Evangelikaler Gnadau-Dachverband bekräftigt die Ehe von Mann und Frau

Keine Leitungsaufgaben für praktizierende Homosexuelle

Im Streit um theologische Positionen innerhalb der evangelikalen Bewegung hat die Mitgliederversammlung der größten Dachorganisation – der Evangelische Gnadauer Gemeinschaftsverband – eine Erklärung verabschiedet.

In ihr spricht sie sich für die traditionelle Ehe aus. Zum Thema Homosexualität wird geäußert: „Weil die Lebensform eines Menschen immer ‚mit-spricht‘ und ‚mit-verkündigt‘, berufen wir Menschen, die in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft leben, weder in den Verkündigungsdienst noch in Leitungsaufgaben. Denn Leben und Lehre gehören zusammen“, so der Wortlaut. Ob Aufgaben anderer Art auch betroffen sind, wird nicht erläutert. BILD0222

Die Erklärung beschloss die Versammlung dieser Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften mit über 200.000 Mitgliedern am Abend des 19. Februar in Schwäbisch Gmünd.

Weiter heißt es in der – wie verlautet – mit „breiter Mehrheit“ beschlossenen Erklärung: „Wir bekennen uns unverändert dazu, dass Gott den Menschen als Mann und Frau geschaffen hat.“

Gott segne die Ehe von Mann und Frau in besonderer Weise. Der Trausegen sei ein einzigartiger Segen für die eheliche Gemeinschaft von Mann und Frau und könne darum nicht auf eine andere Lebensform übertragen werden.

In der lebenslangen Einehe habe die menschliche Sexualität einen einzigartigen Raum zur Entfaltung und Gestaltung: „Menschen, die nicht in einer Ehe leben, sind unabhängig von Geschlecht und Alter zur Enthaltsamkeit aufgerufen, zu der Gott ‚Wollen und Vollbringen’ schenken kann.“

Damit folgte die Mehrheit der Mitgliederversammlung in der Frage der Homosexualität nicht ihrem Präses Michael Diener, der in Interviews gewünscht hatte, dass auch Christen, die ihre Gleichgeschlechtlichkeit praktizieren, Mitarbeiter in evangelikalen Gemeinschaften sein können.

Quelle: http://www.idea.de/thema-des-tages/artikel/groesste-evangelikale-organisation-nein-zu-homosexuellen-predigern-83702.html

Foto: Evita Gründler


Evangelikale Hitparade: „Großer Gott, wir loben dich“ auf Platz 1

Eine „christliche Hitparade“ hat der pietistische Süddeutsche Gemeinschaftsverband ermittelt. Daran beteiligten sich mehr als 200 Mitglieder und Freunde.

Auf Platz 1 wählten die Evangelikalen den katholischen Choral „Großer Gott, wir loben dich“, den der Priester Ignaz Franz 1771 dichtete. Jeder achte Teilnehmer zählte dieses Lied zu seinen fünf Lieblingen.

Auch die Nächstplatzierten gehören in die Kategorie klassische Kirchenlieder: „Welch ein Freund ist unser Jesus“, „Stern, auf den ich schaue“, „Du, meine Seele, singe“, „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“, „Du großer Gott, wenn ich die Welt betrachte“ und „Befiehl du deine Wege“.

Erst ab der siebten Stelle rangieren zeitgenössische Kompositionen: „Vergiss nicht zu danken dem ewigen Herrn“ von Heino Tangermann aus dem Jahr 1967, „Herr, weil mich festhält deine starke Hand“ von der Aidlinger Diakonisse Helga Winkel (1957) und „Meine Zeit steht in deinen Händen“ des früheren Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden, Peter Strauch (1980).

Quelle: http://www.idea.de


Evangelikaler Pfarrer Rainer Schmidt: Erfülltes Leben trotz Behinderungen

Ein erfülltes Leben hängt nicht von körperlicher Unversehrtheit ab. Diese Ansicht vertrat Pfarrer Rainer Schmidt (Bonn) auf der Jahreskonferenz des Süddeutschen Gemeinschaftsverbandes am 3. Oktober 2012 in Heilbronn.

Er ist selbst stark körperbehindert, ihm fehlen beide Unterarme  – und sein rechter Oberschenkel ist rund 25 Zentimeter kürzer, so daß er eine Beinprothese tragen muß. Dennoch hat er große Erfolge als Tischtennisspieler errungen. Bei Welt- und Europameisterschaften sowie bei Paralympischen Spielen gewann er mehrere Goldmedaillen.

Als er erkannt habe, daß er sich für seine Behinderung nicht zu schämen braucht, habe sein Leben eine rasante Wendung genommen, sagte er vor etwa 1000 Besuchern.

Er habe erfahren, „dass Gottes Geist Lebensfreude schenkt“. In der Bibel würden Behinderungen nicht als Mangel dargestellt. Gott setze jedem Menschen Grenzen, die nur in der Gemeinschaft mit anderen bewältigt werden könnten.

Hilfe zur Integration von Einwanderern

In einem Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate berichtete der Vorsitzende des pietistischen Verbands, Dietmar Kamlah, von „erfreulichen Aufbrüchen zu Menschen, zu denen wir gewöhnlich wenig Kontakt haben“. 

Einige Initiativen unterstützten die gesellschaftliche Integration von Einwanderern. Beispielsweise würden im Gemeinschaftshaus von Schwäbisch Hall Sprachkurse für Asylbewerber angeboten.

In einer Ludwigsburger Realschule treffe sich in Kooperation mit Mitarbeitern der Liebenzeller Mission eine Musik-Arbeitsgemeinschaft, an der sich auch ausländische Kinder beteiligten. Dadurch entstünden viele Kontakte zu Familien.

Quelle: www.idea.de