Vatikan: Drei impf-unwillige Schweizer Gardisten treten von ihrem Dienst zurück

Wie das Kölner Domradio heute (3.10.) berichtet, haben drei Schweizergardisten gekündigt, weil sie nicht mit genbasierten Vakzinen gegen Corona geimpft werden möchten.
Drei weitere bislang nicht-geimpfte Papst-Leibwächter willigen laut italienischen Medienberichten jetzt in eine Impfung ein, sind aber „bis zum Abschluss des Impf-Zyklus“ nicht im Dienst.

Seit dem 1. Oktober gilt im Vatikan für Angestellte und Gäste die 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet). Davon ausgenommen sind Gottesdienstteilnehmer, allerdings nur für die Dauer der jeweiligen Feier. Dies entspricht einer Entscheidung der italienischen Bischöfe, wonach bei Gottesdiensten und Wallfahrten kein Test-Nachweis nötig ist.

Für die Schweizergarde ist aber offenbar die 2G-Regel eingeführt worden, „da der Kontakt zum Papst und dessen Gäste zu eng sei“, heißt es. Außerdem verwies man auf andere Armeen mit ähnlichen Vorgaben.

Noch im Februar 2021 hatte der Vatikan die Einführung einer Impf-Pflicht für seine Mitarbeiter dementiert: https://www.domradio.de/themen/corona/2021-02-19/flexible-angemessene-loesung-doch-keine-impfpflicht-im-vatikan


Merkels Testpflicht-Plan für ungeimpfte Gottesdienstbesucher wurde gekippt

Die Beschlußvorlage der Bundeskanzlerin für die künftigen Corona-Maßnahmen hatte vorgesehen, daß nicht-geimpfte Besucher von Gottesdiensten jeweils einen Negativ-Test vorzeigen müßten.

Das wäre ein weiterer drastischer Schritt in eine gesellschaftliche Spaltung bzw. eine Zweiklassen-Gesellschaft und in eine diskriminierende Impf-Apartheid gewesen (die in anderen Bereichen allerdings jetzt eingeführt wird – etwa bei kostenpflichtigen Tests).

Dieser Merkel-Plan fand jedoch keine Mehrheit in der Bund-Länder-Runde, so daß es nun für die Kirchen keine neuen Vorgaben gibt.

Wie das DOMRADIO meldet, hat der Vertreter der katholischen Bischofskonferenz in Berlin, Karl Jüsten, im Vorfeld betont, dass sich die bisherige Praxis – auch ohne Test-Forderung – bewährt habe, denn es sei „bei Gottesdiensten es zu keinem großen Infektionsgeschehen“ gekommen – weder auf katholischer Seite noch auf bei der EKD:

Zugleich erinnerte Jüsten an den „hohen Wert der verfassungsrechtlich geschützten Religionsfreiheit“.

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3.3.321: Vor genau 1700 Jahren führte Kaiser Konstantin den arbeitsfreien Sonntag ein

Anlässlich des Jubiläums „1700 Jahre freier Sonntag“ erinnern die christlichen Kirchen in Deutschland in einer gemeinsamen Erklärung an den bleibenden Wert eines arbeitsfreien Sonntags. Vor 1.700 Jahren verfügte der römische Kaiser Konstantin I. den Sonntag zum reichsweiten Feiertag und stellte ihn unter besonderen Schutz. Dieser 3. März 321 gilt als der erste Moment staatlicher Sonntagsschutzgesetzgebung.

Nachfolgend lesen Sie die wichtigsten Abschnitte und Gedanken aus der Stellungnahme:

„Der Sonntag unterbricht den Alltag, gibt dem Leben Rhythmus, schafft individuelle Freiräume, verbindet Menschen und fördert das Gemeinwohl. Im Bewusstsein vieler Menschen ist der Sonntag daher als wichtiges und schützenswertes ,Kulturgut‘ tief verankert.“

„Die Seele braucht die Unterbrechung des Alltags. Und der Sonntag ist so ein Tag zum Abschalten, im wörtlichen wie übertragenen Sinne.“

„Inmitten der Pandemieerfahrungen unterbricht uns nun dieses Jubiläum, lässt uns innehalten, um den Wert des arbeitsfreien Sonntags zu würdigen: Der Sonntag ist in Artikel 140 unseres Grundgesetzes als Tag ,der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung‘ gesetzlich geschützt.“

Für Christen habe der Sonntag seine herausragende Bedeutung als Tag der Auferstehung Christi. Der Gottesdienst stehe daher im Mittelpunkt des Lebens der Kirche.

Die christliche Tradition eines regelmäßig wiederkehrenden Ruhetags entstamme dem Schabbat des Judentums, mit dem die Christenheit so zentrale Texte wie die Schöpfungsgeschichte und die Zehn Gebote gemeinsam habe.

In einem Jahr, in dem ebenfalls 1.700 Jahre Judentum in Deutschland gefeiert werden dürfe, wolle das gemeinsame Wort daran erinnern, dass neben vielen anderen Werten und Traditionen auch der Tag ohne Arbeit ein Geschenk der jüdisch-christlichen Tradition an alle Menschen sei.

„Der Sonntag ist kein gewöhnlicher Tag und darf es auch nicht werden. Ohne Arbeit kann der Mensch nicht leben, sie ist notwendig. Doch ist der Mensch nicht für die Arbeit da, sondern umgekehrt.“

„Durch unser eigenes Tun und Lassen entscheiden wir Menschen darüber, welchen Wert und welche Qualität der Sonntag für uns hat.“

Wie der Staat aufgerufen sei, den arbeitsfreien Sonntag zu schützen und dessen Erosion zu verhindern, so seien „auch wir alle“ aufgerufen, dafür zu sorgen, dass aufgrund des Strebens nach vermeintlicher Freiheit nicht die tatsächliche Freiheit aufgegeben werde, die in der segensreichen Errungenschaft eines gemeinsamen arbeitsfreien Sonntags liege.

Wie es Albert Schweitzer formulierte: ,Wenn deine Seele keinen Sonntag hat, dann verdorrt sie‘.

Quelle: SELK-Newsletter


NRW: Keine einzige Infektion in kath. Messe

In den letzten Monaten kam es in mehreren freikirchlich-evangelischen und pfingstlerisch-charismatischen Gemeinden bzw. Bibelschulen zu Corona-Ausbrüchen – nicht jedoch in katholischen Pfarrgemeinden Nordrhein-Westfalens, wie das Robert-Koch-Institut bestätigte.

Der Leiter des Katholischen Büros in NRW, Antonius Hamers, erklärte in einem Interview mit dem Kölner Domradio:

„Wir haben bislang, insbesondere was unsere Gottesdienste angeht, keinen einzigen Fall, wo es zum Infektionsgeschehen im Zusammenhang mit einem katholischen Gottesdienst gekommen ist.“

Der Geistliche fügt hinzu:Darauf legen wir großen Wert, weil wir natürlich auch die Regeln einhalten, weil wir in Absprache mit der Staatskanzlei eigene Regeln erlassen haben.“

Quelle und vollständiges Interview hier: https://www.domradio.de/themen/corona/2020-10-15/keine-einzige-infektion-durch-katholische-gottesdienste-nrw-katholisches-buero-nrw-bewertet-neue


Österreich: Mundkommunion wieder erlaubt

Österreichs Bischöfe haben weitgehende Erleichterungen für öffentliche Gottesdienste beschlossen.

Die neue Rahmenordnung gilt ab Samstag (20. Juni). So ist künftig das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes nicht mehr vorgeschrieben. Weiter empfohlen ist die Handkommunion; auch die Mundkommunion ist aber wieder erlaubt.

Weihwasserbecken können wieder befüllt werden, wobei das Wasser häufig zu wechseln ist. Grundsätzlich sollen die Gläubigen die Messe wieder in der Gemeinde feiern; eine Entbindung von der Sonntagspflicht sehen die Richtlinien nicht mehr vor.

BILD: Mundkommunion in einem koptischen Gottesdienst

Als wichtigste Verpflichtung bleibt die Einhaltung eines Mindestabstands von einem Meter zu Personen, mit denen man nicht im gemeinsamen Haushalt lebt. Pflicht bleibt auch das unverzügliche Desinfizieren oder Waschen, wenn es bei der Kommunionspendung zu einer Berührung gekommen ist.

Quelle und weitere Infos hier: https://www.katholisch.de/artikel/25865-oesterreich-mundkommunion-sonntagspflicht-zurueck-maskenpflicht-weg


Corona: EU-Bischofskommission warnt vor schleichender Auflösung der Religionsfreiheit

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Die EU-Bischofskommission COMECE warnt vor einer schleichenden Aufweichung der Religionsfreiheit durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.
Die „Erosion der Grundrechte im gegenwärtigen Krisenkontext“ dürfe nicht zur „neuen Norm“ werden, schrieb COMECE-Generalsekretär Manuel Barrios Prieto am Mittwoch in einer Aussendung.

Europa achte immer mehr auf die Wahrung der Grundrechte und die Rechtsstaatlichkeit in den Mitgliedstaaten, so der spanische Priester mit einem offensichtlichen Seitenblick auf EU-Verfahren gegen Länder wie Ungarn und Polen.

Im Zug dieser gesteigerten Sensibilität für die Rechtsstaatlichkeit solle die EU die Achtung des Grundrechts auf Religionsfreiheit in der Coronavirus-Politik prüfen, forderte Barrios Prieto.

Enttäuscht zeigte er sich darüber, dass in dem Mitte April von der EU-Kommission vorgelegten Fahrplan zur Aufhebung der Corona-Beschränkungen „jeglicher Hinweis auf die Möglichkeit des Gottesdienstbesuches“ fehle. Das verkenne die Schlüsselrolle der Religion in den europäischen Gesellschaften.

Religion sei nicht nur Privatsache, so der Generalsekretär weiter, vielmehr habe Religion auch eine öffentliche und gemeinsame Dimension.

„Der aggressive Ansatz bestimmter säkularistischer Akteure gegen die Rolle der Religion im öffentlichen Kontext könnte zu ihrer Marginalisierung in der aktuellen Krise beigetragen haben”, analysiert Barrios Prieto in der Stellungnahme.

Quelle: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2020-05/eu-comece-bischoefe-religionsfreiheit-rechtsstaat-corona.html


Kirchen vernachlässigen ihre Kernaufgaben

Ein muslimischer Verein aus Niedersachsen hat gegen das Verbot von Gottesdiensten geklagt und war damit beim Bundesverfassungsgericht erfolgreich. Es urteilte, dass auch während der Corona-Krise religiöse Zusammenkünfte nicht generell verboten werden dürfen.

Dazu äußert sich der AfD-Fraktionsvorsitzende im Deutschen Bundestag, Dr. Alexander Gauland:

„Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts ist sehr zu begrüßen. Dass es jedoch erst einen muslimischen Moscheeverein braucht, um dieses Grundrecht in Deutschland einzuklagen, muss die christlichen Amtskirchen beschämen.

Diese haben die komplette Aussetzung des Grundrechts auf ungestörte Religionsausübung selbst während des Osterfestes im wesentlichen achselzuckend hingenommen. Nicht einmal christliche Begräbnisse werden regulär durchgeführt.

Die beiden christlichen Amtskirchen vernachlässigen schon lange ihre Kernaufgabe der Seelsorge zugunsten einseitiger Einmischung in die Tagespolitik.

Jetzt, wo es um elementare Anliegen der Christen geht, gehen die Kirchenoberen auf Tauchstation.

Der Mitgliederschwund bei den Kirchen wird sich so ganz sicher nicht aufhalten lassen.“


Staatliches Corona-Krisenmanagement mangelhaft: Mehr Chaos als Konzept

Beatrix von Storch

Kürzlich haben Bund und Länder ihre neue Corona-Politik verkündet. Noch vor nicht allzu langer Zeit gab es die fatale Falscheinschätzung und dann die Verharmlosung der Pandemie durch Spahn mit der Folge von viel zu spät eingeleiteten Eindämmungsmaßnahmen, dazu kam die seit Jahren grob fahrlässig vernachlässigten bzw. mangelnden Epidemie-Vorbereitungen. Und nun viel Aktionismus, aber letzten Endes nur eine halbherzige Politik in Richtung Normalisierung.

Sowohl bei den Grundrechtseinschränkungen als auch bei den Öffnungen von Restaurants und Geschäften ist ein überzeugendes Gesamtkonzept nicht zu erkennen. Das alles wirkt willkürlich und nicht besonders gut durchdacht, sondern eher panisch. Dabei sind die beschlossenen Corona-Lockerungen vollkommen unzureichend.

Die Wiederaufnahme wirtschaftlicher Aktivitäten unter Berücksichtigung von Schutzmaßnahmen haben wir als AfD-Bundestagsfraktion bereits am 7. April für die Zeit ab dem 14. April gefordert. Wir befürworten ausdrücklich die Öffnung von Geschäften und Gaststätten, in denen Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Allein im Hotel- und Gaststättengewerbe arbeiten bei uns 2,4 Millionen Beschäftigte. Hier geht eine ganze Branche in die Knie. 

Angesichts des drohenden Zusammenbruchs des Hotels- und Gaststättengewerbes und auch vieler anderer Wirtschaftszweige erwarten wir als AfD hier einen klaren Exit-Fahrplan, um Existenzen und Arbeitsplätze zu retten.

Was wir als AfD auch verurteilen, ist der ganz erhebliche Eingriff in die Religionsfreiheit. Auch die Deutsche Bischofskonferenz kritisiert das fortbestehende Verbot von öffentlichen Gottesdiensten und verweist auf die jüngste Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über die hohe Bedeutung der Religionsfreiheit.

Warum dürfen keine Gottesdienste stattfinden, wenn man in Kirchen gut den Abstand wahren kann? Die Kirchen bleiben laut Medienberichten geschlossen, weil die Bundesregierung Angst vor einem möglichen Ramadan-Chaos hat.

Wenn das stimmt, dann ist das Selbstaufgabe unserer christlichen Kultur. Wer sich an die Regeln hält, darf nicht die Zeche zahlen für den Regelbruch der anderen.


ABC in Bayern: Verzicht auf öffentliche Gottesdienstfeiern geht an die Substanz

Der Vorsitzende des Arbeitskreises Bekennender Christen (ABC) in Bayern, Dekan Till Roth, bittet die Leitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern sich gegenüber der Politik für die Wiederaufnahme öffentlicher Gottesdienste und Andachten einzusetzen. Dies müsse selbstverständlich mit Bedacht und unter Berücksichtigung der staatlichen Abstandsgebote geschehen, so Roth.

Bei allem Verständnis für die strengen Maßnahmen der Politik angesichts der Gefährlichkeit von COVID-19 und der Lebensgefahr für viele Menschen müsse deutlich werden, dass das Aussetzen aller öffentlichen Gottesdienste einschließlich Abendmahls- und Tauffeiern nicht nur schmerzlich sei, sondern an die geistliche Substanz gehe:

„Dabei geht es aus meiner Sicht jetzt weder darum, als Kirche einen bestimmten Machtanspruch oder Vorrang im Gemeinwesen zu beanspruchen noch formal auf das Recht freier Religionsausübung zu pochen. Sondern es geht um das Wesen des christlichen Glaubens, der aus Wort und Sakrament lebt, die der im Namen Gottes versammelten Gemeinde gegeben werden.“

Darüber hinaus spende der gemeinsam gefeierte Gottesdienst dem Einzelnen Trost und vermittle Mut und die Liebe, die sich auch unter den schwierigen Bedingungen der Corona-Krise dem Nächsten zuwende: „Mit anderen Worten: hundert- und tausendfach gefeierte Gottesdienste sind auch ein wesentlicher Beitrag für den sozialen Zusammenhalt und die Krisenfestigkeit unserer Gesellschaft.“

Evangelische Kirche in Augsburg

ABC-Nachrichten thematisieren Verbot öffentlicher Gottesdienste

In den aktuellen ABC-Nachrichten zum Thema „Corona und die Kirchen“ kritisiert Roth, dass über die theologische Systemrelevanz des Gottesdienstes und der Sakramente bislang kaum gesprochen werde.

Der Nürnberger Pfarrer Dr. Matthias Dreher erläutert in einer „Pastoralen Erklärung“, dass der durch die Corona-Pandemie veranlasste Gottesdienst-Abbruch die christliche Kirche in ihrem Wesen angreife: 

„Deshalb hat mich erschreckt, wie selbstverständlich, unproblematisiert und teils vorauslaufend Kirchenleitungen den Gemeinden empfahlen, die vom Staat erlassenen Versammlungsverbote auch hinsichtlich der Gottesdienste umzusetzen.“

Der für Gemeinde-, Kirchensteuer- und Verfassungsfragen zuständige Oberkirchenrat Dr. Hans-Peter Hübner erläutert dagegen in den ABC-Nachrichten, warum er den zeitlich begrenzten Gottesdienstverzicht für richtig hält: „um der Liebe zu den der Kirche anvertrauten Menschen willen, deren Gesundheit und Leben sonst (…) gefährdet würde.“

Der Staat müsse selbstverständlich den hohen Stellenwert der Religionsfreiheit als Ausdruck der Menschenwürde beachten; angesichts der Gefahren für Leben und körperliche Unversehrtheit der Bürger durch COVID-19 könne die Abwägung der Grundrechte aber dazu führen, dass staatliche Verbote auch das Recht der Kirche, öffentliche Gottesdienste anzubieten, vorübergehend einschränken können.

Die aktuellen ABC-Nachrichten im Internet: www.abc-bayern.de/publikationen


Bleiben Gottesdienste wegen befürchtetem Ramadan-Chaos weiter verboten?

Die Bundesregierung will öffentliche Gottesdienste einem Bericht zufolge aus Angst vor chaotischen Zuständen im Ramadan weiterhin untersagen. In einem gemeinsamen Papier von Bund und Ländern heißt es laut Bild-Zeitung, daß die freie Religionsausübung zwar ein hohes Gut sei, die Ansteckungsgefahr bei solchen „Zusammenkünften“ jedoch zu hoch sei.

Allerdings sei der tatsächliche Hintergrund dieser Entscheidung nach Bild-Informationen ein anderer. Anders als bei den großen christlichen Kirchen und den jüdischen Gemeinden habe die Politik bei den Moslems keine zentralen Ansprechpartner, die Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie verläßlich durchsetzen könnten.

Deshalb sollen nun alle Gotteshäuser, Synagogen und Moscheen mindestens bis zum Ende kommender Woche geschlossen bleiben. Am Donnerstag beginnt der moslemische Fastenmonat Ramadan und dauert bis zum 23. Mai an.

Der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach kritisierte diese Entscheidung scharf. „Weil man Angst hat vor zu vollen Moscheen, dürfen die katholischen und evangelischen Kirchen nicht öffnen. Ich tue mich mit dieser Argumentation etwas schwer“, sagte er dem Blatt. Schutzkonzepte seien auch für Kirchen, Synagogen und Moscheen denkbar gewesen. „Schlangen vor Baumärkten, aber leere Kirchen – ist nicht einfach zu erläutern.“

Quelle und vollständiger Text hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2020/bericht-kirchen-wegen-befuerchtetem-ramada-chaos-weiter-geschlossen/