“Der HERR stand mir zur Seite und gab mir Kraft, ER wird mich retten!”

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Tim 4,6-8.17-18:

Mein Sohn! Ich werde nunmehr geopfert, und die Zeit meines Aufbruchs ist nahe. Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, die Treue gehalten. Tagesimpuls

Schon jetzt liegt für mich der Kranz der Gerechtigkeit bereit, den mir der HERR, der gerechte Richter, an jenem Tag geben wird, aber nicht nur mir, sondern allen, die sehnsüchtig auf sein Erscheinen warten.

Der HERR stand mir zur Seite und gab mir Kraft, damit durch mich die Verkündigung vollendet wird und alle Heiden sie hören; und so wurde ich dem Rachen des Löwen entrissen.

Der HERR wird mich allem Bösen entreißen, ER wird mich retten und in sein himmlisches Reich führen. Ihm sei die Ehre in alle Ewigkeit. Amen.

 


Der HERR hat mich aus der Tiefe gezogen!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 30 (29),2.4.5-6ab.6cd.12a.13b.

Ich will dich rühmen, HERR,
denn du hast mich aus der Tiefe gezogen
und lässt meine Feinde nicht über mich triumphieren.
HERR, du hast mich herausgeholt aus dem Reich des Todes,
aus der Schar der Todgeweihten mich zum Leben gerufen.

Singt und spielt dem HERRN, ihr seine Frommen,
preist seinen heiligen Namen!
Denn sein Zorn dauert nur einen Augenblick,
doch seine Güte ein Leben lang.

Wenn man am Abend auch weint,
am Morgen herrscht wieder Jubel.
Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt,
HERR, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit.

 


“Die Gerechtigkeit ist unsterblich”

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche: Weish. 1,13-15.2,23-24:

Denn Gott hat den Tod nicht gemacht und hat keine Freude am Untergang der Lebenden. P1020947

Zum Dasein hat er alles geschaffen, und heilbringend sind die Geschöpfe der Welt. Kein Gift des Verderbens ist in ihnen, das Reich des Todes hat keine Macht auf der Erde; denn die Gerechtigkeit ist unsterblich.

Gott hat den Menschen zur Unvergänglichkeit erschaffen und ihn zum Bild seines eigenen Wesens gemacht. Doch durch den Neid des Teufels kam der Tod in die Welt, und ihn erfahren alle, die ihm angehören.

 


Fatima-Seherin Lucia: Geht es beim “Endkampf” wirklich um Ehe und Familie?

Erst kommt der Glaube, dann die Moral

Die neokonservativ-katholische Nachrichtenseite “Kath.net” wandte sich am heutigen 24. Juni 2015 einem ihrer Lieblingsthemen zu, den Visionen und Erscheinungen – in diesem Fall: Der bekannten Fatima-Seherin Lucia. Camberg-Peter-Paul-DSC_0342
 .
In dem Artikel heißt es eingangs nicht ohne Dramatik: “Die letzte Schlacht zwischen Gott und dem Satan werde um die Familie geschlagen, hat Sr. Lucia dos Santos in einem Brief an Kardinal Caffarra geschrieben.”

Wörtlich lautet jene Aussage der Fatima-Visonärin: „Die letzte Schlacht zwischen dem Herrn und der Herrschaft Satans wird um die Ehe und die Familie geschlagen.“

Dies habe Kardinal Caffarra, der Erzbischof des italienischen Bistums Bologna, bereits im Jahre 2008 in einem Interview erklärt.

Außerdem habe ihm die Ordensfrau geschrieben: „Jeder, der sich für die Heiligkeit der Ehe und Familie einsetzt, wird in jeder Hinsicht bekämpft und abgelehnt werden, weil das die entscheidende Frage ist.”
Hat Schwester Lucia recht mit dieser Einschätzung, die angesichts der aktuellen Kontroversen um Ehe und Familie von manchen Katholiken als “prophetisch” betrachtet wird?

Ich meine NEIN – und zwar aus folgenden Gründen:

1. Die Sittlichkeit ist nicht das Fundament des Glaubens, sondern soll seine Auswirkung sein. Nicht die Moral führt zum Glauben, sondern der recht verstandene und gelebte Glaube führt zu den Zehn Geboten und damit zur Anerkennung und Ausübung des Willens Gottes, auch des 6. Gebotes.  Kreuzkuppel

2. Infolgedessen geht es sowohl grundsätzlich wie auch bei der “letzten Schlacht” nicht entscheidend um “Ehe und Familie”, sondern um den Wahrheitsanspruch Christi und der Kirche, um die unverkürzte Heilsbotschaft unseres HERRN.

3. In der Heiligen Schrift lesen wir nichts davon, daß es in der Endzeit in der Auseinandersetzung mit dem antichristlichen Weltgeist vor allem um Ehe und Familie gehe. Wäre dem aber so, dann hätte dies in der Bibel wohl doch  seinen Niederschlag gefunden, zumal sich viele Stellen in der Hl. Schrift mit dem Ende der Zeiten befassen.

4. Unser CHRISTLICHES FORUM hat sich bereits in hunderten (!) Artikeln eindeutig für die katholische Lehre von der Unauflöslichkeit der Ehe ausgesprochen und den hohen Wert der Familie betont, zudem x-mal die verderbliche Gender-Ideologie scharf kritisiert. Wir haben hier keinerlei Nachholbedarf.

Das ändert aber nichts am Grundprinzip, wonach das Fundament des Christentums nicht die Moral, sondern der Glaube ist; die Sittlichkeit ist eine Frucht des gelebten Glaubens! – Es geht heute und zu allen Zeiten wesentlich um Christus  –  und nicht um Ehe und Familie, so wichtig diese Institutionen für Kirche und Welt auch sind.

Unsere Autorin Felizitas Küble ist ehrenamtliche Leiterin des Christoferuswerkes in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

 


Bekenntnis des Propheten Jesaja: “Der HERR hat mich im Mutterleib berufen”

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Jes 49,1-6:

Hört auf mich, ihr Inseln, merkt auf, ihr Völker in der Ferne! Der HERR hat mich schon im Mutterleib berufen; als ich noch im Schoß meiner Mutter war, hat ER meinen Namen genannt.  pro-life

ER machte meinen Mund zu einem scharfen Schwert, ER verbarg mich im Schatten seiner Hand. ER machte mich zum spitzen Pfeil und steckte mich in seinen Köcher.

ER sagte zu mir: Du bist mein Knecht, Israel, an dem ich meine Herrlichkeit zeigen will.

Ich aber sagte: Vergeblich habe ich mich bemüht, habe meine Kraft umsonst und nutzlos vertan. Aber mein Recht liegt beim HERRN und mein Lohn bei meinem Gott.

Jetzt aber hat der HERR gesprochen, der mich schon im Mutterleib zu seinem Knecht gemacht hat, damit ich Jakob zu ihm heimführe und Israel bei ihm versammle. So wurde ich in den Augen des HERRN geehrt und mein Gott war meine Stärke.

Und ER sagte: Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, nur um die Stämme Jakobs wieder aufzurichten und die Verschonten Israels heimzuführen. Ich mache dich zum Licht für die Völker; damit mein Heil bis an das Ende der Erde reicht.

 


Die neue Enzyklika “Laudato si” beinhaltet eine “Theologie der Schöpfung”

Mathias von Gersdorff

Die neue Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus ist ein langer und komplexer Text, der einen umfangreichen Sachverhalt behandelt. Es geht nämlich nicht nur um die Umwelt, sondern generell um die Schöpfung, die Absichten Gottes mit dieser  –  und wie der Mensch ihr gegenüber steht. Vat_Flagge
Das behandelte Thema ist nicht nur sehr breit gefächert, das Rundschreiben will auch konkrete Empfehlungen geben und einen dezidiert aktuellen Bezug bieten.

All das in einem einzigen Text unterzubringen, ist alles andere als leicht. So gesehen liegt es nahe, dass „Laudato si“ stellenweise schwer verständlich oder sogar widersprüchlich erscheint.

Hier sollen einige allgemeine Bemerkungen vorgetragen werden:

Der Text enthält viele Gedanken aus natur-, sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Studien. Eine davon ist die Theorie, dass die Erderwärmungen insbesondere von der menschlichen Aktivität (Produktion, Heizung, Klimaanlagen usw.) verursacht werden.

Oft wurde angemerkt, dass derartige Aussagen nicht in die Autorität eines Papstes fallen, denn sie betreffen weder Glaube noch Moral. Diese Bemerkung ist richtig. Radio Vatikan

Doch sollte man bedenken, dass ein päpstliches Dokument auch nicht in einem zeitlichen Vakuum entsteht: Aussagen zu Glaube und Moral werden meistens getroffen, weil es wichtige technologische, politische oder ökonomische Veränderungen gab.

So ist es üblich, dass die Päpste in den jährlichen „Botschaften zum Welttag der sozialen Kommunikationsmittel“ auf die Gefahren für die Sittlichkeit hinweisen, die aufgrund der rasanten technologischen Entwicklung der Medientechnologie (Kabel, Internet, Fernsehen usw.) entstehen.

Ungewöhnlich allerdings ist, dass sich ein Papst dermaßen dezidiert auf die Seite einer bestimmten Gruppe von Wissenschaftlern schlägt, denn es gibt unterschiedliche Auffassungen über die Ursachen der Erwärmung. Möglicherweise wurde das Beraterteam zu einseitig ausgewählt.

„Laudato si“ enthält viele Passagen, die so etwas wie eine „Theologie der Schöpfung“ bilden. Für den theologisch interessierten Leser sind diese die wichtigsten, doch auch diejenigen, die am meisten einer weiteren Erklärung bedürfen.

Was heißt zum Beispiel, dass wir alle eine Art „Familie von Geschöpfen“ sind? Was bedeutet konkret, dDr. Pelz.ass wir in den Geschöpfen ihren eigenen Wert erkennen sollten? Dass der Mensch verantwortungsvoll mit der Schöpfung umgehen soll, ist ja nicht neu. Ebenso wenig die Tatsache, dass er gegenüber der Schöpfung eine bewundernde Haltung einnehmen sollte, denn die Geschöpfe spiegeln Eigenschaften Gottes wider.

Selbst der einfachste Mensch wurde von Gott erschaffen mit einer Intention und spiegelt etwas, was absolut in Gott selbst ist. Doch das sind keine besonders neuen Erkenntnisse. Insofern bedarf „Laudatio si“ einer weiteren Auslegung.

Besonders augenfällig ist, dass diese Enzyklika ein neues Selbstbewusstsein des römischen Pontifex dokumentiert: „Laudato si“ spricht mit Autorität ein Thema an, das weltweit von Bedeutung ist. Der Gestus des Textes klingt autoritär und ermahnt die gesamte Menschheit, vor allem Politiker, internationale Organisationen, internationale Konzerne an.

Um ein Dokument mit einem solch rigiden Ton zu finden, der auch politische Beachtung anstrebt, muss man weit in der Geschichte zurückblicken: Während des Dreißigjährigen Krieges wandte sich der Papst an die Könige in dieser Form, denn er hatte die Möglichkeit gesehen, die Christenheit wieder zu einigen. Doch das war eher ein Intermezzo.

Einen dermaßen universellen politischen Anspruch findet man systematisch bei den Päpsten der cluniazensischen Reformbewegung ab Gregor VII. bis etwa Innozenz III. Wie kein anderer dominierte letzterer die Weltpolitik. Ob Franziskus einen solchen Rang erhält, bleibt abzuwarten.

Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Aktion “Kinder in Gefahr” und die Webseite “Kultur und Medien online”

Fotos: Radio Vatikan,  Archiv


GOTT hat mich all meinen Ängsten entrissen

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 34 (33),2-3.4-5.6-7.

Ich will den HERRN allezeit preisen;
immer sei sein Lob in meinem Mund.
Meine Seele rühme sich des HERRN;
die Armen sollen es hören und sich freuen.

Verherrlicht mit mir den HERRN,
lasst uns gemeinsam seinen Namen rühmen.
Ich suchte den HERRN, und ER hat mich erhört,
  ER hat mich all meinen Ängsten entrissen.

Blickt auf zu ihm, so wird euer Gesicht leuchten,
und ihr braucht nicht zu erröten.
Da ist ein Armer; er rief, und der HERR erhörte ihn.
ER half ihm aus all seinen Nöten.

 


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