Offener Brief an Bischof Gerber über den KFD-„Predigerinnen-Gottesdienst“ in Fulda

Der katholische Familienvater und Lebensrechtler Hartmut Kullmann (siehe Foto) hat uns erlaubt, seinen offenen Brief an den Fuldaer Bischof Gerber und weitere Geistliche dieser Stadt zu veröffentlichen:

Als gebürtiger Fuldaer habe ich auch heute noch Verbindungen in meine alte Heimat. So erfuhr ich auch von dem „Predigerinnen-gottesdienst der KFD (Kath. Frauenbund Deutschlands) in der Fuldaer Stadtpfarrkirche“.

Die Ausbildung von Frauen zu Predigerinnen geht wohl auf einen Beschluss der Bischofskonferenz zurück. Vom Ansatz her unverfänglich, wenn er für „Wort-Gottes-Feiern“ und für „Andachten“ vorgesehen war.

Bedenklich ist mir sowohl die Wortwahl „Predigerinnengottesdienst“ wie auch des genannten Trägers „KFD“. Selbst Heilige Messen werden heutzutage „Gottesdienste“ genannt. Daher weiss man im Einzelfall nicht, ob es sich bei dem etwas verwirrenden Begriff „Gottesdienst“ um eine Wort-Gottes-Feier, eine Andacht oder um eine Heilige Messe handelt. Und die KFD zählt zu jenen, die das Amtspriestertum für Frauen fordern.

Sie wissen als Theologen, dass Frauen nach der Ordnung unserer Mutter Kirche keine Priester werden können. Wenn es sich bei dem sogenannten „Predigerinnengottesdienst der KFD“ um eine Heilige Messe mit Fürbitten und Predigt für die Zulassung des Frauenpriestertums und/oder für die Zulassung der Frauen als „Diakoninnen“ handeln sollte, dann ist dies ein Verstoß gegen unsere kirchliche Ordnung. Sollten Sie dies zulassen, sind Sie ungehorsam gegenüber Rom.

Auch wir Laien sehen, dass die Römisch-Katholische Kirche in Deutschland vor dem „Zweiten Schisma“ steht. Der klerikale Missbrauch Einzelner wurde von den innerkirchlichen Veränderern und Verfälschern des Glaubens dazu benutzt, um ihre Forderungen gegenüber weichen Hirten zu erheben.

Jetzt haben wir eine Situation, an der auch die Abstimmungen in der Kath. Bischofskonferenz Deutschlands nicht unschuldig sind.

Uns Laien ist sowohl CHRISTUS DOMINUS vom 28.10.1965 als auch die kirchenrechtliche Regelung nach dem CIC von 1983 bekannt. Wären umstrittene Beschlüsse der Bischofskonferenz in Deutschland anders ausgefallen, wenn die Weihbischöfe kein Stimmrecht gehabt hätten? Wir registrieren eine innerkirchliche Unterwanderung.

Sollte es zu einem Schisma kommen, dann werde ich weiterhin der Römisch-Katholischen Weltkirche angehören. Die Schismatiker werden sich aber einmal vor dem Richterstuhl unseres Herrn dafür verantworten müssen.

In ernster Sorge
Hartmut Kullmann


Papst Benedikts Plädoyer für das Naturrecht

Von Dr. Gero P. Weishaupt

Am 22. September 2011 hielt das damalige Oberhaupt der Katholischen Kirche eine seiner denkwürdigsten Reden seines Pontifikates. Papst Benedikt XVI. hat sich in seiner Ansprache vor dem Deutschen Bundestag mit den Grundlagen des freiheitlichen Rechtsstaats auseinandergesetzt.

Politik müsse „Mühen um Gerechtigkeit“ sein und so die Grundvoraussetzung für Friede schaffen. Voraussetzung ist die Anerkennung eines präpositiven Rechtes, das in der Wesensnatur des Menschen sein Fundament hat und mit dem Licht der Vernunft erkannt und von der Offenbarung im Licht des Glauben bestätigt wird. Glaube und Vernunft stimmen überein. 

Die Naturrechtslehre ist keine Eigenlehre der Katholischen Kirche, wie man irrtümlicherweise häufig meint und der Kirche entgegenhält. Naturrecht findet sich schon in der (paganen) Antike (Platon, Aristoteles, Cicero, Seneca, in der Anwendung bei konkreten Rechtsfällen der Römischen Juristen [Digesten bzw. Pandekten im Corpus Iuris Civlis], dann auch bei den griechischen Dramatikern, vor allem Sophokles (Tragödie: Antigone).

Zurecht schreibt darum Paulus in seinem Römerbrief:

„Wenn die Heiden (lies z.B. Platon, Aristoteles,  Sophokles, Cicero, Seneca etc.), die kein Gesetz haben, von Natur aus die Vorschriften des Gesetzes erfüllen, so sind sie, die kein Gesetz haben, sich selbst Gesetz. Sie zeigen ja, dass die Forderungen des Gesetzes in ihr Herz geschrieben sind, wovon auch ihr Gewissen Zeugnis ablegt und die Gedanken, die einander anklagen und verteidigen“ (Röm 2, 14 f.).

Von den 10 Geboten können das 4. bis 10 Gebot auch aus dem Naturrecht und damit aus der Vernunft abgeleitet werden. Um diese Gebote zu erkennen, bedarf es keiner Offenbarung. Glaube und Vernunft stimmen überein. 

Gesetze eine Staates sind gerecht, wenn sie Ableitungen aus dem Naturrecht sind. Einige Jahre nach der denkwürdigen Rede vor dem Deutschen Bundestag schuf der deutsche Gesetzgeber ein Gesetz, das die Ehe von Mann und Frau mit der Beziehung von gleichgeschlechtlichen Paaren rechtlich gleichstellt („Homoehe“). 2020 haben die Verfassungsrichter das Verbot „geschäftsmäßiger Sterbehilfe“ gekippt. 

Es sind nur zwei eklatante Beispiele aus jüngster Zeit, wie der deutsche Gesetzgeber und deutsche Richter nach wie vor – auch  nach der Rede von Papst Benedikt –  Naturrecht ignorieren und der Rechtspositivismus Blüten treibt.  

Dabei finden Menschenrechte wie Gleichheit und Selbstbestimmung ihr Fundament und ihre Grenze in der Wesensnatur des Menschen und des daraus abzuleitenden Naturrechts. Der Mensch findet sein Glück und seine Erfüllung nur dann, wenn er  „gemäß seiner Natur lebt“ und der Staat die dafür erforderlichen Gesetze schafft.

FORTSETZUNG des Beitrags mit Dokumentation der erwähnten Papstrede hier: https://www.kathnews.de/fuer-das-naturrecht-gegen-den-rechtspositivismus


Benedikt XVI. besorgt über „Verwirrung“

Benedikt XVI. sorgt sich laut seines Privatsekretärs Georg Gänswein über den Zustand der Kirche in Deutschland. Er nehme einen „Mangel an Einheit in nicht wenigen grundlegenden Aspekten des Glaubens“ wahr.

„Es ist überdeutlich, dass die Situation der katholischen Kirche in Deutschland heute von Spannungen und Verwirrungen geprägt ist“, sagte Erzbischof Gänswein.

Er fügte hinzu, es fehle bei deutschen Bischöfen an einer einheitlichen Haltung. Dies müsse „schnellstmöglich geklärt werden, um schwerwiegende Folgen für den Glauben und die Kirche in Deutschland abzuwenden“.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.domradio.de/themen/benedikt-xvi/2021-04-11/von-spannungen-und-verwirrungen-gepraegt-gaenswein-benedikt-xvi-besorgt-ueber-kirche-deutschland


CHRISTUS ist auferstanden – Dank sei GOTT!

Von Jörgen Bauer

Durch unsere Sinne, Sehen, Hören, Schmecken, Riechen und Fühlen, nehmen wir wahr, dass sich außerhalb unseres Körpers eine gegenständliche Welt befindet, mit der wir umgehen und in der wir uns orientieren können.

Natur Mensch Umwelt

Unsere Sinneswahrnehmungen einschließlich der „Datenverarbeitung“ im Gehirn und unsere Reaktionsmöglichkeiten sind und bleiben ein unbegreifliches Schöpfungswunder, wobei klar sein müsste, dass wir nur Ausschnitte der uns umgebenden Welt wahrnehmen und es viele Dinge geben muss, für die wir keine Sinne haben, weshalb die Welt bei einer totalen Wahrnehmung aller Dinge für uns völlig anders aussehen müsste.

Deshalb habe ich auch keinerlei Problem damit, biblischen Berichten, in denen von für uns unbegreiflichen Dingen, gemeinhin als „Wunder“ bezeichnet, berichtet wird, zu glauben, wozu auch die Auferstehung Jesu gehört.

Dem Schöpfer aller Dinge, der bereits das für uns Wahrnehmbare so wunderbar gestaltet hat, muss einfach alles möglich sein – auch das für uns Unmögliche. Nur so kann ich mir GOTT vorstellen.

Es gibt nun viele Menschen, die fest darauf fixiert sind, dass nur das ganz unmittelbar mit unseren Sinnen Wahrnehmbare der Wirklichkeit entspricht. Und da ist es völlig unmöglich, dass jemand von den Toten aufersteht, wobei man sich gerne auf die Wissenschaft, also auf begrenzte menschliche Erkenntnisse, bezieht. Und das geht bis in die christliche Kirche und deren Pfarrer und Verkünder hinein.

Und so kommt es dann zu Ostern immer wieder zu den Eiertänzen mit der Fragestellung ob das Grab Jesu leer oder doch voll war, wobei im ersteren Fall des leeren Grabes tollkühne Theorien kreiert werden, wonach Jesus nur scheintot war und sich anschließend davon gemacht hat oder die „Auferstehung“ darin besteht, dass Christus in der Lehre des Evangeliums weiterlebt.

Dem allen müssen wir eine entschiedene Absage erteilen. Denn Jesus ist als Mensch wirklich und leibhaftig gestorben und am Dritten Tage wieder leibhaftig – wenn auch in einer neuen Leiblichkeit – auferstanden und so ins Leben zurückgekehrt, auch wenn das für uns völlig unbegreiflich bleibt.

Wenn Christus nicht wirklich auferstanden ist, wäre unser Glaube eine einzige Lachnummer und völlig unnütz und vergeblich. Denn Christi Auferstehung bedeutet, dass der Tod besiegt ist und nicht mehr das letzte Wort hat, weshalb wir befreit aufatmen können.

Nun ist Christus wahrhaftig auferstanden, und wir werden ihm darin folgen, und dafür loben und preisen wir Gott und danken IHM.

Unser Autor Jörgen Bauer ist evangelischer Christ und wohnt in Heidenheim


Sittenverfall: Warum Christus in seinen Endzeitreden an Noah und Lot erinnerte

Von Klaus Moshe Pülz, deutsch-israelischer Autor

Offensichtlich kennt der Limburger Bischof Bätzing, der zudem noch Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist, nicht seine Bibel, da er dem vatikanischen Verbot einer Segnung homosexueller Partnerschaften widerspricht.

Männer, die homosexuelle Handlungen an sich und anderen ausüben, begehen eine schwere Sünde, die auch aus kulturell-ethischen Gründen (Hygiene) abzulehnen ist. Hierfür noch einen kirchlichen Segen zu erwarten, ist völlig absurd.

Welcher „Erkenntnisfortschritt“ soll es sein, wenn das eherne Wort Gottes in der Bibel nicht mehr gelten soll?!

Dies wiederum erinnert uns an die Worte des Heilandes, der die Tage vor seiner Wiederkunft mit den „Tagen Noahs und Lots“ vergleicht (Lukas 17,26).

Es zeigt sich die Authentizität der Worte Jesu, wenn uns Sein Wort sagt, daß bei Seiner Wiederkunft zur Errichtung Seines Reiches die Welt trotz einer zweitausendjährigen Evangelisation nicht nur sorglos dahinlebt, sondern Sünde nicht mehr als Sünde genannt werden soll.

Denn mit dem Kommen des Messias, der für unsere Sünden ans Kreuz gegangen ist, bricht auch das Gericht über die Unbußfertigen herein.

Für uns bedeutet dies „im Glauben zu wandeln“, denn der Hinweis auf die Zeiten Noahs und Lots besagt nicht nur eine diesseitige Orientierung, sondern ist ein Synonym für Gottlosigkeit und Sinnenfreudigkeit, wenn Dinge des täglichen Lebens und die Befriedigung leiblicher Bedürfnisse zur Selbstsucht generieren.

Gottes Willen erfüllen heißt, sich freimachen von solchen äußeren Bindungen an das Fleisch und sich selbst den Abschied zu geben.

Die „eilige Flucht“ im Kontext unserer Bibelstelle soll der Errettung der Seele aus der Versuchung dienen, also nicht zur Erhaltung des natürlichen Lebens!

Der Hinweis auf Lots Frau signalisiert, daß auch gläubige Christen in Gefahr sind, wenn sie dem Fleische folgen anstatt dem Geiste Gottes.

Unsere Zeit ist eine Zeit der Scheidung und letzten Entscheidung, Annahme oder Ablehnung durch Christus, was auch Trennung von Ehepaaren und Familien bedeuten kann (vgl. Luk. 17,34).

Und so schnell wie die Geier ein Aas ausmachen, so schnell wird auch das Gericht zur Scheidung eintreten.

Und dies ist der Sinn der Endzeit: denn unsere Tage bilden einen Offenbarungsprozeß, wo es gilt, daß die durch Christus Gerechtfertigten in zunehmender Dunkelheit und Verwirrung der Geister leuchten und sich für die Ewigkeit qualifizieren.

Als „Überwinder“ sind wir Erben des Reiches Gottes! Daher wachet und betet, damit Ihr nicht in Anfechtung fallet!

Unser Autor Klaus Moshe Pülz ist deutsch-israelischer Judenchrist (messianischer Jude; er leitet das „Institut für israels universale Berufung“ und die Zeitschrift „Bote Neues Israel“. Weitere Infos dazu auf http://www.zelem.de


Den Verlockungen des Nihilismus widerstehen

Aus einer Ansprache von Erzbischof Georg Gänswein über die christliche Resilienz, die innere seelische Widerstandskraft aus dem Glauben:

Angst ist in der Tiefe wohl nichts anderes als die elementare Furcht aller Kreatur vor dem Tod, mit existentiellen Fragen wie diesen: Was wird aus uns, was wird aus mir? Was ist der Tod, und was kommt danach?

Auch mich bewegen diese Fragen natürlich, je älter ich werde, immer mehr. Es sind die Fragen nach dem Ewigen Leben und dem Tod, die gewiss zum depositum fidei, das heißt zum Glaubensgut der Christenheit, gehören, seit wir begonnen haben, daran zu glauben, dass Jesus Christus durch seine Auferstehung aus dem Grab den Tod für immer überwunden hat.

Den Tod fürchte ich offen gestanden nicht, Bange wird mir aber etwas im Ausblick auf das Sterben. Das muss ich frei gestehen. Hier sieht man, dass ein gewisser Zweifel den Glauben auf Schritt und Tritt als treuer Zwilling begleitet.

Hier breche ich ab, um zu einem letzten, abschließenden Gedanken zu kommen. 

Oft wundere ich mich über die selbstverständliche existentielle Zuversicht, die aus Kirchenliedern aus der Zeit des 30-jährigen Krieges zu uns spricht, etwa von dem Jesuiten Friedrich von Spee (1591 – 1635) oder dem evangelischen Theologen Paul Gerhardt (1607-1667). 

Es war eine grausame Epoche, wo der Glaube an Christus unter den zerstrittenen Katholiken und Protestanten dennoch als das Allerselbstverständlichste der Welt erschien.

Heute hingegen sind wir immer wieder auf fast törichte Weise stolz, modern zu sein. Modern waren diese Menschen aber auch. Unser Zeitalter fing quasi mit ihnen an.

Folgende Zeilen eines Kirchenlieds von Georg Neumark gehen mir deshalb noch heute unter die Haut, der im Jahr 1641 gegen Ende dieses verheerenden Krieges dichtete:

„Was helfen uns die schweren Sorgen? / Was hilft uns unser Weh und Ach? /
Was hilft es, dass wir alle Morgen / Beseufzen unser Ungemach? /
Wir machen unser Kreuz und Leid / Nur größer durch die Traurigkeit.“

Quelle und vollständige Dokumentation der Rede hier: https://poschenker.wordpress.com/2021/03/27/erzbischof-georg-ganswein-in-der-sigmund-freud-universitat-in-wien/


Kath. Dachverband fordert Rücktritt Bätzings

Erklärung des Zusammenschlusses petrustreuer Vereinigungen:

Die Deutsche Bischofskonferenz sollte sich bei ihrem nächsten Treffen gut überlegen, ob sie den amtierenden Vorsitzenden im Amt lassen will.

Wenn die Bischöfe an ihrem Vorsitzenden Georg Bätzing festhalten, entscheiden sie sich gegen den Gebetsspruch zu Beginn ihrer Webseite:

„Nichts zeichnet so sehr den wahren Christen aus, nichts bezeichnet so sehr das Wesen des Christentums, als die auf den Glauben gegründete Hoffnung, das unerschütterliche Vertrauen.“ (sel. Paul Josef Nardini).

Geht es den Bischöfen überhaupt noch um den „wahren Christen“ und das „Wesen des Christentums“, wenn sie die antikatholische Haltung ihres Vorsitzenden stillschweigend zur Kenntnis nehmen, statt auf die Grundlage des Glaubens zu verweisen?

„Segnung“ von wiederverheirateten Geschiedenen und homosexuellen Paaren, Diakonen- und Priesterweihe für Frauen? Zu diesem Zweck fordert der Vorsitzende sogar Katechismusänderungen!

Welcher Kirche gehört Bischof Bätzing an?

Mit diesen und weiteren Forderungen, die er sogar an Rom vorbei durchsetzen will, ist er nicht mehr römisch-katholisch.

Die petrus-treuen Vereinigungen wehren sich entschieden dagegen, Glaube und Disziplin der Kirche zu Markte zu tragen, sprich: die römisch-katholische Kirche dem modernistischen, also „synodalen“ Konzept zu opfern.

Wenn Bischof Bätzing seine Vorstellungen realisieren will, dann bleibt ihm nur der Weg, sein Amt niederzulegen, aus der Kirche auszutreten und eine neue Kirche zu gründen. Modernistische Mitläufer warten sicher schon auf den Anfangsimpuls!

Es muss wieder gelten, was das Lied „Ein Haus voll Glorie schauet“ in seiner dritten Strophe zum Ausdruck bringt: „…das Haus wird‘s überdauern, auf festem Grund es ruht“.

Nach den Plänen von Bischof Bätzing sind die Grundlagen des Glaubens aufzugeben und dem modernen Denken anzupassen – auch auf die Gefahr hin, den katholischen Glauben zu marginalisieren.

Wird die Kirche nach dem Wort Jesu so zur kleinen Herde, die sich nicht fürchten solle, weil der himmlische Vater ihr (der Herde) das Reich geben werde?

Wir leben in einer Situation wie zur Zeit Jesu, als er die Apostel fragte: „Wollt auch ihr gehen?“

Dann wird es Zeit, dass der Staat den kirchlichen Amtsträgern das Gehalt sperrt, weil sie nicht (mehr) zu der Kirche gehören, zu der zu gehören sie vorgeben.

Reinhard Dörner, Vorsitzender


Wie eine junge Frau in den USA sexuellen Missbrauch erlebte und erfolgreich bekämpfte

Buch-Daten: Rachael Denhollander. Wie ich das Schweigen brach. Eine junge Frau kämpft für Gerechtigkeit  / Gebunden, 13,5 x 21,5 cm, 480 S., €D 22,99 / ISBN: 978-3-7751-6047-6 | SCM Hänssler

Je mehr man liebt, desto härter kämpft man. Rachael Denhollander hat sich dazu entschieden, ihre Geschichte öffentlich zu machen und deckte damit einen der schwersten Missbrauchsskandale aller Zeiten auf.

Die Juristin wurde in die Liste der 100 einflussreichsten Personen des Time-Magazins von 2018 aufgenommen.

„Ich möchte Sie daran erinnern, dass es eine übergeordnete Frage gibt, die Sie berücksichtigen sollten, wenn Sie entscheiden, wie Sie die beiden Ziele dieses Gerichts erreichen wollen. […] Wie viel ist ein kleines Mädchen wert? Wie viel ist eine junge Frau wert?“, fragt Rachael Denhollander in ihrer Rede vor dem Gericht, nachdem über 100 andere Mädchen und Frauen gegen den Olympia-Arzt Larry Nassar ausgesagt haben.

Wegen Rückenproblemen besuchte die junge Rachael Denhollander den Olympia-Arzt. Dass er sie missbrauchte, wurde ihr erst viel später voll bewusst. Sie wusste, dass sie keine Chance hatte, gegen den promintenten Arzt vorzugehen – und schwieg.

Ein Artikel über Missbrauchs-Skandale der USA Gymnastics Trainer, die vertuscht wurden, ließ sie jedoch 16 Jahre später den Entschluss fassen, das Schweigen zu brechen.

Die Autorin erzählt in ihrem Buch „Wie ich das Schweigen brach“ von ihrer Kindheit, in der sie auch in ihrer freikirchlichen Gemeinde sexuellen Missbrauch erlebte und davon, wie sie mit den psychischen Folgen dann auch in ihrem Leben als Erwachsene kämpft.

In der Gemeinde auf Unverständnis zu stoßen, wodurch ihr Fall wie einige andere gemeldete Fälle unter den Teppich gekehrt wird, Angst vor körperlicher Nähe und fremden Männern in der Öffentlichkeit – in all diese Schwierigkeiten nimmt sie den Leser hinein.

Doch die Liebe zu ihren Töchtern, ihr Kampfgeist und ausgeprägter Sinn für Gerechtigkeit siegen. Ihre Erfahrungen als Juristin und ihre Kontakte in diesem Umfeld unterstützen sie ungemein.

Ihr standhafter christlicher Glaube und die Tatsache, dass sie genau die richtigen Leute zum richtigen Zeitpunkt an die Seite gestellt bekommen hat – all das hat dazu beigetragen, dass Larry Nassar wegen Hunderten von Vergehen hinter Gittern landete.

Noch heute ist der Kampf nicht vorbei, die Institutionen bekennen sich nicht schuldig und sie kämpft mit Kritik und damit, dass so viele immer noch die Augen vor dem eigentlichen Problem verschließen – dass der Missbrauch zugelassen und vertuscht wird. Doch Rachael Denhollander ist bereit, weiterhin zu kämpfen und für Aufmerksamkeit und Sensibilität zu sorgen.

Buch-BESTELLUNG hier: https://www.scm-shop.de/wie-ich-das-schweigen-brach.html

.


Der moderne Mensch und sein Problem, die eigene Endlichkeit zu ertragen

Im Alten Testament finden wir eine wunderbare Erzählung, die uns Orientierung gibt, wie wir mit dem Leid eines anderen umgehen sollen:  

Hiob findet keine Erklärung für sein Leiden und auch seine Freunde nicht, aber letzten Endes  erkennt er den Sinn seines Leidens in der Ergebung in den göttlichen Willen und findet damit in die höchste Form des Gebets des Geschöpfes zu seinem Schöpfer.

Auf dem Weg zu dieser Erkenntnis unterstützen ihn seine Freunde durch ihre stumme Anwesenheit: sieben Tage und Nächte lang harren sie schweigend bei ihm aus. Kein Wort wird gesprochen, alle sind erstarrt ob des furchtbaren Leidens des Freundes, aber sie bleiben bei ihm und halten seine Schmerzen und seine Trauer aus.

Genau das ist es, was ein Schwerkranker, ein Sterbender braucht: die Anwesenheit eines Menschen, an dessen Hand er sein Leben beenden kann und der keine Angst davor hat, sich mit dem Tod zu konfrontieren, der an seiner Seite ist in den schwersten Stunden seines Lebens und das Sterben des anderen erträgt und mitträgt.

Die beste Medizin und das modernste Spital können diesen Menschen nicht ersetzen!  

Unsere Familienstrukturen sind zerbrochen, die Großfamilie existiert längst nicht mehr, welches Kind erlebt noch den Tod eines Familienangehörigen direkt mit und lernt so den Umgang mit den Grenzen des Lebens?

Aus diesem Mangel heraus sieht sich der heutige Mensch kaum mehr in der Lage, diesen so notwendigen Dienst an einem Sterbenden zu leisten, denn dann wäre er mit seiner eigenen Endlichkeit konfrontiert, aber die möchte er lieber verdrängen, weil er sie nicht aushält.

Da ihm ein tragendes Fundament fehlt, eine Autorität, die ihm Halt gibt, so wie es durch viele Jahrhunderte hindurch der Glaube für den Menschen war, kommt er auf die zutiefst unmenschliche Lösung, dieses Unvermögen mit einem Gesetz zur Freigabe des assistierten Selbstmordes, der aktiven Sterbehilfe zu kompensieren.

„Verkündige das Wort, tritt dafür ein…“ (2 Tim 4, 2)

Seit vielen Jahrzehnten schon sägt die europäische Gesellschaft an ihren Wurzeln, löst sich von ihrer Verankerung in der abendländischen Zivilisation, von ihrem christlichen Erbe. Die Einführung der Euthanasie in vielen europäischen Ländern ist nur ein weiterer Schritt auf diesem Weg.

Kann es denn verwundern, dass die Menschen, losgelöst von der Bindung an ihren Schöpfer, orientierungslos sind und bis zum Letzten verwirrt? Muss ihnen nicht der Sinn in diesem Leben verschlossen bleiben? Und: wie könnten sie überhaupt noch die Grenzen erkennen, die dem Menschen gesetzt sind?

Seit Jahrzehnten verkündet die katholische Kirche den Menschen nicht mehr, was sie ihnen jedoch sagen müsste:  Die volle Wahrheit der christlichen Lehre! Katechesen finden nicht mehr statt, Predigten sind inhaltslos und gefällig geworden.

Selbst die Gläubigen wissen nichts mehr von ihrem Glauben, wie kann er ihnen dann Halt geben im Umgang mit Krankheit und Tod? Wenn die Kirche nicht wieder ihr prophetisches Amt aufnimmt und den Menschen die Zeichen der Zeit deutet (sei es gelegen oder ungelegen, wie der Völkerapostel Paulus schreibt), ist unsere Gesellschaft verloren! 

Europa eilt dem Abgrund entgegen

Wir Katholiken sind davon überzeugt, dass der dreifaltige Gott allein der HERR über unser aller Leben ist, Er gibt uns das Leben und Er allein bestimmt, wann dieses Leben beginnt und wann es auf dieser Erde sein Ende findet.

Niemals dürfen wir dem Mainstream nachgeben, der die Abtreibung und nun vielleicht schon bald auch die aktive Sterbehilfe banalisiert und fördert! Als Christen müssen wir hier Widerstand leisten!

Das menschliche Leben ist geheiligt von seinem Schöpfer, von der Befruchtung an bis zum natürlichen Tod, es ist und bleibt unantastbar und keinem Geschöpf auf dieser Erde ist das Recht gegeben, daran zu rühren – unabhängig davon, was uns irdische Autoritäten sagen.  

Der hl. Apostel Paulus wusste es schon vor fast 2000 Jahren: „Von der Wahrheit wird man das Ohr abwenden und sich den Fabeleien zukehren“ (2 Tim 4,4)

Quelle: https://fsspx.de/de/news-events/news/gott-allein-bestimmt-den-zeitpunkt-wann-das-leben-auf-erden-sein-ende-findet-62605


Irak: Patriarch Sako begrüßt Papstbesuch

Der angekündigte Besuch von Papst Franziskus im Irak werde für irakische Christen und den gesamten Nahen Osten Gelegenheit sein, sich auf eine „Pilgerreise“ der Bekehrung zu begeben und eine „Rückkehr zu unseren ursprünglichen Quellen“ fördern.

Das betont der chaldäische Patriarch, Kardinal Louis Raphael Sako, in einer Botschaft an Christen und alle Iraker mit Blick auf den geplanaten Besuchs von Papst Franziskus vom 5. bis 8. März 2021 im Irak.

Die Botschaft des irakischen Oberhirten (er leitet die altorientalische chaldäisch-kath. Kirche) enthält eine Reihe von Vorschlägen, um den Besuch des Papstes aktiv mitzuerleben, damit „die Kirche mit größerer Begeisterung zur spirituellen Radikalität zurückkehrt und den Menschen mit Großzügigkeit und Freude dient, nach dem Vorbild unserer Väter, unserer Heiligen und unserer Märtyrer“.

Auch in schwerer Situation wie derzeit sei es besser, alles zu nutzen, was die „Rückkehr zu den Quellen“ des eigenen Glaubens begünstigt, anstatt sich ins Opferdasein zurückzuziehen und sich zu beschweren.

Quelle: Fidesdienst