Verkündige das Wort Gottes, sei es gelegen oder ungelegen!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 2 Tim 3,14-17.4,1-2.

Bleibe bei dem, was du gelernt und wovon du dich überzeugt hast. Du weißt, von wem du es gelernt hast;denn du kennst von Kindheit an die heiligen Schriften, die dich weise machen können zum Heil durch den Glauben an Christus.
.
Jede Schrift ist, als von Gott eingegeben, auch nützlich zur Belehrung, zur Widerlegung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes gerüstet ist, ausgerüstet zu jedem guten Werk.
.
Ich beschwöre dich bei Gott und bei Christus Jesus, dem kommenden Richter der Lebenden und der Toten, bei seinem Erscheinen und bei seinem Reich:
Verkünde das Wort, tritt auf, ob gelegen oder ungelegen, überführe, weise zurecht, ermahne, in aller Geduld und Belehrung!

„GOTT hat euch Anteil geschenkt am Los der Heiligen, die im Lichte sind“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Kol 1,9-14:

Brüder! Seit dem Tag, an dem wir davon erfahren haben, hören wir nicht auf, inständig für euch zu beten, dass ihr in aller Weisheit und Einsicht, die der Geist schenkt, den Willen des HERRN ganz erkennt.
.
Denn ihr sollt ein Leben führen, das des HERRN würdig ist und in allem sein Gefallen findet. Ihr sollt Frucht bringen in jeder Art von guten Werken und wachsen in der Erkenntnis Gottes.
ER gebe euch in der Macht seiner Herrlichkeit viel Kraft, damit ihr in allem Geduld und Ausdauer habt.
.
Dankt dem Vater mit Freude! ER hat euch fähig gemacht, Anteil zu haben am Los der Heiligen, die im Lichte sind.
ER hat uns der Macht der Finsternis entrissen und aufgenommen in das Reich seines geliebten Sohnes.
.
Durch IHN haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden.

Bedrängnis führt zur Geduld, die Geduld aber zur Bewährung und dies bewirkt Hoffnung

Heutige liturgische Feiertagslesung der kath. Kirche: Röm 5,1-5:

Gerecht gemacht aus dem Glauben haben wir Frieden mit Gott durch unseren HERRN Jesus Christus.
.
Durch IHN haben wir auch den Zugang zu der Gnade erhalten, in der wir stehen, und rühmen uns unserer Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes.
.
Mehr noch, wir rühmen uns ebenso unserer Bedrängnis; denn wir wissen: Bedrängnis führt zur Geduld, die Geduld zur Bewährung  und die Bewährung bewirkt Hoffnung.
.
Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.

Christus wurde ein Diener der Juden aufgrund der Verheißungen an die Väter

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche: Röm 15,4-9:

Brüder! Alles, was einst geschrieben wurde, ist zu unserer Belehrung verfaßt, damit wir durch Geduld und durch den Trost der Schrift eine Hoffnung haben. Herz-Jesu_01

Der Gott der Geduld und des Trostes schenke euch die Einmütigkeit, die Christus Jesus entspricht, damit ihr Gott, den Vater unseres Herrn Jesus Christus, einträchtig und mit einem Munde preist.

Darum nehmt einander an, wie auch Christus uns angenommen hat, zur Ehre Gottes.

Denn, das sage ich, Christus ist um der Wahrhaftigkeit Gottes willen ein Diener der Beschnittenen geworden, damit die Verheißungen an die Väter bestätigt werden.

Die Heidenvölker aber rühmen Gott um seines Erbarmens willen; es steht ja in der Schrift: Darum will ich dich bekennen unter den Heiden und deinem Namen lobsingen.

 


Die Schöpfung sehnt sich nach der Herrlichkeit der Kinder Gottes

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Röm 8,18-25:

Brüder! Ich bin überzeugt, dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll. Denn die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes. 1523

Die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen, nicht aus eigenem Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat; aber zugleich gab er ihr Hoffnung: Auch die Schöpfung soll von der Sklaverei und Verlorenheit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes.

Denn wir wissen, dass die gesamte Schöpfung bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt. Aber auch wir, obwohl wir als Erstlingsgabe den Geist haben, seufzen in unserem Herzen und warten darauf, dass wir mit der Erlösung unseres Leibes als Söhne offenbar werden.

Denn wir sind gerettet, doch in der Hoffnung. Hoffnung aber, die man schon erfüllt sieht, ist keine Hoffnung. Wie kann man auf etwas hoffen, das man sieht?
Hoffen wir aber auf das, was wir nicht sehen, dann harren wir aus in Geduld.


Thomas von Aquin: Die Passion Christi zeigt uns seine Liebe, Demut und Geduld

Im heutigen liturgischen Tagesevangelium der katholischen Kirche erklärte Christus seinen Aposteln, daß er nicht gekommen sei, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen  – und wer von seinen Jüngern groß sein wolle, solle der Diener aller sein. Der bedeutende Kirchenlehrer Thomas von Aquin (1225 – 1274) schrieb in seiner „Konferenz über das Credo, 6“ folgendes zu diesem Thema:  media-390606-2 - Kopie

Welche Notwendigkeit war gegeben, dass der Sohn Gottes für uns litt?  –  Eine große, die sich in zwei Punkten darlegen läßt: die Notwendigkeit als Heilmittel im Hinblick auf unsere Sünden, die Notwendigkeit als Beispiel hinsichtlich unseres Verhaltens.

Die Passion Christi ist für uns ein Maßstab, der für das ganze Leben Gültigkeit besitzt. Wenn du ein Beispiel für die Liebe suchst: „Es gibt keine größere Liebe, als sein Leben für seine Freunde hinzugeben“ (vgl. Joh 15,13).

Wenn du ein Beispiel für die Geduld suchst, so findet man sie im höchsten Maße am Kreuz. Christus hat großes Leid am Kreuz erlitten, und das in Geduld, denn „mit Schmach bedeckt, drohte ER nicht“ (vgl. 1 Petr 2,23), „wie ein Lamm, das man zum Schlachten führt, … so tat auch ER seinen Mund nicht auf“ (Jes 53,7)  –  „ER hat angesichts der vor ihm liegenden Freude das Kreuz auf sich genommen, ohne auf die Schande zu achten“ (Hebr 12,2).

Wenn du ein Beispiel für die Demut suchst, dann sieh auf zum Gekreuzigten. Denn Gott wollte von Pontius Pilatus gerichtet werden und sterben.

Wenn du ein Beispiel für den Gehorsam suchst, dann brauchst du bloß dem zu folgen, der dem Vater gehorsam wurde „bis zum Tod“ (Phil 2,8). „Wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen zu Sündern wurden, so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen zu Gerechten gemacht werden.“ (Röm 5,19).

Suchst du ein Beispiel für die Verachtung der irdischen Güter, so folge dem, der „der König der Könige und HERR der Herren“ (1Tim 6,15) ist, in dem „alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis verborgen sind“ (Kol 2,3). Am Kreuz hängt ER entblößt, lächerlich gemacht, mit Speichel bedeckt, geschlagen, mit Dornen gekrönt, und schließlich löschte man ihm mit Galle und Essig den Durst.


Lob auf die Ausdauer des Hiob

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Jak 5,9-11:

Klagt nicht übereinander, Brüder, damit ihr nicht gerichtet werdet. Seht, der Richter steht schon vor der Tür.

Brüder, im Leiden und in der Geduld nehmt euch die Propheten zum Vorbild, die im Namen des HERRN gesprochen haben. Wer geduldig alles ertragen hat, den preisen wir glücklich.

Ihr habt von der Ausdauer des Hiob gehört und das Ende gesehen, das der HERR herbeigeführt hat. Denn der HERR ist voll Erbarmen und Mitleid.