Heinrich-Böll-Stiftung bietet Internet-Pranger für „antifeministische“ Persönlichkeiten

Quasi-Verfassungsschutzbericht der Gender-Szene

Die Heinrich-Böll-Stiftung hat ein „kritisches Online-Lexikon zum Antifeminismus“ veröffentlicht. Aufgeführt sind dort auch viele theologisch konservative Christen. Der Name des Portals  –  „Agent*In“  –  steht für „Anti-Gender-Networks Information“. 

Laut der  – den Grünen nahestehenden  – Stiftung haben Angriffe gegen Feminismus, sexuelle Selbstbestimmung, gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Geschlechterforschung stark zugenommen.

Das in die Kategorien Personen, Organisationen, Ideologien und Kampagnen unterteilte Lexikon informiere über die Akteure, die hinter den Angriffen steckten.

Aufgeführt sind u. a. der Rektor der Freien Theologischen Hochschule in Gießen, Stephan Holthaus, der Evangelist Ulrich Parzany, der Theologe Philip Kiril von Preußen. Auch Lebensrechtsorganisationen wie die „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) oder die Evangelisationsbewegung PRO-CHRIST sowie das katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ werden genannt.

Ferner ist die bereits 2016 verstorbene CDL-Mitbegründerin Johanna von Westphalen (siehe Foto) vertreten. Ebenso aufgelistet sind der Leiter des Kulturressorts beim Monatsmagazin „Cicero“, Dr. Alexander Kissler oder der atheistische Evolutionsbiologe Prof. Ulrich Kutschera.

Dem „christlichen Fundamentalismus“ wird in dem Lexikon u. a. das Werk „Jugend mit einer Mission“ und das Bündnis „Demo für alle“ zugeordnet, das für eine Stärkung von Ehe und Familie eintritt.

Die CDL-Vorsitzende Mechthild Löhr (siehe Foto) sagte der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA, dass sich mit dem Portal ein erschreckendes Politik- und Demokratieverständnis offenbare.

Über die öffentliche Schwarze Liste würden engagierte Bürger und Christen an einen digitalen Pranger gestellt: „Wenn sich im Internet eine von unseren Steuern mitfinanzierte Plattform der Grünen zur medialen Verfolgungsbasis für üble Nachrede, Verleumdung, Hetze und Diskriminierung gegen wertkonservative Bürger und Publizisten aufschwingt, wird es höchste Zeit, einmal rechtlich zu prüfen, wo die Grenzen liegen.“

Laut ihrem Jahresbericht für 2016 erhielt die Stiftung 66,2 Prozent ihrer 62,2 Millionen €uro Einnahmen aus Mitteln der Bundesregierung und der EU.

Zum zweiköpfigen Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung zählt seit dem 1. Juli die Theologin Ellen Ueberschär; sie war zuvor Generalsekretärin des Evangelischen Kirchentags in Berlin.  Zur Redaktion des Portals gehört u.a. die Soziologieprofessorin Elisabeth Tuider; sie ist Autorin des Handbuchs „Sexualpädagogik der Vielfalt“. Darin werden Kinder ermuntert, in einem „Sex-Quiz“ Begriffe wie Dildo und Sadomasochismus zu erläutern.

„Absurd zusammengebastelte Liste“

Der linksliberale Berliner „Tagesspiegel“ schreibt, dass sich die Beiträge „wie eine Art Verfassungsschutzbericht der Gender-Szene“ lesen, der in einer „absurd zusammengebastelten Liste“ von Organisationen und Namen kulminiere, „die man nicht anders als denunziatorisch nennen“ könne:

„Von rechtsextremen Fanatikern über streitbare Konservative bis zu Liberalen, die lediglich die Gendertheorie für Unfug halten, wird alles in den Sack ,Anti-Feminismus und Gender-Kritik’ gesteckt und gleich geprügelt: genderkritisch gleich homophob gleich antifeministisch gleich pfui.“

Laut dem deutsch-jüdischen Autor Henryk M. Broder handelt es sich um eine „Massendenunziation von Menschen, die nichts anderes verbrochen haben, als in Fragen von Ehe, Familie und Moral anderer Meinung zu sein als die Verfasser der Liste“.

Quelle und vollständige Meldung hier: http://www.idea.de/nachrichten/detail/heinrich-boell-stiftung-stellt-antifeministische-christen-an-den-pranger-101913.html

Info-Hinweis: Der Name von Felizitas Küble, die dieses CHRISTLICHE FORUM ehrenamtlich für das gemeinnützige Christoferuswerk betreibt, kommt in dieser Pranger-Liste zehnmal vor: http://www.agentin.org/index.php?search=K%C3%BCble&title=Spezial%3ASuche&go=Seite


CHRISTLICHES FORUM erneut auf dem Kongreß „Freude am Glauben“ vertreten

Vom vergangenen Freitag bis Sonntag (22. – 24.4.2016) wurde in Aschaffenburg der jährliche katholische Kongreß „Freude am Glauben“ durchgeführt, der ansonsten zumeIMG_0802ist in Fulda stattfindet, bisweilen auch in Regensburg. 

Die Schirmherrin der stets dreitägigen Großveranstaltung war bis zu ihrem Tod im Februar 2016 die bekannte Lebensrechtlerin Johanna Gräfin von Westphalen, Leiterin der Stiftung „Ja zum Leben“ und Gründerin sowie Ehrenvorsitzende der CDL (Christdemokraten für das Leben). Auch die CDL-Bundesvorsitzende Mechthild Löhr war diesmal wieder auf dem Glaubenskongreß dabei.

Unser erstes FOTO zeigt den Infostand der CDL mit der stellv. CDL-Chefin Odila Carbanje (rechts) im Gespräch mit CDL-Pressesprecherin Susanne Bajog.

Der Kongreß fand heuer bereits zum 16. Mal statt. Die Initialzündung für diese eindrucksvollen jährlichen Bekenntnistage des Glaubens stammt von keinem Geringeren als Erzbischof Johannes Dyba, dem unbeugsamen, tapferen Oberhirten von Fulda. IMG_2010

Er hat katholische Gruppen und Persönlichkeiten unter Prof. Dr. Hubert Ginderts Leitung im Sommer 2000 (nur wenige Wochen vor seinem plötzlichen Tod) ermutigt, den Kongreß „Freude am Glauben“ ins Leben zu rufen, um kirchentreue Katholiken zu sammeln, zu vernetzen und zu stärken.

Diese gründeten am 30. September 2000 das „Forum Deutscher Katholiken“ als einen lockeren Dachverband theologisch konservativer Persönlichkeiten und Initiativen.

An diesen glaubensstarken Kirchenmann hat unser CHRISTLICHES FORUM bzw. Christoferuswerk eV auf dem Kongreß unübersehbar erinnert: durch Dyba-Poster an unserer Standwand, durch Flugis, Postkarten  – und vor allem durch unser Dyba-Buch „Der Löwe von Fulda“, das großes Interesse und viele Käufer fand.

Zudem sammelten wir erneut eifrig Unterschriften für eine Seligsprechung Dybas.

Unser zweites FOTO zeigt Prälat Edmund Dillinger mit unserem Gedenkband in der Hand  –  er ist zudem einer der 33 Autoren dieses Buches, zumal er mit Erzbischof Dyba jahrzehntelang freundschaftlich verbunden war.IMG_0798

Natürlich habe ich mich gefreut, wieder viele Mitstreiter, ehem. Ferienhelfer und Bekannte unseres Christoferuswerks und KOMM-MIT-Verlags zu treffen, darunter Anna Diouf, eine katholische Bloggerin und Konvertitin mit senegalesischen Wurzeln (siehe drittes Foto links), mit der ich mich schon beim Glaubenskongreß 2015 in Fulda sehr gut verstanden habe; Frau Diouf ist Ansprechpartnerin für das katholische „Collegium Musicum“, einer Akademie für sakrale Kunst und Kultur.

Hinter ihr sieht man zwei weitere Mitstreiter im Gespräch, nämlich unser langjähriger CF-Autor Mathias von Gersdorff und der Sozialethiker Prof. Dr. Manfred Spieker  –  auch diese beiden Publizisten sind Autoren in unserem Dyba-Gedenkband. Erfreulicherweise befand sich der Infostand von Gersdorffs Initiative erneut direkt neben dem unsrigen.

Zum Schluß noch eine Anmerkung: Das einzige Grußwort für den Kongreß von Politikerseite stammt vom bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer. Warum hat sich außer dem CSU-Chef sonst niemand aus der Polit-Prominenz zu einem Gruß „herabgelassen“? Wo blieb denn das Grußwort der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel?

HIER können Sie übrigens alle Vorträge des Kongresses unter „Dokumentationen“ anschauen: www.bonifatius.tv

 

 


BVL: Die Gräfin von Westphalen bleibt „ein Segen für das Leben“

Der Bundesverband Lebensrecht (BVL) trauert um Johanna Gräfin von Westphalen, die vor wenigen Tagen plötzlich und unerwartet im Alter von 79 Jahren verstorben ist.

BVL-Vorsitzender Martin Lohmann (siehe Foto), den eine Freundschaft mit der Verstorbenen verband, erinnert an eine „außergewöhnliche, edle und edelmutige Lohmann5Persönlichkeit, die mit bewundernswerter Klarheit und faszinierendem Charme für das Lebensrecht eines jeden Menschen kämpfte und zu einer motivierenden Instanz im Lebensrecht geworden ist“.

Lohmann erklärt weiter: „Johanna Gräfin von Westphalen hatte die Gabe, eine geradezu jugendliche Dynamik mit der Weisheit eines klugen und erfahrenen Menschen zu verkörpern. Dabei ging es ihr immer ausschließlich um die Sache selbst, den unbedingten Einsatz für das Leben, wofür sie sich selbst stets zurücknahm und eine durch und durch Dienende blieb.

In jeder Begegnung mir ihr konnte man den tiefen und vertrauensstarken reifen Glauben an den barmherzigen Vater und Gott spüren, der sie geradezu durchprägte und ihr ein kraftvolles Durchhaltevermögen verlieh, das trotz aller Besorgnis angesichts lebensfeindlicher und lebensbedrohlicher Entwicklungen in unserer Gesellschaft von einer ganz starken und nachhaltigen Hoffnung durchzogen war.“

Jede Begegnung mit der Gräfin sei ein „ermutigender Gewinn“ gewesen. Stärker als jede „wirklich vorhandene Trauer über ihren Heimgang“ sei die „Dankbarkeit gegenüber einer ganz großen Frau“, sagt der BVLVorsitzende.

Johanna Gräfin von Westphalen hat der BVL sehr zu danken für eine großzügige und langjährige Unterstützung als Vorsitzende der Stiftung Ja zum Leben: „Sie war ein Segen für alle, die sich für das Leben einsetzen und entscheiden. Sie wird ein Segen für das Leben bleiben.“

Man wisse sich „in tiefer Freude verpflichtet, ihre so eindeutige und lebensfrohe Botschaft als Auftrag weiterzutragen“. Mit ihrem „bewegenden Zeugnis für das Leben“ bleibe sie auch dem BVL eine „aufbauende Verpflichtung“.