„Wir sind ein für allemal geheiligt durch die Opfergabe des Leibes Christi“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Hebr 10,5-10:

Darum spricht Christus bei seinem Eintritt in die Welt: Schlacht- und Speiseopfer hast du nicht gefordert, doch einen Leib hast du mir geschaffen; an Brand- und Sündopfern hast du kein Gefallen.  – Da sagte ich: Ja, ich komme – so steht es über mich in der Schriftrolle -, um deinen Willen, Gott, zu tun. 0018

Zunächst sagt ER: Schlacht- und Speiseopfer, Brand- und Sündopfer forderst du nicht, du hast daran kein Gefallen, obgleich sie doch nach dem Gesetz des Moses dargebracht werden; dann aber hat ER gesagt: Ja, ich komme, um deinen Willen zu tun.

So hebt Christus das erste auf, um das zweite in Kraft zu setzen. Aufgrund dieses Willens sind wir durch die Opfergabe des Leibes Jesu Christi ein für allemal geheiligt.

 


Gottes Willen zu erfüllen ist Treue

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Jesus Sirach 15,15-20:

Gott gab den Menschen seine Gebote und Vorschriften. Wenn du willst, kannst du sein Gebot halten; Gottes Willen zu erfüllen ist Treue. ??????????????????????????????????????????????????????????

Feuer und Wasser sind vor dich hingestellt; streck deine Hände aus nach dem, was dir gefällt. Der Mensch hat Leben und Tod vor sich; was er begehrt, wird ihm zuteil.

Überreich ist die Weisheit des HERRN; stark und mächtig ist ER und sieht alles. Die Augen Gottes schauen auf das Handeln des Menschen, ER kennt all seine Taten. Keinem gebietet ER zu sündigen, und die Betrüger unterstützt ER nicht.

Bild:  Evita Gründler


„Was der HERR von dir fordert…“

„Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.“ (AT, Micha 6,8)

Gott geht es um Gehorsam, Liebe und Demut. Ist das noch zeitgemäß? Selbstverwirklichung, Selbstbestimmung und Selbstgerechtigkeit zeichnen Menschen heute aus. Und als Folge ist dann auch bald Selbstherrlichkeit zu erkennen.

Gott möchte unseren Blick wenden, und zwar auf uns selbst, allerdings im Lichte seines Geistes. Dann können wir erkennen, dass wir uns um uns selbst drehen anstatt um Gott, sein Wort, seinen Willen und seine Schöpfung.

Gott hat einen Plan mit jedem Menschen. Wir sind mit eingeplant,  unserem Nächsten in Liebe und Freundlichkeit zu begegnen, ihn auf Gott und seinen Willen hinzuweisen.

ES IST DIR GESAGT, MENSCH, WAS GUT IST, stellt der Prophet Micha fest.

Gott hat eine Forderung, der ich mich nicht einfach entziehen kann  – und wenn doch, dann hat das Folgen für mich.

Besser ist es, mit Gott im Einklang zu leben, sich der Führung Christi anzuvertrauen und vom Heiligen Geist durch den Alltag geleitet zu werden. Bei Jesus findet das unruhige und  verzagte Herz Ruhe und Frieden.

Gedanken unseres Autors Gerhard A. Schäfer,  evangelischer Prediger aus Wingst