Der Glaube begünstigt die Gesundheit – Ordensfrauen: mehr Vertrauen, weniger Streß

Ein religiöser Lebensstil hat positive Auswirkungen auf die Gesundheit. Diese Meinung vertritt der christliche Mediziner Dr. René Hefti im evangelikalen Magazin „ChrisCare“, das von der Organisation „Christen im Gesundheitswesen“ herausgegeben wird.

Insbesondere drei Faktoren hätten Studien zufolge einen direkten Einfluss auf das körperliche Wohlbefinden:

Zum einen fördere der Glaube positive Emotionen wie Zufriedenheit, Dankbarkeit und Freude. Im Zusammenspiel mit einem gesunden Selbstwertgefühl seien schwierige Lebenssituationen so besser zu bewältigen.

Er stärke die Beziehungen zu den Menschen. Wer anderen und sich vergeben könne, lebe in Frieden. Das sei gut für das Herzkreislaufsystem, das stark auf negative Gefühle reagiere, z.B. durch höheren Blutdruck und mehr Cholesterin.     

Drittens fördere der Glaube gesunde Verhaltensweisen. Studien hätten gezeigt, dass Schüler mit stärkerer Glaubensorientierung weniger Alkohol und Zigaretten konsumieren, sich mehr bewegen und gesünder essen.

Der Arzt geht auch auf eine Studie mit 144 Ordensfrauen aus einem Benediktinerkloster in Italien ein. An ihrem Lebenskonzept würden die gesundheitlichen Vorzüge des Glaubens deutlich: Die Nonnen wurden über 20 Jahre hinweg auf ihren Gesundheitszustand untersucht. Ihr Blutdruck sei im Gegensatz zur Normalbevölkerung praktisch unverändert geblieben.

Den Grund sieht Hefti in den regelmäßigen Gebetszeiten: „Dies entlastet, es ,entstresst‘ und fördert eine vertrauensvolle Lebenshaltung, die die Nonnen dann auch in den Alltag mitnehmen.“

Quelle und vollständiger Text hier: http://www.idea.de/glaube/detail/mediziner-der-glaube-staerkt-die-gesundheit-103572.html

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Dänische Mega-Studie: Die hormonelle Verhütung erhöht das Selbstmord-Risiko

Frauen, die hormonell (per Pille, Vaginalring, Gestagen-Pflaster etc.) verhüten, besitzen ein erhöhtes Selbstmordrisiko. Das berichtet das Online-Portal des „Deutschen Ärzteblatts“ unter Berufung auf das Ergebnis einer bevölkerungsbasierten Studie, die das American Journal of Psychiatry (2017; doi: 10.1176/appi.ajp.2017.17060616) veröffentlichte.

Wie das „Deutsche Ärzteblatt“ schreibt, seien jüngere Frauen besonders gefährdet.

Der Grund: Die bei der hormonellen Kontrazeption zum Einsatz kommenden Östrogene und Gestagene beeinflussten offenbar das Gemüt. Dabei werde vor allem den Gestagenen eine Förderung von Depressionen nachgesagt.

Bereits im vergangenen Jahr habe ein Team um Øjvind Lidegaard vom Rigshospitalet in Kopenhagen festgestellt, dass junge Frauen, die hormonell verhüteten, häufiger Antidepressiva verschrieben bekamen. Sie wurden auch häufiger in psychiatrischen Kliniken wegen Depression behandelt. Am meisten gefährdet waren jüngere Frauen, wobei der Einsatz von Gestagen-haltigen Kontrazeptiva ein etwas höheres Risiko zu bergen scheint.

Jetzt habe das Team die Untersuchung wiederholt. Die Studie umfasse beinahe eine halbe Million Däninnen im Alter von 21 Jahren, die über einen Zeitraum von 8,3 Jahren beobachtet worden seien. In dieser Zeit sei es zu 6.999 Suizidversuchen und 71 vollendeten Suiziden gekommen.

Im Vergleich zu Frauen, die im Untersuchungszeitraum auf eine hormonelle Verhütung verzichteten hätten, hätten die Anwenderinnen hormoneller Kontrazeption 1,97-fach (95-Prozent-Konfidenzintervall 1,85-2,10) häufiger einen Suizidversuch unternommen und 3,08-fach (1,34-7,08) häufiger einen vollendeten Suizid durchgeführt.

Die stärkste Assoziation habe dabei zwei Monate nach Beginn der Kontrazeption bestanden. Für Frauen, die eine Antibabypille mit einer Kombination aus Östrogenen und Gestagenen einnahmen, ermittelt Lidegaard laut dem Bericht ein relatives Risiko von 1,91 (1,79-2,03).

Bei Monopräparaten mit Progestin stieg es auf 2,29 (1,77-2,95). Vaginal-Ringe, die in der Regel ein Gestagen abgeben, waren mit einem 2,58-fachen Risiko (2,06-3,22) assoziiert. Anwenderinnen von Kontrazeptiv-Pflastern (auch ein Gestagen-Produkt) hätten sogar ein 3,28-fach (2,08-5,16) erhöhtes Risiko gehabt.

Quelle: ALfA-Newsletter

 


Bayern verlangt mehr Gerechtigkeit bei der Krankenkassen-Finanzierung

Die bayerische Staatsregierung hat mehr Gerechtigkeit bei der Krankenkassen-Finanzierung gefordert. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betonte:

„Die bayerischen Beitragszahler zahlen überdurchschnittlich viel in den Gesundheitsfonds ein, erhalten aber für ihre Versorgung zu wenig daraus zurück. Damit muss Schluss sein. Der Gesundheitsfonds darf kein verdecktes Transfersystem zwischen den Ländern zu Lasten Bayerns sein.“

Weiter forderte sie, bestehende Wettbewerbsnachteile für Krankenkassen, die in Hochlohn- und Hochpreisregionen wie Bayern tätig sind, abzubauen. Ein regionaler Ausgleichsfaktor soll nach Ansicht Humls für mehr Gerechtigkeit in der Krankenkassenfinanzierung sorgen. Ziel sei dabei, dass bayerische Versichertengelder auch ausreichend der Gesundheitsversorgung in Bayern zugute kommen.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: http://www.csu.de/aktuell/meldungen/oktober-2017/gerechte-krankenkassen-finanzierung/


10.000 alkoholgeschädigte Babys jährlich

Jährlich kommen in Deutschland mindestens 10.000 Kinder auf die Welt, die meist ein Leben lang darunter leiden, dass ihre Mütter in der Schwangerschaft Alkohol konsumiert haben. Darauf machen Experten anlässlich des „Tages des alkoholgeschädigten Kindes“ am 9. September aufmerksam.

Die Formen dieser vorgeburtlichen Schädigungen werden unter dem Begriff FASD (Fetale Alkohol Spektrum Störung) zusammengefasst.

Wenn die Schwangere Bier, Wein oder andere alkoholische Getränke zu sich nimmt, hat ihr ungeborenes Kind in kürzester Zeit denselben Blutalkoholspiegel wie die Mutter. Der Embryo braucht wegen seiner noch unreifen Leber aber zehnmal länger als die Mutter, um den Alkohol abzubauen.

Die Folgen: Die Gehirnentwicklung nimmt Schaden. Kinder mit FASD sind geistig beeinträchtigt und verhaltensauffällig.

Nach Angaben der Vorsitzenden des Vereins FASD, Gisela Michalowski, gibt es bei der Zahl alkoholgeschädigter Kinder einen geringen Anstieg: „Viele junge Frauen trinken, bevor sie entdecken, dass sie schwanger sind.“

Quelle und Fortsetzung der IDEA-Meldung hier: http://www.idea.de/menschenrechte/detail/fuer-jede-schwangere-muss-eine-00-promille-grenze-gelten-102329.html

Foto: aus DM-Drogerie-Werbung


Schwangerschaften ab 40: höheres Risiko

Nach Ansicht von Forschern um Saska Lisonkova von der University of British Columbia in Vancouver steigt das Risiko von Frauen, lebensbedrohliche Komplikationen bei einer Schwangerschaft zu erleiden, mit wachsendem Alter.

Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ unter Berufung auf einen Beitrag der Forscher im Fachmagazin „PLOS Medicine“.

Dem Bericht zufolge hatten die Forscher die Gesundheitsdaten von mehr als 800.000 Schwangeren des US-Bundesstaates Washington aus den Jahren 2003 bis 2013 untersucht.

Dabei fanden sie heraus, das die Rate lebensdrohlicher Komplikationen wie Schock mit schweren Kreislaufstörungen, Fruchtwasserembolien oder Nierenversagen ab einem Alter von 39 Jahren signifikant steige. Bei Müttern im Alter von 40 bis 44 Jahren lag die Rate lebensbedrohlicher Komplikationen demnach um knapp ein Prozent über der von Frauen im Alter von 25 bis 29 Jahren.

Nach Auffassung der Forscher um Lisonkova seien die Ergebnisse geeignet, „die Beratung von Frauen verbessern, die darüber nachdenken, ihren Kinderwunsch auf jenseits der 40 zu verschieben“ sowie um „dem Gesundheitssystem wertvolle Informationen zu liefern“.

Quelle: Newsletter von ALfA


Neue Forschungen könnten Therapie bei Multiple Sklerose verbessern

T-Zellen sind ein wichtiger Teil des Immunsystems. Sie können aber nicht nur Krankheitserreger ausschalten, sondern auch selbst zu einer Gefahr werden. Forscherinnen und Forscher der Technischen Universität München (TUM) und der Universitätsmedizin Mainz haben herausgefunden, wann bestimmte T-Zellen zu krankheitserregenden T-Zellen werden, die mit Multipler Sklerose in Verbindung gebracht werden.

Die Ergebnisse erklären, warum bestimmte Behandlungsansätze nicht zuverlässig wirken. Sie sind in der aktuellen Ausgabe von „nature immunology“ veröffentlicht.

FOTO: Die dendritische Zelle und die T-Zelle bei der Clusterbildung (rechts im Bild)

Multiple Sklerose ist eine Autoimmunerkrankung, also eine Krankheit, bei der das Abwehrsystem des Körpers die eigenen Zellen angreift. In diesem Fall sorgen veränderte T-Zellen dafür, dass die Myelinhülle von Nervenzellen abgebaut wird. Diese Schicht schützt die eigentliche Nervenbahn und sorgt erst dafür, dass Informationen übertragen werden können.

Welche Ziele im Körper T-Zellen ansteuern und welche Wirkung sie dort entfalten, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Professor Thomas Korn, Inhaber des Lehrstuhls für Experimentelle Neuroimmunologie der TUM, konnte bereits in einer früheren Studie zeigen, dass im Fall der T-Zellen, die zur Schädigung von Myelinhüllen im zentralen Nervensystem führen, ein Stoff namens Interleukin-6 eine wichtige Rolle spielt.

Die „Anleitung“ dafür, gewebeschädigende Wirkung zu entfalten, erhalten die T-Zellen in Lymphknoten. Sie treffen dort mit einer bestimmten Variante sogenannter dendritischer Zellen zusammen. Diese zeigen den T-Zellen an, beim Kontakt mit welchen Substanzen sie in anderen Teilen des Körpers eine Immunreaktion auslösen sollen. Im Fall von Fremdantigenen, z. B. Bestandteilen von Viren oder Bakterien ist das sinnvoll. Sie können dadurch aus dem Gewebe eliminiert werden. Handelt es sich aber um Autoantigene, also um Bestandteile köpereigener Substanzen wie der Myelinhülle, leiten die T-Zellen eine Immunreaktion gegen den Körper selbst ein.

Foto: HMKWenn dendritische Zellen nicht nur das Myelin als „Zielsubstanz“ anzeigen, sondern zugleich den Botenstoff Interleukin-6, kurz IL-6, ausschütten, wird in den T-Zellen eine Art molekularer Schalter umgelegt. Sie werden dann pathogen, entfalten also besonders gewebsschädigende Eigenschaften.

„Mit diesem scheinbar klaren Zusammenhang gab es aber ein großes Problem“, erzählt Thomas Korn. „Die T-Zellen wurden nicht immer pathogen, wenn IL-6 ausgeschüttet wurde.

Gemeinsam mit Forscherinnen und Forschern um Professor Ari Waisman, Leiter des Instituts für Molekulare Medizin an der Universitätsmedizin Mainz, haben Korn und sein Team jetzt eine Erklärung für dieses Phänomen. „Entscheidend ist nicht nur, ob die dendritischen Zellen den T-Zellen mit IL-6 Signale senden“, sagt Ari Waisman, „Es geht darum, auf welchem Weg sie das tun.“

Bislang waren zwei Wege bekannt, auf denen die dendritischen Zellen IL-6 an die T-Zellen weitergeben. Sie können den Botenstoff zum einen in ihr Umfeld abgeben, die Moleküle sind löslich und bilden eine Wolke im engen Umfeld der dendritischen Zelle. Zum anderen können lösliches IL-6 und löslicher IL-6 Rezeptor einen Komplex bilden, der in bestimmten Zielzellen ein Signal auslösen kann („Trans-Signaling“).

Korn und Waisman fanden heraus, dass IL-6 weder auf die eine noch auf die andere Weise die entscheidende Veränderung in den T-Zellen auslöst. Stattdessen identifizierten sie einen dritten Weg. Die dendritischen Zellen können IL-6 auch direkt über ihre Oberfläche weitergeben. Diesen Modus der Signalübermittlung bezeichnen Korn und Waisman als „Cluster Signaling“. Namensgebend ist der Haufen (engl. Cluster), den die dendritische und die T-Zelle dabei bilden.

Das Besondere an diesem „dritten“ IL-6-Signalmodus ist, dass es eine enge zeitliche Kopplung des IL-6 Signals mit anderen Signalen gibt, die die T-Zelle von der dendritischen Zelle empfängt. Wahrscheinlich führt diese zeitliche Kopplung dazu, dass die T-Zelle besonders aggressiv wird und ihr Zielantigen hocheffizient angreift. Derzeit untersucht das Team um Thomas Korn das genaue Zusammenspiel der verschiedenen Signale.

Quelle und Fortsetzung hier: http://www.unimedizin-mainz.de/presse/pressemitteilungen/aktuellemitteilungen/newsdetail/article/multiple-sklerose-neu-entdeckter-signalmechanismus-macht-t-zellen-pathogen.html


Zika-Virus: eine hochgespielte Gefahr? – Nicolsamide: Gibt es Hoffnung auf Heilung?

Von Dr. med. Edith Breburda

Das New England Journal berichtet, dass eine Zika-Virus-Infektion während der Schwangerschaft höchstwahrscheinlich nicht mit einer sogenannten Mikrozephalie, d.h. mit der Ausbildung eines kleineren Kopfes beim Ungeborenen, in Verbindung gebracht werden kann. Die Krankheit könnte hingegen durch die Insektenschutzmittel dr-breburdahervorgerufen werden, welche großflächig angewendet werden, um die Virusträger bzw. Schnaken abzutöten.

Es hat sich noch nie eine Missbildung im Ungeborenen entwickelt, die durch einen Insektenstich hervorgerufen und ggf. über Geschlechtsverkehr übertragen wurde. Berichte über Zikavirus verfolgen uns und jagen schwangeren Frauen Angst ein.

Die abtreibungsfreundliche Organisation „Planned Parenthood“ pocht auf die Rechte der Schwangeren, die von einer Schnake gestochen wurde, damit sie ihr ungeborenes Kind töten darf. Nur so könnte man eine eventuell vorliegende Mikrozephalie des Babys behandeln.

„Wir kennen die Argumente von Planned Parenthood, die arme, jugendliche oder afrikanische-Amerikaner zu einer Abtreibung raten. Nun wurde Mikrozephalie der langen Liste der Abtreibungsempfehlungen hinzugefügt“, sagt Patti Armstrong in ihrem Artikel „Questionable Zika Scare Manipulated by Pro-Abortion Forces“ vom 7. September 2016.

„Das Erschreckende an dem Virus ist nicht, dass es durch eine Schnacke übertragen wird, sondern dass die Abtreibungsindustrie angibt, Schwangeren in den “Zika-Virus Gebieten“ nur durch eine Abtreibung helfen zu können. Es scheint nicht so sehr relevant, ob ihr Ungeborenes wirklich erkrankt ist. Zika wird benutzt, um Ängste zu schüren. Es ist die reinste Hysterie ausgebrochen“, erklärt Patti.  images (2)

Mittlerweile hinterfragen einige Wissenschaftler den Zusammenhang zwischen den Erkrankungen und ihrem Transmitter, der Schnake. Das New England Journal berichtet, dass der Virus höchstwahrscheinlich nicht mit einer Mikrozephalie in Verbindung gebracht werden kann.

Das New England System Institute (NECSI) untersuchte 12´.000 kolumbianische Schwangere, die mit Zika infiziert waren. Keines ihrer Ungeborenen hatte Mikrozephalie. Das NECSI fand insgesamt nur sieben Mikrozephalie-Fälle, die bei 48 Millionen Kolumbianern auftraten, während bei 200 Millionen brasilianischen Einwohnern 1.500 erkrankte Ungeborene gefunden wurden. Die Einwohnerzahl der Länder kann für den zahlenmäßigen Unterschied der Erkrankung nicht verantwortlich gemacht werden.

Das New England Journal of Medizin interpretiert die Daten dahingehend, die Verbindung zwischen Zika und Mikrozephalie neu zu überdenken. Die wissenschaftliche Kommune sucht mittlerweile nach anderen Ursachen. In einem Artikel der medizinischen Fachzeitung Science Daily wird das Insektenschutzmittel Pyriproxyfen als Mikrozephalie-Verursacher angesehen.

Die Substanz gleicht chemisch einem Hormon von Insektenlarven, welches dem Körper Retinsäure, ein Metabolit des Vitamin A’s, raubt. Wenn Vitamin A, dass für das Wachstum und die Entwicklung des Menschen verantwortlich ist, während der Embryonalentwicklung fehlt, kommt es zu Missbildungen (1).gmo

Wissenschaftler aus Brasilien, Argentinien und des toxikologischen Wissenschaftszentrums in Schweden sowie die NECSI untersuchen das Insektenschutzmittel Pyriproxyfen genauer. Einige Impfstoffe oder genetisch veränderte Moskitos kommen weiterhin als Verursacher von Makrozephalie in Betracht.

BILD: Protest gegen die Förderung von gentechnisch veränderten GMO-Organismen (Foto: Dr. Edith Breburda)

„Multimillionen-Dollar-Konzerne, die GMO-Organismen herstellen, sind wahrscheinlich eher verantwortlich, als dass man Moskitos die Schuld an der Krankheit gibt“, erläutert Petty.

Noch im April 2016 hat das US-amerikanische Zentrum für Krankheitskontrolle (Center for Disease Control and Prevention) Zika als Ursache für die Missbildung angesehen. Der amerikanische Staat stellte bereits damals 222 Millionen US-Dollars zur Verfügung, um Moskitos zu vernichten. Eine weitere Unterstützung aus der Staatskasse wurde im September beschlossen.

Millionenfaches Bienensterben im Südosten der USA

Die angewendeten Insektenschutzmittel schaden jedoch allen Insekten. Man beobachtet, dass Bienen millionenfach im Südosten der USA verenden, nachdem von der Luft aus ein Neurotoxin versprüht wurde, um Moskitos zu töten. Die vielen, meist leblosen Bienen, die neben den Bienenstöcken liegen, sind auf einem Video (https://www.facebook.com/Flowertown-Bee-Farm-and-Supplies-169371146803372/) zu sehen, welches Imker auf Facebook veröffentlichten.

Bienen gehören zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Nutztieren nach Rindern und Schweinen. Mit 200 Millionen Euro berechnet man die Wertschöpfung der Bienen weltweit. Immer öfter hören wir von Bienen, die auf mysteriöse Weise sterben. Gegner von GMO machen gentechnisch veränderte Pflanzen dafür verantwortlich.

Mais ist z.B. einer der wichtigsten Nahrungs- und Futterpflanzen. Pflanzenkrankheiten und Schädlinge verursachen jedes Jahr enorme Ernteschäden. Große US-Agrarfirmen versuchen, diese Schädlinge mit Hilfe von gentechnisch veränderten Maissorten einzudämmen. prolifeusa

GMO-Pflanzen produzieren neben Herbiziden auch Insektizide. Ihr Bt-Gift wird in jede Zelle der Pflanze eingebaut. So gelangt es auch in den Pollen. Insekten sterben daran, wenn sie Bt-Toxin fressen. Pollen landen meistens auf den Blättern. Das Ziel ist es, die Insekten zu schwächen, damit sie keinen weiteren Schaden anrichten können.

Leider können auch andere Insekten an dem Gift sterben. Langzeiteffekte und die Kumulation im Insektenorganismus sind noch nicht erforscht. Der Pollenflug ist zwar hauptsächlich auf das Maisfeld konzentriert, aber Pollenflug und Niedrigkonzentrationen sowie chronische Effekte des Bt-Giftes erfassen somit alle Insekten, auch die des weiteren Umfeldes. Hummeln und Bienen könnten dadurch sogar ausgerottet werden.

Brasilien: Resistenz gegen GMO-Gifte

In Ländern wie Brasilien, die massiv GMO-Pflanzen anbauen, kommt es zudem zu einer Resistenz der Unkräuter und Insekten gegen GMO-Gifte. Zu oft hören wir Landwirte klagen, die mit GMO- Pflanzen mehr Insektizide und Herbizide anwenden müssen.

Im April/Mai 2008 war es bereits zu einem großen Bienensterben im Rheintal gekommen. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ließ daraufhin die Zulassung von acht Saatgutbeizmitteln ruhen, da sechs von ihnen die oben genannten Neonicotinoide enthielten.

Auf den Verlust der Imker durch ein Bienensterben wird seit Jahren aufmerksam gemacht. Gesunde Bienen-Populationen garantieren letztendlich eine gute Ernte, so dass Bt-Toxine und andere Insektizide, wie z.B. Clothianidin, nicht dazu beitragen sollten, sie auszurotten.

Insektizide aus der Gruppe der Neonicotinoide (Acetamiprid, Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam) können die Entwicklung von Neuronen und Hirnstrukturen bei Föten und Kleinkindern beeinträchtigen. Die zuständige EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit will deshalb die Grenzwerte für Neonicotinoide verschärfen (2).

In den USA ist das anders, dort werden momentan Steuergelder benutzt, um einen Virus zu bekämpfen, an dem bisher 35 Amerikaner mit eher milden Symptomen erkrankt sind. IMG_9180 - Kopie

Anfang März 2016 erklärte Dr. Smith in einer US-medizinischen Zeitung, dass es in jedem Land Kinder gibt, die eine Mikrozephalie entwickeln:

„Die tatsächlich an Mikrozephalie erkrankten Ungeborenen sind eher gering im Vergleich zur Gesamtzahl der Neonaten eines Landes. In den USA werden im Jahr 39 Millionen Babys geboren. Von ihnen entwickeln 2 – 12 pro 10.000 eine Mikrozephalie.

Die Amerikanische Akademie für Neurologie und die Gesellschaft für Kinder-Neurologie vermutet, dass die Anzahl im höheren Bereich liegt. Das heißt: 25.000 aller Neugeborenen haben einen kleineren Kopf. 2015 wurden in Brasilien weniger als 200 Kinder mit Mikrozephalie geboren. Von 3 Millionen Babys erkrankten in 10.000 Fällen 0.5 Kinder. Das sind viel weniger Babys, als man vermutete“, sagte der Experte damals (3).

Was aber, wenn die ganze Insektenvernichtung, Aufregung und all die Empfehlungen, was man bei einer Erkrankung (prophylaktisch) tun soll, vergeblich waren?

Helfen Nicolsamide gegen das Zika-Virus?

Amerikanischer Wissenschaftler der Florida-State-Universität, des „Nationalen Institutes of Health“ und der John-Hopkins-Universität haben zwei Substanzen entwickelt, die das Virus an einer weiteren Teilung und damit Vermehrung hindern. Die bereits von der amerikanischen Arzneimittelbehörde (FDA) zugelassene existierende Komponente kann bei Ungeborenen verhindern, dass es zu einer Fehlentwicklung kommt und so Geburtsdefekte erst gar nicht entstehen.

„Nicolsamide“ wird momentan dazu benutzt, Endoparasiten zu behandeln. Theoretisch könnte es umgewidmet werden und steht damit sofort Schwangeren zur Verfügung.

„Es hat keine weiteren Nebenwirkungen, man müsse nur mehr Untersuchungen vornehmen, um die genaue Dosierung für Schwangere festzulegen. Es ist eine große Hoffnung für Frauen, die ein hohes Risiko haben, ein Kind mit Mikrozephalie zu bekommen“, sagt der Biologe Professor Hengli Tang der Florida-State-University.

„Wir konzentrierten uns auf die chemischen Substanzen die wir haben und waren so in der Lage, schnell ein Mittel zu finden, welches eine Fehlbildung stoppen kann.“ Der Professor berichtet weiter: “Auch wenn eine Mikrokephalie, die durch Zika-Virus entstanden ist, nur sehr selten vorkommt  – der Schaden ist schrecklich, weil er irreversible ist und ein Kind mit einem kleineren Kopf später nicht mehr geheilt werden kann.“ (4)

Literatur:

  1. Breburda et al. Vitamin A deficiency in the late gastrula stage rat embryo results in a one to two vertebral anteriorization that extends throughout the axial skeleton. Dev Biol. 2003 May 1; 257(1):14-29.
  2. Edith Breburda: Globale Chemisierung, vernichten wir uns selbst. Paperback: Publischer: Scivias-Verlag: 254 pages. ISBN-10: 0615926657, ISBN-13: 978-0615926650, Language: German, February 2014
  3. Smith M.: Brazil: Reported Microcephaly number rising. But among investigated cases, 60% were ruled out. Medpage 02.03.2016
  4. Kthleen Haugency FSU Research team makes Zika drug breakthrough, Florida State University. Science, 29. August 2016

Vorab-Auszug aus dem demnächst erscheinenden Buch: „Gentopia  –  das gelobte Land“ von Dr. Edith Breburda

Unsere Autorin ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin).

Weiterführende Literatur, Artikel und Bücher von Dr. Edith Breburda: http://scivias-publisher.blogspot.com/p/blog-page.html