zu einem wirk­li­chen Ver­ständ­nis für den reli­giös-sitt­li­chen Ernst der christ­li­chen Bot­schaft war er nicht fähig oder nicht gewillt.

„Für jetzt höre auf und gehe.“ – So spre­chen heute viele Men­schen, die ein Gläu­bi­ger an Gott, seine Macht und sein Gesetz erin­nert. Sie wol­len in ihrem Tun und Las­sen nicht gestört sein.

„Ich will Spaß haben“, sagte der Fuß­bal­ler Lothar Matt­häus, als er auf sei­nen Umgang mit der Ehe ange­spro­chen wurde. Dar­auf ist mit dem Buch von der Nach­folge Christi zu ant­wor­ten: „Siehe, zwei­fa­che Freude gibt es nicht für dich. Hier die törich­ten Freu­den der Welt töricht mit­ge­nie­ßen und dort mit Chris­tus herr­schen, siehe, das kannst du nicht.“

Prof. Dr. Georg May ist katholischer Priester, Theologe, Kirchenrechtler und Buchautor; er wurde von Papst Benedikt zum Apostolischen Protonotar ernannt. Seine fundierte, umfangreiche Predigtsammlung ist seit langem in unserer Linkliste auf der Startseite zu finden: https://http://www.glaubenswahrheit.org/


HERR, ich lechze nach deinen GEBOTEN

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 119 (118),129-135.

Deine Vorschriften sind der Bewunderung wert;
darum bewahrt sie mein Herz.
Die Erklärung deiner Worte bringt Erleuchtung,
den Unerfahrenen schenkt sie Einsicht.

Weit öffne ich meinen Mund
und lechze nach deinen Geboten;
denn nach ihnen hab‘ ich Verlangen.
Wende dich mir zu, sei mir gnädig,
wie es denen gebührt, die deinen Namen lieben.

Festige meine Schritte, wie du es verheißen hast.
Lass kein Unrecht über mich herrschen!
Lass dein Angesicht leuchten über deinem Knecht,
und lehre mich deine Gesetze!


Wohl dem Mann, der gütig und hilfsbereit ist

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 112 (111),1-2.3-4.5-6.

Wohl dem Mann, der den HERRN fürchtet und ehrt
und sich herzlich freut an seinen Geboten.
Seine Nachkommen werden mächtig im Land,
das Geschlecht der Redlichen wird gesegnet.

Wohlstand und Reichtum füllen sein Haus,
sein Heil hat Bestand für immer.
Den Redlichen erstrahlt im Finstern ein Licht:
der Gnädige, Barmherzige und Gerechte.

Wohl dem Mann, der gütig und zum Helfen bereit ist,
der das Seine ordnet, wie es recht ist.
Niemals gerät er ins Wanken;
ewig denkt man an den Gerechten.

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