Deutsche Städte stehen unter Druck und errichten z.T. Riesen-Kitas für hunderte Kinder

Kritik am „chinesischen Weg der Massenunterbringung“

Um den gesetzlich geplanten „Rechtsanspruch“ auf einen Betreuungsplatz für Kleinkinder ab 1. August 2013 gewährleisten zu können, wächst der Handlungsdruck auf die Kommunen gewaltig  –  und so entstehen in mehreren Städten derzeit Krippen mit hunderten von Plätzen.

So befindet sich in Flöha eine Einrichtung für 400 Kleinkinder im Bau. In Brandenburg gibt es bereits jetzt entsprechende Großeinrichtungen.

Die geplante Errichtung von Kindertagesstätten mit hunderten Plätzen in mehreren Bundesländern hat Bildungsexpertin und Regierungsberaterin Ilse Wehrmann als „chinesischen Weg der Massenunterbringung“ kritisiert, wie die Nachrichtenagentur „dts“ meldet.

„Ein Wahnsinn“ seien Bauprojekte wie jenes in Dresden, wo ab 2013 dreihundert Kleinkinder in einem einzigen Gebäude untergebracht werden sollen, sagte Wehrmann der Wochenzeitung Die Zeit; sie fügte hinzu:

„Es wäre schade, wenn Sachsen bei der Kinderbetreuung wirklich den chinesischen Weg der Massenunterbringung gehen würde, nachdem es jahrelang eine Vorreiterrolle bei der Bildung innehatte.“

Einrichtungen mit mehr als 80 Kindern seien „pädagogisch nicht geschickt“, so Frau Wehrmann   –  und zudem schon hinsichtlich der Aufsichtspflicht der Erzieherinnen mit „gesundem Menschenverstand“ kaum zu verantworten.

Ob aber eine der  U r s a c h e n  dieser Groß-Kitas  –  nämlich der von der Regierung vorgesehene, individuelle „Rechtsanspruch“ auf einen Krippenplatz   –  mit dem „gesunden Menschenverstand“ vereinbar ist, erläuterte die Regierungsberaterin freilich nicht.