Prälat Georg May wird heute 90 Jahre alt

Von Felizitas Küble

Der glaubenskonservative Professor und Prälat Dr. Georg May (siehe Foto) kann heute sein 90. Wiegenfest feiern, wozu wir ihm herzlich gratulieren, alles Gute und Gottes reichen Segen wünschen.images

Der katholische Theologe und Kirchenrechtler ist am 14. September 1926 in Liegnitz (Schlesien) geboren. Er lehrte jahrzehntelang an der Universität Mainz Kirchenrecht und kirchl. Rechtsgeschichte. Er lebt in Budenheim bei Mainz und schreibt nach wie vor an weiteren Büchern und Veröffentlichungen.

Auf Anregung von Kardinal Gerhard Müller wurde der Priester und Gelehrte im Jahre 2011 von Papst Benedikt zum Apostolischen Protonotar ernannt.

Prof. Georg May publizierte zahlreiche Werke zu liturgischen, kirchengeschichtlichen und kanonischen Themen, darunter ein umfangreiches Sachbuch über die Verfolgung der katholischen Kirche unter der nationalsozialistischen Diktatur.

Der Prälat äußerte sich in Vorträgen und Veröffentlichungen kritisch zur Liturgiereform bzw. positiv über die überlieferte hl. Messe. Er befaßte sich ohne Umschweife mit dem Niedergang des Glaubens vor allem in den deutschsprachigen Ländern   – und mit der weitgehenden Nichtbeachtung des kirchlichen Wächteramts durch die Hierarchie.

Zurück zur päpstlichen Ehrung für Prof. May: Die Ernennungs-Urkunde zum Protonotar übersandte ihm der damalige Regensburger Bischof Gerhard Müller, heute vatikanischer Glaubenspräfekt, auf dessen Vorschlag hin die Würdigung erfolgte. Radio Vatikan

In seinem Begleitbrief schrieb Müller: „Zu dieser hohen Auszeichnung, mit der die Kirche ihre Wertschätzung für Ihr jahrzehntelanges akademisches und pastorales Wirken, Ihr standhaftes sentire cum ecclesia und Ihre gewissenhafte Verkündigung des unverkürzten katholischen Glaubens zum Ausdruck bringt, gratuliere ich Ihnen sehr herzlich.“

In seiner Schrift „Die andere Hierachie“, die 1997 erschien, erklärt der Kirchenrechtler Folgendes:

„Es ist eine offenkundige und unbestreitbare Tatsache: Die Bischöfe sind die Hauptverantwortlichen für den unaufhörlichen dramatischen Niedergang der Kirche. Selten in der Geschichte hat eine Führungsschicht in so ungeheurem Ausmaß versagt wie die Mehrheit des Bischofskollegiums nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil.

Um es genau zu sagen: Die deutschen Bischöfe haben sich als unfähig erwiesen, die letztlich entscheidenden Aufgaben der katholischen Kirche in Deutschland adäquat zu lösen: den Glauben zu erhalten und zu verbreiten, die Sitten zu heben und zu bessern, den Gottesdienst zu fördern und zu schützen.“

Fotos: Summorum pontificum, Radio Vatikan

 

 


Papst ernannte konservativen deutschen Theologen zum Apostolischen Protonotar

Bischof Gerhard L. Müller würdigt das Lebenswerk von Prof. Dr. Georg May

Der 85-jährige Schriftsteller und Theologe Dr. Georg May ist gebürtig aus Schlesien (Bistum Breslau) und wirkte lange an der Universität Mainz als Professor für Kirchenrecht und kirchliche Rechtsgeschichte.

Der Geistliche wurde nun von Papst Benedikt hoch geehrt und zum Apostolischen Protonotar ernannt.

Die päpstliche Ernennungs-Urkunde übersandte ihm interessanterweise der Regensburger Bischof Gerhard L. Müller, nicht der eigentlich zuständige Mainzer Erzbischof Karl Lehmann (Prof. Georg May wohnt in Budenheim und ist im Bistum Mainz inkardiniert, also kirchenrechtlich dort zugehörig).

Diese hohe Ehrung für Prof. May erfolgte auf Antrag von Bischof Müller.

In seinem  (von „kath.news“ veröffentlichten) Beischreiben würdigt der Regensburger Oberhirte das Lebenswerk des kirchentreuen Theologen:

„Zu dieser hohen Auszeichnung, mit der die Kirche ihre Wertschätzung für Ihr jahrzehntelanges akademisches und pastorales Wirken, Ihr standhaftes sentire cum ecclesia und Ihre gewissenhafte Verkündigung des unverkürzten katholischen Glaubens zum Ausdruck bringt, gratuliere ich Ihnen sehr herzlich.“

Der kernkatholische Kirchenrechtler Georg May befaßt sich seit Jahrzehnten in Büchern, Vorträgen und Aufsätzen kritisch und ohne Umschweife mit dem Niedergang des Glaubens vor allem in den deutschsprachigen Ländern   – und mit dem Verfall der kirchlichen Führung und Autorität.

Die Hauptursache für die Mißstände, auch in liturgischer Hinsicht, sieht der konservative Theologe in der Unfähigkeit und mangelnden Konsequenz vieler Bischöfe, zumal im deutschsprachigen Raum.

In glaubenstreuen Kreisen ist Prälat Georg May auch bekanntgeworden wegen seiner vielzitierten Feststellung: „Die Krise der Kirche ist eine Krise der Bischöfe.“   (Ursprünglich stammt die Aussage von Franjo Kardinal Seper, dem Leiter der Glaubenskongregation in der Zeit vor Kardinal Ratzinger.)

In seiner Schrift „Die andere Hierachie“, die 1997 erschien, schreibt der Kirchenrechtler glasklar Folgendes:

„Es ist eine offenkundige und unbestreitbare Tatsache: Die Bischöfe sind die Hauptverantwortlichen für den unaufhörlichen dramatischen Niedergang der Kirche. Selten in der Geschichte hat eine Führungsschicht in so ungeheurem Ausmaß versagt wie die Mehrheit des Bischofskollegiums nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil.
Um es genau zu sagen: Die deutschen Bischöfe haben sich als unfähig erwiesen, die letztlich entscheidenden Aufgaben der katholischen Kirche in Deutschland adäquat zu lösen: den Glauben zu erhalten und zu verbreiten, die Sitten zu heben und zu bessern, den Gottesdienst zu fördern und zu schützen.“