Kongress „Freude am Glauben“ vom 14. bis 16. Juni 2019 in Ingolstadt

Leitwort der Vorträge: „Ohne Gott keine Zukunft!“

Das „Forum Deutscher Katholiken“ hält seinen nächsten Kongress „Freude am Glauben“ vom 14. bis 16. Juni 2019 in Ingolstadt ab.

Einer Atmosphäre von Resignation, in der viele sagen: „Es geht ja doch alles den Bach hinunter“ stellen wir das Wort entgegen: „Mit Gott Zukunft gestalten!“

Der Kongress will das geben, was eine Zeitung titelt „Orientierung in einer Welt, die zerfällt“ (Augsburger Allgemeine Zeitung, 21.9.2018).

Wenn manche die Verwirrung instrumentalisieren wollen, um ihre Ideologien in Politik, Gesellschaft und Kirche zu verwirklichen, haben wir den Willen, die Zukunft mit Gott aufzubauen. Dieser Wille kommt in Vorträgen und Podiumsgesprächen zum Ausdruck.

BILD: Prof. Dr. Hubert Gindert leitet den Kongreß „Freude am Glauben“

Wer eine andere Kirche will, setzt am Zentrum an und stiftet Verwirrung in Fragen der Eucharistie, mit der alle übrigen Sakramente zusammenhängen, und des Priestertums.  Dem setzen wir das Thema „Eucharistie und Priestertum – Ein unersetzbares Geschenk des Herrn an seine Kirche“ (Redner: Dr. Christoph Ohly) entgegen.

Wer die Gesellschaft grundlegend ändern will, versucht Ehe und Familie und die von Gott in die Natur des Menschen gelegte Ordnung von Arbeit und Ruhe zu zerstören. Das Referat „Geht die ‚letzte Schlacht‘ um Ehe und Familie?“ (Jürgen Liminski) und das von Regina Einig geleitete Podium „Mensch bleiben in der Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts“ werden unseren Blick für diese Existenzfrage unserer Gesellschaft schärfen.

Und weil mit beiden Themen die Frage zusammenhängt, wie kann das notwendige Miteinander in Gesellschaft und Kirche gestärkt werden, fragt eine von Rudolf Gehrig (EWTN) geleitete Gesprächsrunde „Wie kann der Zusammenhalt in der Gesellschaft gestärkt werden?“.

BILD: Unsere CF-Autorin Cordula Mohr vor unserer Plakatwand beim Glaubenskongreß in Fulda

Manche glauben mit mehr Information und Wissen könnten alle unsere Probleme gelöst werden. Die Menschen bräuchten nur den Zugang zu allen Informationsquellen. Aber: Noch nie konnten sich die Menschen so schnell und umfassend über das weltweite Geschehen informieren wie heute. Die digitale Welt hat die zwischenmenschliche Kommunikation revolutioniert. Können wir aber noch zwischen Information und Desinformation unterscheiden und bessere, ausgewogenere Urteile fällen?

Zwei Vorträge gehen diesen Fragen nach: „Fluch oder Segen? Was die Neuen Medien mit den Menschen und der Kirche machen“ (Dr. Stefan Meetschen) und „Wie objektiv werden wir informiert? Die Verantwortung der Medien in der digitalen Welt“. (Josef Kraus).

Die Menschen bei uns treibt die Frage um, können sich die Moslems, wenn sie ihren Glauben ernst nehmen, in eine Gesellschaft, für welche die freiheitlich-demokratische Verfassung und das Rechtssystem der Bundesrepublik gelten, integrieren? Dr. Hans-Peter Raddatz fragt „Gehört der Islam zur Zivilisation Europas?“

Zu den Fragen, die sich die Menschen in dieser Gesellschaft stellen, zählt zweifellos, wie kann sich die freiheitlich-demokratische Staatsform, die wir mit dem Grundgesetz haben, durchhalten? Mit diesen Überlegungen befasst sich das Referat „Demokratie lebt vor allem von Rechtsstaatlichkeit und Meinungsfreiheit“ (Prof. Dr. Werner Münch).

Wer ohne ideologische Brille die Entwicklung der letzten Jahrzehnte in Gesellschaft, Politik und Kirche betrachtet, dem fällt die religiöse Entleerung, die alle Bereiche umfasst, auf. Wenn wir Fundamente für die Zukunft legen wollen, brauchen wir einen missionarischen Aufbruch, aber nicht irgendeinen.

Wir brauchen eine katholische Mission. Diese Existenzfrage wird Pfarrer Erich Maria Fink mit seinem Thema ansprechen.


Bewegende Lichterprozession in Fulda

Von Felizitas Küble

Zum alljährlichen Kongreß „Freude am Glauben“ in Fulda gehört traditionell die Lichterprozession mit Marienweihe am Samstagabend, wobei meist KPE-Pfadfinder/innen die blumengeschmückte Madonnenstatue auf einem Holzgestell vorantragen.

Die Teilnehmer zünden zu Beginn gegenseitig ihre Kerzen an.

Der Prozessionsweg führt vom Esperanto-Kongreßzentrum über den Park des Stadtschlosses (siehe Fotos), wo Station gemacht wird, weiter zur Pfarrkirche St. Blasius, in welcher stets eine Abschlußandacht mit eucharistischer Anbetung stattfindet.

Als die Gläubigen singend und betend dort ankamen, wurden sie passend von einem Regenboben erfreut, der direkt neben dem Gotteshaus auftauchte. 

Die Prozession war eindrucksvoll und entsprach dem Kongreß-Leitwort: „Selbstbewußt mit Christus.“ – Viele Passanten in der Fuldaer Innenstadt schauten dem bekenntnisfrohen Gebetszug interessiert und wohlwollend zu.

Diesmal berichtete sogar FOCUS-online – obwohl gewiß keine Kirchenpublikation – recht ausführlich über die Marienprozession: https://www.focus.de/regional/fulda/fulda-lichterprozession-in-fulda-500-menschen-teilen-freude-am-glauben_id_9293081.html

 

 

 


Heute feierte Bischof Algermissen ein Jahresgedächtnis für Dyba im Fuldaer Dom

Der letzte Sekretär Dybas ebenfalls plötzlich verstorben

Gemeinsam mit dem Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“ sammelt unser Christoferuswerk (CHR) bislang mehrere tausend Unterschriften für eine Seligsprechung von Erzbischof Johannes Dyba.

Auch in den letzten Tagen haben wir diesen Aufruf beim Kongreß „Freude am Glauben“ in Fulda wieder an unserem CHR-Stand ausgelegt und einige Dyba-Plakate an der Stellwand angebracht.

Auch am offiziellen Empfangs-Tisch des Forum Deutscher Katholiken lag die Unterzeichner-Liste für eine Seligsprechung Dybas aus. 

Der jährliche Glaubenskongreß, der meist in Dybas einstiger Bischofsstadt veranstaltet wird, erinnert gerne an diesen bekenntnisfrohen Oberhirten, der sich nicht scheute, dem Zeitgeist die Zähne zu zeigen, was ihm wütende Attacken von linker Seite einbrachte – einschließlich Bedrohungen und Gewalt auf offener Straße (z.B. in Marburg).

Viele Leute, die sich in unsere Dyba-Liste eintrugen, haben gleich darauf hingewiesen: „Am Montag ist der Todestag von Bischof Dyba, nicht vergessen!“ – Nein, nicht nur wir gedenken am 23. Juli stets dieses großartigen Gottesmannes, auch im Bistum Fulda ist dieser glaubensstarke Oberhirte unvergessen.

Stets wird am 23. Juli im Hohen Dom ein Pontifikalamt für Dr. Dr. Johannes Dyba zelebriert; das Jahresgedächtnis gilt zugleich der  – genau am selben Tag, aber etliche Jahre später – verstorbenen Mutter von Bischof em. Heinz Josef Algermissen, dem Amtsnachfolger Dybas.

Auch diesmal feierte der Bischof diese Gedenkmesse in Konzelebration mit einigen Priestern.

Erzbischof Dyba starb am 23. Juli 2000 ganz plötzlich und unerwartet; es war damals von Herzversagen die Rede. Noch am Abend vor seinem nächtlichen Heimgang in die Ewigkeit hatte er mit seinem Sekretär Ulrich Schäfer Boccia gespielt. Am Nachmittag besuchte er noch eine Hochzeit von Verwandten. Am nächsten Morgen  – einem Sonntag – wurde er von seiner Haushälterin tot aufgefunden – und die glaubenstreue katholische Welt versank in tiefe Trauer, nicht allein in Deutschland, auch weltweit, vor allem im Vatikan, Österreich, Südtirol, der Schweiz etc.

Dieses erschütternde Ereignis geschah vor 18 Jahren.

Am 18. Juli dieses Jahres verstarb – ebenfalls völlig überraschend und zum Entsetzen vieler Gläubiger –  der bereits erwähnte Sekretär von Bischof Dyba, der Priester Ulrich Schäfer, Pfarrer von Somborn. Er war 50 Jahre alt, genau 20 Jahre jünger als Dyba einst an seinem Todestag. Auch dieser in seinen Gemeinden sehr geschätzte Priester der Schönstattbewegung hinterläßt eine große Lücke in seinen Pfarreien.

Pfarrer Schäfer war zu einem Requiem erwartet worden. Da er sich nicht blicken ließ, schauten aufmerksame „Schäflein“ im Pfarrhaus nach – und sahen dort, daß der Geistliche schon tot war. Die Polizei beschlagnahmte den Leichnam. Näheres ist uns bislang nicht bekannt.

Der seeleneifrige Pfarrer Schäfer wird am Donnerstag, dem 26. Juli, in St. Anna (Pfarrkirche Somborn) aufgebahrt und am Freitag, 27. Juli, in Eichenzell beerdigt. Davor wird das Requiem (Seelenamt) um 14 Uhr gefeiert.

 


Rückblick auf den Kongreß „Freude am Glauben“ in Aschaffenburg

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Zum Abschluss unseres diesjährigen Kongresses „Freude am Glauben“ wollen wir noch einmal einen abschließenden Blick nach Aschaffenburg richten. Der Kongress stand unter dem Leitthema „Was gibt dem Menschen Hoffnung für die Zukunft?“ IMG_0798

Eingebettet in das Jahr der Barmherzigkeit, das Papst Franziskus ausgerufen hat, haben die Referenten und Podiumsgespräche aufgezeigt, was Hoffnung für einen Neuanfang geben kann. Dabei kam auch die Stimme zu Wort, die nach Meinung einiger nicht gehört werden sollte, nämlich die des Bischofs Tebartz-van Elst.

Auch unser CHRISTLICHES FORUM war auf dem Glaubenskongreß mit einem Stand vertreten

Der Kongress hatte einen spirituellen Rahmen in der eucharistischen Anbetung, in den Beichtangeboten und in der eindrucksvollen Lichterprozession, die mit dem Einzug durch die Heilige Pforte in der Franziskanerkirche endete. Die geistlichen Höhepunkte waren die drei Gottesdienste in der Muttergottespfarrkirche, die jeweils brechend gefüllt waren. Die mitreißende Predigt von Kardinal Meisner im Abschlussgottesdienst wird vielen Teilnehmern noch in Erinnerung sein.

Für Jugendliche und junge Erwachsene fand ein Medien- und Kommunikationstraining (MAKA-Seminar) statt. 

Der Kongress verabschiedete drei Resolutionen, die an die Medien weitergeleitet wurden. Die Gottesdienste, die Vorträge und Podiumsgespräche konnten wieder live übertragen werden. 

Großen Dank gebührt dem Organisationsteam und den Helfern von Aschaffenburg! Sie sorgten für den reibungslosen Ablauf des Kongresses in Aschaffenburg, und das wurde auch von den Teilnehmern dankbar anerkannt.

Der nächste Kongress „Freude am Glauben“ findet vom 7. bis 9. Juli 2017 in Fulda statt. Er wird ganz sicher die drängenden Fragen, die wir in Kirche und Gesellschaft haben, aufgreifen. „Hab keine Angst, du kleine Herde!“ –  Gott verlässt die Kirche nicht. 

Unser Autor Prof. Dr. Hubert Gindert leitet den Kongreß „Freude am Glauben“ seit Jahrzehnten; er ist Herausgeber der katholischen Monatszeitschrift DER FELS


Fulda: Plädoyers und Aktionen für eine Seligsprechung von Erzbischof Dyba

Am vergangenen Wochenende organisierte der Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“ in Fulda seinen jährlichen Kongreß „Freude am Glauben“ mit 1500 Teilnehmern. 100_1901

Auf dieser Veranstaltung, die vom Freitag bis Sonntag stattfand, sprachen sich mehrere Redner, darunter Gräfin Johanna von Westphalen und Kongeßleiter Prof. Dr. Hubert Gindert, ausdrücklich für eine Seligsprechung von Erzbischof Johannes Dyba aus.

FOTO: Plakatwand  am Infostand des Christoferuswerks mit Postern, Postkarten und Bildern zu Erzbischof Dyba auf dem Kongreß „Freude am Glauben“

Der Fuldaer Oberhirte, der am 23. Juli 2000 völlig überraschend verstarb, galt weit über die katholische Kirche hinaus als glaubensstarker Kirchenmann, der unbeugsam und frohgemut zugleich die Botschaft Christi und die Zehn Gebote verkündete – und daran auch hinsichtlich „heißer Eisen“ festhielt.

Vier-Sterne-General und viele Soldaten pro Dyba

Erzbischof Dyba war zugleich Militärbischof für die Bundeswehr und bei den Soldaten überaus beliebt. Dies fällt auch bei der Unterschriftensammlung für seine Seligsprechung auf: Wenn Rekruten, Reservisten oder sonstige Angehörige der Bundeswehr an unseren Infostand kommen, unterzeichnen sie stets alle unseren Dyba-Appell.

Unsere Plakatwand zeigt auch ein Foto (links unten) mit Dyba als Militärbischof. Für die Seligsprechung Dybas plädieren auch der Vier-Sterne-General Henning von Ondarza – ehem. Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte Europa-Mitte – und seine Frau Christiane durch ihre Unterschrift. Johannes_in_Lourdes

BILD: Erzbischof Dyba bei der jährlichen internationalen Soldatenwallfahrt in Lourdes (Foto: Gaby Kaudel)

Unser Christoferuswerk konnte beim Fuldaer Glaubenskongreß wieder hunderte von Unterschriften für eine Seligsprechung Dybas sammeln, wobei sich vor allem Vertreter von Lebensrechtsgruppen, aber auch Menschenrechtler (zB. von der IGFM) als Anhänger Dybas erwiesen haben.

Zu den Unterzeichnern aus der Anti-Abtreibungs-Bewegung gehört z.B. der Gründer und Leiter der „Aktion Leben“, Walter Ramm, die bereits eingangs erwähnte Gräfin Johanna von Westphalen (Gründerin und Leiterin der Stiftung „Ja zum Leben“) und die Vorsitzende der „Christdemokraten für das Leben“ (CDL), Mechthild Löhr. 

Der Historiker Prof. Dr. Günter Bers sowie der Soziologe Prof. Dr. Norbert Martin und seine Frau Renate unterschrieben ebenfalls den Appell für eine Seligsprechung Dybas an unserem Stand auf dem Glaubenskongreß:

Dr. Martin war ständiger Gastprofessor an der päpstlichen Lateran-Universität in Rom. 1980 wurden er und seine Frau als Auditoren zur „Welt-Bischofssynode über die Familie“ berufen. Seit 1981 gehört das Ehepaar zum Päpstlichen Rat für die Familie in Rom. Nach seiner Emeritierung lehrt Prof. Martin u. a. an der theologischen Hochschule „Benedikt XVI.“ in Heiligenkreuz.

FORUM DEUTSCHER KATHOLIKEN: Online-Petition pro Seligsprechung Dybas: http://forum-deutscher-katholiken.de/aufruf/

 


Glaubenskongreß in Fulda: Bischof Algermissen kritisiert den Genderismus

Oberhirte von Fulda hält ZdK-Erklärung für „destruktiv“

Auf dem Kongreß „Freude am Glauben“  – veranstaltet vom Forum Deutscher Katholiken  – fand Bischof Heinz Josef Algermissen klare Worte gegen die Leugnung bzw. Gleichmacherei von Geschlechts­unterschieden. Die Gender-Ideologie sei wider der Natur und widerspreche den katholischen Werten von Ehe und Familie, erklärte der Oberhirte von Fulda. Scannen0006 - Kopie

Jene Politiker, welche den Genderismus verbreiten, ließen nicht locker, so der Bischof, die substantiellen Unterschiede zwischen den Geschlechtern aufzulösen. Dieses bedrohe das christlich-jüdische Werte- und Menschenbild auf dramatische Weise, betonte Algermissen in seiner Predigt in Fulda im Rahmen des Kongresses, der unter dem Leitwort »Ehe und Familie – gottgewollter Auftrag und Weg zum Glück« stand.

Der Fuldaer Bischof richtete an die 1.500 Menschen den dringenden Appell, die Fundamente des katholischen Verständnisses von Ehe und Familie in positiver Weise neu zu verdeutlichen. Eine im Mai vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) vorgelegte Erklärung bezeichnete er als destruktiv für die kirchliche Lehre, obgleich sie vorgebe, zwischen Lehre und Lebenswelt Brücken bauen zu wollen.

Quelle: http://www.freiewelt.net/nachricht/algermissen-verurteilt-gender-ideologie-10062981/


Der Kongreß „Freude am Glauben“ 2015 stellt Ehe und Familie in den Mittelpunkt

Prof. Dr. Hubert Gindert

Der katholische Kongreß „Freude am Glauben“, der vom Freitag, den 31. Juli, bis Sonntag, den 2. August 2015 in Fulda stattfindet, steht mifraget seinem Hauptprogramm bereits fest.

Das Motto dieses Familienkongresses lautet: „Ehe und Familie  –  gottgewollter Auftrag und Weg zum Glück“.

Unser Kongreß fügt sich gut ein zwischen der Synode der Weltbischöfe vom Oktober 2014 „Die pastoralen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evangelisierung“ und der vom Oktober 2015 „Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute“.

Zum regulären Kongreßprogramm kommen noch ein Seminar für Singles (1. August) und ein Jugendprogramm hinzu. Kleinkinder werden während der Vorträge und Podiumsgespräche betreut.

Den Anfangsgottesdienst hält Bischof Heinz-Josef Algermissen (Bistum Fulda). Den Abschlußgottesdienst übernimmt der Erzbischof von Prag, Kardinal Dominik Jaroslav Duka.

Prof. Dr. Hubert Gindert ist Vorsitzender des Forums deutscher Katholiken, das den Kongreß „Freude am Glauben“ organisiert


Predigt von Kardinal Gerhard Müller beim Kongreß „Freude am Glauben“ in Fulda

Vom 25. bis 27. Juli 2014 fand in Fulda der alljährliche Kongreß „Freude am Glauben“ statt. Er wird vom theologisch konservativen „Forum Deutscher Katholiken“ veranstaltet.014_11

Die Eröffnungsmesse zelebrierte der Glaubenspräfekt aus Rom in Gemeinschaft mit Bischof Algermissen (Fulda) und zahlreichen Priestern aus nah und fern, von denen wir einige seit langem persönlich kennen und schätzen, darunter den saarländischen Ordensprälaten Edmund Dillinger und den bayerischen Konvertiten-Priester Peter Kemmether.

Unser Christoferuswerk, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt, war auf dem Glaubenskongreß mit einem Infostand vertreten.

Wir haben auch am Festhochamt teilgenommen und dabei diese fotografischen Eindrücke festgehalten. Das erste Bild zeigt den Glaubenspräfekten beim Einzug in den prachtvollen Fuldaer Dom.

Gerhard Kardinal Müller hielt bei diesem Pontifikalamt eine eindringliche und gehaltvolle Predigt, die hier in den wesentlichen Auszügen wiedergegeben wird:019_16 - Kopie

“Liebe Brüder und Schwestern!

Wenn uns heilige Liturgie ein Apostelfest feiern lässt, werden wir an die grundlegende Bedeutung der zwölf von Jesus erwählten Apostel erinnert.

Die Kirche ist nicht eine von Menschen ersonnene und nach menschlichem Kalkül organisierte Gesellschaft. Sie ist in Christus das Volk Gottes als die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.

FOTO: Der Glaubenspräfekt bei seiner Begrüßungsansprache

Das Passwort zum Verständnis der Kirche lautet nicht “angepasst an die Welt”, sondern passend zum universalen Heilswillen Gottes in Jesus Christus, dem Sohn Gottes, der das Sakrament des Heils für die Welt ist (vgl. Lumen gentium 1; 48).

Die gläubigen Christen sind, wie es im Brief an die Epheser heißt, “Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes. Ihr seid auf das Fundament der Apostel und Propheten gebaut; der Schlussstein ist Christus Jesus selbst. Durch ihn wird der ganze Bau zusammen gehalten und wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn. Durch ihn werdet ihr im Geist zu einer Wohnung Gottes erbaut” (Eph 2,19ff).

Die Kirche ist apostolisch, weil sie am Glaubensbekenntnis und an der Lehre der Apostel festhält und weil sie über die Nachfolger der Apostel im Bischofsamt lebendig-organisch mit ihrem Ursprung in der geschichtlichen Offenbarung Gottes in Christus verbunden bleib026_23t.

Der heilige Apostel Jakobus der Ältere, der erste Märtyrer unter den zwölf Aposteln, wird in Santiago de Compostela verehrt. Millionen von Pilgern aus ganz Europa waren und sind unterwegs auf dem beschwerlichen und gefährlichen Weg zum finis terrae, um auf das Zeugnis der Apostel hin in Gott das Ziel ihres Lebens, das finis vitae, zu finden.

FOTO: Kardinal Müller während seiner Predigt in Fulda

Jakobus war mit seinem Bruder Johannes und mit Petrus Zeuge der Verklärung und des Gebetes Christi am Ölberg. Im Kreis aller Apostel sah er den auferstandenen und verklärten HERRN, der ihnen an Ostern erschien.

In der Kraft des Heiligen Geistes, der auf die Apostel und die ganze Kirche an Pfingsten ausgegossen wurde, vernahm und befolgte er den Auftrag Christi, zu allen Menschen zu gehen, ihnen das Evangelium zu verkünden und sie durch die Taufe zu Jüngern zu machen.

Von seinem Schicksal und Tod erfahren wir dann in der Apostelgeschichte: “Um jene Zeit ließ der König Herodes einige aus der Kirche verhaften und foltern. Jakobus, den Bruder des Johannes, ließ er mit dem Schwert hinrichten” (Apg 12,1ff).

Petrusamt als Prinzip kirchlicher Einheit

Im Anschluss daran heißt es, dass Herodes auch Petrus verhaften ließ, als er sah, dass die Verfolgung der Kirche und der Mord an einem Apostel Christi bei den Gegnern Schadenfreude ausgelöst hatte. Aber Petrus wurde durch Gottes Eingreifen wunderbar errettet. 012_9

Die göttliche Vorsehung führte ihn nach Rom, wo er “Gott durch seinen Tod verherrlichen sollte” (Joh 21,19), wie es ihm der auferstandene HERR vorhergesagt hatte. 

So gehört zur apostolischen Gestalt der Kirche die Verbindung mit der römischen Kirche und ihrem Bischof, dem Nachfolger des Apostels Petrus.

Auf diese Weise bleibt die Vielheit der Kirchen mit ihren Bischöfen an der Spitze nicht ohne das konkrete Prinzip und Fundament ihrer sichtbaren universalen, das heißt katholischen Einheit und Gemeinschaft.

FOTO: Petrus-Statue im Fuldaer Dom: Der von Christus zum „Felsen“ bestimmte Apostel und seine Nachfolger sind sichtbare Gestalten der kirchlichen Einheit

Mit dem Zeugnis ihres Blutes besiegelten die Apostel das Zeugnis des Wortes. Die Kirche bleibt nicht auf der Ebene von Ideen und Idealen, gleichsam unberührt von der Not der Endlichkeit, des Leidens und des Todes.

Aufgrund der Inkarnation ist sie ge-erdet im wahrsten Sinn des Wortes. Das Kreuz Christi steht fest auf Golgata und nur in IHM gibt es die Überwindung von Sünde und Tod und aller Diabolik von Lüge und Mord. (…)

„Von der Logik Gottes leiten lassen“

Die Gottesherrschaft ist das Gegenteil der Weltherrschaft des Teufels und aller seiner Genossen, der Tyrannen, Ausbeuter, Menschenhändler, der Verführer zum Abfall von Gott, vom Glauben, vom Sittengesetz und all der Spötter auf die Gottes- und Nächstenliebe.

Wer in Glaube, Hoffnung und Liebe als Christ dem HERRN nachfolgt, wer als Priester und Bischof den Dienst des Hirten in der Kirche ausübt, muss sich von der Logik Gottes und nicht von der Vernunft der Welt und ihren Maßstäben leiten lassen.

Das Reich Gott kommt in diese Welt und verwandelt den Egoismus der Menschen in Liebe und Hingabe für andere, wenn wir 031_28Jesus gleich werden, “der gekommen ist, um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele” (Mt 20,28).

FOTOs: Der Kardinal in Konzelebration mit vielen Priestern am Altar

In den Augen der Menschen sind die Apostel Christi Toren. Sie erobern die Welt nicht mit Geld, Propaganda und imperialer Gewalt. Ihre Macht ist ganz anderer Art, weil sich der HERR in der Schwachheit und Leidensbereitschaft der Seinen als der Starke erweist.

Das Evangelium wird deshalb nicht mit den überwältigenden und betörenden Insignien irdischer Macht und messbarer Effizienz verkündet.

Wir stehen entschieden zur Freiheit der Glaubens, die mit Zwang nicht vereinbar ist. Wir möchten den Menschen mit großer Ehrfurcht vor ihrem Gewissen helfen, dass sie freiwillig Gott über alles lieben und den Nächsten lieben wie sich selbst.030_27

Statt mit Raketen und Panzern, mit raffinierter Rhetorik und Manipulation, statt mit Eisen und Stahl kommen wir Apostel mit den zerbrechlichen Gefäßen unserer Gebrechlichkeit und Schwäche.

„Das Übermaß der Kraft kommt von Gott“

Aber in der Schwachheit der Kirche ist “der Schatz der Erkenntnis des göttlichen Glanzes auf dem Antlitz Christi” erhalten. “So wird deutlich, dass das Übermaß der Kraft von Gott und nicht von uns kommt” (2 Kor 4,7).

Und wie aktuell sind die Worte des Apostels Paulus angesichts der weltweiten Christenverfolgung:

“Von allen Seiten werden wir in die Enge getrieben und finden doch noch Raum, wir wissen weder aus noch ein und verzweifeln dennoch nicht; wir werden gehetzt und sind dennoch nicht verlassen; wir werden niedergestreckt und doch nicht vernichtet. Wohin wir auch kommen, immer tragen wir das Todesleiden Jesu an unserem Leib, damit auch das Leben Jesu an unserem Leib sichtbar wird” (2 Kor 4,8-10).

Kirche ist kein Sozialkonzern von Gutmenschen

Aber warum ziehen wir uns nicht in eine verweltlichtes Christsein zurück, verwandeln die Kirche in einen humanitären Sozialkonzern, verbergen die Glaubens- und Sittenlehre ins Kleingedruckte und präsentieren uns als smarte Gutmenschen, die niemanden stören?

Warum geben wir uns nicht ein neues Outfit, um endlich als aufgeklärt, neuzeitlich, menschennah und dialogbereit willkommen geheißen zu werden im Club der Ton angebenden und Platz anweisenden Meinungsführer dieser Welt? 005_2

Ja, die Antwort ist einfach. Weil der Geist Gottes sich nicht in die engen Schubladen des weltlichen Denkens, des Denkens ohne Gott zwingen lässt.

Wir wollen lieber mit Maria unter dem Kreuz stehen als mit den Spöttern an ihm vorbeigehen!

BILD: eines unserer Plakate pro Kirche an unserem Infostand beim Glaubenskongreß in Fulda

Wir sind davon überzeugt, dass Menschen niemals Menschen retten können. Der HERR allein ist unser Erlöser. Daran glauben wir wie die Apostel, das verkünden wir freimütig wie die Apostel.(…)

Krise des Menschen, Krise des Glaubens und Krise der Kirche ist sicher eine Kategorie zur Situationsbeschreibung der globalisierten Welt von heute.

Sind Verkaufsstrategen und Werbeagenturen die Lösung?

Aber biblisch meint Krise auch Zeit der Unterscheidung, der Neugewinnung der Urteilsmaßstäbe für unsere Überzeugungen und Handlungen, der klaren Abgrenzung der Lüge von der Wahrheit und des Bösen vom Guten.

Unsere Antwort auf die Säkularisierung des Denkens, die Entchristlichung und die Aushöhlung der kulturellen und ethischen Identität Europas, die Entfremdung vieler Getaufter von Gott, vom Evangelium und von der Kirche ist nicht der Rückzug und schon gar nicht die Resignation.

Wir brauchen auch nicht Werbe-Agenten oder Verkaufs-Strategen anzuheuern, große Programme zu erfinden oder uns einen Maßnahmenkatalog auszudenken.

Es ist viel einfacher  –  und zugleich viel fordernder. Jesus hat bei der Berufung von Simon und Andreas, von Jakobus und Johannes gesagt: „Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten IHM“ (Mt 4,19).“

Quelle und vollständiger Wortlaut der Predigt hier: http://www.fuldaerzeitung.de/artikelansicht/artikel/2793679/kardinal-muller-eroffnet-14-kongress-freude-am-glauben  /

Fotos: Felizitas Küble


FOTO-Impressionen vom Kongreß „Freude am Glauben“ in Aschaffenburg

KOMM-MIT-Verlag und Christoferuswerk mit Infoständen vertreten

Unser Christoferuswerk  –  das diese Web-Zeitschrift CHRISTLICHES FORUM betreibt  – und der katholische Jugendverlag KOMM-MIT aus Münster waren jeweils mit einem Infostand auf dem Kongreß “Freude am Glauben” Mitte September 2012 in Aschaffenburg vertreten.

Zu KOMM-MIT gehört auch der ECCLESIA-Plakatdienst, der bereits über 1500 verschiedene Plakate herausgebracht hat. 

An der dreitägigen katholischen Großveranstaltung nahmen weit über 1000 Gläubige teil, darunter auch evangelikale Christen (also theologisch konservative Protestanten).

Unser Infostand mit Plakaten

Auf unserer Stellwand waren die großformativen Poster unseres ECCLESIA-Plakatdienstes zu sehen. Er erscheint bereits seit 66 Jahren und ist dies der einzige katholische Plakatdienst in Deutschland.

Einige Poster zeigen den  –  von vielen Gläubigen hochverehrten  –  Erzbischof Johannes Dyba aus Fulda, der am 23. Juli 2000 völlig unerwartet verstarb.

Seit Jahren plakatieren wir unsere Infostände beim Glaubenskongreß mit unseren Dyba-Postern.

Auf unserem FOTO sehen wir unsere KOMM-MIT-Freundin Cordula Mohr, eine engagierte Lebensrechtlerin und Familienmutter, die öfter frohgelaunt an unseren Ständen mitgeholfen hat.

Viele Kongreß-Teilnehmer unterschrieben begeistert unsere Petition für eine Seligsprechung dieses tapferen Bischofs und “Löwen von Fulda”. 

Zu den Unterzeichnern pro Dyba gehört auch der bekannte Dominikanerpater Prof. Dr. Wolfgang Ockenfels, der zudem in seiner Rede auf der Kongreß-Kundgebung öffentlich für eine Seligsprechung dieses unerschrockenen Erzbischofs eintrat.   SOS-CHRW

Großes Interesse fand an unserem Christoferus-Stand auch dieser SOS-Aufkleber mit dem Spruch: „Bei Lebensgefahr ruft einen katholischen Priester!“     – Die Aufkleber-Idee stammt vom berühmten Straßenprediger Pater Johannes Leppich, der sie uns schon in den 80er Jahren persönlich zur Ausführung anvertraut hat.

Der Kongreß war für uns und viele KOMM-MiT-Freunde wieder sehr interessant, anregend und vielseitig.  Wir haben uns besonders gefreut, wieder so viele liebe Mitstreiter, Ferienhelfer, frühere Verlags-Praktikanten und gute Bekannte begrüßen zu können!

Cordula und Almut 2011 an unserem Stand 

Am Samstagabend (15.9.) gab es eine eindrucksvolle, von glaubensfroher Andacht geprägte Lichterprozession durch die Altstadt Aschaffenburgs, an der über tausend Gläubige singend und betend teilnahmen.

Unser Foto zeigt vier einsatzfreudige Mädels, die eine Statue „Madonna mit Christuskind“ vom Kongreßzentrum zum Prozessionsplatz tragen.

Ebenfalls am Samstag gab es eine feierlich gestaltete Jugendmesse mit Bischof Dr. Gregor Maria Hanke, der mit einer Reihe Priestern am Altar konzelebrierte, darunter der Konvertit Peter Kemmether (ein früherer evangelischer Pastor) aus dem Bistum Regensburg.

Die Predigt des Eichstätter Bischofs war glaubenstief und gehaltvoll:

Er wies darin auf die treue und starkmütige Haltung der Gottesmutter unter dem Kreuz hin und empfahl ihre Glaubenskraft und ihr unerschütterliches Vertrauen auf den Ewigen als Vorbild für uns alle. 

Text und Fotos: Felizitas Küble, Münster