Freue Dich, Maria, denn der HERR ist mir Dir!

Bereits in der frühen Christenheit würdigte die Kirche Mariens einzigartige Stellung in der Heilsgeschichte. Der Engel des HERRN begrüßte die Jungfrau von Nazareth als die „Gnadenvolle“ und sagte zu ihr: „Der HERR ist mir Dir!“, wie uns das Lukasevangelium berichtet.

Dazu erklärt der hl. Bischof Sophronius von Jerusalem im 7. Jahrhundert in einer Predigt folgendes:  

„Freue dich, die du voll der Gnade bist, der HERR ist mit dir.“ –  Was könnte es Größeres geben als diese Freude, o Jungfrau Maria? Was könnte es Größeres geben als diese Gnade, die einzig du empfangen hast als Geschenk des Höchsten?

Was kann man Froheres und Lichtvolleres empfangen? Alles bleibt zurück hinter diesen wunderbaren Eigenschaften; alles bleibt unterhalb dieser Gnade. Die sichersten Vorrechte nehmen im Vergleich dazu nur den zweiten Platz ein und besitzen nur einen blassen Glanz.

„Der HERR ist mit dir.“  – Wer würde es wagen, in diesem Punkt mit dir zu wetteifern? Gott wird aus dir geboren. Wer also würde dir nicht sofort den Platz räumen, um dir mit Freude den ersten Platz und alle Ehre zu geben?

Deshalb verkünde ich laut dein Lob, wenn ich dich betrachte, wie du über allen Geschöpfen thronst: „Freue Dich, du Gnadenvolle, der HERR ist mit Dir.“

Die Freude, die von dir ausgeht, wird nicht nur den Menschen verliehen, sondern auch allen Engelsmächten des Himmels […] Gott selbst wohnt leibhaftig in deinem Schoß; ER geht daraus hervor wie ein Bräutigam (vgl. Ps 19,6), um allen Menschen die himmlische Freude und das himmlische Licht zu bringen.

Und in dir, o Jungfrau, hat Gott wie in einem strahlendreinen und lichten Himmel „seine Wohnung bereitet“ (vgl. Ps 76,3).

Aus dir tritt er aus seinem Gemach hervor, ER gleicht dem frohlockenden Held, der seine Bahn läuft, um sein Leben zu durchschreiten, das allen Lebendigen das Heil bringen wird. ER erstreckt sich von einem Ende des Himmels bis zum anderen wie die Sonne (vgl. Ps 19,6-7), ER erfüllt alles mit seiner göttlichen Glut und seinem lebenspendenden Licht.


Der Weihnachtsfilm „Es begab sich aber zu der Zeit“ eignet sich für die ganze Familie

DVD-Besprechung von Cordula Mohr

Der anrührende Spielfilm „Es begab sich aber zu der Zeit…“ mit dem Untertitel „Eine Geschichte für die Ewigkeit“ zeigt die Weihnachtsgeschichte auf beeindruckende Weise.

Bei den vielen Ereignissen rund um die Geburt Jesu wird besonders das Leben Mariens herausgestellt; sie lebt als junges Mädchen in ihrem Heimatdorf Nazareth und führt dort ein tugendhaftes und religiöses Leben.

Der Film schildert danach die Verkündigung des Herrn bzw. die Botschaft des Engels Gabriel an Maria und ihre Verlobung mit Josef.

Authentisch wirken die Kostüme und Gewänder, die der Zeit Jesu entsprechend getragen werden.

Sehr anschaulich werden die Hl. Drei Könige als Weisen aus dem Morgenland in Szene gesetzt. Dem Zuschauer wird mehrfach erläutert, wie die Sterne zur Geburt Christi am Firmament standen und wie sich so eine biblische Prophezeiung erfüllt.

Die Angst des machtgierigen Herodes um seinen Königsthron und die List, womit er die Hl. Drei Könige dazu bringen will, ihm den Ort des Geschehens zu verraten, sind realistisch dargestellt.

Maria und Josef bleiben jedoch die Hauptpersonen in diesem ergreifenden Streifen; ihre liebevolle  und religiös geprägte Beziehung macht den Film besonders sehenswert.

Deutlich wird die schwere Belastung für das heilige Paar und deren Eltern Joachim und Anna, als sich die Schwangerschaft der Madonna sichtbar zeigt  – und wie standhaft  sie zu ihrem JA steht, das sie dem Boten Gottes gab.  Erleichtert ist man, als Josef endlich den erlösenden Traum bekam, Maria und das Kind zu sich zu nehmen.

Auch die beschwerliche Reise nach Bethlehem und die Geburt Christi sind authentisch dargestellt.

Nachdem die Geburt des Gottessohnes in einer Höhle stattfand, kommen die umliegenden Hirten durch den Ruf der Engel zum göttlichen Kind und huldigen ihm. Die Sehnsucht nach dem Erlöser prägte ihr einsames Leben als arme Schäfer.

Der grausame Bethlehemer Kindermord, den König Herodes befahl, wird zum Schluss des Films   – ohne Details zu zeigen – dargestellt. Josef und Maria sind derweil mit dem Christuskind nach Ägypten geflohen.

Damit endet der gänzlich beeindruckende Film, der sich für einen Abend in der Weihnachtszeit innerhalb der Familie bestens eignet. Jedoch sollten ihn kleinere Kinder nicht alleine anschauen, weil er doch auch grausame Zusammenhänge der damaligen Zeit anreißt, z. B. gekreuzigte Männer und die Verschleppung eines Mädchens durch Steuereintreiber in Nazareth.

Die Altersangabe von 6 Jahren ist gerechtfertigt. Deshalb eignet sich der Film für die ganze Familie.


„ER wird sein Volk von seinen Sünden erlösen“

Aus der heutigen liturgischen Evangelienlesung der kath. Kirche: Mt 1,18-23:

Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, daß sie ein Kind erwartete  –  durch das Wirken des Heiligen Geistes. Herz-Jesu_01

Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloß, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des HERRN im Traum und sprach:

Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn ER wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.

Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der HERR durch den Propheten gesagt hat:
Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, einen Sohn wird sie gebären, und man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott ist mit uns.


Regensburg: 2000 Gläubige feiern mit Weihbischof Reinhard Pappenberger die Christmette im Dom St. Peter

Rund 2000 Gläubige sind in der Nacht des 24. Dezembers 2012 in den Hohen Dom zu Regensburg gekommen, um mit Weihbischof Reinhard Pappenberger in der traditionellen Christmette die Geburt Christi zu feiern.

Christbäume mit Kerzenschein und Strohsternen schmückten den Altarraum festlich. Die Regensburger Domspatzen unter der Leitung von Domkapellmeister Roland Büchner sangen u.a. die Missa brevis „Cantate Domino“ sowie „Machet die Tore weit“. Domorganist Prof. Franz Josef Stoiber spielte an der Orgel.   Christmette Dom 2012

Nach der feierlichen Pontifikalmesse verweilte das Kirchenvolk  noch auf dem Domplatz, um sich gegenseitig gesegnete Weihnachten zu wünschen.

In seiner Predigt bezog sich der Weihbischof auf die Darstellung der Geburt Christi in der Sailerkapelle des Regensburger Doms:

„Seit zweitausend Jahren sprechen Generationen von Christen „Betlehem“ mit tiefer Ergriffenheit und großer Freude aus. Wie die Hirten und die Könige sind auch wir in dieser Christnacht gekommen, um uns vor dem Kind in der Krippe einzufinden. Staunend und anbetend stehen wir vor dem Wunder, das geschehen ist: Das ewige Wort, Gott von Gott, Licht vom Licht, ist Mensch geworden!

Die daraufhin in der Heiligen Nacht von Engeln besungene Freude ist nicht Vergangenheit. Sie erfüllt auch unsere Gegenwart und Zukunft.

„Da ist ja immer Weihnachten!“  –  Mit dieser Feststellung hat drüben in der Sailerkapelle ein Kind bei einer Begegnung mit unserem Bischof em. Gerhard Ludwig die Anwesenden überrascht. Ja, der Dom ist eine Weihnachtskirche.

Dort, wo der erste Altar der gotischen Kathedrale geweiht wurde, befindet sich über dem Tabernakel eine Darstellung der Geburt des Herrn. Der Regensburger Hans Kranzberger hat es 1838 gemalt. Das Weihnachtsbild und der Tabernakel erinnern jeden, der in den Dom kommt: Christ, der Retter ist da!

Jeden Tag  im Jahr sind Besucherströme fasziniert von der Schönheit der jahrhundertealten Bischofskirche mit ihren Kunstwerken. Dieses Angerührtwerden durch Edles und Kostbares ist etwas wichtiges, gerade für unsere Zeit. Aber es ist nicht das eigentliche Ziel des Ganzen.

Wir sollen uns durch die Botschaft dieses Raumes, ob verkündet, gesungen, gemalt oder in Stein gemeißelt dahin führen lassen, zu sehen und zu begreifen: Hier ist Betl-hehem, d.h. „Haus des Brotes“. Wenn wir Eucharistie feiern, Christus empfangen, sind wir in Betlehem –  in dieser Weihnacht und immer.“

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