Chefin von „Maria 1.0“ gegen Homosegnung

Die für den 10. Mai geplanten Segnungen von homosexuellen Paaren beförderten die Spaltung der Kirche, sie seien „negativ und kontraproduktiv.“

Das sagte die neue Vorsitzende der katholischen Initiative „Maria 1.0“, Clara Steinbrecher, in der Zeitung „Die Tagespost“.

Diese liturgische Form werde „für einen politischen und kirchenpolitischen Aktionismus missbraucht“. Es solle „bewusst der Eindruck erweckt werden“, dass die Segnungen von der kirchlichen Autorität geduldet würden. Doch liefe das auf eine Lüge hinaus.

BILD: Bischof Voderholzer segnet Jubiläums-Ehepaare im Regensburger Dom

„Selbst wenn ein Geistlicher eine Segnung, die explizit oder implizit Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts gutheißt, vornimmt, findet faktisch keine Segnung statt, da die Kirche und ihre Vertreter nicht die Vollmacht besitzen, diese zu erteilen“, zitiert die DT die Vorsitzende.

Die Initiatoren ließen das ernsthafte Bemühen vermissen, sich mit der Lehre der Kirche auseinanderzusetzen. „Die kirchliche Pastoral muss das Ziel haben, Sexualität als das darzustellen, was sie nach Gottes Willen ist: Ausdruck der ehelichen Gemeinschaft zwischen Mann und Frau“, so Steinbrecher in „Die Tagespost“.

Quelle: https://www.kathnews.de/man-simuliert-eine-segnung-die-es-gar-nicht-gibt

Foto: Bistum Regensburg


Italien: Kardinal Ruini befürchtet Spaltung in der Kirche wegen Homopaar-Segnungen

In Sorge um die für den 10. Mai in Deutschland angekündigten Segnungen homosexueller Paare hat sich nun auch der ehemalige Vorsitzende der italienischen Bischofskonferenz und Vikar von Rom, Camillo Kardinal Ruini, zu  Wort gemeldet:

„Die Kirche hat nicht die Vollmacht, gleichgeschlechtliche Partnerschaften zu segnen. Gesegnet werden kann nämlich nur das, was mit Gottes Plänen übereinstimmt, nicht das, was ihnen zuwiderläuft, wie etwa gleichgeschlechtliche Partnerschaften.“

Menschen als Personen könnten sicherlich gesegnet werden, aber mit dem Ziel ihrer Bekehrung, nicht zur Bestätigung von sündhaften Beziehungen, führt der Würdenträger weiter aus. Gott könne die Sünde nicht segnen.

Kardinal Ruini drückt seine Hoffnung aus, dass es nicht zu einem Schisma – also einer Spaltung der Kirche – kommt. Dafür bete er.

Quelle: https://www.kathnews.de/die-kirche-hat-keine-macht-homosexuelle-paare-zu-segnen


Bischof Bätzing stoppt Homopaar-Segnungen

Mathias von Gersdorff

Es wurde Bischof Georg Bätzing offenbar zu heiß: Immer mehr war von einer Kirchenspaltung, deutschem Schisma und Exkommunikation die Rede. 

Stark zusammengefasst: Bischof Bätzing, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), hat ein Ende der geplanten Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare angeordnet.

In einer DBK-Pressemeldung heißt es dazu:

„Es gehört zum pastoralen Dienst der Kirche, all diesen Menschen in den jeweils konkreten Situationen auf ihrem Lebensweg gerecht zu werden und sie seelsorglich zu begleiten. In diesem Zusammenhang halte ich aber öffentliche Aktionen, wie die für den 10. Mai geplanten, nicht für ein hilfreiches Zeichen und einen weiterführenden Weg. Segnungsgottesdienste haben ihre eigene theologische Würde und pastorale Bedeutung. Sie sind nicht als Instrument für kirchenpolitische Manifestationen oder Protestaktionen geeignet.“

In den letzten Tagen wuchs in Deutschland, aber vor allem im Ausland das Entsetzen über die vielfach grimmige und garstige Reaktion auf eine Stellungnahme der Glaubenskongregation, die solche „Segnungen“ ausdrücklich verboten hat.

Die Revolte drohte ein Ausmaß zu erreichen, das den Vatikan zum Handeln gezwungen hätte. Ein solches Vorgehen entspricht allerdings nicht der Handlungsweise von Papst Franziskus.

Bischof Bätzing (siehe Foto) hat aber die „Segnungen“ als solche nicht verurteilt. Man solle darüber im sog. „Synodalen Weg“ diskutieren. Das bedeutet: Auch der DBK-Vorsitzende hält nicht viel von der Position der Glaubenskongregation.

Der Konflikt wurde also bestenfalls entschärft, die Revolte des deutschen Progressismus lodert weiter, denn man will ihn nicht in die Schranken des römischen Lehramtes weisen.

Ein wichtiger Teil des deutschen Episkopats spielt weiterhin mit dem Feuer: Es ist nicht garantiert, dass sich die radikal-progressive Basis immer wieder disziplinieren läßt. Eines Tages – möglicherweise schon bald – könnte ein Brand entstehen, der den deutschen Katholizismus weitgehend verzehrt. 

Unsere Autor Mathias von Gersdorff aus Frankfurt ist kath. Publizist und Leiter der Aktion „Kinder in Gefahr“; zudem betreibt er diesen Blog: https://mathias-von-gersdorff.blogspot.com/


Münster: Kath. Familienvater Altenhövel wendet sich an die Glaubenskongregation

Nein zur Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften

Der gläubige Katholik Ludger Altenhövel (siehe Foto) aus Münster wandte sich mit einem dreifachen Anliegen an Kardinal Luis Ladaria SJ, den Präfekten der vatikanischen Glaubenskongregation:

Er dankte für das Responsum aus Rom, legte Widerspruch ein zu den Erklärungen seiner Pfarreigremien hinsichtlich einer Segnung gleichgeschlechtlicher Paare und er beanstandete die Inkonsequenz von Bischof Dr. Felix Genn.

Zugleich bat der Familienvater die Glaubenskongegration darum, die Gläubigen vor der um sich greifenden Verunsicherung in der Kirche zu schützen.

Wie das Kirchenrecht – der sog. CIC – erläutert, gibt es für die Gläubigen eine ganze Reihe von Grundrechten. Eines davon lautet, sie hätten das Recht, den Oberhirten ihre Wünsche und Anliegen vorzutragen (can. 212 § 2).

Mit Erlaubnis von Herrn Altenhövel veröffentlichen wir hiermit den vollen Wortlaut seines Schreibens vom 10. April 2021 an die Glaubenskongregation in Rom:

DANK für Ihr Responsum
BESCHWERDE über Pfarrgemeinde und Ortsbischof
BITTE um kirchenrechtliche Konsequenzen

Exzellenz, hochwürdigster Herr Präfekt,

mit großem Dank und aufrichtiger Freude habe ich als gläubiger katholischer Familienvater die Nachricht von dem Responsum aufgenommen, mit dem Ihr Dikasterium in einer klaren Bestimmung die Segnung von gleichgeschlechtlichen Verbindungen verboten hat.

Damit verteidigen Sie in einer Zeit religiöser und sittlicher Verwirrung – die teils auch innerhalb der Kirche erkennbar ist –  die Schöpfungsordnung und die göttlichen Gebote; zugleich verweisen Sie mit dieser Klarstellung auf den besonderen Wert und Schutz der christlich-sakramentalen Ehe von Mann und Frau; deren einzigartige Würde hat Papst Franziskus bereits in „Amoris laetitia“ betont.

Auch für mich besteht kein Zweifel: Was Gott nicht segnet, das kann und darf auch die Kirche nicht segnen. – Das gilt für alle sündhaften Verhaltensweisen, also auch für praktizierte Homosexualität bzw. gleichgeschlechtliche Partnerschaften.

So sehr mich die deutliche Verkündigung in Ihrem Responsum von 15. März 2021 mit Genugtuung erfüllt hat, umso mehr enttäuscht mich die befremdliche Reaktion leitender Gremien meiner eigenen Pfarrgemeinde St. Petronilla in Münster-Handorf.

Anbei die Osterausgabe der Pfarrnachrichten und ein Bericht aus den „Westfälischen Nachrichten“ vom 20. März und damit aus öffentlich zugänglichen Quellen. Sowohl der Pfarreirat wie die „Seelsorger/innen“ der Gemeinde wenden sich in scharfer Form gegen Ihr Responsum.

Es wird darin behauptet, mit dem Respondum werde eine „ausgrenzende und veraltete Sexualmoral auf dem Rücken von Minderheiten ausgetragen“ und zugleich angekündigt, auf Wunsch „Segensfeiern“ für gleichgeschlechtliche Paare durchzuführen.

Danach habe ich in einem Gespräch mit Pfarrer Streuer darauf hingewiesen, dass diese Personen und Gremien sich sowohl selbstherrlich über das vom Papst gebilligte  vatikanische Votum wie auch über ihre Pfarrgemeinde hinwegsetzen, die dazu nicht befragt worden ist. Hier wird somit eine zeitgeistunterwürfige Rebellion auf dem Rücken der schweigenden Mehrheit ausgetragen.

Ich verwehre mich entschieden dagegen, dass Gremien meiner Kirchengemeinde vorgeben, im Namen der Gläubigen zu sprechen, wenn sie den christlichen Gehorsam gegenüber dem kirchlichen Lehramt verweigern. Hier liegt eine einseitige Vereinnahmung sämtlicher Pfarreimitglieder vor.

Laut beiliegendem Zeitungsbericht der „Westfälischen Nachrichten“ vom 23. März 2031 hat der bischöfliche Pressesprecher erklärt, es werde „keine Konsequenzen oder Sanktionen“ geben, wenn Priester gleichgeschlechtliche Verbindungen segnen. Es erscheint mir daher aussichtslos, mich erfolgreich bei meinem Bischof Dr. Felix Genn über diese Gehorsamsverweigerung in meiner Pfarrei zu beschweren.

Daher wende ich mich an Sie, die Sie dieses eindeutige und mutmachende Respon-sum veröffentlicht haben, um meinen Widerspruch zu den Stellungnahmen unserer Pfarreigremien wie auch zur Inkonsequenz meines Ortsordinarius zu bekunden.

Dabei möchte ich mich ausdrücklich auf das Kirchenrecht berufen, das uns Gläubige in can. 212 § 1 zum „christlichen Gehorsam“ gegenüber den Lehrern des Glaubens auffordert:

Can. 212 – § 1. Was die geistlichen Hirten in Stellvertretung Christi als Lehrer des Glaubens erklären oder als Leiter der Kirche bestimmen, haben die Gläubigen im Bewußtsein ihrer eigenen Verantwortung in christlichem Gehorsam zu befolgen.

In § 2. heißt es sodann:
„Den Gläubigen ist es unbenommen, ihre Anliegen, insbesondere die geistlichen, und ihre Wünsche den Hirten der Kirche zu eröffnen.“

Mein Schreiben an Sie ist von diesen Grundsätzen bestimmt, nämlich dem dringlichen Wunsch, auch Bischöfe und Pfarrgemeinden mögen sich an dem geforderten „christlichen Gehorsam“ orientieren und zugleich glaubensfroh die göttliche Schöp-fungsordnung und das Naturrecht bezeugen und verkündigen.

Als katholischer Familienvater darf ich von den Hirten der Kirche erwarten, dass nicht der Zeitgeist, sondern der Wille Gottes die Richtschnur unseres Denkens und Handelns bestimmt.

Dies gilt auch für die Pfarrer in den Gemeinden, denn laut can 528 §1 sind diese verpflichtet, „dafür zu sorgen, daß denen, die sich in der Pfarrei aufhalten, das Wort Gottes unverfälscht verkündigt wird; er hat deshalb dafür zu sorgen, daß die Laien in den Glaubenswahrheiten unterrichtet werden“.

Den Einklang der Seelsorger mit der kirchlichen Lehre sprechen sie auch in diesem Kontext ausdrücklich an. Dies ist aber hier in Münster-Handorf nicht mehr der Fall angesichts dieser offenen Rebellion gegen Ihre lehramtliche Wegweisung.

Daher bitte ich Sie höflich darum, dafür Sorge zu tragen, dass sich sowohl die Ortsbischöfe wie auch die ihnen anvertrauten Pfarrgemeinden an das Responsum halten und dass Sie die Ihnen zur Verfügung stehenden kirchenrechtlichen Bestim-mungen anwenden, damit der „christliche Gehorsam“ (can 212, §1) wieder ernst genommen und die Gläubigen vor weiterer Verunsicherung geschützt werden.

Mit christlichem Gruß
und vorzüglicher Hochachtung

Ludger Altenhövel
48157 Münster, Coermühle 210

Anlagen: Pfarreiblatt von Münster-Handorf, Westfälische Nachrichten (zwei Berichte)


Regensburger Oberhirte begrüßt vatikanisches Segensverbot für homosexelle Partnerschaften

Stellungnahme von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer zum Responsum der Glaubenskongregation vom 15. März 2021:

Ich begrüße das Responsum der Glaubenskongregation und danke für die darin enthaltene Klarstellung. Die Glaubenskongregation hat deutlich gemacht, dass die Kirche nicht die Vollmacht hat, gleichgeschlechtliche Partnerschaften zu segnen.

Papst Franziskus hat die Veröffentlichung des Dokumentes und der begleitenden Erläuterungen gutgeheißen.

Mit dem Papst und den Mitgliedern der Familiensynode von 2015 unterstreiche ich zugleich, „dass jeder Mensch, unabhängig von seiner sexuellen Orientierung, in seiner Würde geachtet und mit Respekt aufgenommen werden soll und sorgsam zu vermeiden ist, ihn ‚in irgendeiner Weise ungerecht zurückzusetzen‘“ (Amoris laetitia 250).

Mit diesem Responsum bekräftigt die Glaubenskongregation die Lehre des nachsynodalen Schreibens „Amoris laetitia“, worin der Bischof von Rom als universaler Hirte der Kirche ausgeführt hatte:

„Was die Pläne betrifft, die Verbindungen zwischen homosexuellen Personen der Ehe gleichzustellen, gibt es keinerlei Fundament dafür, zwischen den homosexuellen Lebensgemeinschaften und dem Plan Gottes über Ehe und Familie Analogien herzustellen, auch nicht in einem weiteren Sinn“ (AL 251).

Mit der Weisung, Analogien und Ähnlichkeiten mit dem Ehebund auch in einem weiteren Sinne zu vermeiden, ist die Segnung von Verbindungen zwischen homosexuellen Personen ausgeschlossen.

Über den Ehebund zwischen Mann und Frau lehrt das Zweite Vatikanische Konzil in Übereinstimmung mit der Heiligen Schrift und der Tradition der Kirche:

„Durch ihre natürliche Eigenart sind die Institution der Ehe und die eheliche Liebe auf die Zeugung und Erziehung von Nachkommenschaft hingeordnet und finden darin gleichsam ihre Krönung. Darum gewähren sich Mann und Frau, die im Ehebund nicht mehr zwei sind, sondern ein Fleisch (Mt 19,6), in inniger Verbundenheit der Personen und ihres Tuns gegenseitige Hilfe und gegenseitigen Dienst und erfahren und vollziehen dadurch immer mehr und voller das eigentliche Wesen ihrer Einheit“ (Gaudium et spes 48).

Quelle: https://www.bistum-regensburg.de/news/bischof-voderholzer-begruesst-responsum-aus-rom-7955/


Kardinäle aus Afrika und USA verteidigen das Segensverbot für Homo-Partnerschaft

Die Kardinäle Peter Turkson und Sean O’Malley haben das Nein der Glaubenskongregation zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare verteidigt.

O’Malley, der Erzbischof von Boston ist und zum Kardinalsrat des Papstes gehört, erklärte bei einem Webinar der Washingtoner Georgetown-Universität, die Kirche wolle „allen Menschen in ihrer jeweiligen Lebenswirklichkeit nahe sein“. Zugleich habe sie „eine sehr klare Lehre zur Ehe“, die es zu verteidigen gelte.

Ähnlich äußerte sich Kardinal Turkson, der aus Ghana stammt und das Vatikan-Dikasterium für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen leitet: „Kein Papst und kein Seelsorger in der Kirche“ komme, wenn es um den „Weg zum Heil“ gehe, am Zeugnis der Heiligen Schrift vorbei, weil sie das Licht der Offenbarung Gottes enthalte.

Quelle und vollständige Nachricht hier: https://www.vaticannews.va/de/vatikan/news/2021-03/vatikan-kardinaele-segen-homosexuell-paar-verbot-professoren-dt.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Kardinal Cordes widerspricht Kardinal Marx: „Das erscheint nun wirklich frevelhaft“

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Wie das Nachrichtenportal „Kath.net“ am heutigen Mittwoch, dem 7. Februar, berichtet, hat sich der deutsche Kurienkardinal Paul Josef Cordes gegen den Vorschlag von Kardinal Reinhard Marx gewandt, homosexuelle Partnerschaften in Einzelfällen kirchlich zu segnen. 
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Der vatikanische Würdenträger kritisiert, der Müncher Erzbischof habe nicht einmal erwähnt, daß praktizierte Homosexualität „immer“ dem Willen Gottes „widerspricht“.
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In seiner Stellungnahme erklärt Kardinal Cordes bereits eingangs: Der Vorstoß von Kardinal Marx missachtet die eindeutige Offenbarung Gottes.“
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Die Kirche sei aber in ihrer Pastoral (Seelsorge) an die Heilige Schrift und die Verkündigung des Lehramts gebunden; sie sei kein „Ausdruck von sentimentalem Einverständis“.
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Er verweist sodann auf den Römerbrief (1,18 ff), auf die Erklärung der Glaubenskongregation vom 29.12.1975 und den Weltkatechismus (Nr. 2357). Daraus ergäbe sich eine „verbindliche Weisung der Kirche“.
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Cordes bezeichnet die Zustimmung zu homosexuellen Paar-Segnungen als „beängstigend naiv“ und erläutert, daß hierbei nicht Menschen nur „je für sich“ Gottes Beistand wünschen: „Sie wollen die „Segnung“ ihrer sündhaften Verbindung“ und damit deren kirchliche „Aufwertung“.
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Der römische Kardinal lehnt den Vorstoß des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz klar ab: „Kirchlicher Segen als Bestätigung einer Gott-widrigen Paarbeziehung? Das erscheint nun wirklich frevelhaft.“

Foto: Vatican-Magazin


Erhält der Emmericher Bürgermeister kirchlichen „Segen“ für seine Homo-„Ehe“?

Von Felizitas Küble

In den evangelischen Landeskirchen in Deutschland ist es seit Jahren üblich und erlaubt, homosexuelle Partnerschaften durch öffentliche Segensfeiern zu würdigen.

Evangelikale (theologisch konservative) Protestanten und die meisten evang. Freikirchen lehnen dies jedoch ab mit Hinweis auf die biblische Schöpfungsordnung, welche die Ehe eindeutig als Lebensgemeinschaft von Mann und Frau betrachtet, verbunden mit dem weiteren Sinngehalt der Fortpflanzung. 

Die katholische Kirche sieht das erstens ebenso und zweitens wird ihr Standpunkt noch verstärkt dadurch, daß sie die Ehe unter getauften Christen als Sakrament verehrt, so daß die Ehe nicht „nur“ zur Schöpfungsordnung, sondern sogar zur Heils- und Erlösungsordnung Gottes gehört.

Daher sind kirchliche Segensfeiern für gleichgeschlechtliche Paare katholischerseits nicht gestattet.

FOTO: Die Ehe von Mann und Frau steht unter Gottes Segen und ist überdies ein Sakrament, ein „heiliges Zeichen“, das wirksame Gnaden des Himmels vermittelt und den Bund zwischen Christus und der Kirche versinnbildlicht

Umso mehr reibt man sich die Augen, was die Internet-Ausgabe der „Rheinischen Post“ (RP-online) zu berichten weiß.

Schon der Titel des Artikels vom 16. September klingt äußerst gewöhnungsbedürftig: Emmericher Bürgermeister heiratet  – Männer-Paar feiert Vermählung in Kirche“

Und zwar wohlgemerkt in einem katholischen Gotteshaus – genauer: in der Kirche St. Johannes im kleinen Deichdörfchen Bislich, die zur Pfarrgemeinde St. Nikolaus in Wesel gehört.

Selbst die „Rheinische Post“ wundert sich – und das will etwas heißen: „Schon in der Stadt wäre solch ein Gottesdienst ungewöhnlich – auf dem Dorf ist er es erst recht.“

Der Bericht von Sebastian Peters bemerkt einleitend:

„Der Emmericher Bürgermeister Peter Hinze (SPD) heiratet seinen Lebensgefährten Hubertus Pooth aus Wesel-Bislich. Auch in der katholischen Kirche Bislich wird gefeiert. Pfarrer Sühling will „um den Segen Gottes für Menschen bitten, die in Beziehungen leben“.“

Auch wenn jene geplante Segensfeier im Rahmen eines Wortgottesdienstes laut Aussagen von Pfarrer Stefan Sühling selbstverständlich keine gültige bzw. sakramentale „Vermählung“ darstelle, so ist auch eine amtliche Segenshandlung für gleichgeschlechtliche Partner – mögen sie nun zivil „verheiratet“ sein oder nicht –  ein schwerwiegender Verstoß gegen das biblische und moraltheologische Nein zu homosexuellen Handlungen bzw. entsprechenden sexuellen Beziehungen.

Darüber hinaus ist ein solches Vorgehen auch pastoral unverantwortlich, denn es sorgt für Ärgernis unter Gläubigen, stiftet Verwirrung und begünstigt die verirrte Ansicht, wonach die „Ehe für alle“ eigentlich eine gute Sache sei, die zumindest einen kirchlichen Segen wohl verdiene usw.

Die ganze Angelegenheit wird dadurch sicher nicht besser, daß es sich bei dem betreffenden Geistlichen Stefan Sühling um einen Domkapitular des Bistums Münster handelt: 

Dieser Priester war zunächst ab 2004 sogar Leiter der Hauptabteilung Seelsorge im Generalvikariat von Bischof Dr. Felix Genn, ab 2010 ging er als Pfarrer nach Wesel. Im selben Jahr wurde er vom Münsteraner Oberhirten zum nichtresidierender Domkapitular am Hohen Dom zu Münster ernannt und damit besonders gewürdigt.

Mit anderen Worten: Pfarrer Sühling war und ist ein hochrangiger Würdenträger und gehört als Domkapitular sogar zur obersten kirchlichen Elite des Bistums.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.


Online-Petition fordert Bayern auf: „Ehe retten und Kontrollklage starten!“

Hedwig von Beverfoerde

Der Kampf um die Ehe ist noch nicht verloren! Es gibt eine gute und realistische Chance, das unselige Gesetz zur Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare („Ehe für alle“) vom Schwarzen Freitag zu kippen, bevor es zur Anwendung kommt. 

Denn die Ehe-Öffnung steht im klaren Widerspruch zu Artikel 6 des Grundgesetzes. Dies geht aus der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts hervor. Das BVG kann diese Verfassungswidrigkeit feststellen und das Gesetz zur Ehe-Öffnung für nichtig erklären.

Das geschieht aber nicht von allein. Dazu muß in Karlsruhe ein Normenkontrollverfahren beantragt werden. Der schnellste und sicherste Weg wäre eine Normenkontrollklage durch die Bayerische Staatsregierung. Ministerpräsident Seehofer hat zwar öffentlich erklärt, er lasse eine eventuelle Klage derzeit prüfen, Beobachter bezweifeln allerdings, ob er am Ende tatsächlich den Normenkontrollantrag stellen wird.

Deshalb haben wir die Online-Petition „Ehe retten JETZT. Bayern voran!“ auf CitizenGo gestartet. Damit fordern wir die Bayerische Staatsregierung auf, die Eheöffnung noch vor der Bundestagswahl per Normenkontrollantrag zu verhindern: Hier Petition unterzeichnen

Mit Ihrer Unterzeichnung wird die Petition direkt an den Bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer, Innenminister Herrmann, Justizminister Bausback und den CSU-Landtagsfraktionsvorsitzenden Kreuzer versendet.

Ist die Ehe einmal geöffnet, gibt es kein Halten mehr. Bereits wenige Stunden nach der Abstimmung im Bundestag erhob die dadurch beflügelte LGBT-Bewegung auf dem Webportal queer.de weitere unerhörte Forderungen, wie die „Abschaffung des diskriminierenden Schutzalters“ und „rechtliche Absicherungen für Menschen, die sich für Lebensgemeinschaften jenseits der Zweierkiste entscheiden“.

Auch angesichts des rasant wachsenden muslimischen Bevölkerungsanteils in unserem Land sind schon bald Forderungen nach einer weiteren Ausweitung der „Ehe“ auf Polygamie und dann auch Kinderehe zu erwarten. Da mit der Ehe das volle Adoptionsrecht verbunden ist, können Homosexuellen-Paare jetzt Kinder adoptieren.

Das natürliche Recht des Kindes auf Vater und Mutter (Kindeswohl) wird in ein „Recht auf ein Kind“ verkehrt. Die Forderung nach Legalisierung der menschenverachtenden Leihmutterschaft wird automatisch folgen.

Nur wenn wir jetzt eine wirklich große Protestwelle gegen die „Ehe für alle“ starten, wird sich die Bayerische Staatsregierung bewegen. Packen wir es an!

Hedwig von Beverfoerde
Sprecherin Aktionsbündnis für Ehe & Familie – DEMO FÜR ALLE
www.demofueralle.de


Eine homosexuelle Partnerschaft ist keine Ehe

Erklärung der CDU-Abgeordneten Ute Bertram:

„Die Ehe ist für mich die Verbindung von Mann und Frau und zugleich auf eine Familiengründung hin angelegt. Sie ist damit die Keimzelle einer jeden menschlichen Gemeinschaft. Dies ist für mich eine unverrückbare Tatsache, an der auch der Zeitgeist nicht rütteln kann. Damit schließe ich nicht aus, dass Menschen auch in gleichgeschlechtlichen  Beziehungsformen für einander einstehen können.

Die eingetragene Lebenspartnerschaft gewährt in rechtlicher Hinsicht, speziell auch im Steuerrecht sowie im Unterhalts- und Erbrecht, weitgehend die gleichen Rechte wie die Ehe. Deshalb kann ich auch darin keine Diskriminierung erkennen.

Mich besorgen aber Aussagen aus der SPD, wonach im Adoptionsrecht sichergestellt werden soll, dass gleichgeschlechtliche Paare bei der  „Vergabe“ anteilmäßig berücksichtigt werden sollen. Ich warne die SPD: Eine Adoption hat ausschließlich dem Wohl des Kindes zu dienen. Ein „Recht auf ein Kind“ kann und darf es nicht geben.

Deshalb bleibe ich bei meiner Meinung, eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft kann keine Ehe sein.“

Quelle (Text/Foto): https://ute-bertram.de/meldungen/eine-gleichgeschlechtliche-partnerschaft-kann-keine-ehe-sein/