Informative Glosse zu Statistiken über Land und Leute hierzulande

Von Thomas Böhm

Im Frühsommer, wenn in Brasilien der Ball rund läuft, wird es garantiert wieder heißen: „Deutschland vergeigt gegen Angstgegner Italien“.  –  Deutschland? Wirklich ganz Deutschland? Oder doch eher nur elf Ballermänner, ein paar Hinterbänkler und ein verzweifelter Trainer?   img_0392

Aber nicht böse sein, schließlich repräsentiert „unser Team“ auf diesem Nebenkriegsschauplatz das halbe Land  –  und da es sogar vorkommen kann, dass die eine oder andere stramme Wade die Nationalhymne aus zusammengebissenen Zähnen hervorzuquetschen versucht, kann man in diesem Fall getrost von „Deutschland“ sprechen, auch wenn es sich in Wirklichkeit nur um ein paar wenige Aktive handelt, die ihre Knochen hinhalten. 

Ärgerlich wird es nur, wenn wieder mal Schuldscheine ausgestellt oder Forderungskataloge gedruckt werden, wenn es heißt „Deutschland muss…“, „Deutschland hat…“, oder „Deutschland sollte…“.

Denn dieses Land ist weit mehr als ein mit undefinierbarer Masse gefüllter Jutesack, auf den es sich von oben und außen trefflich einprügeln lässt. In Deutschland tummeln sich über 81 Millionen wilde Kreaturen, die auf der Suche nach dem Sinn oder Unsinn des Lebens so verschieden sind, wie Schneeflocken, die vom Himmel fallen.

Es handelt sich also nicht um einen Einheitsbrei, der in eine Richtung fließt. Wer also ständig von „ganz Deutschland“ spricht und damit versucht, alle Deutschen in die Pflicht zu nehmen, macht sich die Sache zu einfach.

Wahrlich, es lohnt sich, dieses Land mal in seine Einzelteile zu zerlegen. Hier mein Versuch (die Zahlen sind diversen offiziellen Statistiken und Zeitungsberichten entnommen, einige davon sind geschätzt, veraltet, geschönt, auf- oder abgerundet und alle natürlich ohne Gewähr):

Wir haben einen Bundespräsidenten und 2,11 Millionen Tatverdächtige, dazu noch einen ehemaligen Bundespräsidenten, der irgendwo dazwischen steckt.P1000853

Unsere eine und einzigartige Bundeskanzlerin ist immer adrett gekleidet, aber mehr als 702.000 Deutsche haben Probleme mit ihrem Nervenkostüm und mussten bereits operiert werden.

Zehn Minister und sechs Ministerinnen stecken in der GroKo ihre Dickköpfe zusammen, 375.800 Deutsche und Deutschinnen haben sich derweil schon scheiden lassen.

631 Abgeordnete schwingen im Bundestag große und kleine Reden,  21.116 Menschen singen im deutschen Chorverband schöne Lieder, 468.434 Pädagogen arbeiten lieber in deutschen Kindergärten und viele der 9.648 Millionen Hundebesitzer ärgern sich zu Recht über den Maulkorberlass in einigen Bundesländern.

In der Partei „Die Linke“ wedeln 63.784 Mitglieder mit ihren roten Fahnen herum, derweil wurden allein in Schleswig Holstein 16.092 bio-deutsche Wildschweine erlegt und 116.517 Menschen mussten  –  ebenfalls mit einer Fahne   – wegen Vollrausches stationär behandelt werden.

Über 3,7 Millionen Christen lauschen andächtig jeden Sonntag den Predigten katholischer Priester und es wären sicherlich noch einige mehr, wenn nicht wieder über 100.000 Föten abgetrieben worden wären.

1600 deutsche Muslime stehen in der Bundeswehr Gewehr bei Fuß, wenn es hart auf hart kommt und das christliche Abendland verteidigt werden muss.be2004_38_551

380.000 Obdachlose und 127.023 Asylbewerber geben sich auf der Suche nach einem lauschigen Plätzchen die Türklinke in die Hand. Über zwei Millionen Kleingärtner haben vorsichtshalber ihre Lauben abgeschlossen.

2,9 Millionen Arbeitslose heißen 118.759 Bulgaren und 205.026 Rumänen herzlich willkommen und werden dabei von 1,01 Millionen Millionären hoffentlich tatkräftig unterstützt.

1,3 Millionen Menschen in Deutschland hängen an der Flasche, 150.000 an der Nadel, mehrere Millionen Mobilfunkkunden in der Warteschleife der Anbieter und 4,4 Millionen Hartz IV-Empfänger an den Lippen der Jobcenter-Mitarbeiter oder zu Hause herum.

852.328 Menschen sind gestorben, 20,6 Millionen Rentner warten lieber noch ein Weilchen und 662.685 Neugeborene müssen die Zeit bis zu ihrem bitteren Ende mit Arbeit überbrücken, wenn sie nicht zu den 200.000 Schülern gehören, die permanent den Unterricht schwänzen.

42.550 Islamisten, 22.150 Rechtsradikale und 31.800 Linksradikale bilden den Rand unserer Gesellschaft. Die knapp drei Millionen Waffenbesitzer haben sich noch nicht entschieden.

Über sechs Millionen Schwule stöckeln über den Asphalt, 65.563 Ringer reiben ihre Körper lieber in deutschen Sportvereinen aneinander.

18,8 Millionen Deutsche haben voll die Panne, sie sind immer noch Mitglied im ADAC.

Habe ich jemanden vergessen? Sicherlich. Fühlt sich irgendjemand noch nicht angesprochen, wenn die Rede von „ganz Deutschland“ ist? Bitte melden!

Ein kleiner Tipp noch zum Schluss für unseren Bundestrainer, damit er beim nächsten Treffen mit dem Angstgegner nicht wieder in Schwulitäten kommt: Statt ein heterogenes, besser ein homogenes Team aufstellen, dann klappt’s auch mit den Italienern.

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem medienkritischen Portal Journalistenwatch.

1. Foto: Israelische Botschaft 


Warum Johannes, Paulus und der HERR fürs moderne Priesterseminar ungeeignet sind…

Glosse von Uwe C. Lay

Was neulich in unseren Priesterseminaren geschah

Vorspiel im Himmelsetagen: Die allenthalben hörbare Klage „O Gott, schenke uns Priester!“ fand Gehör in den höchsten Himmelsetagen. Der Kirchennotrat tagte und Gott fragte: Wen soll ich schicken?  cropped-buxheim-dsc_1168-2-2.jpg

Betretendes Schweigen: „Zu diesem halsstarrigen Volke….“  – Nur die Kühnsten wagen sich dahin.

Johannes der Täufer: Sende mich, ich bin bereit!

Im Priesterseminar, 1. Teil:

Johannes steht im Büro eines deutschsprachigen Priesterseminares (der genaue Ort wird diskret verschwiegen).

Skeptisch schaut der Regens auf diesen neuen Bewerber. Die Kleidung läßt sehr zu wünschen übrig; hippymäßig-megaout. Aber KIGWesentlicheres beunruhigt den Regens:

Herr Johannes, was haben Sie sich dabei gedacht, die Ehe unseres wertgeschätzten Königs Herodes zu kritisieren? Es sei eine unerlaubte Ehe. Das ist vorkonziliarer Rigorismus! Ihnen fehlt es an Empathie. Sehen Sie nicht das Glück dieser Ehe? Wie können Sie trennen wollen, was Liebe verband!

Zudem sind Publikumsbeschimpfungen ala „ihr Otterngezücht“ inakzeptabel. Und dieser dauernde Ruf: „Kehrt um, tut Buße!“ –  das geht so nicht! Jeder ist ein von Gott Geliebter, übrigens auch König Herodes. Nein, Ihnen fehlt das fundamentale Verständnis von Gottes Liebe, vom barmherzigen Vater, der jeden liebt, so wie er ist.

Nein, einen fanatischen Fundamentalisten wie Sie können wir nicht ins Priesterseminar aufnehmen!

Neuer Beschluß im Himmel:

Den hl. Johannes wollte das Seminar in Deutschlands nicht; da rief Paulus tapfer: Sende mich, o HERR, ich bin der rechte Mann für dies Kommando.

Im Priesterseminar, 2. Teil: 

So sehen wir nun den Apostel Paulus vor dem Regens, der sogleich ausruft:  slider5-640x360

O, Paulus, Sie großer Dogmatiker. Dunkel und unbegreiflich sind Ihre Briefe! Aber wir sind zu klein geraten, um sie noch zu verstehen. Doch das schlimmste: Ihre Missionspredigt: „Fürchtet euch vor dem Zorne Gottes. Nur Christus kann dich retten im Endgericht Gottes.“

Also Herr Paulus, das ist schlimmstes, finsterstes Mittelalter. So nicht!

Das ist unzumutbar und intolerant den anderen Religionen gegenüber.  Paulus, das ist Fundamentalismus!

Und Ihr magisches Eucharistieverständnis, ich denke an den angeblich „unwürdigen“ Empfang: „Der ißt und trinkt sich das Gericht!“  – Also das ist Drohbotschaft statt Frohbotschaft.

Im Himmel  –  der rettende Einfall:

Wen soll ich nun noch schicken, wenn sie Johannes den Täufer und selbst meinen liebsten Apostel Paulus nicht wollen?  –  Jesus trat in die Mitte: Schicke mich, deinen einzigen Sohn. Mich werden sie nehmen, wenn ich in ein Priesterseminar meiner Kirche eintrete.

Im Priesterseminar, 3. Teil:

 Jetzt sehen wir Christus selbst im Empfangszimmer eines Priesterseminares.kleines-rituale

Der Regens: Aha, Jesus, ich erkenne Sie wohl, auch wenn Sie ein wenig incognito erscheinen. Ich bringe es auf den Punkt: Sie können bei uns nicht Priester werden! Bleiben Sie im Himmel und stören uns nicht in unserer Kirchenreform, im Dialogprozeß und der Demokratisierung.

Warum Sie ungeeignet sind, fragen Sie?

Da kommt ein Multimillionär zu Ihnen. Er fragte Sie einst, was er tun soll, um das ewige Leben zu gewinnen. Das Resultat: Der reiche Mann geht „betrübt“ von dannen. Dieses triste Resultat Ihrer Seelsorge beweist eindeutig, daß Sie kein erfolgreicher Pfarrer werden können.

Zudem sind Ihre Erkenntnisse in moderner Dogmatik ungenügend.  – Richtig hätten Sie dem Jüngling antworten müssen: Gott liebt dich, so wie du bist. 

Zudem sind Sie letztlich auch kirchen(steuer)feindlich: Wenn der Multimillionär doch nur 0,1 Prozent Kirchensteuer bezahlt hätte…aber Sie unerbittlicher Rigorist verlangen, daß er alles den Armen abzugeben habe!

Und ein gestörtes Verhältnis zur Sexualität haben Sie wohl auch, indem Sie sagen, Ihre Mutter sei eine immerwährende Jungfrau….unzumutbarer Aberglaube!

Herr Jesus, so geht das nicht mit Ihnen. Diese vielen Drohbotschaften, das Gerede von Gericht und Verdammnis. Da sagen Sie am Schluß: Wer glaubt und getauft ist, wird gerettet, wer nicht glaubt, wird verdammt werden, ja so heißt es in Mk 16, 16.

Wie viel Schweiß und Mühe hat es uns gekostet, diese schauderhafte Rede aus der Welt zu schaffen.

Und jetzt kommen Sie vom Himmel daher und wollen diesen alten Unsinn Ihrer Verkündigung fortsetzen! Niemals. 

Die Regentenkonferenz stellt fest: Keine Bewerber, leere Seminare  – Hurra! Hurra! Jetzt fordern wir Reformen, jetzt kann uns niemand mehr widersprechen, denn die Seminare sind leer!  Wollen wir jetzt endlich verheiratete Männer als Priester oder das Frauenpriestertum einfordern? Aber hoffentlich kommt uns dieser unzeitgemäße Jesus nicht wieder in die Quere!

Uwe C. Lay ist katholischer Publizist; er war evangelischer Theologe und Vikar, bevor er zur kath. Kirche konvertierte


Vorauseilende Aufregung, falls Bischof Tebartz-van Elst nach Limburg zurückkehrt

GLOSSE aus der Webseite „Demut jetzt“:

„Gott steh uns bei, wenn der Bischof wieder auf der Matte steht“  –  So oder so ähnlich denken sich viele in Limburg. Denn der Rektor der Anima, Franz Xaver Brandmayr, bei dem der Bischof Tebartz-van Elst die letzte Zeit untergekommen war, hat in einem Interview den schlimmsten Satz der letzten Monate gesagt: Der Bischof würde gerne nach Limburg zurückkehren.  Limburg-102

Wie! Immer noch! Da gibt man sich so viele Mühe, um den Mann endlich loszuwerden, hat ihn wenigstens schonmal in Rom, und jetzt schleicht er sich klammheimlich nach Deutschand zurück und schlägt im Kloster Metten sein Basislager auf, um von dort aus die Expedition auf den Domberg vorzubereiten. Wo er sich wieder festsetzen könnte. 

Geht denn das? Ja, das geht. Zumindest theoretisch. Stellen wir uns mal den Worst-case für die Gegner des Bischofs vor:

Die Kommission der Dt. Bischofskonferenz stellt fest, das alles korrekt gelaufen ist, der Bischof sich an alle Regeln gehalten und auch nicht einfach mit Geld um sich geworfen, sondern gut und solide gebaut hat. Daß außerdem der Bischöfliche Stuhl in Limburg genug Geld für so ein Projekt hatte und das Ganze auch vom Konzept her sinnvoll ist.

Dann stellt das Hamburger Gericht das Verfahren gegen eine Geldbuße ein und die anderen juristischen Vorwürfe gegen den Bischof erweisen sich als haltlos.

Danach stellt sich der Papst hin und sagt sowas wie: Ich vertraue Bischof Franz-Peter weiterhin und hoffe, er wird sein Amt in Limburg mit der Unterstützung aller Gläubigen und der Mitbrüder gut weiterführen können.

Und dann kommt der Bischof in den Dom, bittet um Verzeihung und vergibt gleichfalls mit ausgebreiteten Armen allen, die ihn in diesen Wochen und Monaten hart angegangen sind. Er reißt die Türen seines Hauses weit auf und lädt zum Dialog mit allen ein, die ihn mitführen wollen.

Was dann?  –  Dann kann man nur noch greinen, der Bischof habe aber kein Vertrauen mehr und man wolle ihn endlich weg haben, weil … weil … man mag ihn halt nicht. Dann schlägt man in der Bibel nach und zeigt triumphierend auf eine Bibelstelle und erklärt: Denn Jesus sagte, wir sollen sogar unsere Feinde lieben, außer die, die wir nicht mögen.

Quelle: http://demut-jetzt.blogspot.de/2013/11/gott-steh-uns-bei-wenn-der-bischof.html

Ergänzender Hintergrund-Artikel in FULDA-Info: http://www.fuldainfo.de/index.php?area=1&p=news&newsid=26842

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Glosse zur jämmerlichen Niederlage des Anti-Kirche(nprivilegien)-Volksbegehrens in Österreich

Von Dr. Josef Bordat

Puh, das war knapp! Aber am Ende ist das Volksbegehren zur Abschaffung der “Kirchenprivilegien” (oder der Kirche  –  wenn schon, denn schon) entgegen allen Prognosen doch noch haarscharf gescheitert.

Denn es begehrte nicht das Volk, sondern ein Grüppchen von etwas über 50.000  –  das sind 0,7 Prozent der Bevölkerung Österreichs. Kompliment! Soviel kriegt bei uns in Deutschland sonst nur die Tierschutzpartei. Und dabei sind Tiere so süß (Knut!).

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FOTO: Graffiti in Wien: “Sauchristen vernichten die Erde!” – Er/sie hat bestimmt unterschrieben. Genützt hat es nichts. Die “Kirchenprivilegien” bleiben, die Vernichtung der Erde geht weiter. Auch in Österreich.  

Die völlig verblendeten 99,3 Prozent der Österreicher, die offenbar nichts dagegen haben, dass die Kirche “Kirchenprivilegien” hat, wurden zu einem Großteil mit Gewalt an der Stimmabgabe gehindert. Oder unter Druck gesetzt. Indoktrination, Hausarrest, Giftgas. Naja, wie die Kirche das halt so macht  – meine Güte, muss ich denn hier alles dreimal erklären?!

Was sich die Initiatoren, die angetreten waren, die Macht der Kirche zu brechen und endlich Frieden, Freiheit und Wohlstand nach Österreich zu bringen, unbestreitbar an die Brust heften können, das ist dieser unfassbare Mut, eine Aktion gegen die Kirche gestartet zu haben. Mitten in Europa! Trotz Hexenverbrennungen!

Davon können sich die ganzen brillantenbehangenen Schicki-Micki-Missionare mal eine Scheibe abschneiden! Aber die sind so sehr mit „Erdvernichtung“ beschäftigt, die haben die Sache wahrscheinlich nicht mal mitbekommen.

Also: Hut ab! Und nach dem FC Barcelona und Real Madrid haben wir mit der Initiative zur Abschaffung der “Kirchenprivilegien” den nächsten in unserer Reihe “Helden der Woche”.  Herzlichen Glückwunsch!

Quelle (Text/Foto): http://jobo72.wordpress.com/2013/04/25/osterreichs-kirche-gerettet-vorerst/


Aktueller Newsticker: die Glosse zum Sonntag

Irgendwo im Netz: Papst Franziskus hat nun offiziell fünf Millionen Follower auf Twitter. Die Gemeinschaft Das-Internet-den-Atheisten hat deswegen zu einer Gegenkampagne aufgerufen. Die Initiative erklärte auf ihrer Internetseite: Wir dürfen das Internet nicht jenen überlassen, die es zu einem Hort der Hasspropaganda machen wollen. Das Internet ist ein Ort des freien Gedankenaustauschs und der antifaschistischen, demokratischen und toleranten Menschen. Deswegen forderte die Gemeinschaft die sofortige Sperrung des päpstlichen Twitter-Accounts, die Kontrolle von Twitter durch ein Sicherheitsbüro und einen Aufmarsch der Pink-Roten Brigaden vor dem Vatikan zum Zwecke der Verdeutlichung des Anliegens. 

Foto: Radio Vatikan

Foto: Radio Vatikan

Rom: Der Journalist Carlos la Pocha veröffentlichte diese Woche sein neues Buch „Franziskus. Total privat“. In diesem Werk lässt er Weggefährten des Papstes zu Wort kommen, die ihn jahrelang schonmal von weitem gesehen haben. Dazu gehört der Neffe des Lehrers von Bergolios Cousin 3. Grades, der sich sehr genau vorstellen kann, was für ein Terror-Zwerg der junge Bergolio in der Schule war. Eine Ex-Nonne, die mit einem Ex-Jesuiten (verstorben) verheiratet war (geschieden), der Provinzial Bergolio auf einem Jesuiten-Treffen gehört hat und genau wusste, wie dieser damals mit der argentinischen Diktatur kooperierte. Auch ein Diözesaner kommt zu Wort, der vom Erzbischof tief enttäuscht ist, weil dieser seinen 34 Seiten langen Brief über den gewünschten Einsatz von Carrara-Marmor für die Verzierung der Stühle in seiner Heimatpfarrei nur mit einem einseitigen Verweis auf die Kosten beantwortet hatte.

Bielefeld: Die Bewegung „Weltökumene“ (29 Mitglieder) hat den Kopten-Patriarchen Tawadros aufgefordert, nicht den Papst in Rom zu besuchen, sondern den Vorsitzenden der Bewegung in Bielefeld-Buschkamp. Der römische Papst sei mit seiner starren Haltung in moralischen und dogmatischen Fragen kein guter Ansprechpartner für eine wirkliche Ökumene zwischen allen Religionen. Der Vorsitzende Heinrich Schildlaus bot dem Patriarchen eine umfassende ökumenische Kooperation ohne Vorbedingungen an. Der Patriarch müsse lediglich anerkennen, dass  keine Aussagen über Gott gemacht werden dürften, christologische Vorstellungen irrelevant seien und jede Hierarchie des Teufels wäre, wobei es den Teufel eigentlich nicht gebe.

Quelle: Samstäglicher Newsticker

NEWSTICKER – die Glosse zum Sonntag…

London: Ein Gericht im Vereinigten Königreich wies die Klage einer Jüdin ab, der gekündigt wurde, weil sie am Samstag mit Verweis auf das Sabbatgebot nicht arbeiten wollte. Das Gericht erklärte, die Sabbat-Ruhe gehöre keineswegs zum Kernbestand des jüdischen Glaubens, denn es gäbe ja durchaus Juden, die am Samstag arbeiten.  IMG_1093

Das gleiche Gericht bestätigte allerdings die Klage eines muslimischen Briten, der mit Verweis auf das Freitagsgebet einen freien Tag von seinem Arbeitsgeber verlangte. Bei einem anderslautenden Urteil seien Krawalle der Muslime zu vermuten, so die Richter, womit klar sei, dass das Freitagsgebet zum Kernbestand des muslimischen Glaubens gehöre und daher schützenswert sei.

Berlin: Der „Verband für eine Gesellschaft zum Schutz der Minderheiten“ zeigte sich über den wachsenden Antiseminitsmus in muslimischen Parallelgesellschaftn irritiert. Bisher sei man davon ausgegangen, dass dies nicht möglich sei. Immerhin seien sowohl Juden als auch Muslime unterdrückte Minderheiten, die daher natürliche Verbündete seien. Man vermute daher, der dortige Antisemitismus sei ein Import aus der westlichen Gesellschaft. Zum Schutz vor solchem Gedankengut forderte der Verband daher die Muslime auf, sich stärker von westlichen Einflüsse zu distanzieren.

Basel: Der Abt aus Mariastein, Peter von Sury, hat den Churer Bischof Huonder wegen dessen Spaltpilz-Linie zum Rücktritt aufgefordert. Doch er wolle ja nicht nur kritisieren, sondern auch Ideen zum konstruktiven Brückenbauen einbringen, wie er unserem Redakteur Ignaz im Exklusiv-Interview erklärte:

Man müsse neue Wege der Organisation von Kirche finden, für die der Benediktinierorden Vorbild werden könne. So wählten sich die Mönche ihren Abt selber, also könnten sich auch die Gläubigen ihren Bischof selber wählen. Außerdem sollten, wie im Kloster, regelmäßig Beratungen stattfinden. Wenigstens einmal in der Woche müsste sich der Bischof mit allen Diözesanen, die das wünschen, treffen, um mit ihnen die wichtigsten Geschäfte des Bistums zu beraten.

Die Bischöfe wiederum sollten sich, ähnlich wie bei den Benediktinern, in Landesprovinzen einteilen und sich einen Metropoliten wählen. Diese wiederum sollten gemeinsam einen weltweites Oberhaupt wählen, den Papst. Diesen beiden oberen Instanzen sollte jedoch eher eine symbolische Bedeutung zukommen, um die Basisverwurzelung von Kirche, die sich im Bistum inkarniere, nicht zu gefährden. IMG_6434

Washington: Der Verband „Abortion for all Association“ (AFAA) erwägt nach Angaben seines Sprechers, im Namen des beteiligen Arztes das Baby Neveah zu verklagen. Der Säugling habe während des Kaiserschnittes, also noch bevor es durch eine vollständige Geburt seine Menschenrechte erlangt habe, Besitzansprüche auf die Hand des Arztes angemeldet. Eine solche Tat durch ein „Es“ verletze das Menschenrecht des Arztes auf körperliche Unversehrtheit.

Washington: Auf Nachfrage der Redaktion teilte die AFAA mit, man sehe nunmehr von einer Klage gegen das Baby Neveah ab.   –  Begründung: Man gehe davon aus, das Kind sei durch die eigentliche Geburt zu einer neuen natürlichen wie rechtlichen Person geworden, weswegen Neveah nicht für Handlungen ihres früheren „Es“ haftbar gemacht werden könne.

Quelle: Samstäglicher Newsticker


Aktueller Newsticker – die Satire am Sonntag

Hamburg: Die Gemeinschaft für Toleranz und Friedlichkeit zeigt sich vom aktuellen globalen Trend des Christentums alarmiert. Man sei in großer Sorge über die weltweite Ausbreitung des Christentums. Leider seien nicht alle Gebiete der Erde so fortschrittlich wie Europa, wo die Mehrheit gelernt habe, daß ein Leben ohne Gott viel besser sei. Geradezu dramatisch sei der Verfall in die Religiösität in asiatischen Ländern. Wenn in Ländern wie China weiterhin so viele Menschen Christen würden, verkomme der Staat noch zu einem Hort von Intoleranz und Unfreiheit. imm012_10A

Brüssel/Warschau: Die EU-Kommission für Toleranz, Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Antidiskriminierung und Menschenwürde forderte die polnische Justiz auf, den Rechtsstreit gegen den Skandal-Musiker Adam Darski zu beenden und den Mann in Ruhe zu lassen. Zugleich sprach sie sich für die Verbreitung des Videos der Tat aus, denn damit könne Europa der ganzen Welt zeigen, wie Weltoffenheit, Liberalität und Toleranz funktioniere.

Brüssel: Die EU-Kommission für Toleranz, Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Antidiskriminierung und Menschenwürde sprach sich für ein Verbot des Anti-Mohammed-Films aus. Ein solcher Film verletzte die religiösen Gefühle der Muslime und würde absichtlich eine Religion herabsetzen, womit ihre Unterdrückung und Haß gegen diese vorbereitet werde. Durch sein Verbot könne Europa der ganzen Welt zeigen, wie Weltoffenheit, Liberalität und Toleranz funktioniere.

New York: Gegen eine mögliche Seligsprechung Papst Pauls VI. regt sich Widerspruch. Die Human Sex Association erklärte in Richtung Rom, man möchte nachdrücklich darauf bestehen, Paul VI. nicht selig zu sprechen. Wer sich gegen [künstliche] Verhütung wende könne kein Menschenfreund sein, da nur so die Überbevölkerung verhindert, die Aids-Krankheit geheilt und die Menschenwürde gewahrt werden könne. Menschenfreundlichkeit im genannten Sinne sei aber das Zentralmerkmal von Seligkeit und deswegen könne man mit Sicherheit sagen, Paul VI. sei nicht selig.

Berlin: Die Gemeinschaft für eine Gleiche Kirche lobte Bundesfamilienministerin Schröder für ihren mutigen Einsatz für die Gleichberechtigung der Geschlechter auch in der Sphäre Gottes. Endlich habe mal ein_e Minister_in den Mumm bewiesen und klar gesagt, was Sache ist: Gott ist kein Mann.  –  Leider nehme aber Schröder weiterhin auf dunkelkatholische CSUler Rücksicht und habe Gott nur als Es bezeichnet. Das sei natürlich Unsinn, wo doch jeder weiß, daß Gott eigentlich eine Sie ist.

Quelle: Samstäglicher Newsticker