IRAN: Die Präsidentenwahl ist eine Farce – Ayatollah Khamenei ist mächtiger als Rohani

IGFM: Wenig Hoffnung für Minderheiten

Am 19. Mai steht im Iran die Wahl des Präsidenten an. Nach Auffassung der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) handelt es sich um eine „Scheinwahl“: Sie soll vorgaukeln, dass die Bürger des Iran über ihre Geschicke mitbestimmen dürfen. Tatsächlich bestimmt aber die religiöse Führung über Kandidaten und politische Siege“.

Mit der Wahl werde sich auch die „desaströse“ Situation der Frauen und Minderheiten im Iran nicht ändern, erklärte die IGFM am heutigen Mittwoch. Die tatsächlichen Machtfaktoren stünden nicht zur Wahl. Der mit Abstand mächtigste Mann im Iran sei nicht der Präsident, sondern der seit 1989 herrschende, demokratisch nicht legitimierte oberste „Führer“ Ayatollah Ali Khamenei, erläutert die IGFM.

Die Bilanz des noch amtierenden und erneut kandidierenden Präsidenten Hassan Rohani kann sich für die herrschenden islamischen Geistlichen zumindest teilweise sehen lassen.

Rohani – selbst Geistlicher im Range eines Hodschatoleslam („Beweis des Islam“) – hat den Iran mit einem Abkommen zu Irans Nuklearprojekten aus der internationalen Isolation geführt. Europäische und amerikanische Unternehmen wetteifern um Handelsbeziehungen zur Islamischen Republik.

Der Iran ist militärisch so einflussreich wie nie zuvor in der jüngeren Geschichte des Landes. Er unterhält eigene Truppen und schiitische Milizen im Irak, in Syrien, im Libanon und im Jemen. Im Land selbst ist die Herrschaft der islamischen Rechtsgelehrten unangefochten.

„Das Gesicht des Präsidenten könnte sich am 19. Mai ändern – das Gesicht der Islamischen Republik und die Herrschaft fanatischer islamischer Geistlicher wird weiterbestehen, so lange der ‚Führer‘ Khamenei im Amt ist“, erläutert IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin (siehe Foto).

Die Bilanz für die iranische Bevölkerung fällt nach Überzeugung der IGFM dagegen düster aus. Rohani hat alle Hoffnungen auf mehr Freiheit und weniger Menschenrechtsverbrechen schwer enttäuscht. Das Land stagniert, die Wirtschaft liegt weiter am Boden, korrupte Seilschaften im Establishment der Islamischen Republik lähmen den Iran. Die Frustration und Enttäuschung vieler Iraner ist enorm, berichtet die IGFM, doch die Antworten des Regimes darauf sind die gleichen geblieben: Willkür, Einschüchterung und Gewalt.

Hintergrund:
„Von demokratischer Teilhabe und Kontrolle kann keine Rede sein. Bei jeder Wahl werden aus Hunderten Bewerbern nur eine Hand voll handverlesene, regimetreue  Kandidaten überhaupt zugelassen. In diesem Jahr sind es sechs Personen, darunter Ebrahim Raisi. Erst im vergangenen Jahr wurde im Iran bekannt, dass er für die Hinrichtung tausender politischer Gefangener im Jahr 1988 mitverantwortlich war. Wird der Favorit des ‚Führers‘ letzlich nicht ‚gewählt‘, antwortet die Islamische Republik mit offener Gewalt. Die Favoriten der gefälschten Präsidentenwahl von 2009 stehen bis heute unter Hausarrest – ohne Anklage, ohne Verfahren und ohne Kontakt zur Öffentlichkeit“, kritisiert die IGFM.

Der eigentliche starke Mann des Iran ist Ali Khamenei in seinem Amt als Oberster „Führer“. Auch er ist ein islamischer Geistlicher, allerdings im Range eines Ajatollah („Zeichen Gottes“). Seine Befugnisse gehen weit über die von Präsident Rohani hinaus. Khamenei stehen die militärisch mächtigen Revolutionsgarden nahe, die „Armee der Wächter der Islamischen Revolution“. Sie dominieren über ein Firmenkonglomerat die iranische Wirtschaft und verfügen mit den Basidsch-Milizen über eine paramilitärische Hilfstruppe, mit der Proteste jederzeit von der Straße geknüppelt – und geschossen werden können, so die IGFM.

Der Iran verfügt nach Auffassung der IGFM über eine breite, sehr gebildete und liberale bürgerliche Mittelschicht. Technologisch sei der Iran enorm entwickelt – doch das Rechtssystem, mit dem islamische Geistliche über das Land herrschen, erscheint dagegen „steinzeitlich“. Bei der „Reform“ des Strafrechts im Jahr 2012 hatten rabiat-islamische Geistliche wie Khamenei selbst darauf bestanden, dass Strafen wie die Steinigung und sogar die Kreuzigung im Strafrecht verbleiben. Die Situation bei Frauenrechten, Rechtsstaatlichkeit, Informations-, Meinungs- und Pressefreiheit ist nach Ansicht der IGFM „grotesk“.

„Die Verfassung der Islamischen Republik haben sich schiitische Geistliche für ihre eigene Herrschaft auf den Leib geschneidert. Mit dieser Verfassung sitzen die Hardliner am längeren Hebel. Man kann befürchten, dass die Revolutionswächter – wenn es soweit ist – versuchen werden, einen Klon Khameneis zu installieren“, erläutert IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin.

Weitere Infos: www.igfm.de/iran


Der IS enthauptete zwei koptische Priester

Die radikal-islamische Terrormiliz Islamischer Staat hat  –  eigenen Angaben zufolge  –  in Ägypten zwei ältere koptische Priester geköpft. Vielleicht fand die Enthauptung  auch auf der Sinai-Halbinsel statt, denn auf den betreffenden Schock-Bildern des IS sieht man deutlich eine Wüstenregion. weisselberg_memoriam

Der IS-Ableger ist schon seit längerem im Sinai und an der dortigen Grenze zum Gazastreifen aktiv und wird dort vom ägyptischen Militär bekämpft. Der IS unterhält enge Beziehungen zur israelfeindlichen Hamas.

Ein selbsternannter „Richter“ beschuldigte die entführten Geistlichen, sie seien „Spione“. Unter diesem Vorwand wurden sie hingerichtet, wobei sie ihren Kopf auf einem Baumstamm ablegen mußten, worauf ein schwarz gekleideter Henker sie mit einem Krummsäbel enthauptet hat. Im Hintergrund sieht man vermummte Mitglieder des IS als Zuschauer.

Quellen: Kronenzeitung, Bild (online)


Peru: Drei ermordete Missionare werden demnächst in Chimbote seliggesprochen

Der Präfekt der Kongregation für die Heiligsprechungen, Kardinal Angelo Amato, zelebriert am kommenden 5. Dezember in Chimbote die Messe anläßlich der Seligsprechung der beiden am 9. und 25.9.1991 ermordeten polnischen Franziskanermissionare Michael Tomaszek und Zbigniew Strzalkowski sowie des italienischen Priesters Alessandro Dordi. P1020947 - Kopie

Die drei Geistlichen wurden von der kommunistisch-maoistischen Untergrund-Rebellengruppe „Sendero Luminoso“ (leuchtender Pfad) ermordet, die vor allem in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts tausende von Morden und Gewalttaten in Peru ausgeübt haben.

Wie die Diözese Chimbote mitteilt, findet der Seligsprechungsgottesdienst im Stadion von Chimbote statt, während am Vorabend um 19 Uhr in der Kathedrale eine Gebetsvigil beginnt, zu der Delegationen aus dem ganzen Land eingeladen sind.

Am Sonntag, den 6. Dezember, stehen die Eröffnung einer Ausstellung über das Leben des seligen Alessandro Dordi, eine Danksagungsmesse und eine kulturelle Veranstaltung auf dem Programm. Um 16.30 Uhr ist eine Wallfahrt zum Ort des Martyriums von Pfarrer Dordi vorgesehen  –  und um 17 Uhr findet die Grundsteinlegung für die Kappelle des seligen Alessandro Dordi statt.
Bei den neuen Seligen handelt es sich um die ersten seliggesprochenen Märtyrer in Peru.

Quelle: Fidesdienst


GOTT hat ein HERZ für die MENSCHEN

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GOTT braucht die Priester,  damit sie  s e i n  Herz verschenken und das ihrige dazu.

Paul Claudel


Studie: Nachlässige Beichtpraxis bei vielen Priestern und bei fast allen „Pastis“

Von Felizitas Küble

Kürzlich wurden auf einer Pressekonferenz in der Katholischen Akademie Berlin die Ergebnisse einer Seelsorgsstudie vorgestellt: http://www.domradio.de/sites/default/files/pdf/seelsorgestudie.pdf
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An der Untersuchung nahmen in den Jahren 2012 bis 2014 ca. 8600 Personen im kirchlichen Dienst teil (davon ca. 4200 Priester) aus 22 von 27 katholischen Bistümern sowie aus Ordensgemeinschaften. 0023
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Unter den verschiedenen Berufsgruppen befanden sich Gemeindereferent/innen, Pastoralassistent/innen, Diakone und Priester.
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Erschütternd an dieser Studie ist vor allem folgendes Ergebnis: 54% der befragten Priester gehen nur einmal jährlich oder noch seltener zur Beichte.
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Bei den Gemeindereferenten sind es 88%, bei den „voll-akademischen“ Pastoralassistenten (im Volksmund „Pastis“ genannt) sind es sogar 91%, die höchstens einmal im Jahr das Bußsakrament empfangen.
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Die persönliche Beichte ist ein Sakrament in der Kirche des HERRN, ein Ostergeschenk des auferstandenen Christus an seine Kirche.
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Jeder Katholik soll laut Kirchengebot mindestens jährlich – möglichst zur österlichen Zeit – zur Beichte gehen. Das gilt gerade für Priester, aber auch für kirchliche Mitarbeiter  –  und natürlich für alle gläubigen Katholiken.
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Empfehlenswert ist eine häufigere Beichte, zB. alle zwei oder drei Monate, zumal der Mensch hierdurch eine bessere Übersicht über sein Leben, seine Probleme und sein „Sündenregister“ gewinnt.
 Foto: Felizitas Küble

Vertrauen der Deutschen in die Pfarrerschaft nimmt wieder zu

Das Vertrauen der Deutschen zu Geistlichen steigt wieder. Das geht aus einer repräsentativen Studie des Magazins „Reader´s Digest“ hervor. Danach haben 48 Prozent der Bundesbürger „sehr hohes“ oder „ziemlich hohes“ Vertrauen zu Pfarrern.

Im vergangenen Jahr war der Wert auf 37 Prozent abgesackt. Das Magazin hatte das mit den Medienberichten über sexuellen Missbrauchs in kirchlichen Einrichtungen begründet. 2007 hatten noch 55 Prozent der Deutschen erklärt, dass sie Geistlichen vertrauen. imm005_3

Bei der aktuellen Umfrage liegen Pastoren bzw. Priester auf Platz 13 unter 20 Berufsgruppen. Sie rangieren damit hinter Taxifahrern (57 Prozent) und Rechtsanwälten (52 Prozent).

Das meiste Vertrauen genießen in Deutschland Feuerwehrleute (92 Prozent), Krankenschwestern (89 Prozent), Piloten (88 Prozent), Apotheker (85 Prozent) und Ärzte (80 Prozent).

Am Ende der Skala finden sich Gewerkschaftsführer (28 Prozent), Fußballspieler (20 Prozent), Autoverkäufer (16 Prozent), Finanzberater (14 Prozent) und Politiker (10 Prozent).

Die Ergebnisse in Deutschland sind Teil der seit 2001 durchgeführten Studie „European Trusted Brands“. Dafür wurden über 18.000 Personen in zwölf Ländern Europas befragt, davon fast 3.300 in Deutschland.

Im europäischen Durchschnitt schneidet die Pfarrerschaft  –  38 Prozent der Bürger vertrauen ihnen  –  schlechter ab als in Deutschland (48 Prozent). In der Schweiz haben 49 Prozent der Befragten Vertrauen zu Pfarrern; das ist ein Zuwachs um vier Prozentpunkte gegenüber 2012.

Quelle: http://www.idea.de