Der IS enthauptete zwei koptische Priester

Die radikal-islamische Terrormiliz Islamischer Staat hat  –  eigenen Angaben zufolge  –  in Ägypten zwei ältere koptische Priester geköpft. Vielleicht fand die Enthauptung  auch auf der Sinai-Halbinsel statt, denn auf den betreffenden Schock-Bildern des IS sieht man deutlich eine Wüstenregion. weisselberg_memoriam

Der IS-Ableger ist schon seit längerem im Sinai und an der dortigen Grenze zum Gazastreifen aktiv und wird dort vom ägyptischen Militär bekämpft. Der IS unterhält enge Beziehungen zur israelfeindlichen Hamas.

Ein selbsternannter „Richter“ beschuldigte die entführten Geistlichen, sie seien „Spione“. Unter diesem Vorwand wurden sie hingerichtet, wobei sie ihren Kopf auf einem Baumstamm ablegen mußten, worauf ein schwarz gekleideter Henker sie mit einem Krummsäbel enthauptet hat. Im Hintergrund sieht man vermummte Mitglieder des IS als Zuschauer.

Quellen: Kronenzeitung, Bild (online)


Peru: Drei ermordete Missionare werden demnächst in Chimbote seliggesprochen

Der Präfekt der Kongregation für die Heiligsprechungen, Kardinal Angelo Amato, zelebriert am kommenden 5. Dezember in Chimbote die Messe anläßlich der Seligsprechung der beiden am 9. und 25.9.1991 ermordeten polnischen Franziskanermissionare Michael Tomaszek und Zbigniew Strzalkowski sowie des italienischen Priesters Alessandro Dordi. P1020947 - Kopie

Die drei Geistlichen wurden von der kommunistisch-maoistischen Untergrund-Rebellengruppe „Sendero Luminoso“ (leuchtender Pfad) ermordet, die vor allem in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts tausende von Morden und Gewalttaten in Peru ausgeübt haben.

Wie die Diözese Chimbote mitteilt, findet der Seligsprechungsgottesdienst im Stadion von Chimbote statt, während am Vorabend um 19 Uhr in der Kathedrale eine Gebetsvigil beginnt, zu der Delegationen aus dem ganzen Land eingeladen sind.

Am Sonntag, den 6. Dezember, stehen die Eröffnung einer Ausstellung über das Leben des seligen Alessandro Dordi, eine Danksagungsmesse und eine kulturelle Veranstaltung auf dem Programm. Um 16.30 Uhr ist eine Wallfahrt zum Ort des Martyriums von Pfarrer Dordi vorgesehen  –  und um 17 Uhr findet die Grundsteinlegung für die Kappelle des seligen Alessandro Dordi statt.
Bei den neuen Seligen handelt es sich um die ersten seliggesprochenen Märtyrer in Peru.

Quelle: Fidesdienst


GOTT hat ein HERZ für die MENSCHEN

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GOTT braucht die Priester,  damit sie  s e i n  Herz verschenken und das ihrige dazu.

Paul Claudel


Studie: Nachlässige Beichtpraxis bei vielen Priestern und bei fast allen „Pastis“

Von Felizitas Küble

Kürzlich wurden auf einer Pressekonferenz in der Katholischen Akademie Berlin die Ergebnisse einer Seelsorgsstudie vorgestellt: http://www.domradio.de/sites/default/files/pdf/seelsorgestudie.pdf
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An der Untersuchung nahmen in den Jahren 2012 bis 2014 ca. 8600 Personen im kirchlichen Dienst teil (davon ca. 4200 Priester) aus 22 von 27 katholischen Bistümern sowie aus Ordensgemeinschaften. 0023
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Unter den verschiedenen Berufsgruppen befanden sich Gemeindereferent/innen, Pastoralassistent/innen, Diakone und Priester.
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Erschütternd an dieser Studie ist vor allem folgendes Ergebnis: 54% der befragten Priester gehen nur einmal jährlich oder noch seltener zur Beichte.
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Bei den Gemeindereferenten sind es 88%, bei den „voll-akademischen“ Pastoralassistenten (im Volksmund „Pastis“ genannt) sind es sogar 91%, die höchstens einmal im Jahr das Bußsakrament empfangen.
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Die persönliche Beichte ist ein Sakrament in der Kirche des HERRN, ein Ostergeschenk des auferstandenen Christus an seine Kirche.
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Jeder Katholik soll laut Kirchengebot mindestens jährlich – möglichst zur österlichen Zeit – zur Beichte gehen. Das gilt gerade für Priester, aber auch für kirchliche Mitarbeiter  –  und natürlich für alle gläubigen Katholiken.
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Empfehlenswert ist eine häufigere Beichte, zB. alle zwei oder drei Monate, zumal der Mensch hierdurch eine bessere Übersicht über sein Leben, seine Probleme und sein „Sündenregister“ gewinnt.
 Foto: Felizitas Küble

Vertrauen der Deutschen in die Pfarrerschaft nimmt wieder zu

Das Vertrauen der Deutschen zu Geistlichen steigt wieder. Das geht aus einer repräsentativen Studie des Magazins „Reader´s Digest“ hervor. Danach haben 48 Prozent der Bundesbürger „sehr hohes“ oder „ziemlich hohes“ Vertrauen zu Pfarrern.

Im vergangenen Jahr war der Wert auf 37 Prozent abgesackt. Das Magazin hatte das mit den Medienberichten über sexuellen Missbrauchs in kirchlichen Einrichtungen begründet. 2007 hatten noch 55 Prozent der Deutschen erklärt, dass sie Geistlichen vertrauen. imm005_3

Bei der aktuellen Umfrage liegen Pastoren bzw. Priester auf Platz 13 unter 20 Berufsgruppen. Sie rangieren damit hinter Taxifahrern (57 Prozent) und Rechtsanwälten (52 Prozent).

Das meiste Vertrauen genießen in Deutschland Feuerwehrleute (92 Prozent), Krankenschwestern (89 Prozent), Piloten (88 Prozent), Apotheker (85 Prozent) und Ärzte (80 Prozent).

Am Ende der Skala finden sich Gewerkschaftsführer (28 Prozent), Fußballspieler (20 Prozent), Autoverkäufer (16 Prozent), Finanzberater (14 Prozent) und Politiker (10 Prozent).

Die Ergebnisse in Deutschland sind Teil der seit 2001 durchgeführten Studie „European Trusted Brands“. Dafür wurden über 18.000 Personen in zwölf Ländern Europas befragt, davon fast 3.300 in Deutschland.

Im europäischen Durchschnitt schneidet die Pfarrerschaft  –  38 Prozent der Bürger vertrauen ihnen  –  schlechter ab als in Deutschland (48 Prozent). In der Schweiz haben 49 Prozent der Befragten Vertrauen zu Pfarrern; das ist ein Zuwachs um vier Prozentpunkte gegenüber 2012.

Quelle: http://www.idea.de