BVL fordert Kindergeld für Ungeborene

Mit konkreten Forderungen ist der Marsch für das Leben am heutigen Samstag an den neuen Bundestag herantreten, der eine Woche später gewählt wird. Neben einer Bildungsoffensive zum Thema „Wann beginnt das menschliche Leben?“ und Kindergeld vor der Geburt fordert der Bundesverband Lebensrecht, dass Schwangere bereits bei der ersten Untersuchung kostenlose Ultraschallbilder erhalten.

Zudem sollen Gentests an Embryonen (NIPD) nur zulässig sein, wenn sie der Heilung und dem Leben von Mutter und Kind dienen. Diese und weitere, insgesamt neun Forderungen werden den Marschteilnehmern zur demokratischen Abstimmung vorgelegt.

Die Unterstützung des Marsches wächst stetig:

Kirchliche und politische Repräsentanten wie der Berliner Erzbischof Dr. Heiner Koch und weitere Vertreter aus verschiedenen Kirchen und Konfessionen, Bundestags- und Landtagsabgeordnete wie der Präsident des deutschen Bundestags, Prof. Dr. Norbert Lammert, Bundesminister Christian Schmidt, der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende, Volker Kauder, der Vorsitzende der JU Bayern, Dr. Hans Reichhart, und Verbände wie der Malteser-Ritterorden und das Zentralkomitee der Dt. Katholiken unterstützen ebenso wie die Dt. Bischofskonferenz das Anliegen dieser größten Lebensrecht-Veranstaltung in Deutschland.

Die Grußworte finden Sie im Wortlaut unter: http://www.marsch-fuer-das-leben.de

Der Päpstliche Nuntius Nikola Eterović übermittelte der Veranstaltung den Apostolischen Segen von Papst Franziskus. 


Marsch für das Leben in Berlin: Papst Franziskus grüßt Teilnehmer herzlich

Besondere Grüße hat der Bundesverband Lebensrecht (BVL) nun aus Rom bekommen.

In einem dem BVL-Vorsitzenden Martin Lohmann übermittelten Schreiben teilt Kardinalstaatssekretär Kardinal PaPICT0129rolin mit, dass Papst Franziskus davon erfahren habe, dass der BVL auch in diesem Jahr einen Marsch für das Leben veranstaltet, „um öffentlich für den Schutz des Lebens von seinem Anfang bis zum natürlichen Ende“ einzutreten.

Wörtlich heißt es: „Gerne verbindet sich der Heilige Vater mit den Teilnehmern und sendet ihnen herzliche Grüße.“

„Ich gebe diese Grüße sofort an alle Freunde des Lebens weiter, zumal es eine große Freude ist, vom Papst bei diesem so wichtigen Zeugnis Unterstützung zu erfahren“, sagt BVL-Vorsitzender Martin Lohmann.

„Franziskus stärkt uns alle und macht uns allen, die wir für ein Ja zum Leben und damit für wahre Humanität werben, richtig Mut“, so Lohmann. Er sei sehr dankbar für die klaren Worte und die Tatsache, dass sich der Papst „mit uns verbindet“.

In dem Schreiben aus dem Vatikan heißt es weiter:

„Das Recht auf Leben ist Grundlage der Kultur und des verfassten Gemeinwesens. Jede Mensch hat eine unverbrüchliche Würde. Er darf nicht zur Wegwerfware werden. Wo Menschen ausgesondert werden, beraubt sich die Gesellschaft der Wurzeln ihrer Existenz.

Sie wird zu einem System, in dem alles dem Streben nach Gewinn und Nützlichkeit unterworfen ist und der Mensch als Person keine Rolle mehr spielt. Treten wir als Christen dafür ein, den unantastbaren Wert eines jeden Menschenlebens deutlich zu machen, der unabhängig vom augenblicklichen Nutzen ist.

Mit dem Gebetswunsch, dass die Kultur des Lebens auch weiterhin in Deutschland eine Heimat hat, erbittet Papst Franziskus allen Teilnehmern des Marsches für das Leben von Herzen Gottes reichen Segen.“


Berlin: Zahlreiche Bischöfe würdigen den Marsch fürs Leben am 21. September

Pressemitteilung des BVL (Bundesverband Lebensrecht):

Katholische und evangelische Bischöfe unterstützen den Marsch für das Leben am 21. September 2013 in Berlin. In ihren Grußworten brachten die Kirchenvertreter zum Ausdruck, wie wichtig der Einsatz für den unbedingten Schutz menschlichen Lebens gerade in einer Gesellschaft sei, die von Konkurrenz und Profit geprägt ist.06-port-Aborto-Mentalitat

Verliere der Mensch die rechtlichen und ethischen Grenzen einer humanen Gesellschaft aus dem Blick, so laufe der „Zauberlehrling“ Mensch Gefahr, die Kontrolle über sein Tun zunehmend zu verlieren, erklärte Kardinal Rainer Woelki. In seinem Grußwort warf der Erzbischof von Berlin die Frage auf:

„Gibt es in einer globalisierten Kultur noch Grenzpfeiler, die den Unterschied zwischen gut und böse wirksam markieren, oder wird nicht zunehmend alles fließend und bedrohlich beliebig? Dann läuft der „Zauberlehrling“ Mensch zu seinem eigenen Schaden Gefahr, die Kontrolle über sein Tun zunehmend zu verlieren. Gefördert wird diese Entwicklung nicht zuletzt, weil der rettende Blick nach oben, der Blick zu Gott, des ersten und wich-tigsten Garanten jedes menschlichen Lebens verdunkelt wird.“

Kardinal Joachim Meisner, der Erzbischof von Köln, betonte: „Der Wert des Lebens steht in Konkurrenz zu vielem anderen, das nicht als Wert bezeichnet werden kann. Umso mehr müssen wir als Christen in dieser Zeit unsere Stimme erheben, um den unbedingten Wert des Lebens, gerade des schutzbe-dürftigen Lebens am Anfang und Ende menschlicher Existenz, zu verteidigen und als unverfügbar einzufordern.“

„Es geht um nicht mehr und nicht weniger als den Schutz und den geistlichen Kampf gegen eine Verwässerung unseres Grundgesetzes!“, so der Bischof von Eichstätt, Dr. Gregor Hanke OSB.

Den Marsch der Lebensrechtler unterstützen außerdem:

Erzbischof Dr. Jean-Claude Périsset, Apostolischer Nuntius in Deutschland
Dr. Karl-Heinz Wiesemann, Bischof von Speyer
Dr. Heiner Koch, Bischof von Dresden-Meissen
Dr. Konrad Zdarsa, Bischof von Augsburg
Dr. Werner Thissen, Erzbischof von Hamburg
Dr. Felix Genn, Bischof von Münster
Dr. Markus Dröge, Landesbischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg
Hans-Jörg Voigt, Bischof der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK)
Ansgar Hörsting, Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland
Mathias von Gersdorff, Deutsche Vereinigung für eine Christliche Kultur
Horst Marquardt, Vorsitzender des Kongresses christlicher Führungskräfte.
 
Kontakt:
Bundesverband Lebensrecht e. V., Fehrbelliner Straße 99 in 10119 Berlin
Telefon (030) 644 940 39  /  Fax (030) 440 588 67
berlin@bv-lebensrecht.de
 

Foto: Mathias von Gersdorff