In Christus ist das JA Gottes verwirklicht

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 2 Kor  1,18-22:

Brüder! Gott ist treu, ER bürgt dafür, dass unser Wort euch gegenüber nicht Ja und Nein zugleich ist.

Denn Gottes Sohn Jesus Christus, der euch durch uns verkündigt wurde – durch mich, Silvanus und Timotheus -, ist nicht als Ja und Nein zugleich gekommen; in ihm ist das JA verwirklicht.

ER ist das Ja zu allem, was Gott verheißen hat. Darum rufen wir durch ihn zu Gottes Lobpreis auch das Amen.

Gott aber, der uns und euch in der Treue zu Christus festigt und der uns alle gesalbt hat, ER ist es auch, der uns sein Siegel aufgedrückt und als ersten Anteil am verheißenen Heil den Geist in unser Herz gegeben hat.

 


Christus ernennt Simon zum Felsen der Kirche

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Mt 16,13-19:

In jener Zeit, als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: Für wen halten die Leute den Menschensohn? Petrischlüssel
Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elias, wieder andere für Jeremias oder sonst einen Propheten.
Da sprach er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich?
Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!
Jesus sprach zu ihm: Selig bist du, Simon Bar Jona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Ich aber sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen.
Dir will ich die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.

 


Neue Irrtümer der „Madonna“ von Medjugorje

Von Felizitas Küble

Allmonatlich verbreitet die Medjugorje-Bewegung per Newsletter eine sog. „Privatbotschaft der Muttergottes“ an Mirjana Dragicevic-Soldo. Die „Seherin“ erhält schon seit Jahrzehnten stets am 2. Tag jedes Monats eine Offenbarung des Himmels, die recht häufig merkwürdige theologische Aussagen enthält – so auch diesmal in der „Botschaft“ vom 2. März 2015, die wir hier im vollen Wortlaut wiedergeben (die Linien stammen zwecks Hervorhebung von uns): media-372515-2

„Liebe Kinder! Ihr seid meine Stärke, ihr, meine Apostel, die ihr durch eure Liebe, Demut und stilles Gebet es möglich macht, dass mein Sohn kennen gelernt wird. Ihr lebt in mir. Ihr tragt mich in eurem Herzen. Ihr wisst, dass ihr eine Mutter habt, die euch liebt und die gekommen ist, um euch die Liebe zu bringen.

Ich schaue euch im himmlischen Vater an – eure Gedanken, eure Schmerzen, eure Leiden – und ich bringe sie meinem Sohn dar. Fürchtet euch nicht, verliert die Hoffnung nicht, weil mein Sohn auf Seine Mutter hört.

Seitdem Er geboren wurde, liebt Er, und ich möchte, dass diese Liebe alle meine Kinder kennen lernen, damit jene zu Ihm zurückkehren, die Ihn wegen ihrer Schmerzen und ihres Nichtverstehens verlassen haben, und Ihn all jene, die Ihn nie gekannt haben, kennen lernen.

Deshalb seid ihr da, meine Apostel, und ich als Mutter mit euch. Betet für die Festigkeit des Glaubens, denn aus dem festen Glauben kommen Liebe und Barmherzigkeit. Durch Liebe und Barmherzigkeit werdet ihr all jenen helfen, denen nicht bewusst ist, dass sie die Finsternis anstelle des Lichtes wählen. Betet für eure Hirten, denn sie sind die Stärke der Kirche, die euch mein Sohn hinterlassen hat. Durch meinen Sohn sind sie die Hirten der Seelen. Ich danke euch.“

Hierzu stellen wir fest:

1. Die mehrfache Würdigung der „Seherkinder“ (die übrigens längst erwachsen sind) als „meine Apostel“ ist zumindest mißverständlich, denn der Ausdruck „Apostel“ gilt in der Kirche regulär für die 12 Apostel sowie den Apostel Paulus. Missionarisch aktive Weltchristen (Nicht-Priester) bezeichnet die Kirche mitunter als „Laienapostel“.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

2. Maria erscheint angeblich in Medjugorje, „um euch die Liebe zu bringen“.  – Ist hierfür eine Privatoffenbarung nötig? – Christus selbst ist in seiner Person Gottes Liebe, ER hat sie uns verkündet und vorgelebt; in seiner Kirche und den sieben Sakramenten erfahren wir die Güte des HERRN. Weshalb sollte es hierzu eines Erscheinungsphänomens bedürfen?

3. Der Aufruf, sich nicht zu fürchten und die Hoffnung nicht zu verlieren, weil „mein Sohn auf seine Mutter hört“, ist theologisch völlig irreführend. Würde Christus nicht auf Maria hören, hätten wir dann etwa Anlaß zur Furcht und Hoffnungslosigkeit? – Eine völlig absurde Vorstellung!

4. Geradezu hanebüchen, ja gotteslästerlich ist die Behauptung der Medju-„Madonna“ über unseren Erlöser: „Seitdem Er geboren wurde, liebt Er“.  – Hat Christus etwa in den 9 Monaten vor seiner Geburt bzw. nach seiner Empfängnis nicht geliebt? – Zudem ist der Heiland präexistent: ER lebte als GOTT bzw. Gottes Sohn schon vor seiner Menschwerdung  – und ER hat selbstverständlich vor seiner Inkarnation schon geliebt: sowohl Gott-Vater und den Heiligen Geist  – wie auch seine Geschöpfe. Aus Liebe zu ihnen ist ER Mensch geworden, also liebte ER uns schon vorher.

5. Aus dem „festen Glauben“ kommen nicht nur „Liebe und Barmherzigkeit“, sondern alles weitere, was für das ewige Heil ebenfalls erforderlich ist: Vor allem die Einhaltung der göttlichen Gebote, die Nachfolge Christi und die guten Werke.

 


„Gott hat uns geliebt und seinen Sohn gesandt als Sühne für unsere Sünden“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 1 Joh 4,7-10:

Liebe Brüder, wir wollen einander lieben; denn die Liebe ist aus Gott, und jeder, der liebt, stammt von Gott und erkennt Gott. Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist die Liebe. 131223-stern-von-bethlehem_b87bfae72c

Die Liebe Gottes wurde unter uns dadurch offenbart, daß Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch IHN leben.

Nicht darin besteht die Liebe, daß wir Gott geliebt haben, sondern daß ER uns geliebt und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat.