Christus wurde ein Diener der Juden aufgrund der Verheißungen an die Väter

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche: Röm 15,4-9:

Brüder! Alles, was einst geschrieben wurde, ist zu unserer Belehrung verfaßt, damit wir durch Geduld und durch den Trost der Schrift eine Hoffnung haben. Herz-Jesu_01

Der Gott der Geduld und des Trostes schenke euch die Einmütigkeit, die Christus Jesus entspricht, damit ihr Gott, den Vater unseres Herrn Jesus Christus, einträchtig und mit einem Munde preist.

Darum nehmt einander an, wie auch Christus uns angenommen hat, zur Ehre Gottes.

Denn, das sage ich, Christus ist um der Wahrhaftigkeit Gottes willen ein Diener der Beschnittenen geworden, damit die Verheißungen an die Väter bestätigt werden.

Die Heidenvölker aber rühmen Gott um seines Erbarmens willen; es steht ja in der Schrift: Darum will ich dich bekennen unter den Heiden und deinem Namen lobsingen.

 


Durch CHRISTUS haben wir die Erlösung und den Reichtum seiner herrlichen Gnade

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Eph 1,3-10:

Gepriesen sei der Gott und Vater unseres HERRN Jesus Christus:
ER hat uns mit allen Gaben seines Geistes gesegnet durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel. 131223-stern-von-bethlehem_b87bfae72c
Denn in IHM hat ER uns erwählt vor der Erschaffung der Welt, damit wir heilig und untadelig leben vor Gott.
ER hat uns aus Liebe im voraus dazu bestimmt, seine Söhne zu werden durch Jesus Christus, und nach seinem gnädigen Willen zu IHM zu gelangen zum Lob seiner herrlichen Gnade.
ER hat sie uns geschenkt in seinem geliebten Sohn; durch sein Blut haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden nach dem Reichtum seiner Gnade.
Durch sie hat ER uns mit aller Weisheit und Einsicht reich beschenkt und hat uns das Geheimnis seines Willens kundgetan, wie ER es gnädig im voraus bestimmt hat:
ER hat beschlossen, die Fülle der Zeiten heraufzuführen und in Christus alles zu vereinen, alles, was im Himmel und auf Erden ist.

Der Name Christi soll verherrlicht werden, indem wir wachsen in Liebe und Glauben

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 2 Thess 1,1-5.11-12:

Paulus, Silvanus und Timotheus an die Gemeinde von Thessalonich, die in Gott, unserem Vater, und in Jesus Christus, dem HERRN, ist: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, dem Vater, und dem HERRN Jesus Christus. Tagesimpuls

Wir müssen Gott euretwegen immer danken, Brüder, wie es recht ist, denn euer Glaube wächst, und die gegenseitige Liebe nimmt bei euch allen zu.

Wir können in den Gemeinden Gottes mit Stolz auf euch hinweisen, weil ihr im Glauben standhaft bleibt bei aller Verfolgung und Bedrängnis, die ihr zu ertragen habt. Dies ist ein Anzeichen des gerechten Gerichtes Gottes; ihr sollt ja des Reiches Gottes teilhaftig werden, für das ihr leidet.

Darum beten wir auch immer für euch, dass unser Gott euch eurer Berufung würdig mache und in seiner Macht allen Willen zum Guten und jedes Werk des Glaubens vollende.

So soll der Name Jesu, unseres HERRN, in euch verherrlicht werden und ihr in ihm, durch die Gnade unseres Gottes und HERRN Jesus Christus.

 


Christus war gehorsam bis zum Tod

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche: Phil 2,6-11: Kreuzkuppel

Christus Jesus war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern ER entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; ER erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.

Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen, damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund bekennt „Jesus Christus ist der HERR“ – zur Ehre Gottes, des Vaters.

Foto: Petrusbruderschaft

 


Glaubenspräfekt Müller: „Der christliche Gott ist etwas ganz anderes als Allah“

“Die Selbstoffenbarung Gottes nicht außer Acht lassen.”

Kardinal Gerhard Müller, Präfekt der römischen Glaubenskongregation, befaßte sich in dem im Jahre 2005 bei Herder erschienenen Interview-Buch “Gott und seine Geschichte” auch mit der Frage, ob der “Gott” des Islam derselbe ist wie der Gott des Christentums. AL-0005

Der damalige Bischof von Regensburg schreibt unter dem Kapitel “Reden wir vom selben Gott?” zunächst, daß der Schöpfergott des Alten Testaments derselbe ist wie der Gott-Vater des Neuen Testaments  – und daß das AT durchaus offen ist für das Zeugnis von der Trinität, vom dreieinigen Gott, daß dieses nämlich “dort schon schlummert”.

Deshalb könne man sagen, daß es „im Alten Testament auf eine mögliche trinitarische Selbsterschließung Gottes hinausläuft”. 

Der Autor fügt sodann hinzu:

“Das ist aber etwas ganz anderes als der muslimische Gott. Die Dreifaltigkeit von Gott wird 600 Jahre später im Islam abgelehnt.  Dass Gott einen Sohn haben soll, ist für Muslime Gotteslästerung.

In mehreren Suren des Koran gibt es eine ausdrückliche Ablehnung der Trinität Gottes. Insofern ist der Gott der Christen etwas ganz anderes als Allah, der Gott der Moslems.”

Auf die Interview-Frage “Aber kann man nicht dennoch sagen ´Wir alle glauben an Gott´?” antwortet Bischof Gerhard L. Müller:

“Natürlich kann man auch auf einer philosophischen Ebene gemeinsam sagen: Es gibt nur einen Gott. Wir alle sehen in unserem Gottesverständnis nur den einen Gott. Aber durch das Verständnis der christlichen Offenbarung ist es nicht der gleiche Gott.”

„Gott ist ein ganz exklusives Original  –  aus Israel“

Auf S. 81 erklärt der bischöfliche Verfasser sodann, daß wir “nicht im eigentlichen Sinne mit den Moslems beten können”:

“Weil wir als Christen nur durch Christus zu Gott “Vater” sagen können. Wir können ja nicht die Selbstoffenbarung Gottes außer Acht lassen.(…) Diesen einen Gott, der sich selbst offenbart, den gibt es nur aus Israel. Das ist das ganz exklusive Original.P1020947

Ähnlich hat sich der damalige Regensburger Oberhirte zwei Jahre später in einem feierlichen Pontifikalamt zum Hochfest der Erscheinung des HERRN im Dom St. Peter geäußert:

Bischof Müller erklärte am 6. Januar 2007 in seiner Predigt, Christen könnten allein “im Heiligen Geist durch Jesus zu Gott ‚Abba Vater’ sagen. Christen glauben an den dreifaltigen Gott und beten so zu ihm, wie er sich uns geoffenbart hat“.

Allah sei nicht identisch mit dem Gott und Vater Jesu Christi, dem einzigen Mittler zwischen Gott und den Menschen: 

„Die Muslime und die Christen glauben nicht an denselben Gott. Obwohl es nur einen Gott gibt, lässt der prinzipielle Gegensatz im Gottesglauben ein gemeinsames Gebet nicht zu. Ein Christ kann daher etwa in einem Wortgottesdienst und einer Andacht gemeinsam auch mit Christen anderer Konfessionen beten“. 

Dies sei jedoch nie möglich mit den Angehörigen einer Religion, die ein unvergleichbar anderes Gottesverständnis hätten.

Das sind erfreulich klare Stellungnahmen, wie man sie heutzutage selbst bei kirchlichen Vertretern nicht häufig antrifft: ein eindeutiges Bekenntnis zum dreieinigen Gott der christlichen Offenbarung, dem  “ganz exklusiven Original”.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

1. Foto: Bistum Regensburg


„Du bist unser Vater, HERR, wir alle sind das Werk deiner Hände“

Heutige liturgische ADVENTs-Lesung der kath. Kirche: Jes 63,16b-17.19b.64,3-7:

Du, HERR, bist unser Vater; „Unser Erlöser von jeher“ wirst du genannt. Warum lässt du uns, HERR, von deinen Wegen abirren und machst unser Herz hart, so dass wir dich nicht mehr fürchten? Kehre zurück um deiner Knechte willen, um der Stämme willen, die dein Eigentum sind.  media-390606-2 - Kopie

Reiß doch den Himmel auf und komm herab, so dass die Berge zittern vor dir.

Seit Menschengedenken hat man noch nie vernommen, kein Ohr hat gehört, kein Auge gesehen, dass es einen Gott gibt außer dir, der denen Gutes tut, die auf ihn hoffen.

Ach, kämst du doch denen entgegen, die tun, was recht ist, und nachdenken über deine Wege. Ja, du warst zornig; denn wir haben gegen dich gesündigt, von Urzeit an sind wir treulos geworden.

Wie unreine Menschen sind wir alle geworden, unsere ganze Gerechtigkeit ist wie ein schmutziges Kleid. Wie Laub sind wir alle verwelkt, unsere Schuld trägt uns fort wie der Wind.

Niemand ruft deinen Namen an, keiner rafft sich dazu auf, fest zu halten an dir. Denn du hast dein Angesicht vor uns verborgen und hast uns der Gewalt unserer Schuld überlassen.

Und doch bist du, HERR, unser Vater. Wir sind der Ton und du bist unser Töpfer, wir alle sind das Werk deiner Hände.

 


Hl. Antonius von Padua: „ER ist mitten unter euch!“

Impulse aus einer Predigt des hl. Antonius von Padua (um 1195 bis 1231), Franziskaner und Kirchenlehrer:

„Der HERR ist nahe. Sorgt euch um nichts“ (Phil 4,5-6). So spricht Gott-Vater beim Propheten Jesaia: „Ich selbst bringe euch das Heil“ – d.h. seinen Sohn:

„Es ist nicht mehr fern; meine Hilfe verzögert sich nicht. Ich bringe Hilfe für Zion und verleihe Israel meine strahlende Pracht“ (46,13)  advent.va

So heißt es auch im heutigen Tagesevangelium der Kirche: „Mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt.“

Als Mittler zwischen Gott und den Menschen steht ein Mensch (vgl. 1 Tim 2,5),Jesus Christus, auf, um auf dem Schlachtfeld der Welt gegen den Teufel zu kämpfen; er siegt und befreit den Menschen und versöhnt ihn mit Gott-Vater.

Viele aber erkennen ihn nicht:

„Ich habe Söhne großgezogen und emporgebracht, doch sie sind von mir abgefallen. Der Ochse kennt seinen Besitzer und der Esel die Krippe seines Herrn; Israel aber hat keine Erkenntnis, mein Volk hat keine Einsicht“ (Jes 1,2-3).

Wie nahe ist uns doch der HERR  – und wir erkennen ihn nicht. Ich habe meine Söhne mit meinem Blut großgezogen, sagt er uns, wie eine Mutter ihre Kinder mit ihrer Milch großzieht. Über die Chöre der Engel habe ich die menschliche Natur erhoben, die ich angenommen, mit der ich mich vereint habe.

Konnte ER euch größere Ehre erweisen?

„Und sie haben mich verachtet. Schaut doch, ob ein Schmerz ist wie mein Schmerz.“ (Klgl 1,12).