Pater Lothar Groppe ist seit 60 Jahren Priester

Von Felizitas Küble

Der weithin bekannte Jesuitenpater und Schriftsteller Lothar Groppe erreichte gestern (30. Juli) das gesegnete Alter von 92 Jahren; heute  – am 31. Juli 2019  –  feiert der Geistliche in Berlin sein 60-jähriges Priesterjubiläum.

Der glaubensstarke Gottesmann hat noch vor drei Jahren ein fundiertes Sachbuch veröffentlicht, das sich vor allem mit der Rettung von Juden und „nichtarischen Katholiken“ in Wien befaßt.

Der Titel lautet: „Kirchlicher Einsatz für Juden im Dritten Reich“. (Näheres hier: https://charismatismus.wordpress.com/2016/09/28/wie-jesuitenpater-ludger-born-und-sr-verena-buben-bedrohte-juden-retteten/)

Lothar Groppe kam am 30. Juli 1927 im westfälischen Münster als Sohn des späteren Generalleutnants Theodor Groppe zur Welt. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Westfalen, Ostpreußen, Oberschlesien, Pommern, Hessen und Bayern.

Nach Kriegseinsatz studierte er Rechtswissenschaft und trat am 7. September 1948 in die „Gesellschaft Jesu“ ein. Es folgte das Lizenziat der Philosophie, am 31. Juli 1959 empfing er die Priesterweihe.

P. Groppe wirkte jahrzehntelang als Krankenhausseelsorger in Bad Pyrmont und als Schriftsteller, zeitweise auch als Gemeindepfarrer in Österreich, als Dozent und Militärdekan an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg sowie als Leiter der deutschen Sektion von Radio Vatikan.

BILDER: Titelfotos zweier Bücher von Pater Groppe: „Theodor Groppe – der Schwarze General“ und „Kirchlicher Einsatz für verfolgte Juden im Dritten Reich“

Von 1973 bis 1987 hielt er Vorlesungen und Seminare für die österreichischen Generalstabs-Lehrgänge.

Der Geistliche ist nicht nur Sohn des Widerstandskämpfers Theodor Groppe, sondern hat selber als Schuljunge von 12 Jahren deutlich gegen Hitler Stellung bezogen. Er war mehrfach „Gast“ der Gestapo. Nach dem Krieg wurde er von der Besatzungsmacht als „politischer Verfolgter“ anerkannt.

Sein Vater Theodor Groppe war Generalleutnant und Divisionskommandeur am Westwall. Man nannte ihn wegen seiner grundkatholischen Haltung den „Schwarzen General“. Im 1. Weltkrieg erhielt er zahlreiche Tapferkeitsauszeichnungen, darunter den höchsten Orden Pour le Mérite, der nur 687 mal vergeben wurde. (Im Vergleich dazu wurden im 2. Weltkrieg 6 bis 8 Millionen „Eiserne Kreuze“ verliehen.)

In der Stadt Hanau, wo Theodor Groppe einige Zeit gewirkt hatte, wurde eine Straße nach ihm benannt (siehe Foto).

Die Tugend der Tapferkeit liegt anscheinend in der Familie Groppe. Auch der Vater des „Schwarzen Generals“ war Offizier und wurde dann Verleger. Im Kulturkampf druckte er die verbotenen Hirtenbriefe des Bischofs von Trier und wurde wegen „Majestätsbeleidigung“ zu zwei Jahren Gefängnis und hoher Geldstrafe verurteilt. Die Gefängnisstrafe wurde in Festungshaft verwandelt, weil er Offizier war.

Weil Theodor Groppe den NS-Schergen widerstand, insbesondere SS-Reichsführer Himmler widersprach, wurde er 1942 militärisch degradiert, aus der Wehrmacht ausgestoßen und im August 1944 von der Gestapo verhaftet. Durch Flucht aus der Festung Küstrin entging er der geplanten Hinrichtung und konnte die Kriegszeit überleben.

Der mutige General verhinderte durch seinen Schießbefehl gegen Judenverfolger eine von der NSDAP befohlene „Volkskundgebung gegen die Juden“. Vor allem bei Juden im Saarland war er als „Retter“ bekannt und bewundert.

Sein Sohn Lothar hielt sich auch selber an die geradlinige und unbeugsame Art seines Vaters. Er widerstand dem braunen ebenso wie später dem roten Zeitgeist und orientierte sich klar an christlichen Prinzipien und der katholischen Glaubenslehre. Seine Predigten und Vorträge waren gehaltvoll, mitreißend, präzise und bodenständig.

Der schwungvolle Pater publizierte jahrzehntelang in dutzenden Zeitungen und Zeitschriften von „Theologisches“ über die „Junge Freiheit“ oder die „Preußische Allgemeine Zeitung“ bis zu „Soldat im Volk“ oder Schriften des BdV (Bund der Vertriebenen).

Seine klare katholische Ausrichtung hinderte ihn keineswegs daran, eine vernünftige Ökumene mit theologisch konservativen Protestanten zu pflegen. So schrieb er z.B. regelmäßig für die Zeitschrift „Erneuerung und Abwehr“ der Evangelischen Notgemeinschaft und hielt Reden vor evangelikalen Initiativen. 

Bis heute steht der Geistliche im freundschaftlichen Kontakt mit evangelischen Christen. So half ihm z.B. der Unternehmensexperte und Publizist Dr. Bernd F. Pelz (siehe Foto) sachkundig beim Lektorat und der Erstellung des Groppe-Buches über „Kirchlichen Einsatz für Juden im Dritten Reich“. Außerdem unterstütze Dr. Pelz seinen priesterlichen Freund tatkräftig bei mehreren Umzügen.

Pater Groppe SJ gehörte zu dem vom deutschen Juden Gerhard Löwenthal („ZDF-Magazin“) mitgegründeten „Konservativen Büro“ in Bielefeld. 

Ähnlich wie der  –  ebenfalls NS-verfolgte  –  Löwenthal setzte sich Groppe stets für einen gesunden Patriotismus und entschieden für die deutsche Wiedervereinigung ein; zudem würdigte er die Heimatvertriebenen aus den Ostgebieten und erinnerte immer wieder an ihr tragisches Schicksal, was oftmals wütende Schmähkritik von links hervorrief.

Der Geistliche hatte guten Kontakt mit Erzbischof Johannes Dyba, dem am 23. Juli 2000 plötzlich verstorbenen Oberhirten von Fulda. Im Dyba-Gedenkband „Der Löwe von Fulda“ aus dem KOMM-MIT-Verlag (siehe Foto) ist ein fundierter Beitrag von Pater Groppe enthalten. Darin würdigt er den unerschrockenen Bischof von Fulda sowohl als Bischof wie auch als Mensch und Mitbruder.

Pater Groppe wirkte von 1982 bis 2007 als Krankenhauspfarrer in Bad Pyrmont. Einige Zeit später war er als Seelsorger an einer Mutter-Kind-Klinik in Timmendorfer Strand tätig. Seit August 2015 lebt der unbeugsame Geistliche im Seniorenheim des Jesuitenordens in Berlin-Kladow.

Seine Freunde sowie unser Christoferuswerk und KOMM-MIT-Verlag wünschen ihm ein frohes Priesterjubiläum und Gottes reichen Segen!


Über 50 Jahre Musikgeschichte: Christlicher Sänger Manfred Siebald wird 70 Jahre alt

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Diesen Monat feiert Manfred Siebald seinen 70. Geburtstag. Sein Leben ist geprägt von der christlichen Musik!
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Seit 50 Jahren ist Manfred Siebald im deutschsprachigen Raum und auf anderen Kontinenten unterwegs. Seine komponierten Lieder begeistern ein großes Publikum: Tiefgängige, teils kritische, teils humorvolle Texte für den Alltag des Glaubens.

Viele der Songs haben einen festen Platz in kirchlichen Liederbüchern und werden in vielen Gemeinden gesungen.

Zu seinem 70. Geburtstag am 26. Oktober erscheinen alle seine Soloalben in einer Sammelbox und bieten mehr als 17 Stunden Hörvergnügen!

Zudem erscheint eine Textesammlung seiner Werke mit über 300 Liedtexte. Ein Bibelstellenverzeichnis hilft bei der passenden Auswahl. 

Obwohl sich Manfred Siebald seit sechs Jahren im Ruhestand befindet, ist er nach wie vor in Aktion, geht seiner Lehrtätigkeit als Professor für Amerikanistik noch nach und leitet seinen Chor  an der Hochschule, der vor 20 Jahren entstand.

Neben dieser Tätigkeit wird er für Konzerte eingeladen und zu Veranstaltungen, auf denen er seine Werke präsentiert. In einem Interview mit der Zeitschrift „Lebenslauf“ informiert er über seinen bewegten Ruhestand und seine Aufgaben, denen er nachgeht.

Mehr zu Siebalds Musik-Produkten hier: www.scm-shop.de/aktuelles/portraits/manfred-siebald

Quelle: Pressemitteilung des SCM-Verlags


Viele Asylbewerber zeigen massenhaften Gedächtnisverlust über ihren Geburtstag

Beatrix von Storch

Welche Dimension der Asylbetrug in Deutschland besitzt, zeigt der Umstand, dass 207.347 Asylbewerber mit dem Geburtsdatum „1. Januar“ registriert sind. Das ergab eine Anfrage der AfD an das Bundesinnenministerium. Die Mehrheit von ihnen ist im Jahr 2015 in Deutschland eingereist.

Der „1. Januar“ wird immer dann eingetragen, wenn die Asylbewerber nicht nur keine gültigen Papiere besitzen, sondern auch ihren Geburtstag nicht nennen können.

Auf dem Weg nach Deutschland haben diese Personen offensichtlich nicht nur ihren Pass verloren, sondern auch ihren Geburtstag vergessen. Kein Wunder, dass auch einige ihr wahres Herkunftsland nicht nennen können.

Während ein Verfassungsschutzpräsident als nicht mehr tragbar gilt, wenn er die Wahrheit äußert, sind Asylbewerber der Bundesregierung sehr willkommen, auch wenn sie offensichtlich die Unwahrheit sagen.

www.beatrixvonstorch.de


Pater Lothar Groppe wird heute 91 Jahre alt

Von Felizitas Küble

Für den engagierten Jesuitenpater Lothar Groppe gibt es in nächster Zeit einiges zu feiern: Heute  – am 30. Juli –  zum Beispiel sein Wiegenfest, denn der bekannte Publizist wird 91 Jahre alt; morgen gedenkt er seiner Priesterweihe vor genau 59 Jahren – und am 7. September kann der Geistliche sein 70-jähriges Ordensjubiläum begehen.

Der hochbetagte Priester und Publizist hat noch vor zwei Jahren ein fundiertes Sachbuch veröffentlicht, das sich vor allem mit der Rettung von Juden und „nichtarischen Katholiken“ in Wien befasst. Der Titel lautet: „Kirchlicher Einsatz für Juden im Dritten Reich„. (Näheres hier: https://charismatismus.wordpress.com/2016/09/28/wie-jesuitenpater-ludger-born-und-sr-verena-buben-bedrohte-juden-retteten/)

Lothar Groppe erblickte am 30. Juli 1927 im westfälischen Münster als Sohn des damaligen Majors und späteren Generalleutnants Theodor Groppe das Licht der Welt. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Westfalen, Ostpreußen, Oberschlesien, Pommern, Hessen und Bayern. Nach Kriegseinsatz studierte er Rechtswissenschaft und trat am 7. September 1948 in die „Gesellschaft Jesu“ ein. Es folgte das Lizenziat der Philosophie, am 31. Juli 1959 (einen Tag nach seinem Geburtstag) durfte er die Priesterweihe empfangen.

Groppe wirkte zunächst an zwei Gymnasien des Jesuitenordens. Später war jahrzehntelang als Krankenhausseelsorger in Bad Pyrmont und als Schriftsteller tätig, zeitweise auch als Gemeindepfarrer in Österreich, als Militärseelsorger, als Dozent und Militärdekan an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg sowie als Leiter der deutschen Sektion von Radio Vatikan.

Von 1973 bis 1987 hielt er zudem Vorlesungen und Seminare für die österreichischen Generalstabs-Lehrgänge.

Der Geistliche ist nicht nur Sohn des Widerstandskämpfers Theodor Groppe, sondern hat selber als Schuljunge von 12 Jahren deutlich gegen Hitler Stellung bezogen. Er war mehrfach „Gast“ der Gestapo. Nach dem Krieg wurde er von der Besatzungsmacht als „politischer Verfolgter“ anerkannt.

Sein Vater Theodor Groppe war Generalleutnant und Divisionskommandeur am Westwall. Man nannte ihn wegen seiner kernkatholischen Haltung den „Schwarzen General“. Er erhielt zahlreiche Tapferkeitsauszeichnungen, darunter den erstklassigen Orden „Pour le Mérite„. In der Stadt Hanau, wo er einige Zeit gewirkt hatte, wurde eine Straße nach ihm benannt.

Die Tugend der Tapferkeit liegt anscheinend in der Familie Groppe. Auch der Vater des „Schwarzen Generals“ war Offizier und wurde dann Verleger. Im Kulturkampf druckte er die verbotenen Hirtenbriefe des Bischofs von Trier und wurde wegen Majestätsbeleidigung zu zwei Jahren Festung und hoher Geldstrafe verurteilt.

BILDER: Titelfotos zweier Bücher von Pater Groppe: „Theodor Groppe – der Schwarze General“ und „Kirchlicher Einsatz für verfolgte Juden im 3. Reich“

Weil Theodor Groppe den NS-Schergen widerstand, insbesondere SS-Reichsführer Himmler widersprach, wurde er 1942 militärisch degradiert, aus der Wehrmacht ausgestoßen und im August 1944 von der Gestapo verhaftet. Durch Flucht aus der Festung Küstrin entging er der geplanten Hinrichtung und konnte die Kriegszeit überleben.

Der mutige General verhinderte durch seinen Schießbefehl gegen Judenverfolger eine von der NSDAP befohlene „Volkskundgebung gegen die Juden“. Vor allem bei Juden im Saarland war er als „Retter“ bekannt und bewundert.

Bundeswehr-Generalmajor Achim Oster schrieb 1977 über Theodor Groppe: „Er hat das vorgelebt (…), was viele seiner Standesgenossen, sei es aus Schwäche, sei es aus Opportunismus, nicht vorgelebt haben. So bleibt er eine fortwährende Mahnung an eigenes Fehlverhalten und Versagen. Hätte es mehr Groppes gegeben, hätten Hitler und seine Verbrecherbande nicht solch leichtes Spiel mit dem deutschen Volk gehabt.“

Sein Sohn Lothar hielt sich auch selber an die geradlinige und unbeugsame Art seines Vaters. Er widerstand dem braunen ebenso wie später dem roten Zeitgeist und orientierte sich glasklar an christlichen Prinzipien und der katholischen Glaubenslehre. Seine Predigten und Vorträge waren gehaltvoll, mitreißend, präzise und bodenständig.

Der schwungvolle Pater publizierte jahrzehntelang in dutzenden Zeitungen und Zeitschriften vom „Theologischen“ über die „Junge Freiheit“ oder die „Preußische Allgemeine Zeitung“ bis zu „Soldat im Volk“ oder Schriften des Bundes der Vertriebenen.

Seine klare katholische Ausrichtung hinderte ihn keineswegs daran, eine vernünftige Ökumene mit theologisch konservativen Protestanten zu pflegen. So schrieb er z.B. regelmäßig für die Zeitschrift „Erneuerung und Abwehr“ der Evangelischen Notgemeinschaft und hielt Reden vor bibelorientierten protestantischen Initiativen.

Mit dem lutherischen Politikwissenschaftler Dr. Klaus Motschmann in Berlin war er jahrzehntelang bis zu dessen Tod befreundet. (Hier ein Nachruf auf Professor Motschmann: https://charismatismus.wordpress.com/2016/12/10/wir-trauern-um-prof-dr-klaus-motschmann/)

Bis heute steht der Geistliche im freundschaftlichen Kontakt mit evangelischen Christen. So half ihm z.B. der Unternehmensexperte und Publizist Dr. Bernd F. Pelz tatkräftig und kompetent beim Lektorat und der graphischen Erstellung seines Buches über den „Kirchlichen Einsatz für Juden im Dritten Reich“.

Pater Groppe SJ gehörte zu dem vom deutschen Juden Gerhard Löwenthal („ZDF-Magazin“) mitgegründeten „Konservativen Büro“ in Bielefeld.  Ähnlich wie der  –  ebenfalls NS-verfolgte  –  Löwenthal setzte sich Groppe stets für einen gesunden Patriotismus und entschieden für die deutsche Wiedervereinigung ein; zudem würdigte er die Heimatvertriebenen aus den Ostgebieten und erinnerte immer wieder an ihr tragisches Schicksal, was oftmals wütende Schmähkritik von links hervorrief.

Der Geistliche stand im guten Kontakt mit Erzbischof Johannes Dyba, dem am 23. Juli 2000 plötzlich verstorbenen Oberhirten von Fulda. Im Dyba-Gedenkband „Der Löwe von Fulda“ aus dem KOMM-MIT-Verlag (siehe Foto) ist ein fundierter Beitrag von Pater Groppe enthalten. Darin würdigt er den unerschrockenen Bischof von Fulda sowohl als Bischof wie auch als Mensch und Mitbruder.

Pater Groppe wirkte von 1982 bis 2007 als Krankenhauspfarrer in Bad Pyrmont. Einige Zeit später war er als Seelsorger an einer Mutter-Kind-Klinik in Timmendorfer Strand tätig. Seit August 2015 lebt der unbeugsame Gottesmann im Seniorenheim des Jesuitenordens in Berlin. Seine Freunde und auch ich wünschen ihm  – ad multos annos  – noch viele gute Jahre und Gottes reichen Segen!

Erstveröffentlichung dieses Artikels hier: https://philosophia-perennis.com/2018/07/30/unbeugsamer-gottesmann-in-berlin-pater-lothar-groppe-wird-heute-91-jahre-alt/


Über Gnade und Auftrag, Würde und Bürde des Priestertums

Gedanken von Pater Lothar Groppe SJ
anläßlich seines 90. Geburtstags    
                                                

Niemand ist groß vor seinem Kammerdiener. Dieses alte Wort will sagen, daß der gewisse Nimbus, der Menschen in bestimmten Stellungen wegen ihres Amtes oder gesellschaftlichen Ranges umgibt, vor dem Auge derer, die Tag für Tag um sie herum sind, oft in ein Nichts zerstiebt. Fehler und Schwächen werden da offenbar, die andere für gewöhnlich nicht sehen, weil sie den Träger des Amtes nur im Rampenlicht, nicht aber hinter den Kulissen erblicken.

Am 16. August 1938 weckte ein Militärkonzert um 7 Uhr morgens meinen Vater zu Ehren seines Geburtstages. Der Standortälteste hatte nicht bedacht, daß zu jener Zeit Urlaub und Ferien waren und wir alle etwas länger schlafen konnten.

Alle stürmten zum Fenster, um die Huldigung entgegenzunehmen. Mein Vater zog hastig seinen Uniformrock an, er mußte ja für das Platzkonzert danken. Meine Mutter und wir Kinder konnten uns das Lachen kaum verbeißen, denn unterhalb des Uniformrocks guckte das Nachthemd hervor. Schließlich ging alles gut, die Soldaten hatten nichts bemerkt und bekamen in der Küche noch jeweils einen Schnaps. Für uns war diese Situation besonders bemerkenswert, denn sonst sahen wir den Vater nur im Glanz der Uniform.

Dieses Erlebnis widerfuhr mir auf andere, aber analoge Weise mit Priestern in allen Garnisonen. Meine Eltern und natürlich auch wir Kinder hatten stets engen Kontakt zu den Priestern. Das wurde vom damaligen Regime mit Argwohn und Mißtrauen betrachtet.

BILD: Buchtitel über den Widerstands-General Theodor Groppe, den Vater des Autors

Ein katholischer General mit der höchsten Kriegsauszeichnung, die nur selten verliehen wurde, besuchte stets in Uniform den Gottesdienst, um die Katholiken in der Treue zu ihrem Glauben und ihrer Kirche zu bestärken. Für das Regime war dieser Offizier der „schwarze General“ oder –  weniger freundlich – der „katholische Hund.“

Für die Gläubigen standen Priester als Leitbilder religiösen Strebens in hohem Ansehen. Die Geistlichen selber erlebten ihre Mitbrüder aber oft anders als Außenstehende, nämlich als Menschen wie andere, mit denselben Fehlern und Schwächen wie ihre Beichtkinder. Das liegt daran, daß der Priester zunächst Mensch ist.

Der hl. Paulus hebt dies ausdrücklich im Hebräerbrief  hervor, wo er sagt, daß selbst der Sohn Gottes, Jesus Christus, in allem als Mensch erfunden wurde, ausgenommen die Sünde.

Als Mensch ist der Priester Bruder all derer, die ihm vom HERRN anvertraut wurden – und er bleibt Mensch, auch wenn er erwählt wurde zu heiligem Dienst.

Es gibt nicht wenige, die am Menschlichen im Priester Anstoß nehmen, wenn er im Auftrag Gottes vor sie hintritt. Der inzwischen seliggesprochene Bischof Graf von Galen war in den Jahren als Pfarrer in  Berlin und Münster ein leidenschaftlicher Raucher. Zu Beginn der Fastenzeit versuchte er, das Rauchen aufzugeben. Aber schon sehr bald baten ihn seine Kapläne, doch wieder zu rauchen, denn ohne Dampf sei er schwerer zu ertragen.

BILD: Dieses Sachbuch hat Pater Groppe in seinem 89. Lebensjahr herausgebracht

Auch der noch unvollkommene Seelsorger verkündet den Glauben, der die Welt überwindet, der zum ewigen Leben führt. Und obwohl selber Sünder, der des göttlichen Erbarmens bedarf, vermittelt er Gnaden, die aus Sündern und Verlorenen  Heilige und Erlöste macht.

Es ist wiederum tröstlich, zu wissen, daß auch Priester oft schwer an den eigenen Fehlern, Unvollkommenheiten und Sünden zu tragen haben. Es gibt Seelen, die unerfüllt hungern und dürsten nach einem Priester, in dem Christus, der HERR, lebt – und sie finden oft nur einen bloßen Menschen. Dann wenden sie sich enttäuscht wieder ab, denn bloße Menschen finden sie anderswo auch.

Starke Menschen, die vor Gesundheit strotzen, verachten leicht die Kränklichen. War Petrus sich nicht allzu sicher vor seiner dreimaligen Verleugnung des HERRN?

Dem Priester ist das göttliche Wort anvertraut. Es ist etwas Erschreckendes um diesen Auftrag, denn er muß das Wort verkünden, ob gelegen oder ungelegen – und die Menschen  haben es bisweilen nicht gern, wenn der Priester im Namen Gottes vor sie hintritt. Vergessen wir nicht, daß etwa viertausend Welt- und Ordenspriester wegen ihres kirchlichen Auftrags von den Schergen des NS-Regimes in Konzentrationslagern  ermordet wurden.

Es ist verständlich, wenn manchem Priester bang werden will, wenn er erfaßt, wozu er bestellt ist. Heißt ihn doch Gott  reden von dem, was er  selber  nur halb begriffen hat. Und in seinen besten Stunden ist er zutiefst darüber beschämt, daß der HERR gesagt hat: „Wer euch hört, der hört mich und wer euch verachtet, der verachtet mich.“

Die Menschen wollen oft etwas ganz anderes von uns hören als die Botschaft, die wir zu verkünden haben. Sie sind leicht ärgerlich und gelangweilt, wenn man immer wieder jene Worte sagt, die in die Ewigkeit Gottes hineinwirken, deren Wert man nicht verhandeln kann auf den Börsenmärkten der Welt.

Doch Priester müssen das Gotteswort verkünden, unbeirrt von Menschengunst und Menschenlaune  – und wehe ihnen, wenn sie es nicht tun. Wehe ihnen, wenn sie  vom Wort Abstriche machen, um bei den Menschen anzukommen, denn sie müssen einmal Rechenschaft ablegen von dem Auftrag, den ihnen der HERR anvertraut hat.

Bischof Karl Lehmann war einst Gast in einer „Wetten daß“-Show  von Thomas Gottschalk. Der damalige Mainzer Oberhirte war davon so angetan, daß er den Sunnyboy des Fernsehens einlud, beim Aschermittwochsgottesdienst der Künstler zu sprechen. Dabei fühlte sich Gottschalk ganz zu Hause.

Es ging um die Frage, ob christliche Verkündigung unterhaltenden Charakter haben könne. Gottschalk hatte die Lösung parat: „Unterhaltung ist, wenn keiner wegläuft.“ –  Ihn habe es als kleinen Jungen schon fasziniert, daß Jesus stundenlang, ja sogar zweimal zu tausenden Menschen gesprochen habe und niemand weggegangen sei.

Allerdings  vergleicht Gottschalk Äpfel mit Birnen. Eine Show ist etwas anderes als die Verkündigung des Wortes Gottes. Eine Show will Spaß bereiten, die Zuschauer amüsieren. Das ist zwar legitim. Aber es ist nur eine Art der Unterhaltung, die den Menschen nicht zum ewigen Heil hinführt.

Johannes der Täufer und auch der gütige Gottessohn Jesus wollten nicht unterhalten, sondern den Ernst der Nachfolge hervorheben. Das  Evangelium ist eine Forderung zum Wesentlichen: „Wer mir nachfolgen will, verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“

Im Gegensatz zur Show ist Christentum eine Herausforderung, die dem Ungläubigen als blanker Unsinn erscheint (vgl. 1 Kor 1, 18). Das mußte auch Jesus erfahren: Bei der Brotvermehrung, die für die Menschen so etwas wie eine Show war, zeigten sich die Leute begeistert. Von der Nachfolge wollten sie aber nichts wissen.

Das flotte Sprüchlein von der „fröhlichen Botschaft“ klingt zwar recht „locker“, hat aber mit den einschneidenden Anforderungen des Evangeliums wenig zu tun. Man denke etwa an die Seligpreisungen und Weherufe bei Lukas 6, 20 ff.

Nach dem Zweiten Vatikanum wurden in einzelnen Bistümern Synoden gehalten, die überlegen sollten, wie die Liturgie so gestaltet werden könnte, daß sie den modernen Menschen besser zum Verständnis der Gottesdienste hinführen könne. So wurde etwa in der Diözese Aachen ein Arbeitskreis für die Verkündigung gegründet. Ihm gesellte sich ein Theologieprofessor dazu, der Anregungen für die Meßgestaltung erhoffte. Auf seine Frage, was an der Verkündigung verbessert werden müsse, der Inhalt oder die Form, wurde ernüchternd erklärt: Beides.

Dennoch gibt es auch immer wieder Menschen, die aus der Verkündigung das Wort Gottes heraushören, in deren Herz das Wort Frucht bringt, obwohl nur er es sagt, obwohl er das Wort unzulänglich  verkündet.  

Dazu erzählte eine katholische Frau: Unser Pfarrer ist fromm und eifrig, aber seine Gedankengänge sind oft schwer nachzuvollziehen. Aber ich bin noch aus keinem Gottesdienst nach Hause gegangen, aus dem ich nicht einen Gedanken, eine gute Anregung bis zum nächsten Gottesdienst empfangen hätte.

Diese Frau hat sich vom Wort Gottes ansprechen lassen. Sie hat etwas getan, was ich unseren Gottesdienstbesuchern empfehlen möchte. Frauen, die öfter religiöse Vorträge besuchen, sind leicht dazu geneigt, beim sonntäglichen Mittagessen festzustellen, was der Pfarrer hätte besser machen können. Beim nächsten Gottesdienst sah der 15jährige Sohn, was die Mutter ins Körbchen gelegt hatte – und  meinte: „Für 50 Cent, Mama, kannst du beim besten Willen nicht mehr verlangen.“

Schließlich ist dem Priester das sakramentale Opfer anvertraut, die unblutige Feier des Kreuzesopfers Christi. Hier ist der HERR inmitten seiner Gemeinde, die der Priester hinführt vor den Thron der Gnade, damit in der Gemeinschaft mit dem HERRN Gott, dem allmächtigen Vater, in der Einheit des Heiligen Geistes alle Ehre und Verherrlichung zuteil werde.

Und wenn der Priester in diesem heiligen Amt am höchsten über alle Menschen erhoben ist,  muß er zutiefst hineinwachsen in dieses Opfer, um sich im Dienst Gottes für die Menschen zu verzehren. Denn nicht dafür, daß er erhoben würde, ward ihm die Vollmacht über den Leib und das Blut Christi anvertraut, nicht einmal zur Mehrung der eigenen Frömmigkeit, sondern damit Heil werde den vom Herrn Erlösten.

Mensch ist der Priester, Künder des göttlichen Wortes, Vollzieher des Opfers Christi. Dies ist sein Los, ganz nahe zu sein bei Gott. Ein seliges und furchtbares Los zugleich. Selig, weil Gott allein selig ist; furchtbar, weil es der Mensch nur schwer aushält im erschreckenden Glanze Gottes.

So ist es nicht verwunderlich, daß aus dem Beruf des Priesters Spannungen entstehen, daß die hohe Berufung auch die Gefahr tiefen Falles in sich birgt. Die Gefahr, daß der Priester sich über die anderen erhebt; der Mitleidslosigkeit mit den Sündern, wo er doch selber des göttlichen Erbarmens bedarf; die Gefahr der Flucht vor Gott, in die uns vertrautere Nähe der Menschen, um bei ihnen Trost zu suchen, während doch der HERR allein ihm Kraft und Heil sein sollte; die Gefahr eines armseligen Kompromisses zwischen Gott und der Welt, des Versuchs, durch billige Mittelmäßigkeit mit der Überforderung des priesterlichen Berufes fertig zu werden.

Wenn man dieses selige und zugleich furchtbare Los des Priesters erwägt, könnte man erschrecken, weil einst in jugendlicher Begeisterung begonnen wurde, was kein Mensch allein vollenden kann. Aber wir dürfen auf die göttliche Gnade vertrauen, die der HERR allen, die er erwählt hat, schenken wird. Denn er, der seine Priester berufen hat, ist getreu und er wird keinen über seine Kräfte versucht werden lassen. Wir aber müssen bei der Feier des heiligen Opfers für und miteinander beten, daß alle Berufenen aushalten im göttlichen Dienst.

Der Bischof von London fragte einmal den berühmten Schauspieler Freddy Quinn: „Wie ist es möglich, daß wir mit den erhabenen Wahrheiten meist nur geringen Eindruck machen, während ihr Schauspieler mit euren Dichtungen auf der Bühne so viele Leute bewegt?“ –  „Das kommt wohl daher”, entgegnete Quinn, “daß wir von erdichteten Dingen wie von wahren sprechen, die Prediger dagegen von den wahren wie von erdichteten.“

Es scheint, daß letztlich – wie auch zur Zeit Jesu –  nur relativ wenige Menschen bereit sind, das Wort Gottes anzunehmen. Der HERR sprach von der kleinen Herde. Billige Mätzchen und Gags, die ohnehin schnell verbraucht sind, dürften auf Dauer niemanden gewinnen. Gewiß ist das Evangelium Frohbotschaft, aber zur Show nicht geeignet. Wichtiger als die Frage ob sie heute noch „ankommt“, ist, ob die Verkünder der Frohen Botschaft bereit sind, gelegen oder ungelegen das zu verkünden, worauf es ankommt. Es ist nicht die Aufgabe der Kirche, ihre Mitglieder zu beschäftigen oder zu unterhalten, sondern sie zu Gott zu führen.

In einer mittelalterlichen Handschrift aus Salzburg erfahren wir, was die Menschen vom Priester erwarten:

+ Ein PRIESTER muss sein: +
+ ganz groß und ganz klein +
+ vornehmen Sinnes wie aus Königsgeschlecht +
+ einfach und schlicht wie ein Bauernknecht +
+ ein Held, der sich selbst bezwungen +
+ ein Mensch, der mit Gott gerungen +
+ ein Quell von heiligem Leben +
+ ein Sünder, dem Gott vergeben +
+ ein Herr dem eignen Verlangen +
+ ein Diener der Schwachen und Bangen +
+ vor keinem Großen sich beugend +
+ zu dem Geringsten sich neigend +
+ ein Schüler vor seinem Meister +
+ ein Führer im Kampf der Geister +
+ ein Bettler mit flehenden Händen +
+ ein Herold mit goldenen Spenden +
+ ein Mann auf den Kampfesstätten +
+ eine Frau an den Krankenbetten +
+ ein Greis im Schauen +
+ ein Kind im Trauen +
+ nach Höchstem trachtend +
+ das Kleinste achtend +
+ bestimmt zur Freude +
+ vertraut dem Leide +
+ weitab vom Neide +
+ im Denken klar +
+ im Reden wahr +
+ des Friedens Freund +
+ der Trägheit Feind +
+ feststehend in sich +
+ ganz anders als ich . . .
Betet für mich!

Erstveröffentlichung dieses Beitrags in der Zeitschrift „Theologisches“ (Nov./Dez. 2017)

 


Pater Lothar Groppe wird heute 90 Jahre alt

Von Felizitas Küble

Lothar Groppe erblickte am 30. Juli 1927 in Münster (Westfalen) das Licht der Welt  – deshalb ist er heute 90 Jahre alt geworden.

Wir gratulieren unserem langjährigen Freund, redaktionellen MITarbeiter und Mitstreiter, dem katholischen Priester Lothar Groppe, von Herzen zu seinem Wiegenfest, wünschen ihm alles Gute und reichen Segen des Himmels.

Der Jesuitenpater (siehe Foto) wirkte als junger Geistlicher zunächst an zwei Gymnasien des Ordens. Später war jahrzehntelang als Krankenhausseelsorger in Bad Pyrmont und als Schriftsteller tätig, zeitweise auch als Gemeindepfarrer in Österreich, als Militärseelsorger, als Dozent und Militärdekan an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg sowie als Leiter von Radio Vatikan (dt. Sektion).

Von 1973 bis 1987 hielt er Vorlesungen und Seminare für die österreichischen Generalstabs-Lehrgänge.

Der Ordenspriester ist nicht nur ein Sohn des Widerstandskämpfers und Anti-Nazi-Generals Theodor Groppe, sondern hat selber als Schuljunge von 12 Jahren deutlich gegen Hitler Stellung bezogen. Er war mehrfach „Gast“ der Gestapo (Geheimen Staatspolizei)  – aber nicht zum Kaffetrinken eingeladen, sondern zum Verhör bestellt. Nach dem Krieg wurde er von der Besatzungsmacht als „politischer Verfolgter“ anerkannt.

Sein Vater Theodor Groppe war Generalleutnant und Divisionskommandeur am Westwall. Man nannte ihn den „Schwarzen General“ (schwarz = katholisch). In der Stadt Hanau, wo er einige Zeit gewirkt hatte, ist eine Straße nach ihm benannt (siehe Foto).

Weil er den NS-Schergen widerstand, insbesondere SS-Reichsführer Himmler widersprach, wurde er 1942 militärisch deradiert, aus der Wehrmacht ausgestoßen und im August 1944 von der Gestapo verhaftet. Durch Flucht aus der Festung Küstrin entging er der geplanten Hinrichtung und konnte die Kriegszeit überleben.

Theodor Groppe verhinderte durch seinen Schießbefehl gegen Judenverfolger eine von der NSDAP befohlene „Volkskundgebung gegen die Juden“. Vor allem bei Juden im Saarland war er als „Judenretter“ bekannt und verehrt.

Die  Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT brachte das Porträt von Generalleutnant Groppe auf die Titelseite (siehe Foto), als sie den militärischen Widerstand gegen Hitler würdigte (Graf Stauffenberg und Co); zudem erschien ein Interview mit seinem Sohn Lothar Groppe.

Dieser studierte Jura und trat 1948 in den Jesuitenorden ein. Am 31. Juli 1959  – also einen Tag nach seinem Wiegenfest – wurde Lothar Groppe zum Priester geweiht. (Folglich feiert der Geistliche morgen sein Priesterjubiäum.)

Pater Groppe schrieb regelmäßig für unsere KOMM-MIT-Zeitschrift und unseren  KOMM-MIT-Kalender, zudem veröffentlichte der diverse Broschüren in unserem Christoferuswerk, das dieses CHRISTLICHE FORUM (CF) betreibt. Auch für das CF schrieb er mehrere Gastbeiträge.

Zu unserem Team, unseren MITarbeitern, Praktikanten und ehrenamtlichen Helfern pflegte er stets einen guten Kontakt (siehe FOTO: bei der Begrüßung eines jungen Ferienhelfers). Einige von ihnen lud er gerne zu seinen Geburtstagsfeiern oder Jubiläen ein.

Zudem publizierte der geradlinige Pater jahrzehntelang in dutzenden von Zeitungen und Publikationen vom „Theologischen“ über die „Preußische Zeitung“ bis zum „Soldat im Volk“; zudem schrieb er z.B. für die evangelische Zeitschrift „Erneuerung und Abwehr“ der bibelorientierten Evangelischen Notgemeinschaft und war mit dem evang. Politikwissenschaftler Klaus Motschmann befreundet. (Hier unser Nachruf auf Professor Motschmann: https://charismatismus.wordpress.com/2016/12/10/wir-trauern-um-prof-dr-klaus-motschmann/)

Pater Groppe SJ gehörte zu dem vom konservativen Juden Gerhard Löwenthal („ZDF-Magazin“) mitbegründeten „Konservativen Büro“ in Bielefeld. Ebenso wie der  –  ebenfalls NS-verfolgte  –  Löwenthal setzte sich Groppe stets für einen gesunden und vernünftigen Patriotismus (Vaterlandsliebe) und für die deutsche Wiedervereinigung ein; zudem würdigte er die deutschen Heimatvertriebenen und erinnerte immer wieder an ihr Schicksal – auch bei einer weithin bekanntgewordenen Predigt im Kölner Dom.

Im Vorjahr brachte Pater Groppe im hohen Alter von 89 Jahren ein geschichtsträchtiges Buch (siehe gelbe Abbildung) heraus, das sich mit der kirchlichen Rettung von Juden und Judenchristen in Wien während der NS-Diktatur befaßt. (Näheres hier:  https://charismatismus.wordpress.com/2016/09/28/wie-jesuitenpater-ludger-born-und-sr-verena-buben-bedrohte-juden-retteten/

Er stand im guten Kontakt mit Erzbischof Johannes Dyba. In unserem Gedenkband „Der Löwe von Fulda“ ist auch ein fundierter Beitrag von Pater Groppe enthalten. Darin würdigt er den mutigen Oberhirten von Fulda sowohl als Mensch wie als Bischof.

Das vorletzte Bild zeigt den einsatzfreudigen, couragierten, freundlichen und humorvollen Geistlichen im afrikanischen Busch mit einem Esel.

Der vielseitig interessierte Pater war überall in der Welt herumgekommen, ist mit Bischöfen, Priestern und Laien, mit katholischen und evangelischen Christen aus nah und fern befreundet   –  doch sein größter Freund, sein HERR, Heiland und König ist Jesus Christus  – und der Einsatz für Gottes Reich ist das Herzstück seines Lebens.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

 


Bayern: Seehofer gratulierte Papst Benedikt persönlich zum 90. Geburtstag

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat Papst em. Benedikt XVI. mit folgenden Worten zum 90. Geburtstag gratuliert:

„Der bayerische Papst emeritus hat Geburtstag und Bayern gratuliert und sagt „Vergelt´s Gott“!

Mit Weisheit und Umsicht hat Papst Benedikt XVI. seine Kirche geführt, tief verwurzelt im Glauben hat er uns Gläubigen Halt und Orientierung gegeben, als geistlicher Oberhirte und einer der renommiertesten Theologen unserer Zeit.

Viele Menschen in Bayern sind heute noch stolz und dankbar, dass wichtige Stationen für den späteren Papst auf dem Weg nach Rom im Freistaat lagen: die Universität in Regensburg und der Stuhl des Heiligen Korbinian in Freising.

Wir verdanken Papst Benedikt viel. Wie kein Zweiter hat Papst Benedikt XVI. bayerische Lebensart in die Welt getragen. Seine bayerischen Wurzeln und seine tiefe Verbundenheit mit seiner Heimat sind stets zu spüren.

Es ist mir ein Herzensanliegen, unserem Papst emeritus die Glück- und Segenswünsche auch persönlich zu überbringen. Ich freue mich, am Ostermontag gemeinsam mit meiner Frau und in Begleitung der Landtagspräsidentin und einigen wenigen Mitgliedern des Kabinetts nach Rom zu reisen.“

Quelle: http://www.csu.de/aktuell/meldungen/april-2017/ministerpraesident-seehofer-zum-90-geburtstag-von-papst-emeritus-benedikt-xiv/