Bitcoin und Kryptowährungen im größeren Zusammenhang betrachtet

Von Dr. Bernd F. Pelz

Nach dem Zweiten Weltkrieg gewann unser internationales Währungssystem – bestehend aus den Geschäftsbanken, den nationalen Zentralbanken und der Bank für internationalen Zahlungsausgleich – das Vertrauen der Bürger, welches auch heute noch vorhanden ist.

Das zeigt sich zum Beispiel daran, dass die Bürger im Euroraum in den ersten neun Monaten dieses Jahres auf ihre Bankkonten 400 Milliarden Euro mehr eingezahlt haben als sie abgehoben haben (1). Sie vertrauen  weiterhin darauf, dass die nationalen Währungen als 1.) Zahlungsmittel, 2. Wertmaßstab und 3. Wertaufbewahrung auch in Zukunft geeignet sind.

Der Handel mit Währungen (Devisenhandel) hat im Zuge der Globalisierung eine gigantische Dimension erreicht: Gegenwärtig werden in US-Dollar ausgedrückt pro Tag etwa 5 Billionen Dollar im Devisenhandel um den Globus bewegt.

Die Weltwährungsreserven, d.h. die Bestände verschiedener weltweit gehandelter Währungen liegt gegenwärtig in der Größenordnung von 11 – 12 Billionen Dollar. (Zum Vergleich: 1980 betrugen die Weltwährungsreserven etwa 400 Milliarden Dollar und der tägliche, weltweite Devisenumsatz ca. 120 Milliarden Dollar pro Tag.) (2)

Das heißt: Wir haben es heute mit einer gigantischen Maschinerie zu tun, die einmal der Abwicklung der grenzüberschreitenden Handels- und Direktinvestitionsströme dient und zum anderen dem grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr für andere Zwecke (z.B. dem Handel und der Spekulation mit Aktien, Anleihen, Derivaten, Währungen und anderen Vermögensgegenständen).

Bei diesen Größenordnungen und den in diesen Jahren aufgetretenen Ungereimtheiten speziell der steigenden Staatsverschuldung und der Furcht vor einer unvermeidlichen Inflation –  ist es also kein Wunder, dass sich intelligente Leute mit der Frage befasst haben, ob das alles (= das Zahlungssystem und der Devisenhandel)  nicht anders und einfacher gestaltet werden könnten.

Von 2007 – 2009, zu Zeiten der beginnenden Finanzkrise,  publizierte ein nie gesehener Programmierspezialist unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto eine Verschlüsselungstechniken (Kryptographie) nutzende Software (blockchain), die diesem Anliegen Rechnung tragen sollte (3,8).

Die Idee war, elektronisches Bargeld direkt von einer Person an eine andere senden zu können, ohne eine Finanzinstitut einschalten zu müssen – und ohne diese Transaktion Dritten nachweisen zu müssen. Bei BTCDirect finden Sie unter der Rubrik Wissensdatenbank (8) gute Erklärungen zu bitcoin und Kryptowährungen.

Diese verlockende Idee wurde von Bitcoin.com (4) aufgegriffen und Bitcoin hat sich seitdem zum größten Anbieter von Kryptowährung neben mehreren hundert anderen entwickelt.  

Allerdings muss man darauf hinweisen, dass Kryptowährungen keine Währungen, d.h. gesetzliche Zahlungsmittel sind. Wer eine Kryptowährung besitzt, ist im Zweifelsfalle immer darauf angewiesen, diese gegen eine der internationalen Währungen (US-Dollar, Euro, Yen, Britische Pfund etc.) eintauschen zu müssen, wenn sein Handelspartner diese nicht will.

Per Definition ist die Anzahl von „bitcoins“, d.h. den virtuellen bitcoin-Münzen auf 21 Millionen beschränkt. D.h. beim jetzigen Kurs von etwa 20000 $ wäre der Gesamtwert aller bitcoins etwa 420 Milliarden Dollar und damit nur ein Bruchteil der auf der Welt zirkulierenden Währungen (s. o.).

Der Anzahl der in Umlauf befindlichen bitcoins im Oktober 2020 belief sich auf 18,53 Millionen (6).

Die Frage ist nun, wie sich bitcoin weiter entwickeln wird und ob man sein Geld in bitcoin anlegen soll.

Ganz allgemein muss man sagen, dass auch in Deutschland, nicht zuletzt durch die Auswirkungen der Corona-Krise, die Bereitschaft, unbar – also mit digitaler Währung – zu bezahlen zugenommen hat und voraussichtlich weiter zunehmen wird. Diese Entwicklung wird auch getrieben von großen internationalen Handelsketten in China und den USA mit eigenen Bezahlsystemen (Alibaba mit Alipay, Facebook mit Diem),  Finanzdienstleistern (wie Paypal, die bitcoin akzeptieren) und auch von Überlegungen der Großbanken und Zentralbanken. 

Wie sich bitcoin als Organisation weiter entwickeln wird, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Sicher ist jedoch, dass das von bitcoin zur Verfügung gestellte kleine Volumen und der immense Energieaufwand der notwendigen Rechensysteme (derzeit 60 Terawattstunden Strom pro Jahr, was knapp die Hälfte des Stromverbrauchs von Argentinien ausmacht), sowie die Langsamkeit des Systems eine Abwicklung des gesamten globalen Währungshandels mit einem bitcoin-System nicht ermöglichen werden.

Die Bitcoin-Blockchain kann in jeweils zehn Minuten nur etwa 3000 Transaktionen durchführen. Auch sind die Transaktionskosten nicht zu vernachlässigen: Coinbase zum Beispiel verlangt 1,49 Prozent als Provision für den Kauf eines Bitcoins. In einem Aufsatz der Schweizerischen Nationalbank findet sich folgende Zusammenfassung (8):

„Kryptowährungen sind keine echte Konkurrenz für die traditionellen Währungen. Hingegen hat die zugrundeliegende Distributed Ledger Technology (blockchain) Potenzial. Dies gilt insbesondere in komplexen Bereichen wie der Wertschriftenabwicklung und dem grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr. Allerdings muss sich die Technologie in der Praxis erst noch bewähren.“

Außerdem sind die Zeiten, in denen  man  direkt mit bitcoin auf dem Smartphone, Tablet oder PC  handeln konnte, lange vorbei. Man braucht heute also einen Intermediär (einen „wallet“-Anbieter), der einem bei einer Transaktion behilflich ist. – Und zudem ist total undurchsichtig, wie viele Leute wie viele der Ressourcen wirklich besitzen.

Langer Rede kurzer Sinn: nur wenn Sie überflüssiges Geld haben und sehr risikobereit sind, könnten Sie einen Versuch starten. Ansonsten lassen Sie besser die Finger davon.

Unser Autor Bernd F. Pelz aus Bornheim bei Bonn ist Wirtschaftsexperte, Vortragsredner und professioneller Hobby-Fotograf (zahlreiche Fotos für unseren ECCLESIA-Plakatdienst und für die Illustration unseres CHRISTLICHEN FORUM stammen von ihm)

Anmerkungen:
1.) FAZ vom 8.12.2020, S. 29: Einlagen der Banken steigen wie noch nie
2.) Bundeszentrale für politische Bildung, 15.11.2017: Währungsreserven und Devisenumsatz 1079/80 bis 2016
3.) https://de.wikipedia.org/wiki/Bitcoinwww.bitcoin.org
4:) www.bitcoin.com, http://www.bitcoin.org
5.) Zahlreiche Veröfffentlichungen zu dem Thema Kryptowährungen finden Sie unter dem Suchwort „Kryptowährungen“ bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, www.bis.org., der Deutschen Bundesbank www.bundesbank.de , dem Internationalen Währungsfonds www.imf.org , der Neuen Züricher Zeitung www.nzz.ch
6.) https://de.statista.com/statistik/daten/studie/283301/umfrage/gesamtzahl-der-bitcoins-in-umlauf/
7.) https://btcdirect.eu/de-at/wissensdatenbank
8.) https://www.snb.ch/de/mmr/speeches/id/ref_20180405_amr/source/ref_20180405_amr.de.pdf


Kriminelle Clans stärker beim Geld packen

Nach einer aktuellen Einschätzung des Deutschen Richterbunds haben sich die verschärften Vorschriften zur Einziehung von Vermögen im Kampf gegen die organisierte Kriminalität bewährt. Hierzu erklärt der rechtspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Dr. Jan-Marco Luczak:

„Verbrechen darf sich nicht lohnen! Dafür haben wir uns als Union für die Verschärfung der Vorschriften zur Vermögensabschöpfung stark gemacht. Wir wollen organisierte Kriminalität und insbesondere die sogenannte Clankriminalität da treffen, wo es besonders wehtut: beim Geld.

Mit den verschärften Vorschriften gelingt es zunehmend, Vermögen, welches aus kriminellen Machenschaften stammt, einzuziehen.

Wir werden auch weiter entschlossen und mit einer Null-Toleranz-Politik gegen kriminelle Clans vorgehen.

Mit dem ‚Pakt für den Rechtsstaat‘ stärken wir Polizei und Justiz personell und sorgen für die konsequente Durchsetzung geltenden Rechts, und zwar in allen Bereichen und gegenüber jedermann.“


Ist der Milliardär George Soros einer der „größten Wohltäter der Welt“?

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Gregor Peter Schmitz schrieb in der Augsburger Allgemeinen Zeitung (29.11.2018) ein Porträt mit dem Titel „Staatsfeind Nummer 1“. Der Untertitel lautet „George Soros ist einer der reichsten Menschen, aber er will mehr sein: Ein politischer Missionar“. Soros sagt von sich: „Ich möchte die Welt umstürzen.“

Der Verfasser Schmitz fügt an, „dass ihm (Soros) schon in jungen Jahren klar geworden sei, er müsse sich an Menschen wie Leonardo da Vinci messen oder Albert Einstein. Menschen, die halt was verändern“.

BILD: Prof. Gindert leitet das „Forum Deutscher Katholiken“  mit seinem Glaubenskongreß

Von wem ist dieser „Weltveränderer“ für sein Tun legimitiert? Wer hat ihn gewählt? Niemand!

Es ist das Geld, das ihm  – den „25fachen Milliardär“ – Mittel an die Hand gibt, Politik zu betreiben.

Soros ist „einer der gewieftesten Spekulanten aller Zeiten… ihn interessiert, Geld zu machen als Spielgeld für seine wahre Mission, die politische Philosophie“, so der Autor, der „vor 5 Jahren ein Buch mit ihm schrieb“.

Was ist die „politische Philosophie“ des George Soros.?

Der Ungar Soros studierte in London bei Karl Popper, dem Erfinder der „offenen Gesellschaft“; eine „offene Gesellschaft sieht Soros offenbar u. a. bei Barack Obama und Hilary Clinton gegeben.

„Soros gehört zu den größten US-Wahlkampfspendern“. Wieviel Geld Soros darüber hinaus in die Nichtregierungsorganisationen (NGO’s) pumpt, die Hilfen in Entwicklungsländer geben –  gekoppelt mit der Bereitschaft dieser Staaten zu „reproduktiver Gesundheit“, sprich: Abtreibung  –  wird im Artikel nicht angegeben.

Soros wird vielmehr als „einer der größten Wohltäter der Welt“ apostrophiert, denn er habe „viele Milliarden Euro über Jahrzehnte in seine Stiftungen nach Osteuropa, nach Russland und in die EU, aber auch in die USA für die Integration von Armen und Minderheiten“ gegeben. „Er will eine offene und liberale Gesellschaft fördern“.

Es ist eine Gesellschaft der autonomen Moral, frei von ethischen Bindungen und „Zwängen“.

Wer die Welt umstürzen und die Gesellschaft verändern will, setzt bei Ehe und Familie an. Soros praktiziert das selbst. Er ist zum dritten Mal verheiratet – mit einer 42 Jahre jüngeren Frau.

Wer anders denkt als Soros, gehört zu den „Feinden“, wie Ministerpräsident Viktor Orban von Ungarn, der im Artikel als „Autokrat“ bezeichnet wird, oder wie US-Präsident Donald Trump. Immerhin sind beide Männer in freien Wahlen demokratisch gewählt worden. Sie müssen ihre Politik in einem Rechtsstaat betreiben, der einer „Autokratie“ Grenzen setzt.

Wer aber hat George Soros gewählt, der mit seinen Milliarden Einfluss auf das politische Geschehen nimmt? Denn sein Geld nehmen „die Mächtigen durchaus an“, wie es offenherzig im Artikel heißt.


Das Leitwort des hl. Paulus: „Wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht verkünde!“

Am 8. Februar 2015 hielt Kurienkardinal Walter Brandmüller, der frühere Kirchenhistoriker aus Bayern, eine aufrüttelnde Predigt bei einer heiligen Messe am Petrusgrab mit den Teilnehmern des jüngsten Journalistentreffens, zu dem das Vatican-Magazin eingeladen hatte.

Hier folgt der Wortlaut seiner Bibelauslegung:

Es geht  –  wie so oft  –  auch in diesem 9. Kapitel des 1. Korintherbriefes ums Geld, genauer  –  sagen wir es in heutigen Begriffen  –  um die Klerusbesoldung. Paulus begründet, verteidigt das Recht der Boten des Evangeliums auf Unterhalt durch die Gemeinde:  afc127c26a

Wer weidet eine Herde und trinkt nicht von ihrer Milch? Wenn wir für euch die Geistesgaben gesät haben, ist es dann zuviel, wenn wir von euch irdische Gaben ernten?“   –  „Ich aber“, fährt er fort, „habe all das nicht in Anspruch genommen.“   – Und warum?  –  „Ein Zwang liegt auf mir – Wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht verkünde!“

Wie des Öfteren, wenn er polemisch wird, sich verteidigen muss, gibt Paulus auch hier Einblick in sein Lebensverständnis als Apostel.

Es ist offenkundig: der Zwang, der ihn zur Verkündigung treibt, ergab sich aus seinem Erlebnis von Damaskus. Von diesem Augenblick an drängt es ihn, Christus zu verkünden. Einige Tage nach seiner Taufe  –  heißt es in der Apostelgeschichte  –  blieb er bei den Jüngern in Damaskus, und sogleich verkündete er Jesus in den Synagogen und sagte: „ER ist der Sohn Gottes“.

Paulus, der Völkerapostel, angetrieben von Christus

Das Erlebnis seiner Begegnung mit dem verherrlichten HERRN hatte ihn zutiefst aufgewühlt: Es treibt ihn, über Land und Meer von Israel über die Türkei, nach Griechenland, Italien bis Spanien. Er muss mitteilen, verkünden, was er mit diesem Jesus, den er verfolgt hatte, erlebt hat. „Ein Zwang liegt auf mir“. „Wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht verkünde“, denn es sollen ja alle durch den Glauben an jenen κύριος, dem er vor Damaskus begegnet ist, ewiges Heil erlangen. jesus in der synagoge von nazareth

Da nun spielt die Frage „Was ist mein Lohn?“ für Paulus keine Rolle mehr.

Ganz anders hatte Petrus einst gefragt: Meister, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was wird uns dafür zuteil werden?  –  Erstaunlich, dass Jesus darauf eingegangen ist und ihm jenes große Versprechen gegeben hat: Hundertfach wird er das Verlassene erhalten und das ewige Leben dazu!

Paulus hingegen stellt sich diese Frage und beantwortet sie selbst: Mein Lohn ist, dass ich das Evangelium unentgeltlich verkünde – von der Gemeinde will er dafür nichts.

Nun, all das galt für den Apostel der Völker, das gilt wohl auch für die Nachfolger der Apostel und ihre Helfer, die Priester. Für sie alle ist das Mit-teilen, die Verkündigung der Botschaft vom Heil in Christus, eigentliche Raison d’être, eigentlicher Lebensinhalt. Dazu sind sie geweiht und gesandt.

Die Firmung beruft uns zu Zeugen des Glaubens

Aber es geht bei diesem Auftrag zur Verkündigung nicht nur um die durch Weihe und Sendung übertragene Vollmacht zur Predigt des Evangeliums. Diese ist in der Tat Sache der Bischöfe und ihrer Priester, allenfalls der Diakone. Die von diesen empfangene Botschaft bedarf aber der Weitergabe durch jeden, der sie gehört hat und von ihr ergriffen wurde. c (46)

Es ist das Sakrament der Firmung, durch das jeder Christ zum Zeugen des Evangeliums bestellt wird. Es ist nicht in des Einzelnen Belieben gestellt, ob er diesem Auftrag entsprechen will, er ist gesandt –  und wer immer von der Gewissheit erfüllt ist, dass er in Christus sein zeitliches und ewiges Heil gefunden hat: Kann er diese beglückende Erfahrung für sich behalten? Darf er es?

Alle reden heute von Neuevangelisierung. Man gründet einen eigenen päpstlichen Rat, der diese ins Werk setzen soll. Man überlegt Public-relations-Strategien, Aktionsprogramme  –  na ja!

Aber wird das Klappern des kirchlichen Apparats die Schlafenden wecken? Die Aufmerksamkeit der Vielen auf die Botschaft Christi lenken?

FORTSETZUNG der Predigt hier: http://www.vatican-magazin.de/index.php/blog/295-weh-mir-wenn-ich-das-evangelium-nicht-verkuende


Ex-Millionär Josef Müller: „Gott sei Dank, dass ich ins Gefängnis kam“

In seiner ZDF-Talksendung am Pfingstsonntag interviewte Peter Hahne u.a. den ehem. Millionär und Anlagebetrüger Josef Müller (Fürstenfeldbruck). Für ihn war früher Geld, Erfolg und Ruhm alles.  Sayn-Abteikirche-DSC_0195-2

In den neunziger Jahren gehörte er zur Schickeria Münchens. Wegen Millionenbetrugs wurde er im Jahr 2005 zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt.

In der kalten Gefängniszelle sei er ins Nachdenken über sein „dekadentes“ Leben gekommen und habe sich Jesus Christus anvertraut, sagte er jetzt in der Sendung „Peter Hahne“.

Dadurch habe er innere Freiheit, Freude und ungeheuer viel Kraft erhalten. Heute könne er sagen: „Gott sei Dank, dass ich ins Gefängnis kam.“

Mit Uli Hoeneß über Gott sprechen

Paradoxerweise habe er in der Unfreiheit der Haft durch die Bindung an Gott „die wahre Freiheit gefunden“. Strafe und Reue wegen seiner Taten seien notwendig gewesen. Zur Reue gehöre auch Wiedergutmachung.

Er habe insgesamt etwa 40 Millionen Euro durchgebracht; noch habe er rund zehn Millionen Euro Schulden. Während die Banken die Verluste meist abgeschrieben hätten, suche er den Vergleich mit einzelnen Gläubigern, denen es nicht gut gehe. Dafür verzichte er auf sein Autorenhonorar für sein 2013 erschienenes Buch „Ziemlich bester Schurke“.

Für ihn selbst spiele das Streben nach Geld keine Rolle mehr. Insgeheim hege er den Wunsch, mit dem wegen Steuerbetrugs verurteilten früheren Präsidenten des Fußballvereins Bayern München, Uli Hoeneß, im Gefängnis in Landsberg darüber zu sprechen, was ihm der Glaube an Christus bedeute.

Quelle: http://www.idea.de


Zweit-Ehen sind stark scheidungsgefährdet

Scheidungen werden immer schärfer ausgefochten. „Heute wird hart und erbarmungslos geschieden“, schreibt Deutschlands prominentester Scheidungsanwalt, Hermann Messmer (München), in der Zeitung „Bild am Sonntag“.

Er hat an über 5000 Verfahren mitgewirkt. Etwa jede zweite Scheidung ging „schmutzig“ über die Bühne. Am meisten stritten die Paare über Geld, unabhängig von ihren Vermögensverhältnissen. 0023

Eine „normale“ Scheidung kostet laut Messmer zwischen 2000 und 15.000 Euro. Aber meist stritten sich Mann und Frau noch jahrelang um das Vermögen und den Unterhalt.

Viele Geschiedene lernten aus ihren Fehlern nicht, denn inzwischen seien Zweit-Ehen genauso scheidungsgefährdet wie Erst-Ehen. Ein Grund sei, dass man vorbelastet in die neue Partnerschaft gehe, etwa durch Kinder, die ein oder beide Partner mitbringen.

Laut Messmer bedeuten sogenannte Flickenteppich-Familien mit Kindern aus vorherigen Ehen „unglaublich viel Beziehungsarbeit“.

Quelle: http://www.idea.de