Die Priesterweihe bleibt Männern vorbehalten

Der Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre, Luis Ladaria, hat in einem aktuellen Artikel bestätigt, dass das Nein zur Ordination von Frauen „endgültige Lehre“ sei.

In seinem Schreiben „Die Endgültigkeit der Lehre von Ordinatio sacerdotalis in Bezug auf einige Zweifel“ schreibt der künftige Kardinal: Die Kirche wisse, dass die Unmöglichkeit der Frauenweihe zum Wesen des Weihesakramentes gehöre.

„Die Kirche hat nicht die Vollmacht, diese Substanz zu ändern, denn durch die von Christus eingesetzten Sakramente wird sie als Kirche aufgebaut. Es geht hier nicht nur um eine Frage der Disziplin, sondern der Lehre, weil die Struktur der Sakramente betroffen ist, der ursprünglichen Orte der Begegnung mit Christus und der Weitergabe des Glaubens“, erläutert Ladaria in einem Artikel der amtlichen Vatikanzeitung Osservatore Romano.

Der Glaubenspräfekt erinnert daran, dass „Christus dieses Sakrament den zwölf Aposteln verleihen wollte, die alle Männer waren, und diese haben es ihrerseits anderen Männern übertragen. Die Kirche wusste sich immer an diese Entscheidung des Herrn gebunden, die es ausschließt, das Amtsriestertum gültig Frauen zu spenden.“

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://de.catholicnewsagency.com/story/vatikan-bestatigt-nein-zu-priesterweihe-von-frauen-es-ist-definitiv-3245

Foto: Bistum Regensburg

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Kardinal Müller verurteilt die Gender-Ideologie

In dem Vakuum, das der Zusammenbruch des Nationalsozialismus und des sowjetischen Kommunismus im 20. Jahrhundert hinterlassen hat, ist die Gender-Theorie gleichsam als „neue Religion“ aufgeblüht, erklärt Kardinal Gerhard Müller. Zugleich stecke der Kapitalismus in einer Krise. 

Dies sei eine besondere Chance für die christliche Religion gewesen: „Doch die Menschen zogen es vor, eine neue Religion zu erfinden, die an den Menschen glaubt statt an Gott“, sagte der frühere Präfekt der Glaubenskongregation gegenüber CNA am 25. Mai.

Der Kardinal sprach vor dem Vortrag von Daniel Mattson an der Päpstlichen Universität vom Hl. Kreuz in Rom.

Müller betonte auch, dass „man in der Gender-Ideologie Dutzende Geschlechter aufzählen kann, der Mensch jedoch als Mann und Frau erschaffen ist: Das ist unsere Natur –  und der Wille des Schöpfergottes ist darin ausgedrückt“. Klassifizierungen nach Genderart seien ein Konstrukt marxistischen Denkens. Der Marxismus behaupte, der Geist erkenne nicht die Wirklichkeit, sondern konstruiere sie.

Der deutsche Würdenträger unterstrich weiter, dass „denen die Stirn geboten werden muss, die sich als ideologische Gruppe organisieren und die gesamte Gesellschaft ändern wollen, ihre Denkweise allen anderen aufzwängen wollen.“

Ideologische Gruppen organisierten sich als Lobby mit dem Ziel, ihre Sichtweise anderen aufzuerlegen. Dabei „greifen sie alle Menschen an, die nicht so denken wie sie es tun, beschimpfen diese, zerstören sogar die menschliche Würde derer, die anders denken als sie“, warnte der Kurienkardinal.

Quelle: https://de.catholicnewsagency.com/story/kardinal-muller-gender-theorie-floriert-im-ideologischen-vakuum-3240

Weiteres Info dazu: https://www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/online/Kardinal-Mueller-Der-Gender-Ideologie-widersetzen;art4691,189180

Foto: Bistum Regensburg


Papst Benedikt würdigt Kardinal Müller als Diener und Verteidiger des Glaubens

„Durch innere Treue zum Glauben der Kirche aufgefallen“

„Ein Priester und erst recht ein Bischof und Kardinal ist nie einfach im Ruhestand“: Das schreibt Papst Benedikt dem ehem. Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Müller.

Auch ohne ein bestimmtes Amt könne und werde Müller weiterhin „öffentlich dem Glauben dienen“, als Priester und als Theologe.

Die Worte Benedikts stammen aus dem Grußwort zu einer Festschrift, die dem Kardinal gewidmet ist.
Der emeritierte Papst würdigt darin das Wirken Müllers in Rom, zunächst als Mitglied der Internationalen Theologenkommission, in der er „vor allem durch den Reichtum Deines Wissens und die von innen her kommende Treue zum Glauben der Kirche aufgefallen“ sei.
Als Präfekt der Glaubenskongregation habe der frühere Regensburger Bischof sich bemüht, „nicht nur als Gelehrter, sondern als Weiser, als Vater in der Kirche“ zu wirken:
„Du hast die klaren Überlieferungen des Glaubens verteidigt, aber im Sinn von Papst Franziskus ein Verstehen dafür gesucht, wie sie heute gelebt werden können.“

Anlass für die Festschrift mit dem Titel „Der dreifaltige Gott“ ist der 70. Geburtstag Müllers am 31. Dezember 2017 und der 40. Jahrestag seiner Priesterweihe.

Quellen:
http://www.vaticannews.va/de/vatikan/news/2017-12/niemals-im-ruhestand–benedikt-xvi–schreibt-gerhard-ludwig-muel.html
http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/benedikt-kardinal-muller-wird-weiter-dem-glauben-dienen

Foto: Bistum Regensburg


Kardinal Müller kritisiert mangelnde Hilfe für verfolgte Christen als „Schande“

Pressemeldung der Wochenzeitung DIE ZEIT:

Der deutsche Kurienkardinal Gerhard Müller hat Europa hart für die mangelnde Unterstützung verfolgter Christen kritisiert. Der ZEIT sagte er: „Es ist eine Schande, wie wir wieder einmal versagen.“ 

Über militante Islamisten heißt es: „Der blutige Terror im Namen Gottes ist ein Niedertrampeln der Menschenwürde.“

Der ehem. Glaubenshüter des Vatikan bescheinigt religiösen Fundamentalisten, „dass sie nicht religiös sind. Religion ist Verehrung Gottes und darum Respekt vor dem Menschen, vor seiner Freiheit und seinem Leben.“ – Darum, so Müller, laute das fünfte Gebot: Du sollst nicht töten!

Quelle: https://www.presseportal.de/pm/9377/3825435

Foto: Bistum Regensburg


Kardinal Müller solidarisiert sich mit Kardinal Sarah in puncto liturgische Übersetzungen

Der frühere Bischof von Regensburg und ehem. Präfekt der römischen Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Müller, hat sich in einem Intervie mit der „Passauer Neuen Presse“ (PNP) kritisch mit einer Entscheidung von Papst Franziskus befaßt.

Es geht dabei um die Rechte und Kompetenzen der jeweiligen Bischofskonferenzen und damit zugleich um die Frage, ob der Vatikan weiterhin daran festhalten solle, daß er selber für die Genehmigung gottesdienstlicher bzw. liturgischer Texte zuständig sei, also quasi das „letzte Wort“ spricht.

Dies hatte der theologisch konservative, schwarzafrikanische Präfekten der Gottesdienstkongregation, Kardinal Robert Sarah, gefordert, der Papst ihm jedoch in einem Brief widersprach. Franziskus zufolge solle der Vatikan liturgische Übersetzungen in Zukunft nicht mehr genehmigen, sondern nur noch bestätigen.

Kardinal Müller solidarisierte sich in dieser Causa mit Kardinal Sarah und äußerte sich dazu folgendermaßen: „Die letzte Autorität im Zweifelsfall kann nicht bei den Bischofskonferenzen liegen. Das würde die Einheit der katholischen Kirche im Glauben, im Bekenntnis und im Gebet zerstören.“

Der ehem. Glaubenspräfekt erklärte weiter gegenüber der PNP, er habe es „oftmals erlebt, dass die von den Bischöfen herangezogenen Übersetzer die biblischen und liturgischen Texte unter dem Vorwand der besseren Verständlichkeit verwässert haben“.

Als Beispiele nannte der Würdenträger solch „hoch anspruchsvolle Lehren“ wie etwa den stellvertretenden Sühnetod Jesu am Kreuz: Solche wesentlichen Heilsgeheimnisse würden „in manchen Ländern wegrationalisiert oder auf ethische Appelle heruntergebrochen und so des katholischen Heilsrealismus entkleidet“.

Quelle für die Zitate: http://www.pnp.de/nachrichten/politik/2722068_Kardinal-Mueller-distanziert-sich-vom-Kurs-des-Papstes.html


Kardinal Müller beklagt: Der gelebte Glaube ist in Europa zusammengebrochen

Kardinal Gerhard Müller (siehe Foto) hat ein dramatisches Bild des Christentums und der katholischen Kirche in Europa gezeichnet: „Alle Elemente des gelebten Glaubens, der Volksfrömmigkeit, sind zusammengebrochen“, sagte der ehem. Präfekt der Glaubenskongregation in einem Interview mit der italienischen Tageszeitung „Il Foglio“ vom 21. Juli 2017.

Ganz Europa befinde sich in einem „Prozess forcierter Entchristlichung, der über die einfache Säkularisierung weit hinausgeht“. In der katholischen Kirche sei die Beteiligung am kirchlichen Leben, die Weitergabe des Glaubens und der Nachwuchs an Priestern und Ordensleuten stark zurückgegangen.

Der 69-jährige Kardinal warnte die Kirche davor, ihre Kräfte in inneren Kämpfen zu vergeuden. Nach seinen Worten suchen „sogenannte Progressive“ den Sieg, indem sie die „sogenannten Konservativen jagen“.

Quelle: http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/alle-elemente-des-gelebten-glaubens-sind-zusammengebrochen-101881.html 

 


Domspatzen-Causa: Kardinal Müller fordert eine Entschuldigung von J.-W. Rörig

Die „Passauer Neue Presse“ (PNP) veröffentlichte am 19. Juli 2017 in ihrer Online-Ausgabe ein Interview mit Kardinal Gerhard Müller, dem früheren Bischof von Regensburg und   –  bis vor kurzem – Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation.

Seine Amtszeit war von Papst Franziskus ohne Angaben von Gründen und in einem nur einminütigen Gespräch nicht verlängert worden. Müllers Berufung zum Glaubenspräfekten war vor fünf Jahren unter Papst Benedikt XVI. erfolgt.

Zur Aufarbeitung der Domspatzen-Causa weist der Kardinal (siehe Foto) gegenüber der PNP darauf hin, daß er seinerzeit als Regensburger Oberhirte nach dem Bekanntwerden von Vorwürfen gegen Leitungspersonen des berühmten Knabenchors zuerst „diese Aufklärungsarbeit an die Institutionen des Bistums übertragen“ habe, so dass „mit der Untersuchung begonnen“ werden konnte. 

Durch ihn als ehem. Bischof von Regensburg und seinen Generalvikar Michael Fuchs sei die Aufarbeitung 40 Jahre nach den Taten erstmals eingeleitet worden: „Das geschah nach den Möglichkeiten und dem Kenntnisstand, den wir damals hatten.“

Damit widerspricht er Behauptungen des Mißbrauchsbeauftragten der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, der erklärt hatte, Müller solle sich „wenigstens jetzt für die verschleppte Aufarbeitung“ der Mißbrauchsfälle bei den Domspatzen „entschuldigen“.

Der Kardinal fordert nun Rörig zur Entschuldigung auf für „Falschaussagen und falsche Informationen, die verbreitet werden“ auf und sagte der Zeitung, J.-W. Rörig solle sich „erst einmal die neunseitige Chronologie der Aufarbeitung durch die Diözese anschauen“ und die dort dokumentierte „Faktenklage akzeptieren“.

Die meisten Betroffenen in der Domspatzen-Causa erfuhren im Zeitraum von 1945 bis heute keine sexuellen Übergriffe, sondern körperliche Mißhandlungen, Schläge etc.    – dies wird in den Medien häufig mit dem 67 Mißbrauchsfällen in einen Topf geworfen. (Siehe hierzu den Bericht von Dr. Josef Bordat: https://jobo72.wordpress.com/2017/07/18/misshandlung-und-missbrauch-bei-den-regensburger-domspatzen-abschlussbericht/)

Auf die Frage der „Pasauer Neuen Presse“ an Kardinal Müller, ob er zu einem Gespräch mit den Opfern bereit sei, bejaht er dies und berichtet aus seiner eigenen Schulzeit:

„Ich habe es schon gesagt, ich bin zu jedem persönlichen Gespräch über diese schlimmen Erfahrungen von Menschen aus der damaligen Zeit bereit, da habe ich nicht die geringsten Schwierigkeiten. Ich darf aber feststellen, dass ich im gleichen Alter bin wie viele der Opfer.

Auch ich habe so Manches erlebt in meiner Schulzeit. Ohrfeigen und Stockschläge haben wir genug bekommen – es war übrigens keine kirchliche Schule. Freilich muss ich zugeben: Sexueller Missbrauch ist noch eine ganz andere Kategorie als pädagogische Übergriffe.“

Gegenüber der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“ sagte Müller, er habe angesichts der Fälle von Mißbrauch und Mißhandlungen „Scham für das, was in der Kirche passiert ist“ empfunden: „Als Kirchenmann ist das Leid der Opfer, ihrer Familien und Gemeinden auch mein Leid.“

Infos des BISTUMs REGENSBURG:
Links zur Causa Domspatzen, Dokumente, Abschlußbericht etc: http://www.bistum-regensburg.de/dienst-hilfe/praevention-missbrauch/zahlen-fakten/
Öffentliche Termine mit Kardinal Müller: http://www.bistum-regensburg.de/news/kardinal-mueller-im-bistum-regensburg-5548/

Domspatzen-Stellungnahmen zu Georg Ratzinger: http://www.mittelbayerische.de/bayern-nachrichten/ehemalige-domspatzen-nehmen-georg-ratzinger-in-schutz-21705-art533743.html?p=1
Historiker Dr. Hesemann dazu: http://www.kath.net/news/60345
Domkapellmeister relativiert seine Vorwürfe gegen Georg Ratzinger: http://www.br.de/nachrichten/oberpfalz/inhalt/domspatzen-regensburg-kritik-raztinger-100.html

Bericht auf dem Portal der Dt. Bischofskonferenz: http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/muller-kritisiert-missbrauchsbeauftragten-rorig

Fotos: Bistum Regensburg