Hessen: Der Kampf gegen den Genderismus an den Schulen geht weiter

Mathias von Gersdorff

Heute beginnt das neue Schuljahr in Hessen und damit fängt das entscheidende Jahr zur Durchsetzung des Gender-Lehrplans für dieses Bundesland an.

Zur Erinnerung:
Kultusminister Ralph Alexander Lorz (CDU) beschloss unter dem Druck der Grünen einen „Lehrplan zur Sexualerziehung“, der für Kinder ab sechs Jahren (!) fächerübergreifend und verbindlich Genderismus sowie die „Akzeptanz sexueller Vielfalt und Geschlechteridentitäten“ vorsieht.

Was man den Kindern dabei zumuten will, kann einen zur Weißglut bringen:
•    In der Altersgruppe von 6 – 10 Jahren ist das Thema „unterschiedliche Familiensituationen (z.B. Patchworkfamilien und gleichgeschlechtliche Partnerschaften)“ verbindlich vorgeschrieben!
•    „Unterschiedliche sexuelle Orientierungen und geschlechtliche Identitäten (Hetero-, Bi-, Homo- und Transsexualität)“ sind verbindliche Themen für die 10- bis 12-jährigen Schüler.
•    Die 13- bis 16-Jährigen erhalten „Aufklärung über sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität“.
•    Für die ältesten Schüler gibt es schließlich die Kurse „Geschlechtsspezifisches Rollenverhalten – Wandel der Rollenverständnisse in Abhängigkeit von Kultur und Alter“ und „Aufklärung über sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität“.

Das Ziel dieses (anti)pädagogischen Wahnsinns: Die Forderung an die Schüler nach einer „Akzeptanz sexueller Vielfalt“.

Der Gender-Lehrplan des CDU-Kultusministers ist eine beinharte Demonstration der politischen Macht ohne Rücksicht auf die Meinungen dazu in der Gesellschaft. Dies hat Kultusminister Lorz nämlich gegen den ausdrücklichen Willen des Landeselternbeirats und der katholischen Kirche auf den Weg gebracht.

Seit Veröffentlichung des unseligen Erlasses hören die Proteste gegen den Gender-Lehrplan nicht auf. Und dieser Protest muss noch viel stärker werden, damit endlich diese Gefahr von unseren Kindern gebannt wird.

Deshalb unser mehrfacher Appell:
An die Lehrer: Ignorieren Sie bitte die „Neuen Richtlinien zur Sexualerziehung“.
An die Eltern: Seid wachsam und kontrolliert, was man Euren Kindern ab dem ersten Jahr in der Grundschule lehrt und organisiert Proteste vor Ort.
An die CDU-Mitglieder und an die CDU-Basis: Fassen Sie Mut, stehen Sie auf und protestieren Sie gegen diesen gesellschaftspolitische Indoktrination an unseren Schulen.

An alle Bürger Deutschlands: Helfen Sie uns bitte, den Protest gegen Gender in den Schulen zu verstärken, indem Sie unsere Petition unterstützen: https://www.aktion-kig.de/kampagne/petition_hessen_2.html

Und schließlich unser Aufruf an den Ministerpräsident Volker Bouffier: Ziehen sie diesen unseligen Gender-Lehrplan zurück!

Die Kräfte, die aus Deutschland ein Land ohne Werte und Prinzipien machen wollen, arbeiten hartnäckig daran, die Schulen zu Gender-Indoktrinationsstätten umzufunktionieren. Deshalb stehen wir mit unserem Kampf gegen die Gender-Ideologie erst am Anfang!

Unser Autor Mathias von Gersdorff aus Frankfurt ist katholischer Publizist und leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“ sowie diese Webseite: https://kultur-und-medien-online.blogspot.de/ 


Skandalöse Klientelpolitik der SPD: Will sie den totalen Gender-Staat?

Mathias von Gersdorff

Der Leitantrag zum SPD-Regierungsprogramm, der am 22. Mai 2017 im SPD-Parteivorstand einstimmig verabschiedet wurde, ist letztlich eine Agenda, um aus Deutschland einen totalen Gender-Staat zu machen.

Bildung: Die SPD will die Schulen mit Lern- und Lehrmaterial ausstatten, „das die Lebensrealität und die Vielfalt von Lebensmodellen altersgerecht abbildet.“

Die SPD strebt eine Grundgesetzänderung, um LSBT-Gruppen ausdrücklich in § 3 berücksichtigen. Schamlose Klientelpolitik: Die SPD will Initiativen von Homo-, Bi-, Inter- und Transgruppen großzügig finanziell unterstützen.

Trans- und intergeschlechtliche Menschen sollen laut SPD medizinisch, gesundheitlich, sozial und rechtlich privilegiert behandelt werden. „Heterosexuelle“ sollen weiterhin die üblichen staatlichen Dienstleistungen erhalten.

Verbände von LSBT-Gruppen sollen in den Genuss des Verbandsklagerechts geraten. Dadurch könnten sie die Justiz als Aktivismus-Instrument missbrauchen und versuchen, alle Kritiker mundtot zu machen.

Der SPD-Vorstand will die Antidiskriminierungsstelle des Bundes stärken. Diese Behörde ist eine Propaganda-Agentur für Gender. Es ist skandalös, dass der Staat schamlos seine Neutralitätspflicht verletzt.

Deutschland soll Gender via Entwicklungspolitik in die ganze Welt ausbreiten und finanziell fördern. Wer nicht Homo-Privilegien einführt, soll in der Entwicklungshilfe benachteiligt werden.

Selbst Sport soll als Plattform der Durchsetzung der Gender-Ideologie missbraucht werden, denn die Sozialdemokraten wollen Projekten, die „Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie etwas entgegensetzen“, großzügig unterstützen.

In den letzten Wochen haben diverse SPD-Bundesminister dreist ihre Ämter missbraucht, um sich der Öffentlichkeit als LSBTIQ-Aktivisten zu präsentieren: Sigmar Gabriel, Heiko Maas und Katharina Barley. Die Politik in Deutschland verkommt auf diese Weise zunehmend zur Klientelpolitik.

Es wird völlig klar: Der deutsche Staat soll in den Dienst der absurden Gender-Doktrin gestellt werden  – im Inneren wie in der Außenpolitik. 

Unser Autor Mathias von Gersdorff aus Frankfurt ist katholischer Publizist leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“ und veröffentlicht seine aktuellen Kommentare hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/


Heinrich-Böll-Stiftung bietet Internet-Pranger für „antifeministische“ Persönlichkeiten

Quasi-Verfassungsschutzbericht der Gender-Szene

Die Heinrich-Böll-Stiftung hat ein „kritisches Online-Lexikon zum Antifeminismus“ veröffentlicht. Aufgeführt sind dort auch viele theologisch konservative Christen. Der Name des Portals  –  „Agent*In“  –  steht für „Anti-Gender-Networks Information“. 

Laut der  – den Grünen nahestehenden  – Stiftung haben Angriffe gegen Feminismus, sexuelle Selbstbestimmung, gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Geschlechterforschung stark zugenommen.

Das in die Kategorien Personen, Organisationen, Ideologien und Kampagnen unterteilte Lexikon informiere über die Akteure, die hinter den Angriffen steckten.

Aufgeführt sind u. a. der Rektor der Freien Theologischen Hochschule in Gießen, Stephan Holthaus, der Evangelist Ulrich Parzany, der Theologe Philip Kiril von Preußen. Auch Lebensrechtsorganisationen wie die „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) oder die Evangelisationsbewegung PRO-CHRIST sowie das katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ werden genannt.

Ferner ist die bereits 2016 verstorbene CDL-Mitbegründerin Johanna von Westphalen (siehe Foto) vertreten. Ebenso aufgelistet sind der Leiter des Kulturressorts beim Monatsmagazin „Cicero“, Dr. Alexander Kissler oder der atheistische Evolutionsbiologe Prof. Ulrich Kutschera.

Dem „christlichen Fundamentalismus“ wird in dem Lexikon u. a. das Werk „Jugend mit einer Mission“ und das Bündnis „Demo für alle“ zugeordnet, das für eine Stärkung von Ehe und Familie eintritt.

Die CDL-Vorsitzende Mechthild Löhr (siehe Foto) sagte der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA, dass sich mit dem Portal ein erschreckendes Politik- und Demokratieverständnis offenbare.

Über die öffentliche Schwarze Liste würden engagierte Bürger und Christen an einen digitalen Pranger gestellt: „Wenn sich im Internet eine von unseren Steuern mitfinanzierte Plattform der Grünen zur medialen Verfolgungsbasis für üble Nachrede, Verleumdung, Hetze und Diskriminierung gegen wertkonservative Bürger und Publizisten aufschwingt, wird es höchste Zeit, einmal rechtlich zu prüfen, wo die Grenzen liegen.“

Laut ihrem Jahresbericht für 2016 erhielt die Stiftung 66,2 Prozent ihrer 62,2 Millionen €uro Einnahmen aus Mitteln der Bundesregierung und der EU.

Zum zweiköpfigen Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung zählt seit dem 1. Juli die Theologin Ellen Ueberschär; sie war zuvor Generalsekretärin des Evangelischen Kirchentags in Berlin.  Zur Redaktion des Portals gehört u.a. die Soziologieprofessorin Elisabeth Tuider; sie ist Autorin des Handbuchs „Sexualpädagogik der Vielfalt“. Darin werden Kinder ermuntert, in einem „Sex-Quiz“ Begriffe wie Dildo und Sadomasochismus zu erläutern.

„Absurd zusammengebastelte Liste“

Der linksliberale Berliner „Tagesspiegel“ schreibt, dass sich die Beiträge „wie eine Art Verfassungsschutzbericht der Gender-Szene“ lesen, der in einer „absurd zusammengebastelten Liste“ von Organisationen und Namen kulminiere, „die man nicht anders als denunziatorisch nennen“ könne:

„Von rechtsextremen Fanatikern über streitbare Konservative bis zu Liberalen, die lediglich die Gendertheorie für Unfug halten, wird alles in den Sack ,Anti-Feminismus und Gender-Kritik’ gesteckt und gleich geprügelt: genderkritisch gleich homophob gleich antifeministisch gleich pfui.“

Laut dem deutsch-jüdischen Autor Henryk M. Broder handelt es sich um eine „Massendenunziation von Menschen, die nichts anderes verbrochen haben, als in Fragen von Ehe, Familie und Moral anderer Meinung zu sein als die Verfasser der Liste“.

Quelle und vollständige Meldung hier: http://www.idea.de/nachrichten/detail/heinrich-boell-stiftung-stellt-antifeministische-christen-an-den-pranger-101913.html

Info-Hinweis: Der Name von Felizitas Küble, die dieses CHRISTLICHE FORUM ehrenamtlich für das gemeinnützige Christoferuswerk betreibt, kommt in dieser Pranger-Liste zehnmal vor: http://www.agentin.org/index.php?search=K%C3%BCble&title=Spezial%3ASuche&go=Seite


Schleswig-Holstein: „Queere“ Schulpläne wurden gegen den Elternwillen durchgezogen

Mathias von Gersdorff

Eines der größten Ärgernisse für die Eltern Schleswig-Holsteins war die massive Ausdehnung der „Queeren Bildung“ in den Schulen durch die rot-grüne Landesregierung.

Diese „Erziehung“ sieht vor, dass die Kinder alles über „sexuelle Vielfalt“, homo- und sonstige Partnerschaften erfahren. Kurz: Das gesamte Gender-Programm fand Einzug in die Schulen des hohen Nordens.

Besonders heftige Reaktionen provozierte die Tatsache, dass schulfremde Gruppen homosexueller Aktivisten das Lernziel „Queere Bildung“ vermitteln sollen, was geradezu eine Einladung ist, Propaganda für bestimmte Lebensweisen zu machen. Der Etat hierfür würde von der Albig-Habeck-Landesregierung glatt verzehnfacht.

Manche Lehrbücher machten dermaßen offen Propaganda für alternative Sexualformen, dass sie aufgrund verfassungsrechtlicher Bedenken zurückgenommen wurden.

Für die bürgerlichen Wähler waren dies sowie weitere schulpolitische Themen von höchster Bedeutung. Trotzdem hat sich CDU-Spitzendkandidat Daniel Günther nie eindeutig gegen die skandalöse „Queere Bildung“ ausgesprochen.

Der Verein „Echte Toleranz“, der stets gegen die „Queere Erziehung“ argumentiert und publiziert hat, fragte sich: „Fürchtet der CDU-Spitzenkandidat, dass eine öffentliche Debatte über die verfassungs- und schulrechtlichen Grenzen „Queerer Bildung“ der CDU mehr schaden als nutzen könnte? Solange Günther sich nicht äußert, lässt sich hierüber nur spekulieren. Die naheliegende Vermutung lautet: „Queere Bildung“ ist ein Tabu-Thema, zu dem sich generell niemand öffentlich äußern möchte.“

Kurz vor der Wahl äußerte sich schließlich die CDU-Schattenministerin für Bildung, Karin Prien, zur „Queeren Bildung“, ließ aber offen, ob und was sie dagegen zu tun gedenke, sollte sie Landesministerin werden. Doch immerhin erklärte sie: „Themen wie Inter- und Transsexualität; diese haben in Kindergärten oder Grundschulen jedenfalls nichts zu suchen.“ 

Ist das ein Grund zur Hoffnung? Zunächst muss abgewartet werden, ob überhaupt eine CDU-geführte Landesregierung zustande kommt. Auch Rot-Gelb-Grün wäre möglich.

Doch eines ist sicher: Ohne Druck von der Basis wird sich nichts ändern. Nur der Protest der Bürger wird sicherstellen, dass die Schulen nicht zu Gender-Indoktrinatonsstätten werden. Wir werden jedenfalls die Entwicklung in Schleswig-Holstein weiter kritisch beobachten und darüber berichten.

Unser Autor Mathias von Gersdorff aus Frankfurt leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“ und schreibt aktuelle Beiträge u. a. hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/


Kritisches Symposium zur „Sexualpädagogik der Vielfalt“ am 6. Mai 2017 in Wiesbaden

In der schulischen Sexualerziehung aller Bundesländer hat sich eine Pädagogik durchgesetzt, die als „Sexualpädagogik der Vielfalt“ zunehmend Konflikte mit Eltern verursacht.

Das Aktionsbündnis für Ehe und Familie – DEMO FÜR ALLE hat deshalb ein großes Symposium mit exzellenten Wissenschaftlern organisiert, die die Wurzeln, Argumente und Methoden dieser Pädagogik einer kritischen Prüfung aus verschiedenen Perspektiven unterziehen werden.

Im abschließenden zweiten Teil erfolgt die Präsentation alternativer Modelle der Sexualaufklärung sowie eines neuen sexualpädagogischen Studiengangs.

Symposium: »Sexualpädagogik der Vielfalt – Kritik einer herrschenden Lehre«

Datum: Samstag, den 6. Mai 2017
Uhrzeit: 11 – 19 Uhr
Ort: Kurhaus Wiesbaden

Mit folgenden Vorträgen:
Prof. Dr. Christian Winterhoff
: »Sexualpädagogik der Vielfalt – der rechtliche Rahmen«
Prof. Dr. Harald Seubert: »Die Unantastbarkeit menschlicher Würde und ihre Gefährder«
Dr. Teresa Nentwig: »Helmut Kentler und sein Konzept der „emanzipierenden Sexualerziehung“ aus historischer Sicht«
Prof. Dr. Jakob Pastötter: »Konzept Kindersexualität und psychosexuelle Entwicklung«
Dr. med. Christian Spaemann – Video-Kurzvortrag: »Missbrauchsprävention durch Sexualpädagogik der Vielfalt« und andere.

Dazu sagt die Organisatorin des Symposiums, Hedwig von Beverfoerde: »Die Vielfaltspädagogik wird in Wiesbaden sowohl verfassungsrechtlich, als auch historisch, theologisch, sexualwissenschaftlich und psychologisch auf Herz und Nieren geprüft werden. Das ist absolut einmalig!«

Das Symposium richtet sich an Eltern, interessierte Bürger, Politiker und Pädagogen.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung für Teilnehmer (bis 3. Mai) über www.paedagogikdervielfalt.de ist unbedingt erforderlich.

Alle Infos zu Programm, Anreise, etc. unter www.paedagogikdervielfalt.de.
Pressekontakt: Kerstin Kramer, 0391 / 50549653.


Haben sich deutsche Bischöfe auf dem Mainstreamzug bequem eingerichtet?

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Einige deutsche Bischöfe äußern sich öffentlich zu politischen Parteien, konkret zur Alternative für Deutschland (AfD). Zählen Stellungnahmen zur Parteipolitik zu den bischöflichen Aufgaben? gindert

Was sagt die Kirche im Zweiten Vatikanischen Konzil im Dekret über die Hirtenaufgabe der Bischöfe: „Bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zu lehren, sollen sie den Menschen die Frohbotschaft Christi verkünden; Das hat den Vorrang unter den hauptsächlichen Aufgaben der Bischöfe… Das Geheimnis Christi sollen sie ihnen unverkürzt vorlegen… (Ziff 12)

BILD: Unser Autor leitet das „Forum Deutscher Katholiken“ mit seinen Kongressen „Freude am Glauben“

Das Zweite Vatikanische Konzil äußert sich auch zu den Aufgaben der Laien, wenn es sagt: „Die Laien aber müssen den Aufbau der zeitlichen Ordnung als die gerade ihnen zukommende Aufgabe auf sich nehmen… unmittelbar und entschieden handeln… den Hirten obliegt es, die Grundsätze über das Ziel der Schöpfung und über den Gebrauch der Welt klar zu verkünden, sittliche und geistliche Hilfen zu gewähren, damit die zeitliche Ordnung auf Christus ausgerichtet werde“. (Dekret über das Apostolat der Laien, Ziff 7)

Es gibt also eine klare Abgrenzung der Zuständigkeitsbereiche und der jeweiligen Verantwortung für Bischöfe und Laien.

Der Politikwissenschaftler Dr. Werner Patzelt warnt die Kirchenvertreter, die AfD pauschal als nicht wählbar für Christen zu bezeichnen:

„Viel besser wäre es, wenn sie Maßstäbe und Kriterien herausarbeiten, nach denen Christen Parteien beurteilen können“. (Konradsblatt, 4/2017, S. 4) Dr. Patzelt äußert an anderer Stelle: „Statt dessen habe ich den Eindruck, dass viele Kirchen den institutionellen bequemen Kurzschluss suchen“. „Kirchenführer verbündeten sich mit politischen Führern und machten sich zu spirituellen und transzendentalen Handlangern politischer Gestaltungsarbeit“, zitiert die Tagespost vom 14.1.17 den Politologen, der zudem erklärt: „Politische Aufgaben sind nicht von der Kirche zu bewältigen, sondern Politik ist für andere Bereiche zuständig als die Religion“. bischof

Die Päpste haben die Grundsätze politischen Handelns in ihren Sozialbotschaften (Enzykliken) von Leo XIII. bis Papst Franziskus immer wieder vorgelegt. Die Bischöfe müssten sie nur mit den ihnen gebotenen Möglichkeiten unter die Leute bringen.

Wenn sich die Bürger von den etablierten Parteien nicht mehr verstanden, in ihren Sorgen nicht mehr ernst genommen und vertreten fühlen, rühren sich Proteste und entstehen neue Parteien, welche die Probleme ansprechen. Ob sie diese lösen können, ist eine andere Frage. Die Kirche kann hier nur zur fairen Auseinandersetzung – an beide – appellieren.

Der Vorwurf von Bischöfen, wer die für sie geltende „Rote Linie“ überschreite, könnte schnell zum Bumerang für sie werden, wenn ihnen z.B. vorgehalten wird, dass sie ihren primären Aufgaben nicht nachkommen und sich selber populistisch verhalten.

Die Gescholtenen könnten zurückfragen, wann sich diese Bischöfe das letzte Mal klar zur Genderideologie und Frühsexualisierung der Kinder in staatlichen Schulen, zur Massenabtreibung, zur beschlossenen aktiven Sterbehilfe, zum Religionsunterricht, zur Präimplantationsdiagnostik etc. geäußert haben. Anders ausgedrückt, ob sie sich nicht selber auf dem Mainstreamzug bequem eingerichtet haben?


SPD in Hessen zu Linksfront bereit – Genderprogramm würde voll durchstarten

Mathias von Gersdorff

Der Vorsitzende der hessischen SPD, Thorsten Schäffer-Gümbel, ist offen für eine Koalition mit der Linkspartei nach der nächsten Landtagswahl. Sein primäres politisches Ziel ist eine Landesregierung „jenseits der Union“. Damit stünde egersdorffiner rot-rot-grünen Koalition in Hessen nichts mehr im Wege.

Was das für die Bildungspolitik bedeutet, kann man sich leicht ausmalen:

Die CDU hat im Spätsommer 2016 das radikalste Gender-Lehrprogramm Deutschlands für die Schulen erlassen. Aufgrund der anhaltenden Proteste ist es aber gut möglich, dass die Implementierung in der restlichen Legislaturperiode relativ moderat ausfällt.

Diese Zurückhaltung könnte von kurzer Dauer sein:

Sollte Rot-Rot-Grün die Macht nach den nächsten Wahlen in Hessen übernehmen, bräuchte die neue Landesregierung lediglich den neuen „Lehrplan zur Sexualerziehung“ von CDU-Kultusminister Ralph A. Lorz vollumfänglich in die Praxis umzusetzen, um aus den Schulen wahre Gender-Indoktrinationsstätten zu machen.

Rot-Rot-Grün würde somit zum Vollstrecker einer Gender-Revolution werden, deren Grundlagen die CDU zuvor gelegt hat.

Wenn man allein diese Gefahr in Betracht sieht, erkennt man, wie falsch, verantwortungslos und kinder- und familienfeindlich CDU-Kultusminister Lorz gehandelt hat, als er seinen Gender-Lehrplan in Kraft setzte.

Der einzige Ausweg der CDU, um diese Gefahr zu bannen, besteht darin, diesen Lehrplan einzustampfen. Die Christdemokraten sollten endlich die Kritik von Eltern, katholischer Kirche, Familienorganisationen etc. ernst nehmen. 

Die CDU-Politiker sollten endlich die Gefahren erkennen, die der neue Lehrplan in sich birgt. Lorz´ Gender-Lehrplan ist eine tickende Zeitbombe.

Mit seinem, neuen, absurden und unnötigen „Lehrplan zur Sexualerziehung“ hat der CDU-Kultusminister den Schulfrieden in Hessen zerstört und die Eltern in Alarmbereitschaft versetzt.

Damit muss endlich Schluss sein. Ministerpräsident Volker Bouffier muss schnell einlenken: Der Gender-Lehrplan gehört in die Tonne!

Unser Autor Mathias von Gersdorff aus Frankfurt leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“ und betreibt die Infoseite http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/