Konservative Trump-Wähler haben mehr Kinder als liberale Biden-Wähler

Konservative Trump-Wähler können eine höhere Fruchtbarkeitsrate aufweisen als progressive Anhänger der Demokraten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des US-amerikanischen „Institute for Family Studies“ (IFS). Untersucht wurden die unterschiedlichen Einstellungen gegenüber der Familie auch die diesjährige Präsidentschaftswahl prägten.

Während die Amerikaner auf beiden Seiten der Parteienlandschaft früher ein ähnliches Familienmodell teilten, „zeigen sich heute die politischen Spaltungen buchstäblich schon bei der Geburt, wobei Konservative wesentlich mehr Kinder habenals Liberale. Wie sind nicht nur bei unseren politischen Ansichten gespalten, sondern auch bei unseren Werten und Verhaltensweisen rund um Schwangerschaft und Kindererziehung“. 

Dies zeigt sich laut Studie bei der Fruchtbarkeit: „Bei dieser Wahl war der Zusammenhang zwischen Fruchtbarkeitsraten und Abstimmungsmustern eindeutig“.

In die Statistik fanden nur die Daten aus den etwa 600 größten Landkreisen (Counties) Eingang, daher werden viele kleine ländliche Kreise ausgeklammert. Der hierbei aufgezeigte Zusammenhang ist aber klar:

„Präsident Trump schnitt besser in Landkreisen mit höheren Geburtenraten ab, und der Unterschied ist recht hoch, wobei die Gesamtfruchtbarkeitsraten der meisten Kreise, die für Biden gestimmt hatten, fast 25 % niedriger liegen als die der meisten Pro-Trump-Kreise.“

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.die-tagespost.de/politik/aktuell/us-studie-trump-waehler-haben-hoehere-fruchtbarkeitsrate;art315,214066?fbclid=IwAR1RJ4eA5VoKxKhs8071vjO5uT1_lNB7lmwz9EgGRnU8R_A2NlzD4tGpqRM


AfD fordert von Bundesregierung, die Familien steuerlich stärker zu entlasten

Die Bundesregierung „sieht keine Notwendigkeit“, Familien stärker bei den Sozialabgaben zu entlasten. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage (Drs. 19/10440) zum Thema „Die Belastung von Familien mit Steuern und Abgaben“ hervor.

Dazu erklärt der AfD-Bundestagsabgeordnete und Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales, Martin Sichert: „Diese Aussage ist erschreckend und zynisch zugleich.“

Die Bundesregierung betont in ihrer Antwort, dass sie das derzeitige Steuersystem nicht grundlegend ändern will und auch bei den Sozialversicherungen keinen Handlungsbedarf sieht. Es bleibt also weiterhin dabei, dass Familien in Relation stärker belastet werden als Alleinstehende bzw. kinderlose Ehepaare.

Sichert wirft der Regierung daher Verantwortungslosigkeit vor:

„Die Geburtenrate in Deutschland ist seit Jahren fatal niedrig. Grund sind auch die ökonomischen Verhältnisse vieler, die sich ein Kind wünschen, es sich aber einfach nicht leisten können! Doch der Bundesregierung ist das offensichtlich egal – sie importiert lieber kinderreiche Familien aus anderen Kulturkreisen.

Erwerbstätige Eltern mit Kindern müssen endlich konsequent entlastet werden. Die Bundesregierung setzt weiterhin auf eine halbherzige Entlastung nach dem Gießkannenprinzip: Alle haben ein paar Euro mehr in der Tasche, aber niemandem hilft das wirklich, schon gar nicht Familien mit Kindern.

Die AfD-Fraktion tritt dafür ein, dass das Familieneinkommen steuerlich auf alle Familienmitglieder aufgeteilt und entsprechend versteuert wird. Dieses Steuermodell soll einen weiteren Anreiz zur Familiengründung schaffen, was durch das derzeitige Ehegattensplitting nicht gegeben ist.“

Sichert hatte die Bundesregierung mit den Vorwürfen des Familienbundes der Katholiken und des Deutschen Familienverbandes konfrontiert. Diese haben in ihrer Untersuchung errechnet, dass die deutsche Durchschnittsfamilie unter das Existenzminimum rutschte.


Ungarn beweist erfolgreiche Familienpolitik

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Deutschland schlittert mit den übrigen westeuropäischen Ländern  –  geräuschlos  –  in eine demographische Katastrophe hinein.

Wer den Mund aufmacht und sich dazu äußert, wie Thilo Sarrazin („Deutschland schafft sich ab“), der wird entweder in eine radikal rechte Ecke gestellt oder bestenfalls totgeschwiegen.

Die Kinderarmut verschafft sich mittlerweile Gehör mit Klagen über fehlende Lehrlinge und Fachkräfte, mit ängstlichen Fragen nach der Sicherheit der Renten. Kaum einer hat den Mut, auf die Ursachen der demographischen Entwicklung hinzuweisen, nämlich auf die geringe Geburtenzahl und die Massenabtreibung ungeborener Kinder.

Wer eine geänderte Familienpolitik mit mehr staatlichen Hilfen für Familien mit Kindern fordert, wird damit konfrontiert, dass gegen die inzwischen etablierte Mentalität auch mit finanziellen Hilfen nichts zu machen sei. Dieser Einwand kommt von verschiedenen Seiten: Die einen haben den Kampf für die traditionelle Familie fast schon aufgegeben, die andern wollen sie gar nicht, weil ihnen als Ziel eine Multi-Kulti-Gesellschaft vorschwebt.

Nun helfen Analysen und Zustandsbeschreibungen nicht weiter. Jürgen Liminski zeigt mit seinem Artikel „Ungarn setzt sich ab“ (Tagespost vom 8.11.2018), dass auch heute Mentalitätsänderungen möglich sind. Das ungarische Beispiel, das er anführt, ist daher ermutigend und sollte verbreitet werden, denn die Mainstream-Medien werden es nicht aufgreifen.

Die ungarische Orban-Regierung ist seit 2010 im Amt. Die Resultate ihrer Familienpolitik sind kurz zusammengefasst:

  • Die Geburtenrate stieg von 1,20 auf 1,50.
  • Die Zahl der Abtreibungen nahm um ein Drittel ab – in Zahlen von 40.449 auf 28.500.
  • Die Scheidungsrate ging um ein knappes Viertel zurück, nämlich von 23.873 auf 18.600.
  • Die Zahl der Eheschließungen stieg um 42%.

Diese Erfolge wurden durch materielle Hilfen für die Familien mit Kindern erreicht, z.B. u.a. durch Kreditsubventionen und Steuervorteile. Die Frist vom Antrag auf Abtreibung bis zum Vollzug wurde um drei Tage verlängert, um Zeit zum Nachdenken zu geben. Die Adoption für Kinder wurde erleichtert.

Das Ergebnis der ungarischen Familienpolitik ist unseren Medien keine Notiz wert. Die Regierung Orban hat eine Volksbefragung über ihre Familienpolitik angekündigt. Das Ergebnis bestimmt, wie sie weiter ausgestaltet wird. Diese Form der direkten Demokratie straft Vorwürfe Lügen, Orban würde seine Vorstellungen mit seinen politischen Machtmitteln durchsetzen.

Man kann übrigens auch fragen, ob die Stärkung der Familie gegen „europäische Werte“ verstößt. Der Unmut bestimmter EU-Funktionäre speist sich daraus, dass Orban das demographische Problem in seinem Land nicht mit der Migrationspolitik der EU, sondern mit Stärkung der Familie lösen will.

Für alle, welche die traditionelle Familie mit Kindern befürworten, ist das Beispiel Ungarns eine starke Ermutigung!


Sarrazin präsentiert sein Buch „Feindliche Übernahme“ gegen den Islam

Die Einwanderung sowie die hohen Geburtenraten von Muslimen haben „demografische Sprengkraft“ und bedrohen die Stabilität der westlichen Welt. Um das Gewicht der Muslime in Deutschland und Europa nicht weiter zu verstärken, muss man deren Zuwanderung grundsätzlich unterbinden.   

Diese Ansicht vertrat der SPD-Politiker und ehem. Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin bei der Vorstellung seines Buches „Feindliche Übernahme. Wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht“ (Finanzbuch Verlag) am 30. August vor Journalisten in Berlin.

Darin kritisiert er die Integrationsdefizite von Muslimen in Deutschland sowie die Unterdrückung muslimischer Frauen. Alle Versuche, den Islam zu reformieren, seien bisher weitgehend gescheitert. In keinem Land, in dem Muslime in der Mehrheit sind, gebe es Religionsfreiheit und eine funktionierende Demokratie.

Sarrazin zufolge ist der Islam keine Religion des Friedens und der Toleranz, sondern der Gewalt. Man müsse den Text des Korans sehr verbiegen, um Menschenliebe, Barmherzigkeit, die Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie die Ablehnung von Gewalt abzuleiten. Der Islam sei geprägt von Hass auf Ungläubige, einer expansiven Eroberungskraft sowie Feindseligkeit gegenüber selbstständigem Denken. In islamischen Ländern würden überall religiöse Minderheiten benachteiligt oder unterdrückt.

Nach Worten Sarrazins ist „alles deutlich schlimmer gekommen“, als er vor acht Jahren in seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ prognostiziert habe. Der Bevölkerungsaustausch schreite mit „ungeheurem Tempo“ fort. So seien in Wiesbaden acht Prozent der Einwohner Muslime, der Anteil ihrer Geburten betrage bereits 28 Prozent. In Berlin gebe es zehn Prozent Muslime, bei den Geburten seien es 15 bis 20 Prozent.

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.idea.de/gesellschaft/detail/thilo-sarrazin-einwanderung-von-muslimen-nach-europa-unterbinden-106407.html


Geburtenzahl in Bayern deutlich angestiegen

Im Jahr 2016 ist die Zahl der Geburten in Bayern von 118.228 im Vorjahr auf 125.689 angestiegen. Das ist ein Plus von 6,3 Prozent. Seit dem Jahr 1990 ist das der höchste Geburtenanstieg in Bayern.

Für Familienministerin Emilia Müller (CSU) ist dies eine Bestätigung der bayerischen Familienpolitik; sie erklärt dazu:

„Als Familienministerin freue ich mich über die deutlich gestiegene Zahl der Geburten in Bayern. Kinder stehen für Zukunft und es ist Aufgabe der Politik, passende Rahmenbedingungen für unsere Familien zu schaffen. Damit unterstützen wir in Bayern vielfältige Lebensentwürfe und ermöglichen es Eltern, das Familienleben nach ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten.

Dazu brauchen wir eine kinder- und familienfreundliche Gesellschaft – sei es am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft oder im privaten Umfeld.“

Quelle: http://www.csu.de/aktuell/meldungen/februar-2018/mueller-kinder-stehen-fuer-zukunft/


Negativ-Rekord: Deutschland „erreicht“ die niedrigste Geburtenrate der Welt

In keinem anderen Land bleiben so viele Frauen kinderlos

Wie man’s auch rechnet: Deutschland steht vor der „bestprognostizierten Katastrophe“ (Herwig Birg) seiner Geschichte, der demographischen Überalterung und dem schleichenden Aussterben der Deutschen.

Das Hamburger Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) hat dazu eine neue Studie mit dramatischen Zahlen beigesteuert: Seit mehr als zehn Jahren hat Deutschland die niedrigste Geburtenrate weltweit, noch hinter Japan, dem Paradebeispiel unter den Industriestaaten für Kinderlosigkeit und Vergreisung. DSC_0199

Die Hamburger Wissenschaftler rechnen nicht mit der üblichen Kennziffer der Geburten pro Frau im gebärfähigen Alter von 15 bis 49 Jahren, die in Deutschland seit Jahrzehnten um 1,4 pendelt, ein Drittel unter der als bestandserhaltend geltenden Rate von 2,1, sondern mit der Bruttogeburtenziffer je tausend Einwohnern. Die ist in Deutschland auf 8,28 gesunken, sogar in Japan waren es noch 8,36.

Die Zahl ist aussagekräftiger als die sonst übliche Angabe der Geburtenhäufigkeit in Bezug auf die Frauen, weil sie den Kern des Problems abbildet:

Das Fehlen potentieller Mütter, die wegen der jahrzehntelangen Geburtenverweigerung durch die Generation der „Babyboomer“ und die darauffolgenden Alterskohorten gar nicht erst geboren worden sind. In keinem anderen Land bleiben so viele Frauen  –  mehr als ein Drittel  –  dauerhaft kinderlos: Noch so ein Negativ-Weltrekord.

Frauen in die Betriebe drängen ist keine Lösung

Die Schlußfolgerung von Politik und Medien aus solchen Befunden, wenn sie denn überhaupt zur Kenntnis genommen werden, ist stereotyp ökonomistisch: Frauen zur Berufstätigkeit drängen, um ihr Arbeitskräftepotential zu mobilisieren, und mehr „Willkommenskultur“ für Einwanderer, die die schrumpfenden Reihen der Arbeitskräfte und Beitragszahler auffüllen sollen. DSC_0048

„Familienministerin“ Manuela Schwesig (SPD) findet beides gut und verkündet auch gerne, daß „familienpolitische“ Maßnahmen – da meint sie vor allem „Elterngeld“ und Kita-Ausbau – ja gar nicht in erster Linie der Anhebung von Geburtenraten dienen sollen.

Daß Einwanderung keine Demographieprobleme löst, könnte sich inzwischen herumgesprochen haben. Auch Einwanderer werden schließlich älter, wenn sie – wie hierzulande tatenlos hingenommen – bevorzugt in die Sozialsysteme einwandern, retten sie diese auch nicht, sondern bringen sie noch schneller zum Detonieren.

Quelle und vollständiger Text hier: https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2015/deutschlands-negativ-weltrekord/


Die wachsende Macht des Islam beruht auch auf der Feigheit vieler Christen

Von Peter Helmespeter-helmes-227x300

Eine Meldung von scheinbar geringer Bedeutung: Die einst mutigen, eher konservativen Freikirchen in Deutschland folgen nun offensichtlich auch dem Trend der protestantischen und katholischen Kirchen hin zum Zeitgeist. Sie wollen in Zukunft nicht mehr von „Missionswerk“ sprechen. Kein Missionswerk mehr, keine Missionsstationen, keine Missionare – ergo, keine „Mission“?

Das mit rund 350 Mitarbeitern größte protestantische Missionswerk in Deutschland  –  die Deutsche Missionsgemeinschaft (DMG)  –  heißt seit Ende 2013 “DMG Interpersonal”. Warum? 

Nach den Worten des Missionsleiters Detlef Blöcher hat der Begriff “Mission” in etlichen Einsatzländern zunehmend Probleme verursacht. “Mission ist dort zu einem Unwort geworden. Es hat eine schlechte Presse”, so Blöcher. Wenn DMG-Beschäftigte sich dort bei den Behörden anmeldeten, habe es kritische Rückfragen gegeben. Zwei Drittel der DMG-Mitarbeiter seien unter Völkern tätig, unter denen es ganz wenig Christen gebe und fast keine Gemeinden. (Quelle: http://www.idea.de)

Vertreter der christlichen Kirchen in „Entwicklungsländern“ sind heute „Sozialingenieure“, „Sozialarbeiter“ oder schlicht „Helfer“ – aber doch bittschön keine Missionare  –  und schon gar nicht des Christentums! Man faßt es nicht. Wie hieß noch der Spruch Jesu?

„Darum gehet hin in alle Welt und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes…“ (Mt 28:19)

Der Islam auf der Überholspur

So wie sich die christlichen Kirchen dem Islam anzupassen scheinen, läuft es bei  jenem genau anders herum: Der Islam ist auf der Überholspur. Fachleute schätzen, daß es etwa um das Jahr 2070 herum  –  eher früher  –  weltweit mehr Muslime als Christen geben wird. Moschee-Bonn-4

Nach einer Meldung des evangelischen Informationsdienstes IDEA wird sich in den kommenden Jahrzehnten die religiöse Zusammensetzung der Weltbevölkerung grundlegend ändern.

Bis 2050 wird der Islam mit dem Christentum, der derzeit zahlenmäßig größten Religion, gleichziehen. Nach 2070 könnten die Moslems die Zahl der Christen übertreffen, wenn die gegenwärtigen Entwicklungen anhalten.

BILD: Moschee in Bonn (Foto: Dr. Bernd F. Pelz)

Ursachen seien zum einen das schnellere Bevölkerungswachstum der Moslems, zum anderen der Religionswechsel, meint IDEA. Das geht aus einer Langzeitstudie des US-Forschungsinstituts Pew (Washington) hervor. Danach wird die Zahl der Atheisten und religiös ungebundenen Menschen bis 2050 weltweit sinken. (Quelle: idea.de/thema-des-tages/artikel/religionsentwicklung-islam-auf-der-ueberholspur-83211.html)

Der Buddhismus wird stagnieren, der Hinduismus sowie das Judentum werden zahlenmäßig etwas zulegen. In Indien werden Hindus zwar weiterhin die Mehrheit stellen, aber gleichzeitig werden mehr Moslems in diesem Land leben als etwa in Indonesien, das heute der Staat mit der größten moslemischen Bevölkerung ist. In Europa wird etwa jeder zehnte Einwohner ein Moslem sein. Etwa 40 Prozent aller Christen leben 2050 in Afrika südlich der Sahara.

Den Berechnungen der Pew-Forscher zufolge wird die Zahl der Christen von jetzt 2,17 Milliarden auf 2,92 Milliarden steigen, die Zahl der Moslems aber stärker zulegen – von 1,6 Milliarden auf 2,76 Milliarden. Der Anteil der Christen an der wachsenden Weltbevölkerung sinkt leicht von 31,45 Prozent auf 31,4 Prozent, während die Prozentzahl der Moslems von 23,2 Prozent auf 29,7 Prozent steigt.

Zahl der Moslems steigt um 73 Prozent

Die Weltbevölkerung wird bis 2050 nach Angaben des Pew-Instituts um 35 Prozent auf 9,3 Milliarden wachsen. Die Zahl der Moslems steigt jedoch überproportional um 73 Prozent, während Hindus und Christen mit einem Plus von 35 bis 34 Prozent ungefähr mit dem Anstieg der Bevölkerung Schritt halten. Alle anderen Religionen liegen weit unter dieser Rate.

Generell werden vor allem jene Religionsgruppen wachsen, die viele Anhänger in Entwicklungsländern haben, wo die Geburtenraten hoch sind. Moslems haben die höchste Rate mit 3,1 Kindern pro Frau im gebärfähigen Alter. Christen liegen weltweit mit 2,7 an zweiter Stelle vor Hindus mit 2,4. Der Weltdurchschnitt liegt bei 2,5 Kindern pro Jahr.

Negative Geburtenrate, hohe Zahl von Abtreibungen

2,1 Kinder pro Frau sind nötig, um die Bevölkerung stabil zu halten. Zum Vergleich: Die Geburtenrate in Deutschland (aller Frauen, nicht nur Deutsche) betrug im Jahr 2012 gerademal 1,38 pro Frau, also fast nur die Hälfte der weltweiten Geburtenrate. DSC_0048

Langfristig führt der Trend rapide in den Keller; davon geht das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung aus. Eine alarmierende Entwicklung, sowohl demographisch als auch unter Religionsgesichtspunkten. Die durchschnittliche Kinderzahl hat sich kaum verändert: 2013 bekamen Frauen im Mittel 1,41 Kinder. Seit den 1990er Jahren liegt dieser Wert relativ konstant um 1,4 herum.

Die schlechteste Nachricht: Die Frauen warten immer länger bis zum ersten Kind. Das durchschnittliche Alter Erstgebärender lag 2013 bei rund 29 Jahren – noch 2009 waren die Frauen bei ihrem ersten Kind ein halbes Jahr jünger.

Trotz dieses Negativtrends erlauben wir uns aber weiterhin hunderttausende Tötungen ungeborener Kinder – verharmlosend „Abtreibung“ genannt. Da es keine verläßliche Statistik hierüber gibt – warum wohl nicht? – liegt die Zahl der jährlichen (!) Tötungsdelikte an Ungeborenen zwischen 200.000 und 400.000 – und dies in einem sog. christlichen Land mit sog. christlichen Politikern an der Spitze!

Religionswechsel: Christen verlieren

Auch der Religionswechsel spielt für die zahlenmäßige Entwicklung der Religionen eine Rolle. Hier sind die Christen die großen Verlierer. Im Zeitraum von 2010 bis 2015 werden sich 106 Millionen Christen von ihrem Glauben abwenden; hinzu kommen jedoch nur etwa 40 Millionen. Das macht unter dem Strich ein Minus von 66 Millionen. 026_23A

Eine negative Bilanz weisen auch Buddhisten mit einem Minus von knapp 2,9 Millionen und Juden mit 310.000 auf. Hindus gewinnen 10.000 Anhänger hinzu, andere Religionen 1,9 Millionen, Naturreligionen 2,6 Millionen und Muslime 3,2 Millionen. Den stärksten Zulauf haben die religiös Ungebundenen mit 61,5 Millionen.

Die Migration hat vor allem in Europa große Auswirkungen. So wird erwartet, dass 2050 etwa mehr als zehn Prozent aller Einwohner dieses Kontinents Muslime sind; ohne Zuwanderung wären es 8,4 Prozent.

Und die Konsequenz der Christenheit aus diesen Erkentnissen? Anpassen! Zurückweichen! Keine „Missionen“ mehr!

Sie haben die lateinische Sprache verlernt – wie in der hl. Messe: „Mission“ kommt von (lat.) „missio“  –  das Abschicken bzw. Aussenden. Wahrscheinlich haben das einige zeitgeistige Christen etwas falsch verstanden. Und da macht man sich als Christ dann seine Gedanken  – keine schönen Sonntagsgedanken.

Unser Autor Peter Helmes ist politischer Publizist und ehem. Bundesgeschäftsführer der JU (Jungen Union); er betreibt die liberal-konservative Webseite https://conservo.wordpress.com/


Wissenschaft und Statistik belegen: Religiöser Glaube ermutigt zu Kinderreichtum

„Ohne Religion mangelt es an Kindern“

Seit langem ist statistisch bekannt, daß Katholiken im Durchschnitt mehr Kinder bekommen als Protestanten – und diese wiederum kinderreicher sind als Konfessionslose.

Offenbar gilt hierbei eine bewährte Lebensregel: Je stärker der Glaube, desto fruchtbarer die Familien.

Vorigen Sonntag führte der Nachrichtensender „n-tv“ online ein Interview mit Dr. Michael Blume aus Jena.  P1000834

Der Religionswissenschaftler hat sich 10 Jahre lang mit der Frage befaßt, wie sich der Glaube auf die Geburtenrate einer Gesellschaft auswirkt.

Ergebnis: Ohne Religion mangelt es an Kindern.

In seinem Buch „Religion und Demografie“ hat er ausführliche Ergebnisse seiner Forschungen veröffentlicht.

Gegenüber „n-tv“ erklärt er hierzu:

„Es gibt viele Religionsgemeinschaften, die über Jahrhunderte hinweg kinderreich geblieben sind.“  

Anders sieht es mit verweltlichten bzw. glaubensfernen Bevölkerungen aus:

„Im Gegensatz dazu finden wir in Geschichte und Gegenwart kein einziges Beispiel für eine nichtreligiöse Gemeinschaft, die es geschafft hätte, auch nur ein Jahrhundert lang zwei Kinder pro Frau zu halten.

Das ist die Grenze, die für eine stabile Population benötigt wird. Wir sehen außerdem, dass diese Schere auch mit steigender Bildung aufgeht: Religiöse Akademiker haben deutlich mehr Kinder als nichtreligiöse.“

Der Sender stellt sodann die Frage: „Dass wir in Deutschland ein Nachwuchsproblem haben, ist offenkundig. Liegt das daran, dass die Religion – zumindest die institutionalisierte  –  hier auf dem absteigenden Ast ist?“ m

Dr. Blume erklärt hierzu, „säkulare Gesellschaften“ könnten durch eine „gute Familienpolitik“ zwar erreichen, daß die Geburtenraten „nicht allzu stark absinken“. Aber auch dann werde „die benötigte Erhaltungsgrenze“ nicht überschritten.

„Wir verebben mitten im Wohlstand“

Er fügt hinzu: „Aber generell lässt sich schon sagen, dass die Säkularisierung eine Teilerklärung dafür ist, warum auch in Deutschland die Geburtenrate seit Jahrzehnten unter zwei gefallen ist. Seit 1971 sterben bei uns mehr Menschen, als noch geboren werden. Wir verebben mitten im Wohlstand.“

Auf die Frage, warum gerade gläubige Menschen deutlich mehr Kinder bekommen, antwortet der Religionswissenschaftler:

„Es sind im Grunde zwei Sachen: Zum einen können wir sehen, dass der gemeinsame Glaube an höhere Wesen eine Kooperation nach Regeln fördert.

Ein Beispiel: Wenn ich glaube, dass es zu Gottes ersten Worten in der Bibel gehört, wenn er sagt: „Seid fruchtbar und mehret euch“, dann spielt es für religiöse Menschen eine Rolle, dass wir den Auftrag haben, eine Familie zu gründen und kinderreich zu sein.

Zum anderen ist da die Motivation. Wenn wir als Menschen nicht nur vor uns hinleben, sondern uns wirklich einer Sache verschreiben wollen, brauchen wir tiefe religiöse Überzeugungen. Und das beides zusammen bewirkt diesen ganz starken Effekt.“

Quelle und vollständiges Interview mit Dr. Blume hier: http://www.n-tv.de/wissen/Ohne-Religion-fehlt-es-an-Kindern-article13469356.html