USA: Erzbischof Hebda verteidigt die Feier größerer Gottesdienste gegen das Verbot

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Der Erzbischof von Saint Paul und Minneapolis, Bernard Hebda, hat die Missachtung des Versammlungsverbots im US-Bundesstaat Minnesota verteidigt.
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„Katholiken brauchen wirklich die Feier der Eucharistie, um durch die Herausforderungen in ihrem Leben zu kommen“, erklärte Hebda vor Journalisten.
Der Empfang der heiligen Kommunion sei deshalb „extrem wichtig“.
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Erzbischof Hebda und die Bischöfe von Minnesota hatten  entschieden, dem vom Demokraten-Gouverneur Tim Walz verfügten Verbot von Gottesdiensten mit mehr als zehn Teilnehmern nicht Folge zu leisten.
„Wir haben nicht die Möglichkeit, die Eucharistie per Livestream zu empfangen“, betonte der Oberhirte.
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Unterstützung erhielten die katholischen Bischöfe von protestantischer Seite. Dass Kirchen anders behandelt würden als etwa Einkaufszentren, das könne nicht akzeptiert werden, sagte der Präsident der Lutheran Church-Missouri Synod, Lucas Woodford.
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Nach Ansicht der konservativen „Becket“-Organisation haben die Bischöfe rechtlich nun nicht viel zu befürchten.
Es seien bereits rund 30 Klagen anhängig. Der Rechtsbeistand der Organisation, Eric Rassbach, wertete die Anordnungen des Gouverneurs als rechtswidrig. In diesem Fall bestehe auch nicht die Pflicht, ihnen Folge zu leisten
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Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2020-05/vereinigte-usa-erzbischof-corona-missachtung-versammlungsverbot.html

Streit in USA: Bundesstaat Georgia will Babys besser vor der Abtreibung schützen

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Damit gibt es jetzt in den USA inkl. Georgia ein halbes Dutzend Bundesstaaten, die eine Abtreibungsfrist mit dem Herztönen des Kindes beenden. Vor zehn Tagen brachten wir bereits folgende Meldung: https://charismatismus.wordpress.com/2019/03/26/der-us-bundesstaat-mississippi-fuehrt-ebenfalls-ein-lebensrechts-gesetz-ein/

Der künftige US-Vizepräsident Mike Pence: christlich – konservativ – israelfreundlich

Von Felizitas Küble

Michael (Mike) Pence, zukünftiger Vize-Präsident der Vereinigten Staaten, ist von seiner Persönlichkeit her völlig anders gestrickt als Donald Trump.

Der Gouverneur von Indiana (siehe Foto) gibt sich insgesamt eher zurückhaltend, argumentiert besonnen, aber wortgewandt, sein Auftreten wirkt seriös, gelassen, er ist höflich, souverän und zugleich volksnah und verbindlich  – unterm Strich könnte man auch sagen: staatsmännisch. foto-us-kongress-pr

In seinen Ansichten ist der 57-jährige Jurist freilich deutlich konservativer und vor allem christlicher geprägt als der auftrumpfende, impulsive und bisweilen unberechenbar wirkende Milliardär Trump, dessen Großvater übrigens deutscher Herkunft ist (aus Rheinland-Pfalz in die USA eingewandert).

Viele christliche Amerikaner, für die Trump nicht gerade der geborene Wunschkandidat war, wählten ihn vor allem deshalb, weil er sich Mike Pence als Vizepräsidentschafts-Kandidat an Land gezogen hatte. Damit scheint nämlich die konservative Agenda für die nächste Amtszeit gesichert.

In den USA kann nur selten jemand ins Weiße Haus einziehen, wenn er den „Bibelgürtel“ (vor allem die evangelikal geprägten Südstaaten) nicht auf seiner Seite hat. (Dieser „Bibelgürtel“ wird auch gerne als Amerikas „Sicherheitsgürtel“ bezeichnet.)

Trump erschien diesen „Frommen im Lande“ auch inhaltlich zu schillernd und verdächtig liberal, mag er sich auch wiederholt als „enorm gläubig“ bezeichnet haben. Das wirkte nach zwei Scheidungen nicht sehr überzeugend. Aber er holte mit Pence als Stellvertreter seinen besten Joker aus der Tasche.

Übrigens hatte auch Clinton versucht, bei den christlichen Wählern zu punkten, indem sie ständig eine Bibel in ihrer Handtasche trug. Das erscheint allerdings wenig glaubwürdig bei einer Frau, die gleichzeitig für totale Abtreibungsfreiheit eintritt und die Gender-Ideologie unterstützt.

Dazu kommt die gediegene parlamentarische Erfahrung von Michael Pence, einem Sohn irischer Einwanderer und Vater von 3 Kindern, der seit 31 Jahren mit seiner Frau Karen verheiratet ist:

Bevor er im Januar 2013 als Gouverneur von Indiana gewählt wurde, war Pence bereits 12 Jahre lang im US-Repräsentantenhaus vertreten. Vorher arbeitete er zunächst als Jurist und danach als Moderator eines konservativen politischen Senders.Embryo (2)

Er sorgte während des Wahlkampfs der letzten Monate im Hintergrund vor allem dafür, daß die Verbindung zwischen Trump und seiner Republikaner-Partei sowie dem Kongreß nicht zerriß. Einige derbe Sprücheklopfereien Trumps hatten in den Reihen der Republikaner für Verärgerung und Irritationen gesorgt.

Pence ist ein Anhänger der sog. „Tea-Party-Bewegung“ (freiheitlich-konservativ ausgerichtet) und ein entschiedener Lebensrechtler, der dafür sorgte, daß in seinem US-Bundesstaat Indiana eines der strengsten Anti-Abtreibungs-Gesetze eingeführt wurde, das es in den Vereinigten Staaten gibt. Dabei wird die Tötung des ungeborenen Kindes aufgrund einer Behinderung ebenso verboten wie wegen des Geschlechts oder der Rasse. Bei der Unterzeichnung sagte Pence: „Ich unterschreibe dieses Gesetz mit einem Gebet, dass Gott diese wertvollen Kinder weiter schützen möge.“

Beim Fernseh-Duell der Vizepräsidentschaftskandidaten Anfang Oktober kritisierte Pence minutenlang die staatliche Finanzierung von Abtreibungen. Er betonte: „Mein christlicher Glaube ist das Zentrum von dem, was ich bin.“

Zudem hat er sich mehrfach gegen die Zulassung der gleichgeschlechtlichen „Ehe“ geäußert, er hat sich mit der Homo-Lobby und der Gender-Bewegung angelegt. Kritik von links gab es auch wegen seiner Sympathie für die Intelligent-Design-These (einer neueren Variante der Evolutionskritik) bzw. seiner Zustimmung zum Schöpfungsglauben, zudem wegen seiner Skepsis beim Thema „Klimawandel“.

Wie bereits im CHRISTLICHEN FORUM berichtet, hat sich der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sehr positiv zum Wahlsieg von Donald Trudavidstern (2)mp geäußert. Eine Tochter sowie der Schwiegersohn des neuen US-Präsidenten sind strenggläubige Juden und zugleich Mitarbeiter in seinem Politik-Team. (Weitere Infos zudem hier: https://philosophia-perennis.com/2016/11/10/trump-israel/)

Freilich ist auch Pence für seine israelfreundlichen Positionen bekannt. Er bezeichnete den jüdischen Staat als „ewigen Verbündeten“ der USA. Entsprechend positiv ist sein Verhältnis zu amerikanischen Juden –  und umgekehrt.

Der Gouverneur erklärte mit „Nachdruck“, daß er sich nicht allein aus politischen Gründen für Israel engagiert, sondern direkt aus seinem christlichen Glauben heraus, der ihn dazu veranlasse, den jüdischen Staat wertzuschätzen.

Auf einer Republikaner-Konferenz sagte er im vergangenen Dezember: „Israels Feinde sind unsere Feinde, die Sache Israels ist unsere Sache. Wenn diese Welt sonst nichts anderes weiß, aber dies soll sie wissen: Amerika steht zu Israel.“

Der Politiker definiert seinen grundsätzlichen Standpunkt mit den Worten, er sei „ein Christ, ein Konservativer, ein Republikaner  –  in dieser Reihenfolge“.

Geboren und aufgewachsen in einer katholischen Familie, besuchte er eine kirchliche Privatschule, war aktiv als Meßdiener und geprägt von dem Wunsch, Priester zu werden. Als Student lernte er dann eine evangelikal-freikirchliche Gruppe kennen und schätzte deren Betonung einer persönlichen Beziehung zu Jesus Christus. Zugleich lobt er aber die katholische Prägung in seinem Elternhaus. In einem Interview beschrieb er sich als „wiedergeborener Christ“ und als „evangelikaler Katholik“  – vielleicht könnte man auch sagen: „katholikal“.

Nach dem Wahlerfolg Trumps und damit auch seinem Sieg schrieb Pence auf seinem Facebookportal (wir übersetzen den Text auf deutsch): Alles, was ich bin, alles, was ich jemals sein werde, verdanke ich Gott, meinen Eltern, meiner Familie und dem Bundesstaat Indiana.“

Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und zudem ehrenamtlich das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

1. Foto: PR, US-Kongreß


USA: Bundesstaat Wisconsin erlaubt Homo-Partnerschaften / Gouverneur Jindal (Louisiana) gegen Leihmutterschaft

Von Dr. med. Edith Breburda

Im Bundestaat Wisconsin/USA wurde am Freitagnachmittag, dem 6.6.2014, völlig unerwartet ein Gesetz verabschiedet, das Homosexuellen eine staatlich registrierte Partnerschaft erlaubt.  Dr. Breburda

Wenige Zeit später fanden sich die ersten Paare vor dem Gerichtsgebäude in Madison und Milwaukee ein. Schon lange hofften sie, dass der Bann, der auf der gleichgeschlechtlichen „Ehe“ ruhte, von einem Richter aufgehoben wird und sie ihre Zulassung erhalten.

Einige der Paare hatten solche Eile, vor einem Standesbeamten zu erscheinen, dass sie gar ihr Geld vergaßen und so die anfallenden Gebühren nicht bezahlen konnte. Ein Beamter half schließlich aus und übernahm die Kosten.

Ein anderes Paar, das schon lange zusammen lebt, ließ seine adoptierten Kinder zuhause bei Nachbarn, um sich zwei Stunden nach dem Urteil vor dem Standesbeamten ihr „Ja-Wort“ zu geben.

nzwischen hatten sich viele Paare vor dem mittlerweile geschlossenem Gerichtsgebäude eingefunden. Die Standesbeamten waren noch bis in die Nacht hinein beschäftigt, ihres Amtes zu walten.

Der 42-jährige evangelische Pastor Warner von der Plymouth-Kirche in Milwaukee hatte schon vor 17 Jahren mit seinem 52-jährigen Partner „kirchlich“ geheiratet. Seitdem wartet das Paar auf die staatliche Anerkennung. Auch sie haben 2 Kinder adoptiert (vgl. Sentinel Journal, Milwaukee Wisconsin: „Scores of gay couples married in Milwaukee, Madison“ vom 7.6.2014).

Veto des Gouverneurs gegen Leihmutterschaft

Gouverneur Bobby Jindal aus Louisiana hatte sich am 2. Juni 2014 gegen ein Gesetz ausgesprochen, das Paaren erlaubt hätte, Leihmütter zu benutzen.

Jindal argumentiert, Leihmütter würden dazu beitragen, dass man den Respekt vor dem Leben verliert. Louisianas Familien-Forums Präsident Gene Mills gab zu bedenken, dass durch die Techniken der In-Vitro-Fertilisation (künstliche Befruchtung) unweigerlich Embryonen (also die kleinste Erscheinungsform des Menschen) zerstört werden. imagesCAHIF86C

Dies sei das eigentliche moralische Dilemma der IVF. Auch würden Leihmütter den Begriff und die Institution der Familie neu definieren. Wenn der Staat Louisiana Leihmütter anerkennen würde, wäre es für gleichgeschlechtliche, aber auch Einzelstehende legal, „Kinder“ zu bekommen, bemerkt Mills. 

Das Veto des Gouverneurs bewirkt nun, dass es strafbar ist, eine Leihmutter „einzustellen“.

Die US-Bischofskonferenz äußerte sich am 28. März 2014 zu diesem Thema. Sie verurteilte die Kommerzialisierung, Objektivierung und die utilitaristische Absicht, die eine Leihmutterschaft ausmacht und damit die Frau degradiert.

In dem Dokument „Donum Vitae“ wird darauf hingewiesen, dass eine Leihmutter nicht im Einklang mit der Würde der Frau ist . Der Wert der Frau wird damit auf eine Art Dienstleistung herabgestuft. 

Auch die Bischöfe heben hervor, dass durch die Option einer Leihmutterschaft das entstandene Leben nicht geschützt wird. Die Technik, die hinter der Leihmutterschaft steht, ist die künstliche Befruchtung.

IVF: Das Problem der überzähligen Embryonen

Die Zukunft der überzähligen Embryos ist ungewiß, da man ihnen nicht ihre menschliche Würde zugesteht und sie oft „entsorgt“ werden (vgl. S. Siggins: Bobby Jindal: Surrogate Motherhood lessens „the way we value human life, 2. Juni 2014).

Die moderne Medizin spricht zwar davon, die künstliche Befruchtung „sicherer zu machen“. Doch die Wissenschaftler verstehen darunter vor allem die Ausschaltung von Erbkrankheiten. images

Ein Bericht in Science Magazin vom 3. Juni 2014 mit dem Titel „U.K. report says proposed IVF technique is likely safe“ beschreibt eine ganz neue Methode. Man bezieht sich auf die „mitochondrial-DNA replacement therapy“.

Mitochondrien, die als das Kraftwerk der Zelle bezeichnet werden, befinden sich im Zellplasma. Sie besitzen ihr eigenes Erbgut, ihre eigene DNA. Mitochondrien versorgen die ganze Zelle mit der nötigen Energie.

Mitochondrien stammen von der mütterlichen Eizelle. Die Mitochondrien der Spermien dringen bei der Befruchtung nicht in die Eizelle ein. Sie werden von Enzymen abgebaut. Bei Spermienzellen bleibt nur die DNA des Zellkerns erhalten und sorgt für die Rekombination des Erbgutes. D.h. alle Kinder erhalten nur die Mitochondrien-DNA der Mutter, der Mann kann seine Mitochondrien nicht weitervererben.

So konnte man die DNA zurückverfolgen bis zu einer Ursprungsfrau, die man die „Mitochondriale Eva“ nennt. Sie lebte vor 200.000 Jahren in Afrika.

Künstliche Befruchtung per Mitochondrien-DNA

Mitochondrien-Eiweiße und Kerneiweiße müssen miteinander harmonieren. Sowohl der Zellkern als auch die Mitochondrien im Zellplasma verfügen über Erbinformationen. Die Mitochondrien haben ihre eignen Gene und stellen rund ein Dutzend eigener Eiweiße her.

Die meisten anderen Proteine, die sie zum Arbeiten brauchen, werden ihnen von den Genen des Zellkerns geliefert.

Es gibt Berichte über Antikörper, die gegen die Kerneiweiße gerichtet sind und so zum Zelltod führen können. Mitochondrien-Gene können krebserregend sein und zum septischen Schock beitragen (siehe das Buch „Globale Chemisierung- Vernichten wir uns selbst?“, Amazon, 2014).51CbuMSEzzL__BO2,204,203,200_PIsitb-sticker-arrow-click,TopRight,35,-76_SX385_SY500_CR,0,0,385,500_SH20_OU03_

Um mitochondriale Erbkrankheiten auszuschalten, versuchen Wissenschaftler, das genetische Material einer Eizelle mit defekten Mitochondrien in eine Spendereizelle mit gesunden Mitochondrien zu transferieren. 

Der Embryo besitzt die mütterliche und väterliche Kernzell-DNA und die mitochondriale DNA von einer Eizellspenderin. Somit könnte eine Mutter, die „defekte“ Mitochondrien hat, ein gesundes Kind gebären.

Momentan ist ein derartiges Verfahren in Groß- britannien noch verboten, da das gesamte genetische Material aller Nachfahren der so entstandenen Menschen verändert würde.

Auch könnten aus Versehen dennoch kranke Mitochondrien bei einem Transfer „verschleppt‘ werden und damit die Gesundheit des so entstandenen Menschen beeinträchtigen.

In Großbritannien bemüht sich die „Human Fertilisation and Embryology Authority“, damit das Parlament die „mitochondrial DNA replacement therapy“ baldmöglichst genehmigt.

Die Regierung verlangt vorerst mehr Versuche, um das Verfahren ’sicher‘ zu machen. So will man mehr Embryos herstellen, die durch die „3 Mitwirkenden“ (Samen-Eizellen-Kern und Spender-Eizellenkörper mit gesunder mitochondrialer DNA) entstanden sind.

Die Embryos sollen nicht implantiert werden. Man benötigt sie zum Vergleich mit Kontroll-Embryos und ihren Stammzellen. Nur durch solche Studien könnte man ein „o.k.“  für das neue Verfahren beschleunigen, heißt es in dem Artikel von Gretchen Vogel im Science-Magazin.

Unsere Autorin Dr. Edith Breburda ist Veterinär-Medizinerin (Tierärztin) und kath. Sachbuch-Autorin vor allem zu biotechnischen Themen; sie lebt in den USA.

Dr. Breburdas Bücher:
 
Globale Chemisierung
https://charismatismus.wordpress.com/2014/05/22/buch-tip-dr-edith-breburdas-profunde-neuerscheinung-zu-bioethischen-themen/
 
Promises of New Biotechnologies
https://www.createspace.com/3698701
 
Dr. Breburda als Buchautorin:
https://www.amazon.com/author/breburda
 
Ediths Webseite: http://scivias-publisher.blogspot.com/