Syrien: Kurden richten autonome Regierung im Nordosten ein: 3 Christen werden Minister

Im Vorfeld der internationalen Friedenskonferenz für Syrien in Genf wurde ein weiterer Schritt für die Schaffung einer neuen politischen Einheit im Nordosten Syriens unternommen und die Bildung einer autonomen Regierung  –  bestehend aus 20 Ministern  –  angekündigt. syrien

Wie Beobachter gegenüber dem Fidesdienst betonten, handelt es sich bei drei der neuen Ministern um Christen, die jeweils das Ministerium für Wirtschaft und für Gemeinwesen und die Kommission für Menschenrechte leiten werden.

Die Regierung unter Akram Hissou wird ihren Sitz in Qamishli haben und für eine Region zuständig sein, in der sich auch die Stadt Hassakè befindet.

Teil der neuen Regierung sind auch ein Außen-, ein Justiz-, ein Verteidigungs- und ein Bildungsministerium. Die Regierung will innerhalb der kommenden vier Monate Neuwahlen organisieren.

Die Mehrheit in der Regierung stellt die kurdische Partei der Demokratischen Union (PYD), die sich, was die politische Ausrichtung anbelangt, auf einer Linie mit der türkischen PKK befindet.

Der jüngste Schritt führt zu einer weiteren Konsolidierung der Vorherrschaft kurdischer Organisationen in einer mehrheitlich von Kurden bewohnten Region. In den vergangenen Tagen war die Bitte kurdischer Vertreter, mit einer eigenen Delegation an der Konferenz Genf-2 teilzunehmen, abgelehnt worden.

Quelle: Fidesdienst