Glaubensstarkes Buch mit Kardinal Müller über die Wahrheit als DNA der Kirche

Von Dr. Michael Th. Sprenger-Menzel

Gleich zu Anfang darf festgestellt werden, dass es sich nicht um eine der vielen Biographien eines Journalisten mit „flotter Schreibe“ handelt, der eine berühmte Persönlichkeit der Welt- und Kirchengeschichte interviewt, sondern um das einfühlsam geführte Zwiegespräch zweier Glaubender, die aus dem Glauben leben.

Der eine ein breit gebildeter und wissenschaftlich interessierter Familienvater und Publizist, der andere ein Theologieprofessor, Kardinal der römischen Kirche und emeritierter Präfekt der Glaubenskongregation.

Martin Lohmann ist es in seinem Band gelungen, in der leicht verdaulichen Form eines lockeren, oft aber tiefsinnigen Gesprächs unter gläubigen Katholiken gleichzeitig eine (I) Lebensbeschreibung Gerhard Ludwig Kardinal Müllers, eine (II) Wiederauffrischung und Vertiefung wichtiger Glaubenswahrheiten und (III) einen Überblick zu wichtigen Ereignissen und Epochen der Kirchengeschichte samt einem Wegweiser zur Unterscheidung der Geister in Kirche und Welt turbulenter Zeiten vorzulegen.

  1. Lebensbeschreibung

Wie nebenbei erfährt der Leser viel Biographisches über Gerhard Ludwig Müller, der am Silvestertag 1947 in der 3.000-Seelen-Gemeinde Finthen (heute der westlichste Ortsbezirk der Stadt Mainz) als Sohn eines Wagners (bei Opel) und Nebenerwerbslandwirtes „doppelt arbeitete“ (S. 7), um seine sechsköpfige Familie zu ernähren, geboren wurde.

Er wuchs in einem frommen Umfeld auf, in dem gleich nach dem Aufstehen „Kontakt mit Gott aufnahm“; verließ man das Haus, wurde der Schutzengel „als treuer Begleiter herzugebeten“ (14).

Schon als Kind eine Berufung spürend und unter Geistlichen wie Laien aufwachsend, „die ihren Glauben ernst nahmen“ (27), hatte er das Glück, einen vorbildlichen, sich ganz in der Sorge um das ewige Heil der Menschen aufreibenden Pfarrer kennenzulernen, der weder Freizeit noch Urlaub vom Priestertum kannte und welchem Krankenbesuche und Versehgänge immer allem vorgingen.

Ebenso erlebte er einen frommen Religionslehrer, der intellektuell auf der Höhe seiner Zeit war und sich in der Theologie gut auskannte, so dass dem Heranwachsenden die Wahrheit der Evangelien und des Glaubens „immer klar und einleuchtend“ (27) waren.

Den stud.theol. (Mainz, Freiburg und München), der Seelsorger in einer Pfarrgemeinde werden wollte, interessierte vor allem die Kirchengeschichte und die Dogmatik, welche er „immer schon“ als „heilsgeschichtliche Disziplin“ (50) betrachtete.

Er bewunderte den oberschlesischen Dogmatiker und Mariologen Leo Scheffczyk (Gf) (1920 bis 2005; Kardinal ab 2001) wegen seines klaren, systematischen Verstandes und seiner außerordentlichen dogmengeschichtlichen Kenntnis, mit der Scheffczyk auch die Gott-ist-tot-Theologie „systematisch zerlegt“ (55) hatte.

1977 wurde er unter Karl Lehmann (1936 – 2018) zum Dr. theol. promoviert, erhielt im selben Jahre die Weihe zum Diakon und 1978 in seiner Heimatpfarrei die Priesterweihe. Neben seiner Tätigkeit in der Pfarrseelsorge weiter wissenschaftlich arbeitend (Habilitation über die Gemeinschaft und Verehrung der Heiligen ebenfalls bei Professor Lehmann in Freiburg) wurde er 1986 zum Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte in München berufen.

Der überaus breit interessierte und publizierende Theologe lehrte auch als Gastprofessor spanischer, indischer, römischer und südamerikanischer Universitäten – bis er 2002 zum Bischof von Regensburg ernannt wurde.

REGENSBURG (Bild: E. Gründler)

Der neue Bischof ordnete das kirchliche Schulwesen mittels Gründung einer Schulstiftung, stärkte die katholische Jugendfürsorge, förderte das katholische Glaubensleben samt dessen Vollzug in Andachten und Prozessionen (an denen er selbst teilnahm), regte Volksmissionen an und ließ eine neue Domorgel anfertigen. Auch dadurch wollte er den Dom wieder „zum Herzen der Diözese machen“ (85).

Neben vielen überdiözesanen Aufgaben in Deutschland übernahm Bischof Müller ab 2007 zunehmend weltkirchliche Aufgaben, wurde Mitglied mehrerer römischer Kongregationen, 2012 zum Erzbischof ad personam erhoben und zum Präfekten der Glaubenskongregation ernannt. 2013 bestätigte ihn Papst Franziskus in diesem Amt und erhob ihn 2014 zum Kardinaldiakon (Titelkirche Sant’Agnese in Agone an der Piazza Navona).

Zur Überraschung vieler, auch des Kardinals selbst, wurde die erste, Mitte 2017 auslaufende, Amtszeit des als „bewahrend“ geltenden Präfekten der Glaubenskongregation von Papst Franziskus ohne Angabe von Gründen nicht verlängert.

II Kirchengeschichtlicher Überblick und Katechese

Die sich in den 1968er-Zeiten aufbauende und verstärkende Kategorisierung in „konservativ“ oder „progressiv“ sieht Kardinal Müller als „Beleidigung des menschlichen Verstandes“, und als nicht weiterführende und irreführende „Begriffe der Politik“ (55), weil er die Diffamierung anderer als konservativ und die Selbsterhöhung als progressiv als ein sicheres Zeichen dafür sieht, „dass Theologie durch Ideologie ersetzt wurde“ (55).

Schon auf den ersten Buchseiten wird klar, wie wichtig dem Kardinal die Authentizität der Evangelien ist, als er betont, dass schon Kinder sehr wohl zwischen Märchen und biblischer Geschichte bzw. zwischen „utopischen Traumwelten“ und der in den Evangelien „geoffenbarten Wahrheit und Wirklichkeit im Blick auf die Transzendenz“ unterscheiden könnten (22).

Anders als bei Glorifizierungen in Pharaonengeschichten oder Aufzeichnungen über römische Kaiser zeige sich die Glaubwürdigkeit der Evangelien schon daran, dass die Schwächen der Jünger und die Verleugnung des Petrus nicht verschwiegen wurden (84).

Im weiteren Verlauf bietet der Kardinal, ausgehend von den Irrtümern der Reformation, einen Generalüberblick über wichtige Stationen der neueren Kirchen- und Dogmengeschichte.

Interessant geraten die Ausführungen über die „unaufgeklärte Aufklärung“ und die „Fehlsichtigkeiten“ Gläubiger wie Theologen, welche historische Abläufe durch die Brille des Marxismus beurteilen möchten (77) und teils unter einem „katholischen Minderwertigkeitskomplex“ leiden, und solche Bischöfe, die als „Lehrer der Wahrheit und Diener des Wortes“ (89) nicht immer den Mut zum Bekenntnis und zum Zeugnis vor der Welt hätten.

Immer wieder erweist sich die Lektüre des Buches als Fundgrube und Kurzdarstellung wichtiger Wahrheiten, etwa, wenn er (wie Kardinal Ratzinger bzw. Papst Benedikt XVI.) die Diktatur des Relativismus als „System der affirmativen Negation der Affirmation“, als eine Diktatur der Vernunft kritisiert, die Ihren konstituierenden Akt im aktuellen Erkennen nicht akzeptiert und leugnet, dass es eine Wahrheit (überhaupt) gebe, „vor allem jene, die er als nicht existent behauptet“ (102 – 103) und deshalb die Tragik des Skeptizismus darin besteht, „dass er alles leugnet, was wirklich ist“ (103).

Maßstab seines Glaubenslebens ist Christus selbst, die „Wahrheit, die von Gott kommt“ und welche Jesus Christus selbst „mit seiner Person in seinem Weg bis zum Tode am Kreuz bezeugt hat“. Dabei gehe es gar nicht um ein „Haben“ („Besitzen“) oder ein „Nicht-Haben“ der Wahrheit, sondern „um das Sein“ (104) und einen Wahrheitsanspruch „für immer und ewig“, weil der Wahrheitsanspruch „mit dem Sein Gottes koexistent ist“ (105).

Die Kirche sei auf einem starken Fundament aufgebaut, nämlich Jesus Christus selbst, und „dieses Fundament heißt Wahrheit“ (109). Erste Aufgabe der Bischöfe sei es, „Zeugnis für die Wahrheit abzulegen“ (110).

Der Kardinal erweist sich als profunder Verteidiger des (Priester-)Zölibates, dessen (Versuch der) Abschaffung er als Verstoß wider die „Natur des Priestertums und eine Missachtung der gesamten katholischen Tradition“ (134) betrachtet, und er bekräftigt den hohen Wert des Zölibates auch im Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal.

Alles ohne Angst vor einem „Anecken“ („Ein guter Bischof darf bei den falschen Leuten anecken und redet ihnen nicht nach dem Mund.“ (250)), und zwar auch mit einer klaren und an der überlieferten Lehre der Kirche und am Evangelium selbst orientierten Haltung zur Homosexualität).

Die Verteidigung des Zölibates (151) erfolgt nicht in theologisch fein ziselierter Weise, sondern im Duktus und auch mit der geballten Überzeugungskraft eines abgeklärten Gemeindepfarrers mit jahrzehntelanger Beichterfahrung. Klar und deutlich kritisiert Müller den Missbrauchsskandal, wehrt sich aber entschieden dagegen, ihn als wohlfeile Begründung für Forderungen nach Aufhebung des Zölibates, Einführung der Diakonen- und Priesterweihe für Frauen oder Lockerungen der Sexualmoral zu akzeptieren.

Ebenso klar fallen die Äußerungen für jene aus, die bei ihrer Standeswahl nicht das freiwillige Zölibatsversprechen, sondern das freiwillige Eheversprechen anstreben. Der Wille des Schöpfers selbst spreche gegen eine „Ehe für alle“ oder „Segnungen“ gleichgeschlechtlicher Partnerschaften. Eheleuten muss die Offenheit für das Leben, das Gott den Eheleuten schenkt bzw. der Schutz dieses Lebens von der Zeugung bis zum irdischen Tode eine Selbstverständlichkeit sein.

Der Kardinal hebt auch die klare Haltung des dafür angefeindeten Papstes Benedikt XVI. zu diesen Fragen hervor, von der er sagt, dass Benedikt XVI. recht behalten habe. Überhaupt ist Kardinal Müller kein Freund des Leisetretens oder des Verschweigens bewiesener Tatsachen, z.B. des Genozids an den Armeniern.

III Bollwerk der Wahrheit und Wegweiser zur Unterscheidung der Geister

Es gibt fast keine Problemfrage der letzten Jahrzehnte in Kirche und Welt, auf welche in dem von Lohmann sensibel und empathisch geführten Gespräch nicht eingegangen würde und wo Seine Eminenz in klarer und schnörkelloser Sprache Stellung bezieht, wie z.B. zum sogenannten synodalen Weg des kirchlichen Establishments in Deutschland.

In dieser „synodalen Sackgasse“ (141) gehe es um eine „Umwandlung des Weihesakramentes in ein professionelles System von gut bezahlten Funktionären“ und die Verlagerung der politisch verstandenen „‘Macht‘ von den Bischöfen und Priestern auf eine Führungsriege von ‚Laien“ mit der Klausel, dass bei gleicher Qualifikation die Frauen bevorzugt würden“ (141); und: die als „leibfeindlich“ abqualifizierte gewollte Abschaffung der christlichen Moral, des Zölibates und auch der evangelischen Räte (der Armut, des Gehorsams und der Keuschheit.

Der in seinen Antworten ganz und gar nicht „professoral“, sondern sprachlich auf der Höhe der Zeit und in moderner Weise, ja teilweise „flott“ argumentierende Kirchenfürst, der als „engagierter Teilnehmer“ zum Glauben kam, spricht immer wieder tiefe Wahrheiten aus und dies mit der größten Selbstverständlichkeit eines wirklich „Durchglaubenden“, wie es wohl Erzbischof Johannes Dyba (1929-2000) formuliert hätte.

In dem Gespräch erläutert der offenkundig felsenfest konzilstreue Kardinal, den niemand, auch er selbst nicht, als starrsinnig-konservativen „Traditionalisten“ einstufen würde, und welcher nicht die geringsten Berührungsängste zu protestantischen wie katholischen Theologen und Philosophen des XX. Jahrhunderts zu haben scheint, sine ira et studio auch Fehlentwicklungen in Kirche und Gesellschaft. Kritisch spricht er über die „synodale Sackgasse“ (141) und lässt es aber auch nicht, wo es geboten erscheint, an „Lob für Franziskus“ (196-200) fehlen.

Das handliche gebundene Buch gehört nicht nur auf den Nachttisch zum Dienst in der Kirche berufener und geweihter Bischöfe, Priester und Ordensleute, sondern auf die Nachttische der Studenten und aller Katholiken als gut zu lesende, leicht verdauliche Auffrischung des Glaubens und zur Wiederfindung der Freude am Glauben.

Es weist nur einen Mangel auf, den man in einer zweiten Auflage beheben könnte: Gerade angesichts der Fülle der Themen aus Kirche und Welt, der Breite und Tiefe der Betrachtungen, bei denen es u.a. auch um die Schönheit des Glaubens und dessen Vollzug in der Liturgie und eine gelebte Ökumene geht, würde sich ein Stichwortverzeichnis empfehlen, damit Leser dieses Werk künftig als übersichtliches, mit zehn Kapiteln klar strukturiertes Brevier zur Glaubens- und Sittenlehre nutzen kann, aber auch zu aktuellen Fragen in Kirche, Politik und Gesellschaft ein Instrument zur Unterscheidung der Geister finde.

Buch-Daten: Lohmann, Martin / Kardinal Müller, Gerhard: Wahrheit. Die DNA der Kirche. Ein Gespräch. Fe-Medienverlag (Kissleg), 2020, 344 Seiten, fest gebunden, 19,80 Euro,ISBN: 978-3863572778

Unser Gastautor Dr. Michael Thomas P. Sprenger-Menzel ist Hochschul-Dozent und Publizist; diese Besprechung wurde in einer gekürzter Form zuerst in der CV-Zeitschrift „Academia“ (Nr. 5/2021) veröffentlicht.

HIER geht es zur Bestellung beim Fe-Verlag: https://www.fe-medien.de/Wahrheit-Die-DNA-der-Kirche


Liturgie ist stärkster Ausdruck des Glaubens

Die Liturgie sei keine „Show“, sondern „der stärkste Ausdruck des lebendigen Glaubens der Kirche“, das Werk Christi selbst, der uns durch sie „zum Eintritt in sein Ostergeheimnis aufruft“. Dies bekräftigte der irakische Kardinal Luis Raphael Sako, Patriarch der chaldäischen Kirche, in einer Erklärung zum laufenden Prozess der liturgischen Erneuerung dieser altorientalischen Kirche.

Sako beschreibt das Wesen der heiligen Messe und ihre zentrale Bedeutung.

„Die Liturgie“, betonte der irakische Kardinal, „ist die Feier der Gegenwart Christi in seinem österlichen Geheimnis, auf eine freudige Weise. Es ist bedauerlich zu sehen, dass wir bei einigen liturgischen Praktiken das Gefühl haben, in Trauer zu sein oder auf der Bühne eines Schauspiels, und nicht in der Freude, die Gegenwart des verherrlichten Christus zu feiern, dem Unterpfand unseres ewigen Lebens“.

Gerade die Bedeutung der Liturgie „bringt die Notwendigkeit mit sich, die Feier gut vorzubereiten“, indem man sich an die liturgischen Zeiten des Kirchenjahres hält und „geeignete Gebete, Lieder und Lesungen vorsieht„:

„Dieses tägliche Leben, das von den Zeiten und Momenten der Liturgie geprägt ist“, so der Patriarch „ist das, was unsere Heiligen und Märtyrer gelebt haben, und wonach wir auch heute noch streben müssen“.

Quelle: Fidesdienst


Unsere Gelassenheit aus dem Glauben

GOTT zuerst gib Rechenschaft

Geh gelassen nur voran,
frag dich nicht: Wie komm ich an?
Nicht auf Anderer Urteil schau,
nein, zuerst dem Höchsten trau.

Hab den Mut, selbst zu entscheiden,
mögen dich auch Andere meiden,
IHM, der uns schenkt alle Kraft,
IHM zuerst gib Rechenschaft.

Toben gegen dich auch Wogen,
handle einfach gottbezogen,
traue nicht Sirenenklängen,
niemals stell dich unter Zwängen.

Denn die Angst vor anderen Leuten
kann dem Christen nichts bedeuten.
GOTT gibt uns die Richtung an,
geh gelassen nur voran.

Pfr. Winfried Pietrek


Ein (farben)frohes PLAKAT für unsere Ideale

POSTER aus dem KOMM-MIT-Jugendverlag in Münster:

Dieses PLAKAT kann beim KOMM-MIT-Verlag bestellt werden. Es ist im großen DIN-A-2-Format erschienen (60 x 40 cm) und kostet 3 €, vier Stück nur 6 €  – jeweils inkl. Porto (Betrag evtl. vorweg in Briefmarken beilegen). – Per Tel. 0251 – 616768 oder Mail: felizitas.kueble@web.de

Gemälde: Evita Gründler


Gratulation für Prälat Dr. Georg May: So hat er mir bei der Rückkehr zur Kirche geholfen

Dankbare Würdigung einer Familienmutter:

images

Ich (Marion F.) möchte Prof. Georg May recht herzlich zu seinem heutigen Geburtstag (er wird 95 Jahre alt) gratulieren und dies auch zum Anlass nehmen, mich bei ihm ganz herzlich zu bedanken.

Vor vier Jahren fand ich über Umwege zurück zur katholischen Kirche – und dies nicht zuletzt dank der umfangreichen Predigten von Prof. May, die ich ich im Internet finden konnte. 

Die Erkenntnis über die Bedeutung des Sakramentes der heiligen Eucharistie zog mich primär zur katholischen Kirche – und dank Prof. May konnte ich dies sehr vertiefen.

Über mehrere Monate hinweg las ich täglich lange in seinen gehaltvollen Predigttexten, druckte mir sogar einen dicken Ordner voll davon aus und lernte so fundiert und unverfälscht die katholische Kirche mit ihren Sakramenten und ihrer Lehre kennen. 

Zu jeder der sich mir stellenden Fragen fand ich in seinen Predigten gute Antworten.

Was für eine Gnade es war, gerade auf die Webseite von Prof. May gestoßen zu sein, wurde mir klar, als ich dann den Schritt zur katholische Kirche in die Tat umsetzte: Dort hörte ich von einigen Amtsträgern, aber auch Laien ganz andere „Versionen“ des katholischen Glaubens.

Um dies zusammenzufassen:

Es handelte sich dabei zum einen um einen verwässerten und selbst zurechtgeschusterten Glauben ohne das Fundament der Lehre der katholischen Kircheund zum anderen war es ein Glaube, der sich durch einen schwarmgeistigen Einfluss  – z.B. der freikirchlich/protestanischen Charismatik – auszeichnet (mit dem ich auf meinem Glaubensweg „Bekanntschaft“ machte und daher Bescheid wußte), dem es für meinen Geschmack an Nüchternheit fehlte und „übers Ziel hinausgeschossen“ wirkt.

Wäre ich ohne die Vorbereitung durch Prof. Mays Predigttexte zur katholischen Kirche gelangt, so wäre mein Ankommen dort mit Sicherheit ein sehr schwieriger Prozess geworden! 
(Auch Felizitas Küble und ihre Recherchen und Aufklärungsarbeit möchte ich an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen; ihre detaillierte Kenntnis über die verschiedensten Sachverhalte innerhalb und außerhalb der Kirche waren und sind für mich oft eine wichtige Orientierungshilfe.)

Ich wünsche Herrn Prof. May einen gesegneten Tag und für die weiteren Lebensjahre Gesundheit, Bewahrung und Gottes reichen Segen auf all seinen Wegen!

Unsere Autorin – eine Künstlerin aus dem Schwarzwald – ist uns seit Jahren mit Namen und vollständiger Anschrift persönlich bekannt.


Jakobus mahnt: Ein Glaube ohne Werke ist tot

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche: Jak 2,14-18.

Meine Brüder, was nützt es, wenn einer sagt, er habe Glauben, aber es fehlen die Werke? Kann etwa der Glaube ihn retten?

Wenn ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung ist und ohne das tägliche Brot und einer von euch zu ihnen sagt: Geht in Frieden, wärmt und sättigt euch!, ihr gebt ihnen aber nicht, was sie zum Leben brauchen – was nützt das?

So ist auch der Glaube für sich allein tot, wenn er nicht Werke vorzuweisen hat.
Nun könnte einer sagen: Du hast Glauben und ich kann Werke vorweisen; zeig mir deinen Glauben ohne die Werke und ich zeige dir meinen Glauben anhand der Werke.

.


Haltet fest am Glauben, der euch gelehrt wurde

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Kol 2,6 ff.

Brüder! Ihr habt Christus als HERRN angenommen. Darum lebt auch in IHM! Bleibt in IHM verwurzelt und auf IHN gegründet und haltet an dem Glauben fest, in dem ihr unterrichtet wurdet. Hört nicht auf zu danken!

Gebt acht, dass euch niemand mit seiner Philosophie und irrigen Lehre verführt, die sich nur auf menschliche Überlieferungen stützen, die sich auf die Elementarmächte der Welt berufen und nicht auf Christus.

Denn in IHM allein wohnt die ganze Fülle der Gottheit wahrhaftig. Durch IHN seid auch ihr davon erfüllt; denn ER ist das Haupt aller Mächte und Gewalten.

.

.


Haltet unerschütterlich fest am Glauben

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Kol 1,21-23.

Brüder! Auch ihr standet Gott einst fremd und feindlich gegenüber; denn euer Sinn trieb euch zu bösen Taten.
Jetzt aber hat ER euch durch den Tod seines sterblichen Leibes versöhnt, um euch heilig, untadelig und schuldlos vor sich treten zu lassen.

Doch müsst ihr unerschütterlich und unbeugsam am Glauben festhalten und dürft euch nicht von der Hoffnung abbringen lassen, die euch das Evangelium schenkt.
In der ganzen Schöpfung wurde das Evangelium verkündet; ihr habt es gehört, und ich, Paulus, diene ihm.

.


Regensburger Bischof eröffnet Portal mit Alternativ-Texten zum „Synodalen Weg“

Der Oberhirte von Regensburg, Dr. Rudolf Voderholzer, hat am heutigen 3. September 2021 (dem Festtag von Papst Gregor dem Großen) eine neue Internetseite eröffnet, in der zukünftig kirchliche Dokumente sowie Artikel von Synodenmitgliedern veröffentlicht werden, die sich theologisch kompetent auf der Grundlage der katholischen Lehre zu Wort melden.

In dem Begrüßungsschreiben des Bischofs auf der Startseite heißt es eingangs:

„Wie kann es gelingen, in der Kirche neu die Freude am Glauben und an der Beziehung zu Jesus Christus zu vermitteln? Was muss geschehen, damit Kirche-Sein, Katholisch-Sein, nicht als ein Makel erscheint, für den man sich schämen muss?

Was können wir dazu beitragen, dass kirchliches Christsein wieder Grund zu aufrechtem Gang wird im Bewusstsein, in der weltweiten Verbundenheit der Schwestern und Brüder Jesu nicht nur Gott die Ehre zu geben, sondern auch wichtige Beiträge zu leisten für den Aufbau und den Zusammenhalt der Gesellschaft?“

Sodann wird erklärt, der Synodale Weg könne in den „bisher gefahrenen Gleisen nicht ans Ziel“ führen:

„Die ganze Kirche ist nicht nur die weltweite Kirche, sondern auch die Kirche des Ursprungs und die Kirche der Heiligen, die schon am Ziel angekommen sind. Ihr Quellgrund ist der Gottmensch Jesus Christus, der in der Eucharistie leibhaftig gegenwärtig ist und von ihr her die Kirche aufbaut.“

Abschließend schreibt der Bischof, man setze mit diesem Internetportal auf Argumente und auf die „gesunde Lehre“:

„So gut es ging, wurden die hier vorgelegten Argumente in den Prozess des Synodalen Weges eingebracht. Aufgrund der dort herrschenden Mehrheitsverhältnisse wurden und werden sie aber bislang nicht berücksichtigt.“

Quelle für die Zitate: https://www.synodale-beitraege.de/de/


Glaubt an Christus und liebt alle Heiligen

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Kol 1,1-7.

Paulus, durch den Willen Gottes Apostel Christi Jesu, und der Bruder Timotheus an die heiligen Brüder in Kolossä, die an Christus glauben.
Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater.

Wir danken Gott, dem Vater Jesu Christi, unseres HERRN, jedesmal, wenn wir für euch beten.
Denn wir haben von eurem Glauben an Christus gehört und von der Liebe, die ihr zu allen Heiligen habt, weil im Himmel die Erfüllung eurer Hoffnung für euch bereitliegt.

Schon früher habt ihr davon gehört durch das wahre Wort des Evangeliums, das zu euch gelangt ist. Wie in der ganzen Welt, so trägt es auch bei euch Frucht und wächst seit dem Tag, an dem ihr den Ruf der göttlichen Gnade vernommen und in Wahrheit erkannt habt.

.