Ghana: Katholischer Erzbischof Anoyke kritisiert illegale Goldgräber

Die illegalen Goldgräber handeln verantwortungslos, weil sie dabei sind, das Land zu zerstören, indem sie ihre persönlichen Interessen dem Gemeinwohl voranstellen, erklärte der Erzbischof von Kumasi, Gabriel J. Anoyke aus Ghana.

Das Phänomen der sog. “galamsey” – illegale Goldgräber – bedroht das Ökosystem Ghanas, insbesondere die Flüsse und nationalen Wasserreserven, die durch den massiven Einsatz von Quecksilber verseucht werden, das zur Gewinnung von Gold aus den goldhaltigen Felsen verwendet wird.

„Wir alle müssen an die Zukunft unseres Landes und an die kommenden Generationen denken“, warnte der Erzbischof.

Obwohl die Regierung eine Kampagne gegen die “galamsey” eingeleitet hat, fahren diese nachts in mehreren Gebieten wie Timso, Modaso und Diaso mit ihrer Aktivität fort.

Ghana ist der zweitgrößte afrikanische Goldlieferant und der zehntgrößte auf Weltebene. Die Zahl der illegalen Goldgräber ist schwer zu ermitteln: Man schätzt sie auf 30.000 bis 200.000; darunter befinden sich auch einige Ausländer.

Kumasi ist die Hauptstadt der Region Ashanti im Süden Ghanas, wo die Goldvorkommen des Landes konzentriert sind.

Quelle: Fidesdienst