Besprechung des bioethischen Buches „Globale Chemisierung – vernichten wir uns selbst?“

Buch-Daten: Globale Chemisierung, vernichten wir uns selbst? Dr. Edith Breburda, Kindle-Ebook oder als Taschenbuch, S. 254; ISBN-10: 0615926657,  ISBN-13: 978-0615926650 GC vernichten wir uns

Vor kurzem ging die Meldung durch die Presse: „Klon-Schnitzel soll es in der EU nicht geben“. Schon 1990 hat Deutschland darüber Gesetze erlassen. Doch inwieweit weiß der allgemeine Bürger, worum es hier eigentlich geht und wie ihm diese Welt buchstäblich durch die Ernährung „unter die Haut geht“?

Die Autorin packt ein umfassendes wissenschaftliches und ständig belegtes Wissen in die fast aufregende Geschichte eines fingierten neu ausgebildeten Journalist Leonhard. Er sucht nach Material für ein Buch, „in welchem den Leuten draußen berichtet wird, was sie wissen sollen über die grundlegenden Dinge des Lebens“ (S. 18).

Es geht letztlich um die Tiefe der Gen-Welt und Gen-Manipulation. Es geht um mehr als nur um die Veränderung von Hunden und Katzen sowie Eier legende Hühner.

Es geht um Rassen mit gewünschten Qualitäten, um Selektion, um die „größten Errungenschaften der modernen Biotechnologien“, auf dem Gebiet der Pflanzen (wie z. B. dem Mais) und Tieren jeder Art (z. B. auch Bienen, S. 100 ff.) und, geradezu unvermeidlich auch beim Menschen (mit der Stammzellforschung und der Diskussion um die Embryos, S. 13-28 und 130-150); um „Plastikmüll“ und Chemikalien mit deren Auswirkung auf Wasser und den menschlichen Körper, der Rinderwahn und die Sojabohnen, Ursache von Alzheimer und Parkinson…

Die Autorin führt mit vielen Statistiken und neuesten internationalen Veröffentlichungen hinter Vorgänge in Holland, England oder in der Schweiz, in China, Japan und den Philippinen, in Australien, Kanada und den USA.

Leonhard ist überrascht, wie sich ein Forscher nach dem anderen über sein Interesse freut: Endlich soll sich ihr zähes Mühen auszahlen, sollen ihre Entdeckungen bekannt werden. Den Leser überrascht, wie die Forscher Leonhards Fragen und Schlussfolgerungen über die meist verheerenden Auswirkungen auf die breite Bevölkerung teilen. Sie gestehen ihm: „Fortschritt kann durchaus auch einen Rückschritt bedeuten.“ (S. 164)

In leicht leserlicher Sprache und geradezu spannend kann auch der wenig mit den neuen Wissenschaften vertraute Leser diesem erstaunlichen „Blick hintern den Vorhang“ folgen. Professoren und Schüler von Biologie und Chemie und vor allem jene, die an verantwortlichen Stellen sitzen, werden reiches Lehr- und Diskussionsmaterial finden.

Man wird wohl kaum ein zweites so informatives Buch über diese Forschungsbereiche finden, das gleichzeitig die vernichtenden Auswirkungen auf den Menschen unverblümt anspricht. Es öffnet jedem die Augen, der es liest.

Unser Autor J.K. ist Philosophie-Professor aus den USA (in Brasilien tätig) und unserer Redaktion bekannt

Dieses sachkundige Breburda-Buch (254 Seiten) kann für 15,80 € bei uns bestellt werden  – wir liefern im Inland portofrei: Tel. 0251-616768  / Mail: felizitas.kueble@web.de

Siehe hierzu außerdem unsere Besprechung im „Theologischen“: https://charismatismus.wordpress.com/2014/05/22/buch-tip-dr-edith-breburdas-profunde-neuerscheinung-zu-bioethischen-themen/


Wie sicher sind Nahrungsergänzungen, Schlankmacher, Detoxmittel und RU-486?

Von Dr. med. Edith Breburda

Man findet sie überall: Schlankmacher, Energiebooster, Vitaminpräparate, Verjüngungskuren, ohne sie fehlt uns etwas. Doch wie sicher sind Sie? Haben sie Risiken? Sie kommen bisweilen aus China oder Brasilien.; sie haben den Touch des Exotischen. So können wir nicht widerstehen und nehmen Sie bedenkenlos ein. Dr. Breburda

Der Internist Peter Cohen war ihnen auf der Spur; ihm ging es um die Verbraucher, die Diätmittel zu sich nehmen. In einem aufsehenerregenden Artikel an Drug Testing and Analysis berichteten Cohen und zwei seiner Mitarbeiter über 12 angebliche Schlankmacher, die eine Substanz enthielten, die chemisch mit Methamphetamin gleichzusetzten war. Die Wissenschaftler bezeichneten sie als DMBA. Diese Bestandteile wurden bisher nur in zwei Tierversuchen auf ihre Sicherheit getestet  – und das war 1940.

Der Artikel wurde einen Monat später  –  im Oktober 2014  –  gedruckt. Im April 2015 gab die Amerikanische Food und Drug Administration (FDA), die unserer Lebensmittelbehörde entspricht, eine Warnung an 14 Firmen heraus, die Produkte mit DMBA verkaufen. Die FDA sprach von einer Verfälschung der Nahrungsmittelzusatzstoffe und von illegalen Drogen.

Seit 2005 beobachtete Doktor Cohen, wie krank seine Patienten durch brasilianische Schlankmacher wurden, die Antidepressiva und Schilddrüsenhormone beinhalteten. Cohen wurde so etwas wie ein Indiana Jones und Sherlock Holmes in einem, der die Welt der Spurenelemente durchforstet.

Chemiker aus den Vereinigten Staaten, Brasilien und Europa halfen ihm, illegale Drogen in Nahrungsmittel-GC vernichten wir unsZusatzstoffen ausfindig zu machen. Sobald er sie gefunden hatte, ging er an die Öffentlichkeit. Cohens Vorgehensweise ist eher unkonventionell. Es versucht in kurzer Zeit, viele Publikationen in trivialen Zeitschriften herauszubringen und hofft, damit neue Regulationen anzustoßen.

BILD: Sachkundiges Buch von Dr. Breburda „Globale Chemisierung: Vernichten wir uns selbst?“

Seiner kleinen Schar von Journalisten kann er vertrauen. Die Artikel werden von der breiten Öffentlichkeit gelesen. Cohen wird von keinem finanziert. „Dadurch bin ich frei, zu schreiben, was ich will“, sagt er. Bisher haben er und seine Mitarbeiter drei verborgene Aufputschmittel in Nahrungsmittel-Ergänzungen ausfindig gemacht.

Paul Offit, Direktor des Vaccine Education Centers am Kinderkrankenhaus in Philadelphia, der selber ein Buch über Alternativmedizin: Do You Believe in Magic? geschrieben hat, sagt: „Es gibt keine Kontrolleure. Eigentlich untersucht eine Privatperson, ob das, was auf der Flasche steht, auch wirklich drin ist.

Die Untersuchungen haben zum Glück Auswirkungen. Die FDA zitiert den Arzt. Sie verfolgt seine Veröffentlichungen und gibt Warnungen heraus. Firmen, die Nahrungsmittelergänzungen herstellen, wurden auf Dr. Cohen aufmerksam. Eine verklagte ihn sogar auf 200 Millionen US-Dollar Schadenersatz. „Alles was ich schreibe, wird genau geprüft. Das erzeugt unheimlichen Druck. Ich möchte, dass unsere Wissenschaft kugelsicher wird“, erklärt der Internist.

1994 wurde das amerikanische Nahrungsmittelergänzungsgesetz (Dietary Supplement and Health Education Act) eingeführt. Bei uns in Europa haben wir Vorschriften, dass Nahrungsmittelergänzungen sicher und sachgerecht gekennzeichnet sein müssen.

In der EU werden Nahrungsergänzungsmittel, Vitamine und Mineralstoffe wie Lebensmittel behandelt. Wir haben Kennzeichnungsvorschriften, welche auch die Höchst- oder Mindestmenge für Vitamine und Mineralstoffe festlegt. Man verhindert damit die Einnahme einer zu hohen Menge von Vitaminen oder Mineralstoffen, die der Gesundheit schaden könnten.

Gemälde: Evita Gründler

Gemälde: Evita Gründler

In den USA kam die Einführung des Nahrungsmittelergänzungsgesetzes von 1994 noch lange bevor das Geschäft mit Vitaminen und Mineralstoffen boomte. Die US-Regulationen konzentrierten sich damals auf Vitamin C, Eisen und Kalzium. Es wurde festgelegt, wofür die Nahrungsmittelergänzung bestimmt war. Schlankmacher enthielten zum Beispiel pflanzliche Substanzen. Deklarationen wie „Prostataverkleinerung“ oder „Immunsystemfördernd“ unterlagen einzig und allein den Herstellern.

Die amerikanische Gesundheitsbehörde hatte keinen Einfluss auf die Zusatzstoffe und konnte sie deshalb nicht kontrollieren, so wie das bei Medikamenten üblich ist. Die Gesundheitsbehörde kann höchstens eingreifen, falls sich das Mittel als gesundheitsschädlich erweist.

Damals, 1994, berichtete die „New York Times“ über eine skrupellose Industrie, die nur darauf aus war, Profit mit zweifelhaften Versprechungen ihrer Produkte zu machen. Seit 1994 ist der Verkauf von Supplementen von 4000 auf 75.000 angestiegen. Allein 2014 handelte es sich in den USA um ein 36 Milliarden Dollar-Geschäft.

Zusatzstoffe wie die chinesische Pflanze Ma Huang oder Ephedra, welche versprach, eine ähnliche Wirkung wie ein Rauschmittel zu haben, wurden erst aus dem Verkehr gezogen, nachdem 15 Leute starben. Nun warnte die FDA vor Nieren-, Leber- und andern Gesundheitsschäden, die in Verbindung mit der Einnahme von Ephedra standen. Erst 2004 wurde Ephedra verboten.

Dr. Cohen fühlt sich bestätigt, den Gesundheitsrisiken von Nahrungsmittelergänzungen nachzugehen. Als junger Arzt hatte er Patienten, die aus Brasilien kamen. Viele von ihnen hatten mysteriöse Symptome. Eine Frau litt unter Herzrasen, sie schwitzte und sie hatte wahnsinnige Angst, fühlte sich aber auch sehr müde. Ein anderer Patient kam mit Nierenversagen  – und ein junger Mann verlor seine Stelle, nachdem Drogen in seinem Urin festgestellt wurden.

Alle seiner Patienten nahmen Schlankheitspillen ein, die aus Brasilien stammten. Dr. Cohen lies die Pillen untersuchen. Er war über das Resultat schockiert: Das Labor fand Schilddrüsenhormone, Amphetamine, Schlafmittel, Antidepressiva und Diuretika. Die Symptome der Patienten ließen sich nun leicht erklären. 0022

Cohen und seine Mitarbeiter fanden eine brasilianische Zeitung, die auf der ersten Seite über die Nebenwirkungen des Mittels berichtete. Einige Jahre später wurde der Zusatzstoff vom Markt genommen. Cohen weiß nicht, ob das etwas mit seiner Untersuchung zu tun hat. Aber dann bekam er einen Anruf von einem FDA Mitarbeiter. Er sagte ihm: “Das, was Sie in den brasilianischen Pillen gefunden haben, ist auch in amerikanischen Schlankheitsmitteln enthalten  –  und das ist ein größeres Problem.“

„Seit Jahren haben wir Angst, solche Zusatzstoffe in unseren Diäten zu finden“, erklärt Amy Eichner von der Amerikanischen Anti-Doping- Gesellschaft: „2003 und 2008 mussten wir zwei Eliteschwimmer von den Olympischen Spielen suspendieren. Unsere Ergebnisse zeigten, sie waren gedopt, obwohl sie nur Nahrungsmittelsupplemete zu sich genommen hatten.“

Patricia Deuster von der Universität Bethesda in Maryland, USA, nimmt an, dass schätzungsweise 15 – 20 % der Soldaten Supplemente schlucken, die ihnen versprechen: schlank zu werden, einen athletischen Körper zu bekommen oder die ihrem Sexualvergnügen dienen sollen. 107 von 169 derartigen Produkten enthalten von der FDA verbotene Substanzen. Dr. Cohen und seine Kollegen geben die Suche nach verbotenen Stoffen in Supplementen nicht auf.

Im Labor stapeln sich „Medikamente“ von seinen Patienten, die er untersuchen soll: „Ich glaube, in 50 Jahren blicken wir zurück und fragen uns, wieso wir so leichtsinnig Nahrungsergänzungsmittel eingenommen haben, die eigentlich Drogen enthalten. Zumindest sollten Leute wissen, was sie schlucken“[1].

Unser Körper wird schon genug mit Plastik, Herbiziden, Pestiziden und Antibiotika im Gemüse und Fleisch belastet. Fündige Geschäftsleute sind der Meinung, man müsste den Körper entgiften.

Ein Verkaufsschlager ist Zeolith, ein Vulkanmineral, dem zahlreiche Wirkungen zugesprochen werden. Es soll Schwermetalle und Stoffwechselgifte binden, das Immunsystem unterstützen und freie Radikale neutralisieren. Eine regelmäßige Entgiftung des Körpers hilft, gesund zu bleiben. Sie vermindert Herz-Kreislaufbeschwerden, einen Burn-Out und beugt Diabetes und Krebs vor.

Bei Zeolithen handelt es ich um eine Stoffgruppe, die bei der Wasserenthärtung in Waschmitteln eine Rolle spielt. So ist es denkbar, dass Zeolithe Giftstoffe aus der Nahrung binden. Sie aus dem Körper heraustransportieren können sie jedoch nicht. Somit haben Versprechungen über Zeolith-Darmspühlungen, Laxantien, Diuretika, Vitamin-Kuren oder sogar Detox-Kosmetika wie Schampoos, Duschgels oder Pflaster, welche die Hersteller machen, keine Bedeutung.

Studienergebnisse zu ihrer Wirksamkeit gibt es kaum bzw. sind wegen fehlender Kontrollstudien nicht aussagekräftig. Das, was man fand, ist, dass ein 19-jähriger Mann ein Serotonin-Syndrom auf die Einnahme von Zeolith entwickelte. Ein 50-jähriger Mann aus Spanien erlitt eine Mangan-Vergiftung. Der Grund lag darin, dass der Hersteller aus Versehen Mangansulfat-Hydrat statt Magnesiumsulfat-Hydrat verkauft hatte.

Prof. Stephan Bischoff, Ernährungsmediziner der Universität in Hohenheim, spricht von Gesundheitstipps, welche die Detoxverkäufer mitliefern. Man solle auf Kaffee, Alkohol und Nikotin verzichten, eine ballaststoffreiche Ernährung einnehmen und vor allem Obst und Gemüse sowie viel Flüssigkeit aufnehmen.

„Die Detox-Tipps sind, einzeln für sich genommen, per se nicht schlecht, aber tatsächlich werden hier Halbwahrheiten zusammengerührt und mit haarsträubenden Begründungen zu einem Konzept erhoben, das keiner wissenschaftliche Überprüfung standhalten würde. Gefährlich sind kurzfristige Detox-Auszeiten zwar in der Regel nicht. Aber alles ,was länger als ein bis zwei Wochen dauert, könnte den Menschen in eine Nährstoffunterversorgung katapultieren“, erklärt Prof. Bischoff.

Prof. Dr. Simon Brooks, Humanphysiologe an der australischen Flinders-Universität, weist darauf hin, dass unsere Nieren, unsere Leber und unser Gastrointestinaltrakt innerhalb von Stunden Toxine neutralisieren. Hinweise, dass sie sich im Laufe der Zeit irgendwo im Körper ansammeln, gibt es nicht. Detox ist so gesehen Unsinn. Wir sollten lieber auf Junk-Food verzichten und uns gesund ernähren[2]. imagesCAHIF86C

Ganz anders verhält es sich mit einer Entscheidung der Kanadischen Arzneimittelbehörde, die RU-486 unter dem Namen Mifegymiso freigeben will. Wir wissen, dass diese Abtreibungspille nicht allein ungeborene Kinder tötet, sondern auch den Tod vieler Mütter verursachte. Schon am 4. September 2001, als Mifegymiso in der Versuchsphase war, wurde über Todesfälle berichtet.

Deshalb sollten Frauen auf dem Beipackzettel gewarnt werden, dass die Einnahme der Pille nur dann vollzogen werden soll, wenn die Frau einen schnellen Zugang zu einer nahegelgenen Klinik hat. Informationen, dass der Tod durch das Mittel erfolgen kann, findet man häufig auf Beipackzetteln in Kanada. Allerdings fehlt auf der Arzneimittelbeschreibung, welche Krankheit oder Infektion das Medikament lindern soll. Es wird u.a. appliziert, um ein Kind bis zur siebten Schwangerschaftswoche umzubringen.

Mit anderen Worten: Kanada hat ein Medikament zugelassen, das eine perfekt gesunde Frau einnehmen soll, um den natürlichen Prozess der Schwangerschaft zu unterbinden und die Frau noch zusätzlich in die Gefahr bringt, selber ihr Leben zu riskieren.

„Warum sollten wir etwas zu uns nehmen und uns unnützen Nebeneffekten aussetzen, wenn es gar nicht notwendig ist, dies zu tun? Wenn etwas nicht kaputt ist, muss es doch eigentlich gar nicht gerichtet werden“, sagt Christina Alaimo, Doktorandin im Fach Gesundheitsethik.

Eine Abtreibungspille zu nehmen ist keine einfache Prozedur. Es ist ein blutiges Unterfangen, oft begleitet mit Schwindel, Schwäche, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Fieber, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen.

Ein Ungeborenes in der siebten Woche hat bereits ein schlagendes Herz. Es hat Finger, Arme und Beine. Viele Frauen sind in den USA zusammen mit ihren Kindern gestorben. Deshalb will man die Pille nur über den Arzt verabreichen. Dagegen sind jedoch Abtreibungsbefürworter. Die Pille soll ohne Rezept erhältlich sein (siehe hierzu auch: Reproduktive Freiheit, free for what?). Die Frauen könnten es sich angeblich gar nicht leisten, zweimal den Arzt aufzusuchen.

Und außerdem wird das Mittel bis zur 11. Schwangerschaftswoche zugelassen. Die Pro-Abtreibungsliga ist froh, dass das Mittel endlich auf dem Markt ist. Die Medien in Kanada kümmern sich nicht um die „Nebenwirkungen“. Sie sind überzeugt, dass es den Frauen in Kanada gut tun wird, endlich Zugang zu diesem Mittel zu haben[3].

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin).

Weiterführende Literatur, Bücher von Dr. Edith Breburda: http://scivias-publisher.blogspot.com/p/blog-page.html

Buch-Neuerscheinung vom Juni 2015: https://charismatismus.wordpress.com/2015/06/20/neuerscheinungbuch-empfehlung-reproduktive-freiheit-von-dr-edith-breburda/

Dieses sachkundige und verständlich geschriebene Buch  “Reproduktive Freiheit” kann portofrei für 22,30 Euro bei uns bezogen werden: felizitas.kueble@web.de (Tel. 0251-616768)


Faktenstarker Roman der Wissenschaftlerin Edith Breburda über Biotechnologie

Von Klemens Hogen-Ostlender

Schon mit ihrem Buch „Verheißungen der neuesten Biotechnologien“ hatte Edith Breburda (siehe Foto) auf die Gefahren angesichts der Möglichkeiten heutiger Wissenschaft hingewiesen. Dr. Breburda

Jetzt hat die ehemals an der Justus-Liebig-Universität Gießen tätige Medizinerin, die heute in den USA tätig ist, ein neues Werk vorgelegt:

„Globale Chemisierung – Vernichten wir uns selbst?“ behandelt erneut das Thema Biotechnologie, diesmal aber in Romanform.

Der Inhalt des in deutscher Sprache erschienenen Werkes ist allerdings keine Fiktion, sondern geradezu faktenlastig. Eingebettet in die Rahmenhandlung um einen Professor namens McClone und dessen Assistenten wird der Leser in die grüne, rote und weiße Gentechnik eingeführt.

Grüne Gentechnik wird in erster Linie in der Landwirtschaft und im Lebensmittelbereich eingesetzt und beschäftigt sich mit der Züchtung neuer Pflanzenarten, die zum Beispiel besonders resistent gegen Schädlingsbefall sind.

Rote Gentechnik findet in der Medizin ihre Anwendung, um neue diagnostische und therapeutische Verfahren zu entwickeln und neue Medikamente herzustellen.

Weiße Gentechnik wird in der Industrie zur Herstellung von Mikroorganismen, Enzymen und Chemikalien benutzt, um die Produktqualität zu steigern. GC vernichten wir uns

Beispiel Giftmais: Jahrelang pflanzte der hessische Bauer Gottfried Glöckner gentechnisch veränderten Mais an. Als seine Milchkühe missgebildete Kälber zur Welt brachten und eine nach der anderen starb, ließ er Untersuchungen anstellen. Im Darm der Tiere befand sich ein Gift, das die Maispflanze produziert, um den Darm von Mais-Schädlingen zu perforieren, damit die Insekten sterben.

Beispiel Bisphenol-A: Eine chemische Verbindung, die zum Beispiel als Weichmacher in Kunststoffen eingesetzt wird. Bisphenol-A findet sich mittlerweile in jedem dritten Kosmetikprodukt, in Farben, Zahnpasta, Reinigungsmitteln, Klebstoffen und Textilien.

Die Chemikalie ruft im menschlichen Organismus die gleiche Wirkung hervor wie das weibliche Geschlechtshormon Östrogen. Eine Langzeitstudie in den USA bewies, dass gerade geringe Dosen von Hormonanaloga schwere Schäden wie Neigung zur Fettsucht, Hyperaktivität und Störungen der Gehirnentwickung ungeborener Kinder hervorrufen können.

Beispiel Stiftungsprofessuren: Edith Breburda geißelt in ihrem Buch auch das Sponsoring von Lehrstühlen durch Firmen in Zeiten leerer öffentlicher Kassen. Sie führt das Beispiel eines bekannten Kaffeerösters an, der im Jahre 2006 Wissenschaftler von vier Universitäten dafür bezahlte, zu erforschen, ob Kaffee als Gesundheitsmittel gegen Adipositas, Krebs und Diabetes angepriesen werden kann. Am Ende kam genau das gewünschte Ergebnis heraus. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt …

*
Buch-Daten: Edith Breburda. Globale Chemisierung – Vernichten wir uns selbst? Scivias Verlag, Madison, Wisconsin. ISBN 9780615926650, 254 Seiten, 15,79 Euro.

Erstveröffentlichung dieser Rezension im „Gießener Anzeiger“ vom 28.6.2014

TIP: Dieses Breburda-Buch kann bei uns bestellt werden  – wir liefern portofrei: Tel. 0251-616768  / Mail: felizitas.kueble@web.de


Fundiertes Buch in spannender Dialogform

Besprechung zu: „Globale Chemisierung – Vernichten wir uns selbst?“ von Edith Breburda

Die Autorin Dr. med. vet. Edith Breburda, in München geboren, studierte Medizin, Tiermedizin, Agrarwissenschaften sowie Psychologie in München, Berlin und Gießen. 1996 promovierte sie mit „summa cum laude“ in Veterinärmedizin. 2001 ging sie für Forschungsarbeiten an die University of Wisconsin in Madison / USA. GC vernichten wir uns

Ihr wissenschaftliches Anliegen, einem aufgeschlossenem Publikum die Gefahren und Fehlentwicklungen der Gentechnik aufzuzeigen, kleidet sie in eine lockere Rahmengeschichte, die ihr ermöglicht, Probleme und Alternativen in spannender Dialogform darzulegen.

Vier Hauptteile zeugen von wissenschaftlicher Breite:
Erster Teil: Klonen oder nicht Klonen (mit drei Unterabschnitten)
Zweiter Teil: Biotechnologie missachtet Naturgesetze (neun Kapitel)
Dritter Teil: WE DID IT (drei Unterabschnitte)
Vierter Teil: Risiken und Nebenwirkungen (zwei Unterabschnitte)

Auf Seite 231 finden wir eine prägnante Zusammenfassung des wissenschaftlichen Teils, auf Seite 233 folgt ein biographischer Aufriss. Die wissenschaftliche Qualität dieser Arbeit spiegelt sich auch darin, dass die Autorin zu ihren Darlegungen 267 Literaturhinweise anfügt.

Das große persönliche Engagement der Autorin (siehe Foto) können drei Textabschnitte verdeutlichen: Dr. Breburda

S. 148: „Ich denke mir oft, wir zerstören uns am Ende selbst. Dass überhaupt Menschen (ohne wissenschaftliche Hilfe) geboren werden, noch dazu gesunde, ist ein Wunder.“

S. 164: „Wenn es um Studien geht, von denen man Aussagen über die langfristige …Auswirkung von Gentechnik – Kultursorten erwartet, sieht es international ganz düster aus. Langzeitstudien wie die von Seralini sind weltweit die Ausnahme“.

S. 185: „Die deutsche Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung befragte Frauen im Alter von 18 bis 49 Jahren nach ihrer Verhütungsmethode. 53 Prozent von ihnen nehmen die Pille, 37 Prozent verlassen sich auf Kondome und zehn Prozent haben eine Spirale. Keiner kennt die Natürliche Familienplanung. Hierbei gibt es keine Nebenwirkungen. Man muss nur seinen Körper beobachten. Sie ist so sicher wie die Pille. Das Einzige, was man fordert, ist die Enthaltsamkeit während der fruchtbaren Tage.“ (Die Autorin zitiert hier: Van Ackeren J. – „Verhütung: Thermometer statt Pille“ aus dem „Spiegel“ vom 18.8.2o13)

In Syntax und Wortwahl zeigt sich, dass die Autorin bereits seit Jahrzehnten in der englischen Sprachwelt arbeitet. Die kleinen Mängel in der deutschen Wiedergabe beeinträchtigen den fachwissenschaftlichen Rang dieser Arbeit nicht.

DIESES BUCH mit über 250 Seiten kann für 17,80 € portofrei bei uns bestellt werden: felizitas.kueble@web.de (Tel. 0251-616768)

Der Verfasser dieser Rezension lehrte Philosophie und Religion an Gymnasien; er ist unserer Redaktion persönlich bekannt

 


Buch-TIP: Dr. Edith Breburdas profunde Neuerscheinung zu bioethischen Themen

In der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift „Theologisches“ (Nr. 5-6/2014) wurde folgende Buchbesprechung von Felizitas Küble unter dem Titel „Kenntnisreiches und sittlich einwandfreies Sachbuch zu gentechnischen und bioethischen Themen“ veröffentlicht:

BUCH-Daten: Globale Chemisierung. Vernichten wir uns selbst? – Dr. Edith Breburda. Neuerscheinung vom 28.2.2014, Taschenbuch: 254 Seiten, Preis 15,79 €, Scivias-Verlag, ISBN-10: 0615926657 / ISBN-13: 978-0615926650 GC vernichten wir uns

Diese Neuerscheinung zu allen denkbaren Fragen der Gentechnik, Biotechnologie und Bioethik fasziniert in dreifacher Weise:

1. Die deutsch-amerikanische Autorin Dr. Edith Breburda (siehe Foto) ist Veterinärmedizinerin und kommt vom Fach; sie hat bereits mit ihrem ersten, im Christina-Verlag erschienenen Sachbuch („Verheißungen der neuesten Biotechnologien“) gezeigt, daß ihr die gesamte diesbezügliche Themenpalette geläufig ist. In diesem Werk wird sie diesem Anspruch noch gründlicher gerecht.

2. Das Buch ist sehr geschickt in Romanform geschrieben: es wirkt teils wie ein Thriller, so daß es nicht nur sprachlich gut verständlich rüberkommt, sondern wegen der wechselnden Dialoge und interessanten Geschehnisse auch lebendig und anschaulich wirkt.

3. Die Verfasserin vertritt in allen relevanten Aspekten uneingeschränkt die sittliche Lehre der katholischen Kirche, auch bei heißen Eisen wie Abtreibung, Nidationshemmung bzw. „Pille danach“, künstliche Befruchtung, Euthanasie, Klonen etc. Dr. Breburda

Dieses grundsolide und präzise Sach-Buch der katholischen Bioethikerin besitzt den einzigartigen Vorteil, daß es aktuelle Herausforderungen der Gentechnik (an Mensch, Tier und Pflanzen) ebenso gehaltvoll wie unkompliziert darstellt.

So wird der Leser in komplexe Fachthemen der industriellen Biotechnologie (Weiße Gentechnik), der medizinischen Biotechnologie (Rote Gentechnik) und der Pflanzenbiotechnologie (Grüne bzw. Agro-Gentechnik) eingeführt und erhält einen fundierten Überblick über die wesentlichen Gesichtspunkte.

Gentechnik und neue Biotechnologien greifen immer mehr in unser Leben ein. Das Buch setzt sich durchweg kritisch, aber ohne jeden Fanatismus mit den vielfältigen Herausforderungen auseinander, die differenziert und präzise dargestellt werden.

Anhand plastischer Beispiele verdeutlicht die Verfassering die medizinischen, sozialen, ökologischen und moralischen Gefahren einer zum Teil irreversiblen Technologie.

Das Buch umfaßt ein sehr weites Spektrum. Behandelt werden die Schädigung der Umwelt, der Verlust an natürlichen Ressourcen, ökologischen Systemen und der Artenvielfalt, Eingriffe in die Landwirtschaft, genveränderte Pflanzen und Tiere, Bioethanolproduktion und weltweite Nahrungsnot. Umweltbelastung durch Plastikmüll, Chemikalien, Antibiotika, Hormone, Östrogen, Testosteron, Schimmelpilze, Insektizide, Bienenverluste, Herbizide, Nitrate, Phosphate, Versauerung der Meere durch CO2 und ihre Folgen.

Es geht sodann um Eingriffe in das Erbgut der Menschen, IVF bzw. künstliche Befruchtung, Klonen, Stammzellen, Besamung von Tieren, Eizellenspenden, Feminisierung, Kontrazeptiva, Alzheimer, Prionen, Chronic Wasting Disease, TSE etc.

Die ethischen und gesundheitlichen Probleme und Grenzen werden ausführlich erläutert.

Es bringt nichts, später zu sagen „Wir hätten es wissen müssen“, wenn wir heute die Gelegenheit nicht nutzen, uns mit Hilfe dieses kenntnisreichen Buches umfassend zu informieren. Es ist eine hochaktuelle Lektüre zu den bioethischen Herausforderungen heute und morgen.

DIESES BUCH mit über 250 Seiten kann für 15,80 € portofrei bei uns bestellt werden: felizitas.kueble@web.de (Tel. 0251-616768)


Unser Buch-Tip: GLOBALE CHEMISIERUNG

Dr. med. Edith Breburda  –  sie arbeitet seit längerem in den USA  – hat ein neues, wiederum sehr solides und faktenstarkes E-Book herausgebracht: „GLOBALE CHEMISIERUNG – Vernichten wir uns selbst?“ GC vernichten wir uns

Das Buch unserer Autorin  –  sie ist Lesern des CHRISTLICHEN FORUM durch zahlreiche (meist bioethische) Beiträge bereits bekannt  – erscheint demnächst auch im gedruckter Form. 

Die Autorin (siehe Foto) berichtet in einer Art Interview-Stil über komplexe Fachthemen der industriellen Biotechnologie (Weiße Biotechnologie), der medizinischen Biotechnologie (Rote Biotechnologie) und der Pflanzenbiotechnologie (Grüne Biotechnologie, Agro-Gentechnik). 

Das Buch beinhaltet ein weites Themenspektrum. Behandelt werden menschliche Eingriffe in die Natur: Die Schädigung der Umwelt, der Verlust an natürlichen Ressourcen, ökologischen Systemen und der Artenvielfalt; Eingriffe in die Landwirtschaft, genveränderte Pflanzen und Tiere, Bioethanolproduktion und weltweite Nahrungsnot. Dr. Edith Breburda

Zudem die Umweltbelastung durch Plastikmüll, Chemikalien, Antibiotika, Hormone, Östrogen, Testosteron, Schimmelpilze, Insektizide, Bienenverluste, Herbizide, Nitrate, Phosphate, Versauerung der Meere durch CO2 und ihre Folgen.

Auch Gentechnik und Bioethik sind wesentliche Aspekte des fundierten Sachbuchs:

Eingriffe in das Erbgut der Menschen, Künstliche Befruchtung, Klonen, Stammzellen, Besamung von Tieren, Eizellenspenden, Feminisierung, Kontrazeptiva, Alzheimer, Prionen, Chronic Wasting Disease, TSE, u.v.a.m.

Die bioethischen Grenzen werden ausführlich diskutiert. Die vielschichtigen Themen werden unkompliziert und allgemein verständlich, anschaulich und interessant erklärt.

Ein präzises, solides Nachschlagewerk, das zum kritischen Nachdenken über Grenzen und Gefahren der Biotechnologien anregt.

Bestellmöglichkeit für das E-Book siehe HIER