Strebe nach Gerechtigkeit und Sanftmut!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 1 Tim 6,6-12:

Wir haben nichts in die Welt mitgebracht, und wir können auch nichts aus ihr mitnehmen.
Wenn wir Nahrung und Kleidung haben, soll uns das genügen.
Wer aber reich werden will, gerät in Versuchungen und Schlingen, er verfällt vielen sinnlosen und schädlichen Begierden, die den Menschen ins Verderben und in den Untergang stürzen.
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Denn die Wurzel aller Übel ist die Habsucht.
Nicht wenige, die ihr verfielen, sind vom Glauben abgeirrt und haben sich viele Qualen bereitet.
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Du aber, ein Mann Gottes, flieh vor all dem. Strebe unermüdlich nach Gerechtigkeit, Frömmigkeit, Glauben, Liebe, Standhaftigkeit und Sanftmut.
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Kämpfe den guten Kampf des Glaubens, ergreife das ewige Leben, zu dem du berufen worden bist und für das du vor vielen Zeugen das gute Bekenntnis abgelegt hast.

Wir wandeln im Glauben, nicht im Schauen

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 2 Kor 5,6-10:

Wir sind immer zuversichtlich, auch wenn wir wissen, dass wir fern vom HERRN in der Fremde leben, solange wir in diesem Leib zu Hause sind; denn als Glaubende gehen wir unseren Weg, nicht als Schauende.

Weil wir aber zuversichtlich sind, ziehen wir es vor, aus dem Leib auszuwandern und daheim beim HERRN zu sein. Deswegen suchen wir unsere Ehre darin, ihm zu gefallen, ob wir daheim oder in der Fremde sind.

Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit jeder seinen Lohn empfängt für das Gute oder Böse, das er im irdischen Leben getan hat.

 


Nach der Eucharistie-Predigt wurde Christus von vielen seiner Jünger verlassen

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Joh 6,60-69:

In jener Zeit sagten viele der Jünger Jesu, die ihm zuhörten: Was er sagt, ist unerträglich. Wer kann das anhören?
Jesus erkannte, dass seine Jünger darüber murrten, und fragte sie: Daran nehmt ihr Anstoß?

Was werdet ihr sagen, wenn ihr den Menschensohn hinaufsteigen seht, dorthin, wo er vorher war?
Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und sind Leben. Aber es gibt unter euch einige, die nicht glauben.

Jesus wusste nämlich von Anfang an, welche es waren, die nicht glaubten, und wer ihn verraten würde. Und ER sprach: Deshalb habe ich zu euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, wenn es ihm nicht vom Vater gegeben ist.

Daraufhin zogen sich viele Jünger zurück und wanderten nicht mehr mit ihm umher. Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt auch ihr weggehen?
Simon Petrus antwortete ihm: HERR, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes.

 


Mohammed – ein Prophet für Christen?

Von Dr. Udo Hildenbrand

Vor einiger Zeit war in einer christlichen Wochenzeitschrift der Titel zu lesen: „Kann Mohammed auch ein Prophet für Christen sein?“

Bereits bei der Artikelüberschrift reibt man sich die Augen: Wie kann ein Christ diese Frage überhaupt ernsthaft stellen? Fehlt nur noch die Anschlussfrage: Sollten wir nicht umgehend beim Papst den Antrag stellen, Mohammed möglichst „subito“ zum Kirchenvater zu ernennen?

Bei dieser Fragestellung und den Ausführungen dieses Artikels gewinnt man den Eindruck, die Biographie Mohammeds sei völlig unbekannt. Hat er nicht zahlreiche Kriege geführt, ursprünglich christliche Regionen unterworfen und islamisiert, jüdische Stämme aus Medina vertrieben und ihr Vermögen an sich gerissen, seinem Ziehsohn die Frau „ausgespannt“, Frauen als Kriegsbeute in seinen Harem aufgenommen“ usw.?

Hat er nicht zentrale Inhalte des christlichen Glaubens geleugnet und bekämpft? Hat er nicht Juden und Christen als gottlos und als Lügner bezeichnet, sie (bestenfalls) zu Menschen zweiter Klasse deklassiert? Gibt es so nicht die Fülle unüberbrückbarer theologischer und ethischer Divergenzen zwischen Islam und Christentum?

Wird bei der Diskussion dieser Frage nicht auch die Lehrmeinung der Kirche völlig ignoriert, dass nämlich die Heilssendung der alttestamentlichen Propheten mit Jesus Christus abgeschlossen und in ihm vollkommen erfüllt ist?

„Unvereinbare Unterschiede“ – so lautet die Überschrift eines anderen Artikels in derselben Ausgabe dieser Wochenzeitung. Auf die Frage: „Kann Mohammed auch ein Prophet für Christen sein?“ begründet diese Überschrift die eindeutige Antwort: NEIN!

Ein christlicher Glaube mit Mohammed als Prophet wäre jedenfalls nicht mehr mein Glaube.

Unser Autor Dr. theol. Udo Hildenbrand aus Bühl in Baden ist katholischer Priester und Spiritual eines Klosters im Schwarzwald

Weitere aufschlußreiche Zitate und Infos zum Islam finden Sie in dem Buch “Wortmeldungen zum Islam” (siehe Abbildung) von Dr. Udo Hildenbrand; es ist für 11,80 € portofrei über seine Adresse erhältlich  – per Mail: udo.hildenbrand@gmx.de

 


Priesterweihe: Der Heilige Geist schenkt Gottes Gnade durch Handauflegung

Liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche: 2 Tim 1,6-8.13-14:

Mein Sohn! Ich rufe dir ins Gedächtnis: Entfache die Gnade Gottes wieder, die dir durch die Auflegung meiner Hände zuteil geworden ist.

Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.

Schäme dich also nicht, dich zu unserem Herrn zu bekennen; schäme dich auch meiner nicht, der ich seinetwegen im Gefängnis bin, sondern leide mit mir für das Evangelium. Gott gibt dazu die Kraft.

Halte dich an die gesunde Lehre, die du von mir gehört hast; nimm sie dir zum Vorbild und bleibe beim Glauben und bei der Liebe, die uns in Christus Jesus geschenkt ist.

Bewahre das dir anvertraute kostbare Gut durch die Kraft des Heiligen Geistes, der in uns wohnt.

Foto: Bistum Regensburg

 


Was die „Marienerscheinung“ in Medjugorje heute zum Besten gab

Von Felizitas Küble

Die Visionärin Mirjana gehört zur Seherschar von Medjugorje, die aus Frauen und Männern besteht – und seit sage und schreibe mehr als 35 Jahren „Botschaften“ vom mutter-annaHimmel erhält – genauer: von der „Gospa“, wie man die Gottesmutter in jener Gegend bezeichnet. 

Zu den Marienerscheinungen gehören auch die „zehn Geheimnisse“, welche die Madonna Anfang der 80er Jahre den Sehern anvertraut haben soll. Solche verborgenen „Offenbarungen“ wirken auf manche Gläubige, die nicht selten die Grenze zum Aberglauben überschritten haben, besonders spannend und faszinierend.

Aus Medjugorje – einem kirchlich nicht anerkannten Erscheinungsort in Bosnien Herzegowina – wurde bereits jene „Privatbotschaft“ online veröffentlicht, welche Mirjana Dragicevic-Soldo am heutigen Tage (2. Oktober) von der „Gospa“ erhalten hat: http://89583.eu1.cleverreach.com//m/6647447/596291-6c2efe9256a92e68539331d744d5323b

Wir zitieren hieraus einige Abschnitte:

„Liebe Kinder! Der Heilige Geist hat mich gemäß dem himmlischen Vater, zur Mutter gemacht, zur Mutter Jesu, und damit auch zu eurer Mutter.“

Dieser Satz ist schlicht unsinnig, denn es müßte heißen: „Der Heilige Geist hat mich gemäß dem Willen des himmlischen Vaters….“

Weiter heißt es:

„Leider haben viele meiner Kinder die Liebe meines Sohnes nicht kennengelernt, viele wollen Ihn nicht kennenlernen. O, meine Kinder, wie viel Schlechtes tun jene, die sehen oder ausdeuten müssen, um glauben zu können.“Scannen0004

Wie wahr, Christus sagte: „Selig, die nicht sehen – und doch glauben!“  – Aber gerade in Medjugorje steht doch das „Sehen“ im Vordergrund, das Fixiertsein auf „Erscheinungen“. Dabei hat uns auch Paulus eingeschärft, daß wir auf Erden „im Glauben leben, nicht im Schauen“.

Sodann erzählt das Erscheinungsphänomen der Seherin Folgendes:

„Meine Kinder, versucht nicht, alles gleich zu begreifen, weil auch ich nicht alles begriffen habe; aber ich habe geliebt und an die göttlichen Worte geglaubt, die mein Sohn gesprochen hat, Er, der das erste Licht und der Beginn der Erlösung war.“

Es ist zwar richtig, daß sich auch Maria auf einem Glaubens-Weg befand, daß sie in ihrem Herzen über all das nachdachte, was ihr nicht sogleich im vollen Sinne erklärbar schien. Aber sie glaubte nicht erst an die Worte ihres göttlichen Sohnes, sondern bereits an die Botschaft des Engels Gabriel, als dieser die Menschwerdung Christi ankündigte und Maria ihr „Fiat“ (Ja) sprach. 

Völlig mißverständlich ist dann allerdings die Aussage in der heutigen Medju-Vision, wonach Jesus „das erste Licht und der Beginn der Erlösung“ gewesen sei. Was soll in diesem Zusammenhang der Ausdruck „das erste Licht“ – folgte etwa noch ein zweites Licht, das IHM gleich war? Gewißlich nicht! 

Erst recht kann Christus nicht etwa nur als „Beginn der Erlösung“ bezeichnet werde, ER ist vielmehr die Fülle und die Vollendung der Erlösung und des Heiles!

 


BVL: Die Gräfin von Westphalen bleibt „ein Segen für das Leben“

Der Bundesverband Lebensrecht (BVL) trauert um Johanna Gräfin von Westphalen, die vor wenigen Tagen plötzlich und unerwartet im Alter von 79 Jahren verstorben ist.

BVL-Vorsitzender Martin Lohmann (siehe Foto), den eine Freundschaft mit der Verstorbenen verband, erinnert an eine „außergewöhnliche, edle und edelmutige Lohmann5Persönlichkeit, die mit bewundernswerter Klarheit und faszinierendem Charme für das Lebensrecht eines jeden Menschen kämpfte und zu einer motivierenden Instanz im Lebensrecht geworden ist“.

Lohmann erklärt weiter: „Johanna Gräfin von Westphalen hatte die Gabe, eine geradezu jugendliche Dynamik mit der Weisheit eines klugen und erfahrenen Menschen zu verkörpern. Dabei ging es ihr immer ausschließlich um die Sache selbst, den unbedingten Einsatz für das Leben, wofür sie sich selbst stets zurücknahm und eine durch und durch Dienende blieb.

In jeder Begegnung mir ihr konnte man den tiefen und vertrauensstarken reifen Glauben an den barmherzigen Vater und Gott spüren, der sie geradezu durchprägte und ihr ein kraftvolles Durchhaltevermögen verlieh, das trotz aller Besorgnis angesichts lebensfeindlicher und lebensbedrohlicher Entwicklungen in unserer Gesellschaft von einer ganz starken und nachhaltigen Hoffnung durchzogen war.“

Jede Begegnung mit der Gräfin sei ein „ermutigender Gewinn“ gewesen. Stärker als jede „wirklich vorhandene Trauer über ihren Heimgang“ sei die „Dankbarkeit gegenüber einer ganz großen Frau“, sagt der BVLVorsitzende.

Johanna Gräfin von Westphalen hat der BVL sehr zu danken für eine großzügige und langjährige Unterstützung als Vorsitzende der Stiftung Ja zum Leben: „Sie war ein Segen für alle, die sich für das Leben einsetzen und entscheiden. Sie wird ein Segen für das Leben bleiben.“

Man wisse sich „in tiefer Freude verpflichtet, ihre so eindeutige und lebensfrohe Botschaft als Auftrag weiterzutragen“. Mit ihrem „bewegenden Zeugnis für das Leben“ bleibe sie auch dem BVL eine „aufbauende Verpflichtung“.