Medizin-Professor Freyschmidt will eine „Männerquote“ beim Arztberuf

Der ehem. Professor der Medizinischen Hochschule Hannover, Jürgen Freyschmidt, hat sich für eine Männerquote unter Ärzten ausgesprochen. Die Teilzeitarbeit der Frauen nach dem Medizinstudium verschärfe die Versorgungsproblematik drastisch, warnte er in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

„Es ist die Angst, ins Fettnäpfchen zu treten, wenn es darum geht, das eigentliche Problem anzufassen – und das liegt in dem unausgeglichenen Geschlechterverhältnis zwischen Ärztinnen und Ärzten“, schrieb Freyschmidt. Auch die von jungen Ärzten angestrebte „Work-Life-Balance“ stelle das derzeitige Gesundheitssystem vor große Probleme.

Über 65 Prozent aller Studienanfänger seien derzeit weiblich, da Frauen im Schnitt bessere Abiturnoten hätten als Männer. Doch viele von ihnen würden das Studium vorzeitig abbrechen oder nach dem Staatsexamen durch eine Familiengründung ihren Beruf nicht oder nur teilweise ausüben: „Von den ärztlich tätigen Ärztinnen arbeiten zahlreiche nur halbtags, was besonders die Kliniken zu spüren bekommen, wenn nachmittags Stationen nicht mehr ausreichend besetzt sind.“

Der einstige Chefarzt fordert anstelle von guten Noten für die Aufnahme in das Medizinstudium einen psychologischen Eignungstest und eine Quote von 50 Prozent weiblichen und 50 Prozent männlichen Anfängern. 

Quelle: Wochenzeitung „Junge Freiheit“


OECD: Israels Gesundheitsystem ist eins der besten unter den Industrieländern

Die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) hat das israelische Gesundheitssystem gelobt und als eines der besten der OECD-Länder bezeichnet. 

Das israelische Gesundheitsministerium gab bekannt, daß eine internationale Delegation den Zustand der medizinischen Einrichtungen letztes Jahr geprüft und ihm bescheinigt habe, daß es die hohe Qualität der Betreuung trotz finanzieller Einschränkungen aufrechterhalten konnte.

Die OECD gab an, daß Israel Experte in der Früherkennung von chronischen Krankheiten sei und wüdigte auch das israelische System, das unnötige Krankenhausbesuche minimiere.

Die Delegation der OECD inspizierte verschiedene medizinische Zentren in den Großstädten des Landes, aber auch Gesundheitseinrichtungen in Beduinendörfern und traf sich dort mit Patientenvertretern der arabischen Bevölkerung.

Israel habe eines der erfolgreichsten Gesundheitssysteme der OECD Mitgliedsstaaten eingeführt, seitdem es das nationale Versicherungsgesetz vor 15 Jahren verabschiedet hat, so die Gesandten.

Gleichzeitig wies die OECD darauf hin, daß Israel die Qualität der Pflege verbessern müsse, ebenso wie den Zugang zum Gesundheitssystem, besonders für arme Leute.

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums antwortete auf den Bericht:

„Die OECD hat bestätigt, dass Israels Gesundheitssystem eines der besten unter ihren Mitgliedsstaaten ist und hat die Schritte zur Stärkung des öffentlichen Gesundheitssystems des Landes gelobt.

Der Bericht hat jedoch auch Bereiche aufgezeigt, die wir verbessern müssen. Ich habe nicht vor, diese zu ignorieren. Nach der Veröffentlichung des gesamten Berichts werden wir einen Plan vorlegen, wie wir die Verbesserungsvorschläge am besten umsetzen können.“

Quelle: Webseite „Israel heute“