Münster: Gedenkabend für Märtyrer der NS-Diktatur mit Dr. Mosei Boroda am 25. Nov.

Von Felizitas Küble

Der christenfreundliche jüdische Literat und Komponist Dr. Moisei Borada (siehe Foto) hält demnächst wieder eine eine geistlich-musikalischen Lesung im Gedenken an christliche Märtyrer des 20. Jahrhunderts.

Dabei soll vor allem an katholische Priester erinnert werden, die während der NS-Diktatur für ihren Glauben starben.

Die Gedenkveranstaltung beginnt am kommenden Sonntag, dem 25. November, um 17 Uhr in der Kirche St. Clemens in Münster-Hiltrup (Hohe Geest in 48165 Münster). Danach gibt es für alle Interessierten einen Empfang im Pfarrheim.

Der Anlaß für diese Andacht ist das zehnjährige Bestehen des Arbeitskreises Bernhard Poether. Dieser katholische Kaplan hatte sich während der NS-Diktatur für eine polnische Familie eingesetzt, um sie aus den Fängen der Polizei zu holen. Am Tag darauf wurde er verhaftet und starb später im KZ Dachau. (Näheres hier: https://charismatismus.wordpress.com/2018/08/26/pfarrfest-in-muenster-hiltrup-zeigte-kelch-des-priesters-und-kz-opfers-bernhard-poether/)

Die Veranstaltung beginnt mit einer Diashow und Musik. Der Hiltruper Pfarrer Nike Netzler begrüßt die Gläubigen. Die erste Lesung erinnert an Kaplan Poether, die zweite an den seligen Karl Leiser. Auch dieser Geistliche starb  – wie tausende weiterer Priester – als Opfer der NS-Tyrannei im KZ.

Monika Kaiser-Haas, die Vizepräsidentin des Internationalen Karl-Leisner-Kreises, hält diese Gedenkansprache.  (Ein Lebensbild des Seligen hier: https://charismatismus.wordpress.com/2018/06/17/der-selige-karl-leisner-priester-bekenner-und-maertyrer-in-schwer-bedraengter-zeit/)

Es folgen weitere Lesungen, die an christliche Blutzeugen erinnern, wozu auch die bekannten vier Lübecker Märtyrer gehören.

Nach jeder Lesung erfolgt eine Diashow und klassische Musik (z.B. Bach, altgeorgische Choräle).

BILD: Buchtitel über Kaplan Bernhard Poether

Zum Abschluß sprechen Dr. Mosei Boroda und Pfarrer em. Ewald Spieker aus Hiltrup.

Die Gesamtkomposition des Abends liegt bei dem jüdischen Schriftsteller und Musikwissenschaftler Dr. Boroda aus Georgien. Er lebt seit vielen Jahren in Herne (Westfalen) und setzt sich unermüdlich für das Andenken von Menschen – zumal Geistlichen – ein, die in der NS-Diktatur wegen ihres Glaubens bzw. ihrer Nächstenliebe ermordet wurden.

Dem Autor wurde 2016 der Ehrentitel „Botschafter georgischer Kultur“ verliehen; zudem erhielt er Literaturpreise und das Ehrendiplom der „Gesellschaft für die Renaissance jüdischer Kultur“.


Zentralrat der Juden: Kriminalstatistik soll islamischen Antisemitismus mehr beachten

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat die Bevölkerung aufgefordert, sich im Alltag gegen Antisemitismus zu engagieren.

Die Mehrheit der Deutschen denke nicht antisemitisch, unterstrich Schuster in der Gedenkstätte des früheren NS-Konzentrationslagers Dachau. Deutschland sei ein Land, in dem Juden gut leben könnten.

BILD: Menora (siebenarmiger Leuchter) in der Synagoge von Münster

Während der Gedenkfeier beklagte Schuster den Antisemitismus unter Moslems in Deutschland. Es liege ihm fern, Moslems generell zu verurteilen: „Es nützt aber nichts, die Augen davor zu verschließen, daß es bei einigen Muslimen ausgeprägten Antisemitismus gibt.“  – Dieser werde von Eltern und teilweise auch Imamen so weitergegeben. Ein übriges täten arabische Fernsehsender und das Internet.

In seiner Rede schlug der Zentralratspräsident erneut vor, ein bundesweites Meldesystem für antisemitische Vorfälle einzurichten und kritisierte dabei die polizeiliche Praxis, Straftaten mit antisemitischem Hintergrund, zu denen kein Täter ermittelt werden kann, automatisch dem rechtsradikalen Spektrum zuzuordnen.

Die dabei entstehende Zahl von 90 Prozent aller entsprechenden Taten, für die angeblich Rechtsextremisten verantwortlich seien, stimme „mit den Erfahrungen“ von Juden „nicht überein“.

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2018/zentralratspraesident-beklagt-moslemischen-judenhass/


100.000 Israelis bei Gedenkveranstaltung für ermordeten Premier Rabin

Rivlin: „Nach der Vision der Propheten Israels voranschreiten“

Rund 100.000 Israelis haben Samstagnacht (31.10.) an einer Gedenkveranstaltung für Israels Ministerpräsidenten Yitzhak Rabin teilgenommen, der vor 20 Jahren von einem jüdischen Fanatiker ermordet wurde. 1403634115528

Auf dem Tel Aviver Rabin-Platz sprachen u. a.Israels Staatspräsident Reuven Rivlin und der ehemalige US-Präsident Bill Clinton in Erinnerung an Rabin.

Präsident Rivlin sagte: „Liebe Freunde, ohne Vision, ohne Hoffnung, ohne einen Traum werden die Menschen verloren sein. Wir sind heute hier, weil wir einen Traum haben. Wir können über den Weg dahin diskutieren, aber wir träumen gemeinsam von einem Israel, das von der Gerechtigkeit angetrieben wird. Von einem Israel, das entschlossen ist, nach der Vision der Propheten Israels voranzuschreiten. Von einem Israel, in dem wir einander zuhören und lernen, einander zu respektieren, ohne Rücksicht auf Farbe, Geschlecht, Glaube oder Sprache.“

Bill Clinton sagte u. a. über Rabin: „Der Tag, an dem er getötet wurde, war wahrscheinlich der schlimmste Tag in meinen acht Jahren als Präsident.“  – Er ermutigte die Anwesenden, aktiv zu sein und Rabins Erbe fortzusetzen, indem sie einen Weg zum Frieden finden.

Quelle: israelische Botschaft in Berlin


Israel erinnert an den Holocaust und weitere Völkermorde danach

Der ständige Vertreter Israels bei den Vereinten Nationen, Botschafter Ron Prosor, hat bei der Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz eine Rede gehalten. Darin sagte er:

„Heute begehen wir 70 Jahre seit der Befreiung von Auschwitz. Primo Levi, ein italienischer Jude, der Auschwitz überlebt hat, schrieb: ‚Ich bin immer wieder überwältigt von der Unmenschlichkeit des Menschen gegenüber dem Menschen.‘

BILD: Gedenkveranstaltung der UN zum 27. Januar (Foto: UN/Eskinder Debebe)

Der Holocaust war ein Zeitalter der Gräuel und der Straflosigkeit. In den Jahren darauf glaubten die Menschen, dass wir zivilisierter und sensibilisierter geworden sind  –  dass all diese Gräuel uns nie wieder heimsuchen würden. Und dann kamen Kambodscha, Ruanda, Darfur und Bosnien.

„Dieselbe Gleichgültigkeit gegenüber Juden sehen wir heute“

Die Geschichte hat uns gezeigt, dass es immer Menschen geben wird, die glauben, dass das Leben von Einigen weniger wert sei als das Anderer, wegen ihrer Nationalität, wegen ihrer Ethnie, wegen ihrer Herkunft. Sie verstehen nicht, dass wir ein gemeinsames Schicksal haben, auch wenn wir nicht Brüder und Schwester im Glauben sind – wir sind verbunden, weil wir der Menschheit angehören.

Der Holocaust hat nicht bei den Ghettos und Konzentrationslagern angefangen; er hat damit angefangen, dass Juden herabgewürdigt und entmenschlicht wurden. Die Nazis haben die Juden enteignet, sie haben ihnen erst ihre Würde und dann ihr Leben genommen. Dieselbe Gleichgültigkeit gegenüber jüdischem Leben sehen wir heute.“

Quelle (Text/Foto): Israelische Botschaft in Berlin


München: Gedenkveranstaltung der Sudetendeutschen am 8.3.2014

Festakt zum Tag des Selbstbestimmungsrechts am 8. März 2014

Beginn: ab 14.30 Uhr im Sudetendeutsches Haus in München (Hochstr.8)

Als Redner werden erwartet:

Hartmut Koschyk; der Bundestagsabgeordnete ist Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten

Sodann der CSU-Europa-Abgeordnete Bernd Posselt, Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe

Musikalische Umrahmung: Raphaela Gromes
 
Im Anschluss lädt die Sudetendeutsche Landsmannschaft zum Empfang im Foyer ein.


Verdrängt und vergessen: Schicksalswege vertriebener Kinder

Österreich: Dritter Präsident Graf lud ins Hohe Haus ein

Dem Gedenken an die großen Entbehrungen und das unsägliche Leid von Kindern, die mit ihren Eltern am Ende des Zweiten Weltkriegs und danach aus ihrer östlichen Heimat vertrieben wurden, galt eine Veranstaltung unter dem Titel „Schicksalswege vertriebener Kinder“.

Der Dritte Präsident des Nationalrats, Martin Graf, hatte dazu am 18. Juni in das Abgeordneten-Sprechzimmer des österreichischen Parlaments eingeladen. aObuDiQlBT_RkH7Jk4XjEsxuIDAvPTQmyOLpXl_MIng

Unter den Millionen Vertriebenen nach dem 2. Weltkrieg waren hunderttausende Kinder, die von heute auf morgen ihr Heim verlassen und auf der Flucht oft schreckliche Greueltaten mit ansehen mußten, die an ihren Angehörigen begangen wurden.

Nach der Ankunft in Österreich oder Deutschland war für die traumatisierten Kinder die Zeit der Erniedrigung meist nicht zu Ende. Untergebracht in Notunterkünften wurden sie auch hier viele Jahre lang als Außenseiter behandelt und litten an Armut, Spott und Benachteiligung.

„Die grausamen Erlebnisse haben sich tief in ihre Seelen eingegraben und sie bis heute nicht wieder losgelassen“, schreibt Präsident Graf in der Einladung.

Präsentiert wurde auch das neu erschienene Buch „Kinder während der Vertreibung“ der FPÖ-Abgeordneten Anneliese Kitzmüller und Martin Graf.

Auf dem Programm standen u. a. Vorträge des Zeitzeugen und Autors Ivan Ott („Geraubte Kindheit“), der eigene Kindheitserlebnisse schilderte.

Die Gedenkveranstaltung klang aus mit Grußworten von Vertriebenenvertretern. Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgte der Chor der Donauschwaben.

Quelle: http://www.parlament.gv.at/PAKT/PR/JAHR_2013/PK0552/index.shtml


München: Gedenkveranstaltung am 11. März für den im KZ Dachau ermordeten katholischen Schriftsteller Fritz Gerlich

Am Montag, den 11. März 2013, gibt es in München eine Gedenkveranstaltung für einen wichtigen Vertreter des publizistischen NS-Widerstands in Deutschland, Fritz Gerlich (1883 – 1934), der am 30. Juni 1934 im KZ Dachau hingerichtet worden war.

Anlaß ist der 80. Jahrestag seiner Verhaftung. Die Tagung wird in jenem historischen Areal stattfinden, auf dem Gerlichs Redaktion ihre Räume hatte.

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer wird an der Gedenkveranstaltung teilnehmen.

Gerlich, der aus Stettin stammte, konvertierte als evangelischer Christ zur katholischen Kirche. Gerlich hatte schon vor 1933 versucht, Hitler durch kritische Berichterstattung zu stoppen.

Einer der Autoren für die von Gerlich herausgegebene Wochenzeitung „Der gerade Weg“ war Otto von Habsburg, Sohn des letzten österreichischen Kaisers Karl.

Otto von Habsburg wurde im Zuge der Verhaftung Gerlichs das Leben gerettet:

Ein Unbekannter sei bei ihm in München aufgetaucht, habe sich als Gestapo-Mann vorgestellt und ihn gebeten, noch am selben Tag aus Deutschland zu verschwinden, denn an diesem Abend sei die Anti-Nazi-Zeitung „Der gerade Weg“ von der SA gestürmt worden. Der Chefredakteur sei dabei verprügelt worden. Er selber stehe ebenfalls auf der Abschußliste. Er habe diesen Rat befolgt und so überleben können.

Quelle: ZENIT.org (Jan Bentz)