„Was der HERR von dir fordert…“

„Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.“ (AT, Micha 6,8)

Gott geht es um Gehorsam, Liebe und Demut. Ist das noch zeitgemäß? Selbstverwirklichung, Selbstbestimmung und Selbstgerechtigkeit zeichnen Menschen heute aus. Und als Folge ist dann auch bald Selbstherrlichkeit zu erkennen.

Gott möchte unseren Blick wenden, und zwar auf uns selbst, allerdings im Lichte seines Geistes. Dann können wir erkennen, dass wir uns um uns selbst drehen anstatt um Gott, sein Wort, seinen Willen und seine Schöpfung.

Gott hat einen Plan mit jedem Menschen. Wir sind mit eingeplant,  unserem Nächsten in Liebe und Freundlichkeit zu begegnen, ihn auf Gott und seinen Willen hinzuweisen.

ES IST DIR GESAGT, MENSCH, WAS GUT IST, stellt der Prophet Micha fest.

Gott hat eine Forderung, der ich mich nicht einfach entziehen kann  – und wenn doch, dann hat das Folgen für mich.

Besser ist es, mit Gott im Einklang zu leben, sich der Führung Christi anzuvertrauen und vom Heiligen Geist durch den Alltag geleitet zu werden. Bei Jesus findet das unruhige und  verzagte Herz Ruhe und Frieden.

Gedanken unseres Autors Gerhard A. Schäfer,  evangelischer Prediger aus Wingst


Christus ist die erste Adresse für Mutlose und Erschöpfte

Gerhard A. Schäfer

Immer wieder begegnen uns vom Leben arg gebeutelte Menschen, denen man ansieht, wie geschafft und entkräftet sie sind. Eigentlich bräuchten sie eine Regeneration, zumindest eine Pause, um neue Kräfte zu tanken.

Doch dazu fehlt die Zeit, die Gelegenheit und oft auch der Wille. „Es geht schon irgendwie weiter!“ sagen sie und quälen sich fort.

Der Prophet Jesaja machte dieselbe Beobachtung und gab einen guten Rat:

„Männer werden müde und matt, Jünglinge straucheln und fallen; aber die auf den HERRN vertrauen, erhalten neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht ermatten.“ (Jes 40,30-31)

Bild: Evita Gründler

Bild: Evita Gründler

„Mit Gottvertrauen geht es leichter und besser voran!“ hat der Prophet festgestellt. Wo sich aus eigener Kraft abgestrampelt wird, wo man meint, ohne Gottes Hilfe zum Ziel zu kommen, steht am Ende oft der Burnout  – und nicht nur gestandene Männer, selbst in Saft und Kraft stehende junge Leute stoßen immer früher an ihre Grenzen.

Nur wenige wenden sich an ihren Schöpfer und suchen Trost und Ermutigung bei Christus. Dabei ist ER die erste Adresse für Mühselige und Belastete.

ER will die Quelle für Müde und Durstige sein und ihnen neue Lebenskraft, Energie und neue Perspektiven schenken – und das ohne Vorleistung, ohne Rechnungsstellung, ohne Bedingungen.

Der Psalmdichter gibt Gottes Einladung so wieder:
Rufe mich an in der Not, so will ich dich retten und Du sollst mich preisen“ (Psalm 50,15).

Resignieren und kraftlos bleiben ist dumm angesichts dieses Angebotes. „Auf den HERRN vertrauen“ ist ein Wartestand. Geduldig auf die Hilfe Gottes warten, erfordert Mut und Vertrauen. Doch Christus enttäuscht niemanden. ER steht zu seinem Wort.

Mit ganz neuer Kraft und an der Hand des Guten Hirten geht es mutig voran und dem Ziele zu.

 


Christus, der Gute Hirte, prägt die Hoffnung der Christenheit

Von Gerhard A. Schäfer

Versprechen begleiten uns durchs Leben. Eltern und Paten, Lebensversicherer, Kinderbetreuer, Lehrer usw. versprechen, alles dafür zu tun, dass es uns gut geht. Später machen uns Ausbilder, Arbeitgeber und Freunde Versprechen auf ein angenehmes Leben. Und oft erwachsen daraus tiefe Enttäuschungen, an denen manche ihr ganzes Leben zu knabbern haben.  

Ganz anders ist Jesus Christus. ER hält seine Zusagen rundum. ER tröstet Enttäuschte, ermutigt Niedergeschlagene und stärkt das Vertrauen von Menschen, denen jede Zukunftsperspektive verloren ging. In Joh 10,11.27-28 lesen wir:  media-401265-2

Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme und ich kenne sie; sie folgen mir und ich gebe ihnen das ewige Leben.

Jesus, der gute Hirte! Diese Bilder aus dem Johannesevangelium und aus Psalm 23 bewegen jeden:

Da ist jemand, der sich hingebungsvoll kümmert!  Der sich aufopfernd und selbstlos für seine Herde einsetzt. Der jedes Schaf persönlich und beim Namen kennt. Diesem Hirten folgt die Herde willig und treu  – und jedes Schaf kann sicher sein, nicht auf der Schlachtbank zu enden.

Im Stall angekommen, nimmt ER jedes einzelne liebevoll auf seinem Schoß.

Dieses Bild vom Guten Hirten prägt seit 2000 Jahren das Wünschen und Hoffen der Christen. Wo Menschen sich gegenseitig enttäuschen, Hoffnungen verblassen, Träume im Wind der Zeit verwehen, da steht Jesus, der Sohn Gottes, unerschütterlich zu seinem Wort: Ich bin der gute Hirte.

Und ER will Dein und mein ganz persönlicher Hirte sein. Heute, morgen und immer!


Der gekreuzigte Erlöser besiegte den Tod!

Von Gerhard A. Schäfer

„Der HERR ist auferstanden! Ja, ER ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja!“  –  So grüßen sich Christen in aller Welt am Ostermorgen. Leider wissen viele Menschen nichts mehr über den Sinn von Ostern. Sie meinen, es sei ein Frühlingsfest anlässlich des Erwachens der Natur.

In Offenbarung 1, Vers 18 heißt es: „Christus spricht: Ich war tot und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Unterwelt.“  media-80458-2

Nachdem Jesus am Karfreitag gekreuzigt und in ein Felsengrab gelegt wurde, meinten alle Beteiligten und Zeugen, das sei es nun gewesen mit diesem außergewöhnlichen Menschen.

Doch dann nahm das Wunder seinen Lauf: Am Sonntagmorgen fanden Frauen ein leeres Grab vor und begegneten danach dem HERRN in einer zeitlosen Gestalt.

Anders als beim auferweckten Lazarus, dem jungen Mann aus Nain oder der Jairustochter, deren endgültiger Tod nur absehbar verschoben wurde, war Christus durch den Tod in das ewige Leben hinübergegangen.

Allen, die an Jesus als den Retter glauben, wird es genau so ergehen. Das ist der Trost und die Hoffnung der Christen, die sie an Ostern feiern. Der Tod ist besiegt und hat seinen Schrecken verloren.

„Jesus lebt  –  mit IHM auch ich!“ heißt es in einem alten Kirchenlied. Das ist die Osterbotschaft, die wir zu verkünden haben. Daraus resultiert die Freude, die uns manches Unschöne im Leben ertragen lässt. Daraus erwächst der Friede, den Christus dieser friedlosen Welt bringt.


Zu wem nehmen wir unsere Zuflucht in Not und Angst?

 Impuls zur heutigen biblischen „Losung“ von Gerhard A. Schäfer

Als ich in Angst war, rief ich den HERRN an und schrie zu meinem Gott; da hörte er meine Stimme (Psalm 18,7).

Früher spielten die Kinder auf dem Schulhof „Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann? – Niemand! – Und wenn er kommt? – Dann laufen wir!“

Gleichwohl behaupten die meisten Menschen, keine Angst zu haben. Doch die alltägliche Realität sieht anders aus. Viele Zeitungen bietet ein Horoskop. Es soll den Lesern die Angst vor dem Unbekannten im Heute und im Morgen nehmen. Aber kann es das?

Immer noch haben Wahrsager und Kartenleger großen Zulauf. Sogar Politiker fragen ihre Astrologen um Rat. Angst geht um in der Welt! Angst vor der ungewissen Zukunft, vor Krankheit, Unglück, Krieg usw. 

Foto: E. GründlerVon einem anderen Weg im Umgang mit der Angst berichtet der Beter im 18. Psalm und bekennt:

Als ich in Angst war, rief ich den HERRN an und schrie zu meinem Gott!

Da frage ich mich, warum sich heute so wenige Menschen an ihren Gott wenden, wenn sie die Angst überkommt. Oder haben sie gar keinen Gott mehr? Ist ihnen Wohlstand, Macht, Stolz und Besitz wichtiger geworden als eine Beziehung zum lebendigen Gott?

Wer einmal die Erfahrung gemacht hat:

Ich schrie zu meinem Gott; da hörte er meine Stimme!

der entdeckt eine Adresse nicht nur für Notzeiten.

Ich habe für mich entdeckt, dass die Kommunikation mit Gott immer eine tolle Beziehungssache ist. Wem Christus der Retter aus Angst, Sorge, Verzweiflung und Hilflosigkeit wurde, dem ist er auch zum Freund geworden, mit dem man über alles reden kann, der immer da ist, der nicht nur hört, sondern auch hilft, durchhilft, durchträgt, durchliebt! Mit IHM bekommt das Leben einen ganz neuen Sinn, neuen Wert und ein neues Ziel!


GEDICHT fürs FEST: „Geburtstag hat ER, Jesus Christ, der unser aller Heiland ist“

Madonna

Christfest

Wie sind die Menschen so bewegt,

wenn Schnee sich auf die Erde legt,

wenn Kerzen strahlen, Glocken klingen,

wenn Kinder alte Lieder singen,

wenn Märchenbilder Straßen schmücken

und die Geschenke sie beglücken,

in Kirchen unter Orgelklang

ertönt der „Stille Nacht“-Gesang.

Danach der Esstisch sich verbiegt

von dem, was köstlich darauf liegt.

An Speis und Trank, an guten Gaben,

woran sich Leib und Seele laben.

Ein fast perfektes Weihnachtsfest,

das kaum noch Wünsche offen lässt.

Stellt sich die Frage, was und wen

man feiert und man schmückt so schön.

Hat man auch an das Kind gedacht,

das später rief: Es ist vollbracht?

Geburtstag hat ER, Jesus Christ,

der unser aller Heiland ist.

Gerhard A.Schäfer 


Adventsbetrachtung: An Weihnachten setzte GOTT den Friedensprozeß in Gang

Der evangelikale Prediger Gerhard A. Schäfer von der Landeskirchlichen Gemeinschaft Cadenberge schreibt zur Adventsbesinnung:

Wäre das nicht ein Klopfer, wenn heute in der Zeitung stände:  „Angela Merkel kommt in unseren Ort, um uns Bürgern eine Botschaft der Regierung zu überbringen!“

Ganz sicher wären am betreffenden Tag  Bürgersaal und Marktplatz überfüllt. Die Menschen würden sich um die besten Plätze drängen und gespannt auf das Eintreffen und die Botschaft der Kanzlerin warten.

Das war zu allen Zeiten so. Ob Politiker, Popstars, Künstler oder wer auch immer Prominentes: Die Massen wurden mobilisiert!

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Um so verwunderlicher ist es in Bezug auf Jesus, zumundest in unserer Zeit. Wenn der Prophet Sacharja ausruft:  „Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer“(Sacharja 9,9), so interessiert und bewegt es kaum jemanden.

Ein gerechter und ein helfender König sollte doch eigentlich die Massen bewegen. Von welchem Politiker könnte man das sagen? Wer ist schon gerecht? Wer hilft wirklich?

Die Engel brachten damals eine Botschaft, die verwunderte:  Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens!
Die Gottesboten sprachen damit eine menschliche Grundsehnsucht an: Frieden! Danach sehnen wir uns doch: Frieden in uns und um uns her! Frieden mit mir selber, mit meinen Mitmenschen und mit Gott! Das erste und das letzte will Gott uns in Christus schenken; zum zweiten bin ich beauftragt, mich darum zu bemühen.
Weihnachten setzte Gott den Friedensprozess in Gang. Er wurde Mensch, durchlebte alle menschlichen Stationen bis hin zum Tod am Kreuz. Durch seine Auferstehung entmachtete er den Tod als den letzten Feind des Menschen.
Frieden auf Erden! Das ist bis heute die wirkliche Botschaft von Weihnachten an uns Menschen. Um das zu bedenken und zu verinnerlichen, haben wir vier Wochen Advent, Zeit zur Stille, Zeit für uns und Zeit für Gott. Möge ER uns diese Zeit segnen!