Synodaler Weg: Warum der Brief der zehn Generalvikare in die Irre führt

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Der Brief der zehn Generalvikare (Trier, Berlin, Essen, Hamburg, Hildesheim, Limburg, Magdeburg, Münster, Osnabrück und Speyer) vom 21.10.2019 an Erzbischof Kardinal Marx und an den ZdK-Präsidenten Prof. Dr. Sternberg soll die Synodalen darin bestärken, den von der Bischofskonferenz am 25. September 2019 beschlossenen Fahrplan ohne Wenn und Aber weiterzugehen.

Die Generalvikare sehen ihr Schreiben „als Ermutigung für den eingeschlagenen Synodalen Weg“. Sie „unterstützen ausdrücklich die Haltung unserer Bischöfe, die sich… für den Synodalen Weg ausgesprochen haben… wir begrüßen und unterstützen… den Synodalen Weg, seine Themen und seine Zielsetzungen mit Nachdruck“.

Die Generalvikare sind überzeugt, „dass uns Gottes Wille zu deutlichen Schritten der Veränderung ermutigt“. Sie appellieren an alle Mitwirkenden und Beteiligten des Synodalen Weges, „an alle verantwortlichen und engagierten Gläubigen, diesen Geist (Gottes) nicht voreilig einzugrenzen“.

Woher nehmen diese Generalvikare die Sicherheit, dass Gottes Geist auf Seiten derer ist, die „neue Wege“ für unsere Kirche gehen wollen?

Stehen die Forderungen für diesen neuen Weg im Einklang mit dem Wort und Beispiel Jesu und mit der Lehre der Kirche?

Der Regensburger Bischof Dr. Rudolf Voderholzer (siehe Foto) hat dem am 25. September beschlossenen Synodalen Weg attestiert, „dass die wahren Probleme nicht angegangen werden“.

Das ZdK fordert beispielsweise:
Frauen den Zugang zu allen kirchlichen Ämtern zu gewähren.

Den Pflichtzölibat abzuschaffen.
In der kirchlichen Sexualmoral die vielfältigen Lebensformen und Lebenswirklichkeiten positiv anzuerkennen.
Eine Entscheidungskompetenz für alle Getauften auf allen Ebenen der Kirche zu verwirklichen.

Die Generalvikare appellieren, denen, die „neue Wege“ gehen wollen, eine „lautere Motivation und einen ehrlichen Glauben zu unterstellen“ und auf „Unterstellung – oder gar dem Vorwurf mangelnder ‚Rechtgläubigkeit‘ zu verzichten“.

Hier wird versucht, einen Schutzschirm aufzubauen, wenn bei „deutlichen Schritten der Veränderung“ Glaubensinhalte auf dem Spiel stehen.

Diese können nicht wegdialogisiert werden, sondern erfordern geistige Auseinandersetzung, Beurteilung und Abgrenzung.

Es geht um die Wahrheit! Relativismus verbietet sich, auch, wenn er im Gewand von „Pluralität“ und „Diversität“ und als „offene Vielfalt“ daherkommt.

Die Generalvikare haben recht, wenn sie sagen, im „Weiter so–Modus werden wir unserem Auftrag nicht mehr gerecht werden können“.

Dieser jahrzehntelang praktizierte Modus ist schon bisher dem „Auftrag“ nicht gerecht geworden. Das Ergebnis dieser pastoralen Praxis sehen wir in der Massenabkehr der Gläubigen von der Kirche (2018: 220.000), in der geringen Teilnahme an der sonntäglichen Eucharistiefeier (2018: 9,8%), in der katastrophalen Unwissenheit der Katholiken über Glaubensinhalte nach neun Jahren Religionsunterricht.

Diese Phänomene haben wir seit langem, nicht erst seit Bekanntwerden der sexuellen Missbrauchsfälle. Wenn sich die Herde auflöst und zerstreut wird, sollten sich die Hauptverantwortlichen der Kirche fragen, ob sie die Ursachen dafür nicht gekannt und was sie dagegen unternommen haben.

Sie sollten sich auch fragen, ob sie „die gesellschaftlichen Entwicklungen“ mit den Forderungen Jesu und dem Glauben der Kirche konfrontiert haben.

Die Gläubigen können z. B. von den Bischöfen, die ihre Stimme für den Umweltschutz erheben, verlangen, dass sie auch und zuerst die Ökologie für die Menschen einfordern. Auch Menschen sind bedroht, z.B. in der Embryonenforschung, durch die pränatalen Diagnostik, durch die Massenabtreibung, durch die aktive Sterbehilfe, durch den Menschenhandel, um die Bordelle zu füllen – und durch die Leihmutterschaft.

Das Schweigen der Bischöfe, Priester und verantwortlichen Laien zu Fragen, bei denen die Gläubigen zurecht eine Orientierung von der Kirche erwarten, führt zu der fatalen Meinung, dass die Kirche mit dem realen Leben nichts zu tun hat.

Dann braucht man sie auch nicht mehr. Daraus resultiert die Abwanderung von der Kirche und schließlich von Gott. Hier liegen Probleme, mit denen sich der Synodale Weg beschäftigen sollte.

Glaubensvertiefung und den Primat der Neuevangelisierung hat Papst Franziskus in seinem Schreiben an das „pilgernde Volk Gottes in Deutschland“ angemahnt. Die Gläubigen kennen nämlich das Evangelium nicht mehr. Das Wort des Papstes war klar und verständlich. Aber man wollte es nicht verstehen!

Unser Autor Prof. Dr. Hubert Gindert leitet den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“ und die Monatszeitschrift DER FELS


Von links bis rechts: Endzeitschwärmerische Träume von einem goldenen Zeitalter

Von Felizitas Küble

Die Hoffnung stirbt zuletzt – das ist bekannt, verständlich und oftmals auch gut so, vor allem im persönlichen Leben.

Nun gibt es in der Welt des Glaubens und der „Spiritualität“ allerdings Träume, die Schäume sind, weil sie weder der Realität noch der Heiligen Schrift entsprechen. Trotzdem ist die Kraft und Faszination visionärer Zukunftsbilder seit Jahrtausenden ungebrochen.

Dazu gehört auch die uralte und immer wieder neue Vorstellung von einem „goldenen Zeitalter“ am Ende der Geschichte, gleichsam der krönende Abschluß, das positive Finale für die Menschheit.

Wer sehnt das nicht gerne herbei?

Die Sache hat nur einen Haken: Der Wunsch ist hier Vater des Gedankens. Das wird im Neuen Testament deutlich herausgestellt.

In politischer Hinsicht gibt es diese Visionen von der gelungenen „Vollendung“ der Geschichte ebenfalls: Im Marxismus ist es das klassenreine „Arbeiterparadies“, im Nationalsozialismus war es die rassenreine „Volksgemeinschaft“ der Arier….

Doch bleiben wir im „spirituellen“ Bereich:

Die New-Age-Bewegung, die in den 80er Jahren ihren Höhepunkt erlebte, aber auch heute noch ihre geistigen Ausläufer in der Esoterik-Szene aufweist, hat ihren Traum direkt im Namen preisgegeben, denn New Age heißt „Neues Zeitalter“ – gemeint ist ein kommender Äon des „Wassermannes“, womit Friede, Harmonie und Glück verbunden seien. Damit werde das christliche, angeblich so intolerante „Zeitalter des Fisches“ endlich abgelöst.

Um New Age ist es mittlerweile ruhiger geworden, doch umso mehr Lärm, Halleluja-Jubel und Zustimmung gibt es im Kontext charismatischer „Aufbrüche“ und Bewegungen. Auch hier stehen positive Zukunftsbilder im Mittelpunkt, oftmals „geoffenbart“ durch himmlische Eingebungen, einem geistgewirkten „Wort der Erkenntnis“ oder prophetische Einsprechungen:

In der Pfingstbewegung und sonstigen schwarmgeistigen Gruppen – auch im katholischen Bereich – wird eine „weltweite Erweckung“, ein „zweites Pfingsten“ erwartet, eine Bekehrungswelle, die ganze Nationen erfaßt. Das wird in charismatischen Büchern und „Visionen“ seit Jahrzehnten euphorisch angekündigt.

Was wir seitdem in Wirklichkeit erleben ist – insgesamt gesehen – ein weltweiter Schwund des Glaubens, besonders in Europa. Insofern könnte man schon fast von einem „antichristlichen Abendland“ sprechen.

Natürlich gibt es da und dort auch Lichtpunkte, Hoffnungsschimmer – allerdings kommt es uns auf die nüchterne Betrachtung der Gesamtentwicklung an.

Damit nicht genug, gibt es zwei weitere Fraktionen mit ihren speziellen Vorstellung von einem künftigen goldenen Zeitalter:

Nicht wenige Fatima-Anhänger erwarten eine großartige Bekehrung Rußlands und den „Triumph des unbefleckten Herzen Mariens“, wie er drei Seherkindern bei den Erscheinungen von 1917 angekündigt worden sei, freilich unter gewissen Bedingungen (und ob diese nun erfüllt sind oder nicht, darüber gibt es unter Fatima-Fans verschiedene Auffassungen).

Sodann wollen wir monarchisch gesinnte, traditionelle Katholiken nicht vergessen, die zum Teil ebenfalls von besseren Zeiten in der Zukunft träumen. Dabei berufen sie sich bisweilen auf alte „Prophetien“, wonach am Ende der Geschichte ein großer katholischer Herrscher ersteht, der die Kirche nicht nur vor Unbill und Verfolgung beschützt, sondern sie zum glorreichen Triumph führt und eine geeinte Welt des Glaubens errichtet.

Meist bezieht sich diese Träumerei auf einen deutschen Kaiser, der das mittelalterliche Reich gleichsam zu erneuertem Glanze führt. Es gibt aber auch die frankophile Variante, wonach es die französische Dynastie der Bourbonen sei, auf denen das künftige Heil der Völker und Zeiten ruht. Ein typisches Beispiel für diesen Mythos um das edle Blut der Bourbonen und das „heilige Öl“ aus der Königsampulle, mit dem ein Abkömmling von ihnen noch gesalbt werde, ist das Kultbuch „Sire“, das in Frankreich nicht nur in monarchisch-katholischen Kreisen auf großes Interesse stieß, sondern auch hierzulande im traditionellen Spektrum gut angekommen ist. 

Es gibt sie also in den verschiedensten Richtungen und Varianten – von der nichtchristlichen, esoterisch-„emanzipatorischen“ New-Age-Bewegung über politische Ideologien von rechts und links – bis hin zu charismatischen, erscheinungsbewegten und erzkonservativen Strömungen.

Verständlich ist es allemal, wenn Menschen – auch gläubige – sich eine rosige Zukunft herbeisehnen.

Freilich nimmt die Heilige Schrift keine Rücksicht auf Wunschträume damals und heute – und das ist auch gut so. Die Bibel ist ein Buch von eindrucksvoller Nüchternheit und Klarheit, keineswegs geprägt von utopischen Idealvorstellungen, die den Ohren schmeicheln.

Endzeitschwärmereien – von Theologen als Chiliasmus oder Millenarismus bezeichnet  –  finden hier keine Basis, im Gegenteil.

Aus den Endzeitreden Jesu geht klar hervor, daß seiner Wiederkunft in Herrlichkeit eben kein irdisches Friedensreich vorausgeht, sondern ein erschreckender Verfall von Glaube und Sitte, zudem geprägt von trügerischen „Zeichen und Wundern“, von falschen Propheten und irreführenden „Christussen“. Daher fragt der HERR die Seinen: „Wenn ich wiederkomme, werde ich dann noch Glauben finden auf Erden?“

Paulus schreibt in 2 Thess 2,1 ff ebenfalls., daß  v o r  der Wiederkunft Christi  e r s t  ein massiver Glaubensabfall eintreten werde, zudem kommt vorher der Antichrist, ein Weltenbeherrscher, der mit dem Satan im Bunde steht. Für ein „universales Friedensreich“ vor dem zweiten Kommen Christi ist hier schlicht kein „Platz“ frei.

Man bezeichnet die erwähnte religiöse Wunschvorstellung in theologischen Fachkreisen als „Post-Millenarismus“, denn nach (post) diesem goldenen Zeitalter (Millenium) erfolge die Wiederkunft Christi.

Die katholische Kirche hat im Sinne biblischer Nüchternheit den post-millenaristischen Standpunkt stets abgelehnt, so etwa bereits im Mittelalter die Endzeitschwärmerei des italienischen Abtes Joachim von Fiore, der ein großartiges Heilig-Reist-Reich vor dem endzeitlichen Kommen Christi ankündigte.

Auch hinsichtlich der späteren „Botschaften“ von La Salette (dem zweiten Teil, dem sog. „Großen Geheimnis“, der im Unterschied zum ersten Teil nicht anerkannt wurde) hat die Kirche die postmillenaristische Richtung kritisiert. (Die „Seherin“ Melanie hatte in ihren Spät-Visionen von einem weltumspannenden Friedensreich fabuliert, von damit verbundenen „Aposteln der letzten Tage“ usw).

Als Papst Benedikt noch Kardinal Joseph Ratzinger hieß, hat er als Chef der Glaubenskongregation im Oktober 1995 eine Notifikation zur orthodoxen Visionärin Vassula Ryden erlassen.

Darin werden ihr eine Reihe theologischer Irrtümer angelastet, darunter ihre endzeitschwärmerischen Vorstellungen; so heißt es wörtlich in der Vatikan-Note über Vassulas „Botschaften“.

„In chiliastischer Weise wird ein entscheidendes und glorreiches Eingreifen Gottes prophezeit, der im Begriff sei, auf Erden noch  v o r  der endgültigen Ankunft Christi ein Zeitalter des Friedens und des allgemeinen Wohlergehens zu errichten.“

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den katholischen KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

 


Visionäre Verehrung Mariens als „Kaiserin“?

Von Felizitas Küble

Seit über fünfhundert Jahren betet das gläubige Kirchenvolk den überlieferten Rosenkranz, dessen Grundstruktur aus den Gebeten des Ave Maria und des Vaterunsers besteht, eingeleitet durch das Glaubensbekenntnis. 

Dieses biblisch fundierte Gebet, das für Katholiken nicht verpflichtend ist, das die Kirche ihnen aber empfiehlt, eignet sich gut zur Betrachtung der Heilsgeheimnisse Christi, besonders beim schmerzhaften Rosenkranz, der ganz um die Erlösungstaten unseres HERRN kreist.

Leider gibt es seit einigen Jahrzehnten eine wachsende Flut von Sonder-Rosenkränzen, wobei die meisten auf Erscheinungen oder sonstige „Erleuchtungen“ angeblich  „begnadeter“ Personen zurückgehen, nicht selten handelt es sich dabei um anonyme Visionäre.

Das gilt auch für den Rosenkranz zu Maria, der „himmlischen Kaiserin über die ganze Welt“. Auf der Webseite http://www.maria-europa.eu/ wird für diese neue Andacht geworben. Dazu gibt es ein Faltblatt zur näheren Erläuterung: http://www.maria-europa.eu/PDF/Ave%20Maria_D.pdf

Im Mittelpunkt steht folgende Anrufung:

Ave Maria Kaiserin, Hilfe der Christen,
bitte für das Dir geweihte Bistum,
besonders für den Bischof,
alle Priester und Gottgeweihten
und ganz besonders für ein christliches Europa. Amen.

Mit dem der Madonna geweihten Bistum ist offenbar Aachen gemeint, einst die kaiserliche Residenz von Karl dem Großen. Dort wird seit Jahrhunderten eine Wallfahrtsstatue mit Maria und dem Christkind verehrt. In einer listiger Art werden nun neuartige „Botschaften“ mit dieser altbewährten Pilgerstätte verknüpft.

Zunächst erstaunt, daß in dieser Anrufung zwar für den dortigen Bischof sowie „alle Priester und Gottgeweihten“ gebetet wird, nicht jedoch für den Papst, die Diakone und das gläubige Kirchenvolk – allenfalls indirekt durch die Erwähnung „für ein christliches Europa“.

Natürlich ist der traditionelle Titel Mariens als „Hilfe der Christen“ völlig in Ordnung, ist die Gottesmutter doch unsere Fürsprecherin bei ihrem göttlichen Sohn.

Die katholische Kirche hat freilich seit zweitausend Jahren noch nie eine amtliche Marienbezeichnung „Kaiserin“ verkündet. Vielmehr wird die Madonna als „Königin der Engel und Heiligen“ gewürdigt, weil sie ihnen als Mutter des HERRN an Würde und Gnadenfülle vorausgeht. Auch in der ausführlichen Lauretanischen Litanei (kirchliche Bittgebete der Kirche) kommt die Anrufung „Kaiserin“ nicht vor.  

Anders läuft es freilich in sektiererischen und erscheinungsbewegten Kreisen, etwa durch seinen selbsternannten „Schwertbischof“ aus der Schweiz, dem dieser Titel  – eigenen Aussagen zufolge –  von Gott selbst zugesprochen wurde: http://www.schwert-bischof.com/german/Der-Glaube/Maria-Kaiserin/maria-kaiserin.php

Hier wird die Gottesmutter als strahlende Kaiserin ganz allein auf einem himmlischen Thron dargestellt, von Christus bzw. dem dreieinigen Gott keine Spur.

Zur eingangs erwähnten neuen Kultform samt dem Extra-Gebet zur „Ave Maria Kaiserin“ sei angemerkt:

Auch hier wird wieder am klassischen Rosenkranz herumgebastelt. Statt der zehn Perlen bzw. Ave-Gebete sind es ihrer jetzt zwölf – und dazu kommt neben dem Fatima-Zusatz (der ohnehin kein Bestandteil des überlieferten Rosenkranzes ist) noch jene sonderbare Kaiserin-Anrufung dazu.

Typischerweise beruft sich diese Aachen-Variante ebenfalls auf Privatoffenbarungen, wobei der/die Visionär/in nicht einmal namentlich genannt ist. Gleichwohl wird aus angeblichen Aussagen Jesu und Mariens zitiert, welche natürlich die Vorzüglichkeit der neuen Andacht loben und großartige himmlische Versprechen damit verbinden  – alles ganz nach alter Seher (Un-)Sitte.

Wichtig sind dabei der Sonder-Rosenkranz, die Verehrung Maria-Kaiserin sowie eine Medaille mit dem Bild der Aachener Madonna und einer Kaiserkrone auf der Rückseite.

So verheißt Gott selbst angeblich einer anonymen Person folgendes: „Durch die Medaille und durch diesen bestimmten Rosenkranz wird in Europa eine Wandlung geschehen, wie in Kana: Der Herr wird durch die Vermittlung Mariens das Wasser in Wein verwandeln.“

Diese Ankündigung ist kennzeichnend für pseudo-mystische Privatoffenbarungen: Entweder wird dabei eine angsteinflössende Form von Endzeit-Panik betrieben oder schwärmerisch das genaue Gegenteil in Aussicht gestellt (glorreiche Zeiten für die Kirche, weltweite Erweckung, universales Friedensreich usw).

Dabei wird ausgeblendet, daß sowohl Christus in seinen Endzeitreden wie auch Paulus (vor allem im 2 Thessalonicherbrief) statt goldener Zeiten zum Ende hin einen allgemeinen Glaubensabfall und das Auftreten des Antichristen prophezeien. Diese unangenehm erscheinende Wahrheit wird durch hoffnungsfroh wirkende Verheißungen in diversen Visionen verdrängt bzw. buchstäblich „überzuckert“.

Manchmal werden auch beide Versionen miteinander verknüpft: Erst kommt noch ein schlimmes Strafgericht, danach aber erstrahlt diese irdische Welt im Glanze großer Verheißungen.

So läuft es auch hier  – in jener anonymen Kaiserin-Maria-Botschaft wird nämlich weiter angekündigt:

„Die Zeit ist nun reif: Das Rosenkranzgebet mit den 12 Ave muss stärker gebetet werden! Es muss mit viel mehr Innigkeit, Vertrauen und Intensität gebetet werden! Die teuflischen Terrorattacken in Europa werden sich vermehren, es wird viel Blut fließen um des Namens meines Sohnes willen!
Ich verspreche euch aber: All diejenigen, die den europäischen Rosenkranz und die Medaille tragen, werden von mir besonders beschützt und verschont, ja, sie und ihre Familien!
Durch mehr Intensität, mehr Vertrauen und mehr Innigkeit in diesem Gebet werden viele Gnaden über Europa kommen. Betet also auch oft das` Gebet `Ave Maria, Kaiserin ́, um mei-
nen Schutz über euch und über den Kontinent zu erlangen…“ 
 
Auch jenes entlarvende Merkmal falschmystischer „Offenbarungen“ fehlt somit nicht, wonach die Verehrer einer bestimmten Andacht vom Himmel in den schrecklichen Zeiten ganz besonders beschützt und vor Unbill bewahrt werden – und ihre Familien noch dazu. Herz, was willst du mehr?!

Es handelt sich dabei um ein anziehendes Psycho-Spiel mit „Zuckerbrot und Peitsche“, das sich in verschiedenen Formen durch die meisten „Privatoffenbarungen“ zieht.

Zur Anrufung Mariens als „Kaiserin“ wird außerdem folgende Botschaft „Jesu“ zitiert:
„Dieses Gebet ist wie ein goldener Schlüssel, der mein und meiner Mutter Herz öffnet und von dort aus die Strahlen meiner Gnade und Ihrer Vermittlung zu euch frei kommen lässt. Je
öfter und je mehr dieses Gebet gebetet wird, um so mehr wird die Finsternis von Europa weichen! Denn Aachen ist und bleibt der geistige Punkt, von wo aus ich die Welt in Mir erneuern werde. Und das durch meine Mutter, der Hilfe der ganzen Christenheit, ja der himmlischen Kaiserin über die ganze Welt!“

Nun wird also nicht „nur“ eine neue Marienanrufung eingeführt, ein erweiterter Sonder-Rosenkranz angeboten, eine Extra-Medaille angepriesen, sondern auch ein neuer Gnadenort ausgerufen, nämlich Aachen.

Nicht etwa Rom oder Jerusalem sind der „geistige Punkt“, von dem aus Christus die Welt erneuert, sondern Aachen – immer mal was Neues für die neugierig-erscheinungsbewegte Szene.

Abgesehen davon, daß das Neue Testament vor der Wiederkunft Christi keine „erneuerte“ Welt ankündigt (sondern mit dem Glaubensabfall das genaue Gegenteil), ist Maria keine „himmlische Kaiserin über die ganze Welt“, zumal wir bedenken wollen, daß Satan in der Hl. Schrift als der „Fürst dieser Welt“ bezeichnet wird. Welchen theologischen Sinn ergibt dann eine Anrufung Mariens als Welt-Kaiserin? 

Überdies feiern wir bekanntlich in der Kirche das Christkönigs-Fest, denn Christus hat vor Pilatus erklärt: „Ja, ich bin ein König“ – wenngleich sein Reich eben gerade „nicht von dieser Welt“ ist.  Auch die Inschrift INRI am Kreuz bedeutet auf deutsch: Jesus von Nazareth, König der Juden.

Wenn nun Christus, unser aller göttlicher Erlöser, ein König ist, dann kann die Madonna keine Kaiserin sein, sonst stände das Geschöpf über dem Schöpfer und die Erlöste über dem Erlöser. Der Titel Kaiser übertrifft nun einmal den Titel König – und da Christus nirgends in der Liturgie oder kirchlichen Texten als Kaiser bezeichnet wird, kann Maria erst recht keine Kaiserin sein.

 


Prophetien zum „Gegenpapst“ Franziskus?

Auf dem katholischen Internetseite „Tradition und Glauben“ wird über die Frage gemutmaßt, ob Franziskus überhaupt ein gültig gewählter Papst sei  – und nicht vielmehr ein Gegenpapst   –  und folglich Benedikt noch rechtmäßig im Amte. Foto Michaela Koller

Nun kann man über alles Mögliche bis Unmögliche diskutieren, selbstverständlich kann man auch Sachkritik an Äußerungen von Franziskus üben (wozu aus meiner Sicht ohnehin reichlich Anlaß besteht), doch die Voraussetzungen, unter denen man eine bestimmte steile These aufstellt, sollten schon Hand und Fuß haben.

Im Artikel „Die Stimme des Gegenpapstes“ vom 17. August 2016 wird die erwähnte Behauptung mit „Prophetien“ eingeleitet, welche u. a. die eigene Begründung untermauern sollen. 

Zunächst heißt es, daß Gott uns „Prophetien“ schenke, um uns in „außergewöhnlichen Zeiten um Umständen zu helfen“. Freilich fragt man sich, ob nicht fast jede Phase der Geschichte sich gleichsam als „außergewöhnlich“ empfunden hat  – aber sei es drum.

La Salette und Fatima unzutreffend zitiert

Weiter heißt es, Gott habe sogar „seine eigene Mutter“ gesandt, um uns vor gegenwärtigen Ereignissen zu warnen. Zitiert wird u.a. folgende „Botschaft“ aus La Salette:

Rom wird den Glauben verlieren und der Sitz des Antichrist werden.”

Was allerdings unerwähnt bleibt: Es handelt sich bei dieser Aussage nicht um den kirchlich approbierten (genehmigten, gebilligten), also den ersten und „eigentlichen“ Teil der La-Salette-Botschaft, sondern um ein Zitat aus späteren Visions-Anmerkungen der Seherin Melanie, welche von der Kirche ausdrücklich abgelehnt wurden.

Zur Sache selbst sei zugleich angemerkt, daß jener Satz auch in sich selber unlogisch ist: Radio Vatikan

Was heißt hier „Rom“? Die Haupstadt Italiens? Was spielt es gesamtkirchlich für eine Rolle, ob diese Stadt vom Glauben abfällt oder nicht?

Sollte aber mit Rom der Vatikan gemeint sein, so träfe diese Prophetie auf die These von Franziskus als einem Gegenpapst durchaus nicht zu, denn der Vatikan besteht beileibe nicht nur aus dem Papst, sondern aus zahlreichen Kurienkardinälen, Würdenträgern, Bischöfen, Prälaten usw.  – Haben diese etwa alle „den Glauben verloren“?  – Zudem: Damit Rom der Sitz des Antichristen werden kann, muß dieser erst einmal existent sein bzw. öffentlich aufgetreten sein, wovon  –  jedenfalls derzeit  –  keine Rede sein kann.

Noch kurioser ist die Behauptung, daß „Unsere Liebe Frau von Fatima“ angeblich folgende Ansage verkündigt haben soll: 

Satan regiert sogar an den höchsten  Stellen und bestimmt die Richtung der Dinge. Er wird es schaffen, sich seinen Weg sogar in die höchsten Gipfel der Kirche zu schlängeln…”

Dieser Satz findet sich jedoch nirgendwo in den Botschaften von Fatima – und auch nicht in den sonstigen Äußerungen der Hauptseherin Lucia. Es handelt sich dabei lediglich um eine willkürliche Spekulation über das „3 Geheimnis von Fatima“, wobei die diesbezügliche Gerüchteküche vor der Veröffentlichung im Jahre 2000 ohnehin ins Kraut schoß.

Franz von Assisi und seine angeblich „prophetische“ Botschaft

Damit nicht genug, wird auch noch auf eine angebliche Privatoffenbarung des Ordensgründers Franz von Assisi zurückgegriffen. Darin heißt es über spätere Zeiten: Herz-Jesu_01

„Die Teufel werden ungewöhnliche Macht haben, die unbefleckte Reinheit unseres Ordens, und die anderer Orden, wird so sehr verdunkelt, dass es sehr wenige Christen geben wird, die dem wahren Papst und der Römischen Kirche mit treuem Herzen und in perfekter Liebe folgen werden. Zur Zeit dieser Drangsal wird ein Mann, der nicht kanonisch gewählt wurde, zum Papst erhoben werden, der durch seine Raffinesse sich nach Kräften bemühen wird, viele in Irrtum und Tod zu stürzen.

Die Skandale werden sich vervielfachen, unser Orden wird geteilt werden, und viele andere Orden  werden vollkommen zerstört werden, weil sie dem Irrtum beipflichten, statt ihn zu bekämpfen.“

Abgesehen davon, daß sich dieser Orden bereits zu Lebzeiten des hl. Franziskus geteilt hat und später zahlreiche weitere Abspaltungen erlebte, wird man wohl dem derzeitigen Papst kaum „Raffinesse“ unterstellen bzw. (je nach Standpunkt) „zugutehalten“ wollen, vielmehr äußert er sich bisweilen eher in die banale bis plumpe Richtung, die keine oder jedenfalls wenig Raffinesse aufweist.

Am Ende dieser Prognosen-Auflistung heißt es, bei diesen und anderen Botschaften sei das übereinstimmende Thema ein „massenhafter Abfall vom Glauben – von oben nach unten“.

Spielt die biblische Prophetie keine Rolle?

Interessanterweise bleibt aber völlig unerwähnt, daß man für die Vorstellung von einem endzeitlichen Glaubensabfall keiner einzigen „Privatoffenbarung“ bedarf, sondern daß diese „Zukunftsmusik“ sich vielmehr aus mehreren Stellen der Heiligen Schrift klar ergibt  –  aber die Bibel rückt bei manchen angeblich „traditionstreuen“ Katholiken wohl gleich gar nicht ins Blickfeld? 0018

Dabei schreibt schon Petrus, der erste Papst, den Christen folgendes zum Thema biblische Prophetie ins Stammbuch:

„Und so besitzen wir umso zuverlässiger das prophetische Wort  – und ihr tut gut daran, daß ihr darauf achtet wie auf ein Licht, das aufstrahlt an dunkler Stätte, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen“ (2 Petr 1,19).

Der Völkermissionar Paulus erläuterte den Thessalonichern hinsichtlich der Phase vor der Endzeit zudem Folgendes:

„Laßt euch von niemandem verwirren oder in Schrecken versetzen, weder durch eine vermeintliche Geistesoffenbarung noch durch einen Ausspruch oder einen angeblichen Brief von uns (…), als ob der „Tag des Herrn“ schon bevorstehe. Niemand soll euch in irgendeiner Weise irreführen!

Denn zuerst muß der Abfall kommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit sich offenbaren, der Sohn des Verderbens (…) Sein Auftreten erfolgt in der Kraft Satans, mit aller Macht, mit scheinbaren Zeichen und Wundern und mit aller Verführung zur Ungerechtigkeit bei denen, die verlorengehen, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben“ (2 Thess. 2 ff).

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den katholischen KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

 


König Salomo läßt sich zur Verehrung fremder Götter verführen

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 1 Kö 11,4-13:

Als Salomo älter wurde, verführten ihn seine Frauen zur Verehrung fremder Götter, so dass er dem HERRN, seinem Gott, nicht mehr ungeteilt ergeben war wie sein Vater David.  polskaweb

Er verehrte Astarte, die Göttin der Sidonier, und Milkom, den Götzen der Ammoniter. Er tat, was dem HERRN missfiel, und war ihm nicht so vollkommen ergeben wie sein Vater David.

Damals baute Salomo auf dem Berg östlich von Jerusalem eine Kulthöhe für Kemosch, den Götzen der Moabiter, und für Milkom, den Götzen der Ammoniter. Dasselbe tat er für alle seine ausländischen Frauen, die ihren Göttern Rauch- und Schlachtopfer darbrachten.

Der HERR aber wurde zornig über Salomo, weil sich sein Herz von ihm, dem Gott Israels, abgewandt hatte, der ihm zweimal erschienen war und ihm verboten hatte, fremden Göttern zu dienen. Doch Salomo hielt sich nicht an das, was der HERR von ihm verlangt hatte.

Daher sprach ER zu ihm: Weil es so mit dir steht, weil du meinen Bund gebrochen und die Gebote nicht befolgt hast, die ich dir gegeben habe, werde ich dir das Königreich entreißen und es deinem Knecht geben.

Nur deines Vaters David wegen werde ich es nicht schon zu deinen Lebzeiten tun; erst deinem Sohn werde ich es entreißen. Doch werde ich ihm das Königtum nicht ganz entreißen; ich lasse deinem Sohn noch einen Stamm wegen meines Knechtes David und wegen Jerusalem, der Stadt, die ich erwählt habe.


ISRAEL: Endzeitschwärmer warten mit Kameras auf „Christi Wiederkunft“

Zwei protestantische Fernsehsender mit charismatischen Endzeitvorstellungen verstärken ihre Präsenz in Israel. Beide warten mit Kameras auf die Wiederkunft Christi:  Daystar und TBM (Trinity Broadcasting Network) wollen neue Studios bauen.

Beide Sender begründen ihre Investion damit, daß sie auf keinen Fall die Wiederkunft Christi verpassen wollen, wie das Nachrichtenportal Israelnetz berichtet. „Daystar“ installierte bereits eine Webcam, die rund um die Uhr Bilder aufzeichnet. 

Daß Christus einst wiederkommen wird in Herrlichkeit, zu richten die Lebenden und die Toten  –  das ist für Gläubige keine Frage, das bekennen wir im Credo, im Glaubensbekenntnis der Kirche.

Allerdings gibt es für eine unmittelbar bevorstehende Wiederkunft des HERRN ein klares Hindernis, über das der hl. Apostel Paulus damals bereits die Thessalonicher informierte: Vorher wird nämlich erst der Antichrist erscheinen! – Dazu schreibt der Völkermissionar:

 “Laßt euch von niemandem irreführen, denn zuerst muß der Abfall kommen und der Mensch der Sünde offenbar werden, der Sohn des VerderbensErinnert ihr euch nicht, daß ich euch dies wiederholt gesagt habe, als ich bei euch war?” (2 Thess 2 ff)

Christen sollten sich also klarmachen, daß dem Kommen unseres Erlösers ein allgemeiner Glaubensabfall vorausgeht (siehe auch die Aussage Christi: “Wenn ich wiederkomme, werde ich noch Glauben finden auf Erden?”) und nicht etwa ein großes christliches Friedensreich, eine weltweite fromme „Erweckung“ oder ähnliche charismatische Siegesmeldungen, wie sie dem christlichen Ohr schmeicheln. 

Der wahre „Triumph“ der Kirche liegt nicht in äußeren Erfolgen, in Macht und Gepränge, in Massen und Zahlen, sondern in ihrem Zeugnis für den Ewigen, auch wenn dies durch eine „kleine Herde“ geschieht; der wirkliche „Sieg“ der Kirche besteht vor allem in ihren tapferen Bekennern und Märtyrern  –  gewiß eine „harte“ Wahrheit, wer mag sie hören?

Charismatiker und Endzeit-Enthusiasten bestimmt nicht gerne, sie schwärmen lieber von einem kommenden herrlichen  „Gottesreich“ auf Erden, obwohl Christus bereits vor Pilatus klarstellte: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Foto: Petrusbruderschaft


Wird in Medjugorje die Wiederkunft Christi vorbereitet?

Im Unterschied zum kirchlich anerkannten Wallfahrtsort Lourdes werden derlei Behauptungen in Medjugorje nicht wissenschaftlich exakt untersucht und geprüft.

Sodann heißt es, Medjugorje sei die Vorbereitung des Himmels für die Wiederkunft Christi. Dies habe Pater Petar Vlasic aus Medjugorje in einem Interview mit der kroatischen Zeitung Vecernji List erläutert.

(Dazu der Beleg des Artikelchens auf Gloria-TV: http://de.gloria.tv/?media=323345)

Tatsächlich existiert auf der englischsprachigen Fanseite Medjugorje Today ein ausführlicher Bericht über dieses Interview, wobei schon der Titel auf die neue These hinweist, wonach die „Gospa“ eine himmlische Vorläuferin der Wiederkunft Christi sei:

http://www.medjugorjetoday.tv/6572/pastor-mary-may-prepare-christs-return/

Allerdings ist diese theologische Deutung der Ereignisse ohnehin völlig unsinnig und beweist nur die mangelhafte Bibelkenntnis jener Schreiberlinge einschließlich des betreffenden Geistlichen und seinem Interview in der kroatischen Presse.

Die „Erscheinungen“ von Medjugorje können schon deshalb keine „Vorbereitung“ für das zweite Kommen Christi sein, weil vor der Wiederkunft Christi erst der Antichrist,  ein dämonisch inspirierte Weltherrscher, auftreten wird, der dann durch Christus besiegt wird.

Zudem geht dem Kommen unseres Erlösers ein allgemeiner Glaubensabfall voraus (siehe die Aussage Christi: „Wenn ich wiederkomme, werde ich noch Glauben finden auf Erden?“), was die Heilige Schrift mehrfach ankündigt  –  von Marienerscheinungen als einem Vorläufer-Phänomen ist hingegen biblisch nirgends die Rede.

Das Neue Testament läßt uns den „Endzeitplan Gottes“ insofern klar ausrichten, etwa wenn der hl. Paulus über die Wiederkunft Christi an die Thessalonicher schreibt:

„Laßt euch von niemandem irreführen, denn zuerst muß der Abfall kommen und der Mensch der Sünde offenbar werden, der Sohn des VerderbensErinnert ihr euch nicht, daß ich euch dies wiederholt gesagt habe, als ich bei euch war?“ (2 Thess 2 ff)

Medjugorje kann also schon deshalb kein Vorläufer-Phänomen sein, das die Wiederkunft Christo vorbereitet oder einleitet.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster