Bischof Morlino von Madison verstorben

Der katholische Bischof von Madison im US-Bundesstaat Wisconsin, Robert Morlino, ist gestern Abend im Alter von 71 Jahren verstorben. Er war ein glaubensstarker Oberhirte und erregte vielfach den Widerspruch zeitgeistgelenkter Medien.  Liturgisch stand er der überlieferten Messe nahe und zelebrierte sie öfter.

Morlino (siehe Foto) erblickte am 31.12. 1946 das Licht der Welt. Vor seiner Ernennung zum Bischof von Madison war der Bioethik-Experte bereits Oberhirte in Helena Montana.

Sein Generalvikar James Bartylla veröffentlichte noch gestern Vormittag einen „dringenden Gebetsaufruf“ an die Priester seines Bistums.

Zunächst habe man Hoffnungen auf eine gesundheitliche Besserung beim Bischof haben dürfen, doch dies habe sich zerschlagen und die Dinge hätten sich „zum Schlimmsten“ gewendet. Die Geistlichen wurden aufgefordert, für eine wunderbare Heilung zu beten und auch dafür, daß „unser geliebter Bischof, wenn die Zeit kommt, die Gnade eines glückseligen Todes erhält“.

Am 18. August veröffentlichte der unbeugsame Bischof einen Hirtenbrief an seine Diözesanen, also an die Gläubigen seines Bistums, zur Mißbrauchskrise: https://charismatismus.wordpress.com/2018/08/21/us-amerikanischer-bischof-morlino-warnt-vor-schwul-klerikaler-subkultur-in-der-kirche/

Darin hat er das Problem einer homosexuellen Subkultur unter Klerikern klar beim Namen genannt  – was in Deutschland bislang kein Oberhirte gewagt hat.

Bereits im Vorjahr forderten homosexuelle Organisationen seinen Rücktritt. Unsere deutsch-amerikanische Autorin Dr. Edith Breburda hatte im CHRISTLICHEN FORUM darüber berichtet: https://charismatismus.wordpress.com/2017/10/31/homo-aktivisten-in-den-usa-fordern-den-ruecktritt-von-bischof-morlino/

Beten wir für den Bischof, auf daß der HERR ihn aufnehme in die ewige Seligkeit und ihm seine Mühen und allen Einsatz für das Gottesreich belohne.


Münster: Katholikentags-Beauftragter wird neuer Generalvikar des Bischofs

Wie die Pressestelle des Bistums Münster heute meldet, wird der Priester Dr. Klaus Winterkamp am 1. Oktober neuer Generalvikar des Bistums Münster. Das hat Bischof Dr. Felix Genn jetzt amtlich bekanntgegeben. Der 52-jährige Geistliche war zuletzt Beauftragter des Bistums für den Katholikentag in Münster.

Er tritt die Nachfolge von Dr. Norbert Köster an, der auf eigenen Wunsch künftig wieder stärker in puncto Kirchengeschichte arbeiten möchte.

Der 51-jährige Köster, der sich für die Aufhebung des Pflichtzölibats (pro Weihe von „viri probati“) aussprach und in der Öffentlichkeit ohne Priesterkleidung auftrat, gilt ebenso wie sein Nachfolger als theologisch progressiv.

BILD: Blick auf den Paulus-Dom von Münster

In der Bistums-Meldung heißt es sodann:

„Bischof Genn sprach bei der Bekanntgabe vor Journalisten davon, dass er es sehr bedauere, Norbert Köster als Generalvikar zu verlieren….Generalvikar Köster sei in den letzten Wochen zur Überzeugung gekommen, dass Klaus Winterkamp auch ein sehr guter Generalvikar sein könnte. Hierzu sagte Bischof Genn: „Dass ein Generalvikar, der seine Aufgabe nach Wahrnehmung aller herausragend erfüllt, der ein hohes Ansehen genießt und in einem Bistum zudem durchaus einen großen Einfluss hat, sich so gut mit einem möglichen Nachfolger identifizieren kann, zeigt seine innere Haltung und ist alles andere als selbstverständlich. Das verdient meine Hochachtung und meinen größten Respekt.“


Madison: Homo-Aktivisten in den USA fordern den Rücktritt von Bischof Morlino

Von Dr. med. Edith Breburda

Papst Franziskus soll Bischof Morlino aus Madison im US-Bundesstaat Wisconsin seines Amtes entheben; das fordern Anhänger der Homoright-Movements (Bewegung für Homosexuellen-Rechte).

Heraufbeschworen hatte dies eine vertrauliche E-Mail des Generalvikars der Diözese an seine Priester, die einen Tag später in der Tageszeitung veröffentlicht wurde.

Innerhalb 24 Stunden hatten sich 2500 Unterschriften aus der Lesben- and Gay-Right-Gesellschaft gefunden, die einen Rücktritt des Oberhauptes der St.-Raphaels-Diözese in Madison verlangen (siehe 1. und 3. Foto).

Monsignore James Bartylla, der Generalvikar des Bistums, hatte eine vertrauliche E-Mail an seine Priester geschrieben, in der er darauf hinwies, dass Homosexuellen, die zuvor nichts mit dem katholischen Glauben zu tun haben wollten, keine katholische Beerdigung gewährt werden kann, wenn sie sich vor ihrem Tod nicht zurückbesonnen haben und zur Kirche zurückkehrten.

Die Mail wurde am nächsten Tag im Wisconsin State Journal veröffentlicht, einer Tageszeitung, die den ganzen US-Bundestaat Wisconsin mit Nachrichten versorgt.

Generalvikar Bartylla, ein Spätberufener, der in seinem früheren Leben Jurist und Top-Geschäftsmann in New York war, hat daraufhin nicht nur ein dreiseitiges Statement herausgegeben, sondern predigte auch selber in seiner Dienstagsmesse über die Anschuldigungen.

Wörtlich schrieb er in der E-Mail, die sein Bischof genehmigt hatte: “Beerdigungen sollten verstockten Sündern vorenthalten werden, um einen öffentlichen Skandal zu vermeiden.“

BILD: Generalvikar Bartylla beim Austeilen der hl. Kommunion

Brent King, der Sprecher der Diözese, weist darauf hin, dass der Mailbrief nur eine Empfehlung war, wie sich die Priester im gegebenen Fall verhalten sollten; er war keine Anweisung, der man unbedingt Folge leisten musste. Die einzige Bitte des Generalvikars war, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und darüber nachzudenken.

Mitglieder der katholischen Gay und Lesbian, Bisexuell und Transgender-Vereinigung waren da anderer Meinung.

Marianne Duddy-Burke, die Direktorin von Dignity-USA, sagte:  

„Die Aussage zeigte, Bischof Morlino glaubt daran, dass homosexuelle Leute, welche einen tiefe Verbindung zu ihrem Partner haben, verdammt werden sollten und das bis über ihren Tod hinaus. Ihren Familien wird es verboten, die Sakramente zu empfangen, während sie sich in der schwierigsten Lage ihres Lebens befinden.“

Man fragt sich, seit wann eine Beerdigung ein Sakrament ist?

Die Diözese kritisiert die Veröffentlichung einer vertraulichen E-Mail, die vor allem durch den progressiven Blogger Pray Tell aus Minnesota vorangetrieben wurde.

Sie schreibt: „Leute, die einen vertraulichen Austausch zwischen einem Bischof und seinen Priestern unterminieren, schaden der Kirche unermesslich. Sie handeln so, wie es bereits in der Hl. Schrift heisst: ihre Werke sind finster.“ (Engl: those who place at risk the ability of the bishop to communicate with his priests confidentially do a grave harm to the Church and perform, indeed, what Sacred Scripture calls ‘a work of darkness’”, the statement said.)

Bischof Morlino sagte in seiner Bistumszeitung, die Anschuldigungen seien wie so oft aus dem Zusammenhang gerissen. Was den Gegnern unsere Kirche die Möglichkeit eröffnet, sofort negative Statements loszutreten, ohne genauer nachzufragen, was überhaupt gesagt wurde.

Bischof Morlino erklärte an 30. Oktober 2017 in einer Stellungnahme in seiner Bistumszeitung:

„Jeder weiß, dass in unserer Kirche alle und jeder willkommen ist und das so lange, bis wir von unserem Auferstandenen Herren heimgerufen werden. Desweitern habe ich so oft gesagt, dass Homosesuelle, die aufrecht unserem Herrn folgen und ihr Kreuz wie ein Simon von Cyrene tragen, nicht von uns abgewiesen werden.

Wir müssen ihnen auf ihrem Weg helfen. Wenn Du ein Jünger Christi bist und das hier liest, musst Du Dich fragen, welcher Deiner Mitmenschen unter bestimmten Umständen leidet. Wer braucht besonders meine Hilfe? Und wenn Du, der das liest, Jesus folgen willst, höre nicht auf, Jesus besser kennen zu lernen.

Sprich mit Deinem Priester und frage ihn, wie Du ihm besser folgen kannst. Wenn Dich Umestaende daran hindern, bitte Gott selber darum, Dir zu helfen. Das Verlangen, Dein Leben auf Christus auszurichten, wird einem meist nicht erst in den letzten Sekunden seines Lebens gegeben. „Wer mir nachfolgen will, verleugne sich selbst…“ (Lk 9,23) Doch wenn wir die Gnade haben, uns erst am Ende unseres Lebens Christus zuzuwenden, wird Christus uns mit offenen Armen aufnehmen (vgl. Lk 15,7).“

Wenn Sie der Auffassung sind, die Kirche hätte Sie nicht aufgenommen, bitte ich Sie darum, dies mit ihrem Pfarrer zu besprechen. .. Christus sagt: Ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen. (Joh 8,32)   

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA.

Dr. Edith Breburda’s Buch “Felix the Shrine Cat wurde am 23. Juni 2017 von der Catholic Press Association der USA und Kanda als drittbestes bookcoverimageKinder-/Teenager-Buch ausgezeichnet. Rezensionen hier: https://www.amazon.com/Felix-Shrine-Cat-Edith-Breburda/dp/0692772057/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1493171747&sr=8-1&keywords=felix+the+shrine+cat

Die deutsche Ausgabe „Felix der Wallfahrtskater“ ist 2008 beim FE-Verlag erschienen (http://www.fe-medien.de/Felix-der-Wallfahrtskater) und auch als Kindle E-Book erhältlich.

Über Ediths bioethisches Sachbuch REPRODUKTIVE FREIHEIT: https://charismatismus.wordpress.com/2015/06/20/neuerscheinungbuch-empfehlung-reproduktive-freiheit-von-dr-edith-breburda/

Dieses fundierte und zugleich verständliche Buch “Reproduktive Freiheit” kann portofrei für 22,30 Euro bei uns bezogen werden: felizitas.kueble@web.de (Tel. 0251-616768)

Weiterführende Literatur, Artikel und Bücher von Dr. Edith Breburda: http://scivias-publisher.blogspot.com/p/blog-page.html


Münster: Generalvikar des Bischofs kritisiert Steinfurter Dechanten Dördelmann

Von Felizitas Küble

Wie die Bistumszeitung „Kirche und Leben“ in ihrer Online-Ausgabe vom 19. September berichtet, hat sich der neue Generalvikar der Diözese Münster, Norbert Köster, in einem Brief an grüne Politiker über den katholischen Pfarrer und Kreisdechanten Markus Dördelmann beschwert und dem Geistlichen eine Einmischung in den Wahlkampf vorgehalten.   

Hintergrund der ungewöhnlichen Vorgehensweise des bischöflichen Vertreters ist die Debatte um den Bauernhof der nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerin Christina Schulze-Föcking (siehe Foto).

Von grüner Seite und von Umweltschutz-Aktivisten gab es seit Monaten heftige Kritik an der dortigen Tierhaltung.

Das Ausmaß der Kampagne gegen die CDU-Politikerin und ihre Familie wurde von Pfarrer Dördelmann in einem Leserbrief an die „Westfälischen Nachrichten“ beanstandet.

Der Kreisdechant betonte, es handle sich bei den Attacken gegen Schulze-Föcking um eine „Form von Unrecht, die ich bei jeder Politikerin und jedem Politiker anklagen würde, egal welcher Partei“.

Er habe, so der Priester weiter, „besonders die Kinder“ nach der „Hetzjagd“ gegen ihre Mutter als „sehr verunsichert“ erlebt.

Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft nach mehrwöchigen Prüfungen sämtliche Ermittlungen wegen vermeintlicher Tierquälerei eingestellt, denn es gibt nicht einmal einen „Anfangsverdacht“, geschweige Indizien dafür (von belastbaren Beweisen ganz zu schweigen).

Generalvikar Köster war von vier grünen Politikern angeschrieben worden, die sich über die Leserzuschrift des Priesters beschwerten, auch über den Zeitpunkt der Veröffentlichung kurz vor der Bundestagswahl.

Der Vertreter von Bischof Dr. Felix Genn gab den Grünen recht und schrieb ihnen, Dechant Dördelmanns Leserzuschrift müsse „als Eingriff in den Bundestagswahlkampf verstanden werden“. Köster erwähnte zudem, die Kritik der grünen Politiker könne er  „sehr gut verstehen“, was er dem Pfarrer auch mitgeteilt habe.

Soweit die Faktenlage – und hier unser Kommentar dazu:
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1. Bischof Dr. Felix Genn (siehe Foto) mischt sich seit Jahren in die Tagespolitik ein – und dies sogar an hohen kirchlichen Festtagen:
So  hat er z.B. bei seiner Weihnachtspredigt im Hohen Dom zu Münster im Jahre 2014 vor der islamkritischen Demo-Bewegung PEGIDA gewarnt (siehe hier: http://www.rp-online.de/nrw/panorama/bischof-genn-verurteilt-pegida-proteste-aid-1.4761694)
Ist dieses Hochfest etwa der passende Platz für eine solche bischöfliche Polit-Profilierung?
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Bei seiner letzten Silvesterpredigt verharmloste der Oberhirte von Münster den Islam und machte sich über Sorgen in der Bevölkerung wegen einer wachsenden Islamisierung lustig. Außerdem enthielt seine Ansprache synkretistische Tendenzen. (Wir haben darüber ausführlich berichtet: siehe.HIER)
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Wenn sich jedoch ein Priester in einer Ansprache gegen den Islam äußert, erhält er Predigtverbot – so erging es Pfarrer Paul  Spätling. Allerdings mußte Dr. Genn diese Maßnahme gegen den Priester infolge eines Dekrets aus dem Vatikan (Kleruskongregation) wieder zurücknehmen (siehe hierzu unser Artikel: https://charismatismus.wordpress.com/2015/07/13/vatikan-hebt-predigtverbot-fuer-islamkritischen-pfarrer-paul-spaetling-auf/).
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Während sich also der Münsteraner Bischof gerne politisch positioniert (und dabei bisweilen vergaloppiert), darf sich ein Kreisdechant nicht einmal schützend vor eine Familie stellen, die von einer anhaltenden Schlammschlacht betroffen ist?!  – Da sind wohl einige Maßstäbe in puncto Logik und Fairneß schwer verrutscht.
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2. Was kann Dechant Dördelmann dafür, daß die Angriffe gegen die CDU-Landesministerin gerade jetzt vor der Bundestagswahl erfolgten? Darf er sich deshalb etwa nicht zeitnah für diese Familie einsetzen? Hätte er wochenlang erst die Bundestagswahl abwarten müssen?  –  Eine geradezu lächerliche Vorstellung!
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Dies umso mehr, als die Christdemokratin als Landes-Politikerin sowieso nicht zur Bundestagswahl antritt, sich folglich überhaupt nicht im Wahlkampf befindet  – sehr wohl aber jener grüne Bundestagskandidat, dem der Generalvikar so beflissen und eilfertig geantwortet hat.
Wenn sich also jemand in den derzeitigen Wahlkampf eingemischt hat, dann nicht der Kreisdechant, sondern der Bischofsvertreter. 
Warum hat dieser eigentlich seine mehrfachen öffentlichen Rügen gegen den Priester jetzt kurz vor der Bundestagswahl vom Stapel gelassen? Wenn schon, dann hätte er doch wenigstens bis nach der Wahl zuwarten können!
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Statt daß der Generalvikar diese ebenso dreisten wie wehleidigen Grünen zurechtweist (zumal deren Vorwürfe gegen die CDU-Politikerin sich nun auch staatsanwaltlich „erledigt“ haben), statt daß er für mehr Toleranz im Umgang mit Andersdenkenden eintritt und zudem die juristische Unschuldsvermutung betont, wie sich dies rechtsstaatlich sowieso gehört, biedert er sich bei den vier grünen Beschwerdeführern an, die sich offenbar durch den Leserbrief des wackeren Pfarrers schwer herausgefordert fühlten.
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Mit anderen Worten: Wieder einmal hat sich die Bistumsleitung in Münster bis auf die Knochen blamiert.
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Erst vor wenigen Tagen hat ein von Bischof Genn ernannter Domkapitular (er gehört als solcher zum höchsten kirchlichen Gremium der Diözese) die Segnung der homosexuellen Partnerschaft eines SPD-Bürgermeisters in einer katholischen Kirche öffentlich angekündigt. (Hier unser Bericht: https://charismatismus.wordpress.com/2017/09/18/emmericher-buergermeister-erhaelt-kirchlich-katholischen-segen-fuer-seine-homo-ehe/
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Wo bleibt angesichts dieses haarsträubenden Vorhabens das Einschreiten des Generalvikars? Oder ist dieser Vorgang etwa keine parteipolitische Causa mitten im Wahlkampf? –  Ganz abgesehen davon (was noch schlimmer wiegt), daß Segenshandlungen für gleichgeschlechtliche Paare katholisch-kirchlich nicht erlaubt sind  –  und das zu Recht.
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HIER wäre zumindest ein deutliches Zurückpfeifen, eine klare Distanzierung seitens des Bischofs oder Generalvikars höchst angebracht. 
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Völlig anders laufen die Uhren freilich, wenn z. B. ein „progressiver“ Pfarrer in Münster ganz zeitgeistlich die Einführung des Frauenpriestertums fordert  –  darüber berichtet das Bistumsblatt „Kirche und Leben“ (KuL) dann ausgesprochen wohlwollend. (Siehe dazu den aktuellen KuL-Artikel vom 20. September: https://www.kirche-und-leben.de/artikel/pfarrer-stefan-juergens-frauen-zu-allen-weiheaemtern-zulassen/)
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Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den Jugendverlag KOMM-MIT und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.
Weitere INFOS:
Auf der Facebook-Seite der Kirchenzeitung stimmen über 95% der Kommentare dem Pfarrer zu und kritisieren den Generalvikar. (Hierzu bitte zu den entsprechenden beiden Artikel herunterscrollen): https://de-de.facebook.com/KircheundLeben/
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Steckbrief bzw. Lebenslauf von Dechant Markus Dördelmann: http://www.katholisch-in-steinfurt.de/fileadmin/user_upload/pfarrgemeinde-steinfurt/Borghorst/Bilder_Hauptamtliche/Steckbrief_Pfr._M._Doerdelmann.pdf
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 1. Foto: https://www.schulze-foecking.de/pressefotos/

Der CSU-Generalsekretär nimmt Stellung zu seinen umstrittenen Asyl-Äußerungen

Stellungnahme von CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer gegenüber der „Mittelbayerischen Zeitung“ hinsichtlich seiner  –  vom Regensburger Generalvikar Fuchs und diversen Medien   –   kritisierten Aussagen im „Presseclub“:  400px-Csu-logo.svg

Der Herr Generalvikar konnte ja selbst das ganze Gespräch im Presseclub nicht mit anhören. Dieser Ausspruch war eine bewusste Zuspitzung von mir in einem längeren Gesprächsbeitrag.

Im Zusammenhang ging es um die Schwierigkeit, abgelehnte Bewerber nach einem abgeschlossen, rechtsstaatlichen Verfahren wieder zurückzuführen, wenn diese sich über einen längeren Zeitraum hier aufhalten.

Zugleich habe ich die Leistungen des Ehrenamtes, gerade in den Kirchen hinsichtlich der Integration mehrmals positiv hervorgehoben. Das Bistum Regensburg hatte ja vor Wochen auch handeln müssen, dabei absolut richtig entschieden.

Ein humanitärer, christlicher und vernünftiger Umgang mit dieser Megaherausforderung Zuwanderung lässt sich weiterhin mit den Worten von Bundespräsidenten Gauck bestens beschreiben: „Unser Herz ist weit. Aber unsere Möglichkeiten sind endlich.“

Quelle: http://www.csu.de/aktuell/meldungen/september-2016/gespraech-im-presseclub-regensburg/


Bistum Essen: Der „Dialogprozess“ bietet eine Kirche nach dem Zeitgeschmack

In diesen Tagen feiern wir den 100. Geburtstag des unvergessenen großen Franz Josef Strauß. Man muss mit seiner Politik nicht immer übereingestimmt haben, aber etwas hatte er bestimmt: nämlich Grundsätze.  flyerstralsund2

Dies kann man seinem Namensvetter auf dem Essener Bischofsstuhl nicht immer nachsagen. Kaum war Franz Josef Overbeck neuer Oberhirte in unserem Bistum geworden, äußerte er sich im April 2010 in einer Talkshow bei „Anne Will“ kritisch über Homosexualität, was zu heftigen Kommentaren in der Medienwelt führte. 

Doch diese „konservative Welle“ war von denkbar kurzer Dauer. Ob dieser Vorgang auch heute noch, gut 5 Jahre später, in jener Weise geschehen würde?  – Ich glaube kaum.

Der sog. „Dialogprozess“ im Bistum Essen, federführend von Bischof Overbeck und seinem Generalvikar Klaus Pfeffer verantwortet, sprach sich bereits für die Gleichstellung und Anerkennung von Homosexuellen und deren Lebensgemeinschaften aus.

„Zukunft auf katholisch?“

Entsprechende Aussagen und Informationen findet man in der amtlichen Dokumentation „Zukunft auf katholisch – lebendige Kirche im Dialog“. Radio Vatikan

Unter dem Stichwort, die Kommunionbank sei keine Richterbank  –  übrigens: gibt es im Bistum Essen überhaupt noch Kommunionbänke?  –  wurde der Wandel in der Gesellschaft zum Anlass genommen, eben diese Neuausrichtung auch in der katholischen Kirche zu verdeutlichen.

Die Zauberworte „Freude und Hoffnung“ aus Artikel 1 der Erklärung „Gaudium et spes“ des 2. Vatikanischen Konzils muss für diesen Wandel herhalten. Als ob Katholiken sich 1960 Jahre zuvor sich nicht auch mit den Menschen dieser Welt mitgefreut hätten über die schönen Seiten des Lebens  –  und als ob sie nicht auch  mitgelitten hätten, wenn sich eine persönliche oder gesellschaftliche Katastrophe ereignete.

Doch eine Veränderung des Glaubens aufgrund solcher Ereignisse war nie die Folge solcher Mitfreude und Anteilnahme am Wohl und Wehe von Mensch und Welt. Die Impulse des Konzils wollten sicher keine Umkrempelung der Glaubensinhalte der Kirche erreichen. Aber genau dies wird nun unter dem Deckmantel der Konzilsdokumente anzustoßen versucht.

Liturgie als Tummelplatz für Experimente?

Die Konzils-Konstitution über die heilige Liturgie „Sacrosanctum Concilium“ verlangt, dass die lateinische Sprache weiterhin Kultsprache bleibt und dass kein Priester die Liturgie eigenmächtig verändern darf. media-FZMqzvujo1V-2

Was passiert jedoch im „Dialogprozess“?  – Liturgische Vielfalt und Experimente werden vom Bischof ausdrücklich befürwortet; die Liturgie dürfe aber andererseits, so heißt es,  zu keinem „Streitort für Rechtgläubigkeit“ werden – und alles, was in diese Richtung geht, wird vom Bischof und seinem Generalvikar rundum abgelehnt.

Fürchten diese Kirchenoberen, dass die Menschen wieder die Schönheit der früheren Liturgie wertschätzen lernen, wenn man jenen Gläubigen, die den liturgischen Humbug des Dialogpapiers überhaupt nicht bejahen, diese Form des Meßritus gewährt – und dies immerhin auf ausdrückliche Anordnung von Papst Benedikt XVI.

Denn eines steht fest: Die überlieferte Liturgie ist auf jeden Fall rechtgäubig und katholisch. Wenn man genau das wieder fördern würde, wäre es mit den eigenen Mätzchen im Altarraum schnell zu Ende.

Kirchen schließen und „neue Räume“ eröffnen…?

Ungefähr ein Viertel der Kirchen im Bistum Essen wurde in den letzten Jahren geschlossen oder umgewidmet. Und obwohl dem Bischof bewusst ist, dass hier sensibel mit den Gefühlen der Gläubigen  umgegangen werden muss, scheut er sich nicht, in Rahmen des „Dialogprozesses“ zu fordern, dass Gottesdienste an neuen und ungewöhnlichen Orten gefeiert werden sollen. chrkn

Also erst werden katholische Kirchen massenhaft geschlossen, weil man angeblich keine Verwendung mehr für sie hat  – um sich dann aber neue Räume zu schaffen, die weiteres Geld kosten, das man doch angeblich gar nicht hat. Die Logik dieses Unternehmens ist mir nicht klar. Ich befürchte aber, dass genau damit noch mehr Katholiken der Kirche und unserem Glauben entfremdet werden.

Papst Franziskus muss auch immer wieder herhalten, um den neuen Kurs im Bistum Essen zu unterstützen. Dabei hat er meines Wissens keinen Versuch unternommen, Glaubensinhalte umzukrempeln und die Kernpunkte der katholischen Lehre den „Bedürfnissen“ der heutigen Gesellschaft anzupassen.

Ein wohlmeinender Ansatz, nämlich die Kirche im Bistum Essen zielsicher durch diese Zeit der Umbrüche zu führen  – und es ist sicher nicht alles in Bausch und Bogen zu verdammen, was heute in der Gesellschaft geschieht  – kann mit einem Preisgeben oder Umändern von Glaubensinhalten gewiß nicht zu einem guten Ende geführt werden.

Dieses Hängen der Fahne nach dem Wind zeugt nicht von Charakterstärke und Prinzipienfestigkeit. Was wohl Franz Josef Strauß dazu sagen würde?

Der Autor des Beitrags ist Dipl.-Theologe und unserer Redaktion persönlich bekannt.


Regensburger Generalvikar Michael Fuchs kritisiert die Piraten-Partei

In einer heute auf der kath. Internetseite VATICANISTA veröffentlichten Stellungnahme beleuchtet Prälat Michael Fuchs, der Generalvikar des Bistums Regensburg, das Programm der Piraten aus christlicher Sicht und kommt hierbei zu einer abschlägigen Bewertung.

Er weist darauf hin, daß man diese schnell aufstrebende Partei nicht etwa nur als Spielwiese für „spätpubertäre Protestspielchen“ auffassen, sondern sich um die von ihr vertretenen Inhalte kümmern sollte, denn die Partei habe sich, so der Prälat, „längst auf Themen eingeschossen, die zu den Fundamenten unserer Gesellschaft gehören und uns als Christen daher zum Zeugnis rufen.“

Der Generalvikar fügt hinzu: „Ein Blick in das Parteiprogramm der Piraten soll staatsbürgerliche Pflicht vor den nächsten Wahlen sein.“

Wie hier im CHRISTLICHEN FORUM bereits aufgezeigt wurde, fordern die Piraten eine gesetzliche Freigabe illegaler Drogen für die Konsumenten  –  und sie agitieren gegen christliche Feiertage (siehe unlängst in Hessen gegen das Tanzverbot am Karfreitag).

Prälat Fuchs nimmt zudem folgende Programmpunkte unter die Lupe:

1. Die Piraten anerkennen darin eine “individuell gelebte Religiosität”, fordern gleichzeitig “Freiheit von religiöser Bevormundung”, besonders durch die “Privilegierung der traditionellen christlichen Kirchen”.

Was sie damit meinen, diskutieren sie in ihrer “AG Glaubensfreiheit” ganz offen. Zwar wurden bisher die eingebrachten Anträge nicht von den Parteigremien angenommen, aber die Vorstellungen der Arbeitsgruppe sind klar: So fordern sie die Streichung des Gottesbezugs aus allen deutschen Verfassungen und wehren sich gegen “Einsegnungen” von staatlichen Einrichtungen. Immer wieder machen sie gegen Artikel 7 des Grundgesetzes mobil, der u.a. den konfessionellen Religionsunterricht an den Schulen regelt, und möchten religiöse Bildungsbezüge aus den Ländergesetzen und -verfassungen streichen.

Ein besonderes Ärgernis ist ihnen die Selbstbestimmung der Kirchen, wie sie in Art. 140 GG festgelegt ist. Religionsgemeinschaften sollten nicht weiter Körperschaften öffentlichen Rechts sein, sondern wie Vereine und Nichtregierungsorganisationen eingestuft werden. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen: keine Militärseelsorge, keine Vertretung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, keine stillen oder religiösen Feiertage, kein Gottesbezug im Eid (Art. 56 GG).“

2. Was sagen die Piraten zu Ehe und Familie, die nach bisheriger Überzeugung als Kernzellen jeder Gesellschaft unverzichtbar sind und denen daher im Grundgesetz (Art. 6) ein besonderer staatlicher Schutz eingeräumt wird?

Das Parteiprogramm der Piraten ist hier eindeutig: Keine “Bevorzugung ausgewählter Modelle”, stattdessen soll die Ehe mit eingetragenen Partnerschaften gleichgestellt werden, die für “alle Formen der Partnerschaft zu öffnen” sei, auch mit mehr als zwei Personen. Will heißen: Die Piraten fordern in ihrem Parteiprogramm die Gleichberechtigung der Polygamie – ergänzt durch das Adoptionsrecht für alle Formen des Zusammenlebens. Das Wohl des Kindes wird hier kaum weiter reflektiert. Wer anderes fordert, wird reflexartig als “homophob” gebrandmarkt.

Leider wurden diese Verrücktheiten bisher kaum öffentlich kritisiert.“  – Allerdings, daher wird es höchste Zeit, daß hierüber eine breite Debatte beginnt und es ist gut, daß der Regensburger Generalvikar sie angestoßen hat.

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier:

http://www.vaticanista.info/2012/04/14/die-piraten-und-ihre-freiheit/