Prälat Georg May wird heute 90 Jahre alt

Von Felizitas Küble

Der glaubenskonservative Professor und Prälat Dr. Georg May (siehe Foto) kann heute sein 90. Wiegenfest feiern, wozu wir ihm herzlich gratulieren, alles Gute und Gottes reichen Segen wünschen.images

Der katholische Theologe und Kirchenrechtler ist am 14. September 1926 in Liegnitz (Schlesien) geboren. Er lehrte jahrzehntelang an der Universität Mainz Kirchenrecht und kirchl. Rechtsgeschichte. Er lebt in Budenheim bei Mainz und schreibt nach wie vor an weiteren Büchern und Veröffentlichungen.

Auf Anregung von Kardinal Gerhard Müller wurde der Priester und Gelehrte im Jahre 2011 von Papst Benedikt zum Apostolischen Protonotar ernannt.

Prof. Georg May publizierte zahlreiche Werke zu liturgischen, kirchengeschichtlichen und kanonischen Themen, darunter ein umfangreiches Sachbuch über die Verfolgung der katholischen Kirche unter der nationalsozialistischen Diktatur.

Der Prälat äußerte sich in Vorträgen und Veröffentlichungen kritisch zur Liturgiereform bzw. positiv über die überlieferte hl. Messe. Er befaßte sich ohne Umschweife mit dem Niedergang des Glaubens vor allem in den deutschsprachigen Ländern   – und mit der weitgehenden Nichtbeachtung des kirchlichen Wächteramts durch die Hierarchie.

Zurück zur päpstlichen Ehrung für Prof. May: Die Ernennungs-Urkunde zum Protonotar übersandte ihm der damalige Regensburger Bischof Gerhard Müller, heute vatikanischer Glaubenspräfekt, auf dessen Vorschlag hin die Würdigung erfolgte. Radio Vatikan

In seinem Begleitbrief schrieb Müller: „Zu dieser hohen Auszeichnung, mit der die Kirche ihre Wertschätzung für Ihr jahrzehntelanges akademisches und pastorales Wirken, Ihr standhaftes sentire cum ecclesia und Ihre gewissenhafte Verkündigung des unverkürzten katholischen Glaubens zum Ausdruck bringt, gratuliere ich Ihnen sehr herzlich.“

In seiner Schrift „Die andere Hierachie“, die 1997 erschien, erklärt der Kirchenrechtler Folgendes:

„Es ist eine offenkundige und unbestreitbare Tatsache: Die Bischöfe sind die Hauptverantwortlichen für den unaufhörlichen dramatischen Niedergang der Kirche. Selten in der Geschichte hat eine Führungsschicht in so ungeheurem Ausmaß versagt wie die Mehrheit des Bischofskollegiums nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil.

Um es genau zu sagen: Die deutschen Bischöfe haben sich als unfähig erwiesen, die letztlich entscheidenden Aufgaben der katholischen Kirche in Deutschland adäquat zu lösen: den Glauben zu erhalten und zu verbreiten, die Sitten zu heben und zu bessern, den Gottesdienst zu fördern und zu schützen.“

Fotos: Summorum pontificum, Radio Vatikan

 

 


Papsttum schützt vor Torheit nicht: Franziskus und sein Schwiegermuttermordsvergleich

Jüdischer Schriftsteller kritisiert Papstworte zum Islam

Der aus dem oberschlesischen Kattowitz stammende Henryk M. Broder, Sohn jüdischer Nazi-Verfolgter und KZ-Überlebender, ist am 20. August runde 70 Jahre alt geworden. Wir gratulieren dem Buchautor und WELT-Redakteur herzlich zu seinem Wiegenfest.  Foto Michaela Koller

Broder ist auf keinem Auge blind, weder auf dem rechten noch auf dem linken.

Während er sich früher in seinen Veröffentlichungen vor allem NS-beeinflußte Judenfeinde vorknöpfte, befaßt er sich seit ca 20 Jahren vermehrt mit dem „Antisemitismus von links“, der hierzulande meist im antizionischen Gewand auftritt und seine Vorurteile und Abneigungen gegen Israel ausbreitet, was aber nichts mit Sachkritik an diesem Staat zu tun hat, die kein Vernünftiger abwertet, auch Broder nicht.

Für den 70-Jährigen ist seit einigen Jahren die Warnung vor dem Islam(ismus) als wichtiges Anliegen dazugekommen, garniert mit witzigem bis bitterem Spott über die „Political correctness“ und die meist zeitgeistversifften Medien hierzulande, die er satirisch aufs Korn nimmt.

Natürlich differenziert auch der scharfzüngige Broder zwischen radikalen und gemäßigten Muslimen. Allerdings stellt er zugleich fest, daß „in keiner anderen Religion die Ränge der Fanatiker so dicht besetzt sind“ wie bei den Nachfahren Mohammeds. Zur Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus erklärt er, die Übergänge seien leider fließend.

Der agnostische Schriftsteller steht dem Christentum kulturell wohlwollend gegenüber  –  und er wird nicht müde, auf die Christenverfolgung weltweit hinzuweisen. Dabei wünscht er sich –  durchaus zu Recht  –  mehr Deutlichkeit und Engagement von Seiten des Vatikan.

Der deutsch-jüdische Publizist hat sich kürzlich in der Tageszeitung DIE WELT unter dem Titel „Ich wills nicht mehr sehen“ mit den neuesten zeitgeistigen Verrenkungen in Politik und Medien befaßt  –  auch mit jenen in der katholischen Kirche.

Dazu schreibt er im letzten Absatz Folgendes:

„Papst Franziskus hat vor ein paar Tagen gesagt, er halte es für falsch, „den Islam mit Gewalt gleichzusetzen“. In fast jeder Religion gebe es „eine kleine Gruppe von Fundamentalisten“, auch bei den Christen. „Der eine tötet seine Freundin, der andere seine Schwiegermutter, und das sind alles getaufte Christen.“

Ja, so kann man es auch sehen. Das Argument des Papstes wäre allerdings etwas überzeugender ausgefallen, wenn er auch gesagt hätte, wann zuletzt eine Gruppe radikaler Christen eine Mädchenschule überfallen, ein Blutbad in einem Flughafen angerichtet oder eine Ehebrecherin gesteinigt hat.

Taufe schützt vor Torheit nicht. Nicht einmal den Stellvertreter Gottes auf Erden.“

Foto: Michaela Koller

 


England: Königin Elisabeth II. wird bald 90 und bekennt sich zu Christus, dem König

Für die britische Königin Elisabeth II. ist Christus der König, dem sie dient. Das bekennt die Monarchin im Vorwort zu einem Buch, das anläßlich ihres 90. Geburtstages am 21. April erscheint. Es trägt den Titel „The Servant Queen and the King she serves“ (Die dienende Königin und der König, dem sie dient). 1523

Herausgegeben wird es u.a. von der britischen Bibelgesellschaft. Wie es heißt, soll mit dem Buch kein Gewinn gemacht werden. Stattdessen sollen es tausende Kirchengemeinden kostenlos erhalten und weitergeben, um eine Beschäftigung mit dem Glauben anzuregen.

Die Königin, die auch Oberhaupt der anglikanischen Kirche von England ist, bekennt darin: „Ich war  –  und bin es nach wie vor  –  sehr dankbar für Ihre Gebete und für Gottes unerschütterliche Liebe. Ich habe seine Treue wirklich erleben dürfen.“

In ihrem Vorwort verurteilt die Monarchin auch die anhaltende Christenverfolgung im Nahen Osten. In einer ihrer letzten Weihnachtsansprachen erklärte sie: „Für mich ist das Leben Jesu, dessen Geburt wir in diesen Tagen feiern, Inspiration und Anker.“  

Einer Umfrage im Auftrag der Zeitung „Sunday Times“ zufolge ist die Queen für die britischen Bürger die Person mit der höchsten moralischen Autorität.

Quelle und vollständige Meldung hier: http://www.idea.de/glaube/detail/koenigin-elisabeth-ii-ich-habe-gottes-treue-erlebt-93818.html


Das ZIG-Gedicht zum Wiegenfest…

Das kleine ZIG ist ein Fanal.
Mit ZwanZIG kommt’s zum erstenmal.
Du find’st das kleine ZIG sehr fein
und möchtest gerne älter sein.

Mit Dreißig macht es Dir nichts aus.
Du kennst dich damit doch schon aus,
und bist recht fleißig und geschickt,
bis es zum nächsten Male ‚ZIGt‘.

Mit VierZIG kommst Du zur Besinnung,
gehörst schon fest zu Deiner Innung,
und riskierst in Deinem Glück
auch schon mal einen Blick zurück.

Mit FünfZIG kommt wie Donnerknall
Dir vor das kleine ZIG-Signal.
Du schlägst Dir an die Brust im Gehen
und denkst: Das wolln wir doch mal sehen!

Und gehst und gehst mit festem Blick,
und plötzlich macht es wieder…ZIG.
Du bist erstaunt, ja fast perplex,
denn diesmal steht davor die Sechs.

Du sollst das Leben weiter lieben,
siehst Du auch vor der ZIG die Sieben!
Dann steht, eh‘ Du daran gedacht,
das kleine ZIG schon nach der Acht.

Bei guter Gesundheit sollt‘ es freun,
erreichst Du vor dem ZIG die Neun.
Und werden’s hundert Jahr – famos!
Dann bist das ZIG Du wieder los!

Autor unbekannt


Regensburg: Prälat Georg Ratzinger wurde 90 Jahre alt / Festmesse am Sonntag

Das Bistum Regensburg gratuliert Domkapellmeister Georg Ratzinger herzlich zu seinem Geburtstag und wünscht ihm Gottes Segen. xRatzingerGeorgBruderJosephKardinalInternet_jpg_pagespeed_ic_sYUwr3Ogwy

Prälat Ratzinger konnte am vergangenen Mittwoch sein 90. Lebensjahr beginnen; er verbrachte seinen Ehrentag bei seinem Bruder Joseph: Papst em. Benedikt XVI.

Am Sonntag, den 19. Januar 2014, feiert Bischof Rudolf Voderholzer anläßlich des Geburtstags von Prälat Georg Ratzinger um 10 Uhr ein Pontifikalamt im Regensburger Dom St. Peter.

Alle Gläubigen sind herzlich zur Mitfeier eingeladen.

Quelle (Text/Foto): Bistum Regensburg


Israels Präsident Shimon Peres vor seinem 90. Geburtstag: „Dienen ist besser als herrschen!“

Selbsterziehung: „Ich notiere täglich meine Fehler“

Präsident Shimon Peres wird bald 90 Jahre alt. Er wurde am 2. August 1923 im polnischen Wiszniew geboren. Die offizielle Feier seines 90. Geburtstags mit zahlreichen Ehrengästen findet schon am heutigen Dienstag statt.

Die diesjährige „Israeli Presidential Conference“, die am Montagabend von Ex-US-Präsident Bill Clinton in Jerusalem eröffnet wurde, steht bereits ganz im Zeichen dieses Jubelfestes.

Auch Papst Franziskus hat Peres gratuliert. Er zitierte dabei den Schlußvers aus Psalm 91: „Ich sättige ihn mit langem Leben und lasse ihn schauen mein Heil.“  –  Das israelische Staatsoberhaupt hatte Franziskus am 30. April in Rom besucht.

BILD: Präsident Peres (Foto: Darren Cohen)

In einem Interview mit der BILDzeitung erklärte das israelische Staatsoberhaupt u.a. seinen politischen Ansatz:

„Ich finde, dienen ist besser als herrschen. Und mir wurde auch früh bewusst, dass wir nichts haben. Israel ist ein sehr armes Land. Klein, trocken, eher ein karges als ein gelobtes Land.

Doch dann wurde mir klar, dass wir über einen großen Schatz verfügen  –  die Menschen. Mein ganzes Leben lang habe ich versucht, anderen behilflich zu sein. Wenn ich anderen helfe, helfe ich mir selbst.

Bevor ich zu Bett gehe, notiere ich eine Liste aller Fehler, die ich im Laufe des Tages gemacht habe.“

Die gegenwärtige Lage im Konflikt mit den Palästinensern kommentierte er wie folgt:

„Ich glaube nicht, dass es da noch große Differenzen gibt. Ein Anfang ist mit der Palästinensischen Autonomiebehörde ja schon gemacht. Wir haben uns auf eine gemeinsame Lösung geeinigt, die Zwei-Staaten-Lösung  –  einen israelischen und einen palästinensischen Staat, die beide in guter Nachbarschaft leben und miteinander kooperieren sollen.“

Das vollständige Interview mit Präsident Peres finden Sie unter http://bit.ly/BildPeres0613

Das Video-Interview des ARD-Korrespondenten Richard C. Schneider mit Peres siehe hier:  http://bit.ly/ardblogPeres0613

Ab 20 Uhr gibt es heute Abend eine Live-Übertragung von den Geburtstagsfeierlichkeiten unter http://bit.ly/peres90

Quellen u.a.: Israelische Botschaft in Berlin / Radio Vatikan


Kirchen-Fürst auf Abwegen: Rottenburger Bischofs-Lob („Dankbarkeit und Anerkennung“) für Irrlehrer Hans Küng

Sowohl das Alte wie das Neue Testament fordern die Gläubigen auf, nicht auf Irrlehrer zu hören, sondern an der Botschaft Gottes getreu festzuhalten. Diese Aufforderung gilt besonders den Hirten der Kirche, erst recht den Oberhirten, also auch jenem von Rottenburg-Stuttgart: Bischof Gebhard Fürst.

Auf der amtlichen Homepage des schwäbischen Bistums findet sich jetzt auf der Startseite der Aufmacher: „Wichtige Anstöße für suchende Menschen“  –   und wer bietet uns diese?

Genau: der seit Jahrzehnten sattsam bekannte „Kirchenkritiker“  Hans Küng, dem 1979 vom Vatikan die Lehrerlaubnis für katholische Theologie entzogen wurde.

Bischof Fürst gratuliert dem theologischen Geisterfahrer zu dessem 85. Geburtstag, wogegen nichts einzuwenden wäre, würde es sich lediglich um eine Höflichkeitsgeste handeln   –  wobei sich auch dann noch die Frage stellen würde, ob dafür eine  Topmeldung mit Küng-Foto auf dem Bistumsportal nötig ist.

Aus dem Text geht freilich eindeutig hervor, daß es dem Rottenburger Oberhirten sehr wohl darum geht, den Irrlehrer und erbitterten Papst-Benedikt-Gegner auf das freundlichste zu würdigen, denn die Bistums-Meldung beginnt mit den Worten:

„Dankbar und anerkennend gratuliert Bischof Gebhard Fürst dem Tübinger Theologieprofessor Hans Küng zu dessen 85. Geburtstag am 19. März. Dankbar schaue er auf „unsere konstruktiven, wenn auch nicht immer einfachen Gespräche zurück“, schreibt Bischof Fürst in seinem Glückwunschbrief an Küng.“

Wie viele glaubenstreue und diensteifrige Geistlichen oder Theologen erhalten denn von Bischof Fürst einen solchen Gruß der „Dankbarkeit“ und „Anerkennung“?  

Dr. Bernd F. Pelz

Dr. Bernd F. Pelz

Warum wird diese warme Würdigung ausgerechnet einem notorischen Häretiker zuteil, der seit Jahrzehnten die Gottheit Christi leugnet, Papst und Kirche ständig attackiert und die in der Heiligen Schrift bezeugten Wunder in Abrede stellt?!  

Damit nicht genug, denn das Bistumsportal berichtet weiter über den skandalösen Fürstbrief:

„Wenn auch manche offenen Fragen zwischen Küng und dem kirchlichen Lehramt nach wie vor der theologischen Klärung harren würden, so sei dem Tübinger Theologen doch „für all die wichtigen Anstöße und theologischen Grundlagenarbeiten zu danken“, die er in den zurückliegenden Jahrzehnten für die Kirche und für suchende Menschen erbracht habe.“

Prof. Küng wurde vom Vatikan nicht etwa deshalb amtsenthoben, weil „offene Fragen“ zwischen ihm und dem „kirchlichen Lehramt“ noch einer „theologischen Klärung“ bedürfen, sondern weil Küngs Leugnung wesentlicher christlicher Glaubenswahrheiten als „geistige Kost“ für katholische Theologiestudenten nicht mehr hinnehmbar war. Das Bekenntnis zur Gottheit Christi ist schließlich kein Randpänomen, sondern die Kernbotschaft unseres Glaubens.

Ehren-Rotarier Gebhard Fürst ist freilich schon in früheren Jahren durch seine merkwürdigen Vorstellungen zur katholischen Glaubenslehre aufgefallen.

So gab der modernistische Kirchen-Fürst zB. am 20. Mai 2011 gegenüber der Ludwigsburger Kreiszeitung zu verstehen, daß er sich grundsätzlich weibliche Priester wünscht. Die theologischen Argumente gegen das Weiheamt für Frauen sind laut Fürst „heute nicht mehr so verständlich“.  Bischof Fürst könne durchaus nachvollziehen, daß sich Frauen in diesem Punkt ausgeschlossen fühlen, faßt die “Ludwigsburger Kreiszeitung“ die weiteren Aussagen des Bischofs zusammen.

Damit widersetzt sich dieser oberste Zeitgeistliche im Bistum Rottenburg-Stuttgart eindeutig dem Zeugnis der Heiligen Schrift und der Lehre seiner Kirche. Folglich stellt sich die logische und theo-logische Frage, welche Konsequenzen der Vatikan hieraus zu ziehen gedenkt.

Immerhin wurde der australische Bischof William Morris, der wiederholt erklärte, er wolle auch Frauen zu Priestern weihen, vor zwei Jahren durch Papst Benedikt seines Amtes enthoben, da er insoweit die Lehre der Kirche unterminiert habe.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

ZITAT aus der gemeinsamen Erklärung der deutschen Bischöfe vom 7.1.1980 zu Prof. Hans Küng:

„Diese Mängel werden vor allem in Professor Küngs Äußerungen über die Person Jesu Christi offenbar. Er möchte zwar „an den großen Intentionen und Gehalten der ökumenischen Konzilien“ festhalten, aber seine konkreten Aussagen über die Göttlichkeit Jesu Christi und die Dreifaltigkeit Gottes bleiben hinter dem Inhalt des überlieferten Glaubens zurück.

Es ist z. B. nicht falsch, aber es genügt nicht zu sagen, „daß in der Geschichte Jesu Christi wahrhaft Gott und Mensch im Spiel sind“. Für den christlichen Glauben ist das Bekenntnis entscheidend, daß Jesus Christus in uneingeschränkter Weise und von Ewigkeit her das Wort Gottes ist. „Wir glauben … an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, aus dem Vater geboren vor aller Zeit: Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater.“

Diese Worte des Großen Glaubensbekenntnisses muß man dem heutigen Menschen gewiß zu erschließen versuchen. Der Theologe darf gerade an diesem entscheidenden Punkt des christlichen Bekenntnisses aber nie undeutlich werden. Es geht dabei nämlich um die Wahrheit unseres Heils:
Wenn in Jesus Christus nicht Gott selbst sich den Menschen zugewendet hat, dann kann Jesus Christus uns auch nicht von Sünde und Tod erlösen. Hier sind sich alle christlichen Kirchen einig. Alle Aussagen über das Menschsein Jesu und seine beispielhafte Menschlichkeit sind für den Glauben nur voll bedeutsam, wenn sie innerlich mit dem uneingeschränkten Bekenntnis „wahrer Gott“ verbunden sind.“

Die Holzfigur – das besondere Geschenk zum Wiegenfest des Vaters

Von Reinhold Ortner

„Papi, ich mache dir zum Geburtstag ein besonderes Geschenk!“  –  Mit dieser Ankündigung unterbricht mein fünfjähriger Sohn die abendliche Zeitungslektüre.

„Aber es ist noch geheim!“ – „Da bin ich aber gespannt!“ erwidere ich. – „Du wirst dich freuen“, sagt er schon halb abgewandt und verschwindet in seinem Schlafzimmer.

„Welche Überraschung hat er denn vor?“ frage ich meine Frau. – „Es ist zwar noch ein strenges Geheimnis, aber es wird dir doch nicht verborgen bleiben: Er schnitzt dir eine Holzfigur.“ – „Mit seinem Taschenmesser, das ich ihm schenkte?“ – „Ja, und aus einem Stück Haselnuss-Ast.“  ????????

Die Tage vergehen. Einmal kann  ich meinen kleinen Sohn durch Zufall beobachten, wie er an seinem „Werk“ arbeitet. Konzentriert, mit vor Anstrengung rotem Gesicht. Seine des Schnitzens unkundigen Hände mühen sich ab, dem Holz Form und Figur abzuringen.

Mein Geburtstag ist da. Unter meinen Geschenken liegt ein geheimnisvoll eingewickeltes Etwas. Ich packe es als erstes aus. Ich habe die Holzfigur in Händen. Der Kopf ist erkennbar, der Rumpf, andeutungsweise die Beine und Arme. Und mit buntem Filzstift sind Augen, Mund und Nase aufgemalt. Es ist zweifellos nicht das Werk eines Michelangelos.

Mit einem Gemisch aus Erwartung, Stolz über das Vollbrachte, aber auch im Bewusstsein der „Unvollkommenheit“ seines künstlerischen Produkts sieht mich mein Sohn an. „Das bin ich, Papi. Und es ist mein Geschenk für dich“, kommt es mehr zaghaft als selbstbewusst aus seinem Mund.

Ich denke daran, wie er sich abgemüht hat, wie er sich vorgestellt hat, ein „Kunstwerk“ zu schaffen, und wie hinter all dem die Liebe zu seinem Vater stand, dem er eine Freude bereiten wollte. Da verblassen plötzlich alle Skulpturen Michelangelos hinter dieser Holzfigur, und ich schließe meinen kleinen Sohn voll Liebe und Freude in die Arme.

*

„Lieber Vater im Himmel, ist nicht mein Leben auch eine solche Holzfigur, an der ich Tag für Tag ’schnitze‘, um sie Dir eines Tages zu schenken? Da ist mein Wille, ein vollendetes Werk daraus zu machen, indem ich zeitlebens an mir arbeite. Doch wie ungeschickt, schwach und oft hilflos stelle ich mich dabei an.

So vieles missglückt, sieht nicht gut aus oder bleibt unvollendet. Manchmal bin ich verzagt und drohe den Mut zu verlieren. Und da möchte ich die „Holzfigur“, die mein Leben darstellt, am liebsten verstecken. Denn ich stelle fest, dass mein Leben allem Anschein nach kein Kunstwerk wird. Doch dann fasse ich immer wieder Mut und arbeite weiter an mir. Das Vertrauen darauf, dass du mir ins Herz siehst, gibt mir neue Kraft. 30037_Ortner_Liebe_schenken_bezug.indd

Herr, du kennst meine Unvollkommenheit besser als ich selbst. Du siehst mein Bemühen, meinen guten Willen, meine immer neuen Ansätze. Du weißt, dass es oft nicht gelingt, dir meine Liebe und Dankbarkeit besser zum Ausdruck zu bringen.

So werde ich am Abend meines Erdendaseins zaghaft vor Dir stehen und Dir mein Leben als Geschenk mitbringen. Ich werde im Bewusstsein der sichtbaren Mängel dieses meines ’selbstgeschnitzten‘ Lebensbildes sagen: ‚Das bin ich, Vater!‘  – Und während ich es in Deine Hände lege, bin ich voll Hoffnung und Vertrauen, dass Du nicht die Unvollkommenheit des äußeren Erscheinungsbildes wertest, sondern alle gute Absicht, jeden neuen Ansatz und alle Liebe, die dahinterstehen.“

Prof. Dr. Reinhold Ortner ist katholischer Pädagoge und Publizist; zuletzt erschien sein fundiertes und praxisnahes Erziehungsbuch LIEBE schenken (siehe Foto) im Media-Maria-Verlag


Viel GLÜCK und viel SEGEN: Prälat Georg Ratzinger feierte am 15.1.2013 sein 89. Wiegenfest

Monsignore Georg Ratzinger feierte am 15. Januar seinen 89. Geburtstag. Der Priester, Musiker und ältere Bruder von Papst Benedikt wurde im Jahre 1924 in Pleiskirchen im bayerischen Landkreis Altötting geboren.  AL-0010

Im Jahre 2011 veröffentlichte Georg Ratzinger zusammen mit Michael Hesemann ein Interviewbuch „Mein Bruder, der Papst“, das Licht auf das glaubwürdige christliche Umfeld und den Widerstand gegen die Nazis wirft, den die Familie auf sich nahm.

Immer wieder überrascht es den Leser, wie der Vater und Polizeiwachtmeister Joseph Ratzinger es schaffte, seine Kinder zu beschützen  –  und sie davor bewahrte, an den Aktivitäten der Hitlerjugend teilnehmen zu müssen.

Nach dem Ende des Krieges  –  im Jahre 1946  –  waren die zwei Brüder Ratzinger zusammen ins Priesterseminar in München eingetreten und wurden am selben Tag  –   29. Juni 1951  –  zu Priestern geweiht.

Während der zukünftige Papst Benedikt weltweite Berühmtheit als „Wunderkind der Theologie“ erlangte, bildete sich Georg Ratzinger musikalisch weiter und wurde 1957 Kapellmeister von Traunstein, 1964 Leiter der berühmten Regensburger Domspatzen. Dieser Verpflichtung kam er bis zu seinem Ruhestand 1994 nach.

Georg Ratzinger erhielt 1967 den Ehrentitel „Monsignore“ und wurde 1993 zum „Apostolischen Protonotar“ ernannt. Er lebt in Regensburg und telefoniert regelmäßig mit seinem Bruder, dem Pontifex.

Auch Rom besucht er häufig, um zu Konzerten zu gehen oder einige Wochen mit seinem Bruder in der Sommerresidenz Castelgandolfo südlich von Rom zu verbringen.

Quelle: gekürzt aus: http://www.zenit.org


Evangelikaler TV-Moderator Peter Hahne wird heute 60 Jahre alt

Er moderierte jahrelang das heute-journal und die heute-Sendung –  und heute wird der langjährige Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios, Peter Hahne, 60 Jahre alt. Zurzeit moderiert der evangelikale Christ, der eigentlich Pfarrer werden wollte, eine eigene ZDF-Talkshow. 

Nebenher hat er zahlreiche Bücher wie „Schluss mit lustig!“ und „Mein Leben – lebenswert?“ geschrieben. 

Der evangelische Theologe wurde im westfälischen Minden geboren. Nach seinem Studium arbeitete er als Fernseh-Autor und Hörfunk-Moderator beim Saarländischen Rundfunk (SR).

Nach seiner Zeit beim Saarländischen Rundfunk ging Hahne zum ZDF, wo er ab 1989 das heute-journal und von 1991 an die heute-Hauptnachrichten moderierte. Er entwickelte außerdem die Kindernachrichtensendung logo! mit, die er bis 1991 moderierte.

1999 wechselte Hahne als stellv. Chef ins Hauptstadtstudio des Mainzer Senders. Dort war er mit Peter Frey für das Politikmagazin Berlin direkt verantwortlich. Er zeigte sich sehr enttäuscht von „Opportunisten und Wendehälsen“ im politischen Geschäft. „Sie werden jedoch dadurch bestraft, dass sie oft schneller weg vom Fenster sind, als Schnee in der Sahara-Sonne schmilzt“, sagt er. Das helfe, sich selbst und die Mächtigen nicht zu wichtig zu nehmen.

 Als spannendstes Erlebnis seiner Karriere bezeichnete Hahne die Öffnung der Mauer 1989  –  an seinem Geburtstag.

In seinen Büchern, die bisher eine Gesamtauflage von über sechs Millionen erreichten, tritt Hahne engagiert für seinen christlichen Glauben ein. Mit über 800‘000 verkauften Exemplaren wurde sein Buch „Schluss mit lustig“, eine Kritik der von ihm so genannten „Spassgesellschaft“, sogar der Jahresbestseller der „Spiegel“-Liste 2005. 

Peter Hahne war darüber hinaus von 1992 bis Oktober 2009 Mitglied des Rates der EKD, dem höchsten Leitungsgremium der evangelischen Kirche. Zudem ist er Kuratoriumsmitglied des evangelikalen Vereins ProChrist. Er war mehrere Jahre Mitglied im Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz.

1983 erhielt Peter Hahne den Kurt-Magnus-Preis der ARD. Der Preis zeichnet überdurchschnittliche Leistungen im Hörfunkjournalismus aus. Hinzu kamen im Laufe der Jahre der Preis für Evangelische Publizistik (1995) und der Goldene Gong für herausragende Hauptstadt-Berichterstattung (2000).

Zudem gewann Hahne den Bambi-Publikumspreis als beliebtester Nachrichtenmoderator von ARD/ZDF. Im November 2006 erhielt Hahne den unter der Schirmherrschaft der Europäischen Kommission stehenden deutsch-italienischen Kulturpreis Capo Circeo. 2011 verlieh ihm der Verein Deutsche Sprache die Ehrenmitgliedschaft.

Webseite: Peter Hahne

Quelle: Medienmagazin PRO